DE102008009287A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Bepudern bzw. Bestäuben von Bedruckstoffen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Bepudern bzw. Bestäuben von Bedruckstoffen, insbesondere von Druckbogen, mit mindestens einem Bepuderungsmodul (10), mit Hilfe dessen Puderteilchen (11) auf den zu bepudernden Bedruckstoff (12) gerichtet werden. Erfindungsgemäß wird ein mehrere Dosieröffnungen (14) aufweisender Dosierzylinder (13) derart verlagert, dass, in Transportrichtung der Puderteilchen (11) gesehen, zwischen einer Austrittsöffnung des Bepuderungsmoduls und dem zu bepudernden Bedruckstoff mindestens eine der Dosieröffnungen (14) des Dosierzylinders zur Dosierung der auf den Bedruckstoff gelangenden Pudermenge wirksam ist.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bepudern bzw. Bestäuben von Bedruckstoffen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Bepudern bzw. Bestäuben von Bedruckstoffen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 11.
- In der Drucktechnik ist es bereits Stand der Technik, bedruckte Bedruckstoffe mit Puderteilchen zu bepudern bzw. zu bestäuben. In Bogendruckmaschinen dient die Bepuderung bzw. Bestäubung von bedruckten Druckbogen dazu, ein Verblocken der Druckbogen im Bereich des Auslegers zu verhindern. Weiterhin kann das auf die Druckbogen aufgetragene Puder die Trocknung der aufgetragenen Druckfarbe erleichtern.
- Aus der
DE 10 2005 019 363 A1 sowie aus derDE 10 2005 055 111 A1 sind jeweils Vorrichtungen und Verfahren zum Bepudern bzw. Bestäuben von Bedruckstoffen, insbesondere von Druckbogen bekannt, bei welchen geladene Puderteilchen auf den zu bepudernden Bedruckstoff gerichtet werden. Nach dem Stand der TechnikDE 10 2005 019 363 A1 werden in einem Zyklon mit Hilfe eines Rotors beschleunigte, elektrostatisch aufgeladene Puderteilchen in Richtung auf den Bedruckstoff geworfen. Nach derDE 10 2005 055 111 A1 werden elektrostatisch aufgeladene Puderteilchen in Form eines Puder-Luft-Gemisches auf den zu bepudernden Bedruckstoff gerichtet. - Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung das Problem zu Grunde eine neuartige Vorrichtung sowie ein neuartiges Verfahren zum Bepudern bzw. Bestäuben von Bedruckstoffen zu schaffen. Das zuvor genannte Problem wird durch eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1 gelöst.
- Erfindungsgemäß ist dem oder jedem Bepuderungsmodul jeweils mindestens ein separater Dosierzylinder oder mehreren Bepuderungsmodulen jeweils mindestens ein gemeinsamer Dosierzylinder zugeordnet, wobei der jeweilige Dosierzylinder mehrere Dosieröffnungen aufweist, und wobei der jeweilige Dosierzylinder derart verstellbar ist, dass in Transportrichtung der Puderteilchen gesehen zwischen einer Austrittsöffnung des oder jedes Bepuderungsmoduls und dem zu bepudernden Bedruckstoff mindestens eine der Dosieröffnungen des jeweiligen Dosierzylinders zur Dosierung der auf den Bedruckstoff gelangenden Pudermenge wirksam ist.
- Über den jeweiligen in Transportrichtung der Puderteilchen gesehen zwischen der Austrittsöffnung mindestens eines Bepuderungsmoduls und dem zu bepudernden Bedruckstoff positionierten Dosierzylinder kann die auf den Bedruckstoff gelangende Pudermenge exakt eingestellt bzw. dosiert werden. Hierzu ist der jeweilige Dosierzylinder verlagerbar, insbesondere relativ zur Austrittsöffnung des oder jedes Bepuderungsmoduls verdrehbar, sodass abhängig von der Relativposition des jeweiligen Dosierzylinders relativ zu dem oder jedem Bepuderungsmodul mindestens eine Dosieröffnung mit einem definierten Dosierquerschnitt zur Dosierung der Pudermenge wirksam ist.
- Das erfindungsgemäße Verfahren zum Bepudern bzw. Bestäuben von Bedruckstoffen ist im unabhängigen Anspruch 11 definiert.
- Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung. Ausführungsbeispiele der Erfindung werden, ohne hierauf beschränkt zu sein, an Hand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt:
-
1 : eine schematisierte Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Bepudern bzw. Bestäuben von Bedruckstoffen nach einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung; -
2 : ein Detail der Vorrichtung gemäß1 in Blickrichtung II; und -
3 : eine schematisierte Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Bepudern bzw. Bestäuben von Bedruckstoffen nach einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung. -
1 und2 zeigen stark schematisiert unterschiedliche Ansichten einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Bepudern von Bedruckstoffen, insbesondere von Druckbogen, wobei die Vorrichtung nach1 und2 ein Bepuderungsmodul10 umfasst, welches im Ausführungsbeispiel der1 und2 als zylindrischer Zyklon ausgebildet ist. Mit Hilfe eines solchen Zyklons werden Puderteilchen11 in Form eines kontinuierlichen Stroms aus Puderteilchen11 auf einen zu bepudernden Bedruckstoff12 gerichtet, nämlich ohne unterstützenden Luftstrom geworfen. - Im Ausführungsbeispiel der
1 und2 ist dem als Zyklon ausgebildeten Bepuderungsmodul10 ein Dosierzylinder13 zugeordnet, wobei der Dosierzylinder13 gemäß2 mehrere Dosieröffnungen14 mit unterschiedlichem Dosierquerschnitt aufweist. In2 sind die Dosieröffnungen14 durch schwarze Balken dargestellt, wobei der Dosierquerschnitt einer Dosieröffnung14 um so größer ist, je größer bzw. dicker in2 der schwarze Balken dargestellt ist. - Der Dosierzylinder
13 ist derart verstellbar, nämlich gemäß2 im Sinne des Doppelpfeils15 relativ zum Bepuderungsmodul10 verdrehbar, dass in Transportrichtung der Puderteilchen11 gesehen zwischen einer Austrittsöffnung16 des Bepuderungsmoduls10 und dem zu bepudernden Bedruckstoff12 eine der Dosieröffnungen14 des Dosierzylinders13 zur Dosierung der auf den Bedruckstoff gelangenden Pudermenge wirksam ist. - Im gezeigten Ausführungsbeispiel der
1 und2 ist abhängig von der Drehposition des Dosierzylinders13 relativ zum Bepuderungsmodul10 eine einzige Dosieröffnung14 zur Dosierung der auf den Bedruckstoff12 gelangenden Pudermenge wirksam. Gemäß2 verfügt jede der Dosieröffnungen14 dabei über einen unterschiedlichen Dosierquerschnitt. - Im Unterschied hierzu ist es auch möglich, dass der Dosierzylinder
13 mehrere Dosieröffnungen mit gleichen Dosierquerschnitten aufweist, wobei dann abhängig von der Relativposition bzw. Drehposition des Dosierzylinders13 eine unterschiedliche Anzahl von Dosieröffnungen mit gleichen Dosierquerschnitten wirksam ist. Auch hierdurch kann die auf den Bedruckstoff gelangende Pudermenge genau eingestellt werden. - Ebenso ist es möglich, dass der Dosierzylinder mehrere Dosieröffnungen mit unterschiedlichen Dosierquerschnitten und/oder gleichen Dosierquerschnitten aufweist, wobei abhängig von der Relativposition bzw. Drehposition des Dosierzylinders
13 eine unterschiedliche Anzahl von Dosieröffnungen mit unterschiedlichen Dosierquerschnitten und/oder gleichen Dosierquerschnitten zur Dosierung der auf den Bedruckstoff12 gelangenden Pudermenge wirksam ist. - Im Ausführungsbeispiel der
1 und2 verläuft eine Drehachse17 des Dosierzylinders13 senkrecht zu einer Zylinderachse18 des als Zyklon ausgebildeten Bepuderungsmoduls und damit in etwa parallel zu einer Austrittsrichtung der Puderteilchen11 aus der Austrittsöffnung16 des als Zyklon ausgebildeten Bepuderungsmoduls10 . - Im Unterschied hierzu ist es auch möglich, wie
3 zeigt, dass der Dosierzylinder13 das als Zyklon ausgebildete Bepuderungsmodul10 konzentrisch umgibt, sodass die Drehachse17 des Dosierzylinders13 mit der Zylinderachse18 des als Zyklon ausgebildeten Bepuderungsmoduls10 zusammenfällt und damit in etwa senkrecht zu einer Austrittsrichtung der Puderteilchen11 aus der in3 nicht dargestellten Austrittsöffnung des als Zyklon ausgebildeten Bepuderungsmoduls10 verläuft. - Die Erfindung ist nicht auf den Einsatz von als Zyklonen ausgebildeten Bepuderungsmodulen beschränkt. Vielmehr kann die Erfindung auch dann zum Einsatz kommen, wenn das Bepuderungsmodul eine Bepuderungsdüse umfasst, welche die Puderteilchen mit Luftstromunterstützung als Puder-Luft-Gemisch auf den zu bepudernden Bedruckstoff richtet.
- In diesem Fall verläuft dann die Drehachse des Dosierzylinders entweder in etwa parallel oder senkrecht zur Austrittsrichtung der Puderteilchen aus der Austrittsöffnung der Bepuderungsdüse des jeweiligen Bepuderungsmoduls.
- Die Relativverdrehung der Dosierzylinder
13 kann elektromotorisch mit Hilfe von Schrittmotoren oder, wie2 zeigt, elektromagnetisch erfolgen. - So umfasst gemäß
2 der Dosierzylinder13 einen Permanentmagneten19 und mehrere am äußeren Umfang des Dosierzylinders13 positionierte, hinsichtlich ihrer Polarität veränderbare Elektromagneten20 , wobei durch eine Veränderung der Polarität der Elektromagneten20 eine Verdrehung des Dosierzylinders13 gegenüber dem Permanentmagneten12 realisiert werden kann. - Im Unterschied zum gezeigten Ausführungsbeispiel ist es auch möglich, dass mehreren Bepuderungsmodulen ein gemeinsamer Dosierzylinder zugeordnet ist. Auch ist es möglich, dass jedem Bepuderungsmodul mehrere separate Dosierzylinder oder mehreren Bepuderungsmodulen mehrere gemeinsame Dosierzylinder zugeordnet sind.
-
- 10
- Bepuderungsmodul
- 11
- Puderteilchen
- 12
- Bedruckstoff
- 13
- Dosierzylinder
- 14
- Dosieröffnung
- 15
- Doppelpfeil
- 16
- Austrittsöffnung
- 17
- Drehachse
- 18
- Zylinderachse
- 19
- Permanentmagnet
- 20
- Elektromagnet
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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- Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 102005019363 A1 [0003, 0003]
- - DE 102005055111 A1 [0003, 0003]
Claims (12)
- Vorrichtung zum Bepudern bzw. Bestäuben von Bedruckstoffen, insbesondere von Druckbogen, mit mindestens einem Bepuderungsmodul, mit Hilfe dessen Puderteilchen auf den zu bepudernden Bedruckstoff richtbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass dem oder jedem Bepuderungsmodul (
10 ) jeweils mindestens ein separater Dosierzylinder (13 ) oder mehreren Bepuderungsmodulen jeweils mindestens ein gemeinsamer Dosierzylinder zugeordnet ist, wobei der jeweilige Dosierzylinder (13 ) mehrere Dosieröffnungen (14 ) aufweist, und wobei der jeweilige Dosierzylinder (13 ) derart verstellbar ist, dass in Transportrichtung der Puderteilchen gesehen zwischen einer Austrittsöffnung des oder jedes Bepuderungsmoduls (10 ) und dem zu bepudernden Bedruckstoff mindestens eine der Dosieröffnungen (14 ) des jeweiligen Dosierzylinders zur Dosierung der auf den Bedruckstoff gelangenden Pudermenge wirksam ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das oder jedes Bepuderungsmodul (
10 ) ein zylindrischer Zyklon ist, wobei der Zyklon einen kontinuierlichen Strom von Puderteilchen auf den Bedruckstoff richtet. - Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Drehachse (
17 ) des jeweiligen Dosierzylinders (13 ) senkrecht zu einer Zylinderachse (18 ) des Zyklons und damit in etwa parallel zu einer Austrittsrichtung der Puderteilchen aus der Austrittsöffnung des Zyklons verläuft. - Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweilige Dosierzylinder (
13 ) den Zyklon konzentrisch umgibt, sodass eine Drehachse (17 ) des Dosierzylinders (13 ) mit einer Zylinderachse (18 ) des Zyklons zusammenfällt und damit in etwa senkrecht zu einer Austrittsrichtung der Puderteilchen aus der Austrittsöffnung des Zyklons verläuft. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das oder jedes Bepuderungsmodul eine Bepuderungsdüse aufweist, die einen kontinuierlichen Strom eines Puder-Luft-Gemischs auf den Bedruckstoff richtet.
- Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Drehachse des jeweiligen Dosierzylinders in etwa parallel zu einer Austrittsrichtung der Puderteilchen aus der Austrittsöffnung der Bepuderungsdüse verläuft.
- Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweiligen Dosierzylinder die Bepuderungsdüse derart umgibt, sodass eine Drehachse des Dosierzylinders senkrecht zu einer Austrittsrichtung der Puderteilchen aus der Austrittsöffnung der Bepuderungsdüse verläuft.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosieröffnungen (
14 ) des jeweiligen Dosierzylinders unterschiedliche Dosierquerschnitte aufweisen, wobei abhängig von der Relativposition des Dosierzylinders (13 ) immer eine der Dosieröffnungen (14 ) mit den unterschiedlichen Dosierquerschnitten wirksam ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosieröffnungen des jeweiligen Dosierzylinders gleiche Dosierquerschnitte aufweisen, wobei abhängig von der Relativposition des Dosierzylin ders eine unterschiedliche Anzahl von Dosieröffnungen mit den gleichen Dosierquerschnitten wirksam ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosieröffnungen des jeweiligen Dosierzylinders unterschiedliche Dosierquerschnitte aufweisen, wobei abhängig von der Relativposition des Dosierzylinders eine unterschiedliche Anzahl von Dosieröffnungen mit den unterschiedlichen Dosierquerschnitten wirksam ist.
- Verfahren zum Bepudern bzw. Bestäuben von Bedruckstoffen, insbesondere von Druckbogen, mit mindestens einem Bepuderungsmodul, mit Hilfe dessen Puderteilchen auf den zu bepudernden Bedruckstoff gerichtet werden, dadurch gekennzeichnet, dass ein mehrere Dosieröffnungen aufweisender Dosierzylinder derart verlagert wird, dass in Transportrichtung der Puderteilchen gesehen zwischen einer Austrittsöffnung des Bepuderungsmoduls und dem zu bepudernden Bedruckstoff mindestens eine der Dosieröffnungen des Dosierzylinders zur Dosierung der auf den Bedruckstoff gelangenden Pudermenge wirksam ist.
- Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass dasselbe unter Verwendung einer Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10 durchgeführt wird.
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| DE1820842U (de) * | 1959-09-19 | 1960-11-03 | Karl Otte Maschinenfabrik | Druckbestaeubungsvorrichtung fuer die puderbestaeubung bedruckter bogen an druckmaschinen. |
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| DE102005019363A1 (de) | 2005-04-26 | 2006-11-02 | Man Roland Druckmaschinen Ag | Vorrichtung und Verfahren zum Bepudern bzw. Bestäuben von Bedruckstoffen |
| DE102005055111A1 (de) | 2005-11-18 | 2007-05-24 | Man Roland Druckmaschinen Ag | Vorrichtung und Verfahren zum Bepudern bzw. Bestäuben von Bedruckstoffen |
-
2008
- 2008-02-15 DE DE102008009287A patent/DE102008009287A1/de not_active Withdrawn
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