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DE102005019363A1 - Vorrichtung und Verfahren zum Bepudern bzw. Bestäuben von Bedruckstoffen - Google Patents

Vorrichtung und Verfahren zum Bepudern bzw. Bestäuben von Bedruckstoffen Download PDF

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DE102005019363A1
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DE200510019363
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Edgar Werber
Arno Wührl
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Manroland Sheetfed GmbH
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MAN Roland Druckmaschinen AG
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    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F23/00Devices for treating the surfaces of sheets, webs, or other articles in connection with printing
    • B41F23/04Devices for treating the surfaces of sheets, webs, or other articles in connection with printing by heat drying, by cooling, by applying powders
    • B41F23/06Powdering devices, e.g. for preventing set-off

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Electrostatic Spraying Apparatus (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bepudern bzw. Bestäuben von Bedruckstoffen, insbesondere von Druckbogen, mit mindestens einem Behälter (11) zur Aufnahme von Puder, wobei der oder jeder Behälter (11) mindestens eine Einfüllöffnung (13) aufweist, um Puder in den jeweiligen Behälter (11) einzufüllen, und wobei der oder jeder Behälter (11) mindestens eine Entleerungsöffnung (14) aufweist, um durch Drehung mindestens eines in den Behälter (11) integrierten Rotors (15) beschleunigtes Puder auf den Bedruckstoff zu richten. Das Puder wird vorzugsweise beim Kontakt desselben mit einer Innenfläche (19) einer äußeren Wand (12) des Behälters (11) elektrostatisch aufgeladen, wobei elektrostatisch aufgeladenes und überschüssig auf den Bedruckstoff gerichtetes Puder elektrostatisch eingesammelt wird.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bepudern bzw. Bestäuben von Bedruckstoffen. Des weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Bepudern bzw. Bestäuben von Bedruckstoffen.
  • In der Drucktechnik ist es bereits Stand der Technik, bedruckte Bedruckstoffe mit Puder zu bepudern bzw. zu bestäuben. In Bogendruckmaschinen dient die Bepuderung bzw. Bestäubung von bedruckten Druckbogen dazu, ein Verblocken der Druckbogen im Bereich des Auslegers zu verhindern. Weiterhin kann das auf die Druckbogen aufgetragene Puder die Trocknung der aufgetragenen Druckfarbe erleichtern. Nach dem Stand der Technik wird beim Bepudern bzw. Bestäuben von Bedruckstoffen so vorgegangen, dass Puder mit Hilfe von Druckluft auf einen bedruckten Bedruckstoff gerichtet wird. So offenbaren die DE 196 35 830 A1 sowie die DE 198 36 014 A1 jeweils Vorrichtungen zum Bestäuben bzw. Bepudern von Bedruckstoffen, bei welchen das Puder mit Hilfe eines Druckluftstrahls auf die Bedruckstoffe gerichtet wird. Diese aus dem Stand der Technik bekannte Vorgehensweise verfügt über den Nachteil, dass der Transport des bedruckten Bedruckstoffs, insbesondere der Transport von Druckbogen, durch die Druckluft negativ beeinträchtigt werden kann. Des weiteren wird mit derartigen aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen üblicherweise viel zu viel Puder auf die Bedruckstoffe gerichtet, wobei sich das überschüssige Puder ungehindert in einer Druckerei verteilt und von in der Druckerei arbeitenden Personen eingeatmet werden kann. Dies stellt eine erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigung für die in einer Druckerei arbeitenden Personen dar.
  • Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung das Problem zu Grunde eine neuartige Vorrichtung sowie ein neuartiges Verfahren zum Bepudern bzw. Bestäuben von Bedruckstoffen zu schaffen.
  • Das zuvor genannte Problem wird nach einem ersten Aspekt der hier vorliegenden Erfindung durch eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1 gelöst.
  • Hiernach weist die erfindungsgemäße Vorrichtung mindestens einen Behälter zur Aufnahme von Puder auf, wobei der oder jeder Behälter mindestens eine Einfüllöffnung aufweist, um Puder in den jeweiligen Behälter einzufüllen, und wobei der oder jeder Behälter mindestens eine Entleerungsöffnung aufweist, um durch Drehung mindestens eines in den Behälter integrierten Rotors beschleunigtes Puder auf den Bedruckstoff zu richten.
  • Nach dem ersten Aspekt der hier vorliegenden Erfindung wird eine Vorrichtung zum Bepudern bzw. Bestäuben von Bedruckstoffen vorgeschlagen, die mindestens einen Behälter mit mindestens einem in den jeweiligen Behälter integrierten Rotor aufweist. In den jeweiligen Behälter über mindestens eine Einfüllöffnung eingebrachtes Puder wird durch die Rotation des Rotors beschleunigt und verlässt den Behälter über mindestens eine Entleerungsöffnung, wobei das so beschleunigte Puder infolge seiner Bewegungsenergie auf den Bedruckstoff gelangt. Das Puder wird sozusagen in Richtung auf den Bedruckstoff geworfen. Druckluft zum Transport des Puders ist nicht erforderlich. Dies stellt eine deutliche Verbesserung für den Transport des Bedruckstoffs dar, da dieser nicht mehr durch Druckluft beeinträchtigt wird. Bedruckte Druckbogen können deutlich ruhiger im Bereich einer solchen Bepuderungsvorrichtung geführt werden. Des weiteren kann mit Hilfe der erfindungsgemäßen Vorrichtung der Puderaustritt im Bereich der oder jeder Entleerungsöffnung wesentlich feiner dosiert werden, als bei den aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen. Hierdurch kann wesentlich weniger Puder zum Einsatz kommen, was einen deutlichen Kostenvorteil darstellt. Darüber hinaus wird wesentlich weniger Puder in die Umgebung der Druckmaschine abgegeben, wodurch die Luftbeladung mit Puder entscheidend verringert wird und somit die Arbeitssicherheit erhöht wird.
  • Nach einem zweiten Aspekt der hier vorliegenden Erfindung wird das Problem durch eine Vorrichtung gemäß Anspruch 11 gelöst.
  • Hiernach weist die erfindungsgemäße Vorrichtung mindestens eine Puderauftrageinrichtung und mindestens eine Pudersammeleinrichtung, wobei im Bereich der Puderauftrageinrichtung elektrostatisch aufgeladenes und überschüssig auf den Bedruckstoff gerichtetes Puder durch die Pudersammeleinrichtung im Bereich des Bedruckstoffs elektrostatisch einsammelbar ist.
  • Nach dem zweiten Aspekt der hier vorliegenden Erfindung, der entweder alleine oder auch in Verbindung mit dem ersten Aspekt der Erfindung zum Einsatz kommen kann, wird eine Vorrichtung vorgeschlagen, bei welcher das Puder im Bereich der Puderauftrageinrichtung elektrostatisch aufgeladen wird, wobei mit Hilfe der Puderauftrageinrichtung überschüssig auf dem Bedruckstoff gerichtetes Puder mit Hilfe der Pudersammeleinrichtung im Bereich des Bedruckstoffs elektrostatisch eingesammelt wird. Hierdurch ist es möglich, überschüssig aufgetragenes Puder einzusammeln und zu verhindern, dass sich überschüssiges Puder in einer Druckerei verteilt und von in der Druckerei arbeitenden Personen eingeatmet wird. Hierdurch wird die Arbeitssicherheit in einer Druckerei deutlich verbessert.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zum Bepudern bzw. Bestäuben von Bedruckstoffen ist in den unabhängigen Patentansprüchen 16 bzw. 19 definiert.
  • Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung. Ausführungsbeispiele der Erfindung werden, ohne hierauf beschränkt zu sein, an Hand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt:
  • 1: eine schematisierte Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Bepudern bzw. Bestäuben von Bedruckstoffen.
  • Nachfolgend wird die hier vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf 1 in größerem Detail beschrieben.
  • 1 zeigt eine schematisierte Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Bepudern bzw. Bestäuben bedruckter Bedruckstoffe, wobei nachfolgend unter Bezugnahme auf 1 die Erfindung beim Bepudern bzw. Bestäuben von Druckbogen 10 beschrieben wird. Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann jedoch auch beim Bepudern bzw. Bestäuben bahnförmiger Bedruckstoffe Verwendung finden.
  • Im gezeigten Ausführungsbeispiel der 1 verfügt die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Bepudern bzw. Bestäuben von Bedruckstoffen über mindestens einen Behälter 11. Der Behälter 11 dient der Aufnahme von Puder und ist vorzugsweise als zylindrische Trommel ausgeführt. Eine äußere Wand 12 des Behälters 11 ist demnach im gezeigten Ausführungsbeispiel zylindrisch geformt. In die äußere Wand 12 des als zylindrische Trommel ausgeführten Behälters 11 ist mindestens eine Einfüllöffnung 13 für Puder integriert. Die oder jede Einfüllöffnung 13 ist über eine vorzugsweise als Klappe 26 ausgeführte Einrichtung komplett verschließbar. Über die Einfüllöffnung 13 kann in den Behälter 11 Puder eingefüllt werden. Weiterhin ist in die äußere Wand 12 des Behälters 11 mindestens eine Entleerungsöffnung 14 integriert, damit das Puder den Behälter 11 verlassen und auf den Bedruckstoff bzw. die Druckbogen 10 gerichtet werden kann.
  • Im Sinne der hier vorliegenden Erfindung ist in den Behälter 11 mindestens ein Rotor 15 integriert. Der Rotor 15 dreht sich im Sinne der Pfeile 16 um eine Drehachse 17, wobei durch die Rotation des Rotors 15 das im Behälter 11 aufgenommene Puder beschleunigt wird. Im gezeigten Ausführungsbeispiel verfügt der Rotor 15 über vier Rotorschaufeln 18, wobei sich die Rotorschaufeln 18 ausgehend von der Drehachse 17 des Rotors nach radial außen erstrecken, mit Abstand von der äußeren Wand 12 des Behälters 11 enden und jeweils einen Winkel von in etwa 90° einschließen. Es ist selbstverständlich auch eine von vier abweichende Anzahl von Rotorschaufeln möglich. Auch können die Rotorschaufeln unterschiedliche Winkel einschließen. Weiterhin können die Rotorschaufeln gebogen oder gekrümmt ausgeführt sein.
  • Durch die Rotation des Rotors 15 wird, wie bereits erwähnt, das im Behälter 11 aufgenommene Puder beschleunigt und gelangt aufgrund von auf das Puder wirkenden Zentrifugalkräften auf eine Innenfläche 19 der äußeren Wand 12. Das Puder wird kontaktierend an der Innenfläche 19 der Wand 12 vorbeibewegt und kann den Behälter 11 im Bereich der oder jeder Entleerungsöffnung 14 verlassen. Das Puder gelangt dabei aufgrund der durch den Rotor 15 in das Puder induzierten Bewegungsenergie auf den Bedruckstoff, nämlich auf die Druckbogen 10. Das Puder wird sozusagen auf den Druckbogen 10 geworfen, so dass keinerlei Druckluft zum Transport des Puders auf die Druckbogen erforderlich ist. Hierdurch kann ein deutlich ruhigerer Transport der Druckbogen 10 im Bereich der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Bepudern bzw. Bestäuben von Bedruckstoffen realisiert werden.
  • Durch Variation der Drehzahl des Rotors 15 kann die Bewegungsenergie sowie Austrittsgeschwindigkeit des Puders im Bereich der Entleerungsöffnung 14 eingestellt werden.
  • Die in die äußere Wand 12 des Behälters 11 integrierte Entleerungsöffnung 14 ist als tangentiale Entleerungsöffnung ausgebildet. Im Bereich der Entleerungsöffnung 14 tritt das Puder demnach aus dem Behälter 11 tangential zur Drehrichtung des Rotors 15 bzw. tangential zur äußeren Wand 12 des Behälters 11 aus dem Behälter 11 aus. Diese Austrittsrichtung des Puders aus der Entleerungsöffnung 14 verläuft dabei vorzugsweise in etwa senkrecht zu einer zu bepudernden bzw. zu bestäubenden Oberfläche 20 der Druckbogen 10.
  • Die Entleerungsöffnung 14 ermöglicht den tangentialen Austritt des Puders durch Realisierung bzw. Bereitstellung eines geeigneten Spalts. Diese Entleerungsöffnung 14 ist vollständig verschließbar, so dass sich das Puder ungehindert durch den Behälter 11 auf einer Kreisbahn entlang der Innenwand 19 bewegen kann. In axialer Richtung können mehrere Entleerungsöffnungen 14 nebeneinander angeordnet sein, die unabhängig voneinander betätigbar sind. Hierdurch ist dann eine an die Breite des Bedruckstoffs angepasste Puderdosierung möglich.
  • Das Öffnen sowie Schließen der Entleerungsöffnung 14 erfolgt mit Hilfe einer Betätigungseinrichtung 21, die vorzugsweise als Piezosteller ausgebildet ist. Mit Hilfe eines Piezostellers kann die Entleerungsöffnung 14 schnell geöffnet sowie geschlossen werden. Es ist daher ein schnelles Takten der Entleerungsöffnung im Sinne eines Öffnens und Schließens derselben möglich. Hierdurch kann die auf den Druckbogen 10 gerichtete Pudermenge exakt eingestellt werden. Es ist eine besonders sparsame Dosierung des Puders beim Bepudern bzw. Bestäuben von Bedruckstoffen möglich.
  • Wie bereits erwähnt, ist in die äußere Wand 12 des Behälters 11 neben der Entleerungsöffnung 14 auch mindestens eine Einfüllöffnung 13 integriert, um Puder in den Behälter 11 einzuführen. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Einfüllöffnung 13 als tangentiale Einfüllöffnung ausgebildet, deren Öffnungsstellung bzw. Öffnungsgrad durch die Klappe 26 einstellbar ist. Der Einfüllöffnung 13 wird das Puder in radialer Richtung mit Hilfe einer Puderzuführeinrichtung 22 zugeführt wird.
  • Die Puderzuführeinrichtung 22 fördert demnach in den Behälter 11 einzuführendes Puder in radialer Richtung auf die Einfüllöffnung 13 des Behälters 11, wobei das Puder über die tangentiale Einfüllöffnung 13 in Umfangsrichtung des Behälters 11 in denselben eingefüllt wird. Es sei darauf hingewiesen, dass die Einfüllöffnung auch als radiale Einfüllöffnung ausgebildet sein kann, über welche dann das mit Hilfe der Puderzuführeinrichtung zugeführte Puder in radialer Richtung in den Behälter eingefüllt wird.
  • Abweichend vom gezeigten Ausführungsbeispiel kann der Behälter auch eine axiale Einfüllöffnung für Puder aufweisen. Diese ist dann vorzugsweise in etwa in der Mitte des Behälters im Bereich der Drehachse des Rotors positioniert. Einer solchen Einfüllöffnung wird das Puder über eine Puderzuführeinrichtung in axialer Richtung zugeführt, wobei dann das Puder in axialer Richtung in den Behälter eingeführt wird.
  • Wie bereits oben mehrfach erwähnt, wird das in den Behälter 11 über die Einfüllöffnung 13 eingefüllte Puder durch die Rotation des Rotors 15 im Behälter 11 beschleunigt und bedingt durch auf das Puder wirkende Zentrifugalkräfte in Berührung mit der Innenfläche 19 der äußeren Wand 12 des Behälters 11 gebracht. Bevor das so beschleunigte Puder demnach den Behälter 11 im Bereich der Entleerungsöffnung 14 verlässt, wird das Puder unter Kontakt mit der Innenfläche 19 der äußeren Wand 12 an derselben vorbeibewegt. Im Sinne der hier vorliegenden Erfindung ist die Innenfläche 19 der äußeren Wand 12 des Behälters 11 aus einem Material ausgebildet, welches eine vom Puder stark abweichende Austrittsenergie aufweist, wodurch das Puder beim kontaktierenden Vorbeibewegen an der Innenfläche 19 elektrostatisch aufgeladen wird. Durch die Wahl des Materials der Innenfläche 19 kann die Polarität und die tendenzielle Effektivität dieses elektrostatischen Aufladevorgangs bestimmt werden.
  • Der 1 kann entnommen werden, dass das den Behälter 11 im Bereich der Entleerungsöffnung 14 verlassende Puder im gezeigten Ausführungsbeispiel negativ elektrostatisch geladen ist. Im Bereich des Behälters 11 elektrostatisch aufgeladenes Puder, welches trotz der exakten Dosierung über die Entleerungsöffnung 14 in einer überschüssigen Menge in Richtung auf die Druckbogen 10 gerichtet wird, wird im Bereich der Druckbogen 10 mit Hilfe einer Pudersammeleinrichtung 23 eingesammelt.
  • Die Pudersammeleinrichtung 23 verfügt über mehrere Sammelelektroden 24, welche das elektrostatisch geladene Puder anziehen und sammeln. Die Sammelelektroden 24 sind dabei im gezeigten Ausführungsbeispiel positiv geladen, um so ein Anziehen des negativ geladenen Puders zu bewirken. Das so angezogene, überschüssige Puder kann im Bereich eines Sammelbehälters 25 gesammelt werden.
  • Im Sinne der Erfindung ist demnach ein besonders einfaches sowie effektives Sammeln von überschüssigem Puder möglich, so dass verhindert wird, dass sich überschüssiges Puder in einer Druckerei verteilt und von in der Druckerei arbeitenden Personen eingeatmet werden kann. Dies erhöht die Arbeitssicherheit am Arbeitsplatz und verbessert des weiteren den Umweltschutz.
  • An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass das Puder im Bereich der Entleerungsöffnung 14 zusätzlich auch aktiv elektrostatisch aufgeladen werden kann, und zwar dadurch, dass im Bereich der Entleerungsöffnung 14 Ladeelektroden positioniert werden. Weiterhin sei darauf hingewiesen, dass das Prinzip des elektrostatischen Aufladens des Puders sowie des elektrostatischen Einsammeln überschüssigen Puders auch bei aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen zum Bepudern bzw. Bestäuben von Druckbogen, die das Puder über Druckluft auf die Druckbogen richten, eingesetzt werden kann.
  • Im gezeigten Ausführungsbeispiel der 1 verfügt die erfindungsgemäße Vorrichtung über einen Behälter 11, in welchem Puder aufgenommen und durch Rotation eines im Behälter 11 positionierten Rotors 15 beschleunigt wird. Es sei darauf hingewiesen, dass auch mehrere derartige Behälter mit in die Behälter integrierten Rotoren vorhanden sein können. Sind zum Beispiel zwei Behälter mit in die Behälter integrierten Rotoren vorhanden, so wird das Puder vorzugsweise in einem ersten Behälter negativ und in einem zweiten Behältern positiv elektrostatisch aufgeladen. Hierdurch ist es möglich, sowohl positiv als auch negativ elektrostatisch geladenes Puder auf die Druckbogen zu richten, so dass nach dem Bepudern elektrisch neutrale Druckbogen vorliegen. Elektrisch neutrale Druckbogen sind für eine weitere Handhabung derselben im Bereich des Auslegers vorteilhaft. Das positive oder negative elektrostatische Aufladen des Puders im Bereich der Innenfläche 19 der äußeren Wand 12 des Behälters 11 wird durch die konkrete Werkstoffpaarung aus Puder und Innenfläche 19 der äußeren Wand 12 bestimmt. Die Auswahl einer geeigneten Werkstoffpaarung obliegt dem hier angesprochenen Fachmann.
  • Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann ein Rotor 15 in den Behälter 11 integriert werden, der mit einer definierten Umwucht ausgestattet ist. Wird ein solcher unausgewuchteter Rotor in den Behälter 11 integriert und drehend angetrieben, so kann der Behälter 11 in eine Rüttelbewegung bzw. Schwingungsbewegung versetzt werden. Eine derartige Rüttelbewegung kann die Zuführung des Puders über die Puderzuführeinrichtung 22 positiv beeinflussen.
  • 10
    Druckbogen
    11
    Behälter
    12
    Wand
    13
    Einfüllöffnung
    14
    Entleerungsöffnung
    15
    Rotor
    16
    Drehrichtungssinn
    17
    Drehachse
    18
    Rotorschaufel
    19
    Innenfläche
    20
    Oberfläche
    21
    Betätigungseinrichtung
    22
    Puderzuführeinrichtung
    23
    Pudersammeleinrichtung
    24
    Sammelelektrode
    25
    Sammelbehälter
    26
    Klappe

Claims (20)

  1. Vorrichtung zum Bepudern bzw. Bestäuben von Bedruckstoffen, insbesondere von Druckbogen, mit mindestens einem Behälter (11) zur Aufnahme von Puder, wobei der oder jeder Behälter (11) mindestens eine Einfüllöffnung (13) aufweist, um Puder in den jeweiligen Behälter (11) einzufüllen, und wobei der oder jeder Behälter (11) mindestens eine Entleerungsöffnung (14) aufweist, um durch Drehung mindestens eines in den Behälter (11) integrierten Rotors (15) beschleunigtes Puder auf den Bedruckstoff zu richten.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die oder jede Entleerungsöffnung (14) als tangentiale Entleerungsöffnung ausgebildet ist, die in eine äußere Wand (12) des jeweiligen Behälters (11) integriert ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die oder jede Entleerungsöffnung (14) einen Austritt des Puders aus dem jeweiligen Behälter tangential zur Drehrichtung des Rotors (15) ermöglicht.
  4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Austrittsrichtung des Puders aus der oder jeder Entleerungsöffnung (14) einerseits in etwa tangential zur äußeren Wand (12) des jeweiligen Behälters (11) und andererseits in etwa senkrecht zu einer zu bepudernden bzw. zu bestäubenden Oberfläche (20) des Bedruckstoffs (10) verläuft.
  5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die oder jede Entleerungsöffnung (14) über jeweils eine Betätigungseinrichtung (21) geöffnet und geschlossen werden kann, die vorzugsweise als Piezosteller ausgebildet ist.
  6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der oder jeder Behälter (11) als vorzugsweise zylindrisch geformte Trommel ausgebildet ist.
  7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die oder jede Einfüllöffnung (13) als tangentiale oder radiale Einfüllöffnung ausgebildet ist, die in eine äußere Wand (12) des jeweiligen Behälters (11) integriert ist.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die oder jede Einfüllöffnung (13) einen Eintritt des Puders in den jeweiligen Behälter (11) tangential oder radial zur einer äußeren Wand (12) ermöglicht, wobei der jeweiligen Einfüllöffnung (13) das Puder über eine Puderzuführeinrichtung (22) in radialer Richtung oder in Umfangsrichtung des jeweiligen Behälters (11) zuführbar ist.
  9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die oder jede Einfüllöffnung als axiale Einfüllöffnung ausgebildet ist, die in etwa in der Mitte des jeweiligen Behälters im Bereich der Drehachse des Rotors positioniert ist, wobei der jeweiligen Einfüllöffnung das Puder über eine Puderzuführeinrichtung in axialer Richtung des jeweiligen Behälters zuführbar ist.
  10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass über die axiale Erstreckung des Behälters (11) mehrere Einfüllöffnungen und/oder Entleerungsöffnung nebeneinander positioniert sind.
  11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, gekennzeichnet durch Merkmale nach einem oder mehreren der Ansprüche 12 bis 14 oder 16.
  12. Vorrichtung zum Bepudern bzw. Bestäuben von Bedruckstoffen, insbesondere von Druckbogen, mit mindestens einer Puderauftrageinrichtung, um Puder auf den Bedruckstoff zu richten, und mit mindestens einer Pudersammeleinrichtung, um im Bereich der Puderauftrageinrichtung elektrostatisch aufgeladenes und überschüssig auf den Bedruckstoff gerichtetes Puder im Bereich des Bedruckstoffs elektrostatisch einzusammeln.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Puderauftrageinrichtung mindestens Behälter (11) zur Aufnahme von Puder aufweist, wobei der oder jeder Behälter mindestens eine Einfüllöffnung (13) für Puder und mindestens eine Entleerungsöffnung (14) aufweist, um durch Drehung eines in den Behälter integrierten Rotors (15) beschleunigtes Puder auf den Bedruckstoff zu richten, und wobei das Puder beim Kontakt desselben mit einer Innenfläche (19) einer äußeren Wand (12) des Behälters elektrostatisch aufladbar ist.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Puder durch im Bereich der oder jeder Einleerungsöffnung angeordnete Ladeelektroden zusätzlich aktiv elektrostatisch aufladbar ist.
  15. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Puderauftrageinrichtung mindestens ein Düse aufweist, um Puder über Druckluft auf den Bedruckstoff zu richten, wobei das Puder durch im Bereich der oder jeder Düse angeordnete Ladeelektroden aktiv elektrostatisch aufladbar ist.
  16. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Pudersammeleinrichtung (23) mindestens eine Sammelelektrode (24) für das elektrostatisch aufgeladene Puder aufweist.
  17. Verfahren zum Bepudern bzw. Bestäuben von Bedruckstoffen, insbesondere von Druckbogen, wobei in einem Behälter aufgenommenes Puder durch Rotation eines in den Behälter integrierten Rotors beschleunigt und über mindestens eine Entleerungsöffnung desselben auf den Bedruckstoff gerichtet bzw. geworfen wird.
  18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Puder durch die Rotation des Rotors an einer elektrostatisch leitfähigen Innenfläche des Behälters kontaktierend vorbeibewegt und dabei elektrostatisch aufgeladen wird, wobei überschüssig auf den Bedruckstoff gerichtetes Puder im Bereich des Bedruckstoffs elektrostatisch eingesammelt wird.
  19. Verfahren nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass dasselbe unter Verwendung einer Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13 oder 15 durchgeführt wird.
  20. Verfahren zum Bepudern bzw. Bestäuben von Bedruckstoffen, insbesondere von Druckbogen, wobei Puder mit einer Puderauftrageinrichtung auf den Bedruckstoff gerichtet wird, wobei das Puder im Bereich der Puderauftrageinrichtung elektrostatisch aufgeladenen wird, und überschüssig auf den Bedruckstoff gerichtetes Puder im Bereich des Bedruckstoffs elektrostatisch eingesammelt wird.
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