DE10200842A1 - Sortiervorrichtung und -Anlage, insbesondere zur Altpapiertrennung - Google Patents
Sortiervorrichtung und -Anlage, insbesondere zur AltpapiertrennungInfo
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Abstract
Es wird eine Sortiervorrichtung (30) vorgeschlagen, die insbesondere zur Trennung von Altpapier geeignet ist und folgende Bauteile aufweist: ein luftdurchlässiges Endlosband (6), dessen Oberseite als Transportfläche für das zu sortierende Material (50, 51) dient und das an seinem in Transportrichtung fernen Ende über eine Umlenkung eine Richtungsänderung erfährt, die dazu geeignet ist, das Material von der Transportfläche abzuwerfen, und eine Ansaugkammer (4), die sich in dem vom Endlosband (6) gebildeten Innenraum befindet und mit Unterdruck beaufschlagt wird, um im Bereich der Umlenkung durch das Endlosband hindurch Luft anzusaugen, wodurch das Material (50, 51) der Richtungsänderung des Endlosbandes mehr oder weniger stark folgt. Die Umlenkung erfolgt bei dieser Sortiervorrichtung über eine luftdurchlässige Rolle (15), die sich zumindest teilweise in der Ansaugkammer (4) befindet oder an sie angrenzt und durch die hindurch die Luft quer in die Ansaugkammer (4) angesaugt wird.
Description
Die Erfindung betrifft allgemein die Sortierung von
Wertstoffen und bezieht sich auf eine Sortiervorrichtung
und eine Sortieranlage, die insbesondere zur Trennung von
Altpapier geeignet sind.
Weltweit wird Altpapier als Rohstoff zur Herstellung von
neuem Papier eingesetzt. Aufgrund der hohen Nachfrage nach
Altpapier sind in vielen Ländern Altpapiererfassungssysteme
installiert worden. So existiert auch in Deutschland seit
1990 mit Einführung des Dualen Systems eine flächendeckende
Erfassung aller in Haushalt und Gewerbe anfallenden Papier
sorten. Derzeit werden in Deutschland etwa 65 kg Altpapier
pro Einwohner und Jahr erfasst und der Wiederverwertung
zugeführt. Da dabei die unterschiedlichsten Papiersorten
anfallen, hängt der Erfolg der Wiederverwertung in hohem
Maße davon ab, in wie weit die Wiederverwertungsbetriebe
dazu in der Lage sind, das Altpapier der Altpapier
verarbeitenden Industrie nach Papierqualitäten sortiert zur
Verfügung zu stellen.
Als Verständigungsgrundlage zwischen der Altpapier
verarbeitenden Papierindustrie und den Anbietern von
Altpapier wurde in Deutschland ein sogenanntes Altpapier
verzeichnis aufgestellt, das die Zusammensetzung und
Qualität der in Deutschland gehandelten Altpapierstandard
sorten beschreibt. Das Altpapier wird dabei mittels
Buchstabenkennzeichnung in Sorten unterer, mittlerer und
besserer Qualität und mittels Zifferkennzeichnung wertfrei
in Einzelsorten klassifiziert.
Haushaltsnah gesammeltes Altpapiermaterial setzt sich
typischerweise zu 20-30% aus der Altpapiersorte B12
(Mischaltpapier), zu 20-30% aus der Altpapiersorte B19
(Kaufhausaltpapier), zu 40-60% aus der Altpapiersorte D39
(Deinkingware) sowie zu 2-3% aus Störstoffen zusammen.
Die Sorte B12 ist eine Mischung verschiedener Papier- und
Pappequalitäten, die weniger als 40% Zeitungen und
Illustrierte und nicht mehr als insgesamt 1% papierfremde
Bestandteile und unerwünschte Papiere und Pappen enthält.
Die Sorte B19 enthält gebrauchte Karton- und Papier
verpackungen mit mindestens 70% Wellpappe, Rest Vollpappe
und Packpapiere, sowie papierfremde Bestandteile und
unerwünschte Papiere und Pappen von insgesamt nicht mehr
als 1%. Die Sorte D39 steht schließlich für sortiertes
grafisches Papier aus haushaltsnaher Erfassung mit einem
Zeitungs- und Illustriertenanteil von jeweils mindestens
40% sowie papierfremden Bestandteilen und für das Deinking
ungeeigneten Papieren und Pappen von insgesamt bis zu 1%.
Fig. 5 zeigt das Fließschema einer Papiersortieranlage nach
derzeitigem Stand der Technik, in dem die bei der
Sortierung von aus Haushaltssammlungen stammenden Altpapier
anfallenden Materialströme dargestellt sind. Das Altpapier
wird in diesem Beispiel auf ein Unterflurband aufgegeben
und dann einem Sternsieb zugeführt. Im Sternsieb wird der
Altpapierstrom auf mechanischem Weg in drei Fraktionen,
eine kleine, eine mittlere und eine große Fraktion, aufge
teilt.
Die durch das Sternsieb ausgeworfene kleine Fraktion
umfasst im Durchschnitt etwa 15% bis 20% der Gesamtpapier
menge und besteht aus Materialien mit einer Größe von
kleiner als DIN A4 oder DIN A5, die eine eher niedrige
Qualität besitzen und nur schwer per Hand aussortierbar
sind. Bei Störstoffen, die der kleinen Fraktion beigemischt
sein können, kann unter Umständen eine manuelle Nach
sortierung erforderlich sein. Die kleine Fraktion ist
ansonsten vollständig der Altpapierklasse B12 ( = Misch
altpapier) zuzuordnen.
Die durch das Sternsieb ausgeworfene große Fraktion umfasst
im Durchschnitt etwa 10% bis 20% der Gesamtpapiermenge und
besteht vorwiegend aus Pappen und Kartonagen, Papiersäcken,
sowie Zeitungen und Illustrierten mit einer Größe von mehr
als DIN A3 oder DIN A2. Bei dieser Fraktion fällt zu einem
überwiegenden Teil von etwa 80% Altpapier der Klasse B19
( = Kaufhausaltpapier) an. Um den etwa 20% großen Anteil der
anderen Altpapierklassen und der Störstoffe von der Klasse
B19 zu trennen, ist eine manuelle Nachsortierung erforder
lich.
Auf die von dem Sternsieb ausgeworfene mittlere Fraktion
mit Papiergrößen zwischen etwa DIN A4 und DIN A2 entfällt
mit etwa 60% bis 70% der Gesamtmenge der größte Altpapier
anteil. In der mittleren Fraktion befinden sich neben
Zeitungen und Illustrierten auch Pappen und Kartonagen,
durchgefärbte Papiere, Bücher und Verbundverpackungen für
Lebensmittel. Neben gewissen Mengen der oben genannten
Altpapierklassen B12 und B19 enthält die mittlere Fraktion
mit einem Anteil von etwa 80% vor allem Altpapier der
Klasse D39 ( = Deinkingware). Während der Aufwand der
manuellen Nachsortierung bei der kleinen und großen
Fraktion verhältnismäßig gering ist, muss bei der mittleren
Fraktion ein erheblicher manueller Nachsortieraufwand
betrieben werden, um das Altpapier der Klasse D39 von den
anderen Bestandteilen zu trennen.
Seit Jahren wird daher versucht, den manuellen Nachsortier
aufwand bei der mittleren Altpapierfraktion zu reduzieren.
So wurde der Öffentlichkeit von der Chemnitzer Firma
Heckert eine Papiersortieranlage vorgestellt, bei der das
Altpapier mit Unterdruck auf einem Band fixiert und mittels
Farbsensoren einer optischen Erkennung unterzogen wird, um
die Altpapieranteile brauner und grauer Farbe, die im
Allgemeinen Pappen entsprechen, durch mit Saugnäpfen
versehene Roboterarme auszutragen.
Darüber hinaus stellte die amerikanische Firma MSS eine
Anlage zur automatischen Sortierung der mittleren
Altpapierfraktion vor, bei der das Altpapier mittels Farb-
und Glanzsensoren einer Erkennung unterzogen wird und
auszutragende Anteile mit Hilfe von Luftdüsenreihen
entfernt werden. Diese Anlage zeichnet sich durch einen
hohen Durchsatz aus. Jedoch hat die optische Erkennung den
Nachteil, dass unterschiedliche Papiersorten gleicher Farbe
nicht voneinander unterschieden werden können, dass die
Anlage maximal 30% der auszusortierenden Materialien
ausschleust und dass daher nach wie vor mit verhältnismäßig
hohem Aufwand eine manuelle Nachsortierung betrieben werden
muss.
Aus anderen Bereichen der Wertstoffsortierung sind außerdem
Verfahren bekannt, bei denen das zu sortierende Material
mit einem Unterdruck beaufschlagt wird, um die Bewegungs
richtung der leichteren, flexibleren oder flächigeren
Materialien zu beeinflussen.
So schlägt die DE 44 15 069 C2 eine Vorrichtung zur Trennung
von Gegenständen vor, bei der das zu sortierende Material
auf eine sich drehende luftdurchlässige Trommel geleitet
wird. Im oberen Teil des Trommelinneren befindet sich eine
Ansaugkammer, in der ein Unterdruck herrscht, durch den
leichtere, flächigere Gegenstände an der Trommeloberfläche
haften bleiben und mit der Trommel mitgeführt werden. Die
mitgeführten Gegenstände lösen sich bei Erreichen einer von
der Ansaugkammer getrennten Ausblaskammer, in der er ein
Überdruck herrscht. Die schwereren, weniger flächigen
Gegenstände haften nicht an der Trommeloberfläche an und
gleiten entgegen der Drehrichtung an der Trommel herunter.
Des Weiteren ist aus der DE 29 91 2585 U1 eine Sortieranlage
für Schnitttabak bekannt, bei der der Schnitttabak auf
einem luftdurchlässigen Endlosband befördert wird, das an
seinem in Transportrichtung fernen Ende von einer luft
durchlässigen Trommel umgelenkt wird, die einen ähnlichen
Kammeraufbau wie die in der DE 44 15 069 C2 beschriebene
Trommel aufweist. Die leichteren Tabakblätter folgen durch
den Unterdruck in der Ansaugkammer der Richtungsänderung
des Endlosbands und werden spätestens bei Erreichen des
Überdruckbereichs abgeworfen, während die größeren holz
artigen Tabakstücke eher von dem Endlosband abgeworfen
werden und eine längere Fallkurve beschreiben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Sortier
vorrichtung und eine Sortieranlage zur Verfügung zu
stellen, die insbesondere bei der Nachsortierung der
mittleren Fraktion von haushaltsnah erfasstem Altpapier
bessere Ergebnisse liefern.
Die obige Aufgabe wird durch eine Sortiervorrichtung nach
Anspruch 1 und eine Sortieranlage nach Anspruch 8 gelöst,
wobei die Unteransprüche vorteilhafte Weiterbildungen
angeben.
Bei der erfindungsgemäßen Sortiervorrichtung wird das zu
sortierende Material auf der Oberseite eines luftdurch
lässigen Endlosbandes transportiert, das an seinem in
Bewegungsrichtung fernen Ende über eine Umlenkung eine
Richtungsänderung erfährt, die dazu geeignet ist, das
Material von der Transportfläche abzuwerfen. In dem vom
Endlosband gebildeten Innenraum befindet sich eine Ansaug
kammer, die mit Unterdruck beaufschlagt wird, um im Bereich
der Umlenkung durch das Endlosband hindurch Luft
anzusaugen, wodurch das Material der Richtungsänderung des
Endlosbandes mehr oder weniger stark folgt. Die Sortier
vorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass die Umlenkung
über eine luftdurchlässige Rolle erfolgt, die sich
zumindest teilweise in der Ansaugkammer befindet oder an
sie angrenzt.
Die luftdurchlässige Rolle kann beispielsweise ein
Hohlzylinder mit perforierter Mantelfläche sein, sie kann
aber auch aus einem kompakten Material mit einem
durchgängigen Porennetzwerk bestehen.
Die genaue relative Lage der luftdurchlässigen Rolle zur
Ansaugkammer ist beliebig, solange durch das luftdurch
lässige Endlosband hindurch Luft in die luftdurchlässige
Rolle treten und von dort in die Ansaugkammer gelangen
kann, in der sie abgesaugt wird. Dabei ist es jedoch
vorteilhaft, wenn die Begrenzungswand der Ansaugkammer
bündig mit entweder dem Umfang oder den Seitenflächen der
luftdurchlässigen Rolle abschließt, um eine Luftleckage zu
vermeiden.
Die oben beschriebenen Sortiervorrichtung macht sich das
Prinzip zunutze, dass die Abwurfbewegung das zu sortieren
den Materials je nach Beschaffenheit unterschiedlich stark
von dem in der Ansaugkammer wirkenden Unterdruck beein
flusst wird. Wie stark der Unterdruck die Bewegungsrichtung
des Materials beeinflusst, ist dabei im Einzelnen von
Parametern wie der Masse, der Geschwindigkeit, der Auflage
fläche und der Steifigkeit des Materials abhängig. So lässt
sich durch das Ansaugen die Bewegung leichter, groß
flächiger oder flexibler Materialien stärker beeinflussen
als die Bewegung schwerer, kompakter oder steifer
Materialien. Dieser Umstand kann bei der Altpapier
sortierung dazu genutzt werden, um Papier von Pappe zu
trennen, da ein Papierblatt nicht nur eine geringere Masse
als ein gleichgroßes Pappstück hat, sondern sich auch
aufgrund seiner geringen Steifigkeit leichter an das
Endlosband schmiegt und dessen Richtungsänderung folgen
kann.
Bei der erfindungsgemäßen Sortiervorrichtung wird die Luft
im Umlenkungsbereich des Endlosbandes quer durch die
luftdurchlässige Rolle hindurch zur Ansaugkammer abgesaugt.
Dadurch vereinfacht sich der Aufbau der Sortiervorrichtung
gegenüber einer Vorrichtung, bei der die Luft direkt aus
dem Innern der Rolle in Längsrichtung der Rolle abgesaugt
wird. Außerdem erlaubt der beschriebene Aufbau, höhere
Unterdrücke und Endlosbandbreiten zu realisieren, da die
Ansaugfläche der luftdurchlässigen Rolle auf der Seite der
Ansaugkammer größer als auf der Seite des Endlosbandes
eingestellt werden kann und die Länge der luftdurchlässigen
Rolle um ein Vielfaches größer als ihr Radius sein kann.
Dabei lässt sich im Übrigen der Rollenradius und damit die
Stärke, mit der das Endlosband seine Richtung ändert,
unabhängig von der auf die Ansaugkammer zu bringenden
Ansaugleistung festlegen.
Der Unterdruck in der Ansaugkammer sollte vorzugsweise so
eingestellt werden, dass nur ein Teil des Materials durch
die Richtungsänderung des Endlosbandes von der Transport
fläche abgeworfen wird. Der durch das Ansaugen stärker an
dem Endlosband haftende Teil des Materials sollte dagegen
mit dem Endlosband mitgeführt werden und somit der
Richtungsänderung folgen. Wenn die luftdurchlässige Rolle
das Endlosband in Vertikalrichtung umlenkt, löst sich der
mit dem Endlosband mitgeführte Teil des Materials
spätestens dann, wenn er den Unterdruckbereich verlässt,
und fällt durch die Schwerkraft nach unten, wo er entfernt
werden kann. Das vertikal verlaufende Endlosband kann dabei
als Führung dienen.
Damit das Material, das der Richtungsänderung des
Endlosbandes weniger stark folgt, besser von dem Material
getrennt werden kann, das eine stärkere Richtungsänderung
erfährt, sollte sich im Abstand zu dem in Transportrichtung
fernen Ende des Endlosbandes eine Anblaseinrichtung
befinden, die das der Richtungsänderung weniger stark
folgende Material auf seiner Unterseite und das der
Richtungsänderung des Endlosbandes stärker folgende
Material auf seiner Oberseite mit Luft anbläst. Besonders
günstig ist es, wenn die Anblaseinrichtung in Form einer
rotierenden Düsenbürste vorliegt, die dem Material, das der
Richtungsänderung weniger stark folgt, einen nach oben
gerichteten Impuls verleiht, während das Material, das der
Richtungsänderung des Endlosbandes folgt, zusätzlich gegen
das Endlosband gedrückt wird, so dass sich die
Trennschärfe zwischen beiden Materialströmen vergrößert.
Darüber hinaus ist es empfehlenswert, wenn die Luft nicht
nur in dem Bereich angesaugt wird, in dem das Endlosband
der Richtungsänderung unterliegt, sondern durch die gesamte
als Transportfläche dienende Oberseite des Endlosbandes
hindurch angesaugt wird. Dadurch kann verhindert werden,
dass das Material vor Erreichen der luftdurchlässigen
Umlenkrolle von der Transportfläche fällt.
Die Sortiergüte der besprochenen Sortiervorrichtung kann
verbessert werden, indem mehrere solcher Sortier
vorrichtungen hintereinander angeordnet werden, damit
diejenigen Materialstücke aussortiert werden können, die
der Unterdruck zuvor nicht erfassen konnte. Die Sortiergüte
hängt also stark davon ab, ob das zu sortierende Material
in vollem Umfang mit Unterdruck beaufschlagt wird. Das
zugeführte Material sollte daher nicht übereinanderliegen,
wenn es von dem Unterdruck in der Ansaugkammer erfasst
wird. Es kann deswegen sinnvoll sein, der Transportfläche
einen Materialstrom zuzuführen, in dem die Materialstücke
zuvor vereinzelt wurden.
Die erfindungsgemäße Sortieranlage umfasst daher statt
einer, vorzugsweise mehrere hintereinander angeordnete
Sortiervorrichtungen der oben besprochenen Art und optional
eine davor angeordnete Vereinzelungseinrichtung, die den
zugeführten Materialstrom entzerrt und auf die
Geschwindigkeit des Endlosbandes der Sortiervorrichtung
beschleunigt.
Selbstverständlich kann die Sortieranlage neben der
mindestens einen erfindungsgemäßen Sortiervorrichtung auch
eine aus dem Stand der Technik bekannte zusätzliche
Sortiervorrichtung anderer Bauart enthalten.
Umgekehrt lassen sich mit der erfindungsgemäßen Sortier
vorrichtung auch mit verhältnismäßig geringem Aufwand
bereits bestehende Sortieranlagen nachrüsten.
Die Erfindung ist besonders effizient bei der Trennung von
Altpapier und insbesondere bei der Trennung der
angesprochenen mittleren Altpapierfraktion. Unter der
Voraussetzung, dass leichte, großflächige oder flexible
Materialien von schweren, kompakten oder steifen
Materialien getrennt werden sollen, ist die Erfindung
jedoch auch bei anderen Anwendungen verwendbar.
Die obengenannten und weitere Lösungen der erfindungs
gemäßen Aufgabe mit ihren Merkmalen und Vorteilen ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungs
beispielen für die erfindungsgemäße Sortiervorrichtung und
Sortieranlage. Dabei wird auf die beigefügten Zeichnungen
Bezug genommen, die Folgendes zeigen:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer erfindungs
gemäßen Sortiervorrichtung;
Fig. 2 ein Blick von oben auf die in Fig. 1 gezeigte
Sortiervorrichtung;
Fig. 3 schematisch eine Sortieranlage mit drei wie in
Fig. 1 gezeigten Sortiervorrichtungen und einer
Vereinzelungsvorrichtung;
Fig. 4 eine Draufsicht auf die in Fig. 3 gezeigte
Vereinzelungsvorrichtung; und
Fig. 5 ein Fließschema der Materialströme bei einer
Sortieranlage nach dem Stand der Technik, die zur
Vorsortierung aus Haushaltssammlung stammenden Altpapiers
dient.
Die in den Fig. 1 und 2 gezeigte Sortiervorrichtung 30
umfasst ein luftdurchlässiges Endlosband 6, beispielsweise
ein gelochtes PVC-Band, das um drei Umlenkrollen 5, 8, 15
geführt ist, von denen die etwas größere Rolle 5 als
Antriebsrolle dient. Das Endlosband verläuft zwischen den
beiden Umlenkrollen 8, 15 waagerecht und wird an dem in
Transportrichtung fernen Ende vertikal um die Rolle 15
gelenkt, um schließlich um die darunter befindliche
Antriebsrolle 5 zu der Umlenkrolle 8 zurückzulaufen. Die
Rollen 5, 8, 15 sind über Lager 17 an einem Bandgestell 14
befestigt, das auf Füßen 1 ruht. Die Spannung des Endlos
bandes 6 kann über eine Schraubspanneinrichtung 7 an den
Umlenkrollen 5, 8 eingestellt werden. Die als Transport
fläche dienende waagerechte Oberseite des Endlosbandes 6
zwischen den Umlenkrollen 8, 15 ruht dabei auf Bandabstand
haltern 10.
In dem von dem Endlosband 6 gebildeten Innenraum befinden
sich drei Ansaugkammern 4, 11, 12, die zu dem als
Transportfläche dienenden waagerechten Abschnitt des
Endlosbandes 6 hin mit Lochblechen versehen sind und im
Großen und Ganzen die gesamte Transportfläche abdecken. In
den beiden Ansaugkammern 11, 12, die am in Transport
richtung nahen Ende und in der Mitte des Endlosbandes 6
liegen, befindet sich jeweils ein Ventilator 9, der durch
das luftdurchlässige Endlosband 6 hindurch Luft ansaugt.
Die angesaugte Luft wird über einen gemeinsamen Ausblas
stutzen 13 aus den beiden Ansaugkammern 11, 12 seitlich
ausgeblasen. Die Ansaugkammer 4, die am in Transport
richtung fernen Ende des Endlosbandes 6 liegt, ist über
einen Verbindungsschacht 3 mit einem separaten Ventilator 2
verbunden, dessen Ansaugleistung über eine Drosselklappe 16
regulierbar ist.
Die am fernen Ende des Endlosbandes 6 gelegene Umlenkrolle
15, an der das Endlosband 6 vertikal nach unten umgelenkt
wird, ist luftdurchlässig und hat die Form eines
Hohlzylinders, dessen Mantelfläche aus einem perforierten
Blech besteht und dessen Seitenflächen verschlossen sind.
Die luftdurchlässige Umlenkrolle 15 taucht mit ihrem
Durchmesser teilweise in die Ansaugkammer 4 ein. Die
Begrenzungswand der Ansaugkammer 4 schließt dabei bündig
mit den verschlossenen Seitenflächen der luftdurchlässigen
Umlenkrolle 15 ab, um den seitlichen Eintritt von Luft zu
vermeiden.
Auf etwa gleicher Höhe wie der waagerechte Abschnitt des
Endlosbandes 6 befindet sich in einem gewissen Abstand zu
dessen fernen Ende eine rotierende Düsenbürste 21. Diese
Düsenbürste 21 setzt sich aus einem Hohlrohr zusammen,
dessen Mantelfläche eine Vielzahl von Düsen aufweist und
das von einem Lager 17 gehalten auf einem Fuß 1 ruht. Die
Düsenbürste 21 wird von der einen Seite von einem Motor 18
angetrieben und von der anderen Seite über eine Leitung 19
und einen Ventilator 20 mit Überdruck versorgt, der aus den
Düsen ausgeblasen wird. Die Düsenbürste 21 dreht sich in
der gleichen Richtung wie die Antriebsrolle 5.
Die waagerechte Oberseite des Endlosbandes 6 dient wie
gesagt als Transportfläche für das zu sortierende Material.
Das Material wird während des Transports durch die in die
Ansaugkammern 4, 11, 12 gesaugte Luft an dem Transportband
festgehalten, so dass ihm ein waagerechter Bewegungsimpuls
verliehen wird. Durch diesen Bewegungsimpuls würde das
Material bei Erreichen der Stelle, an der das Endlosband an
dem in Transportrichtung fernen Ende von der luftdurch
lässigen Rolle 15 vertikal nach unten umgelenkt wird, von
der Transportfläche geworfen werden, wenn es nicht durch
die luftdurchlässige Rolle 15 hindurch angesaugt würde. Der
in der Ansaugkammer 4 herrschende Unterdruck wirkt der
durch die Trägheit des Materials bestimmten Bewegung
entgegen und lässt es mehr oder weniger stark der
Richtungsänderung des Endlosbandes 6 folgen. Leichte,
großflächige oder flexible Materialien haften dabei stärker
an dem Endlosband 6 an als schwere, kompakte oder steife
Materialien. Das stärker an dem Endlosband haftende
Material zeigt demnach eher die Tendenz, der Richtungs
änderung des Endlosbandes zu folgen und vertikal nach unten
mitgeführt zu werden, während das weniger stark haftende
Material eher die Tendenz zeigt, von dem Endlosband 6 in
Richtung des waagerechten Bewegungsimpulses abgeworfen zu
werden. Dieser Effekt wird zur Sortierung genutzt.
Die Sortierwirkung wird durch die Düsenbürste 21 weiter
verstärkt. Die Düsenbürste 21 ist in diesem Ausführungs
beispiel so angeordnet, dass nur das Material 51, das die
als Transportfläche dienende Oberseite des Endlosbandes 6
beinahe waagerecht verlässt, über die Düsenbürste 21 gerät.
Durch die Drehung der Düsenbürste 21 bildet die durch die
Düsen ausgeblasene Luft einen Luftwirbel, der dem darüber
kommenden Material 51 einen nach oben gerichteten Impuls
verleiht. Durch diesen zusätzlichen Impuls wird die
Flugkurve des Materials 51 verlängert, so dass es in
ausreichendem Abstand von dem Endlosband 6 herunterfällt.
Das übrige Material 50, das neben oder unter die Düsen
bürste 21 gerät, erfährt dagegen einen Impuls, der es nach
unten oder in Richtung des vertikal verlaufenden Abschnitts
des Endlosbandes 6 drückt. Durch diesen zusätzlichen Impuls
verkürzt sich die Flugkurve des Materials 50, sodass es
ungefähr senkrecht nach unten fällt.
Anhand von Fig. 3 wird im Folgenden das Konzept für eine
Sortieranlage vorgestellt, die zur Trennung von haushalts
nah erfasstem Altpapiermaterial geeignet ist, das einer
durch Vorsortierung entzogenen mittleren Fraktion
entspricht. Wie im einleitenden Teil der Beschreibung
erläutert wurde, enthält die mittlere Altpapierfraktion
Material mit einer Größe zwischen etwa DIN A4 und DIN A2,
beispielsweise Zeitungen und Illustrierte, Pappen und
Kartonagen, durchgefärbte Papiere, Kataloge und auch
Verbundverpackungen für Lebensmittel. Neben der Altpapier
klasse D39 ( = Deinkingware), der das Material in einer
Menge von typischerweise etwa 80% zuzuordnen ist, fallen
auch in Mengen von etwa 8%, 10% und 2% die Altpapierklassen
B19 ( = Kaufhausaltpapier) und B12 ( = Mischaltpapier) sowie
Störstoffe an.
Die Sortierung dieses Altpapiergemischs erfolgt bei dem in
Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel mit Hilfe von drei
hintereinander angeordneten Sortiervorrichtungen 30 der in
den Fig. 1 und 2 gezeigten Bauart. Bevor jedoch in der
in Fig. 3 gezeigten Sortieranlage der Papier 50 und Pappe
51 enthaltende Altpapierstrom auf die Sortiervorrichtungen
30 geleitet wird, wird er von einem Zuführband 80 auf eine
Vereinzelungsvorrichtung 90 geleitet.
Die Vereinzelungsvorrichtung 90 hat den in Fig. 4 gezeigten
Aufbau mit einem zweigeteilten Rahmenbauteil 91, dessen
Hälften jeweils vier parallel zueinander angeordnete
Radachsen 92 tragen. Die Radachsen 92 sind mit jeweils acht
Rädern 93 bestückt, die einen Durchmesser von 20 bis 50 cm
haben. Die vier Radachsen 92 jeder Rahmenhälfte sind so
angeordnet, dass sich ihre Räder 93 auf gleicher Höhe
befinden, wobei der Abstand zwischen den Rädern 93 in
Achsenrichtung etwas mehr als die Dicke der Räder 93 und
der Abstand der Räder 93 in Richtung ihres Durchmessers
etwas mehr als der Durchmesser der Radachsen 92 beträgt. In
den auf diese Weise geschaffenen Zwischenräumen zwischen
den Rädern 93 jeder Rahmenhälfte befinden sich die Räder 93
der jeweils anderen Rahmenhälfte. Diese zweiteilige
Ausführung der Vereinzelungsvorrichtung 90 hat den Vorteil,
dass sich die beiden Rahmenhälften mit den zugehörigen
Radachsen 92 und Rädern 93 voneinander lösen lassen, sodass
Wartungs- und Reinigungsarbeiten an der Vereinzelungs
vorrichtung 90 erleichtert werden.
An den acht Radachsen 92 sind je nach Rahmenhälfte an
entweder dem einen oder dem anderen Ende jeweils eine
kleine und eine große Keilriemenscheibe 94, 95 angebracht.
Die kleinen und großen Keilriemenscheiben 94, 95 sind bei
benachbarten Radachsen 92 derselben Rahmenhälfte jeweils im
Wechsel zueinander angeordnet. Die kleine Keilriemenscheibe
94 der vordersten Radachse 92 jeder Rahmenhälfte ist über
einen Keilriemen mit einem Antriebsmotor 96 verbunden.
Dadurch, dass die große Keilriemenscheibe 95 einer Radachse
92 jeweils mit der kleinen Keilriemenscheibe 94 der darauf
folgenden Radachse 95 derselben Rahmenhälfte verbunden ist,
ist für eine Übersetzung gesorgt, die die von dem Motor 96
weiter entfernten Räder 93 jeder Rahmenhälfte bei gleicher
Umdrehungsrichtung mit höherer Umdrehungsgeschwindigkeit
als die jeweils näher zum Motor 96 liegenden Räder 93
antreibt.
Die Vereinzelungsvorrichtung 90 wird so betrieben, dass die
Räder 93, auf denen der zu entzerrende Materialstrom
weitertransportiert wird, mit in Richtung des Material
transports zunehmender Umdrehungsgeschwindigkeit
angetrieben werden. Durch die zunehmende Umdrehungs
geschwindigkeit der Räder 93 werden die einzelnen
Materialstücke in dem Altpapierstrom beschleunigt, sodass
der Altpapierstrom in der Fläche auseinandergezogen oder
entzerrt wird. Übereinander liegende Materialstücke werden
dabei voneinander getrennt und auf diese Weise vereinzelt.
Wie sich Fig. 3 entnehmen lässt, können kleine Material
stücke, deren Größe nicht der mittleren Altpapierfraktion
entspricht, während des Vereinzelungsvorgangs aus der
Vereinzelungsvorrichtung 90 nach unten herausfallen. Diese
kleinen Materialstücke werden von einem Trichter 97
aufgefangen und zu einem Abführband 98 geleitet, mit dem
sie abtransportiert werden. Das übrige, nunmehr vereinzelte
Material 50, 51 wird dann den Sortiervorrichtungen 30
zugeführt.
In den Sortiervorrichtungen 30 wird das leichte, flexible
Papier 50 durch die Unterdruckbeaufschlagung definiert
senkrecht nach unten auf ein Abfuhrband 35 ausgetragen,
während die schwerere, steifere Pappe 51 auf die jeweils
folgende Sortiervorrichtung 30 und schließlich auf ein
Abfuhrband 34 geworfen wird. Durch den Abwurfvorgang wird
Papier 50, das von dem Unterdruck zunächst nicht erfasst
wurde, von der Pappe 51 oder anderen Papierstücken 50
gelöst, so dass es von der folgenden Sortiervorrichtung 30
aussortiert werden kann.
Der auf das Abführband 35 ausgetragene Materialanteil
bildet bei richtiger Parametereinstellung der Sortier
vorrichtungen den größeren Anteil des Altpapiers, das der
Sortieranlage zugeführt wurde. Die Fraktion besteht
idealerweise fast ausschließlich aus Altpapier der Klasse
D39 ( = Deinkingware) mit einem kleinen Anteil weniger
steifen Altpapiers der Klasse B12 ( = Mischaltpapier). Bei
dieser Fraktion ist allenfalls noch ein minimaler Nach
sortieraufwand erforderlich, um beispielsweise Papier der
Klasse B12 ( = Mischaltpapier) auszusortieren. Die kleinere
Menge des Altpapiers, das dem Abführband 34 zugeführt wird,
enthält Pappen und Kartonagen, die den Altpapierklassen B19
( = Kaufhausaltpapier) und B12 ( = Mischaltpapier) angehören,
aber auch dickere Papierbündel oder Kataloge, die der
Altpapierklasse D39 ( = Deinkingware) angehören, sowie die
festen Störstoffe. Die Papieranteile der Altpapierklasse
D39 lassen sich aufgrund ihrer Größe leicht manuell
aussortieren. Insgesamt kann die mittlere Altpapierfraktion
mit der vorgeschlagenen Sortieranlage im Vergleich zum
Stand der Technik mit höherer Sortiergüte und geringerem
Aufwand in die entsprechenden Altpapierklassen getrennt
werden.
Die Erfindung ist nicht auf das oben beschriebene
Ausführungsbeispiel für die Sortieranlage beschränkt. So
kann die Sortieranlage beispielsweise über die beschriebe
nen erfindungsgemäßen Sortiervorrichtungen 30 hinaus auch
nicht der Erfindung entsprechende Sortiervorrichtungen
enthalten, um die verschiedenen Materialien noch besser zu
trennen. Zum Beispiel kann eine auf optischer Erkennung
basierende Sortiervorrichtung Verwendung finden, um bei der
Altpapiertrennung aus der durch Ansaugen ausgetragenen
Altpapierklasse D39 ( = Deinkingware) durchgefärbtes Papier
zu entfernen oder um aus dem verbleibenden Restanteil des
Altpapierstroms graue oder braune Pappen auszusortieren.
Auch können statt der nur einen Vereinzelungsvorrichtung
vor der ersten Sortiervorrichtung 30 auch vor jeder
weiteren Sortiervorrichtung 30 Vereinzelungsvorrichtungen
angeordnet sein, um die Zuführung des Materialstroms zu
optimieren. Als Minimalbestandteil enthält die Sortier
anlage aber zumindest eine der erfindungsgemäßen Sortier
vorrichtungen.
Die Sortiergüte der erfindungsgemäßen Sortiervorrichtungen
ist von einer Vielzahl von Parametern wie der Art des
zugeführten Materials, der Geschwindigkeit, mit dem das
Material transportiert wird, der Geometrie der Transport
fläche und dem erzeugten Unterdruck abhängig und kann
dementsprechend eingestellt werden. Die geeigneten
Parameter lassen sich für den Fachmann jedoch leicht
ermitteln. Die Sortiergüte lässt sich außerdem wie
besprochen durch eine Anblaseinrichtung verbessern, die die
Trennung zwischen dem mit dem Endlosband mitgeführten Teil
und dem von dem Endlosband abgeworfenen Teil des Materials
verbessert. Neben der oben angesprochenen rotierenden
Düsenbürste 21 kann beispielsweise auch eine feststehende
Düsenleiste Verwendung finden. Darüber hinaus kann auch
eine in der Nähe des Abwurfstelle befindliche Leitschiene
Verwendung finden, auf der das sich von der Transportfläche
lösende Material abrutschen kann.
Darüber hinaus kann die Vereinzelungsvorrichtung 90 anders
als im beschriebenen Ausführungsbeispiel gestaltet sein.
Die Vereinzelungsvorrichtung kann je nach Art des
zugeführten Materials Räder anderer Größe und Form
enthalten. Je nach Größe der Räder und in Abhängigkeit von
der erforderlichen Entzerrungsstrecke kann die
Vereinzelungsvorrichtung 90 auch mehr oder weniger als die
acht im Ausführungsbeispiel verwendeten Radachsen
aufweisen. Die Größe der Keilriemenscheiben ist dann
entsprechend an die Anfangs- und die gewünschte
Endgeschwindigkeit anzupassen. Neben der beschriebenen
Verwendung von zwei Motoren und der Keilriemenübersetzung
können zum Antrieb der Vereinzelungsvorrichtung auch nur
ein einzelner Motor und ein Zahnradgetriebe eingesetzt
werden.
Claims (11)
1. Sortiervorrichtung (30) zur Sortierung von
Wertstoffen, mit:
einem luftdurchlässigen Endlosband (6), dessen Ober seite als Transportfläche für ein zu sortierendes Material (50, 51) dient und das an seinem in Transportrichtung fernen Ende über eine Umlenkung eine Richtungsänderung erfährt, die dazu geeignet ist, das Material von der Transportfläche abzuwerfen; und
einer Ansaugkammer (4), die sich in dem vom Endlosband (6) gebildeten Innenraum befindet und mit Unterdruck beaufschlagt wird, um im Bereich der Umlenkung durch das Endlosband hindurch Luft anzusaugen, wodurch das Material (50, 51) der Richtungsänderung des Endlosbandes mehr oder weniger stark folgt, wobei
die Umlenkung über eine luftdurchlässige Rolle (15) erfolgt, die sich zumindest teilweise in der Ansaugkammer (4) befindet oder an sie angrenzt.
einem luftdurchlässigen Endlosband (6), dessen Ober seite als Transportfläche für ein zu sortierendes Material (50, 51) dient und das an seinem in Transportrichtung fernen Ende über eine Umlenkung eine Richtungsänderung erfährt, die dazu geeignet ist, das Material von der Transportfläche abzuwerfen; und
einer Ansaugkammer (4), die sich in dem vom Endlosband (6) gebildeten Innenraum befindet und mit Unterdruck beaufschlagt wird, um im Bereich der Umlenkung durch das Endlosband hindurch Luft anzusaugen, wodurch das Material (50, 51) der Richtungsänderung des Endlosbandes mehr oder weniger stark folgt, wobei
die Umlenkung über eine luftdurchlässige Rolle (15) erfolgt, die sich zumindest teilweise in der Ansaugkammer (4) befindet oder an sie angrenzt.
2. Sortiervorrichtung (30) nach Anspruch 1, bei der die
Luft quer durch die luftdurchlässige Rolle (15) hindurch in
die Ansaugkammer (4) angesaugt wird.
3. Sortiervorrichtung (30) nach Anspruch 1 oder 2, bei
der luftdurchlässige Rolle ein Hohlzylinder mit
perforierter Mantelfläche ist.
4. Sortiervorrichtung (30) nach einem der vorangehenden
Ansprüche, der die Begrenzungswand der Ansaugkammer (4)
bündig mit der luftdurchlässigen Rolle (15) abschließt.
5. Sortiervorrichtung (30) nach einem der vorangehenden
Ansprüche, bei der die luftdurchlässige Rolle (15) das
Endlosband (6) in Vertikalrichtung umlenkt.
6. Sortiervorrichtung (30) nach einem der vorangehenden
Ansprüche, bei der sich im Abstand zu dem in Transport
richtung fernen Ende des Endlosbandes (6) eine Anblas
einrichtung (21) befindet, um sowohl die Unterseite von
Material (51), das von der Transportfläche abgeworfen wird,
als auch die Oberseite von Material (50), das der
Richtungsänderung des Endlosbandes (6) folgt, mit Luft
anzublasen.
7. Sortiervorrichtung (30) nach Anspruch 6, bei der die
Anblaseinrichtung (21) eine rotierende Düsenbürste ist.
8. Sortiervorrichtung (30) nach einem der vorangehenden
Ansprüche, bei der durch die gesamte als Transportfläche
dienende Oberseite des Endlosbandes (6) Luft angesaugt
wird.
9. Sortieranlage zur Sortierung von Wertstoffen, mit
einer oder mehreren hintereinander angeordneten
Sortiervorrichtungen (30) gemäß einem der vorangehenden
Ansprüche.
10. Sortieranlage nach Anspruch 9, mit einer vor der
Sortiervorrichtung oder den Sortiervorrichtungen
angeordneten Vereinzelungsvorrichtung (90) zur Vereinzelung
der Materialstücke (50, 51) in dem zu sortierenden
Materialstrom.
11. Verwendung der Sortieranlage gemäß Anspruch 9 oder 10
zur Altpapiertrennung.
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|---|---|---|---|
| DE10200842A DE10200842B4 (de) | 2001-01-11 | 2002-01-11 | Sortiervorrichtung und -Anlage, insbesondere zur Altpapiertrennung |
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|---|---|---|---|
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| DE10200842A DE10200842B4 (de) | 2001-01-11 | 2002-01-11 | Sortiervorrichtung und -Anlage, insbesondere zur Altpapiertrennung |
Publications (2)
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| DE10200842B4 DE10200842B4 (de) | 2007-03-29 |
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