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DE102008027455A1 - Klammerinstrument für ein Endoskop - Google Patents

Klammerinstrument für ein Endoskop Download PDF

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Publication number
DE102008027455A1
DE102008027455A1 DE102008027455A DE102008027455A DE102008027455A1 DE 102008027455 A1 DE102008027455 A1 DE 102008027455A1 DE 102008027455 A DE102008027455 A DE 102008027455A DE 102008027455 A DE102008027455 A DE 102008027455A DE 102008027455 A1 DE102008027455 A1 DE 102008027455A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
flexible
stapling instrument
ring
flexible sheath
flexible envelope
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE102008027455A
Other languages
English (en)
Inventor
Hiroaki Shibata
Tomohiro Kawano
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoya Corp
Original Assignee
Hoya Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoya Corp filed Critical Hoya Corp
Publication of DE102008027455A1 publication Critical patent/DE102008027455A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B17/00Surgical instruments, devices or methods
    • A61B17/12Surgical instruments, devices or methods for ligaturing or otherwise compressing tubular parts of the body, e.g. blood vessels or umbilical cord
    • A61B17/128Surgical instruments, devices or methods for ligaturing or otherwise compressing tubular parts of the body, e.g. blood vessels or umbilical cord for applying or removing clamps or clips
    • A61B17/1285Surgical instruments, devices or methods for ligaturing or otherwise compressing tubular parts of the body, e.g. blood vessels or umbilical cord for applying or removing clamps or clips for minimally invasive surgery
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B17/00Surgical instruments, devices or methods
    • A61B17/00234Surgical instruments, devices or methods for minimally invasive surgery
    • A61B2017/00292Surgical instruments, devices or methods for minimally invasive surgery mounted on or guided by flexible, e.g. catheter-like, means
    • A61B2017/0034Surgical instruments, devices or methods for minimally invasive surgery mounted on or guided by flexible, e.g. catheter-like, means adapted to be inserted through a working channel of an endoscope

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  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Surgical Instruments (AREA)
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Abstract

Beschrieben ist ein Klammerinstrument (100) für ein Endoskop, mit einer in einen Instrumentenkanal des Endoskops einführbaren flexiblen Hülle (1); einem Betätigungsdraht (4), der in der flexiblen Hülle (1) in Längsrichtung vorwärts und rückwärts bewegbar ist; und mindestens einer lösbaren Klammereinheit (10), die ein Paar zu öffnender und zu schließender Klammerarme (11) aufweist und mit geschlossenen Klammerarmen (11) nahe einem distalen Endabschnitt der flexiblen Hülle (1) angeordnet ist. Die Klammerarme (11) sind mit Vorwärts- und Rückwärtsbewegen des Betätigungsdrahtes (4) zum Öffnen außerhalb der flexiblen Hülle (1) aus der flexiblen Hülle (1) ausschiebbar und zum Klammern eines Behandlungsobjektes außerhalb der flexiblen Hülle (1) schließbar. Es sind Friktionselemente (31, 32, 231, 431) vorgesehen, die so ausgebildet sind, dass zwischen ihnen in der flexiblen Hülle (1) ein Reibungswiderstand erzeugt wird, während durch Vorwärtsbewegen des Betätigungsdrahtes (4) die Klammerarme (11) der Klammereinheit (10) nahe dem distalen Endabschnitt der flexiblen Hülle (1) vorwärts bewegt werden, um aus der flexiblen Hülle (1) ausgeschoben und vollständig geöffnet zu werden.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein chirurgisches Gerät mit einem Klammerinstrument, das in einen Instrumentenkanal eines Endoskops einführbar ist.
  • Üblicherweise sind in einem in der endoskopischen Chirurgie verwendbaren Klammerinstrument, insbesondere in einem sequentiell arbeitenden Klammerinstrument mit mehreren lösbaren Klammern, die innerhalb einer flexiblen Hülle in Reihe aufeinander ausgerichtet sind, die Klammern so ausgebildet, dass sich diejenige der Klammern, die sich am distalen Ende befindet, öffnet und schließt, wenn ein in Längsrichtung der flexiblen Hülle angeordneter Betätigungsdraht zum distalen Ende hin vorgeschoben und zum proximalen Ende zurückgezogen wird. Die am distalen Ende befindliche Klammer kann so mit geschlossenen Armen von der nachfolgenden Klammer gelöst werden, wenn der Betätigungsdraht weiter nach vorn vorgeschoben wird und sich die nachfolgende Klammer öffnet. Eine solche Ausgestaltung eines Klammerinstrumentes ist beispielsweise in der JP 2006-87537 beschrieben.
  • Im Gebrauch dieses herkömmlichen Klammerinstrumentes betrachtet man in Bildern, die durch eine für das Endoskop bestimmte Anzeigeeinheit erhalten werden, wie das Klammerinstrument betätigt wird, um die Klammern zu öffnen bzw. zu schließen und vorzuschieben bzw. zurückzuziehen.
  • Bei einer solchen Betrachtung durch die Anzeigeeinheit sieht man die vorwärtsbewegte Klammer von hinten; deshalb ist die Bedienperson möglicherweise nicht imstande, Stellung und Lage der Klammer zu erkennen, d. h. beispielsweise zu erkennen, ob die Klammer vollständig geöffnet ist, oder festzustellen, um welche Länge die Klammer aus der Hülle hervorsteht. Dieses Problem kann eine fehlerhafte Operation verursachen, insbesondere wenn die betrachteten Bilder nicht hinreichend deutlich sind.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, ein Klammerinstrument für ein Endoskop anzugeben, bei dem die Zustände der Klammern präzise erkennbar sind, so dass problemlose und fehlerfreie Operationen möglich sind.
  • Die Erfindung löst diese Aufgabe durch den Gegenstand des Anspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
  • Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren näher erläutert. Darin zeigen:
  • 1 einen Längsschnitt durch ein für ein Endoskop bestimmtes Klammerinstrument nach einem ersten Ausführungsbeispiel;
  • 2 eine perspektivische Explosionsansicht einer Klammereinheit, die Teil des Klammerinstrumentes nach erstem Ausführungsbeispiel ist;
  • 3 eine Seitenansicht der Klammereinheit des Klammerinstrumentes nach erstem Ausführungsbeispiel;
  • 4 eine Seitenansicht der Klammereinheit nach erstem Ausführungsbeispiel mit geöffneten Armen;
  • 5 eine Seitenansicht der Klammereinheit nach erstem Ausführungsbeispiel mit geschlossenen Armen;
  • 6 einen vergrößerten Längsschnitt durch die flexible Hülle mit einem Friktionsring sowie Friktionszylindern nach erstem Ausführungsbeispiel;
  • 7 einen längsgeschnittene Gesamtansicht des Klammerinstrumentes nach erstem Ausführungsbeispiel im Gebrauch;
  • 8 eine längsgeschnittene Gesamtansicht des Klammerinstrumentes nach erstem Ausführungsbeispiel im Gebrauch;
  • 9 eine längsgeschnittene Gesamtansicht des Klammerinstrumentes nach erstem Ausführungsbeispiel im Gebrauch;
  • 10 eine längsgeschnittene Ansicht des Klammerinstrumentes nach erstem Ausführungsbeispiel im Gebrauch;
  • 11 eine längsgeschnittene Ansicht des Klammerinstrumentes nach erstem Ausführungsbeispiel im Gebrauch;
  • 12 einen Friktionsring sowie die Friktionszylinder nach einem zweiten Ausführungsbeispiel;
  • 13 die Friktionsringe sowie den Friktionszylinder nach einem dritten Ausführungsbeispiel; und
  • 14 eine vergrößerte Ansicht eines Friktionsabschnittes sowie eines Friktionszylinders nach einem vierten Ausführungsbeispiel.
  • Im Folgenden werden erläuternde Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben. 1 ist eine Längsschnittansicht eines Klammerinstrumentes 100 für ein nicht gezeigtes Endoskop nach einem ersten Ausführungsbeispiel. Das Klammerinstrument 100 umfasst eine rohrförmige, flexible Hülle 1. Die flexible Hülle 1 besteht beispielsweise aus Polytetrafluorethylen und wird in einen nicht gezeigten Instrumentenkanal des Endoskops eingesetzt.
  • Die flexible Hülle 1 hat am distalen Ende eine Hülse 2. Innerhalb der Hülse 2 befindet sich ein elastischer, C-förmiger Ring 3, im Folgenden als C-Ring bezeichnet, der aus einem Metall besteht. Der C-Ring 3 ist an einer Bewegung in Längsrichtung der Hülle 1 gehindert. Jedoch kann der C-Ring innerhalb der Hülse 2 elastisch radial aufgeweitet werden.
  • In der flexiblen Hülle 1 befindet sich ein Betätigungsdraht 4, der parallel zur Längsrichtung der Hülle 1 vorgeschoben und zurückgezogen werden kann. Der Betätigungsdraht 4 ist an seinem proximalen Ende mit einer nicht gezeigten Bedieneinheit verbunden und kann, indem die Bedieneinheit entsprechend betätigt wird, vorgeschoben und zurückgezogen werden. Der Betätigungsdraht 4 ist durch ein Verbindungsrohr 6 fest mit einer Anschlussschlaufe 5 verbunden.
  • Innerhalb der flexiblen Hülle 1 sind nahe dem distalen Endteil der Hülle 1 mehrere Klammereinheiten 10 in Reihe aufeinander ausgerichtet. In 2 ist eine solche Klammereinheit 10 des Klammerinstrumentes 100 beispielhaft in einer perspektivischen Explosionsansicht gezeigt. 3 zeigt eine Seitenansicht der Klammereinheit 10 des Klammerinstrumentes 100 nach vorliegendem Ausführungsbeispiel. Die Klammereinheit 10 hat ein Paar einzeln ausgebildete Arme 11, die jeweils mit einem Klauenteil 12 versehen sind. Der jeweilige Klauenteil 12 ist bei zusammengesetzten Armen 11 nach innen gekrümmt. Die beiden Klauenteile 12 liegen demnach einander gegenüber und können so ein zu behandelndes Objekt greifen.
  • Die Arme 11 haben jeweils ein Durchgangsloch 13 in der Nähe ihres jeweiligen proximalen Endes. Ein die Arme 11 lagernder Bolzen 14 durchdringt die Durchgangslöcher 13 der Arme 11, so dass letztere um den Bolzen 14 schwenkbar willkürlich geöffnet und geschlossen werden können.
  • Die Klammereinheit 10 hat ferner ein Endstück 15, das eine Anschlussschlaufe 15a in Form eines offenen Rings an seinem proximalen Ende, ein Paar Plattenteile 15b, die parallel zueinander liegen und zwischen denen sich die proximalen Endabschnitte der Arme 11 in lockerer Anordnung befinden, sowie Durchgangslöcher 16 aufweist, die der Bolzen 14 durchdringt. Das Endstück 15 ist über eine andere Klammereinheit 10, die auf der proximalen Seite auf die betrachtete Klammereinheit 10 ausgerichtet ist, sowie eine Verbindungsklammer 20 mit dem Betätigungsdraht 4 verbunden, wie weiter unten genauer erläutert wird.
  • Die Klammereinheit 10 weist einen Befestigungsring 18 auf, durch den die Arme 11 zwangsweise, d. h. unter Kraftanwendung geschlossenen werden können. Werden die Arme 11 im geöffneten Zustand belassen, so umgibt der Befestigungsring 18 in lockerer Anordnung den proximalen Teil der Arme 11, wie in 3 gezeigt ist.
  • 4 ist eine Seitenansicht der Klammereinheit 10 des Klammerinstrumentes 100 nach vorliegendem Ausführungsbeispiel und zeigt die Klammereinheit 10 in geöffnetem Zustand. In 4 ist der Befestigungsring 18 nach hinten in eine Offenstellung zurückgezogen, in der der Befestigungsring 18 in Kontakt mit den Plattenabschnitten 11a der Arme 11 kommt. So werden die Arme 11 geöffnet.
  • Wird eine der Klammereinheiten 10 aus der flexiblen Hülle 1 hervorgeschoben, so kommt der Befestigungsring 18 mit seinem distalen Teil in Kontakt mit dem C-Ring 3 und wird so an dem C-Ring 3 gestoppt. So können die Arme 11 geöffnet werden. Wird die Klammereinheit 10 mit stärkerem Druck weiter nach vorn bewegt, so dehnt der Befestigungsring 18 den C-Ring 3 aus und wird durch den C-Ring 3 nach vorn aus der Hülse 2 herausgeschoben.
  • Umgekehrt werden, wenn der Befestigungsring 18, wie in 5 gezeigt, nach vorn bewegt wird, die Arme zwangsweise, d. h. unter Kraftanwendung geschlossen. 5 zeigt die Klammereinheit 10 des Klammerinstrumentes 100 nach vorliegendem Ausführungsbeispiel mit geschlossenen Armen 11. Wird das Endstück 15 in die flexible Hülle 1 zurückgezogen, nachdem der Befestigungsring 18 einmal aus der Hülse 2 herausgeschoben worden ist, so kommt der Befestigungsring 18 mit seinem proximalen Teil in Kontakt mit dem C-Ring 3, wodurch die Arme 11 geschlossen werden.
  • Wie in 1 gezeigt, sind in der flexiblen Hülle 1 in deren distalem Endabschnitt die Klammereinheiten 10 in Reihe aufeinander ausgerichtet wechselseitig miteinander gekoppelt. Betrachtet man sich zwei Klammereinheiten 10, so bilden das Endstück 15 der Klammereinheit 10, die dem distalen oder vorderen Ende der flexiblen Hülle 1 näher ist, und die Arme 11 der Klammereinheit 10, die dem proximalen oder hinteren Ende der flexiblen Hülle 1 näher ist, einen Kopplungsteil. Die Klauenteile 12 der Arme 11 der hinteren Klammereinheit 10 sind geschlossen und greifen in die Anschlussschlaufe 15a der vorderen Klammereinheit 10.
  • Das Klammerinstrument 100 enthält eine unlösbare Klammereinheit 20, die nicht lösbar mit der Anschlussschlaufe 5 verbunden ist. Im Unterschied zu den Klammereinheiten 10 weist die unlösbare Klammereinheit 20 keinen Befestigungsring 18 auf. Ansonsten ist die unlösbare Klammereinheit 20 jedoch identisch mit den lösbaren Klammereinheiten 10. Die unlösbare Klammereinheit 20 ist mit dem Endstück 15 derjenigen Klammereinheit 10 verbunden, die sich am hinteren Ende der aufeinander ausgerichteten Klammereinheiten 10 befindet. Die Arme 11 der unlösbaren Klammereinheit 20 sind also geschlossen und greifen in das Endstück 15 der am hinteren Ende angeordneten Klammereinheit 10.
  • Die Arme 11 der wechselseitig miteinander verbundenen Klammereinheiten 10 sowie der unlösbaren Klammereinheit 20 sind innerhalb der flexiblen Hülle 1 geschlossen, so dass das Klammerinstrument 100 in dem Instrumentenkanal des Endoskops einführbar ist.
  • Das Klammerinstrument 100 nach vorliegendem Ausführungsbeispiel weist einen Friktionsring 31 sowie Friktionszylinder 32 auf, die dazu dienen, an der Innenfläche der Hülle 1 einen Reibungswiderstand entsprechend den Bewegungen des Betätigungsdrahtes 4 zu erzeugen, mit denen der Betätigungsdraht 4 vorgeschoben und zurückgezogen wird.
  • Der Friktionsring 31 und die Friktionszylinder 32 können an Stellen angeordnet werden, die dem proximalen Ende der Hülle 1 näher liegen als eine Stelle, an der die flexible Hülle 1 von der Bedienperson über die Bedieneinheit fernbetätigt gebogen werden kann.
  • 6 zeigt einen vergrößerten Längsschnitt durch die flexible Hülle 1 mit einem Friktionsring sowie Friktionszylindern nach vorliegendem Ausführungsbeispiel. Der mit 31 bezeichnete Friktionsring ist ein elastisches, wendel- oder schraubenförmiges Element, das beispielsweise aus einem Draht aus korrosionsbeständigen Stahl gebildet ist, der in mehreren Windungen oder Umdrehungen in einem vorbestimmten Durchmesser gewunden ist und in Presspassung an der Innenfläche der flexiblen Hülle 1 sitzt. Die mit 32 bezeichneten Friktionszylinder sind beispielsweise aus korrosionsbeständigen Stahl bestehende Rohre, die in vorbestimmten Abständen voneinander an dem Betätigungsdraht 4 befestigt sind und diesen umgeben.
  • Der Friktionsring 31 hat einen Innendurchmesser, der kleiner als der Innendurchmesser der Hülle 1 ist. Der Außendurchmesser des Friktionsrings 31 ist geringfügig größer als der Innendurchmesser der flexiblen Hülle 1. Die Friktionszylinder 32 haben Außendurchmesser, die kleiner als der Innendurchmesser der Hülle 1 und geringfügig größer, z. B. 0,05 bis 0,1 mm größer als der Innendurchmesser des Friktionsrings 31 sind.
  • Tritt einer der Friktionszylinder 32 durch das Innere des Friktionsrings 31, so wird der elastische Friktionsring 31 so verformt, dass er sich radial ausdehnt, wobei ein Reibungswiderstand vorbestimmter Größe zwischen dem Friktionsring 31 und dem Friktionszylinder 32 erzeugt wird. Dagegen wird kein Reibungswiderstand erzeugt, wenn sich der jeweilige Friktionszylinder 32 nicht in dem Friktionsring 31 befindet.
  • Wie in 1 gezeigt, ist die Zahl der in der flexiblen Hülle 1 vorgesehenen Friktionszylinder 32 gleich der Gesamtzahl der Klammereinheiten 10 und 20. Ferner sind die Abstände zwischen den Klammereinheiten 10 und 20 gleich den Abständen zwischen den Friktionszylindern 32.
  • Die Längen der Friktionszylinder 32 und die Positionen, an denen sie auf dem Betätigungsdraht 4 angeordnet sind, werden in Bezug auf die Öffnungs-/Schließoperationen der Klammereinheiten 10 festgelegt. Dabei sind die genannten Längen und Positionen so bestimmt, dass die Erzeugung des Reibungswiderstands beginnt, wenn der Betätigungsdraht 4 nach vorn, d. h. in 1 von oben nach unten, bewegt wird und das distale Ende der am weitesten vorn angeordneten Klammereinheit 10 in Kontakt mit dem distalen Ende der Hülle 1, d. h. dem distalen Ende der Hülse 2 kommt. Der Reibungswiderstand bleibt aufrechterhalten, während die Klammereinheit 10 durch die Hülse 2 tritt, wodurch sie aus der Hülle 1 hervortritt und sich ihre Arme 11 vollständig öffnen. An dem Punkt, an dem die Arme 11 der Klammereinheit 10 vollständig geöffnet werden, ist der Friktionszylinder 32 durch den Friktionsring 31 getreten. Somit wird der Reibungswiderstand nicht länger erzeugt.
  • Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf die 1 und 7 bis 11 die Funktionsweise des Klammerinstrumentes 100 in dem Instrumentenkanal beschrieben. Die 7 bis 11 zeigen das im Gebrauch befindliche Klammerinstrument 100 nach vorliegendem Ausführungsbeispiel in längsgeschnittenen Gesamtansichten.
  • Wird die flexible Hülle 1 in den Instrumentenkanal des Endoskops eingeführt, wie in 1 gezeigt ist, so befindet sich die am weitesten vorn angeordnete Klammereinheit 10 in ihrer Gesamtheit gerade noch in der flexiblen Hülle 1, so dass das distale Ende dieser Klammereinheit 10 nahezu bündig auf das distale Ende der Hülle 1, d. h. das distale Ende der Hülse 2, ausgerichtet ist. Ist die vordere Klammereinheit 10 in dieser Position angeordnet, so befindet sich der am distalen Ende der Zylinderanordnung angeordnete Friktionszylinder 32 in Kontakt mit dem proximalen Ende des Friktionsrings 31. Die Bedienperson kann so über den Betätigungsdraht 4 und die Bedieneinheit diesen Kontakt spüren und mit ihren Händen die Position der vorderen Klammereinheit 10 erkennen.
  • Ist die flexible Hülle 1 in dem Instrumentenkanal in die Nähe des zu behandelnden Körperteils gebracht, wie in 7 gezeigt ist, so wird der Betätigungsdraht 4 vom proximalen Ende her vorgeschoben, wodurch die vordere Klammereinheit 10 aus der flexiblen Hülle 1 ausgeschoben wird und sich die Arme 11 nach und nach öffnen. Dabei tritt der vordere Friktionszylinder 32 durch den Friktionsring 31, so dass sich der zwischen diesen Elementen erzeugte Reibungswiderstand auch der Bedienperson vermittelt. Die Bedienperson kann so erkennen, dass die Arme 11 der Klammereinheit 10 noch nicht vollständig geöffnet sind.
  • Wird der Betätigungsdraht 4 weiter vorgeschoben, so dass die vordere Klammereinheit 10 aus der flexiblen Hülle 1 hervortritt und der Befestigungsring 18 durch den C-Ring 18 tritt, wie in 8 gezeigt ist, so werden die Arme 11 der Klammereinheit 10 infolge der Wirkung des Befestigungsrings 18 vollständig geöffnet. Unterdessen ist der vordere Friktionszylinder 32 durch den Friktionsring 31 getreten. Dadurch spürt die Bedienperson das abrupte Nachlassen des Reibungswiderstands und erkennt, dass die Arme 11 der vorderen Klammereinheit 10 vollständig geöffnet sind.
  • Wird die flexible Hülle 1 bei geöffneten Armen 11 weiter vorgeschoben, so werden die Arme 11 geschlossen, um den Behandlungsbereich zu greifen. Wird dann, wie in 9 gezeigt, der Betätigungsdraht 4 zum proximalen Ende hin zurückgezogen, so werden die Arme 11 wieder im Wesentlichen vollständig geschlossen und die vordere Klammereinheit 10 zurückgezogen. In diesem Zustand wird der vordere Friktionszylinder 32 wieder in den Friktionsring 31 zurückgezogen, und die Bedienperson spürt den Reibungswiderstand. Die Bedienperson kann so erkennen, dass die Arme 11 der vorderen Klammereinheit 10 geschlossen sind.
  • Ist die Klammeroperation ausgeführt, so kann der Betätigungsdraht wieder vom proximalen Ende her vorgeschoben werden, wie in 10 gezeigt ist. Die Arme 11 der vorderen Klammereinheit 10, die zum Greifen des zu behandelnden Körperteils geschlossen sind, werden so aus der Hülle 1 vorgeschoben. In diesem Zustand wird der vordere Friktionszylinder 32 aus dem Friktionsring 31 heraus vorgeschoben, so dass kein von der Bedienperson erfassbarer Reibungswiderstand verursacht wird.
  • Wird anschließend der Betätigungsdraht 4 weiter vorgeschoben und kommt das distale Ende der nächsten Klammereinheit 10, die vom vorderen Ende her betrachtet die zweite Klammereinheit darstellt, in die Position, in der sie im Wesentlichen bündig auf das distale Ende der flexiblen Hülle 1 ausgerichtet ist, so kommt das distale Ende desjenigen Friktionszylinders 32, der vom vorderen Ende der Zylinderanordnung her betrachtet den zweiten Friktionszylinder bildet, in Kontakt mit dem proximalen Ende des Friktionsrings 31. Diesen Kontakt spürt die Bedienperson, so dass sie die Position der zweiten Klammereinheit 10 erkennen kann, die in ihrer Gesamtheit gerade noch in der flexiblen Hülle 1 enthalten ist, so dass das distale Ende der Klammereinheit 10 nahezu bündig auf das distale Ende der Hülle 1 ausgerichtet ist.
  • Wird der Betätigungsdraht 4 weiter vorgeschoben, wie in 11 gezeigt, so werden die Arme 11 der zweiten Klammereinheit 10 geöffnet und die vordere Klammereinheit 10 wird entkoppelt. Die vordere Klammereinheit 10 kann so in dem zu behandelnden Körperteil festgeklemmt zurückbleiben.
  • Nach Bedarf kann die vorstehend beschriebene Prozedur nacheinander auf die zweite und die folgenden Klammereinheiten 10 angewandt werden.
  • 12 zeigt einen Friktionsring 231 sowie Friktionszylinder 32 nach einem zweiten Ausführungsbeispiel. Der Friktionsring 231 nach diesem Ausführungsbeispiel ist aus einem elastischen C-Ring gebildet, der einen Schlitz aufweist. Der Friktionsring 231 sitzt locker innerhalb der flexiblen Hülle 1 zwischen zwei Halteelementen 33. Die Halteelemente 33 sind beispielsweise aus einem Paar wendel- oder schraubenförmiger Elemente gebildet, die im Presssitz in die flexible Hülle 1 eingesetzt sind und in einem Abstand voneinander angeordnet sind. Der Friktionsring 231 nach vorliegendem Ausführungsbeispiel ist so in dem Zwischenraum gehalten, der von den beiden Halteelementen 33 begrenzt ist. Mit dieser Ausgestaltung erhält man ein Klammerinstrument, das ähnlich wie das Klammerinstrument 100 nach erstem Ausführungsbeispiel zu bedienen ist.
  • 13 zeigt Friktionsringe 31 sowie einen Friktionszylinder 32 nach einem dritten Ausführungsbeispiel. In diesem Ausführungsbeispiel ist nur ein einziger Zylinder 32 vorgesehen, der an dem Betätigungsdraht 4 befestigt ist. Dagegen ist die Zahl an Friktionsringen 31 gleich der Zahl an Klammereinheiten 10 und 20. Die Abstände zwischen den Friktionsringen 31 entsprechen den Abständen zwischen den Klammereinheiten 10 und 20. Mit dieser Ausgestaltung kann ein Klammerinstrument bereitgestellt werden, das ähnlich wie das Klammerinstrument 100 nach erstem Ausführungsbeispiel zu bedienen ist.
  • 14 zeigt Friktionsabschnitte 431 und einen Friktionszylinder 32 nach einem vierten Ausführungsbeispiel. In dem vierten Ausführungsbeispiel ist kein separater Friktionsring vorgesehen. Dagegen ist die flexible Hülle 1 partiell plastisch so verformt, dass sie an den verformten Abschnitten gegenüber den anderen Hüllenabschnitten verkleinerte Durchmesser aufweist, um für den Reibungswiderstand gegenüber den Friktionszylindern 32 zu sorgen. Mit dieser Ausgestaltung kann ein Klammerinstrument bereitgestellt werden, das in ähnlicher Weise wie das Klammerinstrument 100 nach erstem Ausführungsbeispiel zu bedienen ist.
  • Die Erfindung ist nicht auf die oben beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. So kann anstelle der zwei oder mehr Klammereinheiten 10, die in dem Klammerinstrument 100 vorgesehen sind, auch nur eine einzige Klammereinheit 10 vorgesehen werden. In einer weiteren beispielhaften Abwandlung können die Friktionszylinder 32 elastisch ausgebildet sind, während der Friktionsring 31 starr ausgebildet ist.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - JP 2006-87537 [0002]

Claims (10)

  1. Klammerinstrument (100) für ein Endoskop, mit: – einer in einen Instrumentenkanal des Endoskops einführbaren flexiblen Hülle (1); – einem Betätigungsdraht (4), der in der flexiblen Hülle (1) in Längsrichtung vorwärts und rückwärts bewegbar ist; und – mindestens einer lösbaren Klammereinheit (10), die ein Paar zu öffnender und zu schließender Klammerarme (11) aufweist und mit geschlossenen Klammerarmen (11) nahe einem distalen Endabschnitt der flexiblen Hülle (1) angeordnet ist, wobei die Klammerarme (11) mit Vorwärts- und Rückwärtsbewegen des Betätigungsdrahtes (4) zum Öffnen außerhalb der flexiblen Hülle (1) aus der flexiblen Hülle (1) ausschiebbar und zum Klammern eines Behandlungsobjektes außerhalb der flexiblen Hülle (1) schließbar sind, – gekennzeichnet durch Friktionselemente (31, 32, 231, 431), die so ausgebildet sind, dass zwischen ihnen in der flexiblen Hülle (1) ein Reibungswiderstand erzeugt wird, während durch Vorwärtsbewegen des Betätigungsdrahtes (4) die Klammerarme (11) der Klammereinheit (10) nahe dem distalen Endabschnitt der flexiblen Hülle (1) vorwärts bewegt werden, um aus der flexiblen Hülle (1) ausgeschoben und vollständig geöffnet zu werden.
  2. Klammerinstrument (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass – die Friktionselemente mindestens ein Ringelement (31), das an der Innenfläche der flexiblen Hülle (1) befestigt ist, und mindestens ein zylindrisches Element (32) umfassen, das an dem Betätigungsdraht (4) befestigt ist und diesen umgibt; – das Ringelement (31) einen Innendurchmesser hat, der kleiner ist als der Innendurchmesser der flexiblen Hülle (1), während das zylindrische Element (32) einen Außendurchmesser hat, der kleiner ist als der Innendurchmesser der flexiblen Hülle (1) und größer als der Innendurchmesser des Ringelementes (31), wobei eines der Friktionselemente (31, 32) elastisch ist und sich mit Vorwärtsbewegen des Betätigungsdrahtes (4) verformt, um dem zylindrischen Element (32) den Durchtritt durch das Ringelement (31) zu ermöglichen; und – der Reibungswiderstand durch den reibgehemmten Durchtritt des zylindrischen Elementes (32) durch das Ringelement (31) erzeugt wird.
  3. Klammerinstrument (100) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Ringelement (31) im Presssitz in der flexiblen Hülle (1) angeordnet ist.
  4. Klammerinstrument (100) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Ringelement (231) zwischen zwei Halteelementen (33) angeordnet ist, die in der flexiblen Hülle (1) in Längsrichtung aufeinander folgend im Presssitz in einem Abstand voneinander angeordnet sind, wobei das Ringelement (231) in dem Raum zwischen den beiden Halteelementen (33) gehalten ist.
  5. Klammerinstrument (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ringelement (31) ein elastisches Element ist, das in mehreren Windungen zu einem wendelförmigen Element vorbestimmten Durchmessers gewunden ist.
  6. Klammerinstrument (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Ringelement (231) ein elastischer, C-förmiger Ring ist.
  7. Klammerinstrument (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Ringelement (431) aus einem Teil der flexiblen Hülle (1) gebildet ist, der plastisch so verformt ist, dass sein Innendurchmesser kleiner als der Innendurchmesser des übrigen Teils der flexiblen Hülle (1) ist.
  8. Klammerinstrument (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass – mehrere lösbar miteinander gekoppelte Klammereinheiten (10, 20) in der flexiblen Hülle (1) in Reihe aufeinander ausgerichtet sind; und – diejenige (20) der Klammereinheiten (10, 20), die sich in der flexiblen Hülle (1) am proximalen Ende der Reihe befindet, mit dem Betätigungsdraht (4) verbunden ist.
  9. Klammerinstrument (100) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass – die Zahl an Ringelementen (31) in der flexiblen Hülle (1) der Zahl an Klammereinheiten (10, 20) entspricht; und – die Abstände zwischen den Ringelementen (31) den Abständen den in Reihe aufeinander ausgerichteten Klammereinheiten (10, 20) entsprechen.
  10. Klammerinstrument (100) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass – die Zahl an zylindrischen Elementen (32) in der flexiblen Hülle (1) der Zahl an Klammereinheiten (10, 20) entspricht; und – die Abstände zwischen den zylindrischen Elementen (32) den Abständen der in Reihe aufeinander ausgerichteten Klammereinheiten (10, 20) entsprechen.
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