DE102008003249B4 - Schrankenanlage - Google Patents
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Abstract
Schrankenanlage mit mindestens einem ersten und einem zweiten Holm (1, 2), die zumindest im Wesentlichen horizontal angeordnet und teleskopartig ineinander verfahrbar sind, wobei zum Schließen und Öffnen der Schrankenanlage der zweite Holm (2) mittels einer elektromotorischen Antriebseinrichtung mit einem Elektromotor aus dem ersten Holm (1) ausfahrbar bzw. in diesen einfahrbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass: der zweite Holm (2) eine sich im Wesentlichen entlang seiner Länge erstreckende Zahnstange (35) und ein im Querschnitt im Wesentlichen U-förmiges Profil aufweist, dessen Öffnung nach unten gerichtet ist, wobei die Zahnstange (35) zwischen Schenkeln (24, 25) des im Wesentlichen U-förmigen Profils angeordnet ist und mit einem durch den Elektromotor angetriebenen Zahnrad (34) eingreift.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Schrankenanlage mit mindestens einem ersten und einem zweiten Holm, die zumindest im Wesentlichen horizontal angeordnet und teleskopartig ineinander verfahrbar sind, wobei zum Schließen und Öffnen der Schrankenanlage der zweite Holm mittels einer elektromotorischen Antriebseinrichtung mit einem Elektromotor aus dem ersten Holm ausfahrbar bzw. in diesen einfahrbar ist.
- Schrankenanlagen sind allgemein bekannt und finden verbreiteten Einsatz z. B. an Zufahrten zu Parkplätze, Parkhäusern, Firmengeländen usw.. Sie weisen einen im Allgemeinen elektromotorisch betätigten Schrankenbaum oder Schlagbaum auf, der sich öffnet, wenn der Fahrer eines Fahrzeugs z. B. eine Parkkarte gezogen oder sich in anderer Weise legitimiert hat.
- Bei einer besonders verbreiteten Bauart wird der Schrankenbaum zum Freigeben der Zufahrt aus einer horizontalen Stellung in eine mehr oder weniger vertikale Stellung nach oben geschwenkt. Schrankenanlagen dieser Art lassen sich im Allgemeinen nur unzureichend gegen Vandalismus schützen, da der Schrankenbaum oder Schlagbaum aufgrund seiner leichten Bauart und des langen Hebels bis zu seiner Schwenkbefestigung relativ einfach verbogen oder abgebrochen oder die Schwenkbefestigung an sich beschädigt werden kann.
- Aus der
, derFR 2 852 336 A1 und derUS 2002/0152682 A1 US 6,618,993 B2 sind hingegen Schrankenanlagen bekannt, die in einer im Wesentlichen horizontalen Richtung teleskopartig aus- und einfahrbar sind. DieUS 4,825,192 offenbart eine in horizontaler Richtung teleskopartig aus- und einfahrbare Absprerreinrichtung an einem Schulbus zur Absperrung des Gegenverkehrs bei einem Halt des Busses. - Aus der
DE 35 14 626 A1 und der sind Absperrpfosten bekannt, die in vertikaler Richtung mittels einer Zahnstange und eines Zahnrades bzw. mittels eines Ketten-, Riemen- oder Zahnstangentriebes aus- und einfahrbar sind.CH 644 418 A5 - Eine Aufgabe, die der Erfindung zu Grunde liegt, besteht darin, eine Schrankenanlage der eingangs genannten Art zu schaffen, die gut gegen Vandalismus geschützt ist und auch bei widrigen Wettereinflüssen wie Eis und Schnee zuverlässig betrieben werden kann.
- Gelöst wird diese Aufgabe bei einer Schrankenanlage der eingangs genannten Art gemäß Anspruch 1 dadurch, dass der zweite Holm eine sich im Wesentlichen entlang seiner Länge erstreckende Zahnstange und ein im Querschnitt im Wesentlichen U-förmiges Profil aufweist, dessen Öffnung nach unten gerichtet ist, wobei die Zahnstange zwischen Schenkeln des im Wesentlichen U-förmigen Profils angeordnet ist und mit einem durch den Elektromotor angetriebenen Zahnrad eingreift.
- Aufgrund der Tatsache, dass die erfindungsgemäße Schrankenanlage zum Schließen und Öffnen keine Schwenkbewegung ausführt und somit auch keine Schwenkbefestigung wie bei den oben genannten Schrankenanlagen vorhanden ist, braucht der zweite Holm nicht in leichter Bauart ausgeführt zu werden, sondern kann wesentlich schwerer und damit auch stabiler sein. Ferner kann die Bemessung so vorgenommen werden, dass sich der zweite Holm auch in ausgefahrenem Zustand noch mit einem wesentlichen Teil seiner Länge in dem ersten Holm befindet, so dass insgesamt ein Abbrechen des zweiten Holms mit der Hand nahezu unmöglich ist.
- Gegebenenfalls kann die Schrankenanlage auch drei oder mehr teleskopartig ineinander verfahrbare Holme aufweisen.
- Ein besonderer Vorteil dieser Lösung besteht darin, dass die Schrankenanlage auch bei niedrigeren Zufahrten und/oder solchen Zufahrten eingesetzt werden kann, bei denen kein ausreichender Platz für ein vertikales Schwenken des Schrankenbaums zur Verfügung steht.
- Die Unteransprüche haben vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung zum Inhalt.
- Die Unteransprüche 2 und 3 betreffen dabei im Wesentlichen die Ausgestaltung des ersten und zweiten Holms sowie den Antrieb zum Öffnen und Schließen der Schranke, während die Ansprüche 4 bis 10 im Wesentlichen auf die Art und Weise der Führung des zweiten Holms innerhalb des ersten Holms gerichtet sind.
- Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung einer beispielhaften und bevorzugten Ausführungsform anhand der Zeichnung. Es zeigt:
-
1 eine schematische Seitenansicht einer solchen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schrankenanlage; -
2 eine Stirnansicht gemäß Pfeil A in1 ; -
3 eine Draufsicht gemäß Pfeil B in1 ; -
4 eine erste dreidimensionale Ansicht einer Führungseinheit der Schrankenanlage; -
5 eine zweite dreidimensionale Ansicht der Führungseinheit gemäß4 ; und -
6 einen schematischen Querschnitt durch die Führungseinheit gemäß Pfeil C in1 . - Die Ansichten der
1 bis3 zeigen wesentliche Komponenten der erfindungsgemäßen Schrankenanlage, deren Schrankenbaum horizontal und teleskopartig aus- und einfahrbar ist. Die Schrankenanlage umfasst zu diesem Zweck einen äußeren esten Holm1 sowie einen aus diesem ausfahrbaren bzw. in diesen einfahrbaren inneren zweiten Holm2 , mit dem z. B. die Durchfahrt für ein Fahrzeug gesperrt beziehungsweise freigegeben wird. Der äußere Holm1 ruht auf einem Schrankenfuß5 . - Der innere Holm
2 wird mittels einer elektromotorischen Antriebseinrichtung aus dem äußeren Holm1 aus- und in diesen eingefahren. Eine solche Antriebseinrichtung umfasst zu diesem Zweck einen elektrischen Motor mit einem Antriebsrad31 , einen Antriebsriemen (ggf. auch Antriebskette oder Zahnriemen)32 , ein dadurch angetriebenes Rad33 (in1 nicht dargestellt), ein Zahnrad34 , das zusammen mit dem Rad33 auf einer gemeinsamen Welle33a (in1 nicht dargestellt) befestigt ist, sowie eine entlang des inneren Holms2 verlaufende und an diesem befestigte Zahnstange35 . - Eine Drehung des Motors sowie des Antriebsrades
31 wird über den Antriebsriemen32 und das Rad33 auf das Zahnrad34 übertragen, das mit der Zahnstange35 eingreift, so dass je nach Drehrichtung des Motors der innere Holm2 gemäß dem Doppelpfeil F aus dem äußeren Holm1 aus- beziehungsweise in diesen eingefahren wird. - Zur Führung des inneren Holms
2 in dem äußeren Holm1 ist zum einen eine in dem äußeren Holm1 befestigte Führungseinheit4 vorgesehen, die sich im Bereich der Öffnung des äußeren Holms1 , aus der der innere Holm2 ausgefahren wird, befindet. - Zum anderen weist der innere Holm
2 im Bereich seines der Öffnung des äußeren Holms1 gegenüber liegenden Endes eine erste und eine zweite Rolle21 ,22 auf, die an der oberen beziehungsweise unteren Innenwand des äußeren Holms1 abrollen, wenn der innere Holm2 verfahren wird. - In der Führungseinheit
4 ist im Bereich ihres an der Öffnung des äußeren Holms1 liegenden Endes eine erste und eine zweite Führungsrolle41 ,42 und im Bereich ihres gegenüberliegenden Endes eine dritte und eine vierte Führungsrolle43 ,44 drehbar gelagert. Die erste und die dritte Führungsrolle41 ,43 führen den inneren Holm2 von oben, während die zweite und die vierte Führungsrolle42 ,44 den inneren Holm2 von unten abstützen. An der Führungseinheit4 ist auch die Welle33a , auf der das Rad33 und das Zahnrad34 befestigt ist, drehbar gelagert, und zwar in der Weise, dass das Zahnrad34 mit der Zahnstange35 an dem inneren Holm2 eingreift. - An dem äußeren Holm
1 der Schrankenanlage ist schließlich vorzugsweise eine Ampel6 befestigt, mit der das Ein- und Ausfahren des inneren Holm2 signalisiert wird. -
2 zeigt eine Stirnansicht gemäß Pfeil A in1 . In dieser Figur sind schematisch der äußere Holm1 , der innere Holm2 , der Schrankenfuß5 sowie die Ampel6 erkennbar. - Die in
3 gezeigte Draufsicht gemäß Pfeil B in1 zeigt ebenfalls den äußeren Holm1 , den inneren Holm2 sowie den Schrankenfuß5 und insbesondere dessen Fußplatten, mit denen die Schrankenanlage auf dem Boden verankert wird. -
4 zeigt eine dreidimensionale Ansicht der Führungseinheit4 sowie des durch diese geführten inneren Holms2 . Ferner ist in dieser Darstellung die erste und die zweite Rolle21 ,22 gezeigt, die im Bereich des Endes des inneren Holms2 angeordnet sind, das im Inneren des äußeren Holms1 liegt. Schließlich ist auch die in der Führungseinheit4 drehbar gelagerte dritte und vierte Führungsrolle43 ,44 zu erkennen. -
5 zeigt die Führungseinheit4 von der anderen Seite, wobei neben der dritten und der vierten Führungsrolle43 ,44 auch die erste und die zweite Führungsrolle41 ,42 zu erkennen ist. Schließlich ist in dieser Darstellung auch das durch den Antriebsriemen32 angetriebene Rad33 (um das der Antriebsriemen32 gelegt ist) angedeutet. -
6 zeigt in vergrößerter Darstellung einen schematischen Querschnitt durch die Führungseinheit4 entlang der mit dem Pfeil C bezeichneten Linie in1 . In6 sind wiederum die dritte und die vierte Führungsrolle43 ,44 sowie der zwischen diesen geführte innere Holm2 dargestellt. - Aus dieser Darstellung wird deutlich, dass der innere Holm
2 ein im Querschnitt U-förmiges Profil aufweist, dessen Öffnung nach unten gerichtet ist. Im Einzelnen umfasst der innere Holm2 einen horizontalen Abschnitt23 , von dem aus sich zwei Schenkel24 ,25 nach unten erstrecken. Zum Zwecke der Gewichtsersparnis ist der innere Holm2 vorzugsweise als Hohlprofil ausgebildet. - Zur Gewährleistung einer sicheren Führung des inneren Holms
2 auch in seitlicher Richtung erstrecken sich die beiden Schenkel24 ,25 mit ihrer Breite jeweils zwischen entsprechend bemessene radiale Vertiefungen441 ,442 in der vierten (sowie entsprechend auch in der zweiten) Führungsrolle44 (42 ). - Der horizontale Abschnitt
23 des inneren Holms2 wird in seitlicher Richtung zwischen entsprechend axial beabstandeten Seitenteilen431 ,432 der dritten (sowie der ersten) Führungsrolle43 (41 ) geführt. - Weiterhin ist in dieser Darstellung das durch den Antriebsriemen
32 angetriebene Rad33 dargestellt, das auf der gemeinsamen Achse33a mit dem Zahnrad34 befestigt ist. Das Zahnrad34 greift mit der Zahnstange35 ein, die an der Unterseite des horizontalen Abschnitts23 , d. h. zwischen den Schenkeln24 ,25 , an dem inneren Holm2 befestigt ist. Somit wird eine Drehbewegung des Motors auf das Zahnrad34 übertragen, und der innere Holm2 kann durch Eingriff des Zahnrades34 mit der Zahnstange35 aus dem äußeren Holm1 ausgefahren und in diesen eingefahren werden.
Claims (10)
- Schrankenanlage mit mindestens einem ersten und einem zweiten Holm (
1 ,2 ), die zumindest im Wesentlichen horizontal angeordnet und teleskopartig ineinander verfahrbar sind, wobei zum Schließen und Öffnen der Schrankenanlage der zweite Holm (2 ) mittels einer elektromotorischen Antriebseinrichtung mit einem Elektromotor aus dem ersten Holm (1 ) ausfahrbar bzw. in diesen einfahrbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass: der zweite Holm (2 ) eine sich im Wesentlichen entlang seiner Länge erstreckende Zahnstange (35 ) und ein im Querschnitt im Wesentlichen U-förmiges Profil aufweist, dessen Öffnung nach unten gerichtet ist, wobei die Zahnstange (35 ) zwischen Schenkeln (24 ,25 ) des im Wesentlichen U-förmigen Profils angeordnet ist und mit einem durch den Elektromotor angetriebenen Zahnrad (34 ) eingreift. - Schrankenanlage nach Anspruch 1, bei der der erste Holm ein äußerer Holm (
1 ) und der zweite Holm ein innerer Holm (2 ) ist, der in dem äußeren Holm (1 ) teleskopartig geführt ist. - Schrankenanlage nach Anspruch 1, bei der das Zahnrad (
34 ) über einen Antriebsriemen (32 ) gedreht wird, der über ein durch den Motor gedrehtes Antriebsrad (31 ) und ein auf einer Welle (33a ) befestigtes Rad (33 ) geführt ist, wobei das Zahnrad (34 ) ebenfalls auf der Welle (33a ) befestigt ist. - Schrankenanlage nach Anspruch 2, mit einer Führungseinheit (
4 ) zur Führung des inneren Holms (2 ), die in dem äußeren Holm (1 ) befestigt ist. - Schrankenanlage nach Anspruch 4, bei der die Führungseinheit (
4 ) im Bereich der Öffnung des äußeren Holms (1 ) angeordnet ist, und der innere Holm (2 ) im Bereich seines der Öffnung des äußeren Holms (1 ) gegenüber liegenden Endes eine erste und eine zweite Rolle (21 ,22 ) aufweist, die an einer oberen bzw. unteren Innenwand des äußeren Holms (1 ) abrollen. - Schrankenanlage nach Anspruch 4, bei der die Führungseinheit (
4 ) eine erste bis vierte Führungsrolle (41 ,42 ,43 ,44 ) aufweist, die zur Führung des inneren Holms (2 ) oberhalb bzw. unterhalb des inneren Holms (2 ) in der Führungseinheit (4 ) drehbar gelagert sind. - Schrankenanlage nach Anspruch 6, bei der das mit der Zahnstange (
35 ) eingreifende Zahnrad (34 ) sowie ein Rad (33 ), über das ein Antriebsriemen (32 ) geführt ist, an einer in der Führungseinheit (4 ) drehbar gelagerten Welle (33a ) befestigt sind. - Schrankenanlage nach Anspruch 6, bei der sich zur Führung des inneren Holms (
2 ) in seitlicher Richtung die beiden Schenkel (24 ,25 ) des U-förmigen Profils mit ihrer Breite jeweils zwischen entsprechend bemessene radiale Vertiefungen (441 ,442 ) in der vierten bzw. zweiten Führungsrolle (44 ;42 ) erstrecken. - Schrankenanlage nach Anspruch 6, bei der das U-förmige Profil des inneren Holms (
2 ) einen horizontalen Abschnitt (23 ) aufweist, der zwischen entsprechend axial beabstandeten Seitenteilen (431 ,432 ) der dritten bzw. der ersten Führungsrolle (43 ;41 ) geführt wird. - Schrankenanlage nach Anspruch 1, bei der das U-förmige Profil ein Hohlprofil ist.
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