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Technisches Gebiet
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Die
Erfindung betrifft einen Fensterclip nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
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Solche
Fensterclips dienen zur Befestigung von Fensterbehängen,
wie Gardinen oder Plisseeanlagen, oder zum Aufhängen von
Dekorationsobjekten am Rahmen eines Fensters.
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Stand der Technik
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Ein
solcher Fensterclip ist aus der deutschen Gebrauchsmusterschrift
DE 20 2005 007 376
U1 bekannt. Dieser Fensterclip besteht aus einem Profil
mit einem Querschenkel, an dem beidseits ein freier Schenkel angeformt
ist. Ein erster der beiden freien Schenkel hintergreift im montierten
Zustand den Rahmen des Fensters und liegt dabei auf Rückseite des
Rahmens an. Der zweite der beiden freien Schenkel liegt an der Innenseite
des Rahmens an und hat seiner Vorderseite einen Haken dessen freier Endbereich
spitzwinkling in Richtung der durch die Oberfläche des
zweiten freien Schenkels definierten Ebene weist.
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Der
Fensterclip nach dem Stand der Technik bietet die Möglichkeit
Fensterbehänge oder Dekorationsobjekte an einem Fenster
anbringen zu können ohne den Fensterrahmen durch eine Bohrung
zu beschädigen. Das Einbringen von Bohrungen an Fensterrahmen
ist insbesondere bei Mietwohnungen oftmals problematisch. Zudem
kann durch Bohrungen die Isolierung des Fensterrahmens beeinträchtigt werden.
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Das
US-Patent 1,053,586 zeigt
in den
3 und
4 einen Haken zur Befestigung
einer Gardinenstange, der mit einem Fensterrahmen verschraubt wird.
Dies ist insbesondere in Mietwohnungen oftmals nicht praktikabel.
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Die
DE 200 05 703 U1 und
das
US Patent 1,455,166 zeigen
jeweils Befestigungsmöglichkeiten für Vorhänge
u. dgl., die auf Fensterrahmen aufgeklemmt werden können.
Diese Befestigungsmöglichkeiten bestehen aus jeweils zwei
Haken, die an zwei gegenüberliegenden Holmen eines Fensterrahmens aufgesetzt
und gegeneinander verspannt werden.
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Die
DE 20 2005 013 537
U1 zeigt eine weitere Befestigungsmöglichkeit
für einen Fensterbehang an Fensterrahmen. Wie bei Ihren
Fensterclipsen werden hier Halterungen auf Holme von Fensterrahmen aufgesteckt,
wobei zwischen den Halterungen eine Schnur für eine Gardine
gespannt wird. Die Schnur wird an Bolzen der Halterungen festgelegt.
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Eine
Form eines Fensterbehangs ist eine sogenannte Plisseeanlage. Eine
Plisseeanlage umfasst mindestens eine, meist zwei, parallel zu der
Fensterscheibe angebrachten Plisseeanlagenführung(en) an der
ein Sonnenschutz entlang des Fensters verschiebbar ist. Die Plisseanlagenführung
besteht meist aus mit Schraubösen an der Innenseite des Fensterrrahmens
befestigten Seilen oder Drähten. Werden das obere und das
untere Ende des Sonnenschutzes zusammengeschoben, dann legt sich
der Sonnenschutz ziehharmonikaartig zu einem Paket zusammen und
behindert den Lichteinfall durch das Fenster kaum. Werden die beiden
Enden maximal auseinandergezogen entfaltet sich der Sonnenschutz
und man erreicht man die maximale Sonnenschutzwirkung der Plisseeanlage.
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Der
Fensterclip nach dem Stand der Technik ermöglicht zwar
eine problemlose Befestigung von Gardinen oder das Einhängen
von Dekorartikeln, jedoch neigen daran befestigte Plisseeanlagen
dazu gegen die Fensterscheibe zu schlagen, was schon aufgrund der
damit verbundenen Geräuschbelästigung in Wohn-
oder Büroräumen nicht akzeptiert werden kann.
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Darstellung der Erfindung
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde einen Fensterclip bereitzustellen,
an dem Plisseeanlagen so befestigt werden können, dass
sie nicht gegen die Fensterscheibe schlagen können. Dabei
gilt es zu beachten, dass eine Vergrößerung des
Abstandes zwischen der Plisseeanlage und der Fensterscheibe dazu
führt, dass bei abgesenkter Plisseeanlage der Fenstergriff
nicht mehr betätigt werden kann, weil er dann mit der Plisseeanlage
kollidiert.
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Diese
Aufgabe wird durch einen Fensterclip nach Anspruch 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den davon abhängigen
Ansprüchen angegeben.
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Der
Fensterclip nach der Erfindung umfasst ein an den Rahmen des Fensters
angepasstes federelastisches Profil mit einem Querschenkel, an dem
beidseits ein Schenkel ist. Ein erster der beiden Schenkel hintergreift
im montierten Zustand den Rahmen des Fensters und liegt dabei auf
der Rückseite des Rahmens an. Der zweite der beiden Schenkel
liegt an der Vorderseite des Rahmens an. An seiner Vorderseite hat
der Fensterclip mindestens einen Haken, dessen Endbereich vorzugsweise
parallel zu dem zweiten Schenkel des Profils ist. Die Breite des Hakens
ist in seinem Fußbereich und in seinem Übergangsbereich
konstant. Die Breite und verjüngt sich in einem daran anschließenden
Verjüngungsbereich stetig. Der sich daran anschließende
Endbereich des Hakens hat eine konstante Breite und mündet
in einer Hakenspitze, die spitz, gerundet oder plan sein kann. Durch
die sich im Übergangsbereich verjüngende Hakenbreite
kann ein Befestigungsmittel für eine Plisseeanlagenführung
bis auf den Fußbereich des Hakens aufgeschoben werden.
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Als
Fußbereich wird der unmittelbar an das Profil angesetzte
Abschnitt des Hakens bezeichnet. An diesen schließt sich
der Übergangsbereich an. In dem Übergangsbereich
ist der Haken gekrümmt, so dass der Winkel zwischen dem
zweiten Schenkel des Profils und der Richtung des sich an den Übergangsbereich
anschließenden Endbereichs zumindest im Wesentlichen durch
die Krümmung des Übergangsbereiches bestimmt wird.
An diesen Übergangsbereich schließt sich der Verjüngungsbereich
an, der sich zumindest im Wesentlichen gerade in den Endbereich
fortsetzt.
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Der
Erfindung liegt die Beobachtung zugrunde, dass das Schlagen von
mit Fensterclipsen nach dem Stand der Technik befestigten Plisseeanlagen oftmals
daran liegt, dass die Plisseeanlagenführungen nicht ausreichend
zwischen den Fensterclipsen gespannt werden können, weil
die Plisseeanlagenführung zumindest an einem Ende mit dem
Haken verknotet werden muss. Durch den verjüngten Übergangsbereich
des Hakens können auf den Haken des Fensterclips nach der
Erfindung Befestigungsmittel aufgeschoben und daran festgelegt werden, die
eine einfache Montage der Plisseeanlagenführung unter ausreichender
Spannung und ggf. ein Nachspannen ermöglichen. Dies gilt
insbesondere, wenn das Material für den Haken aus dem zweiten freien
Schenkel herausgeformt ist. Dann hat der Haken eine entsprechende
Ausnehmung, deren Breite sich in dem Bereich aus dem der Verjüngungsbereich herausgeformt
ist in Richtung des Ansatzes des Hakens stetig auf eine maximale
Breite erweitert. Diese sich verbreiternde Ausnehmung ermöglicht
es ein entsprechend größeres Befestigungsmittel
vom Endbereich über den gekrümmten Übergangsbereich des
Hakens aufzuschieben, bis es auf dem Fußbereich aufsitzt.
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Bevorzugt
ist das Befestigungsmittel für die Plisseeanlagenführung
eine Rolle mit einer Ausnehmung, wobei die Ausnehmung auf den Fußbereich des
Hakens aufgeschoben ist und mit einer Ihrer Längsseiten
an dem zweiten freien Schenkel anliegt. Über solch eine
Rolle lässt sich eine Plisseeanlagenführung gut
spannen und fixieren.
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Die
Ausnehmung ist bevorzugt zylindrisch und zur Achse der Rolle konzentrisch.
Insbesondere kann mindestens die dem zweiten Schenkel abgewandte
Stirnseiten der Rolle im Bereich der Ausnehmung angefast sein. Dadurch
kann der Endbereich und/oder der Verjüngungsbereich des
Hakens zumindest stückweise plan an der Stirnseite der
Rolle anliegen. Überraschenderweise wird die Rolle durch die
Anfasung auf dem Haken festgelegt, d. h. sie dreht sich nicht auf
dem Haken und kann deshalb Zugkräfte der Plisseeanalagenführung
aufnehmen. Dies funktionierte am besten bei Rollen aus Kunststoff.
Eine zusätzliche Festlegung der Rolle durch Klebstoff wird
unnötig.
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Eine
zusätzliche das Befestigungsmittel festlegende Klemmwirkung
wird erreicht, wenn die Breite des Befestigungsmittels, z. B. die
der o. g. Rolle, zwischen 0,1 mm bis 0,4 mm größer
ist als der Spalt zwischen dem Endbereich des Hakens und dem zweiten Schenkel.
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Bevorzugt
hat die Rolle in Ihrer Mantelfläche eine Ringnut mit einem
schlitzförmigen Endbereich. Im einfachsten Fall ist der
Endbereich ein Schlitz mit parallelen Seitenwänden. Dies
ermöglicht es die Plisseeanlagenführung zum Spannen über
die Rolle zu ziehen, so dass sie sich beim Spannen in den Endbereich
der Ringnut einklemmt. Bevorzugt verjüngt sich die Breite
des Endbereichs z. B. trichterartig gestuft. Dadurch können
mit einer Rolle unterschiedliche Plisseeanlageführungen
eingeklemmt werden und die Klemmwirkung erhöht sich mit
zunehmendem Zug auf die Plisseeanlagenführung. Für
eine besonders gute Handhabung und hohe Haltekräfte sind
der Außendurchmesser der Plisseeanlagenführung
und die Breite des schlitzförmigen Endbereichs aufeinander
abgestimmt.
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Wenn
sich die Breite der Ringnut mit abnehmendem Abstand von der Rollenachse
zunächst trichterartig verjüngt und dann in den
Endbereich übergeht, dann gleitet die Plisseeanlagenführung beim
Spannen zunächst über die Flächen des
trichterartigen Bereichs und wird beim Erreichen der vorbestimmten
Spannung automatisch in den Endbereich gezogen und dort eingeklemmt.
Die Flächen des richterartigen Bereichs wirken somit als
Zentrierflächen für die Plisseeanlagenführung.
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Die
Rolle kann mindestens einen zur Rollenachse parallelen Längsschlitz
aufweisen, durch den das freie Ende der Plisseeanlagenführung
festgelegt werden kann. Natürlich kann der Längschlitz
auch mit der Ringnut kombiniert werden, was eine besonders gute
Führung und Fixierung der Plisseeanlagenführung
auf der Rolle ergibt.
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Der
Fensterclip kann sowohl aus einem Kunststoff als auch aus Metall
geformt sein.
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Wird
das Befestigungsmittel weggelassen oder entfernt, dann kann auf
den Fensterclip wie üblich eine Gardinenstange aufgesteckt
werden. Wenn die Gardinenstange eine an den sich verjüngenden Übergangsbereich
angepasste Ausnehmung aufweist, kann die Gardinenstange mit der
Ausnehmung auf dem sich verjüngenden Übergangsbereich
festgeklemmt werden.
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Beschreibung der Zeichnungen
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Die
Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen
Erfindungsgedankens anhand von Ausführungsbeispielen unter
Bezugnahme auf die Zeichnungen exemplarisch beschrieben. Es zeigen:
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1 bis 4:
einen Fensterclip,
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5 bis 8:
den Fensterclip aus 1 bis 4 mit aufgestecktem
Befestigungsmittel,
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9 bis 12:
das Befestigungsmittel aus 5 bis 8,
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13 und 14 eine
Variante des Fensterclips aus 1, und
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15 bis 17:
eine Plisseeanlage mit einem Fensterclip nach dem Stand der Technik.
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Die 15 zeigt
eine Frontansicht eines Fensters 200 mit einer Plisseeanalage 300.
Die 16 und 17 zeigen
eine Seitenansicht des Fensters 200 bzw. Detail B der Seitenansicht.
An zwei Plisseanlagenführungen 320 ist ein Plisseebehang 310 als
Sonnenschutz und/oder Sichtschutz verschiebbar (15, 16).
Das Fenster 200 hat einen Rahmen 210 auf den insgesamt
4 Fensterclips 100 nach dem Stand der Technik aufgeschoben
sind. Zwischen jeweils zwei vertikal übereinander angeordneten
Fensterclips 100 ist jeweils ein dünnes Seil als
Plisseeanlagenführung 320 der Plisseeanlage 300 befestigt.
Dazu sind die beiden Enden der Plisseeanlagenführungen 320 jeweils
zu einer Öse geknotet, die auf dem Fußbereich 163 des
Hakens 160 z. B. durch Windeinwirkung oder beim Öffnen
des Fensters 200 verrutschen kann (vgl. Detail B). Dies gilt
insbesondere, wenn es beim Knoten der Ösen nicht gelungen
ist eine ausreichende Spannung auf die Plisseeanlagenführung 320 aufzubringen.
Ein weiterer Nachteil des Fensterclips 100 nach dem Stand
der Technik ist, dass die Plisseeanlagenführung 320 im ungünstigen
Fall, wie in Detail B gezeigt, einen recht großen Abstand
von dem Fensterrahmen 210 aufweisen kann. Dadurch reduziert
sich der Abstand zwischen dem Fenstergriff 220 und dem
Plisseebehang 310, wodurch die maximale Faltenstärke Plisseebehangs 310 reduziert
wird.
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Der
erfindungsgemäße Fensterclip 1 wird in den 1 bis 4 in
einer isometrischen Darstellung (1), einer
Frontansicht (2), einer Seitenansicht (3)
und einer Aufsicht gezeigt. Der Fensterclip 1 hat die Form
eines im Wesentlichen U-förmigen Profils mit einem Querschenkel 30,
an dem ein erster freier Schenkel 10 und ein zweiter freier
Schenkel 50 angeformt sind (vgl. 1 u. 3). Während
der zweite freie Schenkel 50 mit dem Querschenkel 30 einen
rechten Winkel bildet (vgl. 3) ist der
Winkel zwischen dem ersten freien Schenkel 10 und dem Querschenkel 30 ein
spitzer Winkel (< 90°)
d. h. der erste freie Schenkel 10 ist leicht in Richtung
des zweiten freien Schenkels 50 verkippt. Der Endbereich 12 des
ersten freien Schenkels 10 ist in Richtung des zweiten
freien Schenkel 50 gewölbt. Dadurch kann der Fensterclip 1 leicht
auf einen Endabschnitt eines Fensterrahmens aufgeschoben werden
(nicht dargestellt). Dann liegt der Fensterclip 1 mit der
Innenfläche 52 des freien Schenkels 50 plan an
der Innenseite des Fensterrahmens an, wohingegen der erste freie
Schenkel 10 mit der Wölbung seines Endbereich 12 auf
der anderen Seite des Fensterrahmens anliegt.
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Aus
dem zweiten freien Schenkel 50 ist ein Haken 60 herausgeformt
(vgl. 1). Dazu kann die Kontur des Hakens aus dem freien
Schenkel 50 herausgestanzt und anschließend zum
Haken 60 gebogen werden.
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Entsprechend
hat der Haken 60 ausgehend vom zweiten freien Schenkel 50 einen
von diesem wegweisenden Fußbereich 63. An den
Fußbereich 63 schließt sich ein gebogener Übergangsbereich 62 an,
der in einen sich zumindest etwa parallel zum zweiten freien Schenkel 50 erstreckenden
Verjüngungsbereich 64 übergeht. An den
Verjüngungsbereich 64 schließt sich ein
Endbereich 61 mit einer hier gerundeten Spitze 65 an.
Die gerundete Spitze 65 des Endbereichs 61 des
Hakens 60 weist parallel zur der durch den Querschenkel 30 definierten
Ebene. Die Breite b3 des Hakens 60 ist
in seinem Fußbereich 63 und in dem Übergangsbereich 62 konstant.
Im Verjüngungsbereich 64 reduziert sich die Breite
stetig auf eine Breite b1 (vgl. 2).
Im Endbereich 61 bleibt die Breite des Hakens 60 bis
zur Spitze 65 konstant. Diese Breitenreduktion im Verjüngungsbereich 62 ermöglicht
es ein anschließend spielfrei auf dem Fußbereich 63 des
Hakens sitzendes Befestigungsmittel auf den Haken 60 aufzuschieben.
Dies ist am Beispiel einer Rolle 80 in den 5 bis 8 dargestellt
(5 und 7: isometrische Ansichten, 6:
Seitenansicht, 8: Aufsicht).
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Die
in den 9 bis 12 gezeigte Rolle 80 hat
eine axiale zylindrische Ausnehmung 85 mit dem Durchmesser
b8, mit der sie so auf dem Fußbereich 63 des
Hakens 60 sitzt, dass eine der beiden Stirnseiten 87 an
der Vorderseite des zweiten freien Schenkels 50 plan anliegt
und die andere Stirnseite 88 der Rolle 80 an dem
Endbereich 61 des Hakens 60 mit seiner Innenseite
anliegt (vgl. 5, 6 mit 9 bis 12).
Der Innendurchmesser b8 der Rolle, d. h.
der Durchmesser b8 der Ausnehmung 85 und die
Breite b3 sind als Funktion der Dicke des
Hakens 60 so aufeinander abgestimmt sind, dass die Rolle 80
auf
dem Fußbereich 63 kein radiales Spiel hat und die
Rolle 80 mittig auf dem Fußbereich 63 sitzt.
Wegen der geringen Dicke des Hakens entspricht der Innendurchmesser
b8 in diesem Sinne etwa der Breite b3. Die Differenz des Innendurchmessers b8 zum Außendurchmesser b9 ist kleiner als der durch den Endbereich 61 und
den zweiten freien Schenkel 50 definierte Spalt. Wegen
des im Vergleich zum Fußbereich 63 verjüngten
Endbereichs 61 kann die Rolle somit problemlos auf den
Endbereich 61 aufgeschoben werden. Wenn die Rolle 80 über
den Verjüngungsbereich 64 und den Übergangsbereich 62 auf den
Fußbereich geschoben wird, dann gelingt das nur, weil ein
Teil der Rolle 80 dabei in den verbreiterten Bereich 56 Ausnehmung 55 eintaucht.
Die Breite b3 des Übergangsbereichs 62 sowie
des Fußbereichs 63, die Spaltbreite zwischen dem
Endbereich 61 und dem zweiten freien Schenkel 50sowie
der Innendurchmesser b8 und der Außendurchmesser
b9 sind so aufeinander abgestimmt, dass
beim Aufschieben der Rolle 80 über den Verjüngungsbereich 64 und
den Übergangsbereich 62 auf den Fußbereich 63 der
Rand 97 der Rolle 80 über die Kante des verbreiterten
Bereichs 56 der Ausnehmung 50 gleitet wobei der
Haken leicht auffedert. Der verbreiterte Bereich 56 der
Ausnehmung 55 ist der Bereich, aus dem der Fußbereich 63 und
der Übergangsbereich 62 herausgeformt wurden.
Somit entspricht der Abstand der Kanten des verbreiterten Bereichs 56 der Ausnehmung 55 der
Breite b3 des Fußbereichs 63.
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Weil
die Ausnehmung 85 angefast ist (vgl. 9:
Anfasung 86), liegt der Endbereich 61 plan an der
Stirnseite 88 an, obgleich der Übergangsbereich 62 nicht
abgewinkelt sondern bogenartig ist. Der Endbereich 61 steht
dabei über die Rolle 80 über, d. h. er
ist länger als der Außenradius b9 der
Rolle 80. Dadurch kann eine Plisseeanlagenführung
leicht auf die Mantelfläche der Rolle 80 aufgelegt
werden, weil es genügt sie zunächst locker über
den Haken 60 zu legen und anschließend über
die Rolle 80 stramm zu ziehen. Der Endbereich 61 des
Hakens 60 ist somit eine Einfädelhilfe für
die Plisseeanlagenführung und fixiert zugleich das Befestigungsmittel,
d. h. im gezeigten Beispiel die Rolle 80, gegen eine Verschiebung
auf dem Fußbereich 63 des Hakens 60.
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Die
Rolle 80 hat in Ihrer Mantelfläche eine Ringnut 90 (vgl.
z. B. 10, 12). Die
Ringnut 90 hat zwei sich gegenüberliegende Zentrierflächen 92,
die unmittelbar an der entsprechenden Außenkante 97 der
Rolle ansetzen. Dadurch wird eine lose in den Haken eingelegte Plisseeanlagenführung beim
Straffen mittig auf der Rolle zentriert. Wird die Plisseeanlagenführung über
die Rolle 80 gespannt, rutscht sie in einen schlitzförmigen
Endbereich 95 der Ringnut 90. In diesem wird die
Plisseeanlagenführung beim Spannen eingeklemmt und somit
festgelegt (nicht dargestellt). Ein seitliches Verrutschen der Plisseeanlagenführung
ist ebenso ausgeschlossen wie Probleme beim Aufbringen der notwendigen Spannung
auf die Plisseeanlagenführung, weil der Endbereich 95 so
bemessen ist, dass die Plisseeanlagenführung solange auf
den Zentrierflächen gleitet, bis auf diese eine Spannkraft
wirkt, die größer als die minimal notwendige Spannkraft
ist. Erst dann gleitet die Plisseeanlagenführung in den
schlitzförmigen Endbereich 95 und wird dort festgeklemmt.
Die Spannung kann natürlich noch weiter erhöht
werden, dazu müssen jedoch die entsprechend hohen Klemmkräfte überwunden
werden.
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Der
in 13 gezeigte Fensterclip 1 und der in 14 gezeigte
Fensterclip 1 unterscheiden sich von dem Fensterclip 1 in
den 1 bis 4 lediglich durch die Anordnung
und die Richtung des Hakens 60. Deshalb sind gleiche bzw. ähnliche
Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen und die Beschreibung
zu den 1 bis 8 gilt analog.
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Bei
dem Fensterclip in 13 ist der Endbereich des Hakens 60 in
einer zu dem zweiten freien Schenkel 50 parallelen Ebene
angeordnet, seine Spitze weist jedoch anders als in 1 gezeigt
nicht entgegengesetzt zum freien Ende des freien Schenkels 50,
sondern bei montierten Fensterclip parallel zu dem Fensterrahmenabschnitt
auf dem er sitzt. Dadurch kann der Fensterclip, wenn er seitlich
auf einen Fensterrahmen aufgesteckt wird eine Gardinenstange haltern.
Weil der Fensterclip an jeder beliebigen Stelle des Fensterrahmens
aufgesteckt werden kann, können mit dem Fensterclip auch
Teilgardinen befestigt werden.
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Bei
dem Fensterclip in 14 ist der Endbereich des Hakens 60 in
einer zu dem zweiten freien Schenkel 50 parallelen Ebene
angeordnet, seine Spitze weist jedoch anders als in 1 gezeigt
des Querschenkels 30, sondern in Richtung des freien Endes
des zweiten freien Schenkels 50. Dadurch kann eine Vorsatzscheibe
für ein Fenster in Spalt zwischen dem Haken 60 und
dem zweiten freien Schenkel 50 geschoben und somit vor
dem Fenster befestigt werden. Typische Vorsatzscheiben sind z. B. Milchglasvorsätze
als Sichtschutz oder farbige Dekorscheiben.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Fensterclip
- 10
- erster
Schenkel
- 12
- Wölbung
in erstem freien Schenkel 10
- 30
- Querschenkel
- 50
- zweiter
Schenkel
- 52
- Innenfläche
- 55
- Ausnehmung
- 56
- verbreiterter
Bereich der Ausnehmung 55
- 60
- Haken
- 61
- Endbereich
des Hakens 60
- 62
- Übergangsbereich
des Hakens 60
- 63
- Fußbereich
des Hakens 60, auch erster Bereich genannt
- 64
- Verjüngungsbereich
- 65
- Hakenspitze,
hier z. B. gerundet
- 80
- Rolle
- 81
- Achse
der Rolle
- 85
- Ausnehmung
in der Rolle
- 86
- Anfasung
der Ausnehmung 85
- 87
- erste
Stirnseite der Rolle 80
- 88
- zweite
(vordere) Stirnseite der Rolle 80
- 90
- Ringnut
- 92
- Zentrierfläche
- 95
- schlitzförmiger
Endbereich der Ringnut 95
- 97
- Außenkanten
der Rolle 80
- 100
- Fensterclip
nach dem Stand der Technik
- 160
- Haken
nach dem Stand der Technik
- 163
- Fußbereich
des Haken 160
- 200
- Fenster
- 210
- Rahmen
des Fensters
- 220
- Fenstergriff
- 300
- Plisseeanlage
- 310
- Fensterbehang
- 320
- Plisseeanlagenführung
- b1
- Breite
des Hakens 60 im Endbereich 61
- b3
- Breite
des Hakens 60 im Fußbereich 63
- b8
- Durchmesser
der Ausnehmung 85 der Rolle 80, Innendurchmesser
der Rolle 80
- b9
- Außendurchmesser
der Rolle 80
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 202005007376
U1 [0003]
- - US 1053586 [0005]
- - DE 20005703 U1 [0006]
- - US 1455166 [0006]
- - DE 202005013537 U1 [0007]