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Die
Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeugschloß gemäß dem
Oberbegriff von Anspruch 1 sowie einen Steuerantrieb für
ein solches Kraftfahrzeugschloß gemäß dem
Oberbegriff von Anspruch 34.
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Das
in Rede stehende Kraftfahrzeugschloß findet Anwendung bei
allen Arten von Verschlußelementen eines Kraftfahrzeugs.
Dazu gehören insbesondere Seitentüren, Hecktüren,
Heckklappen, Heckdeckel oder Motorhauben. Diese Verschlußelemente
können grundsätzlich auch nach Art von Schiebetüren
ausgestaltet sein.
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Das
bekannte Kraftfahrzeugschloß (
DE 102 58 645 B4 ), von
dem die Erfindung ausgeht, zeigt ein Kraftfahrzeugschloß mit
den Schließelementen Schloßfalle und Sperrklinke.
Die Schloßfalle ist in üblicherweise in eine Offenstellung,
in eine Hauptschließstellung und in eine Vorschließstellung
bringbar. Dabei kommt der Sperrklinke die Aufgabe zu, die Schloßfalle
in den beiden Schließstellungen zu halten. Zur Freigabe
der Schloßfalle läßt sich die Sperrklinke
manuell ausheben.
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Bei
dem bekannten Kraftfahrzeugschloß ist das manuelle Ausheben
der Sperrklinke im Rahmen der Realisierung einer mechanischen Redundanz vorgesehen.
Dies bedeutet, daß die Sperrklinke im Normalfall motorisch
ausgehoben wird, und nur im Notfall, beispielsweise bei Stromausfall,
manuell ausgehoben wird.
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Das
bekannte Kraftfahrzeugschloß ist ferner mit einer Schloßmechanik
ausgestattet, die in verschiedene Funktionszustände geschaltet
werden kann. Dabei handelt es sich um die Funktionszustände
"Entriegelt", "Verriegelt", "Diebstahlgesichert" und "Kindergesichert".
Im Funktionszustand "Entriegelt" kann durch Betätigung
des Türinnengriffs und des Türaußengriffs
die zugeordnete Kraftfahrzeugtür geöffnet werden.
In dem Funktionszustand "Verriegelt" kann von außen nicht
geöffnet werden, wohl aber von innen. Im Funktionszustand
"Dieb stahlgesichert" kann weder von außen noch von innen
geöffnet werden. Im Funktionszustand "Kindergesichert"
kann von außen geöffnet werden, jedoch nicht von
innen.
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Es
ist nun üblicherweise so, daß der Türaußengriff
mit einem Außenbetätigungshebel und der Türinnengriff
mit einem Innenbetätigungshebel gekoppelt ist, wobei die
beiden Betätigungshebel in Abhängigkeit von dem
Funktionszustand mit der Sperrklinke gekuppelt bzw. von der Sperrklinke
entkuppelt werden. Hierfür ist die Schloßmechanik
mit einer Kupplungsanordnung ausgestattet, bei der ein Kupplungszapfen
mit verschiedenen Steuerkulissen zusammenwirkt. Eine derartige Realisierung
der obigen Kupplungsfunktion ist mechanisch aufwendig, da die Verstellbarkeit
des Kupplungszapfens stets mit dem Einsatz entsprechender Lager-
und Führungselementen verbunden ist.
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Der
Erfindung liegt das Problem zugrunde, das bekannte Kraftfahrzeugschloß derart
auszugestalten und weiterzubilden, daß der konstruktive
Aufbau vereinfacht wird.
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Das
obige Problem wird bei einem Kraftfahrzeugschloß mit den
Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1 durch die Merkmale des
kennzeichnenden Teils von Anspruch 1 gelöst. Wesentlich
ist die Überlegung, daß das für die Realisierung
der unterschiedlichen Funktionszustände der Schloßmechanik
maßgebliche Funktionselement nach Art eines federelastisch-biegbaren
Drahtes oder Streifens ausgestaltet sein kann. Ein solches Funktionselement wird
im folgenden als Biege-Funktionselement bezeichnet. Der Begriff
"Draht" bezieht sich dabei auf die Form, nicht auf den Werkstoff
des Elementes.
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Die
Verstellung des Biege-Funktionselements in die unterschiedlichen
Funktionsstellungen geht hier schlichtweg auf ein entsprechendes
Verbiegen des Biege-Funktionselements zurück. Auf ein Lager-
oder Führungselement kann so verzichtet werden.
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Bei
der bevorzugten Ausgestaltung gemäß Anspruch 8
stellt das Biege-Funktionselement eine schaltbare Kupplung zwischen
zwei Verstellelementen des Kraftfahrzeugschlosses bereit. Die Kupplungsfunktion
wird einfach dadurch rea lisiert, daß das Biege-Funktionselement
durch entsprechendes Biegen so in den Bewegungsbereich der zu kuppelnden Verstellelemente
verstellt wird, daß das eine Verstellelement der Bewegung
des anderen Verstellelements folgen kann. Durch seine Federelastizität
ist es dem Biege-Funktionselement ebenfalls möglich, dieser
Bewegung zu folgen. Diese Realisierung einer Kupplung mit Biege-Funktionselement
ist mit minimalem konstruktivem Aufwand durchzuführen.
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Eine
besonders einfache Realisierung der Verstellung des Biege-Funktionselements
ist Gegenstand von Anspruch 19. Hier ist ein Steuerantrieb mit einer
Steuerwelle vorgesehen, auf der sich das zugeordnete Biege-Funktionselement
abstützt. Dies ist konstruktiv einfach zu realisieren.
Ein besonderer Vorteil besteht ferner darin, daß die Steuerwelle
mehrere nebeneinander angeordnete Steuerabschnitte aufweisen kann,
die unterschiedlichen Biege-Funktionselementen zugeordnet sind.
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Bei
der bevorzugten Ausgestaltung gemäß Anspruch 26
ist es vorgesehen, daß die Schloßmechanik parallel
in den Funktionszustand "Kindergesichert" bringbar ist. Die Einstellung
des Funktionszustands "Kindergesichert" erfolgt parallel zu der
Einstellung der übrigen Funktionszustände, da
beispielsweise ein Verriegeln und Entriegeln ungeachtet der eingelegten
Kindersicherung, also parallel zum Einlegen der Kindersicherung
erfolgen kann. Dies wird dadurch realisiert, daß die Funktionsstellung "Entriegelt"
bei eingelegter Kindersicherung automatisch in die Funktionsstellung
"Entriegelt-Kindergesichert" übergeht. Ein Entriegelungsvorgang
bewirkt bei eingelegter Kindersicherung also eine Verstellung des
Biege-Funktionselements nicht mehr in die Funktionsstellung "Entriegelt",
sondern in die Funktionsstellung "Entriegelt-Kindergesichert".
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Nach
einer weiteren Lehre gemäß Anspruch 31, der eigenständige
Bedeutung zukommt, wird der oben angesprochene Steuerantrieb für
ein Kraftfahrzeugschloß beansprucht. Alle Ausführungen
zu dem vorschlagsgemäßen Kraftfahrzeugschloß,
die geeignet sind, den Steuerantrieb zu beschreiben, gelten für
diese weitere Lehre in vollem Umfang.
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Weitere
Einzelheiten, Merkmale, Ziele und Vorteile der vorliegenden Erfindung
werden nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele
näher erläutert. In der Zeichnung zeigt
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1 ein
vorschlagsgemäßes Kraftfahrzeugschloß mit
den für die Erläuterung der Erfindung wesentlichen
Komponenten in einer perspektivischen Darstellung,
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2 das
Kraftfahrzeugschloß gemäß 1 in
der Ansicht A,
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3 das
Kraftfahrzeugschloß gemäß 2 in
einer Schnittansicht entlang der Schnittlinie B-B,
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4 ein
weiteres vorschlagsgemäßes Kraftfahrzeugschloß in
einer Ansicht gemäß 1,
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5 das
Kraftfahrzeugschloß gemäß 4 in
einer Ansicht gemäß 3,
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6 einen
vorschlagsgemäßen Steuerantrieb in einer perspektivischen
Ansicht,
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7 den
Steuerantrieb gemäß 6 in der Ansicht
A in drei Steuerstellungen,
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8 einen
weiteren vorschlagsgemäßen Steuerantrieb in einer
Ansicht gemäß 6 und
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9 den
Steuerantrieb gemäß 8 in Ansicht
A in vier Steuerstellungen,
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10 ein
weiteres vorschlagsgemäßes Kraftfahrzeugschloß mit
den für die Erläuterung der Erfindung wesentlichen
Komponenten in einer perspektivischen Darstellung im Funktionszustand
"Entriegelt",
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11 das
Kraftfahrzeugschloß gemäß 10 im
Funktionszustand "Verriegelt",
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12 das
Kraftfahrzeugschloß gemäß 10 im
Funktionszustand "Diebstahlgesichert",
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13 das
Kraftfahrzeugschloß gemäß 10 in
einer Draufsicht ohne Außenbetätigungshebel im
Funktionszustand "Verriegelt" bei der Betätigung des Innenbetätigungshebels,
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14 ein
weiteres vorschlagsgemäßes Kraftfahrzeugschloß mit
ausgewählten den Steuerantrieb betreffenden Komponenten
in einer perspektivischen Darstellung im Funktionszustand "Entriegelt",
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15 das
Kraftfahrzeugschloß gemäß 14 in
einer geschnittenen Ansicht entlang der Schnittlinie XIII-XIII im
Funktionszustand a) "Entriegelt", b) "Verriegelt" ("Verriegelt und
Kindergesichert" in gestrichelter Darstellung) und c) "Entriegelt
und Kindergesichert",
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16 ein
weiteres vorschlagsgemäßes Kraftfahrzeugschloß in
einer Ansicht gemäß 1,
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17 das
Kraftfahrzeugschloß gemäß 16 in
der Ansicht A.
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Es
darf vorab darauf hingewiesen werden, daß in der Zeichnung
nur die Komponenten des vorschlagsgemäßen Kraftfahrzeugschlosses
bzw. des vorschlagsgemäßen Steuerantriebs dargestellt
sind, die für die Erläuterung der Lehre notwendig
sind. Entsprechend ist eine Schloßfalle, die in üblicher
Weise mit der Sperrklinke zusammenwirkt, in den 1 bis 9 und 13, 14 nicht
dargestellt.
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Die 1 bis 3 und 4, 5 zeigen zwei
Ausführungsformen eines vorschlagsgemäßen Kraftfahrzeugschlosses,
das die Schließelemente Schloßfalle und Sperrklinke 1 aufweist.
Es ist ferner eine Schloßmechanik 2 vorgesehen,
die in unterschiedliche Funktionszustände wie "Entriegelt",
"Verriegelt", "Diebstahlgesi chert" oder "Kindergesichert" bringbar
ist. In der Regel sorgt die Schloßmechanik 2 dafür,
daß die Sperrklinke 1 in Abhängigkeit
vom Funktionszustand durch eine Betätigung des Türaußengriffs
und/oder des Türinnengriffs oder eben gar nicht aushebbar
ist. Bei einem Elektroschloß kann die Schloßmechanik 2 auch
lediglich dazu dienen, eine Notbetätigung mit der Sperrklinke 1 zu
koppeln. Der Begriff "Schloßmechanik" ist also in einem
weiten Sinne zu verstehen.
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Zur
Verstellung der Schloßmechanik 2 in die obigen
Funktionszustände weist diese mindestens ein in entsprechende
Funktionsstellungen verstellbares Funktionselement 3 auf.
Durch eine Verstellung des Funktionselements 3 bzw. der
Funktionselemente läßt sich die Schloßmechanik 2 also
in die gewünschten Funktionszustände bringen.
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Grundsätzlich
können für die Realisierung der Funktionszustände
der Schloßmechanik 2 mehrere Funktionselemente 3 vorgesehen
sein. Im folgenden ist jedoch nur ein einziges Funktionselement 3 in
obigem Sinne vorgesehen, was nicht beschränkend zu verstehen
ist.
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Wesentlich
ist nun, daß das in den dargestellten Ausführungsbeispielen
dargestellte Funktionselement 3 nach Art eines federelastisch
biegbaren Drahtes ausgestaltet ist und so als Biege-Funktionselement 3 federelastisch
in die unterschiedlichen Funktionsstellungen biegbar ist. In 2 sind
zwei noch zu erläuternde Funktionsstellungen gezeigt. Eine
Zusammenschau der 1 und 2 zeigt, daß die
Verstellung des Biege-Funktionselements 3 auf ein federelastisches
Biegen desselben zurückgeht. Der Effekt sowie das Auslösen
dieser Verstellung wird weiter unten im Detail erläutert.
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Für
den Fall, daß mehrere Funktionselemente 3 vorgesehen
sind, ist mindestens eines der Funktionselemente 3 als
Biege-Funktionselement 3 ausgestaltet. Andere Funktionselemente 3 können
in üblicher Weise mit verschiebbaren Kupplungszapfen oder
dergleichen ausgestaltet sein.
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Es
läßt sich der Darstellung in 2 entnehmen,
daß das Biege-Funktionselement 3 im wesentlichen
um eine geometrische Biegeachse biegbar ist, die senkrecht zu der
Längserstreckung zumindest eines Teils des Biege-Funktionselements 3 ausgerichtet
ist.
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Hinsichtlich
der Materialwahl für das Biege-Funktionselement 3 sind
verschiedene bevorzugte Alternativen denkbar. In besonders bevorzugter Ausgestaltung
besteht das Biege-Funktionselement 3 aus einem Metallwerkstoff,
vorzugsweise aus Federstahl. Es kann aber auch vorteilhaft sein,
das Biege-Funktionselement 3 in einem Kunststoffwerkstoff auszugestalten.
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Auch
für die Formgebung des Biege-Funktionselements 3 sind
verschiedene vorteilhafte Alternativen denkbar. Vorzugsweise weist
das Biege-Funktionselement 3 einen kreisförmigen
Querschnitt auf. Insbesondere in fertigungstechnischer Hinsicht
kann es aber auch vorteilhaft sein, daß das Biege-Funktionselement 3 bandförmig
bzw. streifenförmig ausgestaltet ist, da solche Elemente
auf einfache Weise befestigbar sind.
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Bei
den dargestellten und insoweit bevorzugten Ausführungsbeispielen
ist das Biege-Funktionselement 3 abschnittsweise gerade
ausgestaltet. Je nach Anwendungsfall kann es aber auch vorteilhaft sein,
daß das Biege-Funktionselement 3 an die konstruktiven
Gegebenheiten angepaßt ist und erheblich von einer geraden
Ausgestaltung abweicht.
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Bei
den dargestellten und insoweit bevorzugten Ausführungsbeispielen
ist das Biege-Funktionselement 3 als einstückiger
Draht ausgebildet, der über seine gesamte Länge
dieselben federelastischen Eigenschaften aufweist. Es kann aber
auch vorteilhaft sein, daß das Biege-Funktionselement 3 nur
abschnittsweise federelastisch biegbar und im übrigen eher
starr ausgestaltet ist. Dies läßt sich beispielsweise
durch einen sich über die Länge des Drahtes verändernden
Drahtquerschnitt erreichen.
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Eine
einfache Realisierung des Biege-Funktionselements 3 läßt
sich dadurch erreichen, daß das Biege-Funktionselement 3 nach
Art eine Biegebalkens ausgestaltet ist. Der Begriff "Biegebalken"
ist hier weit zu verstehen. Gemeint ist, daß das Biege-Funktionselement 3 an
einer Stelle festgelegt ist, von der sich der verstellbare Teil
des Biege-Funktionselements 3 erstreckt. Nach diesem weiten
Ver ständnis ist auch das in der Zeichnung dargestellte Biege-Funktionselement 3 nach
Art eine Biegebalkens ausgestaltet.
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Grundsätzlich
kann das Biege-Funktionselement 3 als Betätigungselement
beispielsweise für eine Kupplung dienen. Bei den dargestellten
und insoweit bevorzugten Ausführungsbeispielen stellt das Biege-Funktionselement 3 jedoch
selbst eine schaltbare Kupplung zwischen schwenkbaren Verstellelementen 1, 4, 5 des
Kraftfahrzeugschlosses bereit. Dies wird im Detail anhand der konkreten
Funktionsstellungen der Schloßmechanik 2 weiter
unten erläutert.
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Wesentlich
ist zunächst ganz allgemein, daß das Biege-Funktionselement 3 in
einer ersten Funktionsstellung in Eingriff mit den Verstellelementen 1, 4, 5 steht
oder bringbar ist und die Verstellelemente 1, 4, 5 kuppelt
und in einer zweiten Funktionsstellung außer Eingriff von
zumindest einem Verstellelement 1, 4, 5 steht
und die Verstellelemente 1, 4, 5 entkuppelt.
Hier und vorzugsweise ist es so, daß die noch zu erläuternden
Verstellelemente 4, 5 mit dem Verstellelement 1 – Sperrklinke 1 – gekuppelt
werden. Hier sind weitgehend beliebige Kombinationen denkbar.
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In
bevorzugter Ausgestaltung ist es vorgesehen, daß die Schloßmechanik 2 durch
eine Verstellung des Biege-Funktionselements 3 in verschiedene Funktionsstellungen
in die entsprechenden Funktionszustände "Entriegelt" und
"Verriegelt" bringbar ist. In besonders bevorzugter Ausgestaltung
läßt sich durch eine entsprechende Verstellung
des Biege-Funktionselements 3 auch der Funktionszustand "Diebstahlgesichert"
und ggf. der Funktionszustand "Kindergesichert" erreichen. Hierfür
können grundsätzlich auch mehrere Biege-Funktionselemente 3 vorgesehen
sein.
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Es
läßt sich der Zeichnung entnehmen, daß die über
das Biege-Funktionselement 3 übertragbare Kraft
senkrecht zur Erstreckung des Biege-Funktionselements 3 wirkt.
Dadurch ist der Eingriff zwischen den Verstellelementen 1, 4, 5 und
dem Biege-Funktionselement 3 auf einfache Weise realisierbar,
wie weiter unten gezeigt wird.
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Bei
den oben genannten Verstellelementen 1, 4, 5 handelt
es sich einerseits um die Sperrklinke 1 und andererseits
um den Außenbetätigungshebel 4 und den
Innenbetätigungshebel 5 der Schloßmechanik 2.
Die 1 bis 3 zeigen eine bevorzugte Variante
ohne Innenbetätigungshebel 5, was in bestimmten
Anwendungsfällen vorteilhaft sein kann.
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Hier
und vorzugsweise ist es so, daß die Schloßmechanik 2 durch
eine Verstellung des mindestens einen Biege-Funktionselements 3 in
verschiedene Funktionsstellungen in die entsprechenden Funktionszustände
"Entriegelt" und "Verriegelt", vorzugsweise in den Funktionszustand
"Diebstahlgesichert" und insbesondere in den Funktionszustand "Kindergesichert"
(nicht dargestellt) bringbar ist.
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In
einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist es hierfür
vorgesehen, daß das Biege-Funktionselement 3 im
Hinblick auf die Schwenkachse der Sperrklinke 1 im wesentlichen
radial ausgerichtet ist. Dies bedeutet, daß sich das Biege-Funktionselement 3 entsprechend
radial erstreckt. Bei den dargestellten und insoweit bevorzugten
Ausführungsbeispielen erstreckt sich das Biege-Funktionselement 3 ferner im
wesentlichen entlang der Sperrklinke 1. Grundsätzlich
kann diese radiale Ausrichtung auch auf eine der Schwenkachsen des
Außenbetätigungshebels 4 oder des ggf.
vorhandenen Innenbetätigungshebels 5 bezogen sein.
Hier macht dies allerdings keinen Unterschied, da die Sperrklinke 1,
der Außenbetätigungshebel 4 und der Innenbetätigungshebel 5 auf derselben
Schwenkachse schwenkbar sind. Mit einer solchen Anordnung läßt
sich eine gute Kompaktheit erreichen. Bei der Schwenkachse in diesem
Sinne kann es sich um die körperliche Schwenkachse oder aber
nur um die geometrische Schwenkachse handeln.
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Zum
Realisieren der oben angesprochenen Kupplung zwischen dem Außenbetätigungshebel 4 und
der Sperrklinke 1 ist es vorzugsweise vorgesehen, daß die
Sperrklinke 1 oder ein mit der Sperrklinke 1 gekoppelter
Hebel eine Sperrklinken-Mitnehmerkontur 6 aufweist, wobei
weiter vorzugsweise der Außenbetätigungshebel 4 oder
ein mit dem Außenbetätigungshebel 4 gekoppelter
Hebel eine Außenbetätigungs-Mitnehmerkontur 7 aufweist.
Dabei ist die Anordnung bei den dargestellten Ausführungsbeispielen
so getroffen, daß bei in der Funktionsstel lung "Entriegelt"
befindlichen Biege-Funktionselement der Außenbetätigungshebel 4 über
die Außenbetätigungs-Mitnehmerkontur 7,
das Biege-Funktionselement 3 und die Sperrklinken-Mitnehmerkontur 6 mit
der Sperrklinke 1 gekoppelt ist. Diese Funktionsstellung
ist am bestehen in den 1 und 4 zu erkennen.
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Ferner
ist es vorzugsweise vorgesehen, daß im Funktionszustand
"Verriegelt" das Biege-Funktionselement 3 außer
Eingriff mit der Sperrklinken-Mitnehmerkontur 6 und von
der Außenbetätigungs-Mitnehmerkontur 7 steht,
daß der Außenbetätigungshebel 4 von
der Sperrklinke 1 entkuppelt ist. Die Funktionsstellung
"Entriegelt" ist in 2 in gestrichelter Linie dargestellt.
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Zur
Realisierung der Funktionsstellung "Entriegelt" würde es
auch ausreichen, wenn das Biege-Funktionselement 3 außer
Eingriff mit einer der beiden obigen Mitnehmerkonturen 6, 7 stehen
würde.
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Es
läßt sich der Darstellung in 1 entnehmen,
daß ein Schwenken des Außenbetätigungshebels 4 von
oben gesehen links herum dazu führt, daß die Außenbetätigungs-Mitnehmerkontur 7 in
Eingriff mit dem Biege-Funktionselement 3 kommt und eine Kraft
auf das Biege-Funktionselement 3 senkrecht zur Erstreckungsrichtung
des Funktionselements 3 an der Eingriffsstelle ausübt.
Dies führt dazu, daß das Biege-Funktionselement 3 auf
die Sperrklinken-Mitnehmerkontur 6 wirkt, so daß die
Sperrklinke 1 verstellt, hier ausgehoben, wird.
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Für
die Ausgestaltung der Mitnehmerkonturen 6, 7 sind
eine Reihe vorteilhafter Möglichkeiten denkbar. Hier und
vorzugsweise besteht die Sperrklinken-Mitnehmerkontur 6 aus
zwei Lagerböcken 6a, 6b, zwischen denen
die Außenbetätigungs-Mitnehmerkontur 7 in
der Funktionsstellung "Verriegelt" hindurchläuft. Dies
hat den Vorteil, daß das Biege-Funktionselement 3 an
der Eingriffsstelle, an der die Betätigungskraft ja übertragen
wird, optimal abgestützt wird.
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Eine
andere bevorzugte Variante sieht vor, daß die Sperrklinken-Mitnehmerkontur 6 lediglich
einen Schlitz aufweist, in den die Außenbetätigungs-Mitnehmerkontur 7 in
der Funktionsstellung "Verriegelt" hineinläuft. In der
Funktionsstellung "Entriegelt" wird der Schlitz durch das Biege-Funktionselement 3 gesperrt.
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Es
darf darauf hingewiesen werden, daß die beiden Mitnehmerkonturen 6, 7 ohne
weiteres austauschbar sind. Dies bedeutet, daß die beschriebenen
Lagerböcke 6a, 6b oder der beschriebene Schlitz
auch am Außenbetätigungshebel 4 angeordnet
sein können.
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Bei
der weiter bevorzugten Ausgestaltung gemäß den 4 und 5 ist
neben dem Außenbetätigungshebel 4 zusätzlich
ein Innenbetätigungshebel 5 vorgesehen. Entsprechend
ist es zusätzlich vorzugsweise vorgesehen, daß der
Innenbetätigungshebel 5 oder ein mit dem Innenbetätigungshebel 5 gekoppelter
Hebel eine Innenbetätigungs-Mitnehmerkontur 8 aufweist.
Hier ist bei in der Funktionsstellung "Entriegelt" befindlichem
Biege-Funktionselement 3 der Innenbetätigungshebel 5 über
die Innenbetätigungs-Mitnehmerkontur 8, das Biege-Funktionselement 3 und
die Sperrklinken-Mitnehmerkontur 6 mit der Sperrklinke 1 gekuppelt.
Die Sperrklinke 1 läßt sich also auch über
den Innenbetätigungshebel 5 ausheben. Ferner ist
hier entsprechend vorgesehen, daß im Funktionszustand "Verriegelt"
das Biege-Funktionselement 3 außer Eingriff mit der
Sperrklinken-Mitnehmerkontur 6 und der Innenbetätigungs-Mitnehmerkontur 8 steht
und der Innenbetätigungshebel 5 damit von der
Sperrklinke 1 entkuppelt ist. Auch hier kann es vorgesehen
sein, daß das Biege-Funktionselement 3 lediglich
außer Eingriff mit einer der beiden Mitnehmerkonturen 6, 8 kommt.
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Da
in der Funktionsstellung "Verriegelt" eine Betätigung des
Innenbetätigungshebels 5 dennoch zu einem Ausheben
der Sperrklinke 1 führen muß, ist hier
und vorzugsweise vorgesehen, daß eine Betätigung
des Innenbetätigungshebels 5 die Überführung der
Schloßmechanik 2 vom Funktionszustand "Verriegelt"
in den Funktionszustand "Entriegelt" bewirkt. Wie dieser Entriegelungsvorgang
im einzelnen abläuft, wird weiter unten noch erläutert.
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Wesentlich
ist hier zunächst, daß im Hinblick auf die Betätigung
des Innenbetätigungshebels 5 ein anfänglicher
Freilauf vorgesehen ist und daß der Entriegelungsvorgang
beim Durchlaufen dieses Freilaufs erfolgt. Der Freilauf ist vorzugsweise
so realisiert, daß die Innenbetätigungs-Mitnehmerkontur 8 in nicht
betätigtem Zustand um einen Freilaufabstand 9 von
dem Biege-Funktionselement 3 beabstandet ist.
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Bei
der bevorzugten Ausgestaltung mit Freilauf bewirkt in der Funktionsstellung
"Verriegelt" ein Schwenken des Innenbetätigungshebels 5 zunächst das
Entriegeln (auf irgendeine Art und Weise, die in 1 bis 5 nicht
dargestellt ist), wodurch das Biege-Funktionselement 3 von
der ausgelenkten Stellung in die in 4 dargestellte
Stellung fällt. Bei weiterem Schwenken des Innenbetätigungshebels 5 erfolgt
dann das Ausheben der Sperrklinke 1.
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Grundsätzlich
kann aber auch vorgesehen sein, daß in der Funktionsstellung
"Verriegelt" ein zweimaliges Schwenken des Innenbetätigungshebels 5 erforderlich
ist. Dies wird allgemein als "Doppelhub-Taxi-Funktion" bezeichnet.
Auch diese Variante ist leicht zu realisieren. Beim ersten Schwenken des
Innenbetätigungshebels 5 könnte das Biege-Funktionselement 3 nämlich
auf die in den 4, 5 erkennbare
Schulter 8a der Innenbetätigungs-Mitnehmerkontur 8 fallen.
Das Biege-Funktionselement 3 würde dort aber nur
solange gehalten, bis der Innenbetätigungshebel 5 zurückschwenkt,
um anschließend ein zweites Mal, diesmal zum Ausheben der
Sperrklinke 1, geschwenkt zu werden.
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Es
sind verschiedene Möglichkeiten für die Festlegung
des Biege-Funktionselements 3 denkbar. Beispielsweise kann
das Biege-Funktionselement 3 am Schloßgehäuse
oder an den beteiligten Verstellelementen 1, 4, 5 befestigt
sein. Denkbar ist auch, daß das Biege-Funktionselement 3 an
das Schloßgehäuse oder an eines der beteiligten
Verstellelemente 1, 4, 5 angespritzt
ist, sofern das Biege-Funktionselement 3 aus einem Kunststoffmaterial
im Spritzverfahren hergestellt ist. Es kann aber auch sein, daß das Biege-Funktionselement 3 Teil
einer ohnehin vorhandenen Sperrklinken-, Außenbetätigungshebel-
oder Innenbetätigungshebel-Feder ist (siehe z. B. 1 bis 3).
Dies wird weiter unten noch erläutert.
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Zur
gesteuerten Verstellung, also zum gesteuerten federelastischen Biegen
des Biege-Funktionselements ist ein Steuerantrieb 10 vorgesehen. Grundsätzlich
können dem Steuerantrieb 10 auch mehrere zu verstellende
Biege-Funktionselemente 3 oder andere konventionell aufgebaute
Funktionselemente 3 zugeordnet sein. Durch den Steuerantrieb 10 ist
das zugeordnete Biege-Funktionselement 3 entsprechend in
einige Funktionsstellungen verstellbar. Einige Funktionsstellungen
werden durch federelastische Rückkehr des Biege-Funktionselements 3 erreicht.
Zwei bevorzugte Ausführungsbeispiele für einen
vorschlagsgemäßen Steuerantrieb 10 zeigen 6, 7 und 8, 9 in
höchst schematischer Weise.
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In
beiden dargestellten und insoweit bevorzugten Ausführungsbeispielen
weist der Steuerantrieb 10 eine Steuerwelle 11 auf,
an der sich das zugeordnete Biege-Funktionselement 3 abstützt,
so daß durch eine Verstellung der Steuerwelle 11 das Biege-Funktionselement 3 auslenkbar
ist. In besonders bevorzugter Ausgestaltung erstreckt sich das Biege-Funktionselement 3 im
wesentlichen senkrecht zu der Steuerwellenachse 12.
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Vorzugsweise
handelt es sich bei dem Steuerantrieb 10 um einen motorischen
Steuerantrieb 10. Dann ist die Steuerwelle 11 – wie
dargestellt – mit einem Antriebsmotor 13 gekoppelt.
Dabei kann die Steuerwelle 11 unmittelbar auf der Motorwelle 14 des Antriebsmotors 13 angeordnet
sein. Denkbar ist aber auch, daß die Steuerwelle 11 über
ein Ritzel od. dgl. mit der Motorwelle in antriebstechnischem Eingriff steht.
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Der
Steuerantrieb 10 kann auch manuell verstellbar ausgestaltet
sein. Beispielsweise steht der Steuerantrieb 10 dann mit
entsprechenden manuellen Betätigungselementen wie einem
Schließzylinder oder einem Innensicherungsknöpfchen
in Verbindung.
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Die
Steuerwelle 11 läßt sich – motorisch
oder manuell – in die Steuerstellungen "Entriegelt" und "Verriegelt"
bringen. Dabei überführt sie das Biege-Funktionselement 3 in
die Funktionsstellung "Verriegelt" bzw. läßt es
in die Funktionsstellung "Entriegelt" zurückkehren.
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Hier
und vorzugsweise ist die Steuerwelle 11 nach Art einer
Nockenwelle ausgestaltet, wobei sich das zugeordnete Biege-Funktionselement 3 an
der Nockenwelle abstützt und durch eine Verstellung der Nockenwelle
entsprechend auslenkbar ist. Dies ist in 7 dargestellt.
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Dabei
zeigt 7a) die Funktionsstellung "Entriegelt",
was den Darstellungen in 1, 4 entspricht. 7b zeigt eine erste Verstellung der Steuerwelle 11,
in 7 links herum, ohne daß das Biege-Funktionselement 3 verstellt
wird. Da durch wird der Antriebsmotor 13 beim Anfahren nur
wenig belastet, was zu einer kostengünstigen Auslegung des
Antriebsmotors führt. Bei weiterer Verstellung der Steuerwelle 11 lenkt
der an der Steuerwelle 11 angeordnete Nocken 11a das
Biege-Funktionselement 3 in 7 nach oben
aus (7c)). Dies entspricht der Funktionsstellung
"Verriegelt". Diese Funktionsstellung des Biege-Funktionselements 3 ist in 2 in
gestrichelter Linie dargestellt. Es ergibt sich aus einer Zusammenschau
der 6 und 7, daß die Verstellung
des Biege-Funktionselements 3 mittels einer Steuerwelle 11 konstruktiv
besonders einfach zu realisieren ist.
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Eine
bevorzugte Alternative zu der Ausgestaltung der Steuerwelle 11 nach
Art eine Nockenwelle besteht darin, daß die Steuerwelle 11 nach
Art einer Kurbelwelle ausgestaltet ist. Dann ist es entsprechend
so, daß sich das zugeordnete Biege-Funktionselement 3 an
der Kurbelwelle, insbesondere an den exzentrischen Abschnitten der
Kurbelwelle, abstützt. Besondere fertigungstechnische Vorteile
lassen sich dadurch realisieren, daß die Steuerwelle 11 nach
Art eine gebogenen Drahts ausgestaltet ist. Eine besonders kompakte
Anordnung ergibt sich dadurch, daß die Steuerwelle 11 gleichzeitig
die Motorwelle 14 des Antriebsmotors 13 ist.
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Es
wurde weiter oben schon angesprochen, daß im Funktionszustand
"Verriegelt" die Betätigung des Innenbetätigungshebels 5 zu
einem Entriegelungsvorgang führt. Bei den in den 6, 7 und 8, 9 dargestellten
und insoweit bevorzugten Ausführungsbeispielen ist die
Steuerwelle 11 hierfür mit einer Override-Kontur 11b ausgestattet.
Dieser Override-Kontur 11b ist eine am Innenbetätigungshebel 5 oder
an einem mit dem Innenbetätigungshebel gekoppelten Hebel
angeordnete, weitere Override-Kontur 5b zugeordnet, die
in den 4 und 5 dargestellt ist.
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Im
Funktionszustand "Verriegelt" (7c) kommt
bei einer Betätigung des Innenbetätigungshebels 5 die
innenbetätigungshebelseitige Override-Kontur 5b mit
der steuerwellenseitigen Override-Kontur 11b in Eingriff
und überführt die Steuerwelle 11 in die
Steuerstellung "Entriegelt" (7a)).
Dadurch wird entsprechend das Biege-Funktionselement 3 in
die Funktionsstellung "Entriegelt" und im Ergebnis die Schloßmechanik 2 in
den Funktionszustand "Entriegelt" über führt. Für
die Ausgestaltung dieses Entriegelungsvorgangs sind andere Varianten denkbar.
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Die
Positionierung der Steuerwelle 11 erfolgt vorzugsweise
im Blockbetrieb. Bei dem in den 6, 7 dargestellten
Ausführungsbeispiel läuft während der
Verstellung der Steuerwelle 11 von der Steuerstellung "Entriegelt"
in die Steuerstellung "Verriegelt" die Override-Kontur 11b gegen
ein Blockierelement 15. Die Rückstellung der Steuerwelle 11 in
die Steuerstellung "Entriegelt" kann ebenfalls im Blockbetrieb erfolgen.
Denkbar ist hierfür aber auch eine steuerungstechnische
Lösung. Ein weiteres Blockierelement ist hier und vorzugsweise
nicht vorgesehen.
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Das
in den 8, 9 dargestellte Ausführungsbeispiel
entspricht dem in den 6, 7 dargestellten
Ausführungsbeispiel, das um die Realisierung des Funktionszustands
"Diebstahlgesichert" erweitert worden ist. Entsprechend ist die
Steuerwelle 11 in die Steuerstellung "Diebstahlgesichert"
bringbar, die zunächst im Hinblick auf die Verstellung
des Biege-Funktionselements 3 der Stellung "Verriegelt" entspricht.
Allerdings ist die Steuerwelle 11 in der Steuerstellung
"Diebstahlgesichert" so positioniert, daß die steuerwellenseitige
Override-Kontur 11b außerhalb des Bewegungsbereichs 16 der
innenbetätigungsseitigen Override-Kontur 5b steht.
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9 zeigt
die unterschiedlichen Steuerstellungen dieses bevorzugten Ausführungsbeispiels. 9a) zeigt den entriegelten Zustand, bei
dem, wie schon erläutert, das Biege-Funktionselement 3 nicht ausgelenkt
ist. 9b) zeigt dagegen die Steuerstellung
"Verriegelt", bei der das Biege-Funktionselement 3 ausgelenkt
ist und die steuerwellenseitige Override-Kontur 11b im
Bewegungsbereich 16 der innenbetätigungsseitigen
Override-Kontur 5b steht. 9c zeigt
einen Zwischenzustand zwischen der Steuerstellung "Entriegelt" und
der Steuerstellung "Diebstahlgesichert". 9d)
zeigt die Steuerstellung "Diebstahlgesichert". Eine Zusammenschau
der 9b) und 9d)
ergibt, daß die Auslenkung des Biege-Funktionselements 3 in
den Steuerstellungen "Verriegelt" und "Diebstahlgesichert" hier
und vorzugsweise gleich ist.
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Wesentlich
bei der in 9d) dargestellten Steuerstellung
"Diebstahlgesichert" ist die Tatsache, daß die steuerwellenseitige
Override-Kontur 11b außerhalb des Bewegungsbereichs 16 der
innenbetätigungsseitigen Override-Kontur 5b steht.
Damit ist gewährleistet, daß im Funktionszustand
"Diebstahlgesichert" ein Ausheben der Sperrklinke 1 auch
durch den Innenbetätigungshebel 5 nicht möglich
ist.
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Auch
bei dem in 8, 9 dargestellten Ausfülungsbeispiel
erfolgt eine Steuerung der Steuerwelle 11 zumindest zum
Teil im Blockbetrieb. Dies betrifft jedenfalls die Steuerstellungen
"Verriegelt" und "Diebstahlgesichert" (9b), 9d)). Hierfür weist die Steuerwelle 11 eine
Blockierkontur 11c auf, die mit einem Blockierelement 17 in
Eingriff bringbar ist. Hier und vorzugsweise ist das Blockierelement 17 verstellbar
ausgestaltet und in die Blockierstellung "Verriegelt" (9b)) und "Diebstahlgesichert" (9d)) bringbar. Für die Verstellung
des Blockierelements 17 ist ein weiterer Antriebsmotor 18 vorgesehen.
Grundsätzlich ist aber auch hier eine manuelle Verstellung
des Blockierelements 17 möglich. Das Blockierelement 17 kann
unmittelbar auf der Motorwelle 19 des Antriebsmotors 18 angeordnet
sein. Grundsätzlich ist aber auch denkbar, das Blockierelement 17 mit
dem Antriebsmotor 18 über ein Ritzel od. dgl.
antriebstechnisch zu koppeln.
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Durch
eine Verstellung des Blockierelements 17 lassen sich unterschiedliche
Blockierstellungen der Steuerwelle 11 realisieren. Bei
in der Blockierstellung "Verriegelt" befindlichem Blockierelement 17 wird
die Steuerwelle 11 in der Steuerstellung "Verriegelt" (9b)) blockiert. Bei in der Blockierstellung "Diebstahlgesichert"
befindlichem Blockierelement 17 wird die Steuerwelle 11 in
der Steuerstellung "Diebstahlgesichert" (9d))
blockiert. Letztlich übernimmt das Blockierelement 17 die
Funktion eines Diebstahlsicherungshebels, während der Antriebsmotor 18 die
Funktion eines Diebstahlsicherungsmotors übernimmt.
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Die
Steuerwelle 11 ist bei dem in 8, 9 dargestellten
und insoweit bevorzugten Ausführungsbeispiel ferner mit
einer Auswerfer-Kontur 11d ausgestattet, die bei einer
manuellen Verstellung der Steuerwelle 11 von der Steuerstellung
"Diebstahlgesichert" (9d)) in die
Steuerstellung "Entriegelt" 9a)) in Eingriff
mit dem Blockierelement 17 kommt und das Blockierelement 17 in
die Blockierstellung "Verriegelt" überführt. Dies
ist beispielsweise für den Fall vorteilhaft, daß der
Antriebsmotor 18 (Diebstahlsicherungsmotor) ausfällt
und eine manuelle Entriegelung, beispielsweise über einen Schließzylinder,
durchgeführt werden muß.
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Es
darf noch darauf hingewiesen werden, daß das oben beschriebene
Biege-Funktionselement 3 in bevorzugter Ausgestaltung derart
mit einem der beteiligten Verstellelemente 1, 4, 5,
vorzugsweise mit der Sperrklinke 1, dem Außenbetätigungshebel 4 oder
dem Innenbetätigungshebel 5 gekoppelt ist, daß das
Biege-Funktionselement 3 eine Vorspannung des jeweiligen
Verstellelements 1, 4, 5 bereitstellt. Diese
Doppelnutzung des Biege-Funktionselements 3 wurde weiter
oben im Zusammenhang mit einer Sperrklinkenfeder, einer Außenbetätigungshebelfeder
oder einen Innenbetätigungshebelfeder angesprochen.
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Die
Realisierung des Funktionszustands "Kindergesichert" ist mit dem
vorschlagsgemäßen Kraftfahrzeugschloß ebenfalls
denkbar, wie weiter unten noch gezeigt wird. Eine bevorzugte Variante sieht
dazu vor, daß ein weiteres Biege-Funktionselement 3 vorgesehen
ist, das ebenfalls von dem Steuerantrieb 10 verstellt wird.
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Die 10 bis 13 zeigen
eine weitere Ausführungsform eines vorschlagsgemäßen
Kraftfahrzeugschlosses, das grundsätzlich ähnlich
aufgebaut ist wie das in den 4 und 5 bzw.
in den 6 bis 9 dargestellte Kraftfahrzeugschloß.
In dieser Darstellung ist auch die oben angesprochene, der Sperrklinke 1 zugeordnete
Schloßfalle 1a gezeigt. Ferner ist auch hier eine
Schloßmechanik 2 vorgesehen, wobei die Schloßmechanik 2 einen
Außenbetätigungshebel 4 (in 13 nicht
dargestellt) und einen Innenbetätigungshebel 5 aufweist.
Wesentlich ist auch hier, daß ein Funktionselement 3 in obigem
Sinne vorgesehen ist, das als federelastisch biegbarer Draht oder
Streifen ausgestaltet ist und so als Biege-Funktionselement federelastisch
in unterschiedliche Funktionsstellungen biegbar ist.
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Bei
dem in den 10 bis 13 gezeigten Ausführungsbeispiel
ist auch ein Steuerantrieb 10 mit einer Steuerwelle 11 vorgesehen,
an der sich das zugeordnete Bie ge-Funktionselement 3 abstützt.
Weiter ist die Steuerwelle 11 ebenfalls mit einer Override-Kontur 11b in
obigem Sinne ausgestattet. Schließlich ist es auch hier
vorgesehen, daß die Steuerwelle 11 nicht nur in
die Steuerstellungen "Entriegelt" und "Verriegelt", sondern auch
in die Steuerstellung "Diebstahlgesichert" bringbar ist, in der
die Override-Kontur 11b gewissermaßen deaktiviert wird.
Die Steuerstellung "Diebstahlgesichert" (12) wird
auch hier im Blockbetrieb erreicht. Angesichts dieser nur eine Auswahl
bildenden Übereinstimmungen darf im Hinblick auf mögliche
Varianten und Vorteile in vollem Umfange auf die Erläuterungen zu
den in den 4 und 5 und entsprechend
6 bis 9 dargestellten Ausführungsbeispielen verwiesen werden.
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10 zeigt
den Funktionszustand "Entriegelt", in dem das Biege-Funktionselement 3 vorzugsweise
nicht ausgelenkt ist. Es läßt sich der Darstellung
entnehmen, daß der Außenbetätigungshebel 4 über
die Außenbetätigungs-Mitnehmerkontur 7 und der
Innenbetätigungshebel 5 über die Innenbetätigungs-Mitnehmerkontur 8 und
jeweils weiter über das Biege-Funktionselement 3 und
die Sperrklinken-Mitnehmerkontur 6 mit der Sperrklinke 1 gekuppelt
sind.
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Die 11 und 13 zeigen
den Funktionszustand "Verriegelt". Hier ist das Biege-Funktionselement 3 so
ausgelenkt, daß das Biege-Funktionselement 3 außer
Eingriff von der Außenbetätigungs-Mitnehmerkontur 7 und
der Innenbetätigungs-Mitnehmerkontur 8 steht.
Eine Betätigung des Innenbetätigungshebels 5 führt
zu einer Verstellung des Biege-Funktionselements 3 in die
Funktionsstellung "Entriegelt", wie noch im Zusammenhang mit der
Override-Kontur 11b erläutert wird.
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12 zeigt
den Funktionszustand "Diebstahlgesichert", der sich von dem Funktionszustand "Verriegelt"
wie erläutert dadurch unterscheidet, daß die steuerwellenseitige
Override-Kontur 11b außerhalb des Bewegungsbereichs
der innenbetätigungshebelseitigen Override-Kontur 5b gedreht
ist.
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Eine
Besonderheit zeigt sich bei dem in den 10 bis 13 dargestellten
Ausführungsbeispiel in der Realisierung der Außenbetätigungs-Mitnehmerkontur 7 und
der Innenbetätigungs-Mitnehmerkontur 8. Hier ist
es nämlich vorgesehen, daß die Außenbetätigungs-Mitnehmerkontur 7 und
die Innenbetätigungs-Mitnehmer kontur 8 jeweils
stegartig ausgestaltet sind und bezogen auf die Schwenkachse des Außenbetätigungshebels 4 bzw.
des Innenbetätigungshebels 5 entlang eines Kreisabschnitts
verlaufen. Dies ist in 13 für die Innenbetätigungs-Mitnehmerkontur 8 besonders
gut zu erkennen. Hier und vorzugsweise ist es weiter vorgesehen,
daß die Außenbetätigungs-Mitnehmerkontur 7 und
die Innenbetätigungs-Mitnehmerkontur 8 unmittelbar
nebeneinander verlaufen. Dies führt insgesamt zu einer
besonders kompakten Anordnung. Hierbei darf darauf hingewiesen werden,
daß eine solche Ausgestaltung auch nur für eine
der beiden Mitnehmerkonturen 7, 8 vorgesehen sein
kann.
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Bei
allen dargestellten und insoweit bevorzugten Ausführungsbeispielen
ist es vorgesehen, daß sich die Sperrklinken-Mitnehmerkontur 6,
die Außenbetätigungs-Mitnehmerkontur 7 und
die Innenbetätigungs-Mitnehmerkontur 8 im wesentlichen
parallel zu der Schwenkachse der Sperrklinke 1 bzw. des Außenbetätigungshebels 4 bzw.
des Innenbetätigungshebels 5 erstrecken. Auch
dies kann grundsätzlich nur für eine der genannten
Mitnehmerkonturen 6, 7, 8 vorgesehen
sein. Insbesondere können die Erstreckungshöhen
der Mitnehmerkonturen 6, 7, 8 unterschiedlich
sein, wie noch gezeigt wird.
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Eine
weitere Besonderheit ergibt sich bei dem in den 10 bis 13 dargestellten
Ausführungsbeispiel im Hinblick auf die Realisierung der Override-Kontur 11b,
die im obigem Sinne mit einer innenbetätigungshebelseitigen
Override-Kontur 5b zusammenwirkt. Hier und vorzugsweise
ist es vorgesehen, daß die steuerwellenseitige Override-Kontur 11b so
ausgestaltet ist, daß im Funktionszustand "Verriegelt"
bei einer Betätigung des Innenbetätigungshebels 5 die
innenbetätigungshebelseitige Override-Kontur 5b im
wesentlichen parallel zu der Steuerwellenachse 12 läuft
und die Steuerwelle 11 in die Steuerstellung "Entriegelt" überführt.
Dabei ist die steuerwellenseitige Override-Kontur 11b vorzugsweise
als entlang der Steuerwellenachse 12 verlaufende Anlaufschräge,
insbesondere als Abschnitt einer auf die Steuerwellenachse 12 ausgerichteten
Schneckenkontur ausgestaltet. Den Zustand, in dem die innenbetätigungshebelseitige
Override-Kontur 5b während der Betätigung
des Innenbetätigungshebels 5 gerade in Eingriff
mit der steuerwellenseitigen Override-Kontur 11b kommt,
zeigt die Darstellung in 13.
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Eine
weitere Besonderheit bei dem in den 10 bis 13 dargestellten
Ausführungsbeispiel besteht in der Ausgestaltung des Nockens 11a der Steuerwelle 11.
Dieser Nocken 11a ist nämlich so ausgestaltet,
daß sich für die Steuerstellungen "Entriegelt",
"Verriegelt" und "Diebstahlgesichert" aufgrund der Vorspannung des
Biege-Funktionselements 3 jeweils stabile Zustände
einstellen. Die Anordnung ist so getroffen, daß bei einer
Verstellung der Steuerwelle 11 zwischen diesen Steuerstellungen
jeweils eine erhöhte Auslenkung des Biege-Funktionselements 3 "überwunden"
werden muß. Dies wird dadurch realisiert, daß der
Nocken 11a mit entsprechenden Kanten 21, 22 ausgestattet
ist. Im Ergebnis bewirkt die Vorspannung des Biege-Funktionselements 3 zusammen
mit der Ausgestaltung des Nockens 11a ein Halten der Steuerwelle 11 in
der jeweiligen Steuerstellung.
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Auch
die motorische Verstellung der Steuerwelle 11 zeigt bei
dem in den 10 bis 13 dargestellten
Ausführungsbeispiel eine Besonderheit. Grundsätzlich
ist es auch hier so, daß die Steuerwelle 11 eine
Blockierkontur 11c aufweist, die mit einem Blockierelement 17 in
Eingriff bringbar ist. Auch hier sind die Steuerwelle 11 und
das Blockierelement 17 vorzugsweise motorisch verstellbar.
Dafür sind vorzugsweise zwei nicht dargestellte Antriebsmotoren vorgesehen,
deren Antriebswellen weiter vorzugsweise auf die Steuerwellenachse 12 bzw.
parallel zu der Steuerwellenachse 12 ausgerichtet sind.
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Das
Blockierelement 17 blockiert die Steuerwelle 11 zunächst
in der Steuerstellung "Verriegelt" und steht dafür in Eingriff
mit der Blockierkontur 11c. Zur Verstellung der Steuerwelle 11 in
die Steuerstellung "Diebstahlgesichert" wird das Blockierelement 17 ein
Stück in eine maulartige Ausformung der Blockierkontur 11c bewegt.
Daraufhin läßt sich die Steuerwelle 11 in
Richtung der Steuerstellung "Diebstahlgesichert" verstellen, bis
sich das Blockierelement 17 vorzugsweise in der maulartigen
Ausformung der Blockierkontur 11c verkantet und die weitere
Verstellung der Steuerwelle 11 blockiert.
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Die
obige Ausgestaltung der Blockierkontur 11c der Steuerwelle 11 mit
einer maulartigen Ausformung spart also einen zusätzlichen
Anschlag o. dgl., der hier durch das Verkanten des Blockierelements 17 ersetzt
wird.
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Die
obige maulartige Ausformung hat noch einen weiteren Vorteil. Sie
stellt nämlich auch eine im Zusammenhang mit dem in 8, 9 dargestellten
Ausführungsbeispiel erläuterte Auswerferkontur 11d bereit,
die bei einer manuellen Verstellung der Steuerwelle 11 von
der Steuerstellung "Diebstahlgesichert" (12) in
die Steuerstellung "Entriegelt" (10) das
Blockierelement 17 in die Blockierstellung "Verriegelt" überführt.
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Im übrigen
ist es hier so, daß in der Steuerstellung "Diebstahlgesichert"
die Override-Kontur 11b aus dem Bewegungsbereich der innenbetätigungsseitigen
Override-Kontur 5b herausgedreht ist. Dies entspricht im
wesentlichen dem Funktionsprinzip der in den 4 bis 9 dargestellten
Ausführungsbeispiele.
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Die
Ausgestaltung des Nockens 11a der Steuerwelle 11 ist
schließlich insoweit vorteilhaft, als ihm seitlich eine
Schulter 23 zugeordnet ist, die verhindert, daß das
Biege-Funktionselement 3 seitlich vom Nocken 11a springt.
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Es
wurde schon darauf hingewiesen, daß sich das vorschlagsgemäße
Kraftfahrzeugschloß ohne weiteres mit einer Kindersicherungsfunktion ausstatten
läßt. Hierzu zeigen die 14 und 15 ausgewählte
Komponenten eines Steuerantriebs 10, insbesondere die Steuerwelle 11 eines
Kraftfahrzeugschlosses, das im übrigen der in den 10 bis 13 gezeigten
Ausgestaltung entspricht.
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Auch
die in den 14 und 15 dargestellte
Steuerwelle 11 arbeitet grundsätzlich wie die
in den 10 bis 13 gezeigte
Steuerwelle 11. Entsprechend ist sie mit einem nur schematisch
dargestellten Nocken 11a für den Eingriff mit
dem Biege-Funktionselement 3 ausgestattet. Eine Override-Kontur 11b sowie
eine Blockierkontur 11c in obigem Sinne sind zwar grundsätzlich
vorgesehen, hier aber nicht dargestellt.
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Bei
dem in den 14 und 15 dargestellten
Ausführungsbeispiel ist es vorgesehen, daß die
Schloßmechanik 2 in obigem Sinne parallel in den Funktionszustand
"Kindergesichert" bringbar ist und daß dadurch die Funktionsstellung
"Entriegelt" automatisch in die Funktionsstellung 'Entriegelt-Kindergesichert" übergeht.
Dies bedeutet, daß eine Verstellung der Steuerwelle 11 in
die Steuerstellung 'Entriegelt" eine Verstellung des Biege-Funktionselements 3 nicht
in die Funktionsstellung "Entriegelt", sondern in die Funktionsstellung
"Entriegelt-Kindergesichert" bewirkt.
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In
der Funktionsstellung "Entriegelt-Kindergesichert" ist der Innenbetätigungshebel 5 von
der Sperrklinke 1 entkuppelt und der Außenbetätigungshebel 4 mit
der Sperrklinke 1 gekuppelt. In der Schloßmechanik 2 sind
also Maßnahmen dafür getroffen, daß im
Funktionszustand "Kindergesichert" ein Entriegelungsvorgang automatisch
eine Überführung des Biege-Funktionselements 3 in
die Funktionsstellung "Entriegelt-Kindergesichert" bewirkt. Vorzugsweise
liegt die Funktionsstellung "Entriegelt-Kindergesichert" zwischen
der Funktionsstellung "Entriegelt" und der Funktionsstellung "Verriegelt".
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Die
Funktionsstellung "Entriegelt-Kindergesichert" des Biege-Funktionselements 3 ist
schematisch in 15c) dargestellt. Dabei ist
zu erkennen, daß die Außenbetätigungs-Mitnehmerkontur 7 und die
Innenbetätigungs-Mitnehmerkontur 8 so ausgelegt
sind, daß in dieser Funktionsstellung das Biege-Funktionselement 3 außer
Eingriff mit der Innenbetätigungs-Mitnehmerkontur 8 steht
und der Innenbetätigungshebel 5 von der Sperrklinke 1 entkuppelt ist
und daß der Außenbetätigungshebel 4 über
die Außenbetätigungs-Mitnehmerkontur 7,
das Biege-Funktionselement 3 und die Sperrklinken-Mitnehmerkontur 6 mit
der Sperrklinke 1 gekuppelt ist. Diese selektive Kupplung
der beiden obigen Mitnehmerkonturen 7, 8 wird
dadurch realisiert, daß in Auslenkrichtung des Biege-Funktionselements 3 gesehen die
Außenbetätigungs-Mitnehmerkontur 7 eine
größere Erstreckungshöhe als die Innenbetätigungs-Mitnehmerkontur 8 aufweist.
Dies läßt sich der Darstellung in 15 entnehmen.
Die Mitnehmerkonturen 6, 7, 8 sind in 14 nicht
dargestellt.
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Die 14 und 15 zeigen
eine besonders kompakte Realisierung des Funktionszustands "Kindergesichert".
Hierfür ist ein weiteres Funktionselement vorgesehen, nämlich
ein für sich verstellbares Kindersicherungselement 20,
das zwischen einer Stellung "Kindergesichert" (15c))
und einer Stellung "Kinderentsichert" (15a),
b)) verstellbar ist. Diese Verstellung des Kindersicherungselements 20 entspricht
dem Einlegen der Funktionszustände "Kindergesichert" und
"Kinderentsichert".
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Im
Funktionszustand "Kindergesichert" hält das Kindersicherungselement 20 das
Biege-Funktionselement 3 bei einer Verstellung der Steuerwelle 11 in
die Steuerstellung "Entriegelt" in der der Funktionsstellung "Entriegelt"
vorgelagerten Funktionsstellung "Entriegelt-Kindergesichert". Dies
bedeutet, daß im Funktionszustand "Kindergesichert" die
Steuerwelle 11 in alle möglichen Steuerstellungen
bringbar ist, wobei die Einstellung der Steuerstellung "Entriegelt"
dazu führt, daß das Biege-Funktionselement 3 in
der vorgelagerten Funktionsstellung "Entriegelt-Kindergesichert"
gehalten wird.
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Bei
der Verstellung der Steuerwelle 11 in die Steuerstellung
"Verriegelt" wird bei eingelegter Kindersicherung das Biege-Funktionselement 3 unverändert
in die Funktionsstellung "Verriegelt" verstellt. Das Betätigen
des Innenbetätigungshebels 5 bewirkt über
die Override-Kontur 11b auch einen Entriegelungsvorgang.
Dabei fällt das Biege-Funktionselement 3 aber
wieder nur in die vorgelagerte Funktionsstellung "Entriegelt-Kindergesichert",
so daß ein Ausheben der Sperrklinke 1 mittels
des Innenbetätigungshebels 5 nicht möglich
ist.
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Für
die konstruktive Realisierung des Kindersicherungselements 20 sind
eine Reihe von vorteilhaften Varianten denkbar. Bei einer besonders
bevorzugten Ausgestaltung ist es vorgesehen, daß das Kindersicherungselement 20 als
Kindersicherungswelle ausgestaltet ist, wobei die Kindersicherungswelle 20 weiter
vorzugsweise auf die Steuerwellenachse 12 ausgerichtet
ist. Dies ist in den 14 und 15 dargestellt.
Dabei führt es zu einer besonders kompakten Anordnung,
wenn die Kindersicherungswelle 20 zumindest teilweise in
die Steuerwelle 11 integriert ist. Hier und vorzugsweise
ist die Kindersicherungswelle 20 sogar vollständig
in die Steuerwelle 11 integriert, wobei die Kindersicherungswelle 20 in
einer Aussparung 24 in der Steuerwelle 11 angeordnet
ist.
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Für
den Eingriff der Kindersicherungswelle 20 mit dem Biege-Funktionselement 3 kann
es vorteilhaft sein, die Kindersicherungswelle 20 nach
Art einer Nockenwelle auszugestalten, und zwar derart, daß sich
das zugeordnete Biege-Funktionselement 3 an der Nockenwelle
abstützt. Bei dem in den 14 und 15 dargestellten
und insoweit bevorzugten Ausführungsbeispiel ist es allerdings
so, daß die Kindersicherungswelle 20 nach Art
einer Kurbelwelle ausgestaltet ist und daß sich das zugeordnete
Biege-Funktionselement 3 an der Kurbelwelle 20 abstützt.
Hierbei ist es so, daß die Kurbelwelle 20 einen Eingriffsabschnitt 20a aufweist,
der entsprechend mit dem Biege-Funktionselement 3 in Eingriff
bringbar ist. Die Kindersicherungswelle 20 ist fertigungstechnisch
vorteilhaft einstückig, insbesondere als gebogener Draht
o. dgl., ausgestaltet.
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Das
Kindersicherungselement 20 läßt sich wie
erläutert in die Stellung "Kindergesichert" und in die
Stellung "Kinderentsichert" bringen. Hierfür ist dem Kindersicherungselement 20 ein
Verstellabschnitt 20b zugeordnet, über den das
Kindersicherungselement 20 verstellbar ist. Beispielsweise
ist dieser Verstellabschnitt 20b mit einem von der Stirnseite
einer Seitentür her zugänglichen Kindersicherungsschalter
oder mit einem Kindersicherungsantrieb gekoppelt.
-
Aus
einer Zusammenschau der Darstellungen in 15 geht
ferner hervor, daß das in der Stellung "Kinderentsichert"
befindliche Kindersicherungselement 20 die Verstellung
des Biege-Funktionselements 3 nicht beeinflußt.
Das Biege-Funktionselement 3 läßt sich
in die Funktionsstellung "Entriegelt" (15a)),
in die Funktionsstellung "Verriegelt" (15b))
und in die nicht dargestellte Funktionsstellung "Diebstahlgesichert"
bringen. Anders sieht es aus, wenn der Funktionszustand "Kindergesichert"
eingestellt ist, wie 15c) zeigt. Hier
steht die Steuerwelle 11 in der Steuerstellung "Entriegelt". Das
Biege-Funktionselement 3 erreicht die Funktionsstellung
"Entriegelt" allerdings nicht, sondern wird durch das Kindersicherungselement 20 automatisch im
Funktionszustand "Entriegelt-Kindergesichert" gehalten. Das sich
daraus ergebende Funktionsverhalten wurde weiter oben erläutert.
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Bei
allen dargestellten Ausführungsbeispielen ist es vorzugsweise
so, daß die Steuerwelle 11 aus einem Kunststoffmaterial
hergestellt ist, das eine möglichst hohe Harte aufweist.
Gleichzeitig sind die Materialien so zu wählen, daß zwischen
dem Biege-Funktionselement 3 und der Steuerwelle 11 möglichst
wenig Reibung entsteht.
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Sofern
die Speerklinken-Mitnehmerkontur 6 zwei oder mehrere, oben
angesprochene Lagerböcke 6a, 6b aufweist,
ist es vorzugsweise so, daß in Richtung der Auslenkung
des Biege-Funktionselements 3 gesehen die Erstreckungshöhe
der beiden Lagerböcke 6a, 6b unterschiedlich
ist. Vorzugsweise liegen die Obersei ten der Lagerböcke 6a, 6b auf
einer Geraden, die im wesentlichen parallel zu dem vollständig
ausgelenkten Biege-Funktionselement 3 ausgerichtet ist.
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Eine
weitere Optimierung des vorschlagsgemäßen Kraftfahrzeugschlosses
besteht darin, daß die Steuerwelle 11 eine weitere
Kontur aufweist, die einer Schloßnuß o. dgl. zugeordnet
sein kann. Eine solche zusätzliche Kontur läßt
sich grundsätzlich mit wenig Aufwand und hoher Kompaktheit
realisieren.
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Eine
bevorzugte Ausgestaltung, die im Bereich der Notbetätigung
Anwendung finden kann, besteht darin, daß das Biege-Funktionselement 3 stets im
Bewegungsbereich eines Notbetätigungshebels liegt, und
zwar unabhängig von der Funktionsstellung des Biege-Funktionselements 3.
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Mit
den obigen Erläuterungen konnte gezeigt werden, daß die
Ausgestaltung eines Funktionselements 3 als Biege-Funktionselement
mit einfachen konstruktiven Mitteln realisierbar ist. Eine zusätzliche Lagerung
des Biege-Funktionselements 3 ist nicht erforderlich. Entsprechend
sind auch Reibungsverluste kaum vorhanden. Besondere Vorteile ergeben sich
bei der Verwendung des Biege-Funktionselements 3 ferner
im Hinblick auf eine ggf. entstehende Vereisung des Kraftfahrzeugschlosses,
die oftmals zu einer Blockierung von konventionell gelagerten Hebeln
führen. Eine solche Blockierung ist bei dem vorschlagsgemäßen
Biege-Funktionselement 3 nahezu ausgeschlossen.
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Ferner
läßt sich bei der Ausgestaltung eines Funktionselements 3 als
Biege-Funktionselement der aktuelle Funktionszustand der Schloßmechanik 2 auf
einfache Weise steuerungstechnisch ermitteln. Hierfür ist
vorzugsweise eine Detektionseinrichtung 25 vorgesehen,
wobei die Anordnung vorzugsweise so getroffen ist, daß mit
der Detektionseinrichtung 25 eine Auslenkung des Biege-Funktionselements 3 ermittelbar
ist. Hierfür weist die Detektionseinrichtung 25 vorzugsweise
einen elektrischen Schalter 26 auf. In besonders bevorzugter
Ausgestaltung handelt es sich bei dem Schalter 26 nicht
um einen zusätzlichen Schalter. Vielmehr ist das Funktions-Biegeelement 3 vorzugsweise
als integraler Bestandteil des Schalters 26 ausgestaltet.
Damit ist gemeint, daß das Biege-Funktionselement 3 nicht
nur räumlich zumindest zum Teil mit dem Schalter 26 zusammenfällt,
sondern, daß das Biege-Funktionselement 3 zumindest einen
Teil der Funktion des elektrischen Schalters 26 bereitstellt.
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Eine
einfache Realisierung ergibt sich dadurch, daß der elektrische
Schalter 26 ein bewegliches Schaltelement aufweist, das
bei einem Schaltvorgang mit mindestens einem zugeordneten Schaltkontakt 27 in
oder außer Eingriff kommt, wobei hier das Biege-Funktionselement 3 das
Schaltelement des Schalters 26 bereitstellt. Hier wird
die Doppelnutzung des Biege-Funktionselements 3 besonders deutlich.
Einerseits nimmt das Biege-Funktionselement 3 eine Funktion
im Rahmen der mechanischen Funktionsstruktur des Kraftfahrzeugschlosses (Kupplungsfunktion)
wahr. Andererseits stellt das Biege-Funktionselement 3 das
Schaltelement des elektrischen Schalters 26 der Detektionseinrichtung 25 bereit.
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Den
grundsätzlichen Aufbau der vorschlagsgemäßen
Detektionseinrichtung 25 zeigen die 16 und 17.
Die dort gezeigte Anordnung entspricht von der mechanischen Funktion
her dem in den 1 bis 3 dargestellten
Ausführungsbeispiel. Insoweit darf auf die obigen Ausführungen
verwiesen werden.
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Im
nicht ausgelenkten, in 16 dargestellten Funktionszustand
"Entriegelt" steht das Biege-Funktionselement 3, das das
bewegliche Schaltelement des Schalters 26 bereitstellt,
in Eingriff mit dem Schaltkontakt 27. Ferner ist das Biege-Funktionselement 3 über
einen stationären Kontakt 28 elektrisch mit der
Detektionseinrichtung 25 im übrigen verbunden.
Sowohl der Schaltkontakt 27 als auch der stationäre
Kontakt 28 sind hier und vorzugsweise über eine
Leiteranordnung 29 mit einer optionalen Auswerteeinheit 30 verbunden.
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Auf
eine Auswerteeinheit 30 kann auch verzichtet werden. Dabei
ist es vorzugsweise so, daß der elektrische Schalter 26 der
Detektionseinrichtung 25 direkt in den Laststromkreis eines
zugeordneten elektrischen Antriebs, einer zugeordneten elektrischen
Lampe o. dgl. geschaltet ist. Dann schaltet der elektrische Schalter 26 entsprechend
Laststrom. Es kann aber auch vorteilhaft sein, daß der
elektrische Schalter 26 nicht direkt, sondern indirekt,
nämlich über ein Relais oder eine Verstärkerstufe
in den Laststromkreis eines entsprechenden Verbrauchers geschaltet
ist.
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Aus
der Darstellung in 16 wird deutlich, daß eine
Auslenkung des Biege-Funktionselements 3, die ein Entriegeln
des Kraftfahrzeugschlosses bewirkt, die Kontaktierung des Biege-Funktionselements 3 mit
dem Schaltkontakt 27 aufhebt. So läßt sich
auf einfache Weise die Auslenkung des Biege-Funktionselements 3 und
damit der aktuelle Funktionszustand der Schloßmechanik 2 ermitteln.
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Eine
besonders in fertigungstechnischer Hinsicht vorteilhafte Ausgestaltung
sieht vor, daß ein vorzugsweise in das Schloßgehäuse
integriertes Stanzgitter vorgesehen ist. Ein solches Stanzgitter
wird bei Kraftfahrzeugschlössern regelmäßig
zur Kontaktierung von Antrieben und Sensoren eingesetzt. Hier und
vorzugsweise ist es so, daß der mindestens eine Schaltkontakt 27 durch
das Stanzgitter, weiter vorzugsweise durch aus dem Schloßgehäuse
herausragende Stanzgitterzungen, bereitgestellt wird. Dies hat insbesondere
den Vorteil, daß auf einfache Weise eine hohe mechanische
Stabilität des mindestens einen Schaltkontakts 27 gewährleistet
ist.
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Nach
einer weiteren Lehre, der ebenfalls eigenständige Bedeutung
zukommt, wird der Steuerantrieb 10 als solcher beansprucht.
Alle oben angesprochenen Varianten des Öffnungsantriebs 10 gelten
für diese weitere Lehre in vollem Umfange.
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Neben
der oben angesprochenen leichten Realisierbarkeit besteht ein besonderer
Vorteil des vorschlagsgemäßen Steuerantriebs 10 darin,
daß eine Abfrage der jeweiligen Steuerstellung auf einfache
Weise möglich ist, indem ein entsprechender Sensor der
Steuerwelle 11 zugeordnet wird. Der Sensor kann als einfacher
Mikroschalter, ggf. als mehrstufiger Mikroschalter, ausgestaltet
sein.
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Wenn
es in der voranstehenden Beschreibung und in den Schutzansprüchen
Innenbetätigungshebel und Außenbetätigungshebel
heißt, so sind darunter auch alle Zwischenhebel zu verstehen, die
in einem der betroffenen Kraftübertragungszüge angeordnet
sind.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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