DE102008031835A1 - Kraftfahrzeug mit einem Faltverdeck - Google Patents
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Abstract
Dieses Kraftfahrzeug ist mit einem Faltverdeck versehen, das an einem Aufbau gelagert und zwischen einer Schließstellung und einer Offenstellung bewegbar ist, wobei im Aufbau eine als Modul ausgebildete Überrollschutzvorrichtung angeordnet ist, die bei definierten, auf das Kraftfahrzeug einwirkenden Gefahrensituationen aus einer eingefahrenen Stellung in eine ausgefahrene Stellung verstellbar ist.
Um dieses Kraftfahrzeug zu optimieren, ist zwischen einer unteren Begrenzung der Überrollschutzvorrichtung und dieser unteren Begrenzung gegenüberliegenden Bauteilen des Aufbaus ein zur Aufnahzme von Transportgegenständen ausgebildeter Durchgang vorgesehen.
Um dieses Kraftfahrzeug zu optimieren, ist zwischen einer unteren Begrenzung der Überrollschutzvorrichtung und dieser unteren Begrenzung gegenüberliegenden Bauteilen des Aufbaus ein zur Aufnahzme von Transportgegenständen ausgebildeter Durchgang vorgesehen.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf ein Kraftfahrzeug mit einem Faltverdeck nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
- Es ist ein Kraftfahrzeug mit einem beweglichen Faltverdeck und einem Aufbau bekannt,
DE 10 2004 008 975 B3 , in dem eine Überrollschutzeinrichtung vorgesehen ist. Sie ist im Fall eines Unfalls – Überschlag – aus einer versenkten Stellung in eine Überrollschutzstellung ausfahrbar. Die Überrollschutzvorrichtung ist in einem rückwärtigen Bereich eines Raums des Aufbaus angeordnet und umfasst ein kassettenartiges Gehäuse und einen nach oben, d. h. zur Fahrzeugoberseite hin bewegbaren Rollbügel. - Die
DE 195 01 584 C2 behandelt ein Kraftfahrzeug mit einem Verdeck und eine hinter Sitzen in einem Fahrgastraum des besagten Kraftfahrzeugs angeordnete Überrollschutzvorrichtung, die beiderseits einer Mittellängsebene Überrollschutzeinheiten umfasst. Jede Überrollschutzeinheit weist ein Gehäuse und einen Schutzbügel auf und ist an einer als Aufnahme ausgebildeten Querwand eines Aufbaus befestigt. Gehäuse und Wand erstrecken sich über eine wesentliche Höhe des Raums in diesem Aufbaubereich. - Gemäß der
DE 197 37 970 A1 weist ein Fahrzeug mit einem versenkbaren Klappdach einen Überrollschutz auf. Der Überrollschutz ist ein in Fahrzeugquerrichtung verlaufender U-förmiger Bügel, der an seinen Schenkelabschnitten am Aufbau angelenkt ist. Dieser Rollbügel wird bei definierten Betriebszuständen des Fahrzeugs aus einer liegenden Stellung in eine aufrechte Stellung bewegt. - Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Überrollschutzvorrichtung für ein Kraftfahrzeug mit einem an einem Aufbau gelagerten Faltverdeck darzustellen, die in Verbindung mit benachbarten Bauteilen des Aufbaus räumliche Verhältnisse schafft, durch die auch relativ sperrige Transportgegenstände in das Kraftfahrzeug eingebracht werden können. Dabei sollten aber auch Vorkehrungen getroffen werden, durch die die Überrollschutzvorrichtung weitgehend diskret untergebracht werden kann.
- Nach der Erfindung wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Weitere, die Erfindung ausgestaltende Merkmale sind in den Unteransprüchen enthalten.
- Die mit der Erfindung hauptsächlich erzielten Vorteile sind darin zu sehen, dass aufgrund der Ausbildung des Durchgangs zwischen der unteren Begrenzung und der Überrollschutzvorrichtung und benachbarten Bauteilen im Aufbau sich ein definierter, auch und gerade in Fahrzeugquerrichtung sich erstreckender Raum ergibt, der die Einbringung auch verhältnismäßig großer Transportgegenstände – Möbelstücke, Gepäck oder dgl. – ermöglicht. Dabei bietet sich an, die Überrollschutzeinrichtung hinter einer bspw. hinteren Sitzreihe mit Sitzbank und Lehneneinheit in einem hierfür geeigneten Aufbaubereich vorzusehen. Um die Transportgegenstände gezielt einbringen zu können, ist die Lehneneinheit umklappbar ausgebildet. Die Überrollschutzvorrichtung ist musterhaft dadurch ausführbar, wenn sie beiderseits einer Längsmittelebene des Kraftfahrzeugs je eine Überrollschutzeinheit mit Rollbügel und Gehäuse aufweist; an dem Gehäuse ist die untere den Durchgang mitbildende Begrenzung vorgesehen. Der Rollbügel umfasst einen oberen Bügelabschnitt und zwei untere Säulenabschnitte die zum einen baulich vereinigt und zum anderen mit dem Gehäuse ein vormontiertes Modul bilden, das mit Antrieb und Festsetzeinrichtungen für den Rollbügel ausgestattet sein kann. Um die Überrollschutzeinheiten konstruktiv günstig in das Kraftfahrzeug zu integrieren ist oberhalb von ihnen ein Abdeckelement eingebaut, das quer zur Fahrzeuglängsrichtung verläuft und am Aufbau befestigt. Dieses z. B. auch Kräfte aufnehmende Abdeckelement ist so ausgeführt, dass die Rollbügel der Überrollschutzeinheiten in den ausgefahrenen Stellungen es durchdringen.
- In der Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel gezeigt, das nachstehend näher beschrieben wird.
- Es zeigen
-
1 eine Schrägansicht von hinten links auf ein Kraftfahrzeug mit einem Faltverdeck, -
2 eine Ansicht in Pfeilrichtung A der1 als Prinzipdarstellung teilweise im Schnitt, -
3 einen Schnitt nach der Linie III-III der2 , -
4 eine Einzelheit X der3 in größerem Maßstab. - Ein Kraftfahrzeug
1 der Gattung Personenkraftwagen weist einen von Rädern2 getragenen Aufbau3 mit einem Windschutzscheibenrahmen4 , Türen5 , einem Fahrgastraum6 und einem Heckdeckel7 auf, über den ein Aufbewahrungsraum8 zugänglich ist. Am Aufbau3 gelagert ist ein Faltverdeck9 , das am Aufbau3 mittels eines nicht dargestellten Lenkersystems gelagert ist und von einer Schließstellung – nicht gezeigt – in eine Offenstellung Ost bewegbar ist. In der Offenstellung Ost liegt das Faltverdeck9 zumindest abschnittsweise auf einem rückwärtigen Aufbaubereich AbR auf. - Im Fahrgastraum
6 angedeutet sind eine vordere Sitzreihe10 und eine hintere Sitzreihe11 , welche hintere Sitzreihe11 eine Sitzbank12 und ein Lehnenelement13 umfasst. Das Lehnenelement13 ist von einer aufrechten Stellung Sta in eine liegende Stellung Stl schwenkbar ausgebildet; in letzterer dient eine Rückwand14 des Lehnenelements13 als Auflage bspw. für Transportgegenstände Tg. - In Fahrtrichtung B gesehen ist hinter der hinteren Sitzreihe
11 eine Überrollschutzvorrichtung15 vorgesehen, die bei definierten auf das Kraftfahrzeug1 einwirkenden Gefahrensituationen, vor allem Überschlag, relevanten, von einer eingefahrenen Stellung StE in eine ausgefahrene Stellung StA bewegt wird. Eine spezielle Ausbildung einer Überrollschutzvorrichtung wird in derDE 199 60 764 B4 näher beschrieben. Die Überrollschutzvorrichtung15 ist mit einer unteren Begrenzung16 in der Weise zu gegenüberliegenden Bauteilen des Aufbaus3 z. B. Lehnenelement13 in liegender Stellung Stl angeordnet, dass ein Durchgang17 entsteht, der zur Aufnahme relativ großer und oder ausladender Transportgegenstände Tg – bspw. Möbelstücke, Gepäck oder dgl. –. Der Durchgang17 erstreckt sich quer zur Fahrzeuglängsrichtung C-C über eine wesentliche Breite BrD des Aufbewahrungsraums7 . Darüber hinaus ist die Überrollschutzvorrichtung15 eine nach Art einer Kassette aufgebaute Gehäuseeinrichtung18 für eine Rollbügeleinrichtung19 . Die Gehäuseeinrichtung18 bildet mit einer Unterseite20 die untere Begrenzung16 . - Nach
3 besitzt die Überrollschutzvorrichtung15 beiderseits einer Längsmittelebene D-D des Kraftfahrzeugs1 je eine als Modul ausgeführte Überrollschutzeinheit21 und22 mit Gehäuse23 und Rollbügel24 . Der Rollbügel24 umfasst einen oberen Bügelabschnitt25 und zwei untere Säulenabschnitte26 und27 . Der obere Bügelabschnitt25 verläuft im Wesentlichen außerhalb des Gehäuses23 . Dagegen sind die Säulenabschnitte26 über den größten Teil ihrer Länge innerhalb des quaderartigen Gehäuses23 angeordnet und geführt. - Oberhalb der Überrollschutzeinheiten
21 und22 ist ein quer zur Fahrzeuglängsrichtung C-C ausgerichtetes Abdeckelement28 aus Kunststoff – CFK – vorgesehen, das die Rollbügel24 bzw. deren obere Bügelabschnitte25 verkleidet. Die Rollbügel24 durchdringen in der ausgefahrenen Stellung StA das Abdeckelement28 bzw. eine obere Abdeckwand29 , die hierzu mit einer oder mehreren Sollbruchstellen30 versehen ist. Denkbar ist aber auch in diesem Bereich eine Klappe vorzusehen. - Das Abdeckelement
28 verläuft zumindest abschnittsweise oberhalb einer oberen Begrenzung31 des Lehnenelements13 . Schließlich ist das Abdeckelement28 beiderseits der Längsmittelebene B im Bereich der Rollbügel24 mit Ausformungen32 versehen, wogegen in einem dazwischen liegenden Bereich eine Einformung33 in das Abdeckelement28 eingearbeitet ist. Ausformungen32 und Einformung33 verleihen dem Abdeckelement28 ein Rollbügel ähnliches Aussehen, der sich über eine wesentliche Breite des Fahrgastraums6 des Kraftfahrzeugs1 erstreckt. - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 102004008975 B3 [0002]
- - DE 19501584 C2 [0003]
- - DE 19737970 A1 [0004]
- - DE 19960764 B4 [0016]
Claims (13)
- Kraftfahrzeug mit einem Faltverdeck, das an einem Aufbau gelagert und zwischen einer Schließstellung und einer Offenstellung bewegbar ist, wobei im Aufbau eine als Modul ausgebildete Überrollschutzvorrichtung angeordnet ist, die bei definierten auf das Kraftfahrzeug einwirkenden Gefahrensituationen aus einer eingefahrenen Stellung in eine ausgefahrene Stellung verstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einer unteren Begrenzung (
16 ) der Überrollschutzvorrichtung (15 ) und dieser unteren Begrenzung (16 ) gegenüberliegenden Bauteilen des Aufbaus (3 ) ein zur Aufnahme von Transportgegenständen (Tg) ausgebildeter Durchgang vorgesehen ist (17 ). - Kraftfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchgang (
17 ) quer zur Fahrzeuglängsrichtung (B-B) gesehen sich über eine wesentliche Breite (BvD) des Aufbewahrungsraums (8 ) des Aufbaus (3 ) erstreckt. - Kraftfahrzeug nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die bspw. hinter einer Sitzreihe (
11 ; hintere Sitzreihe) in einem Fahrgastraum (6 ) des Kraftfahrzeugs (1 ) angeordnete Überrollschutzvorrichtung (15 ) eine nach Art einer Kassette aufgebaute Gehäuseeinrichtung (18 ) für eine Rollbügeleinrichtung (19 ) aufweist. - Kraftfahrzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Sitzreihe (
11 ) eine Sitzbank (12 ) und wenigstens ein Lehnenelement (13 ) besitzt. - Kraftfahrzeug nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäuseeinrichtung (
18 ) die untere Begrenzung (16 ) der Überrollschutzvorrichtung (15 ) bildet. - Kraftfahrzeug nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Überrollschutzvorrichtung (
15 ) beiderseits einer Längsmittelebene (D-D) des Kraftfahrzeugs (1 ), je eine als Modul ausgeführte Überrollschutzeinheit (21 und22 ) mit Gehäuse (23 ) und Rollbügel (24 ) besitzt. - Kraftfahrzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Rollbügel (
24 ) einen oberen Bügelabschnitt (25 ) und untere Säulenabschnitte (26 und27 ) umfasst, die baulich vereinigt sind. - Kraftfahrzeug nach den Ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Bügelabschnitt (
25 ) im Wesentlichen außerhalb des Gehäuses (23 ) verläuft und die Säulenabschnitte (26 und27 ) sich zumindest abschnittsweise innerhalb des Gehäuses (23 ) erstrecken. - Kraftfahrzeug nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich oberhalb der Überrollschutzeinheiten (
21 und22 ) am Aufbau (3 ) ein quer zur Fahrzeuglängsrichtung (A-A) verlaufendes Abdeckelement (28 ) vorgesehen ist. - Kraftfahrzeug nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Abdeckelement (
28 ) die Rollbügel (24 ) der Überrollschutzeinheiten (21 und22 ) verkleidet. - Kraftfahrzeug nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollbügel (
24 ) in ihrer ausgefahrenen Stellung (StA) das Abdeckelement (28 ) durchdringen. - Kraftfahrzeug nach den Ansprüchen 3 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckelement (
28 ) oberhalb der oberen Begrenzung (31 ) des Lehnenelements (13 ) verläuft. - Kraftfahrzeug nach den Ansprüchen 7 und 9 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass Abdeckelement (
28 ) beiderseits der Mittellängsebene im Bereich der Rollbügel (24 ) Ausformungen (32 ) und in einem dazwischen liegenden Bereich eine Einformung (33 ) aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE200810031835 DE102008031835A1 (de) | 2008-07-05 | 2008-07-05 | Kraftfahrzeug mit einem Faltverdeck |
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|---|---|---|---|
| DE200810031835 DE102008031835A1 (de) | 2008-07-05 | 2008-07-05 | Kraftfahrzeug mit einem Faltverdeck |
Publications (1)
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|---|---|
| DE102008031835A1 true DE102008031835A1 (de) | 2010-01-07 |
Family
ID=41396773
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE200810031835 Ceased DE102008031835A1 (de) | 2008-07-05 | 2008-07-05 | Kraftfahrzeug mit einem Faltverdeck |
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2008
- 2008-07-05 DE DE200810031835 patent/DE102008031835A1/de not_active Ceased
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