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Die
Erfindung betrifft ein Bedienelement für ein Hausgerät,
welches ein erstes Einstellelement aufweist, das zum Einstellen
von Betriebsbedingungen des Hausgeräts um seine Drehachse
drehbar ist. Das Bedienelement umfasst ein zweites Einstellelement,
welches zum Einstellen von Betriebsbedingungen des Hausgeräts
um seine Drehachse drehbar ist und das erste Einstellelement zumindest
bereichsweise umgibt. Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Bedieneinrichtung
mit einem derartigen Bedienelement sowie ein Hausgerät
mit einem derartigen Bedienelement.
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Bedieneinrichtungen
und Bedienelemente sind in vielfältiger Ausgestaltung der
Hausgeräte bekannt. Aus der
DE 10 2007 008 893 A1 ist
ein Hausgerät mit einem versenkbaren Bedienelement bekannt.
Das Bedienelement ist abhängig von Betriebszuständen
des Hausgeräts automatisch ausfahrbar und/oder automatisch
versenkbar. Darüber hinaus ist aus der
DE 10 2007 008 897 A1 ein
versenkbares Bedienelement für ein Hausgerät bekannt,
welches ein bewegbares erstes und ein bewegbares zweites Einstellteil
aufweist, welche relativ zueinander bewegbar sind.
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Es
ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Bedienelement sowie
eine Bedieneinrichtung mit einem derartigen Bedienelement als auch
ein Hausgerät mit einem derartigen Bedienelement zu schaffen,
welches eine erhöhte Variabilität und Flexibilität im
Hinblick auf die Einstellmöglichkeiten bietet.
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Diese
Aufgabe wird durch ein Bedienelement, welches die Merkmale nach
Anspruch 1 aufweist, eine Bedieneinrichtung, welche die Merkmale nach
Anspruch 11 aufweist, und ein Hausgerät, welches die Merkmale
nach Anspruch 14 aufweist, gelöst.
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Ein
erfindungsgemäßes Bedienelement für ein
Hausgerät umfasst ein erstes Einstellelement, welches zum
Einstellen von Betriebsbedingungen des Hausgeräts ausgebildet
ist und um seine Drehachse drehbar ist. Darüber hinaus
umfasst das Bedienelement ein zweites Einstellelement, welches zum
Einstellen von Betriebsbedingungen des Hausgeräts um seine
Drehachse drehbar ist und das erste Einstellelement zumindest bereichsweise
umgibt. Das erste Einstellelement ist zum Einstellen von Betriebsbedingungen
entlang einer Drehachse drückbar. Zusätzlich oder
anstatt dazu ist das zweite Einstellelement zum Einstellen von Betriebsbedingungen
entlang seiner Drehachse drückbar. Es kann somit ein Bedienelement
bereitgestellt werden, welches im Hinblick auf seine Bedienfunktionalität
erweitert ist und dadurch eine variablere und flexiblere Betriebsbedingungseinstellung
ermöglicht. Indem die Einstellelemente zum einen um ihre
Drehachse gemäß einem ersten Freiheitsgrad betätigbar
sind, um Betriebsbedingungen einstellen zu können, und
zumindest eines der beiden Einstellelemente gemäß einem zweiten
Freiheitsgrad entlang seiner Drehachse zum Einstellen von Betriebsbedingungen
betätigbar ist, kann ein hochflexibles Einstellungssystem
gewährleistet werden, welches darüber hinaus auch
sehr nutzerfreundlich und leicht handhabbar ist. Auch die intuitive
Verständlichkeit der Betätigungsmöglichkeiten
steigert die Nutzerfreundlichkeit. Mit einem einzigen Bedienelement
kann somit ein Höchstmaß an Einstellbarkeit vollzogen
werden.
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Vorzugsweise
ist das zweite Einstellelement ringartig ausgebildet und umgreift
das erste Einstellelement ringförmig. Vorzugsweise ist
das erste Einstellelement zylinderförmig ausgebildet. Eine
derartige spezifische Ausgestaltung und Anordnung der Einstellelemente
zueinander sowie deren spezifische Formgebung erhöht die
Handhabbarkeit und gewährleistet gerade bei diesen multifunktionellen
Freiheitsgraden zur Betriebsbedingungseinstellung ein sicheres und
präzises Bedienen, so dass auch Fehleinstellungen vermieden
werden können. Nicht zuletzt gewährleistet diese
Ausgestaltung der Einstellelemente eine besonders kompakte Ausgestaltung
des Bedienelements, so dass eine Platz sparende und dennoch für
den Nutzer übersichtliche Konzeption vorliegt.
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Vorzugsweise
sind die Drehachsen der beiden Einstellelemente koaxial zueinander
angeordnet.
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Vorzugsweise
sind das erste Einstellelement und/oder das zweite Einstellelement
als in eine Bedieneinrichtung versenkbare Bedienteile ausgebildet. Dadurch
kann im nicht benötigten Zustand ein Einfahren zumindest
eines der Einstellelemente, vorzugsweise beider Einstellelemente
in die Bedieneinrichtung gewährleistet werden, so dass
kein Anstoßen oder unerwünschtes Betätigen
des Bedienelements durchgeführt wird.
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Vorzugsweise
sind die Einstellelemente auf unterschiedliche Niveaus entlang der
Achse ausfahrbar. Dadurch kann die Bedienmöglichkeit jedes
Einstellelements sehr einfach erfolgen, ohne dass unerwünschte
Betätigungen des anderen Einstellelements auftreten würden.
Auch hier kann das Einstellen unerwünschter Betriebsbedingungen
vermieden werden.
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Vorzugsweise
sind die Einstellelemente zwischen einer Versenkposition und einer
Ausfahrposition zumindest bereichsweise unabhängig voneinander
entlang der Achse bewegbar. Dazu ist eine entsprechende Versenkmechanik
vorgesehen, welche diese flexiblen Bewegungsarten der Komponenten zum
einen gekoppelt miteinander und gegebenenfalls zumindest bereichsweise
entkoppelt voneinander gewährleistet.
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Vorzugsweise
ist das Drücken und/oder Drehen des ersten und/oder des
zweiten Einstellelements zum Einstellen von Betriebsbedingungen
nur im ausgefahrenen Zustand der Einstellelemente durchführbar.
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Besonders
vorteilhaft ist vorgesehen, dass das Einstellen von Betriebsbedingungen
das Auswählen und/oder Verändern und/oder Bestätigen
von Betriebsfunktionen und/oder Betriebsteileinheiten und/oder Betriebsparametern
umfasst.
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Als
Betriebsfunktion kann beispielsweise ein spezifisches Betriebsprogramm
eines Gargeräts vorgesehen sein. Beispielsweise kann bei
einem Backofen auch die Oberhitzefunktion oder die Unterhitzefunktion
oder die Heißluftfunktion als Betriebsfunktion genannt
sein. Als Betriebsteileinheit kann beispielsweise der Betrieb des
Garraums oder einer Kochzone eines Kochfelds genannt werden. Betriebsparameter
können beispielsweise die Temperatur oder eine Heizleistung
eines Heizelements sein. Insbesondere ist vorgesehen, dass durch
das Drehen und/oder Drücken lediglich derartige Einstellungen von
Betriebsbedingungen vorgesehen sind und Basisbetriebsbedingungen
insbesondere durch das Drücken eines Einstellelements nicht
oder nur im eingesenkten Zustand erfolgen können. Vorzugsweise ist
somit vorgesehen, dass mit dem ersten und/oder zweiten Einstellelement
von den Betriebsbedingungen zu unterscheidende Basiseinstellungen
des Hausgeräts einstellbar sind, wobei die Basiseinstellungen
ein Einschalten und ein Ausschalten des Hausgeräts und/oder
das Einstellen oder Deaktivieren eines Stand-By-Modus umfassen.
Insbesondere im vollständig ausgefahrenen Zustand eines
Einstellelements kann erst dann das Drücken und Drehen zur
Einstellung von diesen spezifischen Betriebsbedingungen erfolgen.
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Es
kann auch vorgesehen sein, dass das Einfahren eines Einstellelements
vom ausgefahrenen in den versenkten Zustand durch ein kurzzeitiges Drücken
dieses Einstellelements erfolgt, was jedoch von der Funktionalität
des Einstellens von Betriebsbedingungen zu unterscheiden ist. Demzufolge
kann mit dem Einstellen von Betriebsbedingungen durch ein- oder
mehrfaches Drücken eine oben genannte Betriebsfunktion
oder eine Betriebsteileinheit oder ein Betriebsparameter ausgewählt,
verändert oder bestätigt werden. Soll dann beispielsweise
das Hausgerät ausgeschaltet werden, so kann durch beispielsweise
ein kurzes Drücken auf eines oder mehrere Einstellelemente
dies bewirkt werden und vorzugsweise zusätzlich das Einfahren
in den versenkten Zustand erreicht werden.
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Andererseits
kann auch vorgesehen sein, dass im versenkten Zustand eines Einstellelements durch
kurzes Drücken entlang der Achse des Einstellelements dieses
ausgefahren wird. Auch dies hat jedoch zu der grundsätzlichen
Einstellmöglichkeit von Betriebsbedingungen, wie sie oben
genannt sind, dazu einen Unterschied und ist grundsätzlich
nicht unter einer Betriebsbedingungseinstellung, wie sie im vorliegenden
Kontext zu verstehen ist, zu tun.
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So
kann durch eine derartige Ausgestaltung ermöglicht werden,
dass beispielsweise ausgehend von einem versenkten Zustand beider
Einstellelemente des Bedienelements diese abhängig von
einem Betriebszustand des Hausgeräts beide vollständig
ausgefahren werden und eine Funktionsauswahl durch Betätigen
des ersten Einstellelements durchführbar ist. Nach dieser
Funktionsauswahl ist die Bewegung des ersten Einstellelements des
Bedienelements durch die Steuereinheit automatisch so steuerbar,
dass das erste Einstellelement zumindest bereichsweise, insbesondere
vollständig versenkbar ist. Das zweite Einstellelement
ist weiterhin im ausgefahrenen Zustand und eine weitere Einstellung,
beispielsweise eine Temperatureinstellung oder dergleichen, kann
dann durch Betätigung des zweiten Einstellelements erfolgen.
Im eingesenkten Zustand des ersten Einstellelements ist des Weiteren
vorzugsweise vorgesehen, dass dieses durch eine oder mehrere Lichtquellen
hinterleuchtet ist. Insbesondere bei dunklen Räumen oder
dergleichen kann dann signalisiert werden, dass das Bedienelement
quasi aktiv ist.
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Es
kann vorgesehen sein, dass dann auch das zweite Einstellelement
abhängig von weiteren Betriebszuständen oder Betriebsparameterwerten des
mit dem zweiten Teil einstellbaren Betriebsparameters automatisch
versenkbar ist. Dazu kann vorgesehen sein, dass das Hausgerät
eine Mehrzahl von Sensoren oder anderweitigen Detektoren aufweist,
mit welchen Werte dieser Betriebsparameter erfasst werden können
und an die Steuereinheit übertragen werden können.
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Beispielsweise
können bei einem als Backofen ausgebildeten Hausgerät
Funktionen durch eine Oberhitze, eine Unterhitze, eine Heißluft
oder eine Umluft und dergleichen gegeben sein, und die dazu erforderlichen
Heizelemente im Backrohr aktivierbar sein. Des Weiteren können
spezifische Leistungsstufen als Funktionen definiert sein. Als Betriebsparameter
können dann beispielsweise die Temperatur oder die Zeit,
wie lange ein derartiges Heizelement aktiviert ist, angesehen werden.
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Bevorzugt
umfasst das Hausgerät eine zentrale Bedieneinheit, welche
ebenfalls beispielsweise ein zentrales Bedienelement sein kann,
mit der Basisbetriebszustände „Ein” und „Aus” des
Hausgeräts oder Teileinheiten davon einstellbar sind. Es
kann vorgesehen sein, dass durch das Betätigen dieses zentralen
Bedienelements zum Einschalten des Hausgeräts eine Mehrzahl
von derartig versenkbaren Bedienelementen, insbesondere alle derartigen
Bedienelemente, vom versenkten Zustand in den ausgefahrenen Zustand
automatisch überführbar sind. In analoger Weise
kann vorgesehen sein, dass durch das Betätigen dieses zentralen
Bedienelements zum Ausschalten des Hausgeräts oder Teileinheiten
davon alle noch im ausgefahrenen Zustand befindlichen Bedienelemente
automatisch in den versenkten Zustand überführbar
sind.
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Darüber
hinaus kann vorgesehen sein, dass bei einer Ausführung
des Hausgeräts als Kochfeld oder Backofen Sensoren vorgesehen
sind, mit welchen detektierbar ist, ob ein Zubereitungsbehälter wie
beispielsweise ein Topf oder eine Pfanne oder dergleichen auf einer
Kochzone des Kochfeldes oder auf einem Backblech oder Gitter im
Backofen aufgestellt ist. Dies kann beispielsweise ein Gewichtssensor
oder ein Photodetektor oder dergleichen sein. Abhängig
von einer derartigen Detektion können dann ein oder mehrere
dieser Teileinheit zugeordneten Bedienelemente, welche zum Einstellen
von Betriebsparametern dieser Teileinheiten vorgesehen sind, aktiviert
werden und automatisch vom versenkten in den ausgefahrenen Zustand übergeführt
werden.
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Entsprechend
kann vorgesehen sein, dass beim Abnehmen eines derartigen Zubereitungsbehälters
von einer Kochzone oder von einem Blech oder einem Gitter im Backofen
auch dies detektiert wird und die genannten zugeordneten Bedienelemente
automatisch versenkbar sind. Insbesondere kann vorgesehen sein,
dass das Überführen von Bedienelementen vom ausgefahrenen
Zustand in den versenkten Zustand an weitere Bedingungen geknüpft
ist. Dadurch kann verhindert werden, dass lediglich bei einem kurzzeitigen
Abnehmen oder Hochheben eines Zubereitungsbehälters unverzüglich
zugeordnete Bedienelemente dieser Teileinheit des Hausgeräts
eingesenkt werden, obwohl dies noch nicht erwünscht ist.
So kann diesbezüglich vorgesehen sein, dass erst nach einer
vorgebbaren Zeitdauer nach dem Abnehmen eines derartigen Zubereitungsbehälters
von einer Teileinheit das automatische Versenken des oder der zugeordneten
Bedienelemente erfolgt. Darüber hinaus kann zusätzlich
oder anstatt dazu vorgesehen sein, dass weitere Betriebsparameter,
wie beispielsweise eine Temperatur einer Kochzone oder eines Backrohrs
berücksichtigt werden und für eine Entscheidung,
ob ein Bedienelement vom ausgefahrenen in den versenkten Zustand übergeführt
werden soll, berücksichtigt werden. Die hier genannten
Kriterien bzw. Bedingungen, welche allein oder in Kombination zusammen
für eine Entscheidung, ob ein Bedienelement ausgefahren
wird oder versenkt wird, zugrunde gelegt werden, sind lediglich
beispielhaft. Sie können in beliebiger Weise ergänzt
oder ersetzt werden. Insbesondere sei darauf hingewiesen, dass Hausgeräten
spezifisch verschiedenste und unterschiedlichste derartige Betriebsparameter
zugrunde gelegt werden können und damit auch eine Vielzahl
unterschiedlicher Entscheidungskriterien vorliegen können,
um ein Bedienelement automatisch auszufahren und/oder automatisch
zu versenken.
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Bevorzugt
wird die automatische Bewegung des Bedienelements in Längsachsenrichtung
durch eine Steuereinheit gesteuert. Bevorzugt wird mit dem Betätigen
eines zentralen Bedienelements eine Mehrzahl, insbesondere alle,
von Bedienelementen des Hausgeräts automatisch ausgefahren
und/oder automatisch versenkt. Insbesondere dann, wenn das zentrale
Bedienelement zum grundsätzlichen Aktivieren oder Deaktivieren
des Hausgeräts ausgebildet ist, kann dann vorgesehen sein,
dass automatisch mehrere der Bedienelemente gleichzeitig oder zeitlich
nachfolgend ausgefahren oder eingesenkt werden. Auch dadurch kann
die Bedienung wesentlich vereinfacht und beschleunigt werden. Insbesondere bei
einer Mehrzahl von derartig ausgebildeten Bedienelementen ist es
besonders vorteilhaft, da nicht jedes Bedienelement separat durch
eine Bedienperson manuell gedrückt werden muss, um dies
auszufahren oder einzusenken.
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Darüber
hinaus kann bei einer derartigen Mehrzahl von Bedienelementen die Übersichtlichkeit im
Hinblick auf die Bedienung wesentlich erleichtert und sicherer gestaltet
werden, da automatisch grundsätzlich diejenigen Bedienelemente
ausgefahren oder versenkt werden, welche zur weiteren Einstellung
von Funktionen oder von Betriebsparametern für eine gewählte
Teileinheit des Hausgeräts, beispielsweise eine Kochzone
oder ein Backrohr, aktiv bereitgestellt werden. Die weiteren Bedienelemente, welche
für diese Betriebsparameter und diese Teileinheit nicht
erforderlich sind bzw. diesen nicht zugeordnet sind, werden gar
nicht erst ausgefahren, so dass auch eine Fehlbedienung oder eine
lange Suche, welche der Vielzahl von Bedienelementen nun für
die weiteren Einstellungen nötig sind, entfällt.
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Bevorzugt
wird abhängig von einer ausgewählten Betriebsfunktion
des Hausgeräts und/oder abhängig von der Auswahl
einer zum Durchführen einer spezifischen Funktion vorgesehenen
Teileinheit des Hausgeräts die zum Ausführen dieser
Betriebsfunktion und/oder die zur weiteren Einstellung der Teileinheit
zugeordneten Bedienelemente automatisch bewegt, insbesondere ausgefahren.
Bevorzugt werden ausgefahrene Bedienelemente abhängig davon,
ob Ist-Werte von vorgebbaren Soll-Werten von vorgebbaren Betriebsparametern
der zugeordneten Teileinheit des Hausgeräts abweichen,
automatisch versenkt. So kann vorgesehen sein, dass beispielsweise
mit dem Abnehmen eines Zubereitungsbehälters von einer
Kochzone die zugeordneten ausgefahrenen Bedienelemente automatisch
versenkt werden. Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass
zusätzlich oder anstatt weitere Kriterien vorgesehen sind,
um ein derartiges Einsenken der Bedienelemente durchzuführen.
So kann insbesondere vorgesehen sein, dass nach dem Abnehmen eines
Zubereitungsbehälters von einer Kochzone die dieser Kochzone
zugeordneten Bedienelemente erst dann automatisch versenkt werden,
wenn die Kochzone eine vorgebbare Schwellwerttemperatur unterschreitet.
Ebenso kann zusätzlich oder anstatt vorgesehen sein, dass
nach dem Abnehmen eines Zubereitungsbehälters von einer
Kochzone die zugeordneten ausgefahrenen Bedienelemente erst dann
versenkt werden, wenn eine vorgebbare Zeitdauer nach diesem Abnehmen
des Zubereitungsbehälters verstrichen ist, ohne dass ein
weiteres Aufstellen eines Zubereitungsbehälters auf die
Kochzone durchgeführt wurde und/oder ohne dass Einstellungen
von Betriebsparametern für diese Kochzone verändert
wurden.
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Bevorzugt
weist ein Bedienelement zwei relativ zueinander bewegbare Einstellelemente
auf, wobei mit dem einen Einstellelement eine Funktion und mit dem
anderen Einstellelement ein der ersten Funktion zugeordneter Betriebsparameter
eingestellt werden kann. Ebenso kann vorgesehen sein, dass mit dem
einem Einstellelement eine spezifische Funktion eingestellt werden
kann und somit eine Auswahl aus einer Mehrzahl von Funktionen durchgeführt
werden kann.
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Insbesondere
bei der Betätigung eines zentralen Bedienelements zum Einschalten
oder Ausschalten des Hausgeräts oder Teileinheiten davon oder
zum Überführen des Hausgeräts in einen Stand-by-Modus
ist vorgesehen, dass alle versenkbaren Bedienelemente oder der spezifischen
Teileinheit zugeordneten Bedienelemente ausgefahren bzw. versenkt
werden. Es kann auch vorgesehen sein, dass Bedienelemente mit Sonderfunktionen
belegt sind. Beispielsweise kann hier vorgesehen sein, dass mit
einem derartigen Bedienelement eine Uhr oder dergleichen eingestellt
werden kann. Da diese Bedienelemente relativ selten benötigt
werden, kann bevorzugt vorgesehen sein, dass sie nur unter spezifischen
Betriebszuständen automatisch vom versenkten Zustand in
den ausgefahrenen Zustand übergeführt werden.
Insbesondere kann vorgesehen sein, dass Bedienelemente, welche mit
solchen Sonderfunktionen belegt sind, mit dem Betätigen
des zentralen Bedienelements zum Einschalten des Hausgeräts
für eine kurze vorgebbare Zeitdauer vom versenkten in den
ausgefahrenen Zustand automatisch übergeführt
werden. Nach Ablauf dieser relativ kurzen Zeitdauer wird dann dieses
Bedienelement, wenn es in der Zwischenzeit nicht betätigt
wurde, wieder automatisch eingefahren.
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Vorzugsweise
ist vorgesehen, dass ein Einstellelement zum Einstellen von Betriebsfunktionen als
Betriebsbedingungen ausgebildet ist und das andere Einstellelement
zum Einstellen von Betriebsparametern und/oder Betriebsparameterwerten
ausgebildet ist. Durch diese Separierung, dass ein Einstellelement
lediglich zur Auswahl und Bestätigung von Betriebsfunktionen
ausgebildet ist und das andere zum Einstellen der Betriebsparameter
oder dieser ausgewählten Betriebsfunktion zugeordneten
Betriebsparameter ermöglicht eine Separierung, die die nutzerfreundlichere
Bedienung gewährleistet.
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Vorzugsweise
weist das erste Einstellelement einen Querschnitt-Radius auf, so
dass es vollständig in das zweite ringförmige
Einstellelement einfahrbar ist und insbesondere die Vorderseiten
der Einstellelemente bündig sind. Vorzugsweise ist der Außenradius
des zylinderförmigen ersten Einstellelements über
seine gesamte Länge kleiner als der Innenradius des zweiten
Einstellelements.
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Die
erfindungsgemäße Bedieneinrichtung umfasst zumindest
ein erfindungsgemäßes Bedienelement oder eine
vorteilhafte Ausgestaltung davon. Die Bedieneinrichtung weist eine Öffnung
in einer Bedienblende auf, durch welche das Bedienelement einfahrbar
und ausfahrbar ist.
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Vorzugsweise
ist das erste und/oder das zweite Einstellelement im eingefahrenen
Zustand des Bedienelements bündig mit der Vorderseite der Bedienblende
angeordnet.
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Ein
erfindungsgemäßes Hausgerät, insbesondere
zum Zubereiten von Lebensmitteln, umfasst ein erfindungsgemäßes
Bedienelement oder eine vorteilhafte Ausgestaltung davon und/oder
umfasst eine erfindungsgemäße Bedieneinrichtung
oder eine vorteilhafte Ausgestaltung davon. Vorzugsweise ist das
Hausgerät als Backofen ausgebildet.
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Grundsätzlich
kann das Bedienelement jedoch auch bei anderen Hausgeräten,
welche zur Haushaltsführung vorgesehen sind, verwendet
sein. An dieser Stelle sei beispielsweise auf einen Wäschetrockner,
eine Waschmaschine, einen Kühlschrank, einen Gefrierschrank
und einen Geschirrspüler verwiesen. Diese Geräte
seien lediglich beispielhaft für andere Geräte
genannt, die zur Pflege von Wäschestücken oder
zur Lagerung und Konservierung von Lebensmitteln oder zur Zubereitung
von Lebensmitteln oder zum Reinigen von Geschirr vorgesehen und
verwendet werden können.
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Weitere
Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen,
den Figuren und der Figurenbeschreibung. Die vorstehend in der Beschreibung
genannten Merkmale und Merkmalskombinationen wie auch die in der
Figurenbeschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen und/oder
die in den Figuren alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen
sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in
anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar, ohne den
Rahmen der Erfindung zu verlassen.
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Ein
Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand
schematischer Zeichnungen näher erläutert. Es
zeigen:
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1 eine
schematische perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels
eines erfindungsgemäßen Hausgeräts;
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2 einen
Teilausschnitt eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Bedieneinrichtung mit einem Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Bedienelements in einem ersten Zustand; und
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3 eine
entsprechende Darstellung wie in 2, bei dem
das Bedienelement in einem zweiten Zustand gezeigt ist.
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In
den Figuren werden gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den
gleichen Bezugszeichen versehen.
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In 1 ist
in einer schematischen Darstellung ein Hausgerät zum Zubereiten
von Lebensmitteln gezeigt, welches als Backofen 1 ausgebildet
ist. Der Backofen 1 umfasst einen Garraum 2, in
den Lebensmittel zum Zubereiten eingebracht werden können.
Der Garraum 2 ist durch eine Muffel 3 begrenzt, wobei
eine frontseitige Öffnung durch eine Tür 4 verschließbar
ist. Der Backofen 1 umfasst darüber hinaus ein
Kochfeld mit beispielhaft vier Kochzonen 5, 6, 7 und 8,
auf denen Zubereitungsbehälter mit Lebensmitteln zu deren
Zubereitung positioniert werden können.
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Darüber
hinaus umfasst der Backofen 1 eine Bedieneinrichtung 9,
welche beispielhaft ein Anzeigefeld 10 und in der Anzahl
und Position beispielhaft dargestellte Bedienelemente 11 und 12 aufweist.
Die Bedieneinrichtung 9 umfasst darüber hinaus
eine Bedienblende 13. In der gezeigten Ausführung
ist die Bedieneinrichtung 9 oberhalb der Tür 4 beziehungsweise
oberhalb deren oberen Kante im geschlossenen Zustand angeordnet.
Die Bedieneinrichtung 9 kann jedoch auch zumindest teilweise
in der Tür 4 angeordnet sein.
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In 2 ist
ein Teilausschnitt der Bedieneinrichtung 9 bei frontseitiger
Betrachtung dargestellt. Das Bedienelement 12 ist im vollständig
versenkten Zustand gezeigt, wobei dazu die Frontseite des Bedienelements 12 im
Wesentlichen bündig mit der Vorderseite 14 der
Bedienblende 13 angeordnet ist.
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Das
Bedienelement 12 umfasst ein erstes Einstellelement 15,
welches zylinderförmig ausgebildet ist. Das erste Einstellelement 15 ist
zum Einstellen von Betriebsbedingungen des Backofens 1 ausgebildet.
Dazu kann es sowohl um seine Längsachse A als auch entlang
seiner Längsachse A betätigt werden. Darüber
hinaus umfasst das Bedienelement 12 ein zweites Einstellelement 16,
welches ringartig ausgebildet ist und das erste Einstellelement 15 ringartig
umgreift. Die Längsachsen der Einstellelemente 15 und 16 sind
koaxial zueinander angeordnet und verlaufen entlang der Achse A.
Das zweite Einstellelement 16 ist zum Einstellen von Betriebsbedingungen
ausgebildet und dazu ebenfalls um die Achse A als auch entlang der
Achse A betätigbar. Beide Einstellelemente 15 und 16 können
somit um die Achse A gedreht werden oder entlang der Achse A gedrückt werden.
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Ausgehend
von dem in 2 gezeigten vollständig
versenkten Zustand des Bedienelements 12 ist in 3 der
vollständig ausgefahrene Zustand des Bedienelements 12 gezeigt.
Es ist zu erkennen, dass die beiden Einstellelemente 15 und 16 auf
unterschiedliche Niveaus entlang der Achse A ausgefahren werden
können, wobei sich das erste Einstellelement 15 weiter
nach vorne erstreckt als das zweite Einstellelement 16.
Die Drehbarkeit um die Achse A ist durch den Pfeil P1 symbolisiert,
wobei die Drückbarkeit entlang der Achse A durch den Pfeil
P2 symbolisiert ist.
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Lediglich
im in 3 gezeigten vollständig ausgefahrenen
Zustand kann durch Drücken des ersten und/oder des zweiten
Einstellelements 15 beziehungsweise 16 die Einstellung
einer Betriebsbedingung erfolgen. Im in 2 gezeigten
versenkten Zustand ist dies nicht möglich. Dort kann vorzugsweise
beispielsweise durch ein Drücken für eine vorbestimmte
Zeitdauer ein Ausfahren des ersten und/oder zweiten Einstellelements 15 bzw. 16 aber
keine Betriebsbedingungseinstellung im hier verstandenen Sinne bewirkt
werden.
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Im
Kontext des vorliegenden Ausführungsbeispiels ist vorgesehen,
dass unter dem Einstellen von Betriebsbedingungen das Auswählen
und/oder Verändern und/oder Bestätigen von Betriebsfunktionen
und/oder Betriebsteileinheiten und/oder Betriebsparametern vorgesehen
ist, wobei diese Betriebsbedingungen und deren Einstellungen von
Basiseinstellungen des Hausgeräts zu unterscheiden sind. Unter
die Basiseinstellungen wird das grundsätzliche Einschalten
und das grundsätzliche Ausschalten des Backofens 1 und/oder
das Einstellen eines Stand-By-Modus, welcher einen energiereduzierten Betriebsmodus
darstellt, verstanden. Insbesondere wird somit mit dem allgemeinen
Begriff des Einstellens von Betriebsbedingungen zumindest zusätzlich zu
diesen Basiseinstellung verstanden, dass auch explizite Betriebsfunktionen
im Hinblick auf die Oberhitze, die Unterhitze oder die Heißluft
des Backofens 1 ermöglicht sind. Insbesondere
kann dies beispielsweise durch das Drücken des ersten und/oder
des zweiten Einstellelements 15 beziehungsweise 16 erfolgen.
Entsprechendes gilt für die Auswahl, die Einstellung und
die Bestätigung eines Betriebsparameters oder eines Betriebsparameterwerts.
Ist vorgesehen, dass zumindest eines der Einstellelemente 15 oder 16 durch
kurzzeitiges Drücken entlang der Achse A vom ausgefahrenen
in den versenkten Zustand oder vom versenkten Zustand in den ausgefahrenen Zustand
automatisch übergeführt werden kann, so ist bei
der hier vorliegenden Erfindung darüber hinaus zusätzlich
vorgesehen, dass im ausgefahrenen Zustand des jeweiligen Einstellelements 15 beziehungsweise 16 auch
eine derartige Einstellung einer Betriebsteileinheit, einer Betriebsfunktion
oder eines Betriebsparameters zusätzlich ermöglicht
ist. Entsprechendes gilt für die Funktionalität
der Drehbarkeit eines Einstellelements 15 beziehungsweise 16 um
die Achse A, so dass auch hier zumindest die Einstellung von Betriebsbedingungen,
wie sie im Kontext der Ausführung zu verstehen ist, ermöglicht
ist. Es kann auch hier darüber hinaus vorgesehen sein, dass
durch Drehen um die Achse A zusätzlich Basiseinstellungen
des Hausgeräts ermöglicht werden können und/oder
das Überführen eines Einstellelements von dem
ausgefahrenen in den versenkten oder von dem versenkten in den ausgefahrenen
Zustand bewirkbar ist.
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- 1
- Backofen
- 2
- Garraum
- 3
- Muffel
- 4
- Tür
- 5,
6, 7, 8
- Kochzonen
- 9
- Bedieneinrichtung
- 10
- Anzeigefeld
- 11,
12
- Bedienelemente
- 13
- Bedienblende
- 14
- Vorderseite
- 15,
16
- Einstellelemente
- A
- Längsachse
- P1,
P2
- Pfeile
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 102007008893
A1 [0002]
- - DE 102007008897 A1 [0002]