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Die
Erfindung betrifft eine Anfahreinheit mit einer hydrodynamischen
Kupplung.
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Hydrodynamische
Kupplungen sind bekannt. Sie weisen ein Pumpenrad und ein Turbinenrad
auf, welches in der Regel die beiden einzigen Schaufelräder der
hydrodynamischen Kupplung sind. Demnach ist kein Leitrad vorgesehen.
Häufig
werden hydrodynamische Kupplungen in Anfahreinheiten, wie zum Beispiel
in der
DE 103 53 519
A1 beschrieben, eingesetzt, wobei eine mechanische Kupplung
(Überbrückungskupplung)
parallel zu der hydrodynamischen Kupplung angeordnet ist. Die hydrodynamische Kupplung
wird zum verschleißfreien
Anfahren verwendet.
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Das
Pumpenrad und das Turbinenrad bilden miteinander einen, in der Regel
torusförmigen, über einen
Arbeitsmediumzulauf und einen Arbeitsmediumablauf mit Arbeitsmedium
befüllbaren
und entleerbaren Arbeitsraum aus, wobei das Arbeitsmedium beispielsweise Öl, Wasser
oder ein Wassergemisch ist. Im Pumpenrad wird das Arbeitsmedium
radial nach außen
beschleunigt, tritt in das Turbinenrad ein, wird dort radial nach
innen verzögert
und tritt wieder in das Pumpenrad ein. Mittels dieses Arbeitsmediumkreislaufs
(Kreislaufströmung)
wird Drehmoment beziehungsweise Antriebsleistung vom Pumpenrad auf das
Turbinenrad verschleißfrei übertragen.
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Es
ist bekannt, in hydrodynamischen Kupplungen feststehende oder verschiebbare
Drosselbauteile anzuordnen, um den Arbeitsmediumkreislauf und damit
das Übertragungsverhalten
der hydrodynamischen Kupplung zu beeinflussen, insbesondere gezielt
einzustellen. Beispielsweise beschreibt die Offenlegungsschrift
DE 103 53 519 A1 zwei
alternative Möglichkeiten,
Drosselbauteile vorzusehen. Gemäß der ersten
Ausführung
sind feststehende, in Axialrichtung, das heißt in Rotationsachsenrichtung,
der hydrodynamischen Kupplung oder in Radialrichtung der hydrodynamischen
Kupplung ausgerichtete Drosselbauteile vorgesehen, welche je nach
Schlupf zwischen Pumpenrad und Turbinenrad eine mehr oder minder
drosselnde Wirkung auf den Arbeitsmediumkreislauf ausüben. Gemäß der zweiten
Ausführungsform
sind in Axialrichtung der hydrodynamischen Kupplung verschiebbare
Wandbereiche des Pumpenrads als Drosselbauteil vorgesehen, um den Arbeitsmediumkreislauf
zu beeinflussen.
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In
den Druckschriften
DE
103 53 519 A1 und
DE
103 53 554 A1 sind jeweils Beispiele zur geregelten Betätigung des
Drosselbauteils und der Überbrückungskupplung
offenbart. Das Drosselbauteil ist mittels eines druckbetätigbaren
Verstellmechanismus in Rotationsachsenrichtung der hydrodynamischen Kupplung
zur Beeinflussung der Kreislaufströmung im und/oder am Arbeitsraum
verschiebbar. Die mechanische Überbrückungskupplung
weist mehrere Kupplungselemente auf, die über eine druckbetätigbare
Einkuppeleinrichtung miteinander reibschlüssig in Verbindung bringbar
sind, derart dass das Pumpenrad und das Turbinenrad drehfest gekoppelt
sind. Die Einkuppeleinrichtung ist über einen Einkuppelsteuerdruckführungskanal
an den Arbeitsmediumzulauf angeschlossen. Die Druckbetätigung der
Einkuppeleinrichtung erfolgt über
den Druck des durch diesen Arbeitsmediumzulauf geführten Arbeitsmediums. In
der
DE 103 53 519
A1 erfolgt die Druckbetätigung des
Verstellmechanismus über
eine separat angesteuerte Ventileinheit. Die
DE 103 53 554 A1 schlägt dagegen
vor, auch die Druckbetätigung
des Verstellmechanismus über
den Arbeitsmediumzulauf und den Einkuppelsteuerdruckführungskanal
zu steuern. Die Betätigungszustände der
Einkuppeleinrichtung und des Verstellmechanismus sind dabei eine
Funktion eines Differenzdruckes zwischen dem Druck des durch den
Arbeitsmediumzulauf geführten
Arbeitsmediums und dem Druck, der im Innenraum (Innenraumdruck)
eines Gehäuses
der hydrodynamischen Kupplung herrscht.
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Bei
den gemäß des Standes
der Technik ausgebildeten Ausführungsformen
einer gattungsgemäßen Anfahreinheit
ist der Aufwand zur Steuerung der Druckbetätigung der Einkuppeleinrichtung
und des Verstellmechanismus jeweils relativ hoch. Bei der Ausführungsform
der
DE 103 53 519
A1 muss eine zusätzliche
Steuerung für
die separate Ventileinheit des Verstellmechanismus bereit gestellt
werden. Die Ausführungsform
der
DE 103 53 554
A1 erfordert eine relativ aufwändige Steuerung des Differenzdruckes
zwischen dem Druck des durch den Arbeitsmediumzulauf geführten Arbeitsmediums
und dem Innenraumdruck. Diese Steuerung wird durch den Umstand verkompliziert,
dass das Drehmomentübertragungsverhalten
der hydrodynamischen Kupplung vom Innenraumdruck abhängt, der
selbst über
die Zuführung
von Arbeitsmedium durch den Arbeitsmediumzulauf gesteuert wird.
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In
der
DE 10 2007
008 814 B3 wird vorgeschlagen, die Betätigungszustände der Einkuppeleinrichtung
und des Verstellmechanismus als eine Funktion eines Druckes in einer
gemeinsamen Steuerleitung einzustellen. In einem ersten Druckbereich erfolgt
die Betätigung
des Verstellmechanismus, und in einem zweiten, höheren Druckbereich wird die
Einkuppeleinrichtung aktiviert. Weil somit mehrere Druckbereiche
nebeneinander vorgesehen sind, sind die einzelnen Bereiche klein,
und es werden hohe Anforderungen an das druckabhängige Ansprechverhalten der
Einkuppeleinrichtung und des Verstellmechanismus gestellt.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anfahreinheit bereitzustellen,
welche die Nachteile des Standes der Technik vermeidet, wobei insbesondere
eine Vereinfachung der Drucksteuerung der Einkuppeleinrichtung und
des Verstellmechanismus erreicht wird.
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Diese
Aufgabe wird durch eine Anfahreinheit und ein Verfahren nach den
unabhängigen
Ansprüchen
gelöst.
Die abhängigen
Ansprüche
stellen bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung dar.
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Eine
erfindungsgemäße Anfahreinheit
weist eine hydrodynamische Kupplung mit einem Pumpenrad und einem
Turbinenrad auf, die miteinander einen torusförmigen, mit einem über einen
Arbeitsmediumzu- und einen Arbeitsmediumablauf mit Arbeitsmedium
befüllbaren
und entleerbaren Arbeitsraum ausbilden, in dem eine Kreislaufströmung des
Arbeitsmediums ausbildbar ist.
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Die
Anfahreinheit umfasst eine mechanische Überbrückungskupplung mit wenigstens
zwei Kupplungselementen, die wahlweise miteinander kraftschlüssig in
Verbindung bringbar sind, derart, dass das Pumpenrad und das Turbinenrad
drehfest gekoppelt sind. Dabei ist ein Drosselbauteil vorgesehen,
das mittels eines Verstellmechanismus zur Beeinflussung der Kreislaufströmung in
die Kreislaufströmung
und aus dieser heraus verschiebbar ist. Weiter ist der Verstellmechanismus
zu dessen Druckbetätigung über eine
vom Arbeitsmediumzu- und Arbeitsmediumablauf separate Steuerleitung
mit Arbeitsmediumdrücken
beaufschlagbar.
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Erfindungsgemäß bildet
der Verstellmechanismus einen verschiebbaren Kolben aus oder ist
betätigend
an einem solchen angeschlossen, welcher zu seiner Verschiebung mit
Arbeitsmedium aus der Steuerleitung beaufschlagbar ist, um das Drosselbauteil
aus der Kreislaufströmung
herauszuschieben.
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Der
Verstellmechanismus ist nach einem weiteren Erfindungsmerkmal der Überbrückungskupplung
derart zugeordnet, dass er durch seine Verschiebung zugleich betätigend auf
die Überbrückungskupplung
wirkt.
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Vorzugsweise
ist der Verstellmechanismus zusammen mit dem Kolben in Axialrichtung
der hydrodynamischen Kupplung verschiebbar und weist an einer der Überbrückungskupplung
zugewandten Stirnseite eine Ankuppelfläche auf, die insbesondere ringförmig oder
kreisringförmig
ausgebildet ist, und die Ankuppelfläche ist durch axiales Verschieben
des Verstellmechanismus unmittelbar oder über wenigstens ein Zwischenelement
auf eines der beiden Kupplungselemente aufpressbar, um die Überbrückungskupplung
zu öffnen
oder zu schließen,
bevorzugt jedoch zu schließen.
Die Ankuppelfläche
ist der Überbrückungskupplung
insbesondere derart zugeordnet, dass die beiden Kupplungselemente
kraftschlüssig
miteinander in Verbindung gebracht werden, wenn das Drosselbauteil
aus der Kreislaufströmung
herausgeschoben ist. Dadurch kann besonders in Axialrichtung eine
kurze Bauform der hydrodynamischen Kupplung erzielt werden.
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Vorzugsweise
weist das Zwischenelement, wenn ein solches zwischen dem Verstellmechanismus
und der Überbrückungskupplung
vorgesehen ist, eine mit Arbeitsmedium aus der Steuerleitung beauschlagbare
Kolbenfläche
auf, welche insbesondere in einem gemeinsamen Kolbenraum mit dem Kolben
des Verstellmechanismus angeordnet ist, wobei der Kolbenfläche ein
Anschlag zugeordnet ist, an welchem die Kolbenfläche flächig abdichtend aufliegt, solange
das Zwischenelement nicht von der Ankuppelfläche auf oder in Richtung des
Kupplungselements gepresst wird, und von welchem die Kolbenfläche durch
axiales Verschieben des Zwischenelements abgehoben ist, so dass
sie mit Arbeitsmediumdruck beaufschlagt ist, wenn das Zwischenelement durch
die Ankuppelfläche
druckbetätigt
wird. Diese zusätzliche
Kolbenfläche
ermöglicht
eine besonders hohe Kraftübertragung
auf das Kupplungselement der Überbrückungskupplung,
insbesondere im Sinne eines Schließens, bei gleichzeitiger kurzer
Bauform der hydrodynamischen Kupplung in Axialrichtung. Zusätzlich oder
alternativ kann das Zwischenelement auch durch ein geeignetes elastisches
Druck- oder Zugelement, insbesondere eine Druckfeder, in Richtung
des Anschlags vorgespannt werden, um zunächst ein Beaufschlagen mit
Arbeitsmedium zu vermeiden, oder in Richtung des Kupplungselementes der Überbrückungskupplung,
um eine größere Kraft hierauf
auszuüben.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
zum Variieren der Leistungsübertragung
in einer Anfahreinheit umfasst die folgenden Schritte:
- – Das
Drosselbauteil wird mittels des Verstellmechanismus durch Ändern des über die
Steuerleitung auf den Kolben wirkenden Arbeitsmediumdruckes und
Verschieben des Verstellmechanismus in die oder aus der Kreislaufströmung verschoben.
- – Durch
Verschieben des Verstellmechanismus wird zugleich die Überbrückungskupplung
mit dem Verstellmechanismus geöffnet
oder geschlossen.
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Die
Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen und der beigefügten Figuren exemplarisch
erläutert
werden.
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Es
zeigen:
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1 einen
Schnitt durch die erste Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Anfahreinheit;
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2 einen
Schnitt durch eine zweite Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Anfahreinheit.
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In
der 1 ist ein schematischer Axialschnitt durch eine
erste Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Anfahreinheit
mit einer hydrodynamischen Kupplung 1 und einer Überbrückungskupplung 6 dargestellt.
Man erkennt weiterhin das Pumpenrad 2 und das Turbinenrad 3,
welche miteinander einen torusförmigen
Arbeitsraum 4 ausbilden, in dem sich eine Kreislaufströmung 5 eines
Arbeitsmediums ausbilden kann. Das Pumpenrad 2 ist derart
ausgeformt, dass es einen Teil eines Gehäuses 19 ausbildet,
das im Wesentlichen die gesamte Anfahreinheit umhüllt. Das
Pumpenrad 2 und das Turbinenrad 3 sind radial
symmetrisch um eine Pumpenradwelle 16, die die Drehachse
der hydrodynamischen Kupplung 1 ausbildet, angeordnet.
Eine ein Drehmoment erzeugende Antriebeseinheit kann im Bereich
der Drehachse oder am Gehäuse 19 an
das Pumpenrad 2 beziehungsweise die Pumpenradwelle 16 angekoppelt
werden. Das Turbinenrad 3 kann relativ verdrehbar auf der
Pumpenradwelle 16 montiert sein und über eine Abtriebswelle (nicht
dargestellt) an ein anzutreibendes Folgeelement (zum Beispiel eine
Getriebeeingangswelle eines Fahrzeuges) zu dessen Antrieb angekoppelt
sein. Der Arbeitsraum 4 ist arbeitsmediumleitend mit einem
hier nicht gezeigten Arbeitsmediumzu- und einem Arbeitsmediumablauf derart
verbunden, dass er mit Arbeitsmedium befüllbar und entleerbar ist. Die
hydrodynamische Kupplung 1 wird durch Befüllen des
Arbeitsraumes 4 mit Arbeitsmedium durch den Arbeitsmediumzulauf
aktiviert und durch Entleeren des Arbeitsraumes 4 deaktiviert.
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Die Überbrückungskupplung 6 ist
auf der dem Arbeitsraum 4 abgewandten Seite des Turbinenrades 3 angeordnet.
Die Überbrückungskupplung 6 umfasst
mindestens zwei Kupplungselemente 7, 8, die in
Form von Scheiben ausgeführt
sind und um die Drehachse der hydrodynamischen Kupplung 1 rotierbar
sind. Mindestens ein Kupplungselement 8 ist verdrehungsstabil
am Turbinenrad 3 angekoppelt. Ebenfalls ist mindestens
ein Kupplungselement 7 verdrehungsstabil am Pumpenrad 2 beziehungsweise
am Gehäuse 19 angekoppelt.
Wenigstens ein Teil der Kupplungselemente 7, 8 ist
axial verschiebbar gelagert und kann über eine Ankuppelfläche 13 des
Verstellmechanismus 10 in kraftschlüssige Verbindung mit den zugeordneten
Kupplungselementen des jeweils anderen Rades gebracht werden, so
dass das Pumpenrad 2 und das Turbinenrad 3 drehfest
aneinander gekoppelt werden können.
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Innerhalb
des Arbeitsraumes 4 ist ein Drosselbauteil 9 vorgesehen.
Das Drosselbauteil 9 ist mittels eines druckbetätigbaren
Verstellmechanismus 10 in Rotationsachsenrichtung der hydrodynamischen
Kupplung 1 zur Beeinflussung der Kreislaufströmung 5 in
die Kreislaufströmung 5 oder
aus dieser heraus verschiebbar angeordnet. Das Drosselbauteil 9 ist
vorliegend als ein radialsymmetrisch um die Drehachse der hydrodynamischen
Kupplung 1 angeordneter Hohlzylinder, der über Speichen 15 an dem
Verstellmechanismus 10 befestigt ist, ausgebildet.
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Das
Drosselbauteil 9 weist eine in einem Axialschnitt durch
die hydrodynamische Kupplung 1 parallel zur Drehachse oder
im Wesentlichen parallel zur Drehachse verlaufende Anströmfläche für Arbeitsmedium
auf, welche durch axiales Verschieben des Drosselbauteils 9 derart
in die Kreislaufströmung 5 im
Arbeitsraum 4 einbringbar ist, dass sie in einer ersten
Position der Kreislaufströmung 5 entgegensteht
und in einer zweiten Position außerhalb der Kreislaufströmung 5 angeordnet
ist. Dabei erstreckt sich die Anströmfläche in Axialrichtung der hydrodynamischen
Kupplung 1.
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Der
Verstellmechanismus 10 weist einen verschiebbaren Kolben 12 auf,
welcher zu seiner Verschiebung mit Arbeitsmedium aus der Steuerleitung 11 beaufschlagbar
ist, um das Drosselbauteil 9 aus der Kreislaufströmung 5 herauszuschieben.
Der Verstellmechanismus 10 ist der Überbrückungskupplung 6 derart
zugeordnet, dass er durch seine Verschiebung zugleich betätigend auf
die Überbrückungskupplung 6 wirkt,
vorliegend im Sinne eines Schließens der Überbrückungskupplung 6.
Dazu bildet der Verstellmechanismus 10 an einer der Überbrückungskupplung 6 zugewandten
Stirnseite eine Ankuppelfläche 13,
die in der gezeigten Ausführung ringförmig oder
kreisringförmig
ausgebildet ist, aus. Die Ankuppelfläche 13 ist durch axiales
Verschieben des Verstellmechanismus 10 unmittelbar oder – wie in
der 2 dargestellt – über wenigstens ein Zwischenelement 14 auf
eines der beiden Kupplungselemente 7, 8 aufpressbar,
um so die Überbrückungskupplung 6 zu
schließen.
Dazu ist die Ankuppelfläche 13 der Überbrückungskupplung 6 derart
zugeordnet, dass die beiden Kupplungselemente 7, 8 kraftschlüssig miteinander
in Verbindung gebracht werden, wenn das Drosselbauteil 9 aus
der Kreislaufströmung 5 herausgeschoben
ist, wie es die Darstellung in ausgezogenen Linien in der 1 zeigt.
In dieser Position wird die Kreislaufströmung 5 im Wesentlichen
nicht behindert. Das heißt,
lediglich die Speichen 15 des Verstellmechanismus beziehungsweise des
Drosselbauteils stehen dann in der Kreislaufströmung 5. Der Verstellmechanismus 10 ist
vorliegend einteilig mit dem Drosselbauteil 9 ausgeführt und über die
in Radialrichtung der hydrodynamischen Kupplung 1 verlaufende
Speichen 15 mit diesem verbunden.
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Der
Verstellmechanismus 10 ist in der gezeigten Ausführung unmittelbar
auf einer einteilig mit dem Pumpenrad 2 ausgeführten Pumpenradwelle 16 in
Axialrichtung verschiebbar angeordnet.
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Wird
ein Verstellsteuerdruck in der Steuerleitung 11 angelegt,
so bewegt sich der Kolben 12 in Richtung auf die Überbrückungskupplung 6.
Das Drosselbauteil 9 wird aus seiner aktiven, die Kreislaufströmung 5 behindernden
Position in eine inaktive Position verschoben. Gleichzeitig wird
die Ankuppelfläche 13 des
Verstellmechanismus 10 auf das Kupplungselement 7 aufgepresst,
so dass das Kupplungselement 7 in Richtung auf das Kupplungselements 8 axial
verschoben wird, so dass das Pumpenrad 2 und das Turbinenrad 3 kraftschlüssig in
Verbindung stehen und somit die Überbrückungskupplung 6 geschlossen
wird.
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Zum
Verschieben des Drosselbauteils 9 aus der inaktiven in
eine aktive, die Kreislaufströmung 5 behindernde
Position, wird der Verstellsteuerdruck in der Steuerleitung 11 vermindert.
Zugleich wirkt entweder die Arbeitsmediumströmung im Arbeitsraum über das
Drosselbauteil 9 oder die Speichen 15 im Sinne
eines Verfahrens des Verstellmechanismus 10 beziehungsweise
des Drosselbauteils 9 in Richtung des Pumpenrades 2,
oder es ist ein elastisches Element, beispielsweise eine Druckfeder
vorgesehen, welche diese verfahrene Kraft auf das Drosselbauteil 9 beziehungsweise
den Verstellmechanismus 10 aufbringt. Zusätzlich oder
alternativ kann auch ein entsprechend eingestelltes Druckverhältnis über dem Kolben 12 dazu
verwendet werden, um den Kolben 12 und damit das Drosselbauteil 9 in
Richtung des Pumpenrades 2 zu bewegen und zugleich die
Kraftbeaufschlagung der Überbrückungskupplung 6 mit der
Ankuppelfläche 13 und
gegebenenfalls über
das Zwischenelement 14 (2) zu beenden,
so dass die Überbrückungskupplung 6 öffnet. Bei
der gezeigten Ausführungsform
wirkt beispielsweise der Arbeitsmediumdruck auf der Rückseite
des Turbinenrades 3 auf die der Steuerung 11 abgewandte
Seite des Kolbens 12.
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Durch
das Verschieben des Drosselbauteils 9 wird dieses in seine
aktive Position bewegt, in welcher es die Kreislaufströmung 5 im
Arbeitsraum 4 stört
und dadurch das spezifische Übertragungsverhalten
beziehungsweise das maximal mit der hydrodynamischen Kupplung 1 übertragbare
Moment reduziert.
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2 zeigt
eine zweite Ausführungsform
einer Anfahreinheit, gemäß 1,
zusätzlich
mit einem Zwischenelement 14. Das Zwischenelement 14, über welches
die Ankuppelfläche 13 auf
das Kupplungselement 7 aufpressbar ist, ist in Axialrichtung auf
einer Welle der hydrodynamischen Kupplung 1, hier auf der
Pumpenradwelle 16 verschiebbar gelagert und ist vorliegend
in Radialrichtung zwischen dem Verstellmechanismus 10 und
der Pumpenradwelle 16 angeordnet. Es weist einen sich in
Radialrichtung erstreckenden Vorsprung 21 auf, der in dem Raum
zwischen der Ankuppelfläche 13 und
dem Kupplungselement 7 positioniert ist und der Axialkraftübertragung
vom Verstellmechanismus 10 auf die Überbrückungskupplung 6 dient.
Das Zwischenelement 14 weist eine mit Arbeitsmedium aus
der Steuerleitung 11 beaufschlagbare Kolbenfläche 17 auf,
welche in einem gemeinsamen Kolbenraum 18 mit dem Kolben 12 des
Verstellmechanismus 10 angeordnet ist. Der Kolbenfläche 17 ist
ein Anschlag 20 zugeordnet, an welchem die Kolbenfläche 17 flächig abdichtend
aufliegt, solange das Zwischenelement 14 nicht von der
Ankuppelfläche 13 auf
oder in Richtung des Kupplungselements 7 gepresst wird,
und von welchem die Kolbenfläche 17 durch
axiales Verschieben des Zwischenelements 14 abgehoben wird, so
dass sie mit Arbeitsmediumdruck beaufschlagt ist, wenn das Zwischenelement 14 durch
die Ankuppelfläche 13 druckbetätigt wird.
Bei der gezeigten Ausführungsform
wird der Anschlag 20 durch das Pumpenrad 2 gebildet.
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Der
Vorsprung 21 des Zwischenelementes 14 ist an einem
ersten, der Überbrückungskupplung 6 zugewandten
axialen Ende des Zwischenelements 14 angeordnet, und die
Kolbenfläche 17 ist
an einem zweiten, dem ersten axialen Ende gegenüberliegenden axialen Ende des
Zwischenelements 14, insbesondere auf dessen äußerer Stirnseite
ausgeführt.
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Das
Zwischenelement 14 ist bei der dargestellten Ausführungsform
in Form einer Hohlwelle ausgeführt,
welche mit ihrer radial inneren Oberfläche unmittelbar auf der Pumpenradwelle 16 gleitet, und
auf deren radial äußeren Oberfläche der
Verstellmechanismus 10 mit dessen Kolben, unmittelbar gleitet.
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In
der in gestrichelten Linien dargestellten aktiven Position des Drosselbauteils 9 in 2 liegt die
Kolbenfläche 17 des
Zwischenelements 14 flächig
am Anschlag 20 auf. Der Arbeitsmediumdruck in der Steuerleitung 11 kann
nicht im Sinne eines Abfahrens des Zwischenelementes 14 vom
Anschlag 20 und damit eines Betätigens der Überbrückungskupplung 6 wirken.
Die Kraft zum Halten des Zwischenelementes in dieser Position ist
vermindert. Auch der Verstellmechanismus 10 schlägt bei der
aktiven Position des Drosselbauteils an einem Anschlag, hier mit
seinem Kolben 12 am Pumpenrad 2 an. Die Überbrückungskupplung 6 ist
gelöst.
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Wird
nun ein Verstellsteuerdruck in der Steuerleitung 11 angelegt,
so wird der Kolben 12 vom Anschlag gelöst und bewegt sich auf dem
Zwischenelement 14 in Richtung der in ausgezogenen Linien
dargestellten Position. Das Zwischenelement 14 verbleibt
zunächst
in seiner anschlagenden Position. Schlägt nun die Ankuppelfläche 13 des
Verstellmechanismus 10 an einer, der Überbrückungskupplung 6 abgewandten
Fläche
des Zwischenelements 14 an, so wird das Zwischenelement 14 in
Richtung auf die Überbrückungskupplung 6 hin
verschoben. Gleichzeitig löst
sich die Kolbenfläche 17 des
Zwischenelements 14 von der stirnseitigen Fläche des
Pumpenrades 2 im gemeinsamen Kolbenraum 18, wodurch sich
die die gesamte Kolbenfläche
im gemeinsamen Kolbenraum 18 vergrößert, so dass in dieser Stellung eine
größere Anpresskraft
auf die Überbrückungskupplung 6 erreicht
wird.
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Das
Zwischenelement 14 und/oder der Kolben 12 kann/können, wenn
dies gewünscht
ist, durch ein elastisches Element vorgespannt sein, entweder in
Richtung der Überbrückungskupplung 6 oder
in Richtung des Pumpenrads 2. Beispielsweise kann das Zwischenelement 14 mittels
einer Druckfeder gegen die stirnseitige Fläche des Pumpenrades 2 gepresst
werden oder gegen die Überbrückungskupplung 6.
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Wenn
vorliegend die Pumpenradwelle 16 oder allgemein eine Welle
nur als „Welle" bezeichnet wird,
so soll diese jegliche Wellenform, umfassend auch eine Hohlwelle,
einschließen,
insbesondere auch eine Nabe.
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- 1
- hydrodynamische
Kupplung
- 2
- Pumpenrad
- 3
- Turbinenrad
- 4
- Arbeitsraum
- 5
- Kreislaufströmung
- 6
- Überbrückungskupplung
- 7
- Kupplungselement
- 8
- Kupplungselement
- 9
- Drosselbauteil
- 10
- Verstellmechanismus
- 11
- Steuerleitung
- 12
- Kolben
- 13
- Ankuppelfläche
- 14
- Zwischenelement
- 15
- Speichen
- 16
- Pumpenradwelle
- 17
- Kolbenfläche
- 18
- Kolbenraum
- 19
- Gehäuse
- 20
- Anschlag
- 21
- Vorsprung