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Die
Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Bildung einer Blockier- oder Metalloxidschichtstruktur
auf einem Substrat sowie auf ein zugehöriges Verfahren zur Herstellung
eines Halbleiterbauelements.
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Halbleiterspeicherbauelemente
beinhalten flüchtige
Speicherbauelemente und nichtflüchtige Speicherbauelemente.
Im Allgemeinen beinhalten die flüchtigen
Speicherbauelemente dynamische Speicherbauelemente mit wahlfreiem
Zugriff (DRAM-Bauelemente) und statische Speicherbauelemente mit
wahlfreiem Zugriff (SRAM-Bauelemente). Die nicht-flüchtigen
Speicherbauelemente beinhalten löschbare
programmierbare Festwertspeicher(EPROM)-Bauelemente, elektrisch
löschbare programmierbare
Festwertspeicher(EEPROM)-Bauelemente und Flash-Speicherbauelemente. Wenn die Leistung
ausgeschaltet wird, verlieren die flüchtigen Speicherbauelemente
Daten, die nichtflüchtigen Speicherbauelemente
halten jedoch gespeicherte Daten.
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Die
Flash-Speicherbauelemente können
des Weiteren in Speicherbauelemente vom Typ mit floatendem Gate
und Speicherbauelemente vom Typ mit floatender Einfangstelle klassifiziert
werden. Ein Speicherbauelement vom Typ mit floatendem Gate speichert
und löscht
Daten durch Speichern freier Ladungen in oder Entfernen freier Ladungen
aus einem floatenden Gate. Ein Speicherbauelement vom Typ mit floatender
Einfangstelle speichert oder löscht
Daten durch Speichern von Elektronen oder Löchern in einer Ladungseinfangschicht.
Während
der Herstellung eines Speicherbauelements vom Typ mit floatender
Einfangstelle werden eine Tunnelisolationsschicht, eine Ladungseinfangschicht,
eine Blockierschicht und eine leitfähige Schicht sequentiell auf
einem Substrat gestapelt, und diese werden in ihre jeweiligen Strukturen
geformt.
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Um
den Integrationsgrad von Speicherbauelementen vom Typ mit floatender
Einfangstelle zu verbessern, werden Materialien mit einer hohen
Dielektrizitätskonstante
gewählt,
um die Blockierschichtstruktur zu bilden. Materialien mit einer
hohen Dielektrizitätskonstanten
können
Aluminiumoxid (Al2O3),
Hafniumoxid (HfO2), Zirkoniumoxid (ZrO2), Tantaloxid (TaO2),
Hafniumaluminat (HfAlO), Zirkoniumsilicat (ZrSiO), Hafniumsilicat
(HfSiO), Lantanaluminat (LaAlO) und/oder eine Kombination derselben beinhalten.
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In
einem Speicherbauelement vom Typ mit floatender Einfangstelle kann
die Linienbreite des unteren Teils einer Struktur aufgrund eines
regulären Strukturierungsprozesses
länger
als jene des oberen Teils sein. Speziell kann die Linienbreite einer
Blockierschichtstruktur länger
als jene einer leitfähigen Schichtstruktur
sein. Die leitfähige
Schichtstruktur befindet sich auf der Blockierschichtstruktur. Demzufolge
können
die Zwischenräume
zwischen benachbarten Transistoren kleiner werden, während der
Integrationsgrad von Speicherbauelementen vom Typ mit floatender
Einfangstelle zunimmt.
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Wenn
eine leitfähige
Schicht und eine Blockierschicht teilweise geätzt werden, um die leitfähige Schichtstruktur
und die Blockierschichtstruktur zu bilden, kann der Rückstand
vom Ätzen
der leitfähigen Struktur
auf der Seitenwand der Blockierschichtstruktur und der Oberseite
des Substrats verbleiben. Der Ätzrückstand
kann wenigstens aufgrund einer möglichen
Leitfähigkeit
des Ätzrückstands
einen nachteiligen Einfluss auf die Zuverlässigkeit des Speicherbauelements
vom Typ mit floatender Einfangstelle haben.
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Es
wurden neue Typen von nichtflüchtigen Speicherbauelementen
entwickelt, zum Beispiel aus ferroelektrischem Material bestehende
Speicherbauelemente. Das hierin verwendete ferroelektrische Material
bezieht sich auf ein nichtlineares dielektrisches Material, und
seine dielektrische Polarisation weist eine Hystereseschleife auf,
wenn ein elektrisches Feld daran angelegt wird. Zum Beispiel kann das
hierin verwendete ferroelektrische Material Bleizirkonattitanat
(Pb(Zr, Ti)O3; PZT), Strontiumwismuthtitanat
(SrBi2Ti2O9; SBT), Bariumstrontiumtitanat (Ba(Sr, Ti)O3, BST) und/oder eine Kombination derselben
beinhalten. Ein ferroelektrisches Speicherbauelement mit wahlfreiem
Zugriff (FRAM-Bauelement)
verwendet einen stabilen polarisierten Zustand eines ferroelektrischen
Materials. In dem FRAM-Bauelement ist die dielektrische Schicht
eines DRAM-Bauelements durch eine ferroelektrische Schicht ersetzt,
und als ein Ergebnis können
in dem FRAM-Bauelement gespeicherte Daten gehalten werden, selbst
wenn die Leistung abgeschaltet wird. Außerdem kann das FRAM-Bauelement
Vorteile hinsichtlich Betriebs bei einer hohen Geschwindigkeit, einer
niedrigen Spannung und/oder einer hohen Haltbarkeit aufweisen. Im
Hinblick auf diese Vorteile können
FRAM-Bauelemente die nichtflüchtigen
Halbleiterspeicherbauelemente der nächsten Generation werden.
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Ein
FRAM-Bauelement beinhaltet typischerweise einen Transistor und einen
Kondensator. Der Kondensator kann durch Strukturieren einer oberen leitfähigen Schicht,
einer ferroelektrischen Schicht und einer unteren leitfähigen Schicht
gebildet werden, nachdem diese Schichten se quentiell gestapelt sind.
Während
des Prozesses eines teilweisen Ätzens
der oberen leitfähigen
Schicht und der ferroelektrischen Schicht kann ein Ätzrückstand
von der oberen leitfähigen
Schicht auf der Seitenwand der ferroelektrischen Schichtstruktur
verbleiben. So können
wenigstens aufgrund der möglichen
Leitfähigkeit des
Rückstands
Ströme
durch die ferroelektrische Schichtstruktur als einer dielektrischen
Schicht fließen,
was die Zuverlässigkeit
des FRAM-Bauelements verringert.
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Der
Erfindung liegt als technisches Problem die Bereitstellung eines
Verfahrens zur Bildung einer Blockier- oder Metalloxidschichtstruktur
sowie eines zugehörigen
Verfahrens zur Herstellung eines Halbleiterbauelements zugrunde,
die in der Lage sind, die vorstehend erwähnten Schwierigkeiten des Standes der
Technik zu reduzieren oder zu vermeiden, und die insbesondere die
Bildung einer dielektrischen Schichtstruktur, wie einer ferroelektrischen Schichtstruktur,
in einem Halbleiterbauelement mit hoher Zuverlässigkeit und schmaler Linienbreite
erlauben.
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Die
Erfindung löst
dieses Problem durch die Bereitstellung eines Verfahrens zur Bildung
einer Blockier- oder Metalloxidschichtstruktur mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 und eines Verfahrens zur Herstellung eines Halbleiterbauelements
mit den Merkmalen des Anspruchs 12. Vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
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Vorteilhafte
Ausführungsformen
werden im Folgenden beschrieben und sind in den Zeichnungen gezeigt,
in denen:
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1 bis 3 Querschnittansichten
präsentieren,
die ein Verfahren zur Bildung einer Metalloxidschichtstruktur darstellen,
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4 bis 9 Querschnittanschichten
präsentieren,
die ein Verfahren zur Bildung eines nichtflüchtigen Speicherbauelements
unter Verwendung des Verfahrens zur Bildung einer Metalloxidschicht gemäß den 1 bis 3 veranschaulichen,
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10 bis 20 Querschnittansichten
darstellen, die ein Verfahren zur Bildung eines ferroelektrischen
Speicherbauelements unter Verwendung des Verfahrens zur Bildung
einer Metalloxidschicht gemäß den 1 bis 3 veranschaulichen.
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Es
versteht sich für
die folgende Beschreibung, dass wenn ein Element, ein Substrat oder
eine Schicht als "auf", "verbunden mit" oder "gekoppelt mit" einem anderen Element,
einem anderen Substrat oder einer anderen Schicht bezeichnet wird,
dieses direkt auf, verbunden oder gekoppelt mit dem anderen Element
oder der anderen Schicht sein kann oder zwischenliegende Elemente
oder Schichten vorhanden sein können.
Im Gegensatz dazu sind keine zwischenliegenden Elemente oder Schichten
vorhanden, wenn ein Element, ein Substrat oder eine Schicht als "direkt auf", "direkt verbunden
mit" oder "direkt gekoppelt
mit" einem anderen
Element oder einer anderen Schicht bezeichnet wird. Wie hierin verwendet,
beinhaltet der Ausdruck "und/oder" jeden beliebigen
und alle in einer Mischung von einem oder mehreren der zugehörigen aufgelisteten
Punkte. Außerdem
versteht es sich, dass Schritte, welche die hierin bereitgestellten
Verfahren beinhalten, unabhängig
durchgeführt
werden können
oder wenigstens zwei Schritte kombiniert werden können. Außerdem können Schritte,
welche die hierin bereitgestellten Verfahren beinhalten, wenn sie
unabhängig
oder kombiniert durchgeführt
werden, bei der gleichen Temperatur und/oder dem gleichen atmosphärischen Druck
oder bei verschiedenen Temperaturen und/oder atmosphärischen
Drücken
ohne Abweichen von den Lehren der Erfindung durchgeführt werden. In
den Zeichnungen können
die Abmessungen und relativen Abmessungen von Schichten und Bereichen
zwecks Klarheit übertrieben
dargestellt sein.
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Hierin
werden Ausführungsformen
der Erfindung unter Bezugnahme auf Querschnittdarstellungen beschrieben,
die schematische Darstellungen von idealisierten Ausführungsformen
(und Zwischenstrukturen) der vorliegenden Erfindung sind. So sind Variationen
von den Formen der Darstellungen zum Beispiel als ein Ergebnis von
Fertigungstechniken und/oder -toleranzen zu erwarten. Somit sind
beispielhafte Ausführungsformen
der Erfindung nicht als auf die speziellen, hierin dargestellten
Formen von Bereichen beschränkt
zu sehen, sondern beinhalten Abweichungen der Formen, die zum Beispiel
aus der Fertigung resultieren. Zum Beispiel weist ein als ein Rechteck
dargestellter implantierter Bereich typischerweise abgerundete oder
gekrümmte
Merkmale und/oder einen Gradienten der Implantationskonzentration
an seinen Kanten statt einer binären Änderung vom
implantierten zum nichtimplantierten Bereich auf. In gleicher Weise
kann ein durch Implantation gebildeter vergrabener Bereich in einer
gewissen Implantation in dem Bereich zwischen dem vergrabenen Bereich
und der Oberfläche
resultieren, durch welche die Implantation stattfindet. Somit sind
die in den Figuren dargestellten Bereiche von der Art her schematisch,
und ihre Formen sind nicht dazu gedacht, die tatsächliche
Form eines Bereichs eines Bauelements darzustellen, und sind nicht
dazu gedacht, den Umfang der Erfindung zu beschränken.
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Die 1 bis 3 stellen
ein Verfahren zur Bildung einer Metalloxidschichtstruktur gemäß der Erfindung
dar. Bezugnehmend auf 1 wird eine Metalloxidschicht 102 auf
einem Substrat 100 gebildet. Das Substrat 100 kann
ein Halbleitersubstrat sein, wie ein Siliciumsubstrat oder ein Germaniumsubstrat,
zum Beispiel ein Silicium-auf-Isolator(SOI)-Substrat oder ein Germanium-auf-Isolator(GOI)-Substrat.
Die Metalloxidschicht 102 kann eines oder mehrere Materialien
mit einer hohen Dielektrizitätskonstanten
oder eines oder mehrere ferroelektrische Materialien beinhalten.
Materialien mit einer hohen Dielektrizitätskonstanten beinhalten Aluminiumoxid
(Al2O3), Hafniumoxid
(HfO2), Zirkoniumoxid (ZrO2),
Tantaloxid (TaO2), Hafniumaluminat (HfAlO),
Zirkoniumsilicat (ZrSiO), Hafniumsilicat (HfSiO), Lanthanaluminat
(LaAlO) und/oder eine Kombination derselben. Die Metalloxidschicht 102,
die das Material mit der hohen Dielektrizitätskonstanten beinhaltet, kann
unter Verwendung eines chemischen Gasphasenabscheidungs(CVD)-Prozesses
und/oder eines atomaren Schichtdepositions(ALD)-Prozesses gebildet
werden. Das ferroelektrische Material kann Bleizirkonattitanat (Pb(Zr,
Ti)O3; PZT), Strontiumwismuthtitanat (SrBi2Ti2O9;
SBT), Bariumstrontiumtitanat (Ba(Sr, Ti)O3,
BST) und/oder eine Kombination derselben beinhalten. Die Metalloxidschicht 102,
die das ferroelektrische Material beinhaltet, kann unter Verwendung
eines metallorganischen chemischen Gasphasenabscheidungs(MOCVD)-Prozesses,
eines Sol-Gel-Prozesses und/oder eines ALD-Prozesses gebildet werden.
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Bezugnehmend
auf 2 wird eine Maskenstruktur 104 auf der
Metalloxidschicht 102 gebildet, um wenigstens teilweise
die Metalloxidschicht 102 freizulegen. Die Maskenstruktur 104 kann
unter Verwendung eines Nitrids gebildet werden. Geeignete Nitride
können
Siliciumnitrid, Siliciumoxynitrid und/oder eine Kombination derselben
beinhalten.
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Die
Metalloxidschicht 102 wird teilweise geätzt, um eine vorläufige Metalloxidschichtstruktur 106 unter
Verwendung der Maskenstruktur 104 als Ätzmaske zu bilden. In entsprechenden
Ausführungsformen
kann die Metalloxidschicht 102 durch Verwenden eines anisotropen
Trockenätzprozesses,
zum Beispiel eines Plasmaätzprozesses,
teilweise geätzt werden.
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In
entsprechenden Ausführungsformen
wird das Substrat 100 mit der Metalloxidschicht 102 und der
Maskenstruktur 104 in einer Kammer ge ätzt. Ein erstes Quellengas
des Ätzprozesses,
das ein halogenhaltiges Gas und/oder ein inertes Gas beinhaltet, wird
in die Kammer eingebracht. Das halogenhaltige Gas kann Kohlenstofftetrafluorid
(CF4), Wasserstoffbromid (HBr), Chlorgas
(Cl2) und/oder eine Kombination derselben
beinhalten. In entsprechenden Ausführungsformen weist das halogenhaltige
Gas eine Menge von wenigstens etwa 10 Gewichtsprozent basierend
auf dem Gesamtgewicht des ersten Quellengases auf. Das inerte Gas
kann Stickstoff(N2)-Gas, Helium(He)-Gas,
Neon(Ne)-Gas, Argon(Ar)-Gas und/oder eine Kombination derselben
beinhalten. Der Plasmaätzprozess
kann unter im Wesentlichen den gleichen Bedingungen wie jenen eines
normalen Prozesses zum Ätzen
einer Metalloxidschicht durchgeführt
werden.
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In 2 kann
die Linienbreite des unteren Teils einer vorläufigen Metalloxidschichtstruktur 106 größer als
jene des oberen Teils wenigstens aufgrund der Charakteristika des Ätzprozesses
sein. In entsprechenden Ausführungsformen
nimmt die Linienbreite der vorläufigen
Metalloxidschichtstruktur 106 in einer vertikalen Abwärtsrichtung
von der Oberseite der Metalloxidschicht aus graduell zu. Wenn die
Linienbreite des unteren Teils der vorläufigen Metalloxidschichtstruktur 106 größer ist,
kann das überlappende
Gebiet der vorläufigen
Metalloxidschichtstruktur 106 und des Substrats 100 zunehmen,
was einen nachteiligen Einfluss auf den Integrationsgrad eines Speicherbauelements
haben kann. Außerdem
kann ein Ätzrückstand
von der Metalloxidschicht 102 auf der Seitenwand der vorläufigen Metalloxidschichtstruktur 106 verbleiben,
und der Ätzrückstand kann
eine Leitfähigkeit
aufweisen.
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Bezugnehmend
auf 3 wird ein Plasmaprozess an der vorläufigen Metalloxidschichtstruktur 106 durchgeführt, um
eine Metalloxidschichtstruktur 110 zu bilden. Die Linienbreite
des unteren Teils der Metalloxidschichtstruktur 110 kann
abnehmen.
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In
entsprechenden Ausführungsformen
wird der Ätzprozess
in einer Kammer durchgeführt.
In entsprechenden Ausführungsformen
wird der Plasmaprozess in der gleichen Kammer durchgeführt, in
der die vorläufige
Metalloxidschichtstruktur 106 gebildet wird.
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Ein
zweites Quellengas kann in der Kammer bereitgestellt werden. Das
zweite Quellengas kann ein halogenhaltiges Gas und/oder ein inertes
Gas beinhalten. Das halogenhaltige Gas kann Kohlenstofftetrafluorid
(CF4), Wasserstoffbromid (HBr) oder Chlorgas
(Cl2) und/oder eine Kombination derselben beinhalten.
In entsprechenden Ausführungsformen weist
das halogenhaltige Gas eine Menge von etwa 0,1 Gewichtsprozent bis
etwa 10 Gewichtsprozent basierend auf dem Gesamtgewicht des zweiten Quellengases
auf. In entsprechenden Ausführungsformen
beinhaltet das inerte Gas Helium(He)-Gas, Neon(Ne)-Gas, Argon(Ar)-Gas, Krypton(Kr)-Gas, Xenon(Xe)-Gas,
Radon(Rn)-Gas und/oder eine Kombination derselben. Das zweite Quellengas
kann des Weiteren Wasserstoff (H2), Stickstoff
(N2), Sauerstoff (O2)
und/oder eine Kombination derselben beinhalten.
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Die
Temperatur der Kammer kann bei etwa 0°C bis etwa 300°C gehalten
werden, und der Druck kann bei etwa 1 mTorr bis etwa 100 mTorr gehalten werden.
Ein Vorspannungspegel der Kammer kann bei etwa 0 W bis etwa 500
W gehalten werden. Unter diesen Bedingungen kann die vorläufige Metalloxidschichtstruktur 106 durch
den Plasmaprozess unter Verwendung des zweiten Quellengases wenigstens teilweise
geätzt
werden. In entsprechenden Ausführungsformen
wird ein anisotroper Sputterprozess unter Verwendung eines inerten
Gases durchgeführt, um
die vorläufige
Metalloxidschichtstruktur 106 wenigstens teilweise zu ätzen, um
die Metalloxidschichtstruktur 110 zu bilden. Während des Ätzprozesses
kann der untere Teil der vorläufigen
Metalloxidschichtstruktur 106 aufgrund der Charakteristika des
anisotropen Sputterprozesses mehr als der obere Teil geätzt werden.
Daher kann der untere Teil der gebildeten Metalloxidschichtstruktur 110 nach
der Durchführung
des Ätzprozesses
an der vorläufigen Metalloxidschichtstruktur 106 verringert
sein.
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In
entsprechenden Ausführungsformen
erleichtert das zweite Quellengas, welches das halogenhaltige Gas
beinhaltet, den Ätzprozess
der vorläufigen
Metalloxidschichtstruktur 106. Die Menge des halogenhaltigen
Gases kann etwa 0,1 Gewichtsprozent bis etwa 10 Gewichtsprozent
basierend auf dem Gesamtgewicht des zweiten Quellengases betragen.
Wenn die Menge des halogenhaltigen Gases 10,0 Gewichtsprozent basierend
auf dem Gesamtgewicht des zweiten Quellengases übersteigt, kann die vorläufige Metalloxidschichtstruktur 106 überätzt werden.
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Nach
der Durchführung
des Ätzprozesses kann
die Linienbreite des unteren Teils der Metalloxidschichtstruktur 110 abnehmen,
und der Ätzrückstand 108 kann
entfernt werden. Außerdem
kann die Möglichkeit
einer Kontamination während
eines Transfers des Substrats 100 und der Prozessdauer mittels
Durchführens
des Plasmaprozesses in-situ reduziert werden.
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Die 4 bis 9 veranschaulichen
ein Verfahren zur Bildung eines Halbleiterbauelements, zum Beispiel
eines Flash-Speicherbauelements, unter Verwendung eines Verfahrens
zur Bildung einer Metalloxidschichtstruktur 110 gemäß den 1 bis 3.
Wie im Folgenden erläutert,
kann das Verfahren zur Bildung einer Metalloxidschicht gemäß den 1 bis 3 in
entsprechenden Ausführungsformen
dazu verwendet werden, die Blockierschichtstruktur zu bilden.
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Bezugnehmend
auf 4 wird ein aktiver Bereich durch Bilden einer
Isolationsschichtstruktur 202 in dem oberen Teil eines
Substrats 200 definiert. Das Substrat 200 kann
ein Halbleitersubstrat beinhalten, wie ein Siliciumsubstrat oder
ein Germaniumsubstrat, zum Beispiel ein Silicium auf-Isolator(SOI)-Substrat
oder ein Germanium-auf-Isolator(GOI)-Substrat. In entsprechenden Ausführungsformen
wird ein Siliciumsubstrat verwendet.
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Nachstehend
wird der Prozess zur Bildung der Isolationsschichtstruktur 202 erläutert. Auf
dem Substrat 200 kann eine Kontaktstellenoxidschicht (in 4 nicht
gezeigt) gebildet werden. Auf der Kontaktstellenoxidschicht kann
eine erste Maske (nicht gezeigt in 4) gebildet
werden. In entsprechenden Ausführungsformen
beinhaltet die Kontaktstellenoxidschicht Siliciumoxid und wird durch
einen thermischen Oxidationsprozess und/oder einen CVD-Prozess gebildet.
Die erste Maske kann Siliciumnitrid beinhalten und kann durch einen
CVD-Prozess gebildet werden. In entsprechenden Ausführungsformen
werden eine Kontaktstellenoxidschichtstruktur (in 4 nicht
gezeigt) und ein Graben (in 4 nicht
gezeigt) durch teilweises Ätzen der
Kontaktstellenoxidschicht und des Substrats 200 unter Verwendung
der ersten Maske als einer Ätzmaske
gebildet. Der Graben kann so gebildet werden, dass er sich entlang
der ersten Richtung erstreckt.
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Eine
Isolationsschicht wird gebildet, um wenigstens teilweise den Graben
zu füllen.
Ein oberer Teil der Isolationsschicht wird poliert, um die Isolationsschichtstruktur 202 so
zu bilden, dass sie wenigstens teilweise die Oberseite der ersten
Maske freilegt. Die Isolationsschichtstruktur 200 kann
sich entlang der ersten Richtung erstrecken. In entsprechenden Ausführungsformen
erstreckt sich der aktive Bereich entlang der ersten Richtung und
ist durch die Isolationsschichtstruktur 202 definiert.
Nach der Bildung der Isolationsschichtstruktur 202 können die erste
Maske und die Kontaktstellenoxidschichtstruktur entfernt werden.
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In
einer weiteren Ausführungsform
ist es möglich,
dass die Kontaktstellenoxidschichtstruktur und die erste Maskenstruktur
nach der Bildung der Isolationsschichtstruktur 202 nicht
entfernt werden. Die Kontaktstel lenoxidschichtstruktur kann als
Tunnelisolationsschichtstruktur dienen, und die erste Maskenstruktur
kann als Ladungseinfangschichtstruktur dienen. In entsprechenden
Ausführungsformen
werden die Kontaktstellenoxidschichtstruktur und die erste Maskenstruktur
entfernt, wenn sie während
des Ätzprozesses
geschädigt
werden.
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Bezugnehmend
auf 5 wird die Oberseite des Substrats 200 durch
die Isolationsschichtstruktur 202 freigelegt. Eine Tunnelisolationsschichtstruktur 204 und
eine Ladungseinfangschichtstruktur 206 werden sequentiell
auf der Oberseite des Substrats 200 gestapelt.
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Die
Tunnelisolationsschichtstruktur 204 kann ein Oxid wie Siliciumoxid
beinhalten, und die Tunnelisolationsschichtstruktur 204 kann
durch einen thermischen Oxidationsprozess und/oder einen CVD-Prozess
gebildet werden. Während
des thermischen Oxidationsprozesses wird die Oberseite des Substrats 200 thermisch
oxidiert, um eine Siliciumoxidschicht zu bilden, die als Tunnelisolationsschichtstruktur 204 dient.
In entsprechenden Ausführungsformen
wird die Tunnelisolationsschichtstruktur 204 ohne einen Ätzprozess
gebildet.
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Auf
der Tunnelisolationsschichtstruktur 204 und der Isolationsschichtstruktur 202 wird
eine Ladungseinfangschicht gebildet, um den durch die Isolationsschichtstruktur 202 definierten
Zwischenraum zu füllen.
Siliciumnitrid oder siliciumreiches Oxid können zur Bildung der Ladungseinfangschicht
verwendet werden. Die Ladungseinfangschicht kann durch Verwenden
eines CVD-Prozesses gebildet werden. Ein Teil der Ladungseinfangschicht
kann poliert werden, um die Oberseite der Isolationsstruktur 202 freizulegen
und die Ladungseinfangschichtstruktur 206 zu bilden.
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Die
Tunnelisolationsschichtstruktur 204 und die Ladungseinfangschichtstruktur 206 werden
auf dem aktiven Bereich gebildet. Die Tunnelisolati onsschichtstruktur 204 und
die Ladungseinfangschichtstruktur 206 können eine Streifenform bilden, die
sich entlang der ersten Richtung erstreckt.
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Bezugnehmend
auf 6 wird eine Blockierschicht 208 auf der
Isolationsschichtstruktur 202 und der Ladungseinfangschichtstruktur 206 gebildet. Die
Blockierschichtstruktur 208 wird unter Verwendung eines
Oxids wie Siliciumoxid oder Metalloxid gebildet. Das Metalloxid
kann Aluminiumoxid (Al2O3), Hafniumoxid
(HfO2), Zirkoniumoxid (ZTO2),
Hafniumsilicat (HfSiO), Lanthanaluminat (LaAlO) und/oder eine Kombination
derselben beinhalten. Die Blockierschichtstruktur 208 kann
durch einen CVD-Prozess und/oder einen ALD-Prozess gebildet werden.
In einer weiteren Ausführungsform
wird die Blockierschichtstruktur 208 durch einen Prozess
gebildet, der im Wesentlichen der gleiche wie jener des Prozesses der
Bildung der Metalloxidschicht 102 in 1 ist.
In entsprechenden Ausführungsformen
kann die Blockierschichtstruktur PZT (Pb(Zr, Ti)O3),
SBT (SrBi2Ti2O9), BST (Ba(Sr, Ti)O3)
und oder eine Kombination derselben beinhalten.
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Bezugnehmend
auf 7 wird eine leitfähige Schicht 214 auf
der Blockierschicht 208 gebildet. Die leitfähige Schicht 214 kann
durch Verwendung von Polysilicium dotiert mit Störstellen, eines Metalls, eines
Metallsilicids, eines Metallnitrids und/oder einer Kombination derselben
gebildet werden. Die leitfähige
Schicht 214 kann durch einen CVD-Prozess und/oder einen physikalischen
Gasphasenabscheidungs(PVD)-Prozess
gebildet werden. In entsprechenden Ausführungsformen werden eine Tantalnitridschicht 210 und
eine Wolframschicht 212 sequentiell gestapelt, um die leitfähige Schicht 214 zu
bilden
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Bezugnehmend
auf 8 wird eine zweite Maske 216 auf der
leitfähigen
Schicht 214 gebildet. Die zweite Maske 216 wird
durch Verwenden eines Nitrids wie Siliciumnitrid gebildet, und sie
kann eine Streifenform aufweisen, die sich entlang einer zweiten
Richtung erstreckt, die im Wesentlichen senkrecht zu der ersten
Richtung ist. Die leitfähige
Schicht 214 und die Blockierschicht 208 werden
unter Verwendung der zweiten Maske 216 als Ätzmaske
teilweise geätzt,
um eine leitfähige
Schichtstruktur 224 und eine vorläufige Blockierschichtstruktur 218 zu
bilden. In einer weiteren Ausführungsform
werden die leitfähige
Schicht 214 und die Blockierschicht 208 durch
einen Plasmaätzprozess
geätzt.
Der Plasmaätzprozess
kann als der erste Plasmaprozess bezeichnet werden.
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Der
erste Plasmaprozess kann in einer Kammer durchgeführt werden.
Ein erstes Quellengas, das ein halogenhaltiges Gas und/oder ein
inertes Gas beinhaltet, kann in die erste Kammer eingebracht werden.
Das halogenhaltige Gas kann Kohlenstofftetrafluorid (CF4),
Wasserstoffbromid (HBr) oder Chlorgas (Cl2)
und/oder eine Kombination derselben beinhalten. Die Menge des halogenhaltigen Gases
kann wenigstens etwa 10 Gewichtsprozent basierend auf dem Gesamtgewicht
des ersten Quellengases betragen. Das inerte Gas kann Stickstoff(N2)-Gas, Helium(He)-Gas, Neon(Ne)-Gas, Argon(Ar)-Gas und/oder
eine Kombination derselben beinhalten. Die leitfähige Schicht 214 und
die Blockierschicht 208 können wenigstens teilweise unter Verwendung
des ersten Quellengases geätzt
werden. Während
des Ätzprozesses
kann die leitfähige Schicht 214 geätzt werden,
um die leitfähige Schichtstruktur 224 mit
einer Seitenwand zu bilden, die im Wesentlichen senkrecht zu dem
Substrat 200 ist. Die Blockierschicht 208 kann
geätzt
werden, um die vorläufige
Blockierschichtstruktur 218 zu bilden, wobei die zweite
Maske 216 und die leitfähige Schichtstruktur 224 als Ätzmaske
verwendet werden. Die Linienbreite der Seitenwände der vorläufigen Blockierschichtstruktur 218 können in
einer vertikalen Abwärtsrichtung
von der Oberseite aus graduell zunehmen.
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Ein Ätzrückstand
von der Bildung der leitfähigen
Schichtstruktur 224 kann auf den Seitenwänden der
vorläufigen
Blockierschichtstruktur 218 verbleiben. Der verbliebene
geätzte
Teil kann als Ätzrückstand
bezeichnet werden. Wenn der Ätzrückstand eine
Leitfähigkeit
aufweist, kann er einen nachteiligen Einfluss auf die Zuverlässigkeit
der Blockierschichtstruktur 218 haben.
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Bezugnehmend
auf 9 wird ein zweiter Plasmaätzprozess an der vorläufigen Blockierschichtstruktur 218 durchgeführt, um
eine Blockierschichtstruktur 226 zu bilden. Die Linienbreite
des unteren Teils der Blockierschichtstruktur 226 kann verringert
sein. Der zweite Plasmaprozess kann in einer zweiten Kammer durchgeführt werden.
In einer weiteren Ausführungsform
kann der zweite Plasmaprozess in der gleichen Kammer durchgeführt werden,
in welcher der erste Plasmaprozess durchgeführt wird.
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Ein
zweites Quellengas wird in die zweite Kammer eingebracht. Das zweite
Quellengas kann ein halogenhaltiges Gas und/oder ein inertes Gas
beinhalten. Das halogenhaltige Gas kann Kohlenstofftetrafluorid
(CF4), Wasserstoffbromid (HBr), Chlorgas (Cl2) und/oder eine Kombination derselben beinhalten.
Die Menge des halogenhaltigen Gases kann etwa 0,1 Gewichtsprozent
bis etwa 10 Gewichtsprozent basierend auf dem Gesamtgewicht des
zweiten Quellengases betragen. Das inerte Gas kann Helium(He)-Gas,
Neon(Ne)-Gas, Argon(Ar)-Gas, Krypton(Kr)-Gas, Xenon(Xe)-Gas, Radon(Rn)-Gas und/oder
eine Kombination derselben beinhalten. Das zweite Quellengas kann
des Weiteren Wasserstoff (H2), Stickstoff
(N2), Sauerstoff (O2)
und/oder eine Kombination derselben beinhalten.
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In
entsprechenden Ausführungsformen
wird die Temperatur der zweiten Kammer bei etwa 0°C bis etwa
300°C gehalten,
und der Druck der zwei ten Kammer kann bei etwa 1 mTorr bis etwa
100 mTorr gehalten werden. Ein Vorspannungspegel kann etwa 0 W bis
etwa 500 W sein.
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In
einer weiteren Ausführungsform
kann wenigstens ein Teil der vorläufigen Blockierschichtstruktur 218 unter
Verwendung des zweiten Quellengases zur Bildung der Blockierschichtstruktur 226 geätzt werden.
Während
des Ätzprozesses
kann der auf der Seitenwand der vorläufigen Blockierschichtstruktur 218 verbliebene Ätzrückstand
entfernt werden. Der Ätzprozess
kann im Wesentlichen der gleiche wie der in 1 bis 3 dargestellte Ätzprozess
sein.
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Die
leitfähige
Schichtstruktur 224 und die Blockierschichtstruktur 226 werden
so auf der Tunnelisolationsschichtstruktur 204 und der
Ladungseinfangschichtstruktur 206 gebildet. In einigen
Ausführungsformen
können
sich die leitfähige
Schichtstruktur 224 und die Blockierschichtstruktur 226 entlang der
ersten Richtung erstrecken, und in weiteren Ausführungsformen können sie
sich entlang der zweiten Richtung erstrecken, die im Wesentlichen
senkrecht zu der ersten Richtung ist.
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Die
Linienbreite des unteren Teils der Blockierschichtstruktur 226 kann
geringer als jene der vorläufigen
Blockierschichtstruktur 218 sein, und somit kann das Halbleiterbauelement
mit der Blockierschichtstruktur 226 einen höheren Integrationsgrad aufweisen.
Außerdem
kann der Ätzrückstand
auf der Seitenwand der vorläufigen
Blockierschichtstruktur 218 entfernt werden, um die Zuverlässigkeit
des Halbleiterbauelements zu verbessern.
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In
entsprechenden Ausführungsformen
können
der erste und der zweite Plasmaprozess in-situ durchgeführt werden,
um Kontaminationen während des
Transfers zu reduzieren und/oder die Prozessdauer zu reduzieren.
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Die
Blockierschichtstruktur 226, die leitfähige Schichtstruktur 224 und/oder
die zweite Maskenstruktur 216 können als Ätzmasken zum Ätzen der Ladungseinfangschichtstruktur 206 verwendet
werden, und der Ätzprozess
kann zu einer Inselform führen.
Nach der Durchführung
des Ätzprozesses
können
die Ladungseinfangschichtstrukturen 206 eine Mehrzahl von
Strukturteilen aufweisen, die voneinander isoliert sein können. Demzufolge
kann verhindert werden, dass Elektronen oder Löcher, die in einem Ladungseinfangschichtstrukturteil 206 gespeichert sind,
zu einem anderen Ladungseinfangschichtstrukturteil 206 wandern.
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Auf
einem Teil des Substrats 200 können dort, wo die Ladungseinfangschichtstruktur 206 gebildet
wird, Störstellen
implantiert werden. Die implantierten Störstellen können einen Source-/Drainbereich
bilden. Während
des Implantationsprozesses kann die Tunnelisolationsschichtstruktur 204 das Substrat 200 schützen.
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Als
ein Ergebnis beinhaltet ein auf dem Substrat 200 ausgebildetes
Flash-Speicherbauelement vom Typ mit floatender Einfangstelle die
Tunnelisolationsschichtstruktur 204, die Ladungseinfangschichtstruktur 206,
die Blockierschichtstruktur 226, die leitfähige Schichtstruktur 224 und
den Soruce-/Drainbereich.
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In
entsprechenden Ausführungsformen
kann so die gemäß dem in
den 1 bis 3 dargestellten Verfahren präparierte
Metalloxidschicht als eine Blockierschichtstruktur eines nichtflüchtigen Speicherbauelements
verwendet werden. Die Blockierschichtstruktur kann durch Verwendung
eines Plasmaätzprozesses
gebildet werden, der ein Quellengas verwendet, das ein halogenhaltiges
Gas und/oder ein inertes Gas beinhaltet. Während des Ätzprozesses kann der Ätzrückstand
auf der Seitenwand der Metalloxidschicht entfernt werden, und die Zuverlässigkeit
eines Halbleiterbauelements kann verbessert werden.
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In
entsprechenden Ausführungsformen
werden das Bilden der vorläufigen
Blockierschichtstruktur, der ersten leitfähigen Schichtstruktur und der
Blockierschichtstruktur in-situ durchgeführt.
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In
entsprechenden Ausführungsformen
werden eine oder mehrere leitfähige
Schichten vor dem Bilden der vorläufigen Blockierschichtstruktur
gebildet. Außerdem
kann eine zweite leitfähige
Schicht vor dem Bilden der vorläufigen
Blockierschichtstruktur gebildet werden. Die zweite leitfähige Schicht kann
Platin (Pt), Iridium (Ir), Palladium (Pd), Ruthenium (Ru) und/oder
eine Kombination derselben beinhalten.
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Die 10 bis 20 veranschaulichen
ein Verfahren zur Bildung eines ferroelektrischen Speicherbauelements
unter Verwendung des Verfahrens zur Bildung der Metalloxidschicht 102 in
den 1 bis 3. Bezugnehmend auf 10 wird
ein aktiver Bereich durch Bilden einer Isolationsschicht 302 in
dem oberen Teil eines Substrats 300 definiert. Das Substrat 300 kann
ein Halbleitersubstrat wie ein Siliciumsubstrat oder ein Germaniumsubstrat
beinhalten, wie ein Silicium-auf-Isolator(SOI)-Substrat oder ein Germanium-auf-Isolator(GOI)-Substrat.
Die Isolationsschicht 302 kann durch einen Isolationsprozess
mit flachem Graben (STI-Prozess) gebildet werden. Der Prozess zur
Bildung der Isolationsschicht 302 kann im Wesentlichen
der gleiche wie der in 4 dargestellte Prozess sein.
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Bezugnehmend
auf 11 werden eine Gateisolationsschicht und eine
erste leitfähige Schicht
sequentiell auf dem Substrat 300 gebildet. Die Gateisolationsschicht
kann unter Verwendung eines Oxids wie Siliciumoxid gebildet werden,
und sie kann durch einen thermischen Oxidationsprozess und/oder
einen CVD-Prozess gebildet werden. Silicium dotiert mit Störstellen,
ein Metall, ein Metallsilicid, ein Metallnitrid und/oder eine Kombination
derselben können
zur Bildung der ersten leitfähigen Schicht
verwendet werden. Die erste leitfähige Schicht kann durch einen
CVD-Prozess und/oder einen PVD-Prozess gebildet werden.
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Auf
der ersten leitfähigen
Schicht wird eine erste Maske 303 gebildet, um die erste
leitfähige Schicht
wenigstens teilweise freizulegen. Die erste Maske 303 kann
ein Nitrid wie Siliciumnitrid beinhalten. Wenn die erste Maske 303 als Ätzmaske
verwendet wird, werden die erste leitfähige Schicht und die Gateisolationsschicht
geätzt,
um eine Gatestruktur zu bilden, die eine erste leitfähige Struktur 306 und
eine Gateisolationsstruktur 304 beinhaltet.
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Bezugnehmend
auf 12 wird ein Source-/Drainbereich 308 durch
Implantieren von Störstellen
auf einem freigelegten Teil des Substrats gebildet, der durch die
Gatestruktur freigelassen wird. Auf der Seitenwand der Gatestruktur
kann ein Abstandshalter 310 gebildet werden. Ein Nitrid
wie Siliciumnitrid kann zur Bildung des Abstandshalters 310 verwendet
werden.
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In
dem Source-/Drainbereich 308 kann eine schwach dotierte
Drainstruktur (LDD-Struktur) durch Implantieren von Störstellen
auf einer durch den Abstandshalter 310 freigelegten Fläche des
Substrats 300 gebildet werden. So wird ein Transistor 312,
der die Gatestruktur und/oder den Source-/Drainbereich 308 beinhaltet,
auf dem Substrat 300 gebildet.
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Bezugnehmend
auf 13 wird eine erste isolierende Zwischenschicht
auf dem Substrat 300 gebildet, um den Transistor 312 zu
bedecken. Die erste isolierende Zwischenschicht kann unter Verwendung
eines Oxids mit guten Füllcharakteristika gebildet
werden. Das Oxid kann undotiertes Silikatglas (USG), undotiertes
O3-Tetraethylorthosilicatglas (O3-TEOS-USG)
oder Oxid aus einem Plasma hoher Dichte (HDP-Oxid) und/oder eine
Kombination derselben beinhalten.
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Aus
der ersten isolierenden Zwischenschicht wird eine erste isolierende
Zwischenschichtstruktur 314 gebildet, um eine erste und
eine zweite Kontaktöffnung
bereitzustellen, um den Source-/Drainbereich 308 wenigstens
teilweise freizulegen. Nachfolgend wird eine zweite leitfähige Schicht
bereitgestellt, um die erste und die zweite Kontaktöffnung zu füllen. Nachfolgend
wird der obere Teil der zweiten leitfähigen Schicht poliert, um die
erste isolierende Zwischenschichtstruktur 314 wenigstens
teilweise freizulegen. Demzufolge werden ein erster Kontakt 316a und
ein zweiter Kontakt 316b gebildet, und sie gehen durch
die erste isolierende Zwischenschichtstruktur 314 hindurch,
um eine elektrische Verbindung zu dem Source-/Drainbereich 308 herzustellen.
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Eine
Bitleitung (in 13 nicht gezeigt) kann durch
den ersten Kontakt 316a mit dem Sourcebereich des Source-/Drainbereichs 308 elektrisch
verbunden werden, und ein Kondensator kann durch den zweiten Kontakt 316b mit
einem Drainbereich des Source-/Drainbereichs 308 elektrisch
verbunden werden.
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Bezugnehmend
auf 14 wird eine zweite isolierende Zwischenschicht
auf der Oberfläche
der ersten isolierenden Zwischenschichtstruktur 314, dem
ersten und dem zweiten Kontakt 316a und 316b gebildet.
Eine zweite isolierende Zwischenschichtstruktur 318 wird
aus der zweiten isolierenden Zwischenschicht gebildet, um den ersten
Kontakt 316a durch eine Öffnung wenigstens teilweise
freizulegen. Nachfolgend wird die Öffnung mit einer dritten leitfähigen Schicht
gefüllt.
Dann wird die dritte leitfähige
Schicht poliert, um die zweite isolierende Zwischenschichtstruktur 318 wenigstens
teilweise freizulegen und eine Bitleitung zu bilden.
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Außerdem wird
eine dritte isolierende Zwischenschicht auf der Oberfläche der
zweiten isolierenden Zwischenschichtstruktur 318 und der
Bitlei tung gebildet. Dann wird eine dritte isolierende Zwischenschichtstruktur 320 aus
der dritten isolierenden Zwischenschicht gebildet, um den zweiten
Kontakt 316b durch eine dritte Kontaktöffnung freizulegen. Nachfolgend
wird eine vierte leitfähige
Schichtstruktur 320 gebildet, um die dritte Kontaktöffnung zu
füllen.
Wenigstens ein Teil der vierten leitfähigen Schicht wird entfernt,
bis eine Kontaktstelle 322 gebildet ist, um die Oberfläche der
dritten isolierenden Zwischenschichtstruktur 320 wenigstens
teilweise freizulegen.
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Bezugnehmend
auf 15 wird auf der Kontaktstelle 322 und
der dritten isolierenden Zwischenschichtstruktur 320 eine
untere Elektrodenschicht 324 für einen Kondensator gebildet.
Die untere Elektrodenschicht 324 kann unter Verwendung
eines Metalls, eines Metallnitridmaterials und/oder einer Kombination
derselben gebildet werden. Die untere Elektrodenschicht 324 kann
durch einen CVD-Prozess, einen Sputterprozess, einen Pulslaserdepositions(PLD)-Prozess
und/oder einen ALD-Prozess
gebildet werden.
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Bezugnehmend
auf 16 wird eine ferroelektrische Schicht 326 auf
der unteren Elektrodenschicht 324 gebildet. Die ferroelektrische
Schicht 326 kann unter Verwendung eines ferroelektrischen
Materials wie PZT (Pb(Zr, Ti)O3), SBT (SrBi2Ti2O9),
BST (Ba(Sr, Ti)O3), Wismuthlanthantitanat
(Bi(La, Ti)O3); BLT), Bleilanthanzirkoniumtitanat
(Pb(La, Zr)TiO3; PLZT) und/oder einer Kombination
derselben gebildet werden. In einer weiteren Ausführungsform
wird die ferroelektrische Schicht 326 unter Verwendung eines
ferroelektrischen Materials wie PZT, SBT, BST, BIT oder PLZT gebildet,
das mit Störstellen
wie Calcium (Ca), Lanthan (La, Mangan (Mn) und/oder Wismuth (Bi)
dotiert ist. In noch einer weiteren Ausführungsform wird die ferroelektrische
Schicht 326 unter Verwendung eines Metalloxids gebildet,
wie Titanoxid (TiOx), Tantaloxid (TaOx), Aluminiumoxid (AlOx), Zinkoxid
(ZnOx), Hafniumoxid (HfOx)
und/oder einer Kombination derselben. Die ferroelektrische Schicht 326 kann durch
einen MOCVD-Prozess, einen Sol-Gel-Prozess, einen Flüssigphasenepitaxie(LPE)-Prozess
und/oder einen ALD-Prozess gebildet werden.
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Bezugnehmend
auf 17 wird eine obere Elektrode 328 auf
der ferroelektrischen Schicht 326 gebildet. Die obere Elektrode 328 kann
unter Verwendung eines Metalls gebildet werden, wie Iridium (Ir),
Platin (Pt), Ruthenium (Ru), Palladium (Pd), Gold (Au) und/oder
einer Kombination derselben. In noch einer weiteren Ausführungsform
wird die obere Elektrode 328 unter Verwendung eines Metalloxids
gebildet, wie Iridiumoxid (IrOx), Strontiumrutheniumoxid (SrRuOx; SRO), Strontiumtitanoxid (SrTiO3; STO), Lanthannickeloxid (LaNiO3; LNO), Calciumrutheniumoxid (CaRuO3; CRO) und/oder einer Kombination derselben.
Die obere Elektrode 328 kann durch einen PVD-Prozess, einen
CVD-Prozess, einen ALD-Prozess und/oder einen PLD-Prozess gebildet
werden.
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Bezugnehmend
auf 18 wird eine zweite Maskenstruktur 330 auf
der oberen Elektrode 328 gebildet. Die zweite Maskenstruktur 330 kann
ein Nitrid wie Siliciumnitrid beinhalten. Die zweite Maskenstruktur 330 wird
als Ätzmaske
verwendet, und dann werden die obere Elektrodenschicht 328 und
die ferroelektrische Schicht 326 teilweise geätzt, um
eine obere Elektrode 332 und eine vorläufige ferroelektrische Schichtstruktur 334 zu
bilden. Die obere Elektrodenschicht 328 und die ferroelektrische
Schicht 326 können
durch einen Plasmaätzprozess
teilweise geätzt
werden, was als ein erster Plasmaätzprozess bezeichnet werden
kann.
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Der
erste Plasmaätzprozess
kann in einer ersten Kammer durchgeführt werden. Ein erstes Quellengas,
das ein halogenhaltiges Gas und/oder ein inertes Gas beinhaltet,
kann in die Kammer eingebracht werden. Das halogenhaltige Gas kann
Kohlenstofftetrafluorid (CF4), Wasserstoffbromid
(HBr) oder Chlorgas (Cl2) und/oder eine
Kombination derselben beinhalten. Die Menge des halogenhaltigen Gases
kann mehr als etwa 10 Gewichtsprozent basierend auf dem Gesamtgewicht
des ersten Quellengases betragen. Das inerte Gas kann Stickstoff(N2)-Gas, Hellum(He)-Gas, Neon(Ne)-Gas, Argon(Ar)-Gas
und/oder eine Kombination derselben beinhalten. Die obere Elektrodenschicht 328 und
die ferroelektrische Schicht 326 werden so unter Verwendung
des ersten Quellengases in der ersten Kammer geätzt. Das erste Quellengas wird
verwendet, um den ersten Plasmaprozess zur Bildung der oberen Elektrode 332 durchzuführen, so
dass ein vertikales Profil derselben im Wesentlichen senkrecht zu
dem Substrat 300 ist. Die ferroelektrische Schicht 326 wird
geätzt,
um eine vorläufige
ferroelektrische Schichtstruktur 334 zu bilden, wobei die
zweite Maske 330 und die obere Elektrode 332 als Ätzmaske
verwendet werden. Eine Linienbreite der vorläufigen ferroelektrischen Schichtstruktur 334 nimmt in
einer vertikalen Abwärtsrichtung,
d. h. in einer Richtung parallel zu der Senkrechten einer Oberflächenebene
des Substrats 300, von der Oberseite der vorläufigen ferroelektrischen
Schichtstruktur 334 graduell zu, was zu einer geneigten
Seitenwand bezüglich
des Substrats 300 führt.
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Wenn
die obere Elektrodenschicht 328 geätzt wird, um die obere Elektrode 332 zu
bilden, kann ein Teil derselben auf der Seitenwand der vorläufigen ferroelektrischen
Schichtstruktur 334 verbleiben, was als ein Ätzrückstand
bezeichnet werden kann. Der Ätzrückstand
kann ein Polymer mit Leitfähigkeit
sein und sollte reduziert werden.
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Bezugnehmend
auf 19 wird ein zweiter Plasmaätzprozess an der vorläufigen ferroelektrischen
Schichtstruktur 334 durchgeführt, um eine ferroelektrische
Schichtstruktur 336 zu bilden. Die Linienbreite eines unteren
Teils der ferroelektrischen Schichtstruktur 336 nimmt durch
den zweiten Plasmaätzprozess
ab. Der zweite Plasmaätzprozess
wird in einer zweiten Kammer durchgeführt. Alternativ kann der zweite
Plasmaprozess in-situ in der ersten Kammer durchgeführt werden,
in welcher der erste Plasmaprozess durchgeführt wird.
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In
der Kammer wird ein zweites Quellengas bereitgestellt. Das zweite
Quellengas kann ein halogenhaltiges Gas und/oder ein inertes Gas
beinhalten. Das halogenhaltige Gas kann Kohlenstofftetrafluorid (CF4), Wasserstoffbromid (HBr) oder Chlorgas
(Cl2) und/oder eine Kombination derselben
beinhalten. Die Menge des halogenhaltigen Gases kann etwa 0,1 Gewichtsprozent
bis etwa 10 Gewichtsprozent basierend auf dem Gesamtgewicht des
zweiten Quellengases beinhalten. Das inerte Gas kann Helium(He)-Gas,
Neon(Ne)-Gas, Argon(Ar)-Gas, Krypton(Kr)-Gas, Xenon(Xe)-Gas, Radon(Rd)-Gas und/oder
eine Kombination derselben beinhalten. Das zweite Quellengas kann
des Weiteren Wasserstoff (H2), Stickstoff
(N2), Sauerstoff (O2)
und/oder eine Kombination derselben beinhalten.
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Die
Temperatur der zweiten Kammer kann bei etwa 0°C bis etwa 300°C gehalten
werden, und der Druck kann etwa bei 1 mTorr bis etwa 100 mTorr gehalten
werden. Ein Vorspannungspegel der zweiten Kammer kann im Bereich
von etwa 0 W bis etwa 500 W gehalten werden.
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Wenigstens
ein Teil der vorläufigen
ferroelektrischen Schichtstruktur 334 wird so zur Bildung
der ferroelektrischen Schichtstruktur 336 geätzt. Die
Linienbreite eines unteren Teils der ferroelektrischen Schichtstruktur 336 ist
kleiner als jene der vorläufigen ferroelektrischen
Schichtstruktur 334, da wenigstens der auf einer Seitenwand
der vorläufigen
ferroelektrischen Schicht 334 verbleibende Ätzrückstand
entfernt wird. Der Ätzprozess
kann im Wesentlichen der gleiche wie der in 3 beschriebene
sein.
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Bezugnehmend
auf 20 werden die zweite Maskenstruktur 330,
die obere Elektrode 332 und die ferroelektrische Schichtstruktur 336 als Ätzmasken
verwendet, um die untere Elektrodenschicht 324 zu ätzen und
so eine untere Elektrode 338 zu bilden. Daher beinhaltet
ein Kon densator des ferroelektrischen Speicherbauelements die untere
Elektrode 338, die ferroelektrische Schichtstruktur 336 und
die obere Elektrode 332.
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In
entsprechenden Ausführungsformen
der Erfindung kann so eine Metalloxidschichtstruktur mit einem gewünschten
vertikalen Profil durch einen Plasmaätzprozess unter Verwendung
eines Quellengases gebildet werden, das ein halogenhaltiges Gas beinhaltet.
Die Menge des halogenhaltigen Gases kann etwa 0,1 Gewichtsprozent
bis etwa 10 Gewichtsprozent basierend auf dem Gesamtgewicht eines
Quellengases betragen. Außerdem
kann ein Ätzrückstand
auf einer Seitenwand der Metalloxidschichtstruktur entfernt werden,
um die Zuverlässigkeit
eines Halbleiterbauelements zu verbessern. Die Metalloxidschichtstruktur
kann als dielektrische Schicht dienen. Speziell kann sie eine ferroelektrische
dielektrische Schichtstruktur bilden, die z. B. durch Verwenden
eines Plasmaätzpozesses
mit einem Quellengas gebildet werden kann, das ein halogenhaltiges
Gas beinhaltet. Der Ätzprozess
reduziert die Linienbreite des unteren Teils der ferroelektrischen
dielektrischen Schichtstruktur. Während des Ätzprozesses kann der Ätzrückstand
auf der Seitenwand der Metalloxidschichtstruktur entfernt werden, und
die Zuverlässigkeit
eines Halbleiterbauelements kann verbessert werden.
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Die
Metalloxidschichtstruktur kann so als eine dielektrische Schicht
eines ferroelektrischen Speicherbauelements verwendet werden. Gemäß der Erfindung
kann die Zuverlässigkeit
des ferroelektrischen Speicherbauelements verbessert werden.