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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Fixiervorrichtung für
einen Gehstock gemäß dem Patentanspruch 1.
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Üblicherweise
werden beim Spazierengehen, Wandern oder beim Nordic Walking der
Gehstock bzw. die Gehstöcke an ein aufrecht stehendes Element,
wie z. B. einen Baum, einen Zaun oder eine Häuserwand gelehnt.
Dagegen besteht auf freiem Feld nur die Möglichkeit, den
Gehstock bzw. die Gehstöcke am Boden abzulegen, wobei das
zum Aufheben des Gehstocks erforderliche Bücken für
die meisten Menschen sehr beschwerlich ist.
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Aus
der
DE 20 2005
009 976 U1 ist ein Wanderstock mit einer Stativfunktion
bekannt, bei dem eine Stockspitze an einander gegenüberliegenden Enden
eine normale Spitze und einen Erdspieß umfasst, die durch
Herausschrauben der normalen Spitze und Einschrauben des Erdspießes
ausgetauscht werden können.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen,
mit der es auf einfache Weise möglich ist, einen Gehstock
im freien Gelände so zu positionieren, daß ein
Aufheben vom Boden nicht erforderlich ist.
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Diese
Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale
gelöst.
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Erfindungsgemäß ist
eine Fixiervorrichtung für einen Gehstock mit einer Halterung
zur längsverschieblichen Verbindung mit einem Stockschaft
des Gehstocks, und einem mit der Halterung verbundenen Erdspieß ausgebildet.
Durch das Eindrücken des Erdspießes in das Erdreich
kann der Gehstock auf einfache Art und Weise im freien Feld in einer
senkrechten Position abgestellt werden.
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Weiterbildungen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
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Die
Verbindung wird an Hand der Zeichnungen näher beschrieben.
Darin zeigen:
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1 eine
Perspektivansicht einer Ausführungsform einer Fixiervorrichtung
gemäß der vorliegenden Erfindung,
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2 eine
Perspektivansicht eines Gehstocks mit daran angeordneter Fixiervorrichtung
in einer Ruhestellung,
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3 eine
Perspektivansicht des Gehstocks mit daran angeordneter Fixiervorrichtung
in einer Fixierstellung, bei der die Fixiervorrichtung im Erdreich steckt,
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4 eine
Perspektivansicht des Gehstocks mit daran angeordneter Fixiervorrichtung
beim Herausziehvorgang aus dem Erdreich,
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5 eine
Perspektivansicht des Gehstocks mit daran angeordneter Fixiervorrichtung
beim Einschubvorgang in die Ruhestellung, und
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6 eine
Perspektivansicht des Gehstocks mit daran angeordneter Fixiervorrichtung
in der Ruhestellung.
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Wie
in 1 gezeigt ist, besteht eine Fixiervorrichtung 10 aus
einer Halterung 12, einem Erdspieß 14 und
einem Trittelement 16. Die Halterung 12 besteht
aus einer Hülse 12a mit einem in Längsrichtung
L verlaufenden, durchgehenden Schlitz 12b.
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In
Längsrichtung L erstreckt sich der Erdspieß 14,
der in dieser Ausführungsform lanzenförmig ausgebildet
ist. In einer anderen, nicht gezeigten Ausführungsform
ist der Erdspieß 14 in Form eines Stifts ausgebildet
oder ist gabelförmig ausgebildet.
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An
dem dem Erdspieß 14 gegenüberliegenden
Ende der Halterung 12 ist das Trittelement 16 in Form
einer flachen Platte, die sich senkrecht zur Längsrichtung
L erstreckt, angebracht.
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In
der gezeigten Ausführungsform sind die Halterung 12,
der Erdspieß 14 und das Trittelement 16 einstückig
ausgebildet. In einer anderen Ausführungsform werden die
Halterung 12, der Erdspieß 14 und das
Trittelement 16 durch separate Teile repräsentiert,
die durch geeignete Weise miteinander verbunden sind.
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2 zeigt
einen Gehstock 50 mit daran angeordneter Fixiervorrichtung 10 in
einer Ruhestellung derselben. Der Gehstock 50 umfaßt
einen Stockschaft 52, einen Griff 54 und eine
Stockkapsel 56. Der Begriff „Gehstock" ist so
auszulegen, daß er einen in den Figuren dargestellten als
Gehhilfe dienenden Gehstock, eine Krücke, einen Walking-Stock,
einen Trekkingstock oder einen Wanderstock umfasst.
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Der
Innendurchmesser der Hülse 12a ist so ausgelegt,
daß er etwas kleiner dimensioniert ist als der Außendurchmesser
des Stockschafts 52, so daß die Hülse 12a durch
die so vorhandene Klemmkraft zwischen Hülse 12a und
Stockschaft 52 selbsttätig hält.
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Zum
Aufschieben der Fixiervorrichtung 10 auf den Gehstock 50 wird
die Stockkapsel 56 vom Stockschaft 52 abgenommen,
die Hülse 12a wird im Bereich des Schlitzes 12b leicht
gespreizt und auf den Stockschaft 52 aufgeschoben. Danach
wird die Stockkapsel 56 wieder auf den Stockschaft 52 aufgesetzt.
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In
einer modifizierten Ausführungsform wird die Hülse 12a im
Bereich des Schlitzes 12b so weit aufgespreizt, daß der
Stockschaft 52 durch den Schlitz 12b geführt
werden kann und damit eine Verbindung zwischen der Fixiervorrichtung 10 mit
dem Gehstock 50 erzielt wird.
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Wie
in 1 und 2 zu sehen ist, ist der Erdspieß 14 zu
der Halterung 12 gekröpft ausgebildet, um einen
radialen Abstand von dem Stockschaft 52 zu erzielen, so
daß der Erdspieß 14 beim Verschieben
von der Ruhestellung in eine Fixierstellung problemlos seitlich
an der Stockkapsel 56 vorbeigeführt werden kann.
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Die
Arbeitsweise der an einem Gehstock 50 angeordneten Fixiervorrichtung 10 wird
nachstehend beschrieben.
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Ausgehend
von der in 2 gezeigten Ruhestellung der
Fixiervorrichtung 10 wird bei Bedarf der Gehstock 50 senkrecht
stehend auf dem Erdreich 70 positioniert, wobei die Stockkapsel 56 das
Erdreich 70 berührt. Der Benutzer stellt einen
Fuß auf das Trittelement 16 und drückt
die Fixiervorrichtung 10 in Richtung des Erdreiches 70,
so daß der Erdspieß 14 in das Erdreich 70 eindringt.
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Wie
in 3 gezeigt ist, wird in der Fixierstellung bei
vollständig in das Erdreich 70 eingeschobenem
Erdspieß 14 der Gehstock 50 in der senkrechten
Position durch die Fixiervorrichtung 10 gehalten. Somit
ist es auf freiem Feld möglich, den Gehstock 50 so
zu positionieren, daß ein Aufheben vom Boden und ein damit
verbundenes beschwerliches Bücken durch den Benutzer vermieden
wird.
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Wenn
der Gehstock 50 wieder genutzt werden soll, wird dieser
mitsamt der Fixiervorrichtung 10 senkrecht nach oben wegwärts
vom Erdreich 70 gezogen, wie in 4 dargestellt
ist.
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Ist
der Erdspieß 14 vollständig aus dem Erdreich 70 herausgezogen,
wie in 5 dargestellt ist, wird der Erdspieß 14 auf
einem harten Bodenelement, z. B. einem Stein, aufgestellt, und der
Gehstock 50 wird in Richtung des Erdreiches 70 gedrückt,
so daß eine Relativbewegung zwischen dem Gehstock 50 und
der Fixiervorrichtung 10 erfolgt, bis schließlich
die Fixiervorrichtung 10 am Gehstock 50 in der
in 6 gezeigten Ruhestellung befindlich ist. In der
Ruhestellung hält die Fixiervorrichtung 10 durch
die Klemmkraft der Hülse 12a am Stockschaft 52.
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Alternativ
dazu kann der Benutzer einen Fuß unterhalb des Trittelements 16 positionieren
und die Fixiervorrichtung 10 durch eine Bewegung des Fußes
wegwärts vom Erdreich 70 aus der in 5 gezeigten
Stellung in die in 6 gezeigte Ruhestellung der Fixiervorrichtung 10 bringen.
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In
der bevorzugten Ausführungsform bestehen die Teile der
Fixiervorrichtung 10 aus Kunststoff, Metall oder Kombinationen
aus diesen.
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In
einer modifizierten Ausführungsform ist am Gehstock 52 und
an der Hülse 12a eine Rastvorrichtung vorgesehen,
die die Fixiervorrichtung 10 in der Ruhestellung arretiert.
Die Rastvorrichtung kann z. B. durch eine Nut am Gehstock 52 und
einen dazu korrespondieren ringförmigen Vorsprung an der
Hülse 12a gebildet sein. Bei dieser Ausführungsform muß keine
Klemmkraft zwischen der Hülse 12a und dem Stockschaft 52 vorhanden
sein, sondern die Hülse 12a kann so dimensioniert
sein, daß sie leicht beweglich am Stockschaft 52 gleiten
kann.
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Obwohl
die Halterung 12 in der bevorzugten Ausführungsform
durch eine mit einem Schlitz 12b versehene Hülse 12a mit
einem kreisförmigen Querschnitt ausgebildet ist, kann die
Halterung 12 auch durch eine Hülse mit einem anderem
Querschnitt, z. B. einem ovalen, quadratischen oder einem rechteckigen
Querschnitt versehen sein.
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Die
Halterung 12 ist in der bevorzugten Ausführungsform
einteilig ausgebildet. In einer anderen Ausführungsform
kann die Halterung 12 auch zweiteilig oder mehrteilig ausgebildet
sein, und durch Verbinden miteinander am Rohrschaft 52 befestigt
werden.
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In
einer weiteren Modifikation ist die Fixiervorrichtung 10 ohne
Trittelement 16 ausgebildet.
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Mischformen
zwischen den beschriebenen Ausführungsformen und deren
Modifikationen gehören zum Schutzumfang der vorliegenden
Erfindung.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 202005009976
U1 [0003]