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DE10135678A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Sortieren von Pappe, Kartonagen, Papier, insbesondere De-Inking-Papier - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Sortieren von Pappe, Kartonagen, Papier, insbesondere De-Inking-Papier

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Publication number
DE10135678A1
DE10135678A1 DE2001135678 DE10135678A DE10135678A1 DE 10135678 A1 DE10135678 A1 DE 10135678A1 DE 2001135678 DE2001135678 DE 2001135678 DE 10135678 A DE10135678 A DE 10135678A DE 10135678 A1 DE10135678 A1 DE 10135678A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cardboard
paper
flow
partial
detection device
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE2001135678
Other languages
English (en)
Inventor
Stefan Tiberius Minius
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE2001135678 priority Critical patent/DE10135678A1/de
Publication of DE10135678A1 publication Critical patent/DE10135678A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21BFIBROUS RAW MATERIALS OR THEIR MECHANICAL TREATMENT
    • D21B1/00Fibrous raw materials or their mechanical treatment
    • D21B1/02Pretreatment of the raw materials by chemical or physical means
    • D21B1/026Separating fibrous materials from waste
    • D21B1/028Separating fibrous materials from waste by dry methods
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03BSEPARATING SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS
    • B03B9/00General arrangement of separating plant, e.g. flow sheets
    • B03B9/06General arrangement of separating plant, e.g. flow sheets specially adapted for refuse
    • B03B9/061General arrangement of separating plant, e.g. flow sheets specially adapted for refuse the refuse being industrial
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B07SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS; SORTING
    • B07CPOSTAL SORTING; SORTING INDIVIDUAL ARTICLES, OR BULK MATERIAL FIT TO BE SORTED PIECE-MEAL, e.g. BY PICKING
    • B07C5/00Sorting according to a characteristic or feature of the articles or material being sorted, e.g. by control effected by devices which detect or measure such characteristic or feature; Sorting by manually actuated devices, e.g. switches
    • B07C5/34Sorting according to other particular properties
    • B07C5/342Sorting according to other particular properties according to optical properties, e.g. colour

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Sorting Of Articles (AREA)

Abstract

Es geht zum einen um ein Verfahren zum Sortieren von Pappe, Kartonagen, Papier, insbesondere De-Inking-Papier, wobei ein vorbehandelter Materialstrom (M) nach Materialeigenschaften getrennt wird, und zum anderen um eine Vorrichtung, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens, mit einer Trenneinrichtung (1) zur Trennung eines vorbehandelten Materialstroms (M) nach Materialeigenschaften. Es soll ein effizientere Sortieren von Altpapier-Haushalts-Sammelware in verbesserter Qualität ermöglicht und der Anteil an manueller Sortierarbeit stark reduziert ggf. sogar eliminiert werden, indem mindestens ein durch die Trennung entstehender Teilstrom (T1) optisch detektiert wird und indem im Zuge der optischen Detektion der Austrag mindestens eines Unterteilstroms (UT2) stattfindet. Vorrichtungsbezogen soll die Aufgabe dadurch gelöst werden, dass eine optische Erkennungseinrichtung (2) vorgesehen ist, welche zumindest einen aus der Trenneinrichtung (1) kommenden Teilstrom (T1) detektiert.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Sortieren von Pappe, Kartonagen, Papier, insbesondere De-Inking-Papier, wobei ein vorbehandelter Materialstrom nach Materialeigenschaften getrennt wird. Des weiteren betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum Sortieren von Pappe, Kartonagen, Papier, insbesondere De-Inking- Papier und insbesondere zur Durchführung des Verfahrens, mit einer Trenneinrichtung zur Trennung eines vorbehandelten Materialstroms nach Materialeigenschaften. Das Verfahren und die Vorrichtung sind zum Einsatz innerhalb einer Gesamtsortieranlage vorgesehen.
  • Der Bereich der Entsorgungs- und Abfallwirtschaft umfasst neben Anlagen zur Behandlung organischer Abfälle, metallischer Abfälle, Kunststoffen und anderen Abfällen auch Anlagen zum Sortieren von Pappe, Kartonagen und Papier. Die Papiersortieranlagen umfassen im wesentlichen eine Aufgabe, diverse Fördermittel und mindestens ein Sieb zum Klassieren der Altpapier-Haushaltssammelware nach Korngröße. In der Regel wird der Materialstrom durch eine erste Siebstufe geleitet, wobei eine Trennung des Materialstromes in zwei Teilströme erfolgt. Ein Teilstrom beinhaltet großstückige Pappe, welche ausgetragen und zu einem Sammelbehälter geleitet wird. Der zweite Teilstrom beinhaltet kleineres Gut, welches durch eine zweite Siebstufe geleitet wird und nach Korngröße in zwei Unterteilströme getrennt wird. Ein Unterteilstrom beinhaltet Papier in einer Größe kleiner als A6. Der zweite Unterteilstrom wird als "Mittelkorn" bezeichnet und beinhaltet Papier einer Größe größer A6 und im wesentlichen kleiner als A3 sowie Pappeanteile und Störstoffe. Der das Mittelkorn betreffende Unterteilstrom wird der Handsortierung zugeführt. Das Handsortieren erfordert bei einem Anfall von 20 t/h an "Mittelkorn" ca. 22 Sortierer, was mit hohen Lohn- und Lohnnebenkosten einhergeht. Zudem nimmt die Qualität der Sortierarbeit durch die abnehmende Konzentration des Personals im Laufe eines Arbeitstages ab.
  • Aus der Praxis ist weiter eine Trenneinrichtung bekannt, welche der zweiten Siebstufe nachgeschaltet ist. Diese Trenneinrichtung trennt den "Mittelkorn"-Strom nach Materialeigenschaften. Insbesondere wird flexibles von weniger flexiblem Gut getrennt. Im Zuge dieser Trennung entsteht einerseits ein Teilstrom, der mit Pappe angereichert ist, andererseits ein Teilstrom, der weniger Pappe enthält. Es findet keine Ausscheidung eines der Teilströme aus dem Gesamtprozess statt. Vielmehr müssen beide Teilströme von Hand sortiert werden, wobei natürlich bei dem Teilstrom mit dem hohen Pappeanteil ein gutes Resultat beim Aussortieren der Pappe erreicht wird. Die Nachschaltung der Trenneinrichtung bei einem "Mittelkorn"-Strom von 20 t/h bringt jedenfalls nur eine geringfügige Reduzierung des Personals mit sich.
  • Des weiteren ist für sich gesehen auch der Einsatz einer Erkennungseinrichtung bekannt, welche der zweiten Siebstufe des eingangs geschilderten, ohne Trenneinrichtung arbeitenden Verfahrens nachgeschaltet ist. Der "Mittelkorn"-Strom wird also direkt durch die Erkennungseinrichtung geführt. Da pro Sensor nur maximal 6 t/h an Material erfasst werden können, sind mehrere Erkennungseinrichtungen erforderlich, wenn der "Mittelkorn"-Strom bspw. 20 t/h beträgt. Beim Einsatz der Erkennungseinrichtung wird zwar die Ausscheidung von einem im wesentlichen Pappe enthaltenden ersten Teilstrom aus dem Prozess erreicht, jedoch erfordert der weniger Pappe enthaltende zweite Teilstrom bei einem Ausgangsmaterialstrom bzw. "Mittelkorn"- Strom von 20 t/h immer noch ca. 18 Sortierer, die den Teilstrom per Hand aussortieren müssen. Bei einer Einsparung von 4 Sortierern gegenüber der normal betriebenen Anlage ohne Erkennungseinrichtung und mit 22 Sortierern bei 20 t/h "Mittelkorn"-Strom werden die Anschaffungskosten für mehrere Erkennungseinrichtungen nicht ausgeglichen, so dass hierdurch die praktische Anwendung der Erkennungseinrichtung blockiert ist.
  • Die bisherigen Verfahren und Anlagen sind also durch den hohen Personaleinsatz für die manuelle Sortierung kostenintensiv und zeitaufwendig. Sowohl die Trenneinrichtung als auch die Erkennungseinrichtung wurden stets isoliert eingesetzt.
  • Ausgehend von dem aus der Praxis bekannten Stand der Technik, wobei der zweiten Siebstufe eine Trenneinrichtung nachgeschaltet ist, liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung der in Rede stehenden Art anzugeben, die ein effizienteres Sortieren von Altpapier-Haushaltssammelware in verbesserter Qualität ermöglicht und den Anteil an manueller Sortierarbeit stark reduziert und ggf. gänzlich eliminiert.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren löst die voranstehende Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruches 1. Danach ist ein Verfahren der in Rede stehenden Art derart ausgestaltet und weitergebildet, dass mindestens ein durch die Trennung entstehender Teilstrom optisch detektiert wird und dass im Zuge der optischen Detektion der Austrag mindestens eines Unterteilstroms stattfindet.
  • Ausgehend von den separat für sich bekannten Verfahrensschritten "Trennen eines "Mittelkorn"-Stromes nach Materialeigenschaften" einerseits und "Detektion eines "Mittelkorn"-Stromes" andererseits wurde zunächst erkannt, dass auch dort eine hohe Anzahl an Sortierern benötigt wird, um eine Sortierung zu ermöglichen. Bei dem die Gattung der Erfindung vorgebenden Einsatz der Trenneinrichtung wurde als nachteilig erkannt, dass keine Ausscheidung eines Teilstromes aus dem Prozess erfolgt, sondern beide Teilströme per Hand sortiert werden. Erfindungsgemäß ist erkannt worden, die Anzahl der Sortierer dadurch bis auf ca. 2 bis 5 Personen bei einem Materialstrom ("Mittelkorn"-Strom) von 20 t/h zu reduzieren, wenn mindestens ein aus dem Trennvorgang nach Materialeigenschaften resultierender Teilstrom detektiert wird und sodann ein Unterteilstrom direkt aus dem Prozess ausgeschieden wird und ein anderer Unterteilstrom von geringer Menge, der dann kaum noch Pappe enthält, sortiert werden braucht. Durch die erfindungsgemäße Kombination einer Trenneinrichtung mit einer Erkennungseinrichtung kann der Anteil an manueller Sortierarbeit und damit der Kosten- und Zeitaufwand gesenkt werden und das gesamte Verfahren läuft halbautomatisch und somit effizienter ab. Zudem spielen Ermüdungserscheinungen des reduzierten Personals mit Blick auf die Qualität der Sortierung keine tragende Rolle. Ein Ausblick auf die Eliminierung des Personals steht im Zusammenhang mit der qualitativen Verbesserung der optischen Detektion, bzw. der Sensortechnik.
  • Im Zuge der Detektion könnte aus dem Teilstrom resultierend ein weiterer Unterteilstrom ausgetragen werden, welcher anschließend handsortiert wird, wobei auch hier darauf orientiert ist, auf Personal gänzlich zu verzichten.
  • Wie bereits in der Beschreibungseinleitung beschrieben, könnte es sich bei dem vorbehandelten Materialstrom um einen "Mittelkorn"-Strom aus einer Trennung per Sieb handeln. Dieser vorbehandelte Materialstrom ist bereits von größeren Pappe- und Kartonagenanteilen befreit und könnte Pappe, Kartonagen, Papier, De-Inking- Papier in einer Größe > A6 und < A3 beinhalten. Insbesondere könnte der Materialstrom in einer Größenordnung zwischen A5 und A4 vorliegen und ca. 10% Pappen enthalten. Der Begriff "De-Inking" verkörpert eine Qualitätsbezeichnung in der Papierindustrie, um eine einheitliche und gleiche Altpapierqualität zu beschreiben, die aus ca. 60% Zeitungen und ca. 40% Zeitschriften und Illustrierten mit einer maximalen Verunreinigung von ca. 3% besteht. Störstoffe in der De-Inking-Papiermischung sind größtenteils Pappen und Kartonagen oder auch durchgefärbtes Papier und weitere Störstoffe, die sich bei der Wiederverwertung von Altpapier in entsprechenden Papiermühlen nachteilig auswirken.
  • Als Materialeigenschaft, die für die Trennung des Materialstroms maßgeblich ist, könnte die Flexibilität oder Steifigkeit der verschiedenen Papier- bzw. Pappesorten von besonderer Bedeutung sein. Der Materialstrom könnte bspw. über beabstandet, Rollen geführt werden, wobei starres Material, wie Pappe, weitergefördert wird und flexibleres Material wie Papier durch den Rollenabstand hindurchfällt. Auf diese Weise entstehen zwei Teilströme, wobei der eine flexibles Gut, insbesondere Papier, beinhaltet und der andere weniger flexibles Gut, insbesondere Pappe, Kartonagen, beinhaltet.
  • Der das flexible Gut betreffende Teilstrom könnte ca. 70% des Materialstromes ausmachen und zumindest größtenteils De-Inking-Papier enthalten, welches entweder handsortiert wird oder - bei nahezu störstofffreier Qualität - einem Sammelbehälter zugeführt wird. Gemäß einem Anwendungsbeispiel könnten in dem in Rede stehenden Teilstrom ca. 96% De-Inking-Papier und 4% Pappe enthalten sein, was noch einen Handsortiervorgang erfordert, der jedoch hocheffizient ist.
  • Der das weniger flexible Gut betreffende Teilstrom macht ca. 30% des Materialstroms aus und enthält einen hohen Anteil an Pappe und Kartonagen. Gemäß dem bereits erwähnten Anwendungsbeispiel könnten etwa 22% Pappen und Kartonagen und ca. 78% De-Inking-Papier in dem in Rede stehenden Teilstrom enthalten sein. Dieser pappeangereicherte Teilstrom wird gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel mittels einer Erkennungseinrichtung detektiert.
  • Bevor der zu detektierende Teilstrom zum Sensor der Erkennungseinrichtung gelangt, könnte dessen lufttechnische Behandlung erfolgen, wobei in einem der Erkennungseinrichtung vorgeschalteten Tunnel ein definiertes Blas-Verhältnis erzeugt wird. In den Tunnel wird Luft eingespeist, deren Strömungsgeschwindigkeit betragsgleich zur Fördergeschwindigkeit des Teilstroms ist. Der Luftstrom hat die Aufgabe, die durch den Luftwiderstand erzeugte Verwirbelung von Papier- und Pappeteilen weitestgehend zu vermeiden.
  • Weiterführend zur bereits geschilderten lufttechnischen Behandlung des Teilstromes könnte eine Windsichtung stattfinden, wobei eine Mischung aus Leichtgut und Luft abgeführt wird. Das im Zuge der Windsichtung erhaltene Leichtgut könnte eine De- Inking-Papierqualität aufweisen. Es könnte sich aber auch um Folie oder anderweitige Materialien handeln. Die Windsichtung des zu detektierenden Teilstromes könnte vor und/oder nach der eigentlichen Detektion erfolgen.
  • Die lufttechnische Behandlung und die Windsichtung könnten derart miteinander gekoppelt sein, dass die in einem Separator zur Trennung des aus der Windsichtung stammenden Leichtgutes und Luft gewonnene Luft gefiltert und wieder in die lufttechnische Behandlung des zu detektierenden Teilstromes eingespeist wird.
  • Nach Passieren der Erkennungseinrichtung bzw. der Windsichtung liegen gemäß dem bereits an anderer Stelle unter Bezug genommenen Ausführungsbeispiel zwei Unterteilströme vor. Ein aus der Erkennungseinrichtung kommender Unterteilstrom enthält im wesentlichen De-Inking-Papier und macht höchstens ca. 70% oder weniger des zu detektierenden Teilstroms aus. Ein weiterer Unterteilstrom enthält im wesentlichen Pappe und wird, insbesondere nach Windsichtung, einem Sammelbehälter zugeführt. Der in Rede stehende aus dem Prozess ausgetragene Unterteilstrom macht mindestens ca. 30% oder mehr des zu detektierenden Teilstroms aus.
  • Bei einem mit 100% angesetzten Materialstrom, wird also zunächst ein Teilstrom mit einem prozentualen Anteil von 70% ausgetragen, wobei hier Potential für eine Direktzuführung von Papier in De-Inking-Qualität zu einem Sammelbehälter gesehen wird und somit an dieser Stelle auf eine Handsortierung unter bestimmten Voraussetzungen verzichtet werden könnte. Detektiert wird ein pappeangereicherter Teilstrom mit einem prozentualen Anteil von 30% des Materialstroms. Von diesem Teilstrom (30% des vorbehandelten Materialstromes) wird ein weitgehend aus Pappe bestehender Unterteilstrom mit einem prozentualen Anteil von ca. 30% ausgetragen und, insbesondere nach Windsichtung, einem Sammelbehälter zugeführt.
  • Es verbleibt also schließlich bezüglich des in Rede stehenden Unterteilstromes nur noch ein prozentualer Anteil von 20% oder weniger vom vorbehandelten Materialstrom (100%), welcher handsortiert wird.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung löst die voranstehende Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruches 16. Danach ist eine Vorrichtung der in Rede stehenden Art derart ausgestaltet und weitergebildet, dass eine optische Erkennungseinrichtung vorgesehen ist, welche zumindest einen aus der Trenneinrichtung kommenden Teilstrom detektiert.
  • Erfindungsgemäß ist erkannt worden, dass durch die Erkennungseinrichtung aus dem Teilstrom Unterteilströme gewonnen werden, von denen zumindest einer direkt ausgetragen werden kann, ohne handsortiert werden zu müssen. Außerdem ist erkannt worden, dass durch die nochmalige Aufteilung eines aus der Trenneinrichtung kommenden Teilstromes nach der Detektion eine Mengenverringerung des Unterteilstromes stattfindet, der handsortiert werden muss. Auf jeden Fall wird erfindungsgemäß der Anteil an manueller Sortierarbeit und damit der Kosten- und Zeitaufwand gesenkt, wenn eine optische Erkennungseinrichtung in Zusammenwirkung mit einer nach Materialeigenschaften trennenden Trenneinrichtung eingesetzt wird.
  • Die Trenneinrichtung, durch die der vorbehandelte Materialstrom geführt wird, könnte voneinander beabstandete Rollen aufweisen, wobei flexibles Gut, insbesondere Papier, De-Inking-Papier, von weniger flexiblem Gut, insbesondere Pappe, Kartonagen, getrennt wird. Der Erkennungseinrichtung könnte der das weniger flexible Gut betreffenden Teilstrom der Trennungseinrichtung zugeführt werden, da dort der Erkennungsbedarf groß ist. Der das flexible Gut enthaltende Teilstrom könnte - je nach Trennqualität - entweder einem Sammelbehälter oder einer Handsortierung zugeführt werden. Dabei wird darauf orientiert, die Trenneinrichtung so zu konzipieren, dass das flexible Gut in De-Inking-Papierqualität vorliegt, um die Handarbeit möglichst auf Null zu reduzieren.
  • Die Erkennungseinrichtung könnte mindestens einen optischen Sensor, insbesondere einen Farberkennungs- und/oder Nahinfrarotsensor, aufweisen. Die Farberkennungssensoren könnten z. B. zum Aussortieren brauner und grauer Pappen dienen. Es könnten auch andere Sensoren vorgesehen sein, die eben geeignet sind, Kartonagen und Pappen in dem von der Trenneinrichtung kommenden Teilstrom zu erkennen. Denkbar wäre auch der Einsatz einer Bildverarbeitungseinrichtung, welche eine hochgenaue Sortierung ermöglicht und wobei ein Rechner Vergleichs- und Auswahloperationen durchführt.
  • Weiter könnte die Erkennungseinrichtung einen Tunnel umfassen, welcher dem Sensor vorgeordnet ist und in dem der zu detektierende, von der Trenneinrichtung kommende Teilstrom herantransportiert wird. Ein Tunnel ist mit Blick auf den Einsatz von Lufttechnik von Bedeutung. Des weiteren könnte auch ein dem Sensor nachgeordneter Tunnel vorgesehen sein, was im Hinblick auf den Einsatz eines nachgeschalteten Windsichters eine Rolle spielt.
  • Um nun auch eine Abtrennung der erkannten Kartonagen und Pappen aus dem Stoffstrom zu realisieren, könnte die Erkennungseinrichtung Mittel zum gezielten Austragen eines Unterteilstroms aufweisen. Der aus dem Verfahren ausscheidbare Unterteilstrom könnte aus erkannten Pappen und Kartonagen bestehen, welche, insbesondere nach Windsichtung, direkt einem Sammelbehälter zugeführt werden.
  • Während des Antransports des aus der Trenneinrichtung kommenden, mit Pappe und Kartonagen angereicherten Teilstromes kommt es dazu, dass Papier und Pappe aneinander haften und von dem Sensor nicht erfasst werden können. Deshalb könnten lufttechnische Mittel vorgesehen sein, welche auf den zu detektierenden Teilstrom einwirken, indem in dem dem Sensor vorgeordneten Tunnel ein definiertes Blas-Verhältnis erzeugt wird. Hierdurch wird der Verwirbelung von Papier und Pappe entgegengewirkt.
  • Der Einsatz der Lufttechnik könnte in vorteilhafter Weise mit dem Einsatz eines oder mehrerer Windsichter kombiniert werden. Windsichter nutzen die Gewichtsunterschiede von Papier aus. Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel könnte ein Windsichter am Eingang des Tunnels vor dem Sensor wirken und ein zweiter Windsichter dem Sensor der Erkennungseinrichtung nachgeschaltet sein. Durch die Windsichter wird die Trennung von Leichtgut, insbesondere De-Inking-Papier, und Schwergut herbeiführt und im Grunde ein weiterer Unterteilstrom abgezweigt, der durchgängig De-Inking-Qualität aufweist und direkt in einen Sammelbehälter gelangt, ohne sortiert werden zu müssen. Vor Ausscheiden des De-Inking-Papiers in den Sammelbehälter könnte das Leichtgut in einem Separator, insbesondere in Form einer Zellradschleuse, vom Luftstrom getrennt werden. Die Luft wird in einem Filter gereinigt und kann wieder über die Lufttechnik, die insbesondere ein Gebläse umfasst, in den Tunnel rückgeführt werden.
  • Hinsichtlich weiterer Merkmale der Vorrichtung wird auf die im Zusammenhang mit dem Verfahren getroffenen Ausführungen verwiesen, die auch für die Vorrichtung relevant sind.
  • Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die dem Patentanspruch 1 nachgeordneten Ansprüche, andererseits auf die nachfolgende Erläuterung zweier Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung zu verweisen. In Verbindung mit der Erläuterung der angeführten Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung werden im allgemeinen bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Lehre erläutert. In der Zeichnung zeigen
  • Fig. 1 in schematischer Darstellung eine Aufsicht auf eine Vorrichtung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung innerhalb einer Anlage,
  • Fig. 2 in schematischer Darstellung eine Aufsicht auf eine Vorrichtung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung innerhalb einer Anlage und
  • Fig. 3 in schematischer Darstellung ein Fließschema des Verfahrens welches mittels der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Anlagen durchführbar ist.
  • Die Fig. 1 bis 3 stellen ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Sortieren von Pappe, Kartonagen, Papier, insbesondere De-Inking-Papier, dar. Der Pfeil M bezeichnet einen vorbehandelten Materialstrom. Der Materialstrom M wird einer Trenneinrichtung 1 zugeführt, wobei eine Trennung nach Materialeigenschaften erfolgt.
  • Erfindungsgemäß ist eine optische Erkennungseinrichtung 2 vorgesehen, welche einen aus der Trenneinrichtung 1 kommenden Teilstrom T1 detektiert. Im Zuge der optischen Detektion findet der Austrag eines Unterteilstroms UT2 und eines Unterteilstromes UT1 statt.
  • Es erfolgt eine Handsortierung bezüglich des weiteren Unterteilstroms UT1.
  • Der vorbehandelte Materialstrom M resultiert bei den beiden Ausführungsbeispielen aus einem Klassierungsvorgang per Sieb 3 und beinhaltet Pappe, Kartonagen, Papier, De-Inking-Papier in einer Größe > A6, < A3. Aus Fig. 1 ergibt sich eine Aufgabeeinrichtung 4, von wo aus die Altpapier-Haushaltssammelware A dosiert über Fördermittel 5 zum Sieb 3 transportiert wird. Nach Passieren des Siebes 3 liegt der Materialstrom M vor, welcher zur Trenneinrichtung 1 geleitet wird. Der ausgesiebte Anteil der Altpapier-Haushaltssammelware A betrifft Pappen, die mit P bezeichnet sind. Gemäß dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel werden die Pappen P direkt aus dem Prozess ausgetragen und durch einen nicht näher bezeichneten Schacht zu einem Pappebehälter geführt und dort gesammelt. Das in Fig. 2 gezeigte Ausführungsbeispiel sieht eine Mischpapiersortierstufe 6 für eine aus dem Sieb 3 abgetrennte Feinfraktion < A6 vor, die von einem separaten - hier nicht dargestellten - Förderband antransportiert wird.
  • Der vom Sieb 3 kommende Materialstrom M wird in der Trenneinrichtung 1 in zwei Teilströme T1 und T2 getrennt. Der Teilstrom T1 beinhaltet weniger flexibles Gut, insbesondere Pappe, Kartonagen und macht ca. 30% des Materialstroms aus. Der Teilstrom T2 beinhaltet flexibles Gut, insbesondere Papier, De-Inking-Papier und macht ca. 70% des Materialstroms aus. Der Teilstrom T2 weist größtenteils De- Inking-Papierqualität auf. Gemäß Fig. 2 wird der Teilstrom T2 durch die Mischpapiersortierstufe 6, durch die Pappesortierstufe 7, durch die Störstoffsortierstufe 8 und durch die De-Inking-Papiersortierstufe 9 mittels Fördermitteln 5 transportiert und in den jeweiligen Stufen manuell sortiert. In der De-Inking-Papiersortierstufe 9 erfolgt schließlich der De-Inking-Papieraustrag in einen entsprechenden Behälter. In Fig. 1 wird der Teilstrom T2 durch die Pappe-, Mischpapier und De-Inking-Papiersortierstufen 7, 6, 9 geführt.
  • Der Teilstrom T1 wird in der Erkennungseinrichtung 2 detektiert, welche einen in Fig. 2 näher bezeichneten Sensor 10 aufweist. Dem Sensor 10 ist ein Tunnel 11 vorgeordnet und ein Tunnel 12 nachgeordnet. Im Tunnel 11 wird der Teilstrom T1 herantransportiert. Im Tunnel 12 wird der Unterteilstrom UT2 abtransportiert und gelangt schließlich zur Pappesortierstufe 7 in einen Sammelbehälter, ohne dass nochmals mit der Hand sortiert werden muss. Der weitere aus der Erkennungseinrichtung 2 ausgetragene Unterteilstrom UT1 enthält im wesentlichen De-Inking-Papier und macht ca. 70% oder weniger des Teilstroms T1 aus und wird zu den Sortierstufen 6, 7, 9 bzw. 6, 7, 8, 9 transportiert. Schließlich wird im großen und ganzen nur noch ein prozentualer Anteil von 20% oder weniger vom vorbehandelten Materialstrom M handsortiert.
  • Aus Fig. 2 ergibt sich, dass lufttechnische Mittel in Form eines Ventilators 13 und einer Luftstromleitung 14 vorgesehen sind, welche auf den Teilstrom 11 einwirken, indem in dem Tunnel 11 ein definiertes Blas-Verhältnis erzeugt wird. Zusätzlich sind zwei Windsichter 15, 16 vorgesehen. Der Windsichter 15 ist vor dem Sensor 10 bzw. der Erkennungseinrichtung 2 angeordnet und sichtet den Teilstrom T1, der Windsichter 16 ist nach dem Sensor 10 bzw. der Erkennungseinrichtung 2 angeordnet und sichtet den Unterteilstrom UT2, der im wesentlichen Pappe enthält. Der Unterteilstrom UT2 macht mindestens 30% oder mehr des Teilstroms T1 aus.
  • Über die in Fig. 2 gezeigten Saugleitungen 17, 18, 19 der beiden Windsichter 15, 16 wird das Leichtgut LG zur De-Inking-Papiersortierstufe 9 transportiert und - nach Trennung von der Luft in einem Separator 20 - in einem entsprechenden Sammelbehälter gesammelt. Die Luft wird vom Separator 20 zu einem Filter 21 geleitet und in den lufttechnischen Kreislauf eingespeist.
  • Bei dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel sind nur zwei gestrichelt dargestellte Saugleitungen 17, 18 vorgesehen, welche direkt zur De-Inking-Papiersortierstufe 9 führen und dort das Leichtgut LG dem Sammelbehälter zuführen. Des weiteren ist in Fig. 1 mit K eine Kleinfraktion bezeichnet, die aus dem Sieb 3 abgeschieden wird und Mischpapier kleiner A5 enthält.
  • Fig. 3 stellt rein schematisch ein Fließschema zum Verfahrensablauf auch in quantitativer Hinsicht dar. Der Materialstrom M wird in zwei Teilströme T1 und T2 getrennt. Teilstrom T2 macht 70% des Materialstroms M aus, enthält wenig Pappeanteil und wird in den Sortierstufen 6, 7, ggf. 8, 9 sortiert. Teilstrom T1 macht 30% des Materialstroms M aus, enthält einen sehr hohen Pappeanteil und wird in der Erkennungseinrichtung 2 detektiert. Es entstehen zwei Unterteilströme UT1 und UT2. Der Unterteilstrom UT2 macht 10% des Materialstromes M bzw. 30% des Teilstromes T1 aus, enthält nur noch Pappe und wird in einen Sammelbehälter ausgetragen. Der Unterteilstrom UT1 macht 20% des Materialstromes M bzw. 70% des Teilstromes T1 aus, enthält nur sehr wenig Pappe und wird in den Sortierstufen 6, 7, ggf. 8, 9 sortiert. Die Menge an per Hand zu sortierendem Gut wird somit verringert.
  • Hinsichtlich weiterer, in den Figuren nicht gezeigter Merkmale wird auf den allgemeinen Teil der Beschreibung verwiesen.
  • Abschließend sei darauf hingewiesen, dass die erfindungsgemäße Lehre nicht auf die voranstehend erörterten Ausführungsbeispiele eingeschränkt ist. Vielmehr sind Varianten denkbar, wobei der Teilstrom T2 nicht mehr handsortiert werden muss und die Menge des Unterteilstroms UT1 auf weit weniger als 20% reduziert wird. Bezugszeichenliste 1 Trenneinrichtung
    2 Erkennungseinrichtung
    3 Sieb
    4 Aufgabeeinrichtung
    5 Fördermittel
    6 Mischpapiersortierstufe
    7 Pappesortierstufe
    8 Störstoffsortierstufe
    9 De-Inking-Papiersortierstufe
    10 Sensor von 2
    11 Tunnel vor 10
    12 Tunnel nach 10
    13 Ventilator
    14 Luftstromleitung
    15 Windsichter
    16 Windsichter
    17 Saugleitung
    18 Saugleitung
    19 Saugleitung
    20 Separator
    M Materialstrom
    T1 Teilstrom aus M
    T2 Teilstrom aus M
    UT1 Unterteilstrom aus T1
    UT2 Unterteilstrom aus T1
    A Altpapier-Haussammelware
    P Pappe
    LG Leichtgut
    K Kleinfraktion

Claims (24)

1. Verfahren zum Sortieren von Pappe, Kartonagen, Papier, insbesondere De- Inking-Papier, wobei ein vorbehandelter Materialstrom (M) nach Materialeigenschaften getrennt wird, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein durch die Trennung entstehender Teilstrom (T1) optisch detektiert wird und dass im Zuge der optischen Detektion der Austrag mindestens eines Unterteilstroms (UT2) stattfindet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Zuge der optischen Detektion der Austrag eines weiteren Unterteilstroms (UT1) erfolgt, der aus dem Teilstrom (T1) resultiert und ggf. handsortiert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der vorbehandelte Materialstrom (M) aus mindestens einem Klassierungsvorgang per Sieb (3) resultiert und insbesondere Pappe, Kartonagen, Papier, De-Inking-Papier in einer Größe > A6, < A3 beinhaltet.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die im Zuge der Trennung nach Materialeigenschaften entstehenden Teilströme (T1, T2) zum einen flexibles Gut, insbesondere Papier, und weniger flexibles Gut, insbesondere Pappe, Kartonagen, beinhalten.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der das flexible Gut betreffende Teilstrom (T2) ca. 70% und der das weniger flexible Gut betreffende Teilstrom (T1) ca. 30% des Materialstroms ausmachen.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der das flexible Gut betreffende Teilstrom (T2) zumindest größtenteils De-Inking- Papierqualität aufweist und entweder handsortiert wird oder - bei nahezu störstofffreier Qualität - einem Sammelbehälter zugeführt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Detektion bezüglich des das weniger flexible Gut betreffenden Teilstromes (T1) erfolgt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der zu detektierende Teilstrom (T1) vor der Detektion lufttechnisch behandelt wird, wobei in einem der Erkennungseinrichtung (2) vorgeschalteten Tunnel (11) ein definiertes Saug- Blas-Verhältnis erzeugt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der zu detektierende Teilstrom (T1) vor und/oder nach der Detektion mittels Windsichter (15, 16) gesichtet wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das im Zuge der Windsichtung erhaltene Leichtgut eine De-Inking-Papierqualität aufweist.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Leichtgut in einem Separator (20) von der Luft getrennt wird und die Luft gefiltert und wieder in die lufttechnische Behandlung des zu detektierenden Teilstromes (T1) eingespeist wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der aus der Erkennungseinrichtung (2) ausgetragene Unterteilstrom (UT2) im wesentlichen Pappe enthält und einem Sammelbehälter zugeführt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der aus der Erkennungseinrichtung (2) ausgetragene Unterteilstrom (UT2) mindestens ca. 50% oder mehr des zu detektierenden Teilstroms (T1) ausmacht.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der weitere aus der Erkennungseinrichtung (2) ausgetragene Unterteilstrom (UT1) im wesentlichen De-Inking-Papier enthält.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der weitere aus der Erkennungseinrichtung (2) ausgetragene Unterteilstrom (UT1) höchstens ca. 50% oder weniger des zu detektierenden Teilstroms (T1) ausmacht, so dass schließlich nur noch ein prozentualer Anteil von 15% oder weniger vom vorbehandelten Materialstrom (M) handsortiert wird.
16. Vorrichtung zum Sortieren von Pappe, Kartonagen, Papier, insbesondere De- Inking-Papier, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 14, mit einer Trenneinrichtung (1) zur Trennung eines vorbehandelten Materialstroms (M) nach Materialeigenschaften, dadurch gekennzeichnet, dass eine optische Erkennungseinrichtung (2) vorgesehen ist, welche zumindest einen aus der Trenneinrichtung (1) kommenden Teilstrom (T1) detektiert.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Trenneinrichtung Rollen umfasst, über die der Materialstrom geleitet wird und wobei flexibles Gut, insbesondere Papier von weniger flexiblem Gut, insbesondere Pappe, Kartonagen, trennbar ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Erkennungseinrichtung (2) dem das weniger flexible Gut betreffenden Teilstrom (T1) zugeordnet ist.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die optische Erkennungseinrichtung (2) mindestens einen Sensor (10), insbesondere einen Farberkennungs- und/oder Nahinfrarotsensor, aufweist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass dem Sensor (10) ein Tunnel (11) vorgeordnet ist, in dem der relevante Teilstrom (T1) herantransportiert wird.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Erkennungseinrichtung Mittel zum gezielten Austragen von erkannten Pappen und Kartonagen aufweist.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass lufttechnische Mittel (13, 14) vorgesehen sind, welche auf den zu detektierenden Teilstrom (T1) einwirken, insbesondere indem in dem Tunnel (11) ein definiertes Saug- Blas-Verhältnis erzeugt wird.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Erkennungseinrichtung (2) mindestens ein Windsichter (15, 16) zugeordnet ist, welcher eine Trennung von Leichtgut (LG), insbesondere De-Inking-Papier, und Schwergut vor und 1 oder nach dem Sensor (10) der Erkennungseinrichtung (2) herbeiführt.
24. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass dem Windsichter (15, 16) ein Separator (20), insbesondere in Form einer Zellradschleuse, nachgeordnet ist, welcher das Leichtgut (LG) vom Luftstrom trennt und einem Sammelbehälter zuführt.
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