-
Die Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung zur Befestigung eines flexiblen Bandelements mit einer Verdickung an seinem Ende an einem hohlen Rohrstab, wobei der Innendurchmesser des Rohrstabes zur Aufnahme der Verdickung dimensioniert und wenigstens eine Öffnung vorgesehen ist, die dimensioniert ist, um das flexible Bandelement aus dem Rohstab heraus zu führen und um die Verdickung in dem Rohrstab zurück zu halten.
-
Eine derartige Befestigungsvorrichtung ist aus der
US 2010/0275958 A1 bekannt. Die bekannte Befestigungsvorrichtung bezieht sich auf eine Anordnung bei einem hohlen Skistock oder Gehstock, wobei der Stock einen wenigstens teilweise hohlen Innenraum, einen Handgriff am oberen Bereich des Schafts des Stocks und einen spitzen Bereich im unteren Teil des Schafts aufweist. In dem Hohlschaftteil des Stocks ist ein elastisches Bandelement angeordnet, welches wenigstens teilweise aus dem Schaftteil des Stocks herausgezogen werden kann, und das wenigstens teilweise wieder zurück in den Stock geschoben werden kann. Durch diese Anordnung soll der Stock umfunktioniert werden zu einem Übungsgerät, bei dem unter Zuhilfenahme des elastischen Bandelements gymnastische Übungen gemacht werden können. Bei dieser Anordnung wird die Öffnung in dem Stock im Wesentlichen durch zwei Öffnungen gebildet, wobei die eine Öffnung groß genug ist, um die Verdickung des elastischen Bandelements in den Stock einführen zu können und die zweite Öffnung, die über die erste Öffnung mit Hilfe des Griffs geschoben wird, einen Innendurchmesser hat, der kleiner ist als der Außendurchmesser der Verdickung. Wenn die beiden Öffnungen übereinander geschoben sind, kann ein mit der Verdickung in dem Stock verankertes elastisches Bandelement nur bis zum Anschlag der Verdickung an der Öffnung herausgezogen werden.
-
Dem gegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Befestigungsvorrichtung zum Befestigen eines flexiblen Bandelements mit einer Verdickung an seinem Ende an einem hohlen Rohrstab bereitzustellen, durch die Verankerung des flexiblen Bandelements an wenigstens einem Ende des hohlen Rohrstabs sichergestellt wird, wobei auch ein häufiges Austauschen des flexiblen Bandelements bei der Trainingsvorrichtung einfach und ohne Abnutzungserscheinungen der Befestigungsvorrichtung selbst durchgeführt werden kann.
-
Dazu weist die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung einen auf dem Rohrstab angeordneten Grundkörper und einen auf den Grundkörper aufzusetzenden und damit durch eine Verriegelungsvorrichtung zu verriegelnden Deckelkörper aufweist, und dass die Öffnung zwischen dem Grundkörper und dem Deckelkörper ausgebildet ist. Dadurch, dass die Befestigungsvorrichtung aus einem Grundkörper und einem damit zusammenwirkenden Deckelkörper gebildet wird, wobei der Grundkörper und der Deckelkörper die Öffnung für das Herausführen des flexiblen Bandelements aus dem Rohrstab ermöglicht, kann das flexible Bandelement einerseits sicher in dem Rohrstab verankert werden, und andererseits ist ein häufiges Auswechseln des flexiblen Bandelements möglich, ohne dass Verschleißerscheinungen auftreten.
-
Nach eine vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Befestigungsvorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung teilweise in dem Grundkörper und teilweise in dem Deckelkörper ausgebildet ist, dadurch, dass die Öffnung für das Herausführen des flexiblen Bandelements aus dem Rohrstab teilweise in dem Grundkörper und teilweise in dem Deckelkörper ausgebildet ist, gibt die teilweise Öffnung in dem Grundkörper eine vorläufige Führung des flexiblen Bandelements beim Zusammenbau der Befestigungsvorrichtung bis der Deckelkörper auf den Grundkörper ausgesetzt ist, und damit das flexible Bandelement endgültig fixiert wird.
-
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Befestigungsvorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Grundkörper und den Deckelkörper eine Führungseinrichtung vorgesehen ist, die das Aufsetzen des Deckelkörpers auf dem Grundkörper nur in einer solche Orientierung gestattet, dass im zusammengesetzten Zustand der Befestigungsvorrichtung die Öffnung gebildet wird. Diese Führungseinrichtung stellt sicher, dass der Deckelkörper nur in der richtigen Orientierung auf den Grundkörper aufgesetzt werden kann, wobei dann die für das Herausführen des flexiblen Bandelements erforderliche Öffnung gebildet wird. Dadurch wird der Zusammenbau der Befestigungsvorrichtung wesentlich erleichtert.
-
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Befestigungsvorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass zwei Öffnungen vorgesehen sind. Damit lassen sich in vorteilhafte weise gleichzeitig zwei flexible Bandelemente mit gleicher oder unterschiedlicher Stärke an dem Rohrstab befestigen.
-
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Befestigungsvorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen einander gegenüberliegen, was zu einer gleichmäßigen Beanspruchung, der Vorrichtung im Einsatz führt.
-
Nach eine weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Befestigungsvorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass an der Öffnung Führungsansätze zum Herausführen des flexiblen Bandelements aus der Befestigungsvorrichtung vorgesehen sind. Die Führungsansätze haben den vorteilhaften Effekt, dass das flexible Bandelement beim Herausführen aus dem Rohrstab nicht über eine scharfe Kante läuft und damit abgeknickt werden kann. Vielmehr wird das flexible Bandelement sanft aus dem Rohrstabe herausgeführt.
-
Nach eine weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Befestigungsvorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper einen Rohransatz und der Deckelkörper eine auf den Rohransatz passende, einen Innenraum bildenden Seitenwand aufweist, und dass die Führungseinrichtung einen Schlitz an dem Rohransatz und einen innenseitig an der Seitenwand des Deckelkörpers angeordneten in den Schlitz passenden Vorsprung aufweist. Damit wird in vorteilhafter Weise sichergestellt, dass der Deckelkörper immer in der richtigen Orientierung auf den Grundkörper aufgesetzt wird, um die Öffnung für das Herausführen des flexiblen Bandelements zu bilden.
-
Nach eine weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Befestigungsvorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitz an dem Rohransatz zur Aufnahme des flexiblen Bandelements dimensioniert ist. Damit wird in vorteilhafter Weise das Einführen des flexiblen Bandelements mit der Verdickung in den Rohrstab wesentlich erleichtert.
-
Nach eine weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Befestigungsvorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungsvorrichtung einander gegenüberliegende Führungsöffnungen an dem Deckelkörper und im zusammengesetzten Zustand der Befestigungsvorrichtung diesen gegenüber liegende Führungsöffnungen in dem Grundkörper aufweist, und dass ein Verriegelungselement vorgesehen ist, das sich im zusammengesetzten Zustand der Befestigungsvorrichtung durch die Führungsöffnungen an dem Deckelkörper und an dem Grundkörper erstreckt. Damit wird ein einfaches Verriegelungselement zur Verfügung gestellt, welches eine sichere Verriegelung des Deckelkörpers an dem Grundkörper sicherstellt.
-
Nach eine weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Befestigungsvorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement ein Zapfen ist, der an einer den Deckelköper umgreifenden Klammer angeordnet ist. Diese Art der Verriegelung bei der Befestigungsvorrichtung hat den Vorteil, dass die Verriegelung mit einfachen Mitteln sicher und zuverlässig erreicht wird.
-
Nach eine weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Befestigungsvorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass die Klammer im zusammengesetzten Zustand der Befestigungsvorrichtung nahezu vollständig um den Deckelkörper verläuft und an ihren Enden Griffansätze zum Lösen der Klammer aufweist. Insbesondere bei einem häufigen Austauschen des flexiblen Bandelements ist es vorteilhaft, wenn die Verriegelung leicht zu lösen ist.
-
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nun an der beiliegenden Zeichnung beschrieben. Es zeigen:
-
1 eine perspektivische Explosionsdarstellung, bei der die Teile der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung voneinander gelöst sind,
-
2 die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung nach 1 in zusammengebautem Zustand,
-
3 eine Seitenansicht einer abgewandelten Ausführungsform der Befestigungsvorrichtung,
-
4 einen Schnitt durch den Deckelkörper an dem Niveau der Verriegelungsvorrichtung, und
-
5 eine Draufsicht auf ein Bandelement, wie es bei der Erfindung eingesetzt wird.
-
Gemäß 1 weist die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung 2 einen Grundkörper 4 und einen Deckelkörper 6 auf. Der Grundkörper 4 ist auf einen hohlen Rohrstab 8 aufgesetzt, an dem ein flexibles Bandelement 7 mit einer Verdickung an seinem Ende befestigt werden soll. Dazu ist der Innendurchmesser des Rohrstabes 8 zur Aufnahme der Verdickung (9) des flexiblen Bandelements 7 dimensioniert. Zwischen dem Grundkörper 4 und dem Deckelkörper 6 wird eine Öffnung 10 gebildet, die so dimensioniert ist, dass das flexible Bandelement 7 aus dem Rohrstab 8 herausgeführt werden kann, und dass andererseits die Verdickung 9 an dem flexiblen Bandelement 7 in dem Rohrstab 8 zurückgehalten wird. Die Öffnung 10 ist zwischen dem Grundkörper 4 und dem Deckelkörper 6 ausgebildet.
-
Wie aus 1 zu ersehen ist, wird die Öffnung 10 durch eine Teilöffnung 12 an dem Deckelkörper 6 und eine Teilöffnung 14 an dem Grundkörper 4 gebildet. Damit die Öffnung 10 beim Zusammenfügen des Deckelkörpers 6 mit dem Grundkörper 4 ordnungsgemäß gebildet wird, ist zwischen dem Grundkörper 4 und dem Deckelkörper 6 eine Führungseinrichtung vorgesehen, die das Aufsetzen des Deckelkörpers 6 auf den Grundkörper 4 nur in einer solchen Orientierung gestattet, dass im zusammengesetzten Zustand der Befestigungsvorrichtung die Öffnung 10 gebildet wird, wie in 2 gezeigt ist.
-
Wie in den 1 und 2 gezeigt ist, hat die Öffnung 10 Führungsansätze 16, 18, die ein sanftes Herausführen des flexiblen Bandelements 7 aus der Befestigungsvorrichtung 2 ermöglichen.
-
3 eine Seitenansicht einer abgewandelten Ausführungsform der Befestigungsvorrichtung, bei der zwei Öffnungen 10', 10'' der bei 1 beschriebenen Art zwischen dem Deckelkörper 6' und dem Grundkörper 4' vorgesehen sind, die einander gegenüberliegen bzw. in Umfangsrichtung um 180° versetzt sind. Die Öffnungen 10', 10'' weisen wiederum Führungsansätze 16', 16'' bzw. 18', 18'' auf, durch die die Bandelemente 7 aus der Befestigungsvorrichtung herausgeführt werden.
-
Wie in 1 gezeigt ist, hat der Grundkörper 4 einen Rohransatz 20 mit einem Schlitz 22. Wie in 5 gezeigt ist, hat der Deckelkörper 6 eine Seitenwand 24, die auf dem Rohransatz 20 des Grundkörpers 40 passt und einen innenseitig an der Innenwand 24 angeordneten, in den Schlitz 22 passenden Vorsprung 26. Die Führungseinrichtung wird somit durch den Schlitz 22 an den Rohransatz 20 und den Vorsprung 26 an dem Deckelkörper 6 gebildet, wodurch sicher gestellt ist, dass der Deckelkörper immer nur in der richtigen Orientierung bezüglich der Öffnung 10 auf dem Grundkörper 6 aufgesetzt werden kann.
-
Wie perspektivisch in 1 und im Schnitt in 4 gezeigt ist, weist die Verriegelungsvorrichtung bei der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung einander gegenüber liegende Führungsöffnung 28, 30 (4) an dem Deckelkörper 6 und im zusammengesetzten Zustand der Befestigungsvorrichtung 2 diesen gegenüberliegende Führungsöffnung 32, 34 an dem Rohransatz 20 des Grundkörpers 4 auf. Schließlich ist ein Verriegelungselement 36 vorgesehen, das sich im zusammengesetzten Zustand der Befestigungsvorrichtung 2 durch die Führungsöffnungen 28, 30 neben dem Deckelkörper 4 und die Führungsöffnungen 32, 34 in dem Rohransatz 20 des Grundkörpers 4 erstreckt. Wie aus den 1 und 3 zu ersehen ist, besteht das Verriegelungselement aus einem Zapfen 38, der an eine den Deckelkörper 6 umgreifenden Klammer 40 angeordnet ist. Wie aus 1 ersichtlich ist, versäuft die Klammer 40 im zusammengesetzten Zustand der Befestigungsvorrichtung 2 nahezu vollständig um den Deckelkörper 6 und ist an ihren Enden mit Griffansätzen 42, 44 versehen, um ein einfaches Lösen der Klammer zu ermöglichen. Die Klammer 40 wird in einer Nut 46 des Deckelkörpers 6 aufgenommen.
-
Schließlich zeigt 5 eine Draufsicht auf ein rundes Bandelement 7, wie es bei der Erfindung eingesetzt wird, das mit einer Verdickung 9 versehen ist. Das flexible Bandelement 7 kann auch einen ovalen oder einen flachen rechteckigen Querschnitt haben, wobei das flexibel Bandelement 7 nur in den Schlitz in dem Rohransatz an dem Grundkörper einzuführen sein kann, während die Verdickung 9 von der im Durchmesser kleineren Öffnung zurückgehalten werden muss.
-
Wenn ein flexibles Bandelement 7 in die Befestigungsvorrichtung 2 eingeführt werden soll, wird zunächst die Klammer 40 von dem Deckelkörper 6 abgenommen. Sodann wird der Deckelkörper von dem Grundkörper abgenommen, und das flexible Bandelement 7 mit der Verdickung 9 kann aus dem Rohransatz 20 des Grundkörpers 4 entfernt werden. Zum Einsetzen eines flexiblen Bandelements 7 in die Befestigungsvorrichtung wird die Verdickung 9 des flexiblen Bandelements 7 in den Rohransatz 20 eingeführt, wobei das flexible Bandelement 7 selbst in dem Schlitz 22 aufgenommen wird. Sodann wird der Deckelkörper 6 auf den Grundkörper 4 aufgesetzt, und die Klammer mit dem Zapfen 38 wird in den Deckelkörper 6 eingesetzt, wobei der Zapfen 38 die Führungsöffnungen in dem Deckelkörper und dem Rohransatz 20 des Grundkörpers 4 durchsetzt.
-
Wie ersichtlich, ergibt sich durch die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung eine einfache, sichere und optisch ansprechende Lösung für das eingangs erwähnte Problem.
-
Bezugszeichenliste
-
- 2
- Befestigungsvorrichtung
- 4, 4'
- Grundkörper
- 6, 6'
- Deckelkörper
- 7
- Bandelement
- 8, 8'
- Rohrstab
- 9
- Verdickung 9
- 10, 10', 10''
- Öffnung
- 12
- Teilöffnung
- 14
- Teilöffnung
- 16, 16', 16''
- Führungsansatz
- 18, 18', 18''
- Führungsansatz
- 20
- Rohransatz
- 22
- Schlitz
- 24
- Seiten-/Innenwand
- 26
- Vorsprung
- 28
- Führungsöffnung
- 30
- Führungsöffnung
- 32
- Führungsöffnung
- 34
- Führungsöffnung
- 36
- Verriegelungselement
- 38
- Zapfen
- 40, 40'
- Klammer
- 42
- Griffansatz
- 44
- Griffansatz
- 46
- Nut
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-
- US 2010/0275958 A1 [0002]