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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Steuersignalabstimmungssystem
in einer integrierten Schaltung, sowie ein Speichermodul und ein
Computersystem. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur
Steuersignalabstimmung.
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Beschreibung des Stands der Technik
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Die
Anforderungen, die an hoch integrierte Schaltungen gestellt werden,
steigen stetig. Im Fall von Speichervorrichtungen betreffen diese
Anforderungen hauptsächlich
die Geschwindigkeit, sowie die Speicherkapazität. In Hochgeschwindigkeit-Speichervorrichtungen
hat die Computerindustrie den sogenannten DRAM (dynamic random access
memory – dynamischer
Speicher mit wahlfreiem Zugriff) als wirtschaftliches Mittel für hohe Geschwindigkeiten und
hohe Datenspeicherkapazitäten
etabliert.
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Obwohl
die in einem DRAM-Speicher gespeicherte Information regelmäßig aufgefrischt
werden muss, haben seine Geschwindigkeit und Informationsdichte
zusammen mit relativ niedrigen Kosten dem DRAM-Speicher zu einer
zentralen Rolle auf dem Gebiet der Informationstechnologie verholfen. Beinahe
jedes moderne Computersystem, z.B. von Minicomputern über Notebooks
und Desktop-PCs bis hin zu Hochleistungsservern, nutzt den Vorteil
dieser wirtschaftlichen und schnellen Technologie zur Datenspeicherung.
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Während die
Speicherkapazität
moderner Speichervorrichtungen stetig wächst, muss die Speichervorrichtung
einen Weg für
einen schnellen und effektiven Zugriff auf die in der Vorrichtung
gespeicherte Information zur Verfügung stellen. Zur Syn chronisation
mit anderen Komponenten eines Rechnersystems oder eines Speichermoduls
werden Daten in Bezug auf ein sogenanntes Taktsignal aus einer herkömmlichen
Speichervorrichtung ausgelesen oder in sie eingeschrieben. Dieses
Taktsignal kann regelmäßig zwischen
einem niedrigen Pegel und einem hohen Pegel schwanken, wodurch eine
Zeiteinheit des Systems festgelegt wird.
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Um
den Datendurchsatz zu steigern, setzen herkömmliche Speichervorrichtungen
das sogenannte DDR-Konzept (double data rate – doppelte Datenrate) zum Datenaustausch
ein. Bei diesem Konzept werden pro Zyklus zwei Datenworte ausgetauscht: ein
erstes Wort wird nach einem Übergang
des Taktsignals von dem niedrigen Pegel auf den hohen Pegel übertragen,
und ein zweites Datenwort wird nach dem anschließenden Übergang des Taktsignals von dem
hohen Pegel auf den niedrigen Pegel übertragen. Bei diesem Konzept
wird der Datendurchsatz um einen Faktor 2 gegenüber den sogenannten SDR-Speichervorrichtungen
(single data rate – einzelne
Datenrate) gesteigert. Diese SDR-Speichervorrichtungen tauschen
lediglich ein Datenwort pro Taktzyklus aus, beispielsweise nach
einem Übergang
entweder von dem hohen auf den niedrigen Pegel, oder von dem niedrigen
Pegel auf den hohen Pegel.
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Da
die Datenaustauschgeschwindigkeiten in modernen elektronischen Speichermodulen
sehr hoch sind, wuchs in den letzten Jahren nicht nur die Übertragungsbusbreite
an; auch die Taktfrequenz des Taktsignals hat bereits den Gigahertz-Bereich
erreicht. Da sich in DDR-Speichervorrichtungen die Daten zweimal
innerhalb der Taktsignaldauer ändern, kann
ein präziser
zeitlicher Ablauf von Bedeutung sein, um eine Datenverwürfelung
und/oder einen Datenverlust zu verhindern. Moderne Speichermodule setzen
daher ausgeklügelte
Signalverfolgungsmechanismen unter ihren Komponenten ein, um einen korrekten
zeitlichen Ablauf sowie eine Synchronisierung zu gewährleisten,
d.h. korrekte Ankunftszeiten der Signale in Bezug aufeinander an
den jeweiligen Position, beispielsweise an An schlussflächen (z.B. externe
Anschlüsse)
zur Zwischenverbindung der Komponenten des Speichermoduls.
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Da
diese zeitlichen Anforderungen ein komplexes Routing der mannigfaltigen
Signalverfolgungsmechanismen zur Folge haben können, kann das Routing selbst
eine anspruchsvolle Aufgabe darstellen und außerdem die Dichte der Komponenten begrenzen,
die auf einer Leiterplatte untergebracht werden können. Herkömmliche
Hochleistungsspeichermodule können
daher Speichersteuerungen einsetzen, welche beispielsweise nach
der Initialisierung einen optimierten zeitlichen Ablauf zwischen
einer Datensignalleitung und einem Taktsignal bestimmen, um eine
korrekte Ankunftszeit des Datensignals an der Speichervorrichtung
in Bezug auf das Taktsignal zu ermöglichen. Während einer Abstimmungsphase
kann eine solcher Speichersteuerung gewisse Daten in eine Speichervorrichtung,
beispielsweise in einen DRAM, einschreiben oder aus ihr auslesen, und
das Datensignal bezüglich
des Taktsignals innerhalb des Zeitbereichs verschieben, so dass
das Datensignal an der Speichervorrichtung mit einer wohl definierten
Synchronisierung zum Taktsignal anliegt. Die Speichersteuerung kann
diese Zeitverschiebung variieren, bis ein eingeschriebener Wert
einem ausgelesenen Wert entspricht, wodurch angezeigt wird, dass
der zeitliche Ablauf korrekt ist. Auf diese Weise wird ein zuverlässiger,
schneller und effizienter Informationsaustausch ermöglicht.
Da für
diese Abstimmungssequenz ein bidirektionaler Datenaustausch erforderlich
sein kann, stehen bestimmte Komponenten oder Register für solche
Abstimmungsverfahren nicht zur Verfügung, da zur Bereitstellung
der Bidirektionalität
ein unvorteilhafter Schaltungsaufwand erforderlich sein kann. Ein
zusätzlicher
Schaltungsaufwand kann nicht nur die Komplexität und die Kosten der Vorrichtung
erhöhen,
sondern auch die Signalübertragungsparameter
und damit die Zuverlässigkeit verschlechtern.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, ein verbessertes Steuersignalabstimmungssystem
in einer integrierten Schaltung, ein verbessertes Speichermodul
und ein verbessertes Verfahren zur Steuersignalabstimmung zur Verfügung stellen.
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Diese
Aufgabe wird durch das Steuersignalabstimmungssystem gemäß Anspruch
1, einem Speichermodul gemäß Anspruch
7 und einem Verfahren gemäß Anspruch
16 gelöst.
Bevorzugte Ausführungsformen
sind in den abhängigen
Ansprüchen angegeben.
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Gemäß einer
ersten Ausführungsform
der Erfindung umfasst ein Steuersignalabstimmungssystem in einer
integrierten Schaltung eine Signalübertragungseinheit, wobei die
Signalübertragungseinheit
Steuersignale und Abtasttaktsignale ausgibt, wobei die Steuersignale
und die Abtasttaktsignale eine vorgegebene Zeitbeziehung zueinander
aufweisen. Das Steuersignalabstimmungssystem umfasst weiterhin eine
Signalempfangseinheit, wobei die Signalempfangseinheit Steuersignale
in Bezug auf die Abtasttaktsignale zwischenspeichert. Das Steuersignalabstimmungssystem
umfasst weiterhin einen Steuersignalübertragungsbus, der mit der
Signalübertragungseinheit
und der Signalempfangseinheit verbunden ist, wobei der Steuersignalübertragungsbus Steuersignale
von der Signalübertragungseinheit
an die Signalempfangseinheit überträgt. Das
Steuersignalabstimmungssystem umfasst weiterhin eine Abtasttaktsignalübertragungsleitung,
die mit der Signalübertragungseinheit
und der Signalempfangseinheit verbunden ist, wobei die Abtasttaktsignalübertragungsleitung
Abtasttaktsignale von der Signalübertragungseinheit
an die Signalempfangseinheit überträgt. Das
Steuersignalabstimmungssystem umfasst weiterhin eine Leseeinheit,
die mit der Signalempfangseinheit verbunden ist, wobei die Leseeinheit
die in der Steuersignalempfangseinheit zwischengespeicherten Steuersignale
ausliest. Das Steuersignalabstimmungssystem umfasst weiterhin eine
Bewertungseinheit, die mit der Leseeinheit und der Signalübertragungseinheit
verbunden ist, wobei die Bewertungseinheit eine Übereinstim mung der von der
Signalübertragungseinheit
ausgegebenen Steuersignale und der von der Leseeinheit aus der Signalempfangseinheit
ausgelesenen Steuersignale bestimmt, wobei die Bewertungseinheit
die Zeitbeziehung zwischen den Steuersignalen und den Abtasttaktsignalen
schrittweise anpasst, bis eine Übereinstimmung zwischen
den von der Signalübertragungseinheit ausgegebenen
Steuersignalen und den von der Leseeinheit aus der Signalempfangseinheit
ausgelesenen Steuersignalen von der Bewertungseinheit festgestellt
wird.
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Gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der Erfindung umfasst ein Speichermodul ein Speicherzellenfeld mit
einer Mehrzahl von Speicherzellen, einer Speichersteuerung, wobei
die Speichersteuerung Steuersignale, Datensignale und Abtasttaktsignale überträgt, einem
bidirektionalen Datensignalübertragungsbus,
der mit dem Speicherzellenfeld und der Speichersteuerung verbunden
ist, wobei der bidirektionale Datensignalübertragungsbus Datensignale
zwischen dem Speicherzellenfeld und der Speichersteuerung überträgt, einem
Steuersignalübertragungsbus,
der mit der Speichersteuerung und dem Steuersignal-Zwischenspeicher
verbunden ist, wobei der Steuersignalübertragungsbus Steuersignale
von der Speichersteuerung zum Steuersignal-Zwischenspeicher überträgt, einer
Abtasttaktsignalübertragungsleitung,
die mit der Speichersteuerung und dem Steuersignal-Zwischenspeicher
verbunden ist, wobei die Abtasttaktsignalübertragungsleitung Abtasttaktsignale
von der Speichersteuerung zum Steuersignal-Zwischenspeicher überträgt, einer
Steuereinheit zum Einstellen eines Abstimmungsmodus, und einem Multiplexer,
der mit dem Steuersignal-Zwischenspeicher
und der Steuereinheit und dem bidirektionalen Datensignalübertragungsbus
verbunden ist, wobei der Multiplexer die im Steuersignal-Zwischenspeicher
zwischengespeicherten Steuersignale an die Speichersteuerung im
Abstimmungsmodus ausliest. Im Abstimmungsmodus bestimmt die Speichersteuerung Übereinstimmungen
zwischen den von der Speichersteuerung ausgegebenen Steuersignalen
und den vom Multiplexer aus dem Steuersignal-Zwischenspeicher ausgelesenen Steuersignalen,
wobei die Speichersteuerung die Zeitbeziehung zwischen den Steuersignalen
und den Abtasttaktsignalen schrittweise anpasst, bis von der Speichersteuerung Übereinstimmungen
zwischen den von der Speichersteuerung ausgegebenen Steuersignalen und
den von dem Multiplexer aus dem Steuersignal-Zwischenspeicher ausgelesenen
Steuersignalen festgestellt wird.
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Gemäß einer
dritten Ausführungsform
der Erfindung umfasst ein Computersystem eine Signalübertragungseinheit,
wobei die Signalübertragungseinheit
Steuersignale und Abtasttaktsignale ausgibt, die Steuersignale und
die Abtasttaktsignale, eine Signalempfangseinheit, wobei die Signalempfangseinheit
Steuersignale in Bezug auf die Abtasttaktsignale zwischenspeichert,
einen mit der Signalübertragungseinheit
und der Signalempfangseinheit verbundenen Steuersignalübertragungsbus,
wobei der Steuersignalübertragungsbus
Steuersignale von der Signalübertragungseinheit
zur Signalempfangseinheit überträgt, eine
Abtasttaktsignalübertragungsleitung,
die mit der Signalübertragungseinheit
und der Signalempfangseinheit verbunden ist, wobei die Abtasttaktsignalübertragungsleitung
Abtasttaktsignale von der Signalübertragungseinheit
an die Signalempfangseinheit überträgt, eine
mit der Signalempfangseinheit verbundene Leseeinheit, wobei die Leseeinheit
die in der Steuersignalempfangseinheit zwischengespeicherten Steuersignale
ausliest, und eine mit der Leseeinheit und der Signalübertragungseinheit
verbundene Bewertungseinheit. Die Bewertungseinheit stellt Übereinstimmungen
zwischen dem von der Signalübertragungseinheit
ausgegebenen Steuersignalen und den von der Leseeinheit aus der
Signalempfangseinheit ausgelesenen Steuersignalen fest und kalibriert
die Zeitbeziehung zwischen den Steuersignalen und den Abtasttaktsignalen,
bis von der Bewertungseinheit Übereinstimmungen
zwischen den von der Signalübertragungseinheit
ausgegebenen Steuersignalen und den von der Leseeinheit aus der
Signalempfangseinheit ausgelesenen Steuersignalen festgestellt werden.
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Gemäß einer
vierten Ausführungsform
der Erfindung umfasst ein Computersystem eine Vielzahl von Speichereinheiten,
wobei die Speichereinheiten Datensignale über eine bidirektionale Datensignalübertragungsbus
an die Mehrzahl von Speichereinheiten übertragen, eine Signalübertragungseinheit,
wobei die Signalübertragungseinheit
Steuersignale und Abtasttaktsignale ausgibt, die Steuersignale und
die Abtasttaktsignale, eine Signalempfangseinheit, wobei die Signalempfangseinheit
Steuersignale in Bezug auf die Abtasttaktsignale zwischenspeichert,
einen Signalübertragungsbus,
der mit der Signalübertragungseinheit
und der Signalempfangseinheit verbunden ist, wobei der Steuersignalübertragungsbus Steuersignale
von der Signalübertragungseinheit
zur Signalempfangseinheit überträgt, eine
Abtasttaktsignalübertragungsleitung,
die mit der Signalübertragungseinheit
und der Signalempfangseinheit verbunden ist, wobei die Abtasttaktsignalübertragungsleitung
Abtasttaktsignale von der Signalübertragungseinheit
an die Signalempfangseinheit überträgt, eine Leseeinheit,
die mit der Signalempfangseinheit und dem bidirektionalen Datensignalübertragungsbus verbunden
ist, wobei die Leseeinheit die in der Signalempfangseinheit zwischengespeicherten
Steuersignale ausliest und die Steuersignale an den bidirektionalen
Datensignalübertragungsbus
ausgibt, und eine Bewertungseinheit, die mit der Leseeinheit über den
bidirektionalen Datensignalübertragungsbus
und der Signalübertragungseinheit
verbunden ist. Die Bewertungseinheit stellt Übereinstimmungen zwischen den
von der Signalübertragungseinheit
ausgegebenen Steuersignalen und den von der Leseeinheit aus der
Signalempfangseinheit ausgelesenen Steuersignalen fest, und kalibriert
die Zeitbeziehung zwischen den Steuersignalen und den Abtasttaktsignalen,
bis von der Bewertungseinheit Übereinstimmungen
zwischen den von der Signalübertragungseinheit
ausgegebenen Steuersignalen und den von der Leseeinheit aus der
Signalempfangseinheit ausgelesenen Steuersignalen festgestellt werden.
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Gemäß einer
fünften
Ausführungsform
der Erfindung ist ein Verfahren zur Steuersignalabstimmung für Zwischenspeicher- Steuersignale in
einer integrierten Schaltung in Bezug auf die Abtasttaktsignale
vorgesehen, wobei das Steuersignalabstimmungsverfahren eine Abstimmungsschleife
bestehend aus dem Abgeben eines Steuersignals und eines Abtasttaktsignals
aufweist, sowie ein Zwischenspeichern des Steuersignals in Bezug
auf das Abtasttaktsignal, das erneute Übertragen des zwischengespeicherten
Steuersignals und das Feststellen einer Übereinstimmung zwischen dem
abgegebenen Steuersignal und dem zwischengespeicherten Steuersignal.
Wenn eine Steuersignalübereinstimmung
erkannt wird, wird die Abstimmungsschleife beendet. Bei Erkennung
einer Steuersignalabweichung wird die Zeitbeziehung zwischen dem
Steuersignal und dem Abtasttaktsignal verschoben und die Abstimmungsschleife
wiederholt.
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KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN
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Die
oben beschriebenen Merkmale der vorliegenden Erfindung werden im
Folgenden anhand der beigefügten
Zeichnungen näher
erläutert.
Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die beigefügten Zeichnungen
lediglich typische Ausführungsformen der
vorliegenden Erfindung darstellen und daher den Umfang der Erfindung
nicht beschränken
sollen. Die vorliegende Erfindung kann weitere, ebenso wirksame
Ausführungsformen
zulassen.
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1 zeigt
eine schematische Darstellung eines Steuersignalabstimmungssystems
in einer integrierten Schaltung gemäß einer ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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2 zeigt
eine schematische Darstellung eines Speichermoduls gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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3 zeigt
ein Diagramm des zeitlichen Ablaufs gemäß einer dritten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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4 zeigt
eine schematische Darstellung eines Speichermoduls gemäß einer
vierten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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5 zeigt
eine schematische Darstellung eines Layouts der externen Anschlüsse gemäß einer fünften Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung; und
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6A und 6B zeigen
aufeinanderfolgende Diagramme von Signalabstimmungsverfahren gemäß einer
sechsten und siebten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN
AUSFÜHRUNGSFORM
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1 zeigt
eine schematische Darstellung eines Steuersignalabstimmungssystems
in einer integrierten Schaltung gemäß einer ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Die integrierte Schaltung ist beispielsweise
ein Speicher mit einem Speicherzellenfeld 10. Das Speicherzellenfeld 10 speichert
den Informationsgehalt des Speichers. Eine Steuereinheit 15 steuert
das Speicherzellenfeld 10 und kann Mittel zur Steuerung
einer Leseeinheit 11 aufweisen, wie z.B. ein Register.
Die Leseeinheit 11 koppelt entweder das Speicherzellenfeld 10 oder eine
Steuersignalempfangseinheit 12 an eine Bewertungseinheit 13.
Die Bewertungseinheit 13 kann ein Signal mit einem Signalwert über einen
ersten Signalübertragungsbus 101 von
der Leseeinheit 11 empfangen. Weiterhin kann die Bewertungseinheit 13 einer
Signalübertragungseinheit 14 über einen zweiten
Signalübertragungsbus 102 ein
Steuersignal mit einem Sollwert zur Verfügung stellen. Die Signalübertragungseinheit 14 überträgt das Steuersignal mit
dem Soll-Wert über
einen dritten Signalübertragungsbus 103 an
die Steuersignalempfangseinheit 12. Die Signalübertragungseinheit 14 stellt
der Steuersignalempfangseinheit 12 und der Steuereinheit 15 außerdem ein
Abtasttaktsignal über
eine Abtasttaktsignalübertragungsleitung 100 zur
Verfügung.
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Das
Speicherzellenfeld 10 umfasst eine Mehrzahl von Speichereinheiten
wie z.B. Speicherzellen, in denen zwei oder mehrere logische Zustände gespeichert
sind. Beispiele für
solche Speicherzellen umfassen DRAM-Speicherzellen, Flash-RAM-Speicherzelle
oder Widerstandsspeicherzellen. Die Speicherzellen können in
Spalten und Reihen angeordnet sein, die mit Bitleitungen und Wortleitungen
verbunden sind. Das Speicherzellenfeld 10 kann weiterhin
Reihendecoder und Spaltendecoder aufweisen, um eine Adresse auf
die entsprechenden Zellen zu übertragen.
Die Steuersignalempfangseinheit 12 kann ein Steuersignal
speichern, welches die Adresse einer angeforderten Speicherposition
innerhalb des Speicherzellenfeldes 10 bestimmen kann. Darüber hinaus
kann das in der Steuersignalempfangseinheit 12 gespeicherte
Steuersignal der Steuereinheit 15 zur Verfügung gestellt
werden und ein Register einstellen. Dieses Register kann den Zustand
der Leseeinheit 11 über
eine Steuerleitung 104 bestimmen. Zum Beispiel kann das
Register einen Zustand „0" annehmen, in welchem
die Signalleseeinheit 11 den ersten Signalübertragungsbus 101 an
das Speicherzellenfeld 10 koppelt, während das Register einen Zustand „1" annehmen kann, in
dem die Leseeinheit 11 den ersten Signalübertragungsbus 101 mit
der Steuersignalempfangseinheit 12 koppeln kann. Auf diese
Weise kann der Wert der Steuersignalempfangseinheit 12 durch
die Bewertungseinheit 13 über den ersten Signalübertragungsbus 101 ausgelesen
werden.
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Die
Signalübertragungseinheit 14 kann
die Signale auf dem dritten Signalübertragungsbus 103 und
der Abtasttaktsignalübertragungsleitung 100 zur Verfügung stellen.
Auf dem dritten Signalübertragungsbus 103 wird
ein Steuersignal in die Steuersignalempfangseinheit 12 eingeschrieben,
wobei das Steuersignal von der Bewertungseinheit 13 empfangen
wird. Das Taktsignal auf der Abtasttaktsignalübertragungsleitung 100 bestimmt,
wann die Steuersignalempfangseinheit 12 oder wann die Steuereinheit 15 den
Signalzustand auf einer Eingangsleitung, z.B. einer Leitung des
dritten Signalübertragungsbusses 103 bewertet.
Da eine Synchronisierung der Signale auf dem dritten Signalübertragungsbus 103 und
der Abtasttaktsignalübertragungsleitung 100 von
Bedeutung sein kann, um eine Datenverwürfelung oder einen Datenverlust
zu verhindern, stellt die Signalübertragungseinheit 14 eine
genaue Synchronisierung und Koordination der Signale auf dem dritten
Signalübertragungsbus 103 und
der Abtasttaktsignalübertragungsleitung 100 zur
Verfügung.
Die Signalübertragungseinheit 14 kann
eine Verzögerungseinheit aufweisen,
um eine Zeit- und/oder Phasendifferenz zwischen den Signalen auf
dem dritten Signalübertragungsbus 103 und
der Abtasttaktsignalübertragungsleitung 100 einzustellen.
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Gemäß dieser
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung kann die Bewertungseinheit 13 die Signalübertragungseinheit 14 über den
zweiten Signalübertragungsbus 102 instruieren,
so dass sie ein Steuersignal mit einem Sollwert über den dritten Signalübertragungsbus 103 in
die Steuersignalempfangseinheit 12 einschreibt. Weiterhin
kann die Bewertungseinheit 13 die Signalübertragungseinheit 14 so
instruieren, dass ein Steuersignal mit einem Sollwert in die Steuereinheit 15 eingeschrieben
wird, wodurch wiederum die Leseeinheit 11 über die
Steuerleitung 104 so gesteuert wird, dass die Leseeinheit 11 die
Steuersignalempfangseinheit 12 mit dem ersten Signalübertragungsbus 101 koppelt.
Auf diese Weise kann die Bewertungseinheit 13 in der Lage
sein, ein Steuersignal auszulesen, das in die Steuersignalempfangseinheit 12 geschrieben
wurde.
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Wenn
das Einschreiben des Sollwerts des Steuersignals durch die Signalübertragungseinheit 14 fehlschlägt, kann
die Bewertungseinheit 13 dies durch Vergleichen des Sollwerts
des Steuersignals, welches der Signalübertragungseinheit 14 zur
Verfügung
gestellt wurde, mit einem Auslesewert des Steuersignals, das über den
ersten Signalübertragungsbus 101 von
der Steuersignalempfangseinheit 12 empfangen wird, ermitteln.
Die Bewertungseinheit 13 kann die Signalübertragungseinheit 14 so
anweisen, dass die Signalübertragungseinheit 14 den
zeitlichen Ablauf oder die Phasendifferenz zwischen den Sig nalen
auf dem dritten Signalübertragungsbus 103 und
der Abtasttaktsignalübertragungsleitung 100 verändert. Die
Bewertungseinheit 13 kann dies tun, bis der ausgelesene
Wert des Steuersignals von der Steuersignalempfangseinheit 12 dem
Sollwert des Steuersignals, das in die Signalempfangseinheit 12 eingeschrieben
werden soll, entspricht.
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Die
Bewertungseinheit 13 kann vorteilhafte Algorithmen für die Veränderung
des zeitlichen Ablaufs zwischen den beiden Signalen auf dem dritten Signalübertragungsbus 103 und
der Abtasttaktsignalübertragungsleitung 100 einsetzen.
Solche Algorithmen können
einen Sweep-Algorithmus umfassen, welcher zeitliche Begrenzungen
bestimmt, in denen das Einschreiben von Sollwerten erfolgreich ist,
und welcher den zeitlichen Ablauf innerhalb der ermittelten Grenzen
einstellen kann. Darüber
hinaus können solche
Algorithmen einen sogenannten CDR-Algorithmus (clock data recovery – Wiederherstellen
der Taktdaten) aufweisen. Die Abstimmung und die Ermittlung eines
adäquaten
zeitlichen Ablaufs kann für jede
Leistung eines Übertragungsbusses
durchgeführt
werden, wie z.B. für
den dritten Signalübertragungsbus 103,
und zwar einzeln, für
eine Gruppe von Leitungen oder für
alle Leitungen eines Übertragungsbusses
zusammen. Daher kann es erforderlich sein, dass zwei oder mehrere
Leitungen eines Übertragungsbusses
identische Signalausbreitungszeiten aufweisen.
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Die
Einstellung des zeitlichen Ablaufs kann während einer Abstimmungsphase
durchgeführt
werden, beispielsweise nach Initialisierung des Speichers oder regelmäßig innerhalb
vorgegebener Zeitintervalle. Die korrekte Einstellung des zeitlichen
Ablaufs durch die Bewertungseinheit 13 kann einen erhöhten Datendurchsatz über den
dritten Signalübertragungsbus 103 und
die Abtasttaktsignalübertragungsleitung 100 ermöglichen.
Sie kann außerdem Unterschiede
in der Länge
der Leitungen des Signalübertragungsbusses 103 und
der Abtasttaktsignalübertragungsleitung 100 ausgleichen,
die beispielsweise häufig
als leitende Pfade auf einer Leiterplatte realisiert sind. Solche Pfade
können
bereits Merkmale umfassen, z.B. gewundene Bereiche, die eine wohl definierte
Ausbreitungszeit der Signale gewährleisten.
Das Speichermodul gemäß dieser
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung kann darüber hinaus für Genauigkeit
sorgen und außerdem
unvermeidbare Herstellungstoleranzen ausgleichen und somit einen
wesentlich erhöhten
Datendurchsatz ermöglichen.
Die Abstimmungsphase kann vom Speicher automatisch nach dem Hochfahren
begonnen werden, oder durch entsprechende Befehle, die von der Signalübertragungseinheit 14 an
die Steuersignalempfangseinheit 12 übertragen werden.
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2 zeigt
eine schematische Darstellung eines Speichermoduls gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Gemäß dieser
Ausführungsform
umfasst das Speichermodul eine Speichersteuerung 1 und
mindestens eine Speichervorrichtung 2. Die Speichervorrichtung 2 kann ein
Speicherzellenfeld 20 umfassen, sowie eine Steuereinheit 21.
Das Speicherzellenfeld 20 kann ein Speicherzellenfeld wie
das im Zusammenhang mit 1 beschriebene Speicherzellenfeld 10 sein.
Die Steuereinheit 21 kann eine Steuereinheit, wie z.B.
die im Zusammenhang mit 1 beschriebene Steuereinheit 15 sein.
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Ein
erster Taktempfänger 23 kann
ein erstes Taktsignal 210 empfangen und der Steuereinheit 21 sowie
einem Befehls-Zwischenspeicher 22 und
einem Adress-Zwischenspeicher 25 ein erstes internes Taktsignal 212 zur
Verfügung
stellen. Ein erster Eingangspuffer 24 kann Steuersignale,
wie z.B. Befehlssignale, von einer Steuersignalleitung 203 empfangen
und den Befehls-Zwischenspeicher 22 entsprechend einstellen.
Der Befehls-Zwischenspeicher 22 kann weiterhin an die Steuereinheit 21 gekoppelt sein.
Ein zweiter Eingangspuffer 26 kann Steuersignale wie z.B.
Adresssignale von einer Adressleitung 202 empfangen und
kann den Adress-Zwischenspeicher 25 entsprechend einstellen.
Der Adress-Zwischenspeicher 25 ist mit dem Speicherzellenfeld 20 gekoppelt,
um eine Zugriffsadresse innerhalb des Speicherzellenfeldes 20 einzustellen.
Der Adress-Zwischenspeicher 25 ist ebenfalls mit der Steuereinheit 21 gekoppelt,
um Zugriffsadressen der Steuereinheit 21 einzustellen.
Der Adress-Zwischenspeicher 25 ist weiterhin mit einem
Multiplexer 27 gekoppelt. Die Zwischenspeicher 22, 25 sind
mit dem ersten internen Taktsignal 212 gekoppelt, um die
Zeit zu ermitteln, zu der die Eingangsdaten bewertet werden.
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Daten
werden über
einen Datenpfad 29 in das Speicherzellenfeld 20 eingeschrieben
und/oder aus ihm ausgelesen. Zum Einschreiben von Daten wird der
Datenpfad 29 mit einem dritten Eingangspuffer 30 gekoppelt
und zum Auslesen von Daten ist der Datenpfad 29 über den
Multiplexer 27 an einen Ausgangspuffer 28 gekoppelt. Über eine
Datensignalleitung 201, die sowohl an den dritten Eingangspuffer 30 als
auch an den Ausgangspuffer 28 gekoppelt ist, kann die Speichervorrichtung 2 Daten
austauschen. Ein zweiter Taktempfänger 31 empfängt ein
zweites Taktsignal 211 und stellt dem Datenpfad 29 ein
zweites internes Taktsignal 213 zur Verfügung.
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Die
Speichersteuerung 1 stellt die beiden Taktsignale 210 und 211 zur
Verfügung,
steuert die Speichervorrichtung 2 über die Steuerleitung 203, stellt
Zugriffsadressen über
die Adressleitung 202 ein, und tauscht Daten über die
Datenleitung 201 aus. Die Speichersteuerung 1 kann
während
einer Initialisierungsphase und/oder während interstitiellen Abstimmungsphasen
eine oder mehrere Abstimmungsfolgen initiieren, wobei die interstitielle
Abstimmungsphase innerhalb vorgegebener Zeitintervalle durchgeführt wird.
Eine solche Abstimmungsphase kann eine oder mehrere Abstimmungsfolgen
umfassen. Während
einer ersten Abstimmungsfolge kann der korrekte zeitliche Ablauf
der Signale auf der Adressleitung 202 im Hinblick auf das
erste Taktsignal auf der ersten Abtasttaktsignalübertragungsleitung 210 so
eingestellt werden, dass die Speichersteuerung 1 Datensignale
in den Adress-Zwischenspeicher 25 schnell und präzise einschreiben
kann.
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Gemäß dieser
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung kann die Speichersteuerung 1 die Steuereinheit 1 der
Speichervorrichtung 2 so instruieren, dass sie den Multiplexer 27 über die
Signalleitung 204 in einen Zustand versetzt, in dem der Adress-Zwischenspeicher 25 mit
dem Ausgangspuffer 28 gekoppelt wird. Auf diese Weise kann
die Speichersteuerung 1 ein Adresssignal in den Adress-Zwischenspeicher 25 einschreiben
und das über
die Datenleitung 202 tatsächlich empfangene Adresssignal verifizieren.
Sobald die Speichersteuerung 1 ermittelt, dass das Adresssignal,
welches in den Adress-Zwischenspeicher 25 eingeschrieben
wurde, dem Adresssignal, welches über den Multiplexer 27 und
den Ausgangspuffer 28 aus dem Adress-Zwischenspeicher 25 ausgelesen
wurde, nicht entspricht, kann die Speichersteuerung 1 den
zeitlichen Ablauf zwischen dem Adresssignal auf der Adressleitung 202 und
dem Abtasttaktsignal auf der ersten Abtasttaktsignalübertragungsleitung 210 verändern. Sie
kann dies so lange tun, bis das empfangene Adresssignal dem eingeschriebenen
Adresssignal aus dem Adress-Zwischenspeicher 25 entspricht. Die
Speichersteuerung 1 kann Algorithmen einsetzen, wie z.B.
Algorithmen, die im Zusammenhang mit 1 beschrieben
wurden, um einen korrekten zeitlichen Ablauf zwischen den Signalen
präzise
einzustellen. Die Abstimmung und die Bestimmung eines adäquaten zeitlichen
Ablaufs kann für
jede Leitung individuell, für
eine Gruppe von Leitungen eines Übertragungsbusses
oder für
alle Leitungen eines Übertragungsbusses
durchgeführt
werden. Daher kann es erforderlich sein, dass zwei oder mehrere Leitungen
eines Übertragungsbusses
identische Signalausbreitungszeiten zur Verfügung stellen.
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Weitere
Abstimmungsfolgen können
von der Speichersteuerung 1 zur Einstellung des korrekten zeitlichen
Ablaufs zwischen dem ersten Taktsignal auf der ersten Abtasttaktsignalübertragungsleitung 210 und
dem zweiten Taktsignal auf der zweiten Abtasttaktsignalübertragungsleitung 211 durchgeführt werden.
Eine nächste
Abstimmungsfolge kann von der Speichersteuerung 1 zur Einstellung
des korrekten zeitlichen Ablaufs zwischen einem Lesesignal auf der
Datenleitung 201 und dem zweiten Taktsignal auf der zweiten
Abtasttaktsignalübertragungsleitung 211 durchgeführt werden.
Eine nächste
Abstimmungsfolge kann von der Speichersteuerung 1 zur Einstellung
des korrekten zeitlichen Ablaufs zwischen einem Schreibsignal auf
der Datenleitung 201 und dem zweiten Taktsignal auf der
zweiten Abtasttaktsignalübertragungsleitung 211 durchgeführt werden.
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Nach
der Initialisierung, d.h. noch bevor irgendeine Art von Abstimmungsfolge
stattfindet, ist der Speichersteuerung 1 die korrekte Einstellung
für den
zeitlichen Ablauf nicht bekannt. Daher sollte sichergestellt werden,
dass die Speichersteuerung 1 zumindest anfangs in der Lage
sein kann, mit der Speichervorrichtung 2 zu kommunizieren.
Da der korrekte zeitliche Ablauf zwischen einem Taktsignal und einem
Steuersignal auf einer entsprechenden Leitung, beispielsweise einer
Adressleitung, einer Befehlsleitung oder einer Datenleitung, nur
für hohe Datendurchsatzgeschwindigkeiten
von Bedeutung ist, kann die Ausgangskommunikation durch eine langsame
Kommunikation durchgeführt
werden, beispielsweise durch eine SDR-Kommunikation. Sobald der korrekte zeitliche
Ablauf für
alle Leitungen und Taktsignale festgestellt wurde, kann die Speichersteuerung 1 mit
der Speichervorrichtung 2 mit Maximalgeschwindigkeit kommunizieren.
Eine Alternative zu einer sicheren Ausgangskommunikation ist die automatische
Aktivierung des Abstimmungsmodus beim Anschalten.
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Als
Ausgangsschritt kann die Speichersteuerung 1 ein entsprechendes
Steuersignal in die Steuereinheit 21 einschreiben, so dass
die Steuereinheit 21 den Multiplexer 27 in einen
Zustand versetzt, in dem der Multiplexer 27 den Adress-Zwischenspeicher 25 mit
dem Ausgangspuffer 28 koppelt. Da hierfür bereits eine in den Adress-Zwischenspeicher 25 einzuschreibende
Adresse erforderlich sein kann, wie z.B. die tatsächliche
Adresse des entsprechenden Modusregisters in der Steuereinheit 21,
kann die Speichersteuerung 1 das Adresssignal auf der Adressleitung 202 für ein paar
Taktzyklen kon stant halten, so dass gewährleistet ist, dass der korrekte Adresssignalwert
in den Adress-Zwischenspeicher 25 eingeschrieben wird.
Sobald der Multiplexer 27 in den Zustand versetzt wird,
in dem er den Adress-Zwischenspeicher 25 mit dem Ausgangspuffer 28 koppelt,
ist die Speichersteuerung 1 in der Lage, einen einzelnen
Taktzyklusschreibbefehl oder einen halben Taktzyklusschreibbefehl
mit einem zeitlichen Ausgangsablauf zwischen dem Signal auf der
Adressleitung 202 und dem ersten Taktsignal auf der ersten Abtasttaktsignalübertragungsleitung 210 zu
versuchen. Die Speichersteuerung 1 verifiziert anschließend den über den
Multiplexer 27, den Ausgangspuffer 28 und die
Datenleitung 201 tatsächlich
empfangenen Wert. Die Speichersteuerung 1 kann nun den zeitlichen
Ablauf verändern,
bis der Schreibbefehl eine zuverlässige und präzise Einstellung
des Adress-Zwischenspeichers 25 zur Folge hat.
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Die
Speichersteuerung 1 kann nun mit der Speichervorrichtung 2 mit
einer erhöhten
Datenrate, wie z.B. einer doppelten Datenrate (DDR), kommunizieren.
Sobald eine schnelle Kommunikation zwischen der Speichersteuerung 1 und
dem Adress-Zwischenspeicher 25 gewährleistet
ist, kann die Speichersteuerung 1 mit der Abstimmung anderer
Zeitabläufe
fortfahren, welche auf einer korrekten schnellen Kommunikation mit
dem Adress-Zwischenspeicher 25 beruhen können. Alternativ
kann die Speichersteuerung 1 den zeitlichen Ablauf des
Taktsignals auf der Abtasttaktsignalübertragungsleitung 210 bezüglich der
Adressleitung 202 ebenfalls verändern.
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3 zeigt
ein schematisches Zeitdiagramm gemäß einer dritten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Ein Taktsignal CK bestimmt eine Taktdauer
T und schwankt zwischen einem niedrigen Taktpegel und einem hohen
Taktpegel. Das invertierte Taktsignal ist als CK# dargestellt. Auf
Befehlsleitungen können
Befehlssignale CMD mit einem wohl definierten Zeitablauf und/oder
einer wohl definierten Phasendifferenz zum Taktsignal CK abgegeben
werden. Die Befehle umfassen ei nen ersten Lesebefehl RD1, einen
zweiten Lesebefehl RD2, und einen dritten Lesebefehl RD3. N/D bedeutet,
dass kein Betrieb stattfindet oder keine Auswahl getroffen wurde.
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Ein
Adressübertragungsbus
MA überträgt Adresssignale
mit einem bestimmten Zeitablauf und/oder einer bestimmten Phasendifferenz τ zum Taktsignal
CK. Angenommen dass ein Datenwort ADRxR an einem Zwischenspeicher
zur Verfügung stehen
soll, wenn ein CK-Übergang
vom niedrigen Taktpegel zum hohen Taktpegel vorliegt, muss die Verzögerung τ die Signalverfügbarkeit
zu diesem Zeitpunkt gewährleisten.
In einem DDR-Modul kann eine Datenleitung, z.B. eine Leitung des
Adressübertragungsbusses
MA, innerhalb einer Zeitdauer T zweimal variieren. Auf diese Weise
wird eine steigende Flankenadresse ADRxR auf einer steigenden Flanke
des Taktsignals CK übertragen
und eine steigende Flankenadresse ADRxR# wird auf einer steigenden
Flanke des invertierten Taktsignals CK# übertragen, die einer fallenden
Flanke des Takts CK entspricht. Ein zweites und ein drittes Wort
eines Adresswerts kann mit den Adressübertragungsbusleitungen übertragen
werden, wobei der Adresswert die Werte eines ADRyR, eines ADRyR#
und eines ADRzR usw. annimmt. Ein Adressübertragungsbusinversionssignal
ADBI kann anzeigen, dass die Signale auf dem Adressübertragungsbus
MA als invertierte Signale ausgelegt werden können, wobei hierbei ein niedriger
Pegel einen hohen Pegel und ein hoher Pegel einen niedrigen Pegel
darstellt.
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Eine
Zeit tADR nach der Abgabe eines Lesebefehls wie z.B. RD1, können die
ausgelesenen Daten ADRxR an einem Datenübertragungsbus DQGerade oder
DQUngerade zur Verfügung stehen. DQGerade stellt Datenleitungen
des Datenübertragungsbusses
mit gerader Bezeichnung dar, während
DQUngerade Datenleitungen des Datenübertragungsbusses
DQ mit ungerader Benennung darstellt. Die Daten an der steigenden
Flankenadresse ADRxR von CK können
an dem DQGerade-Anschluss vorgesehen werden,
während
die Daten an der steigenden Flankenadresse ADRxR# von CK# dem DQUngerade Übertragungsbus zur
Verfügung
gestellt werden können.
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Das
in 3 gezeigte Beispiel stellt eine Signalsituation
während
eines Abstimmungsmodus nach erfolgreicher Einstellung der Verzögerung τ dar. Ein
Multiplexer, wie z.B. der im Zusammenhang mit 2 beschriebene
Multiplexer 27, kann den Inhalt eines Adress-Zwischenspeichers,
beispielsweise des im Zusammenhang mit 2 beschriebenen Adress-Zwischenspeichers 25,
mit dem Datenübertragungsbus
DQ koppeln. So lange die Werte bei DQGerade und
DQUngerade den während der jeweiligen Lesebefehle
RD1, RD2 und RD3 eingeschriebenen Werten entsprechen, ist die Zeitverzögerung τ korrekt. Der
Abstimmungsmodus kann verlassen werden und eine Adresse auf dem
Adressübertragungsbus
MA kann ein Auslesen eines an der jeweiligen Adresse im Speicherzellenfeld
gespeicherten Wertes zur Folge haben. Diese Werte finden sich dann
auf DQGerade und DQUngerade.
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4 zeigt
eine schematische Darstellung eines Speichermoduls gemäß einer
vierten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Das Speichermodul kann ein Speichermodul,
wie z.B. eine Graphikkarte oder ein DIMM sein. Das Speichermodul
ist auf einer Leiterplatte (PCB – printed circuit board) 40 ausgeführt, die
eine erste Datenleitung 401, eine zweite Datenleitung 402 und
einen Adressübertragungsbus 410 aufweist.
Die Datenleitungen 401 und 402 und der Adressübertragungsbus 410 können als
leitende Spuren in einer oder in mehreren Schichten in der Leiterplatte 40 umgesetzt
sein. Die Spuren können
in Anschlüssen
enden, beispielsweise in Anschlussflächen an Verbindungspunkten 43 für die jeweilige
Verbindung zu den Speichervorrichtungen 42 oder einer Speichersteuerung 41.
Das Speichermodul kann mindestens eine Speichersteuerung 41 und
mindestens zwei Speichervorrichtungen 42 aufweisen. Das
Layout der beiden Speichervorrichtungen 42 entspricht dem
Layout der in 2 gezeigten Speichervorrichtung 2.
Die Steuersignale, wie z.B. die Befehlssignale und die Adresssignale beider
Speichervorrichtungen, werden unabhängig voneinander durch die
Speichersteuerung 41 in derselben Weise wie im Hin blick
auf die in 2 gezeigte Speichervorrichtung 2 beschrieben
abgestimmt. In einem letzten Schritt stellt die Speichersteuerung 41 einen
Durchschnittswert der Zeitbeziehungen zur Verfügung, die zwischen dem Steuersignal
und dem Abtasttaktsignal in jeder Speichervorrichtung 42 auftreten.
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Moderne
Speichermodule nutzen ein symmetrisches und geeignetes Layout externer
Anschlüsse
der Verbindungspunkte 43, wie es in 5 gezeigt
ist. Dadurch ist eine einfache und zuverlässige Verbindung von mehr als
einer Speichervorrichtung 42 mit einer Speichersteuerung 1 möglich. Gemäß dieser
Ausführungsform
sind zwei Speichervorrichtungen 42 auf beiden Seiten der
Leiterplatte 40 angebracht. Das Layout externer Anschlüsse der Verbindungspunkte 43 macht
es in dieser Anordnung möglich,
dass z.B. dieselben Werte auf den Adressübertragungsbus 410 gelegt
werden, wobei jede der Speichervorrichtungen 42 einen Teil
der Daten über die
erste Datenleitung 401 und die zweite Datenleitung 402 zur
Verfügung
stellt. Ein Taktsignal 400 kann der Speichervorrichtung 42 durch
die Speichersteuerung 41 zur Verfügung gestellt werden. Die Speichersteuerung 41 kann
den korrekten Zeitablauf eines Datensignals auf einer der Datenleitungen 401, 402 im
Hinblick auf das Taktsignal auf einer Abtasttaktsignalübertragungsleitung 400 während einer
Abstimmungsfolge bestimmen. Die Speichersteuerung 41 bestimmt
weiterhin einen korrekten Zeitablauf des Adresssignals auf dem Adressübertragungsbus 410 im
Hinblick auf das Taktsignal auf der Abtasttaktsignalübertragungsleitung 400 während einer
Abstimmungsfolge für
die beiden Speichervorrichtung 42, und zwar unabhängig voneinander.
Anschließend
bildet die Speichersteuerung 41 einen Durchschnittswert
der bestimmten Zeitphasen für
die beiden Speichervorrichtung 42.
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6A zeigt
eine schematische Abfolge eines Signalabstimmungsverfahrens gemäß einer sechsten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Ein MRS erteilt in einem Ausgangsschritt 610 den
Befehl zur Initialisierung der Adressabstimmung. In diesem Abstimmungsmodus
wartet die Speichervorrichtung zunächst in einer Warteschleife 611 auf einen
Befehl. Sobald ein Lesebefehl 612 ausgegeben wird, zwischenspeichert
der DRAM-Speicher im Zwischenspeicherungsschritt 613 die
ausgelesene Adresse und überträgt den Wert
des Zwischenspeichers an den Datenübertragungsbus DQ, bis ein nächster Lesebefehl
empfangen wird. Die Speichersteuerung bestimmt in einem Bewertungsschritt 614, ob
die Zieladresse, die während
des Lesebefehls 612 eingestellt wird, dem Wert auf dem
Datenübertragungsbus
DQ entspricht. Wenn die zwischengespeicherte Adresse dem ausgelesenen
Ergebnis nicht entspricht, verschiebt die Steuerung in einem Schritt 616 den
Zeitablauf der Adresse im Hinblick auf das Taktsignal, und der DRAM-Speicher
wartet abermals in der Warteschleife 611 auf einen nächsten Lesebefehl.
Wenn die zwischengespeicherte Adresse der ausgelesenen Adresse auf
dem Datenübertragungsbus
entspricht, so wird die Abstimmungsschleife über ein MRS in einem Abschlussschritt 615 verlassen.
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6B zeigt
ein schematisches Abfolgediagramm eines Signalabstimmungsverfahrens
gemäß einer
siebten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Nach dem Hochfahren 621 wird
eine Adressabstimmungsfolge 622 initiiert. Die Adressabstimmungsfolge 622 kann
der im Zusammenhang mit 6A beschriebenen
Adressabstimmungsfolge entsprechen. Nach dem Abstimmen des Adressübertragungsbusses
auf volle Geschwindigkeit und Datenrate in Schritt 622,
wird die Abstimmung des ersten Takts CK und des zweiten Takts FCK
in einer Taktabstimmungssequenz 623 initiiert. Anschließend wird
das Auslesen von Daten aus dem Speicherzellenfeld in einer Leseabfolgesequenz 623 abgestimmt,
beispielsweise durch die Verwendung eines Algorithmus zur Wiederherstellung
von Taktdaten (CDR). Nachdem das Auslesen aus dem Speicherzellenfeld
abgestimmt wurde, kann das Einschreiben in das Speicherzellenfeld
in einer Schreibabstimmungsfolge 625 abgestimmt werden.
Nach Abschluss der Schreibabstimmungsfolge 625 kann der Abstimmungsmodus
in Schritt 626 verlassen werden und die Speichervorrichtung kehrt
in einen Standardbetriebsmodus zurück. Die Steuerung hat den Adressübertragungsbus,
den Lesedatenübertragungsbus,
den Schreibdatenübertragungsbus
und das zweite Taktsignal FCK auf das erste Taktsignal CK abgestimmt,
wodurch der Ablauf aller Datenaustausche und Kommunikationen bei
maximaler Geschwindigkeit ermöglicht
wird.
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Die
vorstehende Beschreibung beschreibt vorteilhafte beispielhafte Ausführungsformen
der Erfindung. Die darin offenbarten Merkmale, sowie die Patentansprüche und
die Zeichnungen können
daher nützlich
bei der Umsetzung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen
sein, sowohl einfach, als auch in Kombination. Obwohl sich die vorstehende
Beschreibung auf Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung bezieht, können andere und weiterführende Ausführungsformen
dieser Erfindung ausgegeben werden, ohne dabei über den grundlegenden Umfang
der Erfindung hinauszugehen, wie der von den folgenden Patentansprüchen bestimmt wird.
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- 1
- Speichersteuerung
- 10
- Speicherzellenfeld
- 100
- Abtasttaktsignalübertragungsleitung
- 101
- Signalübertragungsbus
- 102
- zweiter
Signalübertragungsbus
- 103
- dritter
Signalübertragungsbus
- 104
- Steuerleitung
- 11
- Leseeinheit
- 12
- Steuersignalempfangseinheit
- 13
- Bewertungseinheit
- 14
- Signalübertragungseinheit
- 15
- Steuereinheit
- 2
- Speichervorrichtung
- 201
- Datensignalleitung
- 202
- Adressleitung
- 203
- Steuerleitung
- 204
- Signalleitung
- 21
- Steuereinheit
- 210
- erstes
Taktsignal
- 211
- zweites
Taktsignal
- 212
- erstes
internes Taktsignal
- 213
- zweites
internes Taktsignal
- 22
- Befehls-Zwischenspeicher
- 23
- Taktempfänger
- 24
- Eingangspuffer
- 25
- Adress-Zwischenspeicher
- 26
- zweiter
Eingangspuffer
- 27
- Multiplexer
- 28
- Ausgangspuffer
- 29
- Datenpfad
- 30
- dritter
Eingangspuffer
- 31
- zweiter
Taktempfänger
- 40
- Leiterplatte
- 400
- Taktsignal
- 401
- erste
Datenleitung
- 402
- zweite
Datenleitung
- 41
- Speichersteuerung
- 410
- Adressübertragungsbus
- 42
- Speichervorrichtung
- 43
- Verbindungspunkt
- 610
- erster
Schritt
- 611
- Warteschleife
- 612
- Lesebefehl
- 613
- Zwischenspeicherungsschritt
- 614
- Bewertungsschritt
- 615
- dritter
Abschlussschritt
- 616
- Verschiebung
des Zeitablaufs
- 621
- Hochfahren
- 622
- Adressabstimmung
- 623
- Leseabstimmung
- 625
- Schreibabstimmung
- 626
- Verlassen
des Abstimmungsmodus