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Die
Erfindung betrifft einen Wälzlagerkäfig, der
zwei Seitenringe aufweist, zwischen denen eine Anzahl Stege angeordnet
sind, so dass zwischen zwei benachbarten Stegen eine Aufnahmetasche
für ein
Wälzelement
gebildet wird, wobei die Seitenringe aus einer Anzahl Seitenringsegmenten
zusammengesetzt sind, wobei ein Seitenringsegment mit mindestens
einem Steg und/oder mit einem benachbarten Seitenringsegment mittels
einer formschlüssigen Verbindung
verbunden ist.
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Ein
solcher Wälzlagerkäfig ist
beispielsweise aus der
DE
1 228 110 A bekannt. Bei diesem Käfig sind die Seitenringe nicht
als einteilige Ringstrukturen verwirklicht, die über die Stege miteinander verbunden
sind, sondern die Seitenringe bestehen aus einer Anzahl Ringsegmenten,
die miteinander verbunden sind. Die
DE 79 35 982 U1 offenbart eine ähnliche
Lösung,
d. h. ein Wälzlagerkäfig, der
aus zwei Seitenteilen und einer Anzahl getrennt gefertigter Stegteile
besteht, wobei diese durch Schweißen mit den Seitenteilen verbunden
sind.
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Hierbei
ist mitunter hinsichtlich der Montage des Käfigs ein erheblicher Auf wand
zu treiben. Andererseits muss der Käfig eine hinreichende Stabilität haben.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Wälzlagerkäfig der eingangs genannten
Art so fortzubilden, dass eine stabile Käfigstruktur erzielt werden
kann, ohne aufwändige
Maßnahmen
bei der Montage des Käfigs
ergreifen zu müssen.
Der Käfig soll
also einfach und preiswert herstellbar sein und dennoch eine hohe
Stabilität
aufweisen.
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Die
Lösung
dieser Aufgabe durch die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass
das Seitenringsegment in seinen beiden Endbereichen gabelförmig ausgebildet
ist und in jedem Endbereich zwei hakenförmige Vorsprünge aufweist,
die in zwei Ausnehmungen im Steg eingreifen, wobei die Ausnehmungen
in Umfangsrichtung gesehen einen Hinterschnitt bilden.
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Die
beiden hakenförmigen
Vorsprünge
des Seitenringsegments können
dabei in die beiden Ausnehmungen im Steg eingreifen, die als zwei
in axiale Richtung verlaufende Nuten ausgebildet sind. Ferner ist
in diesem Falle bevorzugt eine Nut im radial inneren Bereich und
eine Nut im radial äußeren Bereich des
Stegs angeordnet. Hakenförmige
Vorsprünge benachbarter
Seitenringsegmente können
in Umfangsrichtung aneinanderstoßend in einer gemeinsamen Ausnehmung
im Steg angeordnet sein.
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Die
formschlüssige
Verbindung zwischen dem Seitenringsegment und dem Steg oder zwischen
zwei Seitenringsegmenten bildet dabei bevorzugt eine Schnappverbindung.
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Die
Seitenringsegmente und die Stege können am radial außenliegenden
Umfang des Wälzlagerkäfigs eine
weitgehend ungestörte
zylindrische Form ausbilden. Am radial innenliegenden Umfang können bauchig
ausgebildete Bereiche der Seitenringsegmente für eine hohe Festigkeit der
Segmente sorgen.
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Die
Seitenringsegmente können
mit dem Steg und/oder untereinander zusätzlich durch eine stoffschlüssige Verbindung
verbunden sein. Dabei ist insbesondere an eine Klebeverbindung gedacht.
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Zur
Verbesserung der Führung
der Wälzkörper kann
an mindestens einer der Aufnahmetasche zugewandten Seite des Steges
ein Wälzkörperführungselement
angeordnet sein. Der Steg und das Wälzkörperführungselement sind dabei vorzugsweise über eine
formschlüssige
Verbindung miteinander verbunden.
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Die
Seitenringsegmente und die Stege bestehen vorzugsweise aus Kunststoff.
Dabei kann es vorteilhaft sein, wenn die Kunststoffe der Seitenringsegmente
und der Stege unterschiedlich sind. Die Stege können namentlich aus einem härteren Material
bestehen, da sie in der Regel einer höheren Verschleißbelastung
ausgesetzt sind.
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Eine
weitere Fortbildung der Erfindung sieht vor, dass die Stege aus
einem ersten Stegelement und einem zweiten Stegelement bestehen,
wobei das zweite Stegelement mit dem ersten Stegelement formschlüssig verbunden
ist. Das erste Stegelement kann dabei mit den beiden Seitenringen
bzw. mit den Seitenringelementen verbunden sein, wobei das zweite
Stegelement nur mit dem ersten Stegelement verbunden ist. Die Erstreckung
des zweiten Stegelements in axiale Richtung ist bevorzugt kleiner
oder gleich der Erstreckung der Aufnahmetasche in axiale Richtung.
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Das
zweite Stegelement kann eine sich in axiale Richtung erstreckende
Ausnehmung aufweisen, die von dem ersten Stegelement durchsetzt wird.
Hierbei ist insbesondere vorgesehen, dass die Form der Ausnehmung
in einem Schnitt senkrecht zur axialen Richtung und die Querschnittsform
des ersten Stegelements in einem Schnitt senkrecht zur axialen Richtung
kongruent sind.
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Alternativ
kann auch vorgesehen werden, dass das zweite Stegelement mit dem
ersten Stegelement mittels einer Schnappverbindung verbunden ist.
Die Schnappverbindung kann dabei zwei am zweiten Stegelement angeordnete
Griffabschnitte aufweisen, die das erste Stegelement seitlich umfassen.
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Am
zweiten Stegelement kann ferner mindestens eine Schnapplippe, vorzugsweise
zwei Schnapplippen, zur Unterstützung
des Haltens eines Wälzkörpers angeordnet
sein.
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Das
erste Stegelement besteht bevorzugt aus Metall und das zweite Stegelement
aus Kunststoff.
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Die
Montage der Wälzkörper in
den Käfig wird
vereinfacht, wenn vorgesehen wird, dass die lichte Weite zwischen
zwei in Umfangsrichtung benachbarten zweiten Stegelementen im montierten Zustand
des Wälzlagerkäfigs geringfügig kleiner
ist als der Durchmesser des Wälzkörpers.
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Mit
den vorgeschlagenen Ausgestaltungen eines Wälzlagerkäfigs ergibt sich der Vorteil
einer vereinfachten Montage. Gegebenenfalls können bei der Montage auch Techniken
wie das Aufschrumpfen und das Aufpressen der Seitenringsegmente
auf die Stege eingesetzt werden.
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Mit
der vorgeschlagenen Ausgestaltung eines Wälzlagerkäfigs wird ein einfacher, dennoch aber
ein stabiler Aufbau erreicht. Der Käfig kann in einfacher Weise
montiert werden und weist auch ohne Durchführung aufwändiger Maßnahmen (Verschweißen der
einzelnen Teile, etc.) eine hohe Stabilität auf. Die Führung der
Wälzkörper in
den Aufnahmetaschen ist günstig.
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In
der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele allgemeiner
Art sowie gemäß der Erfindung
dargestellt. Es zeigen:
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1 in
perspektivischer Darstellung einen Teil eines Wälzlagerkäfigs gemäß der Erfindung, teilweise
in Explosionsdarstellung,
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2 in
perspektivischer Darstellung ein Seitenringsegment des Käfigs gemäß 1 gemäß der Erfindung,
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3 in
perspektivischer Darstellung einen Steg des Käfigs gemäß 1 gemäß der Erfindung,
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4 in
perspektivischer Darstellung einen Teil eines Wälzlagerkäfigs gemäß einer alternativen Ausgestaltung,
teilweise in Explosionsdarstellung,
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5 in
perspektivischer Darstellung ein Seitenringsegment des Käfigs gemäß 4,
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6 in
perspektivischer Darstellung einen Steg des Käfigs gemäß 4,
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7 in
perspektivischer Darstellung einen Teil eines Wälzlagerkäfigs gemäß einer weiteren alternativen
Ausgestaltung, teilweise in Explosionsdarstellung,
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8 in
perspektivischer Darstellung einen Teil eines Wälzlagerkäfigs gemäß einer zu 7 alternativen
Ausgestaltung, teilweise in Explosionsdarstellung,
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9 einen
Ausschnitt eines Wälzlagerkäfigs, nämlich drei
Seitenringsegmente samt Stegen in axiale Richtung betrachtet, in
einer weiteren alternativen Ausgestaltung,
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10 in
perspektivischer Darstellung einen Teil eines Wälzlagerkäfigs gemäß der Bauart gemäß 9,
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11 in
perspektivischer Darstellung ein Seitenringsegment des Käfigs gemäß 9 bzw. 10,
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12 in
perspektivischer Darstellung einen Steg des Käfigs gemäß 9 bzw. 10,
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13 in
perspektivischer Darstellung einen Teil eines Wälzlagerkäfigs gemäß einer weiteren alternativen
Ausgestaltung, teilweise in Explosionsdarstellung,
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14 in
perspektivischer Darstellung einen Teil eines Wälzlagerkäfigs gemäß einer weiteren alternativen
Ausgestaltung,
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15 in
perspektivischer Darstellung und in Explosionsdarstellung zwei Käfigstege
samt angrenzenden Seitenringsegmenten gemäß einer weiteren alternativen
Ausführungsform,
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16 einen
Teil des zusammengebauten Käfigs
gemäß 14 in
axiale Richtung gesehen,
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17 in
perspektivischer Darstellung einen Wälzlagerkäfig gemäß einer weiteren alternativen Ausführungsform,
teilweise in Explosionsdarstellung,
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18 in
perspektivischer Darstellung einen Steg des Wälzlagerkäfigs gemäß 17,
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19 in
perspektivischer Darstellung ein Seitenringsegment des Wälzlagerkäfigs gemäß 17,
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20 in
perspektivischer Darstellung den vergrößerten Ausschnitt „X” gemäß 17,
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21 in
perspektivischer Darstellung einen Wälzlagerkäfig gemäß einer weiteren alternativen Ausführungsform,
teilweise in Explosionsdarstellung,
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22 in
perspektivischer Darstellung einen Steg des Wälzlagerkäfigs gemäß 21,
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23 in
perspektivischer Darstellung ein Seitenringsegment des Wälzlagerkäfigs gemäß 21,
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24 in
perspektivischer Darstellung den vergrößerten Ausschnitt „Y” gemäß 21,
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25 einen
Wälzlagerkäfig gemäß einer weiteren
alternativen Ausführungsform
in Explosionsdarstellung,
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26 einen
Ausschnitt aus dem Wälzlagerkäfig gemäß 25 in
vergrößerter perspektivischer Darstellung,
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27 einen
Ausschnitt aus dem Wälzlagerkäfig in vergrößerter perspektivischer
Darstellung gemäß einer
zu 25 und 26 alternativen
Ausgestaltung und
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28 den
Wälzlagerkäfig nach 27 in Achsrichtung
gesehen.
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In 1 ist
ein Wälzlagerkäfig 1 zu
sehen, teilweise in Explosionsdarstellung, der aus den Teilen aufgebaut
ist, wie sie in 2 und in 3 dargestellt
sind.
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Der
Käfig 1 weist
eine Anzahl Stege 4 auf, die mit ihren beiden axialen Enden
mit Seitenringen 2 und 3 verbunden sind. Die Seitenringe 2, 3 bestehen
dabei auf einer Anzahl miteinander verbundener Seitenringsegmente 2', 2'', 2''' bzw. 3', 3'', 3'''. Zwischen den
Stegen 4 liegen – von
den Seitenringsegmenten 2', 2'', 2''', 3', 3'', 3''' axial begrenzt – Käfigtaschen 5 zur
Aufnahme von Wälzkörpern (nicht
dargestellt in 1). Die miteinander verbundenen
Seitenringsegmente 2', 2'', 2''', 3', 3'', 3''' bilden in Umfangsrichtung
U eine zusammengesetzte Ringstruktur.
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Bei
der Lösung
gemäß der 1 bis 3 ist
vorgesehen, dass ein Seitenringsegment 2', 2'', 2''', 3', 3'', 3''' mit einem Steg 4 mittels
einer formschlüssigen
Verbindung 6 verbunden ist. Wie diese formschlüssige Verbindung 6 aufgebaut
ist, ergibt sich aus den 2 und 3. Die Seitenringsegmente 2', 2'', 2''', 3', 3'', 3''' haben in ihren
Endbereichen hakenförmige
Vorsprünge 6', und zwar – wie aus 2 ersichtlich – je zwei
hakenförmige
Vorsprünge 6', die einmal
von oben und einmal von unten radial hervorstehen. Der Steg 4,
der in 3 zu sehen ist, hat im radial äußeren und im radial inneren Endberiech
je eine Ausnehmung 6'' in Form einer
in axiale Richtung a verlaufenden Nut. Die hakenförmigen Vorsprünge 6' und die Nuten 6'' sind so angeordnet, dass das gabelförmige Ende
eines Seitenringsegments 2', 2'', 2''', 3', 3'', 3''' in die Nuten 6'' einrasten kann, um so einen festen
Halt zu finden. Dabei sind die Nuten 6'' so
breit ausgebildet, dass zwei hakenförmige Vorsprünge 6' in einer Nut 6'' Platz finden, d. h. die Enden
zweier benachbarter Seitenringsegmente 2', 2'', 2''', 3', 3'', 3''' stoßen in Umfangsrichtung
U aneinander an, wenn sie in der Nut 6'' fixiert
sind. Dies ist in 1 illustriert. Aufgrund des Hinterschnitts,
den die Nuten 6'' für die hakenförmigen Vorsprünge 6' in Umfangsrichtung
U bilden, ist eine feste Verbindung in Umfangsrichtung U sichergestellt,
insbesondere wenn die hakenförmigen
Vorsprünge 6' mit den Ausnehmungen 6'' eine Schnapp- oder Clip-Verbindung
bilden.
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In 4 ist
eine ähnliche
Lösung
zu sehen. Die hier zum Einsatz kommenden Seitenringsegmente 2', 2'', 2''', 3', 3'', 3''' (s. 5)
und Stege 4 (s. 6) sind hier ebenfalls mit einer
formschlüssigen Verbindung 6 verbunden.
Diese besteht hier aus einem im Endbereich verdickten Vorsprung 6''',
der in eine Ausnehmung 6'''' mit
kongruenter, d. h. korrespondierend passender Form eingreifen kann.
Auch diese Verbindung ist nach Art einer Schnapp- oder Clip-Verbindung
ausgebildet, d. h. wenn der Vorsprung 6''' mit hinreichender
Andruckkraft in die Ausnehmung 6'''' gedrückt wird, schnappt dieser in
die Ausnehmung 6'''' ein
und findet so einen festen Halt.
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In 4 ist
noch zu erkennen, dass an der der Aufnahmetasche 5 zugewandten
Seite des Steges 4 ein Wälzkörperführungselement 8 angeordnet ist.
Dieses dient zur verbesserten Führung
des Wälzkörpers in
der Tasche 5.
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Eine
weitere alternative Ausgestaltung der Erfindung ist in 7 zu
sehen. Hier ist in den Endbereichen der Seitenringsegmente 2', 2'', 2''', 3', 3'', 3''' je eine Schlaufe
oder Schlinge 6''''' ausgebildet, die
eine Öffnung 9 bildet,
die – in
axiale Richtung a gesehen – der
Querschnittsform des Stegs 4 entspricht. Demgemäß kann ein
Seitenringsegmente 2', 2'', 2''', 3', 3'', 3''' durch Aufschieben
in axiale Richtung a auf den Steg 4 mit diesem verbunden
werden. Dabei kann die Größe der Öffnung 9 etwas
kleiner als der Querschnitt des Stegs 4 gewählt werden,
so dass ein Aufpressen erforderlich ist, was dann aber für einen
festen Halt des Seitenringsegments 2', 2'', 2''', 3', 3'', 3''' auf dem Steg 4 sorgt.
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In 8 ist
eine zu 7 alternative, jedoch sehr ähnliche
Lösung
zu sehen. Beiden Ausführungsformen
ist gemeinsam, dass im montierten Zustand die Seitenringsegmente 2', 2'', 2''', 3', 3'', 3''' eine in axiale
Richtung a komplementäre
Form aufweisen, d. h. sind die Seitenringsegmente 2', 2'', 2''', 3'
, 3'', 3''' montiert, ergibt
sich eine im wesentlichen ungestörte
Ringkontur durch die einzelnen Seitenringsegmente 2', 2'', 2''', 3', 3'', 3'''. Demgemäß ergeben
sich weitgehend ungestörte
Stirnseiten 7 (s. 7 und 8).
Es sei bemerkt, dass die Ausgestaltung nach 8 etwas
einfacher zu montieren ist, da zum Schluss das fehlende Seitenringsegment 2', 2'', 2''', 3', 3'', 3''' ein fach axial
aufgeschoben werden kann, während
bei der Lösung
nach 7 die letzten beiden Segmente verschränkt montiert
werden müssen.
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Weitere
mögliche
Ausführungsformen
ergeben sich aus den weiteren 9 bis 16.
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In 9 bis 12 ist
zu sehen, dass hier die Seitenringsegmente 2', 2'', 2''', 3', 3'', 3''' leicht bogenförmig ausgebildet
sind und in ihren Endbereich jeweilige hakenförmige Vorsprünge bilden,
die sowohl in das benachbarte Seitenringsegment 2', 2'', 2''', 3', 3'', 3''' als auch in
den Steg 4 eingreifen, die jeweils korrespondierende kongruente
Ausnehmungen für
die hakenförmigen
Vorsprünge
aufweisen.
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Bei
der Lösung
gemäß 13 und 14 (die
Ansicht des Käfigs
gemäß 14 in
axiale Richtung a betrachtet ist in 16 dargestellt)
greifen benachbarte Seitenringsegmente 2', 2'', 2''', 3', 3'', 3''' mit einer formschlüssigen Verbindung 6 ineinander. Dabei
können
die Stege 4 von den Seitenringsegmenten 2', 2'', 2''', 3', 3'', 3''' eingefasst
und so fixiert werden. Die formschlüssige Verbindung ist hier wieder
als verdickter Vorsprung 6''' ausgebildet, der in eine entsprechende
Ausnehmung 6'''' eingreift.
In 13 und 14 sind
im Übrigen
zwei Stege 5 zwischen zwei Aufnahmetaschen 5 vorgesehen,
die die Seitenringe 2, 3 verbinden.
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Bei
der Lösung
gemäß 13 kann
gegebenenfalls auch vorgesehen werden, dass die Stege 4 durch
Stoffschluss befestigt werden, d. h. z. B. durch Ankleben. Der Formschluss 6 sichert
die Verbindung zwischen den Seitenringsegmenten.
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Eine
weitere Alternative ist in 15 illustriert.
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Für die einzelnen
Teile des Käfigs 1 können in
großer
Anzahl vorgefertigte Bauteile verwendet werden. Besonders bevorzugt
ist der Einsatz eines beispielsweise durch Extrusion hergestellten
Strangprofils für
die Stege 4, wobei die benötigte Länge des Steges 4 von
einem Endlosprofil abgelängt
wird. Die Kosten für
die Käfigherstellung
werden hierdurch entsprechend günstig.
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Zwei
weitere Varianten des vorgeschlagenen Käfigs sind in den 17 bis 20 und 21 bis 24 dargestellt,
die jeweils den Käfig 1 (17 und 21) zeigen,
sowie in den weiteren 18 bis 20 bzw. 22 bis 24 Einzelheiten
desselben.
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Die
Stege 4 sind hier aus Blech hergestellt, wobei ein Blechstreifen
so gebogen wurde, dass sich zwei gleiche Schenkel 4' und 4'' ergeben, die sich jeweils in axiale
Richtung a erstrecken. Die einzelnen Seitenringsegmente 2', 2'', 2''', 3', 3'', 3''' der Seitenringe 2 und 3 sind
jeweils mit einer Kröpfung 15 versehen
(s. 19 und 23), die
einen axialen Versatz x herstellt. Werden die einzelnen Seitenringsegmente
aneinander gesetzt, ergibt sich so eine weitgehend ungestörte Ringstruktur.
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Bei
der Lösung
gemäß der 17 bis 20 hat
jeder Steg 4 in seinen beiden axialen Endbereichen je einen
Durchtrittsabschnitt 11. Indes haben die Seitenringsegmente 2', 2'', 2''', 3', 3'', 3''' in ihren beiden
Endbereichen – in
Umfangsrichtung U gesehen – Ausnehmungen,
die beispielsweise durch einen Stanzprozess hergestellt sein können. Bei
der Montage des Käfigs 1 werden
je zwei Seitenringsegmente 2', 2'', 2''', 3', 3'', 3''' mit ihren Ausnehmungen 10 auf
einen Steg 4 und namentlich auf dessen Durchtrittsabschnitt 11 axial
aufgeschoben, so dass sich eine Lage ergibt, wie sie in 20 illustriert
ist.
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Dafür ist eine
Anlagefläche 12 (s. 18)
in axiale Richtung a am Steg 4 vorgesehen, so dass sich
die Seitenringsegmente 2', 2'', 2''', 3', 3'', 3''' nur bis zu
einer definierten axialen Position axial auf dem Steg 4 bewegen
können.
Der Durchtrittsabschnitt 11 ist so lange ausgebildet, dass
er das oberste Seitenringsegment axial etwas überragt, wenn der montierte
Zustand erreicht ist. Zwecks Herstellung eines festen, unlösbaren Verbundes
weist der Durchtrittsabschnitt 11 in seinem axialen Endbereich
zwei Sicherungsabschnitte 14 auf, die bei der Montage mit
der Stegkontur in axiale Richtung a fluchten. Sind die Seitenringsegmente 2', 2'', 2''', 3', 3'', 3''' indes montiert,
werden die Sicherungsabschnitte 14 verformt, wie es in 20 zu
sehen ist. Hierdurch ergibt sich formschlüssiger, fester Verbund der
Stege und der Seitenringsegmente.
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Sehr ähnlich zur
Lösung
gemäß den 17 bis 20 ist
der Käfig 1 gemäß den 21 bis 24 aufgebaut.
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Hier
werden axiale Anlageflächen 12', 12'' durch freie axiale Enden der Stege 4 bzw.
deren Schenkel 4', 4'' gebildet. Ansonsten entspricht
der Aufbau der Lösung
gemäß der 17 bis 20.
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Der
Käfig gemäß der 17 bis 24 besteht
vorzugsweise aus Blech, wobei die benötigten Teile durch Stanz- und
Umformvorgänge
hergestellt sind. Die in den 17 bis 24 dargestellte
Ausführungsform
für Zylinderrollenlager
lässt sich
bei entsprechender Verformung der Komponenten auch für Kegelrollenlager
ausführen.
Ferner kann die Verbindung der Stege und Seitenringsegmente nicht
nur alleine durch Formschluss sondern ergänzend auch durch Stoffschluss
gesichert werden, z. B. durch Laserschweißen/Löten/Kleben.
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Der
Vorteil der zuletzt erläuterten
Lösung
gemäß den 17 bis 24 liegt
in einer Materialeinsparung gegenüber der herkömmlichen
Fertigung eines Käfigs.
Ferner bietet die Lösung
eine variable Möglichkeit,
die Stegelementformen zu gestalten. Schließlich bietet diese Ausführungsform
auch die Möglichkeit
der Montage und Demontage vor Ort, was z. B. bei Windkraftanwendungen
vorteilhaft ist.
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In
den 25 bis 28 ist
ein weiteres Baukonzept des Wälzlagerkäfigs mit
einer speziellen Fortbildung illustriert. Hier nämlich besteht der Steg 4 nicht – wie vorstehend – aus einem
einzigen Bauteil, sondern der Steg 4 ist aus zwei Stegelementen 16 und 17 zusammengesetzt.
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In
der Ausführungsform
gemäß 25 und 26 besteht
das erste Stegelement 16 aus einem (massiven) Stab mit
definierter Querschnittsform; vorzugsweise besteht das erste Stegelement 16 aus Metall.
Das erste Stegelement 16 ist mit seinen beiden axialen
Enden mit den Seitenringen 2, 3 bzw. den Seitenringelementen
verbunden. Vor der Befestigung der axialen Enden des ersten Stegelements 16 mit
den Seitenringen 2, 3 bzw. den Seitenringelementen
wird auf das erste Stegelement 16 ein zweites Stegelement 17 aufgeschoben,
wie es insbesondere in 26 illustriert ist. Hierfür weist
das zweite Stegelement 17 eine Ausnehmung 18 auf,
deren Querschnittsform derjenigen des ersten Stegelements 16 entspricht.
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Die
axiale Länge
in Richtung a der zweiten Stegelemente 17 entspricht der
gewünschten
axialen Länge
der Aufnahmetasche 5 für
die Wälzkörper 23.
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Demgemäß ist vorgesehen,
dass die Stege 4 aus dem ersten Stegelement 16 und
dem zweiten Stegelement 17 bestehen, wobei das zweite Stegelement 17 mit
dem ersten Stegelement 16 formschlüssig verbunden ist.
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Dieser
formschlüssige
Verbund kann auch in der Weise erfolgen, wie es aus den 27 und 28 hervorgeht.
Hiernach ist eine Schnappverbindung 19 vorgesehen, mit
der die beiden Stegelemente 16 und 17 miteinander
formschlüssig
verbunden werden. Die Schnappverbindung 19 weist zwei Griffabschnitte 20 und 21 auf,
die am zweiten Stegabschnitt 17 angeformt sind, die seitlich
um das erste Stegelement 16 aufgeschnappt bzw. aufgeclipst
werden. Demgemäß werden
die zweiten Stegelemente 17 in 28 in
Pfeilrichtung auf die ersten Stegelemente 16 aufgeschoben,
wobei durch die Schnappverbindung 19 eine formschlüssige Verbindung
zwischen den beiden Stegelementen 16, 17 hergestellt wird.
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Eine
Verbesserung der Halterung der montierten Wälzkörper 23 kann erzielt
werden, wenn weiterhin am zweiten Stegelement 17 eine oder
zwei Schnapplippen 22 angeformt oder angebracht sind, die
eine Haltefunktion auf den Wälzkörper 23 ausüben.
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Wie
weiterhin exemplarisch in 28 gesehen
werden kann, haben die Wälzkörper 23 einen
geringfügig
größeren Durchmesser
(s. den eingetragenen Wert von 34 mm) als die lichte Weite zwischen zwei
Stegen 4 bzw. zweiten Stegelementen 17 (s. den
eingetragenen Wert von 33,8 mm). Damit kann durch elastische Aufweitung
der Stege bei der Montage der Wälzkörper 23 deren
Einschnappen in die Aufnahmetasche 5 erfolgen.
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Wie
bereits oben erwähnt,
kann zwischen den ersten Stegelementen 16 und den Seitenringen 2, 3 eine
(zusätzliche)
stoffschlüssige
Verbindung vorgesehen werden, z. B. durch Schweißen.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Wälzlagerkäfig
- 2
- Seitenring
- 2', 2'', 2'''
- Seitenringsegment
- 3
- Seitenring
- 3', 3'', 3'''
- Seitenringsegment
- 4
- Steg
- 4'
- Schenkel
des Stegs
- 4''
- Schenkel
des Stegs
- 5
- Aufnahmetasche
- 6
- formschlüssige Verbindung
- 6'
- hakenförmiger Vorsprung
- 6''
- Ausnehmung
(Nut)
- 6'''
- verdickter
Vorsprung
- 6''''
- Ausnehmung
- 6'''''
- Schlaufe/Schlinge
- 7
- Stirnseite
- 8
- Wälzkörperführungselement
- 9
- Öffnung
- 10
- Ausnehmung
- 11
- Durchtrittsabschnitt
- 12
- Anlagefläche
- 12'
- Anlagefläche
- 12''
- Anlagefläche
- 13
- Stirnseite
- 14
- Sicherungsabschnitt
- 15
- Kröpfung
- 16
- erstes
Stegelement
- 17
- zweites
Stegelement
- 18
- Ausnehmung
- 19
- Schnappverbindung
- 20
- Griffabschnitt
- 21
- Griffabschnitt
- 22
- Schnapplippe
- 23
- Wälzkörper
- U
- Umfangsrichtung
- a
- axiale
Richtung
- x
- axialer
Versatz