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DE102008046815A1 - Kupplungseinrichtung, insbesondere für ein Automatikgetriebe, eine hydrodynamische Kopplungseinrichtung oder eine nasslaufende Kupplung - Google Patents

Kupplungseinrichtung, insbesondere für ein Automatikgetriebe, eine hydrodynamische Kopplungseinrichtung oder eine nasslaufende Kupplung Download PDF

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Abstract

Eine Kupplungseinrichtung, insbesondere für ein Automatikgetriebe, eine hydrodynamische Kopplungseinrichtung oder eine nasslaufende Kupplung umfasst zwei durch eine mit Druckfluid zu betätigende Anpressanordnung (24) in Reibeingriff bringbare Reibflächenanordnungen (12, 14), wobei die Anpressanordnung (24) ein durch Druckfluid beaufschlagbares und bei Druckfluidbeaufschlagung die Reibflächenanordnungen (12, 14) in Reibeingriff pressendes erstes Kolbenelement (26) sowie ein durch Druckfluid beaufschlagbares und bei Druckfluidbeaufschlagung auf das erste Kolbenelement (26) einwirkendes zweites Kolbenelement (28) umfasst.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kupplungseinrichtung, wie sie insbesondere in einem Automatikgetriebe zum Aktivieren bzw. Deaktivieren einer Gangstufe, in einer hydrodynamischen Kopplungseinrichtung als Überbrückungskupplung oder auch in einer nasslaufenden Kupplung bzw. als nasslaufende Kupplung eingesetzt werden kann.
  • Bei derartigen Kupplungseinrichtungen werden zur Herstellung eines Drehmomentübertragungszustandes zwei Reibflächenanordnungen, diese beispielsweise jeweils umfassend mehrere als Lamellen oder dergleichen ausgebildete Reibelemente, durch eine durch Fluiddruck beaufschlagbare Anpressanordnung in gegenseitige Reibanlage gepresst. Die Fluiddruckbeaufschlagung erfolgt im Allgemeinen dadurch, dass die Anpressanordnung ein Kolbenelement umfasst, das zusammen mit einem Gehäuse oder dergleichen einen Druckfluidraum begrenzt und bei Variation des Fluiddrucks in dem Druckfluidraum in Richtung einer Bewegungsachse, die im Allgemeinen einer Drehachse des Gesamtsystems entspricht, bewegbar ist, und zwar entweder in Richtung auf die Reibflächenanordnungen zu, um den Reibeingriffszustand herzustellen, oder von diesem weg, um den Reibeingriffszustand aufzuheben oder das übertragbare Drehmoment zu mindern. Insbesondere beim Herstellen des Drehmomentübertragungszustandes ist es wünschenswert, weiche gemäß einer vorbestimmten Regelvorgabe druchgeführte Schalt- bzw. Einkuppelvorgänge durchzuführen, was eine möglichst feindosierte Variation des auf die Anpressanordnung einwirkenden Fluiddrucks erforderlich macht. Auch unter Berücksichtigung der auftretenden und zu überwindenden Reibkräfte und unter Berücksichtigung der erforderlichen mit Druckfluid beaufschlagbaren Oberfläche einer derartigen Anpressanordnung wird es schwierig, bei den zum Herstellen des vollständig eingerückten Zustands erforderlichen sehr hohen Drücken eine feine Dosierung des Einrückvorgangs und selbstverständlich auch des Ausrückvorgangs vorzunehmen.
  • Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Kupplungseinrichtung vorzusehen, bei welcher eine verbesserte Einrück- bzw. Ausrückcharakteristik erzielbar ist.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch eine Kupplungseinrichtung, insbesondere für ein Automatikgetriebe, eine hydrodynamische Kopplungseinrichung oder eine nasslaufende Kupplung, umfassend zwei durch eine mit Druckfluid zu betätigende Anpressanordnung in Reibeingriff bringbare Reibflächenanordnungen, wobei die Anpressanordnung ein durch Druckfluid beaufschlagbares und bei Druckfluidbeaufschlagung die Reibflächenanordnungen in Reibeingriff pressendes erstes Kolbenelement sowie ein durch Druckfluid beaufschlagbares und bei Druckfluidbeaufschlagung auf das erste Kolbenelement einwirkendes zweites Kolbenelement umfasst.
  • Bei der vorliegenden Erfindung umfasst die Anpressanordnung also zwei Kolbenelemente, von welchen eines unter Druckfluidbeaufschlagung entweder direkt oder indirekt auf die Reibflächenformation einwirkt, die durch dieses Kolbenelement also generierte Einrückkraft tatsächlich auch auf die Reibflächenanordnungen übertragen wird, während das andere dieser Kolbenelemente druckabhängig auf das erste Kolbenelement einwirkt bzw. einwirken kann. Jedes dieser Kolbenelemente stellt selbstverständlich eine durch Druckfluid beaufschlagbare Kolbenfläche bereit, so dass abhängig davon, ob bzw. wie stark das zweitgenannte Kolbenelement auf das erstgenannte einwirkt, eine druckabhängige Variation der wirksamen Kolbenfläche vorhanden ist.
  • Um diese druckabhängige Variation der wirksamen Kolbenfläche definierter vorgeben zu können, wird weiter vorgeschlagen, dass dem ersten Kolbenelement eine dieses in Richtung Aufheben des Reibeingriffs der Reibflächenanordnungen vorspannende erste Vorspannanordnung zugeordnet ist und dem zweiten Kolbenelement eine dieses in Richtung Mindern der Einwirkung auf das erste Kolbenelement vorspannende zweite Vorspannanordnung zugeordnet ist, wobei die erste Vorspannanordnung und die zweite Vorspannanordung jeweils eine Vorspannfeder umfassen können. Durch die Abstimmung der durch die Vorspannanordnungen generierten Vorspannkräfte auf die bei den jeweiligen Kolbenelementen vorhandenen Kolbenflächen wird es möglich, dafür zu sorgen, dass beispielsweise bei vergleichsweise geringen Drücken die Vorspannwirkung der zweiten Vorspannanordnungen noch nicht überwunden wird, eine druckabhängige Variation der Einwirkung des zweiten Kolbenelements auf das erste Kolbenelement also nicht vorliegt, während der Druck bereits ausreicht, um das erste Kolbenelement entgegen der Vorspannwirkung der ersten Vorspannanordnung zum Herstellen des Reibeingriffs zwischen den Reibflächenanordnungen zu bewegen.
  • Um in einfacher Weise dafür sorgen zu können, dass beide Kolbenelemente mit im Wesentlichen dem gleichen Fluiddruck belastet werden können, wird weiter vorgeschlagen, dass das erste Kolbenelement und das zweite Kolbenelement zusammen einen Druckfluidraum zur Aufnahme von das erste Kolbenelement und das zweite Kolbenelement beaufschlagendem Druckfluid mitbegrenzen.
  • Hierzu kann beispielsweise vorgesehen sein, dass das erste Kolbenelement und das zweite Kolbenelement ringartig ausgebildet sind, wobei weiter vorgeschlagen wird, dass das erste Kolbenelement und das zweite Kolbenelement bezüglich einer Bewegungsachse radial gestaffelt angeordnet sind.
  • Der Aufbau kann weiter derart sein, dass das erste Kolbenelement das zweite Kolbenelement radial außen umgebend angeordnet ist und bezüglich diesem fluiddicht in Richtung der Bewegungsachse verlagerbar ist. Auf diese Art und Weise wird durch die radiale Staffelung der Kolbenelemente auch erreicht, dass das weiter außen liegende erste Kolbenelement im Rotationszustand bei grundsätzlich gleichem statischen Fluiddruck auf Grund der nach radial außen sich verstärkenden Fliehkrafteinwirkung grundsätzlich einen höheren Druck erfährt, als das radial weiter innen liegende zweite Kolbenelement, so dass eine fliehkraftabhängige übermäßig starke Einwirkung des zweiten Kolbenelements auf das erste Kolbenelement vermieden werden kann.
  • Um den Druckfluidraum in Zusammenwirkung mit den beiden Kolbenelementen begrenzen zu können, wird weiter vorgeschlagen, dass eines der Kolbenelemente bezüglich eines den Druckfluidraum mitbegrenzenden Gehäuses fluiddicht bewegbar geführt ist und dass eines der Kolbenelemente bezüglich eines den Druckfluidraum mitbegrenzenden Nabenelements fluiddicht bewegbar geführt ist.
  • Auch die Wechselwirkung zwischen den beiden Kolbenelementen kann unter Zwischenlagerung einer elastischen Anordnung, wie zum Beispiel einer Wellfeder oder dergleichen, erfolgen.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ferner ein Automatikgetriebe, bei welchem in Zuordnung zumindest einer Gangstufe zumindest eine erfindungsgemäße Kupplungseinrichtung vorgesehen ist.
  • Weiter betrifft die vorliegende Erfindung eine hydrodynamische Kopplungseinrichtung, wie zum Beispiel einen hydrodynamischen Drehmomentwandler, der als Überbrückungskupplung eine erfindungsgemäße Kupplungseinrichtung umfasst. Die vorliegende Erfindung betrifft ferner eine nasslaufende Kupplung für den Antriebsstrang eines Fahrzeugs, die mit einer erfindungsgemäßen Kupplungseinrichtung aufgebaut ist.
  • Die Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die beiliegende Figur detailliert beschrieben, welchem in prinzipartiger Darstellung einen Teil-Längsschnitt einer erfindungsgemäß aufgebauten Kupplungseinrichtung veranschaulicht.
  • Die erfindungsgemäße Kupplungseinrichtung 10 ist als so genannte Lamellenkupplung aufgebaut, umfasst also zwei Reibflächenanordnungen 12, 14 jeweils mit einer Mehrzahl von ringscheibenartig aufgebauten Reibelementen 16, 18. Die Reibelemente von einer der Reibflächenanordnungen 14, 16 können Reibbeläge tragen, während die anderen als Belchringe ausgebildet sind. Grundsätzlich können auch die Reibelemente 16, 18 beider Reibflächenanordnungen 12, 14 Reibbeläge tragen, oder es können beide Reibflächenanordnungen 12, 14 mit ohne Reibbeläge versehenen Metallscheiben oder dergleichen aufgebaut sein.
  • Die Reibelemente 16 der Reibflächenanordnung 12 können mit einem allgemein mit 20 bezeichneten Gehäuse oder Kupplungszylinder zur gemeinsamen Drehung um eine Drehachse A gekoppelt sein, beispielsweise über jeweilige Verzahnungsformationen, die eine gewisse Axialbewegbarkeit der Reibelemente 16 bezüglich des Gehäuses 20 zulassen. Die Reibelemente 18 der Reibflächenanordnung 14 können mit einem Reibelemententräger 22 zur gemeinsamen Drehung um die Drehachse A gekoppelt sein, wobei auch hier zum Durchführen von Ein- und Ausrückvorgängen eine Axialrelativbewegbarkeit gewährleistet ist. Bei Einsatz der Kupplungseinrichtung 10 in einem Automatikgetriebe kann das Gehäuse 12 ein Gehäuse der Kupplung oder eine andere Kupplungskomponente sein, während der Träger 22 mit einer Getriebebaugruppe gekoppelt sein kann, die zum Einlegen oder Auslegen einer Gangstufe mit dem Gehäuse 20 zu verkoppeln oder von dieser freizugeben ist. Bei Einsatz der Kupplungseinrichtung 10 in einem hydrodynamischen Drehmomentwandler oder als nasslaufende Kupplung in einem Antriebsstrang kann das Gehäuse 20 dann das Wandler- bzw. Kupplungsgehäuse sein, das mit einer Antriebswelle zur Drehung um die Drehachse A zu koppeln ist, während der Träger 22 beispielsweise über eine Torsionsschwingungsdämpferanordnung mit einer Abtriebsnabe bzw. gegebenenfalls auch einem Turbinenrad gekoppelt oder zu koppeln ist.
  • Um die beiden Reibflächenanordnungen 12, 14 in gegenseitigen Reibeingriff pressen zu können, ist eine allgemein mit 24 bezeichnete Anpressanordnung vorgesehen. Diese umfasst zwei im dargestellten Fall radial gestaffelt liegende und jeweils ringartig ausgebildete Kolbenelemente 26, 28. Das Kolbenelement 26 ist in seinem radial äußeren Bereich unter Zwischenlagerung eines Dichtungselements 30 an einem zylindrischen Abschnitt 32 des Gehäuses 20 in Richtung der Drehachse A fluiddicht bewegbar geführt. Das radial innere Kolbenelement 28 ist unter Zwischenlagerung eines Dichtungselements 34 in Richtung der Drehachse A an einem Nabenelement 36 oder dergleichen fluiddicht bewegbar geführt. Das Nabenelement 36 kann beispielsweise mit dem Gehäuse 20 fest verbunden sein, kann beispielsweise aber auch als Welle oder dergleichen ausgebildet sein. Auf diese Art und Weise wird ein Druckfluidraum 38 durch die beiden Kolbenelemente 26, 28, das Gehäuse 20 und das Nabenelement 36 begrenzt, wobei durch eine nicht dargestellte Leitungsanordnung Druckfluid in den Druckfluidraum 38 eingeleitet bzw. aus diesem abgezogen werden kann.
  • Man erkennt in der 1 weiter, dass das radial äußere Kolbenelement 26 unter Zwischenlagerung eines Dichtungselements 40 auf dem radial inneren Kolbenelement 28 fluiddicht und bezüglich diesem in Richtung der Drehachse A bewegbar geführt ist, so dass grundsätzlich die Möglichkeit besteht, die beiden Kolbenelemente 26, 28 unabhängig voneinander zu bewegen.
  • Die beiden Kolbenelemente können in einfacher Art und Weise beispielsweise als Belch- oder Drehbauteile hergestellt werden. Die verschiedenen Dichtungselemente 30, 34 bzw. 40 können als herkömmliche Bohrringe oder Profildichtringe ausgebildet sein.
  • Dem radial äußeren ersten Kolbenelement ist eine in Form einer Rückstellfeder 42 ausgebildete erste Vorspannanordnung zugeordnet. Dem radial inneren zweiten Kolbenelement 28 ist eine ebenfalls in Form einer Rückstellfeder 44 ausgebildete zweite Vorspannanordnung zugeordnet. Die beiden Rückstellfedern 42, 44 stützten sich axial bezüglich des Nabenelements 36 ab und erzeugen somit eine Vorspannwirkung für die beiden Kolbenelemente 26, 28, welche diese in Richtung Verringerung des Volumens des Druckfluidraums 38 belastet.
  • Bei der erfindungsgemäßen Kupplungseinrichtung können die beiden durch die Kolbenelemente 26, 28 bereitgestellten und letztendlich den Druckfluidraum 38 auch begrenzenden Kolbenflächen 46, 48 so aufeinander und auch auf die Vorspannwirkung der beiden Rückstellfedern 42, 44 abgestimmt sein, dass sich im Betrieb die im Folgenden erläuterte Wirkcharakteristik ergibt.
  • Es sei zunächst angenommen, dass der Fluiddruck im Druckfluidraum 38 vergleichsweise gering ist, so dass durch die beiden Vorspannanordnungen bzw. Rückstellfedern 42, 44 die beiden Kolbenelemente 26, 28 maximal in Richtung von den Reibflächenanordnungen 12, 14 weg bewegt sind. Wird zum Einrücken der Kupplungseinrichtung 10 dann der Fluiddruck im Druckfluidraum 38 erhöht und erreicht das Druckniveau eine vorbestimmte Schwelle, so wird zunächst das radial äußere erste Kolbenelement 26 entgegen der Vorspannwirkung der Rückstellfeder 42 axial verschoben, während die Rückstellfeder 44 noch eine ausreichend große Vorspannkraft erzeugt, um das Kolbenelement 28 in seiner Ausgangsstellung zu halten. Da bei ungefähr gleicher radialer Erstreckung der beiden Kolbenelemente 26, 28 auf Grund der Anordnung weiter radial außen das Kolbenelement 26 eine größere Kolbenfläche 46 haben wird, als das Kolbenelement 28, können zum Erreichen dieser Charakteristik die beiden Rückstellfedern 42, 44 grundsätzlich mit gleicher Kraftwirkung bereitgestellt werden. Ein vorbestimmter Druck wird auf Grund der größeren Kolbenfläche 46 zunächst zur Verschiebung des Kolbenelements 26 führen.
  • Die Anpressanordnung 24 wird daher mit einer im Vergleich zur Gesamtkolbenfläche vergleichsweise kleinen Kolbenfläche 46 des radial äußeren ersten Kolbenelements wirksam sein und somit mit vergleichsweise feiner Dosierbarkeit die beiden Reibflächenanordnungen 12, 14 in Richtung Herstellen des Reibzustandes bewegen können. Bei weiterem Druckanstieg wird allmälich dann auch die Vorspannkraft der Rückstellfeder 44 überwunden, und das zweite Kolbenelement 28 wird beginnen, sich in der gleichen axialen Richtung zu bewegen, wie das erste Kolbenelement 26. Dabei bewirkt das zweite Kolbenelement 28 beispielsweise über eine elastische Anordnung 50, wie zum Beispiel eine Wellfeder, auf das erste Kolbenelement 26 ein und erzeugt somit eine zusätzliche Kraft, die über das erste Kolbenelement 26 auf die Reibflächenanordnungen 12, 14 übertragen wird und diese somit dann verstärkt in Richtung Einrücken belastet. Dabei wird durch den Einsatz der elastischen Anordnung 50 dafür gesorgt, dass kein schlagartiger Übergang zum zusätzlichen Wirksamwerden des Kolbenelements 28 auftritt, sondern ein allmälicher Anstieg der von diesem auf das radial äußere Kolbenelement 26 ausgeübten Kraft erhalten wird.
  • Mit dieser erfindungsgemäßen Ausgestaltung der Kupplungseinrichtung 10 wird es möglich, druckabhängig mit verschieden großen wirksamen Gesamtkolbenflächen zu arbeiten, so dass insbesondere bei kleineren Drücken auch eine kleinere wirksame Kolbenfläche genutzt wird und somit eine feinere Dosierbarkeit beim Einrücken und beim Ausrücken der Kupplungseinrichtung 10 erhalten wird. Dabei ist auch von Vorteil, dass das bei diesen kleineren Drücken wirksame und unmittelbar auch auf die Reibflächenanordnungen 12, 14 einwirkende erste Kolbenelement 26 das radial äußere der beiden Kolbenelemente ist, so dass im Rotationszustand auch auftretende Fliehkrafteinflüsse auf dieses Kolbenelement 26 stärker wirken, als auf das radial innere Kolbenelement 28. Fliehkrafteinflüsse haben somit nicht zur Folge, dass eine der Intention des Ausgestaltens mit zwei verschiedenen Kolbenelementen gegenläufige Einwirkung erzielt wird.
  • Durch die Abstimmung der Kolbenflächen 46, 48 der beiden Kolbenelemente 26, 28 auch auf die durch die Rückstellfedern 42, 44 generierten Kräfte wird es möglich, den Übergang von der Wirksamkeit nur des Kolbenelements 26 zu dem Zustand, in welchem beide Kolbenelemente 26, 28 sozusagen als ein einheitliches Kolbenelement wirksam sind, und zwar dann gegen die Rückstellwirkung beider Rückstellfedern 42, 44, eine bessere Regelbarkeit der Einrückvorgänge und der Ausrückvorgänge erzielt wird. Diese Regelbarkeit bzw. die Durchführung von Ein- und Auskuppelvorgängen kann noch unterstützt werden durch den an der von der Druckfluidkammer 38 abgewandten Seite der beiden Kolbenelemente 26, 28 vorherrschenden Fluiddruck, dessen Größe ggf. ebenfalls eingestellt werden kann, um entsprechend der dann vorhandenen Druckdifferenz die gewünschten Bewegungen der Kolbenelemente 26, 28 erzielen zu können.

Claims (14)

  1. Kupplungseinrichtung, insbesondere für ein Automatikgetriebe, eine hydrodynamische Kopplungseinrichung oder eine nasslaufende Kupplung, umfassend zwei durch eine mit Druckfluid zu betätigende Anpressanordnung (24) in Reibeingriff bringbare Reibflächenanordnungen (12, 14), wobei die Anpressanordnung (24) ein durch Druckfluid beaufschlagbares und bei Druckfluidbeaufschlagung die Reibflächenanordnungen (12, 14) in Reibeingriff pressendes erstes Kolbenelement (26) sowie ein durch Druckfluid beaufschlagbares und bei Druckfluidbeaufschlagung auf das erste Kolbenelement (26) einwirkendes zweites Kolbenelement (28) umfasst.
  2. Kupplungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem ersten Kolbenelement (26) eine dieses in Richtung Aufheben des Reibeingriffs der Reibflächenanordnungen (12, 14) vorspannende erste Vorspannanordnung (42) zugeordnet ist und dem zweiten Kolbenelement (28) eine dieses in Richtung Mindern der Einwirkung auf das erste Kolbenelement (26) vorspannende zweite Vorspannanordnung (44) zugeordnet ist.
  3. Kupplungseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Vorspannanordnung (42) eine Vorspannfeder umfasst.
  4. Kupplungseinrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Vorspannanordnung (42) eine Vorspannfeder umfasst.
  5. Kupplungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Kolbenelement (26) und das zweite Kolbenelement (28) zusammen einen Druckfluidraum (38) zur Aufnahme von das erste Kolbenelement (26) und das zweite Kolbenelement (24) beaufschlagendem Druckfluid mitbegrenzen.
  6. Kupplungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Kolbenelement (26) und das zweite Kolbenelement (28) ringartig ausgebildet sind.
  7. Kupplungseinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Kolbenelement (26) und das zweite Kolbenelement (28) bezüglich einer Bewegungsachse (A) radial gestaffelt angeordnet sind.
  8. Kupplungseinrichtung nach Anspruch 5 und Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Kolbenelement (26) das zweite Kolbenelement (28) radial außen umgebend angeordnet ist und bezüglich diesem fluiddicht in Richtung der Bewegungsachse (A) verlagerbar ist.
  9. Kupplungseinrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eines der Kopplungselemente (26, 28) bezüglich eines den Druckfluidraum (38) mitbegrenzenden Gehäuses (20) fluiddicht bewegbar geführt ist.
  10. Kupplungseinrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eines der Kopplungselemente (26, 28) bezüglich eines den Druckfluidraum (38) mitbegrenzenden Nabenelements (36) fluiddicht bewegbar geführt ist.
  11. Kupplungseinrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Kolbenelement (38) über eine elastische Anordnung (50) auf das erste Kolbenelement (26) einwirkt.
  12. Automatikgetriebe umfassend wenigstens eine Kupplungseinrichtung (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche.
  13. Hydrodynamische Kopplungseinrichtung, insbesondere hydrodynamischer Drehmomentwander, umfassend eine Kupplungseinrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 11 als Überbrückungskupplung.
  14. Nasslaufende Kupplung für den Antriebsstrang eines Fahrzeugs, umfassend eine Kupplungseinrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 11.
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