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Querverweise und verwandte Anwendungen
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Diese
Anmeldung ist eine teilweise Fortsetzung der
US-Patentanmeldungsnummer
11/088 633 , eingereicht am 24. März 2005, und beansprucht deren
Vorteil, wobei diese hier in ihrer Gesamtheit per Referenz eingebunden
ist.
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Erklärung
in Bezug auf bundesstaatlich geförderte Forschung
oder Entwicklung entfällt
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Hintergrund der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung offenbart ein Verfahren zur Herstellung integrierter
Schaltungsverpackungen bzw. Gehäuse
(„IC"-Verpackungen) und
insbesondere ein Verfahren zur Herstellung von Verpackungen auf
Wafer- bzw. Halbleiterscheibenebene für integrierte Schaltungen.
Herkömmlicherweise werden
IC-Verpackungen als Wafer hergestellt, wobei jeder Wafer viele einzelne
Schaltungen, d.h. Basiswafer oder Chips bzw. Dies, enthält. Der
Wafer wird als ein Ganzes hergestellt und verarbeitet. Nach der
Herstellung und Verarbeitung wird der Wafer geschnitten, d.h. in
eine Vielzahl einzelner Chips bzw. Dies vereinzelt. Jeder Basiswafer
oder jeder Chip bzw. Die wird dann in ein Kunststoff- oder Keramikgehäuse verkapselt
oder wird fest und betriebsbereit an einem Keramikdeckel angebracht
bzw. befestigt.
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Auf
die IC-Basiswaferherstellung wird üblicherweise als den „Front-end"- bzw. Eingangsprozeß der IC-Herstellung
Bezug genommen. Auf das Verpacken einzelner Chips bzw. Dies wird üblicherweise als
den „Back-end"-Prozeß bzw. Nachprozeß der IC-Verarbeitung
Bezug genommen.
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Ein
IC-Basiswafer kann relativ effizient hergestellt werden, da in der
Regel alle Chips bzw. Dies auf dem Wafer gleichzeitig, d.h. parallel,
zum Beispiel durch photolithographische Verarbeitung, hergestellt werden.
In der photolithographischen Verarbeitung wird jede Schicht des
Wafers gleichzeitig, z.B. unter Verwendung einer lithographischen
Maske und/oder eines Fotolacks hergestellt. Als ein Ergebnis ist
die zum Herstellen des Wafers benötigte Zeit im wesentlichen
unabhängig
von der Anzahl der Chips bzw. Dies auf dem Wafer, aber stark abhängig von
der Anzahl der Herstellungsschritte in dem photolithographischen
Prozeß.
Im Gegensatz dazu sind die Verpackung oder die „Back-end"-Verarbeitung, nachdem die Chips bzw.
Dies vereinzelt sind, typischerweise zeitaufwendig und teuer, da
jeder Chip bzw. Die einzeln, d.h. hintereinander, verpackt werden
muß.
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Chips
bzw. Dies umfassen elektrische Drähte, Kontaktflecken und/oder
Verbindungen auf einer oder mehr Flächen bzw. Oberflächen. Die
Drähte, Kontaktflecken
und/oder Verbindungen werden verwendet, um einen fertiggestellten
IC-Chip bzw. -die z.B. mit einer gedruckten Leiterplatte, anderen
Chips bzw. Dies und so weiter elektrisch zu verbinden. Während der „Back-end"-Verarbeitung, insbesondere wenn ein
Chip bzw. Die unter Verwendung eines Deckelwafers hermetisch abgedichtet
wird, werden diese Verbindungen mit zugehörigen Drähten, Kontaktflecken und/oder
Verbindungen, die auf der Vorderfläche des Deckelwafers angeordnet
sind, verbunden. Elektrische Waferdurchgangsverbindungen oder „Verbindungskontaktlöcher bzw.
Verbindungsdurchkontaktierungen" werden
herkömmlicherweise verwendet,
um die Verbindungen auf der Vorderfläche des Waferdeckels mit zugehörigen Verbindungen
auf der Rückfläche des
Deckelwafers zu verbinden.
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Herkömmliche
Verfahren zur Bereitstellung elektrischer Waferdurchgangsverbindungen
umfassen die Verwendung von Kontaktdrähten, das Ätzen von Löchern und/oder Waferdurchgangsverbindungen
und/oder das Ätzen
von Seitenwandverbindungen. Auf der Vorderfläche und/oder Rückfläche einer IC-Baugruppe
bereitgestellte Kontaktdrähte
sind üblich.
Wenn sie eingeschlossen der eingekapselt sind, arbeiten Kontaktdrähte zufriedenstellend.
Wenn sie jedoch freiliegend gelassen werden, können Kontaktdrähte, insbesondere
in einer rauen Umgebung, den Betrieb stören und/oder den Ausfall der
IC-Baugruppe verursachen. Die Drahtkontaktierung ergibt jedoch größere Größen und
kann außerdem
nicht von Wafer zu Wafer implementiert werden.
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Herkömmliche
Löcher
und/oder Waferdurchgangsverbindungen bieten einen besseren Schutz vor
dem Freiliegen in einer rauen Umgebung. Jedoch haben auch sie einige
Nachteile. Erstens können
automatisierte Maschinen, die die Waferdurchgangslöcher herstellen,
wenn die IC-Baugruppe relativ dünn ist,
die relativ dünne
IC-Baugruppe nur mit Schwierigkeiten handhaben. Relativ dünne Waferdurchgangslöcher können auch
die IC-Baugruppe während
der Herstellung schwächen,
was zum Verwerfen von Chargen führen
kann.
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Wenn
die IC- oder MEMS-Baugruppe andererseits relativ dick ist, ist es
bei der Geometrie der Löcher
und/oder Waferdurchgangsverbindungen, d.h. dem Aspektverhältnis bzw.
dem Längenverhältnis der
Erhebung (Dicke) zur Lauflänge
(Länge
oder Breite), schwierig, das Loch mit hohem Aspektverhältnis mit
Metall oder anderen elektrisch leitenden Materialien zu füllen. Sie
kann als eine Funktion des Aspektverhältnisses und der Dicke zwischen
den Vorderflächen
und Rückflächen auch
eine relativ große
Anschlußfläche auf
der hinteren Fläche
der IC-Baugruppe erfordern, wodurch wertvolle Oberfläche verloren
wird, was die Dichte an Löchern
durch die Wafer beeinflussen kann.
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Außerdem erfordern
Waferdurchgangslöcher
mit hohem Aspektverhältnis
das Trockenätzen einzelner
Wafer. Folglich kann das Ätzen
relativ dicker IC- oder MEMS-Baugruppen zeitaufwendig ein, was zu
den Herstellungskosten hinzukommt. Schließlich können Waferdurchgangslöcher, die
nicht auf den Seitenwänden
angeordnet sind, die hermetisch abgedichtete Kavität bzw. den
Hohlraum bzw. die Vertiefung stören,
was unerwünscht
ist.
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Optische
lithographische Verfahren können eine
dreidimensionale Seitenwandbemusterung bereitstellen. Vorteilhafterweise
stellen gemusterte Seitenwand- (oder Vertikalwand-) Verbindungen
Kontaktpunkte sowohl auf der Vorderfläche als auch der Rückfläche einer
IC-Baugruppe bereit und sind relativ gesehen minimal störend. Allerdings
haben Verbindungen in der vertikalen Wand typischerweise ein relativ
großes
Aspektverhältnis.
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Die
Herstellung von Seitenwandverbindungen erfordert jedoch gegenwärtig das
Reflektieren von gebündeltem
Licht von einer Fläche,
z.B. einem Spiegel, auf eine Fläche,
d.h. die Seitenwand, die orthogonal oder im wesentlichen orthogonal
zu der Richtung des gebündelten
Lichts angeordnet ist.
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Wenn
Licht von einer Fläche
reflektiert wird, kann Oberflächenstreuung,
wie aus der Optik wohlbekannt ist, ein Problem sein. Insbesondere
erfährt das
reflektierte gebündelte
Licht eine verringerte oder abgeschwächte Intensität und verringerte
oder verkleinerte Auflösung.
Als ein Ergebnis ist die Herstellung schräger Seitenwandverbindungen,
das heißt,
von Seitenwandverbindungen mit relativ geringem Aspektverhältnis, unmöglich.
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Daher
wäre es
wünschenswert,
ein Verfahren zur Herstellung von Seitenwandlöchern oder Waferdurchgangsverbindungen
in einer IC-Baugruppe bereitzustellen, das nicht unter den gleichen
Nachteilen des Stands der Technik leidet. Insbesondere wäre es wünschenswert,
ein Verfahren zur Herstellung von Seitenwandverbindungen zur Verfügung zu
stellen, die relativ geringe Aspektverhältnisse haben, d.h. die schräg sind.
Außerdem
wäre es
wünschenswert,
Waferdurchgangsseitenwandlöcher
bereitzustellen, die den Kavitätenbereich
der IC-Baugruppe nicht beeinträchtigen
oder beeinflussen.
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Kurze Zusammenfassung der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren zur Herstellung von Verpackungen
auf Waferebene für
integrierte Schaltungen (ICs) zur Verfügung. Ausbildungen der Erfindung
umfassen die sich ergebenden auf Waferebene verpackten ICs und im
Chipmaßstab
verpackte ICs. Die Erfindung stellt auch Verfahren zur Herstellung
auf Waferebene verpackter hybrider ICs und ihrer Komponentenmodule
bereit, und Ausbildungen der Erfindung umfassen derartige hybride
ICs und ihre Komponenten.
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Die
Waferverpackungen umfassen einen Basiswafer, der fest an einem Deckelwafer
angebracht ist und in einer betriebsfähigen Verbindung mit ihm steht.
Elektrische Verbindungen auf der Vorderfläche des Basiswafers sind unter
Verwendung der elektrischen Waferdurchgangsverbindungen elektrisch
mit elektrischen Verbindungen auf der Vorderfläche des Deckelwafers verbunden.
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Das
Verfahren umfaßt
die Bereitstellung von Kavitäten
bzw. Hohlräumen
mit Seitenwänden
mit geringem Aspektverhältnis
sowohl auf einer Vorderfläche
als auch einer Rückfläche eines
polierten Silizium- oder auch anderen Halbleitersubstrats. Verbindungskontaktlöcher zwischen
benachbarten Vorderflächenkavitäten können dann
bereitgestellt werden. Ein elektrisch hochleitfähiges Metall/Lot kann auf Oberflächen des
Verbindungskontaktlochs aufgebracht werden, um elektrische Waferdurchgangsseitenwandverbindungen
mit geringem Aspektverhältnis
bereitzustellen. Schließlich
kann der Deckelwafer an dem Basiswafer angebracht werden, um einen
zusammengesetzten Wafer zu bilden. Insbesondere werden auf der Vorderfläche des
Basiswafers angeordnete elektrische Kontaktpunkte mit den Waferdurchgangsseitenwandverbindungen
mit geringem Aspektverhältnis
auf der Vorderfläche
des Deckelwafers elektrisch verbunden, und die elektrischen Seitenwandverbindungen
mit geringem Aspektverhältnis
auf dem Deckelwafer werden mit auf der hinteren Fläche des
Deckelwafers angeordneten Kontaktpunkten elektrisch verbunden.
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Kurze Beschreibung der einzelnen Zeichnungsansichten
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Die
vorangehenden und andere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der Erfindung
werden aus der folgenden detaillierten Beschreibung der Erfindung
in Verbindung mit den Zeichnungen offensichtlich, wobei:
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1 ein
Diagramm einer Draufsicht eines kreisförmigen IC-Basiswafers ist;
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2 ein
Diagramm einer Rißansicht
eines Deckelwafers und einer IC ist, die einem IC-Wafer entnommen
sind;
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3A ein
Diagramm des Siliziumsubstrats mit Siliziumoxid und Siliziumnitrid
als Maskierungsschichten ist;
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3B ein Diagramm des Siliziumsubstrats mit
Kavitäten
mit Seitenwänden
mit geringem Aspektverhältnis
ist;
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3C ein
Diagramm des Siliziumsubstrats und einer Fotolackmaske für die Bereitstellung
von Verbindungskontaktlöchern
ist;
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3D ein
Diagramm der Siliziumsubstrate mit einem Verbindungskontaktloch
dazwischen ist;
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3E ein
Diagramm einer Draufsicht des Siliziumsubstrats in 3D ist;
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3F ein
Diagramm der Siliziumsubstrate mit einer unteren Bumpmetallschicht
ist;
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3G ein
Diagramm einer Fotolackmaske ist, die mit dem Auftragen einer Metall-/Lotmischung auf
die Seitenwände
des Verbindungskontaktlochs verbunden ist;
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3H ein
Diagramm einer Fotolackmaske ist, die mit dem Bereitstellen eines
elektrischen Isolationsabschnitts verbunden ist;
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3I ein
Diagramm einer zusammengesetzten Waferanordnung mit einem Deckelwafer
und einem Basiswafer ist;
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3J ein
Diagramm eines seitlichen Risses eines zusammengesetzten Wafers
während
der Vereinzelung ist;
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4A ein
Diagramm eines Querschnitts des vereinzelten zusammengesetzten Wafers
von 3J ist;
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4B ein
vergrößerter Schnitt
der Schichtung entlang des vertikalen Wandabschnitts des Verbindungskontaktlochs
ist;
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5 ein
Diagramm einer isometrischen Ansicht des fertiggestellten Verbindungskontaktlochs ist;
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6 ein
Diagramm isometrischer Ober- und Unteransichten des fertiggestellten
Deckelwafers ist;
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7A ein
Diagramm des Siliziumsubstrats und der Fotolackmaske zur Bereitstellung
von Verbindungskontaktlöchern
ist;
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7B ein
Diagramm der Siliziumsubstrate mit einem Verbindungskontaktloch
dazwischen ist;
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7C ein
Diagramm einer Draufsicht des Siliziumsubstrats in 7B ist;
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7D ein
Diagramm der Siliziumsubstrate mit einer unteren Bumpmetallschicht
ist;
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7E ein
Diagramm einer Fotolackmaske ist, die mit dem Auftragen einer Metall-/Lotmischung auf
die Seitenwände
des Verbindungskontaktlochs verbunden ist;
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7F ein
Diagramm einer Fotolackmaske ist, die mit der Bereitstellung eines
elektrischen Isolationsabschnitts verbunden ist;
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7G ein
Diagramm einer zusammengesetzten Waferanordnung mit einem Deckelwafer
und einem Basiswafer ist;
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7H ein
Diagramm eines seitlichen Risses eines zusammengesetzten Wafers
während
der Vereinzelung ist;
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8 ein
Diagramm eines alternativen Endprodukt-Deckelwafers, eines Basiswafers
und zusammengesetzten Wafers gemäß einem
Verfahren zur Herstellung gemäß der vorliegenden
Erfindung ist; und
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9 ein
Flußdiagramm
eines Verfahrens zur Bereitstellung von Waferdurchgangsseitenwandverbindungen
mit geringem Aspektverhältnis
auf einer IC-Baugruppe gemäß der vorliegenden
Erfindung ist.
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Detaillierte Beschreibung der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung offenbart ein Verfahren zur Herstellung von
integrierten Schaltungen („IC") und ihrer Komponenten,
die auf Waferebene verpackt werden, ebenso wie die IC-Baugruppe/n und/oder
Verpackungen bzw. Gehäuse,
die gemäß dem Verfahren
hergestellt werden. Eine auf Waferebene verpackte IC wird hergestellt,
indem ein Halbleiterschutzdeckelwafer fest und betriebsfähig an einem
IC-Basiswafer angebracht wird, der zumindest eine IC enthält. Auf
die durch Anbringen eines Deckelwafers an einem IC-Basiswafer ausgebildete Struktur
wird hier als „zusammengesetzter
Wafer" Bezug genommen.
Zusammengesetzte Wafer können
mehr als zwei Wafer in einer „mehrstöckigen” Struktur
umfassen. Lediglich zu veranschaulichenden Zwecken wird hier jedoch
ein einfacher „einstöckiger" zusammengesetzter
Wafer beschrieben und gezeigt.
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Der
Deckelwafer kann aus Silizium (Si) oder anderen geeigneten Materialien,
wie etwa Galliumarsenid (GaAs) oder Galliumnitrid (GaN) hergestellt werden.
Ebenso kann der IC-Basiswafer unter Verwendung jedes annehmbaren
Materials, wie etwa Si, GaAs oder GaN, hergestellt werden. Vorteilhafterweise
kann der IC-Basiswafer gemäß einer
anderen Material- oder Prozeßtechnologie
als der Deckelwafer hergestellt werden, wodurch ein hybrider zusammengesetzter
Wafer gebildet wird. Zum Beispiel kann ein Wafer unter Verwendung
von Si, GaAs oder GaN oder jedem anderen geeigneten Material hergestellt werden,
und der andere Wafer kann unter Verwendung eines anderen dieser
oder anderer Materialien hergestellt werden.
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Der
Deckelwafer hat typischerweise etwa die gleiche Größe und Form
wie der IC-Basiswafer, wenngleich der Deckelwafer einen größeren oder kleineren
Durchmesser oder eine andere Form als der IC-Basiswafer haben kann.
Um die Höhe
der sich ergebenden Verpackung zu verringern, kann der Deckelwafer
nach der Herstellung, vor der anschließenden Verarbeitung zum Beispiel
durch Läppen
verdünnt
werden. Ein Deckelwafer mit beliebiger Dicke ist annehmbar, solange
der Deckelwafer und der sich schließlich ergebende Deckel und
die Verpackung baulich vernünftig
sind. Die Dicke des Deckelwafers hängt teilweise von der Größe, dem
Material, der Konfiguration und anderen Merkmalen des Deckelwafers
und der letztendlichen Verpackung ab.
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1 ist
eine Draufsicht eines typischen kreisförmigen IC-Basiswafers 70.
Wie in der Figur gezeigt, enthält
der Basiswafer 70 eine Vielzahl von Chips bzw. Dies, wie
etwa den Chip bzw. Die 72. Typischerweise enthält zumindest
eine digitale oder analoge elektronische Komponente oder Schaltung (wie
etwa eine Leuchtdiode (LED), ein Lichtsensor, ein Mikroprozessor,
ein Speicher, ein Verstärker,
ein Filter oder Sender) eine mikrobearbeitete oder mikroelektromechanische
(MEMS) Struktur (wie etwa einen vorkragenden Beschleunigungsmesser),
oder jede andere Art oder Kombination von IC-Elementen wird auf jedem Chip bzw. Die 72 angeordnet.
Chips bzw. Dies 72 auf dem IC-Basiswafer 70 können identisch
sein, oder der IC-Basiswafer 70 kann eine Mischung von
Chips bzw. Dies 72 enthalten.
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2 zeigt
eine Rißansicht
eines Deckelwafers 35 und eines typischen IC-Chips bzw.
Dies 72, die aus dem IC-Basiswafer 70 von 1 herausgenommen
sind. Der Chip bzw. Die 72 umfaßt zum Beispiel einen MEME-Sensor 75,
der auf dem IC-Basiswafer 70 hergestellt wurde, bevor der
Chip bzw. Die 72 an einem Deckelwafer 35 angebracht
wurde und/oder bevor der Chip bzw. Die 72 vereinzelt wurde.
Anstelle des MEMS-Sensorschips 75 kann der IC-Basiswafer 70 jedoch
andere Arten von IC-Chips bzw. -dies enthalten.
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Der
IC-Basiswafer 70 umfaßt
zumindest einen elektrischen Kontaktpunkt 74, der in nächster Nähe zu dem
MEMS-Sensor 75 ist und mit diesem elektrisch verbunden
ist. Gemäß herkömmlichen IC- Verpackungsverfahren
können
Kontaktdrähte zum
Beispiel an diese Kontaktpunkte 74 geschweißt werden.
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Auf
der Seite des Deckelwafers 35 am nächsten zu dem Chip bzw. Die 72,
d.h. der „Vorderfläche" 33 des
Deckelwafers 35, enthält
der Deckelwafer 35 zumindest einen elektrischen Kontaktflecken 48,
der zumindest einem der elektrischen Kontaktpunkte 74 des
Chips bzw. Dies entspricht. Elektrisch leitendes Material erstreckt
sich von diesen Deckelwaferkontaktflecken 48 auf der Vorderfläche 33 durch
den Deckelwafer 35 zu der „Rückfläche" 34 des Deckelwafers 35.
Auf derartige Erweiterungen wird als „Waferdurchgangslöcher" oder „Verbindungen" Bezug genommen.
Auf der Rückfläche 34 des Deckelwafers 35 sind
die Verbindungen zum Beispiel mit elektrischen Kontaktpunkten eines
anderen IC-Basiswafers, einer gedruckten Leiterplatte und so weiter,
elektrisch verbunden.
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Elektrische
Verbindungen 48 und 74 jeweils zwischen dem Deckelwafer 35 und
dem IC-Basiswafer können
auch den mechanischen Anbringpunkt des Deckelwafers 35 an
dem IC-Basiswafer 70 bereitstellen. Alternativ können die
elektrischen Verbindungen und die mechanischen Befestigungen durch getrennte
Elemente bereitgestellt werden. Zum Beispiel können Dichtungsringe 58 und 77 jeweils
auf dem Deckelwafer 35 und dem Basiswafer 70 bereitgestellt
werden.
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Wie
in 2 gezeigt, ist der Deckelwafer 35 derart
positioniert, daß die
Verbindungsdrähte, Bumps
und/oder Stifte aus elektrisch leitendem Material 48 und 58 auf
der Vorderfläche 33 des
Deckelwafers 35 in der Lage passend zu jeweils zugehörigen oder
entsprechenden Stiften und/oder Bumps aus elektrisch leitendem Material 74 und 77 auf
dem Basiswafer 70 sind, und außerdem so, daß die in dem
Basiswafer 70 angeordnete integrierte Schaltungsanordnung 75 mit
der Kavität 50,
die auf der Vorderfläche 33 des
Deckelwafers 35 angeordnet ist, in der Lage passend angeordnet
ist.
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Typischerweise
werden Bumps oder Punkte aus Lot oder anderem (nicht gezeigtem)
passendem Befestigungsmaterial (wie etwa einem leitenden Polymer
oder leitendem Epoxid) vorab auf den hinteren Seitenenden des elektrisch
leitenden Materials plaziert. Wenn folglich der Deckelwafer 35 an
dem IC-Basiswafer 70 angebracht wird, können der Deckelwafer 35 und/oder
der IC-Basiswafer 79,
soweit notwendig, abhängig
von dem Material des Lots oder anderen passenden Befestigungsmaterialbumps oder
Punkten erhitzt werden, um die Bumps oder Punkte zu erweichen oder
zu schmelzen. Das vorab plazierte Lot oder andere passende Befestigungsmaterial
haftet an den Kontaktpunkten 74 des IC-Basiswafers 70 und
verbindet elektrisch damit. Auf diese Weise wird/werden der/die
Sensorchip/s bzw. Die/s 75 elektrisch mit den Kontaktflecken 48 auf
dem Deckelwafer 35 verbunden.
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Die
von den Lotbumps oder Punkten bereitgestellten elektrischen Verbindungen
können
auch verwendet werden, um den Deckelwafer 35 mechanisch
mit dem IC-Basiswafer 70 zu verbinden. Alternativ kann
ein getrennter Dichtungsring 58 den Deckelwafer 35 mit
dem IC-Basiswafer 70 mechanisch verbinden.
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Der
Dichtungsring 58 kann abhängig von den verwendeten Materialien
hermetisch oder nicht hermetisch sein. Der Dichtungsring 58 wird
aus jedem passenden Material, wie etwa Glas, Metall oder einer Metallegierung
(zum Beispiel Gold-Aluminium (AuAl), Gold-Zinn (AuSn) oder einem
anderen Lot, Indium-Gold-Zinn, Kupfer auf Aluminium oder Nickel
auf Aluminium) gefertigt und hat eine ausreichende Breite und Dicke,
um eine gleichmäßige Dichtung
bereitzustellen, die der vorderen Struktur (wie etwa der IC-Schaltungsanordnung)
auf der Fläche
des Basiswafers 70 entspricht. Alternativ ist der Dichtungsring 58 aus
einem Epoxid, einem passenden Polymer oder einem anderen Material
gefertigt.
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Der
Dichtungsring 58 kann z.B. durch Drucken auf die vordere
Struktur 33 des Deckelwafers 35 ausgebildet werden,
um jede Kavität 50 auf
der vorderen Struktur 33 des Deckelwafers 35 abzugrenzen. Falls
notwendig, kann der Deckelwafer 35 und/oder der IC-Basiswafer 70 abhängig von
der Zusammensetzung des Dichtungsrings 58 erhitzt werden,
um den Dichtungsring 58 zu erweichen, zu schmelzen oder
zu betätigen,
wenn der Deckelwafer 35 an dem IC-Basiswafer 70 angebracht
wird.
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Wenn
der Deckelwafer 35 an dem IC-Basiswafer 70 angebracht
ist, umgibt der Dichtungsring 58 den/die Sensorchip/s bzw.
Die/s 75, zum Beispiel gegen das Eindringen von Gas oder
Feuchtigkeit zwischen dem Deckel 35 und dem IC-Basiswafer 70 oder
ansonsten, um den/die Sensorchip/s bzw. Die/s 75 zu schützen. Der
Dichtungsring 58 kann in der Draufsicht (nicht gezeigt)
kreisförmig,
rechteckig, abgerundet rechteckig sein oder eine andere Form haben.
Der Dichtungsring 58 kann alle oder einen Teil der Kontaktflecken
einschließen,
d.h. er kann jedem praktischen Weg bzw. Pfad entlang dem Wafer 35 folgen.
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Wahlweise
können
anstelle der Lotbumps oder Punkte und des Dichtungsrings 58 oder
zusätzlich
dazu Erdglasuren, organische Epoxide oder andere Materialien (nicht
gezeigt) verwendet werden, um den Deckelwafer 35 mechanisch
an dem IC-Basiswafer 70 anzubringen.
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Nachdem
ein zusammengesetzter Wafer beschrieben wurde, wird nun ein Verfahren
zu dessen Herstellung beschrieben. Ein Flußdiagramm eines Verfahrens
zur Herstellung eines zusammengesetzen IC-Wafers mit elektrischen
Waferdurchgangsseitenwandverbindungen mit geringem Aspektverhältnis in
dem Deckelwafer ist in 9 gezeigt. Das Verfahren stellt
eine Verpackung auf Waferebene im Chipmaßstab bereit, indem eine hermetisch
abgedichtete Kavität
zwischen einem Deckelwafer und einem Basiswafer aufgebaut wird und
auf den Seitenwänden
des Deckelwafers, wo die elektrischen Verbindungen den hermetisch
abgedichteten Hohlraum nicht beeinflussen oder beeinträchtigen,
elektrische Waferdurchgangsverbindungen mit geringem Aspektverhältnis aufgebaut
werden.
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3A bis 3J zeigen
Zwischenstufen der zusammengesetzten auf Waferebene verpackten IC
während
der Herstellung. 6 zeigt einen fertiggestellten
oberen Wafer, der das Endprodukt der in 3A bis 3J gezeigten
Stufen ist.
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Die
Herstellung eines Deckelwafers 35 wird offenbart. In einem
ersten Schritt (3A) läßt man Maskierungsschichten
aus Siliziumoxid (SiO) 31 und/oder Siliziumnitrid (SiN) 32 auf
der Vorderfläche 33 und
auf der Rückfläche 34 eines
polierten Siliziumsubstrats 30 wachsen. Das Wachstum der
SiO- 31 und/oder SiN-Schichten 32 kann durch Siliziumoxidation,
durch chemische Gasphasenabscheidung („CVD") oder jeden auf dem Gebiet bekannten
Prozeß erfolgen
(Schritt 1).
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Wenn
die gewünschten
Schichtdicken gewachsen sind, kann ein erster Fotolack auf die freiliegende
SiN-Schicht 32 auf den Vorderflächen und Rückflächen 33 und 34 des
Deckelwafers 35 in einem gewünschten ersten Fotolackmuster
oder einer Maske (nicht gezeigt) aufgetragen werden. Der Zweck des
ersten Fotolackprozesses ist, wie in 3B gezeigt,
sowohl auf den Vorderflächen
als auch Rückflächen 33 und 34 des
Deckelwafers 35 eine Vielzahl von Kavitäten 50 mit Seitenwänden 51 mit
geringem Aspektverhältnis
in dem Siliziumsubstrat 30 bereitzustellen (Schritt 2).
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Zuerst
werden die freiliegenden unmaskierten SiN- 32 und SiO- 31 Schichten
z.B. durch ein erstes Naß-
oder Trockenätzen
von der Oberfläche
des Siliziumsubstrats 30 entfernt. Der erste Fotolack kann
dann von den Vorderflächen
und Rückflächen 33 und 34 des
Deckelwafers 35 entfernt werden, und ein zweites Ätzmittel,
z.B. ein chemisches Naßätzmittel,
kann auf die Vorderflächen
und Rückflächen 33 und 34 des
Deckelwafers 35 aufgebracht werden.
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Das
erste aufgetragene Ätzmittel
sollte mit der SiN-Schicht 32 und der SiO-Schicht 31 reagieren und
sie entfernen, sollte aber nicht mit dem Fotolack und dem Siliziumsubstrat 30 reagieren.
Das zweite aufgetragene chemische Naßätzmittel sollte mit gewünschten
Abschnitten des Siliziumsubstrats 30 reagieren und sie
entfernen, aber nicht mit der SiN-Maskierungsschicht 32 oder
der SiO-Schicht 31 reagieren. 3A bis 3J bilden
die Verwendung eines „positiven" Fotolacks ab, wobei
Flächen,
die nicht von dem Fotolack bedeckt sind, entfernt werden. Fachleute
auf dem Gebiet werden zu schätzen
wissen, daß auch
ein negativer Fotolack verwendet werden kann.
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Wie
in 3B gezeigt, ist das systematische und
gesteuerte Auftragen des zweiten chemischen Ätzmittels so konzipiert, daß tetraedrische
Kavitäten 50 mit
vier trapezförmigen
Seitenwänden 51 auf
vier Seiten und einem ebenen oder im wesentlichen ebenen unteren
Abschnitt 54 bereitgestellt werden. Jede Seitenwand 51 sollte
ein geringes Aspektverhältnis (Lauflänge (Y):Erhebung
(X)) in der Größenordnung von
etwa Y:1 haben, wobei Y kleiner oder gleich eins (1) ist.
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In
einem nächsten
Schritt (3C) werden elektrische Waferdurchgangsloch-Seitenwandverbindungen 36 oder
Verbindungskontaktlöcher
zwischen benachbarten Chips bzw. Dies bereitgestellt (Schritt 3).
Insbesondere werden die SiO-Schichten 31 und SiN-Schichten 32 sowohl
von den Vorderflächen 33 als
auch den Rückflächen 34 des
Deckelwafers 35 entfernt, und ein dritter Fotolack 40 kann
dann aufgetragen werden. Insbesondere kann der dritte Fotolack 40 in
und um die Kavitäten 50 in
der Vorderfläche 33 des
Deckelwafers 35 aufgetragen werden (3C). Außerdem umfaßt das Maskenmuster
des Fotolacks 40 zweidimensionale Erweiterungen 41, die
sich zu einem Punkt über
den Endpunkt oder die Spitze 52 der schrägen Seitenwände 51 auf
der Rückfläche 34 ebenso
wie über
einen Abschnitt des unteren Abschnitts 54 der Kavität 50 hinaus
erstrecken.
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Ein
drittes chemisches Naßätzmittel
oder eine Trockenätzung
kann dann nur auf die Vorderfläche 33 des
Deckelwafers 35 aufgetragen werden, um unmaskierte Abschnitte
des Siliziumsubstrats 30 zu entfernen, um ein Verbindungskontaktloch 36 bereitzustellen
(Schritt 3). Das aufgetragene dritte chemische Ätzmittel
oder die Trockenätzung
sollte mit gewünschten
Abschnitten des Siliziums in dem Substrat 30 reagieren
und diese entfernen, sollte aber nicht mit dem Fotolack 40 reagieren.
Wieder sollte darauf geachtet werden, daß Scheuern oder Untergraben des
Siliziumsubstrats 30 in der Nachbarschaft der Ränder der
Fotolackmaske 40 minimiert werden.
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Wenn
einmal das gesamte gewünschte
Silizium, wie in 3D gezeigt, entfernt wurde,
wird zwischen benachbarten Kavitäten 50 auf
der Vorderfläche 33 des
Deckelwafers 35 ein Verbindungskontaktloch 36 gebildet.
Das Verbindungskontaktloch 36 umfaßt gegenüberliegende Seitenwandabschnitte 51 mit
geringem Aspektverhältnis
in Kombination mit vertikalen oder im wesentlichen vertikalen Seitenwandabschnitten 53.
Eine Draufsicht von 3D (von oberhalb der Rückfläche 34 gesehen),
die die Kavitäten 50 und
das Verbindungskontaktloch 36 zeigt, ist in 3E bereitgestellt.
Der Fotolack 40 kann dann entfernt werden, wobei ein Siliziumsubstrat 30 bleibt.
Wie bereits vordem bemerkt, war die herkömmliche Herstellung von nicht
vertikalen, das heißt,
schrägen
Seitenwänden
beschränkt.
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Bezug
nehmend auf 3F kann man dann auf allen freiliegenden
Abschnitten der Vorderflächen und
Rückflächen 33 und 34 des
Deckelwafers 35 eine Schicht oder einen Film aus Siliziumdioxid (SiO2) 32 z.B. durch direkte Oxidation
wachsen lassen oder z.B. durch CVD abscheiden. Ferner kann dann
z.B. durch chemische Verdampfung, Sputtern bzw. Zerstäuben, chemisches
Metallisieren und ähnliches
eine untere Bumpmetallisierungsschicht („UBM"-Schicht) 38 auf
der Schicht oder dem Film aus SiO2 37 abgeschieden
werden (Schritt 4). Die UBM-Schicht 38 ist derart
strukturiert und angeordnet, daß sie
eine starke stabile elektrische Verbindung mit den nachstehend beschriebenen
Metall-/Lotabschnitten bereitstellt. Typische UBM-Materialien 38 können Aluminium,
Gold, Nickel, Titan, Wolfram und/oder jede Kombination daraus umfassen.
Die Dicken können
von etwa 0,1 Mikrometer bis etwa 0,5 Mikrometer reichen.
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Eine
vierte Fotolackmaske wird dann auf die UBM-Schicht 38 auf
den Vorderflächen
und Rückflächen 33 und 34 und
in den Verbindungskontaktlöchern 36 des
Deckelwafers 35 aufgetragen (3G). Die
Fotolackmaskenabschnitte 42 und 43 auf der Rückfläche 34 des
Deckelwafers 35 sind derart strukturiert und angeordnet,
daß sie
einen UBM-Bereich 47 bereitstellen und die UBM-Schicht 38 entlang
der Seitenwände 51 mit
geringem Aspektverhältnis
des Verbindungskontaktlochs 36 freilegen. Der Fotolackmaskenabschnitt 42 maskiert
auch die Kavitäten 50 auf
der Vorderfläche 33 des
Deckelwafers 35.
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Fotolack-Lotdammabschnitte 44, 45 und 46 auf
der Vorderfläche 33 des
Deckelwafers 35 werden strukturiert und angeordnet, um
einen elektrischen Kontaktbereich 48, einen elektrischen
Isolationsabschnitt 58 bereitzustellen und auch, um die UBM-Schicht 38 entlang
dem vertikalen oder im wesentlichen vertikalen Abschnitt 53 des
Verbindungskontaktlochs 36 freizulegen. Der Fotolackmaskenabschnitt 44 maskiert
auch die Kavitäten 50 auf
der Vorderfläche 33 des
Deckelwafers 35.
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Eine
elektrisch hochleitfähige
Metall- und Lotmischung 39 wird dann z.B. durch Elektroplattieren,
Sputtern und ähnliches
auf den Vorderflächen und
Rückflächen 33 und 34 des
Deckelwafers 35 an freiliegenden Abschnitten der UBM-Schicht 38 abgeschieden,
die nicht von den Fotolackabschnitten 42–46 maskiert
sind (Schritt 5). Das Metall kann Gold, Silber, Platin
und ähnliche
Metalle und/oder Metallegierungen mit einem geringen spezifischen elektrischen
Widerstand sein. Das Lot kann Zinn oder ein anderes passendes Material
sein. Eine Mischung aus etwa 80 Prozent Gold und 20 Prozent Zinn
ist eine passende Mischung.
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Die
Metall-/Lotmischung 39 wird abgeschieden, um die freiliegende
unmaskierte UBM-Schicht 38 und insbesondere die freiliegende
unmaskierte UBM-Schicht 38, welche die Seitenwandabschnitte 51 mit
geringem Aspektverhältnis
bedeckt, und die Abschnitte der freiliegenden UBM-Schicht 38,
welche die vertikalen oder im wesentlichen vertikalen Seitenwandabschnitte 53 des
Verbindungskontaktlochs 36 bedecken, die in Kombination
die elektrische Waferdurchgangsloch-Seitenwandverbindung 16 bilden, zu
beschichten und/oder daran zu haften.
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Wie
in 3G gezeigt, wird die Metall-/Lotmischung 39 auch
abgeschieden, um das freiliegende unmaskierte UBM-Material 38 in
dem UBM-Bereich 47 zwischen
den Fotolackabschnitten 42 und 43 auf der Rückfläche 34,
in dem elektrischen Kontaktbereich 48 zwischen Fotolacklabschnitten 45 und 46 auf
der Vorderfläche 33 und
in dem Dichtungsring 58 zwischen Fotolackabschnitten 44 und 45 auf
der Vorderfläche 33 abzudecken
bzw. daran zu haften.
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Wie
in 3H gezeigt, wird nach dem Entfernen der Fotolackabschnitte 44–46 auf
der Vorderfläche 33 des
Deckelwafers 35 und der Fotolackabschnitte 42 und 43 auf
der Rückfläche 34 des
Deckelwafers 35 ein fünfter
Fotolack 60 abgeschieden, um alle Metall-/Lotmischungsabschnitte 39, 47, 48 und 58 auf
den Vorderflächen 33 und
Rückflächen 34 des Deckelwafers 35 zu
maskieren. Der elektrische Isolationsbereich 59, der sich
zwischen dem elektrischen Kontaktbereich 48 und dem Dichtungsring 58 auf
der Vorderfläche 33 des
Deckelwafers 35 befindet, wird nicht von dem fünften Fotolack 60 bedeckt.
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Ein
viertes Naß-
oder Trockenätzmittel
wird dann aufgebracht, um die Fotolackabschnitte und das darunterliegende
UBM 38, das nicht von dem fünften Fotolack 60 bedeckt
ist, zu entfernen (Schritt 6). Das Ätzmittel sollte damit reagieren,
um fähig
zu sein, die freiliegende unmaskierte UBM-Schicht 38 zu
entfernen, ohne die SiO2-Schicht 37 (Schritt 6), das
Siliziumsubstrat 30 oder den fünften Fotolack 60 zu
entfernen. Insbesondere wird das darunterliegende UBM 38 in
dem unmaskierten elektrischen Isolationsbereich 59 auf
der Vorderfläche 33 des
Deckelwafers 35 bis auf die SiO2-Schicht 37 hinunter
entfernt (Schritt 6), um einen elektrischen Isolationsbereich 59 zwischen
dem Lotdamm 48 und dem Dichtungsring 58 bereitzustellen.
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Nachdem
die fünften
Fotolack-, UBM-Schichten 38 entfernt wurden, kann der Deckelwafer 35 z.B.
bei einer Temperatur von etwa 450 Grad Celsius getempert werden
(Schritt 7). Tempern hilft, die Metall-/Lotabschnitte zu
verstärken,
und bildet insbesondere die Lotdammabschnitte 43, 45 und 46 jeweils
auf den Vorderflächen
und Rückflächen 33 und 34.
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Der
Deckelwafer 35 kann nun fest und funktionsfähig an dem
Basiswafer 70 angebracht werden (Schritt 8) (3I)
und die sich ergebenden Chips bzw. Dies können vereinzelt werden (Schritt 9) (3J).
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Das
Anbringen des Deckelwafers 35 an dem Basiswafer 70 (Schritt 8)
kann mit jedem Mittel erfolgen, das Fachleuten auf dem Gebiet bekannt
ist. Lediglich zu veranschaulichenden Zwecken wird hier das Verfahren
durch ein Flip-Chipverfahren offenbart und erläuternd gezeigt. Die Erfindung
soll jedoch nicht als darauf beschränkt ausgelegt werden.
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Wie
in 3I gezeigt, ist der Deckelwafer 35 derart
positioniert, daß die
Verbindungsdrähte, Bumps
und/oder Stifte 48 und der Dichtungsring 58 auf
der Vorderfläche 33 des
Deckelwafers 35 in der Lage jeweils zu gegenüberliegenden
zugehörigen und
entsprechenden Stiften und/oder Bumps 74 und dem Dichtungsring 72 auf
dem Basiswafer 70 passen. Außerdem sind der Deckelwafer 35 und
der Basiswafer 70 derart positioniert, daß die in
dem Basiswafer 70 angeordnete integrierte Schaltungsanordnung 75 in
der Lage zu den Kavitäten 50 paßt, die
auf der Vorderfläche 33 des
Deckelwafers 35 angeordnet sind. Die Kavität 50 stellt
eine abgedichtete Umgebung für
die in dem Basiswafer 70 bereitgestellte integrierte Schaltungsanordnung 75 bereit.
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Der
Deckelwafer 35 kann an dem IC-Basiswafer 70 bei
Vorhandensein eines inerten Gases, trockener Luft, eines anderen
Gases, eines Vakuums oder einer anderen Substanz, die dann in der
Kavität 50 eingeschlossen
wird, angebracht werden. Wenn der Deckelwafer 35 an dem
IC-Basiswafer 70 angebracht wird (Schritt 8),
wird wahlweise etwas oder der gesamte gefüllte Raum zwischen dem Deckelwafer 35 und
dem IC-Basiswafer 70 mit einem organischen Leim oder einem
anderen Füllstoff
gefüllt.
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Wenn
der Deckelwafer 35 und der IC-Basiswafer montiert werden
(Schritt 8), werden die Lotbumps oder Punkte auf dem Dichtungsring 58 erhitzt, um
das Lot, Glas, Epoxid und/oder andere Materialien zwischen dem Deckelwafer 35 und
dem Dichtungsring 72 des IC-Basiswafers 70 zu
erweichen, zu schmelzen oder in anderer Weise zu aktivieren, und der
Deckelwafer 35 und der IC-Basiswafer 70 werden zusammengedrückt. Beim
Zusammendrücken
der Wafer 35 und 70 sollte darauf geachtet werden,
daß ein
angemessener Spalt zwischen dem Deckelwafer 35 und dem
IC-Basiswafer 70 beibehalten wird, während das Lot, Glas, Epoxid
und/oder anderes passendes Befestigungsmaterial härtet oder
aushärtet. Wenn
der Spalt zu breit ist, kann das Lot, Glas, Epoxid und/oder andere
passende Befestigungsmaterial nicht hinreichend an dem IC-Basiswafer 70 haften. Wenn
der Deckelwafer 35 und der IC-Basiswafer 70 andererseits
zu dicht zusammengedrückt
werden, könnten
das Lot, Glas, Epoxid und/oder andere passende Befestigungsmaterial
zwischen den Wafern 35 und 70 gequetscht und zum
Beispiel über
die Grenzen der Kontaktpunkte hinaus verteilt werden.
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Wie
in 3J gezeigt, kann der zusammengesetzte Wafer, nachdem
der Deckelwafer 35 und der IC-Basiswafer 70 fest
angebracht und in betriebsfähiger
und elektrischer Verbindung sind (Schritt 8), vereinzelt
werden, z.B. mit einer Chip- bzw. Diesäge in einzelne Chips bzw. Dies 72 geschnitten
werden (Schritt 9). 3J zeigt
einen Sägeschnitt
zwischen benachbarten Chips bzw. Dies, der den Chip bzw. Die A und
den Chip bzw. Die B bereitstellt. Vorteilhafterweise ist die integrierte
Schaltungsanordnung 75 in dem Basiswafer 70 ohne
die Verwendung einer Drahtkontaktierung oder Chip- bzw. Diekontaktierung über die
elektrischen Waferdurchgangsloch-Seitenwandverbindungen 16 mit
geringem Aspektverhältnis mit
den Kontaktflecken des Deckelwafers auf der Rückfläche 35 elektrisch
verbunden.
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4A zeigt
eine Rißansicht
des Chips bzw. Dies B entlang der Schnittfläche, und 5 zeigt eine
isometrische Ansicht einer elektrischen Waferdurchgangslochverbindung 36 mit
geringem Aspektverhältnis.
Die hergestellten Waferdurchgangslochverbindungen 36 durch
die Waferlöcher
umfassen einen vertikalen oder im wesentlichen vertikalen Abschnitt 53 und
einen Seitenwandabschnitt 51 mit geringem Aspektverhältnis. Wie
in 4B gezeigt, bestehen die Waferdurchgangslöcher 36 von
der Oberfläche
des Siliziumsubstrats 30 aus aufeinanderfolgenden Schichten
aus Siliziumdioxid 37, UBM 38 und Metall-/Lotmaterial 39.
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6 zeigt
ein Beispiel eines möglichen Endprodukt-Deckelwafers 33 von
der Vorderfläche 33 und
der Rückfläche 34.
Der Dichtungsring 58 umfaßt die Kavität 50.
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Alternativ
wird der Deckelwafer 35 geschnitten, ohne den IC-Basiswafer 70 zu
schneiden, um das Anbringen eines oder mehrerer zusätzlicher ("höherstöckiger") Deckel (mit oder ohne Chips bzw. Dies)
zu erleichtern, um eine „mehrstöckige" IC zu bilden. In
diesem Fall wird der IC-Basiswafer gleichzeitig oder, nachdem die
Kappe auf vorderer Ebene geschnitten wurde, geschnitten.
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Wahlweise
können
die Waferdurchgangslöcher 16 vor
dem Vereinzeln der Chips bzw. Dies mit einem (nicht gezeigten) Epoxid
gefüllt
werden. Die Epoxide stellen einen zusätzlichen Schutz vor einer rauen
Betriebsumgebung für
das freiliegende Metall/Lotmaterial 39 bereit.
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Die
Herstellung eines Deckelwafers 35 für eine alternativ verpackte
IC wird nun offenbart. Das Flußdiagramm
des Herstellungsverfahrens ist im wesentlichen das gleiche wie das
in 9 gezeigte, der Endprodukt-Deckelwafer und der
zusammengesetzte Endproduktwafer (8) unterscheiden
sich jedoch von den in 6 gezeigten. 7A bis 7H stellen
Zwischenstufen während
der Herstellung der alternativen auf Waferebene verpackten IC dar.
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Die
ersten drei Herstellungsschritte der alternativ verpackten IC sind
identisch zu Schritt 1 und Schritt 2, die vorher
beschrieben und in 3A und 3B gezeigt
wurden. Kurz gefaßt
werden Maskierungsschichten aus SiO 31 und SiN 32 auf
den Vorderflächen
und Rückflächen 33 und 34 eines
polierten Siliziumsubstrats 30 wachsen gelassen oder abgeschieden.
Ein gemusterter Fotolack wird auf die freiliegende SiN-Schicht 32 auf
den Vorderflächen und
Rückflächen 33 und 34 aufgetragen.
Ein erstes Naß-
oder Trockenätzmittel
entfernt die Abschnitte der SiO- 31 und SiN-Schichten 32,
die nicht von dem Fotolackmuster bedeckt sind.
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Das
Auftragen eines zweiten chemischen Naßätzmittels entfernt ferner die
Abschnitte des Siliziumsubstrats 30, die nicht von den
SiO- 31 und SiN- 32 Maskierungsschichten bedeckt
sind. Die SiO- und SiN-Schichten 31 und 32 werden
von beiden Flächen 33 und 34 des
Deckelwafers 35 entfernt. Die sich ergebenden Kavitäten 50 in
dem Siliziumsubstrat 30 haben geringe Aspektverhältnisse
in der Größenordnung
von etwa 1:1 (Anstieg-Lauf) oder flacher.
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In
einem nächsten
Schritt kann, wie in 7A gezeigt, ein Fotolack 40 auf
die Vorderfläche 33 des
Deckelwafers 35 aufgetragen werden, um die Kavitäten 50 zu
maskieren, um eine Vielzahl von Verbindungskontaktlöchern mit
kleinerer Öffnung
bereitzustellen. Das Muster der Fotolackmaske 40 bedeckt im
wesentlichen die ganze Vorderfläche 33 des
Deckelwafers 35, wobei nur kleine Öffnungen 62a und 62b übrig bleiben,
wo die Waferdurchgangslöcher 16 erwünscht sind.
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Ein
chemisches Naß-
oder Trockenätzmittel kann
dann auf die Vorderfläche 33 des
Deckelwafers 35 aufgetragen werden, um jegliches unmaskierte
Silizium zu entfernen. Dies stellt eine Vielzahl von Verbindungskontaktlöchern 36a und 36b mit
kleiner Öffnung
bereit (Schritt 3). Das aufgetragene chemische Ätzmittel
sollte reagieren, um das Silizium in dem Substrat 30 zu
entfernen, sollte aber nicht mit dem Fotolack 40 reagieren.
Wenn das Silizium durch das Ätzmittel
entfernt wurde, kann der Fotolack 40 entfernt werden.
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Wie
im Riß (7B)
und der Draufsicht (7C) gezeigt, wurden, nachdem
einmal alles Silizium entfernt wurde, zahlreiche kleine Verbindungskontaktlöcher 36a und 36b in
der Kavität 50 der Rückfläche bereitgestellt.
Fachleute auf dem Gebiet werden zu schätzen wissen, daß die Anzahl
und das Muster der kleinen Verbindungskontaktlöcher 36a und 36b geändert werden
kann, um Verpackungserfordernissen zu entsprechen.
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Wie
früher
unter Bezug auf die erste Methodik beschrieben, wird eine Schicht
aus SiO2 37 auf dem Siliziumsubstrat 30 wachsen
gelassen oder abgeschieden, und eine UBM-Schicht 38 wird
auf der Schicht aus SiO2 37 abgeschieden
oder aufgetragen (Schritt 4). Eine Fotolackmaske 40 kann
dann auf den Vorderflächen
und Rückflächen 33 und 35 des Deckelwafers 35 elektroplattiert
oder sprühbeschichtet
werden. Ein veranschaulichendes Maskierungsmuster 79 ist
in 7D gezeigt.
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Eine
Metall-/Lotmischung 39 wird dann sowohl auf den Vorderflächen als
auch den Rückflächen 33 und 34 auf
den unmaskierten Abschnitten der UBM-Schicht 38 und auf den Verbindungskontaktlöchern 36a und 36b des
Deckelwafers 35 abgeschieden (Schritt 5). Wie
in der Draufsicht in 7E gezeigt, verringert die Verwendung
der kleinen Verbindungskontaktlöcher 36a und 36b im
Vergleich zu 5 der ersten Methodik im wesentlichen
die Menge an Metall-/Lotmischung 39, die auf den Seitenwänden 51 mit
geringem Aspektverhältnis
und auf der vertikalen oder im wesentlichen vertikalen Fläche 53 abgeschieden
wird. Außerdem
kann die zweite Methodik eine höhere
Dichte an Verbindungen 16 bereitstellen.
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Wie
in 7F gezeigt, wird dann sowohl auf den Vorderflächen als
auch den Rückflächen 33 und 34 des
Deckelwafers 35 eine Fotolackmaske 60 auf die
Metall-/Lotabschnitte 39 aufgetragen. Ein Isolationsbereich 59 wird
auf der Vorderfläche 33 des
Deckelwafers 35 unmaskiert gelassen, um einen elektrischen
Isolator 59 zwischen der Elektrode 48 und dem Dichtungsring 58 bereitzustellen
(Schritt 6).
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Das
UBM 38 in dem unmaskierten Isolationsbereich 59 wird
dann z.B. unter Verwendung eines Trocken- oder Naßätzmittels
weggeätzt
(Schritt 6), wobei die SiO2-Schicht 37 übrig bleibt.
Das Ätzmittel sollte
reagieren, um fähig
zu sein, die UBM-Schicht 38 zu entfernen, ohne die SiO2-Schicht 37, das Siliziumsubstrat 30,
die Metall-/Lotabschnitte 39 oder das Fotolackmaterial 60 zu
entfernen.
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Nachdem
der Fotolack 60 entfernt wurde, kann der Deckelwafer 35 z.
B. bei einer Temperatur von etwa 450 Grad Celsius getempert werden (Schritt 7).
Das Tempern bildet jeweils die Lotdammabschnitte 46 und 43 auf
den Vorderflächen
und Rückflächen 33 und 34 des
Deckelwafers 35 (7G).
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Der
Deckelwafer 35 kann nun fest und betriebsfähig an dem
Basiswafer 70 angebracht werden (Schritt 8), und
die sich ergebenden Chips bzw. Dies können vereinzelt werden (Schritt 9)
(7H).
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Das
Anbringen des Deckelwafers 35 an dem Basiswafer 70 kann
wieder mit jedem beliebigen Mittel, das Fachleuten des Gebiets bekannt
ist, erfolgen. Lediglich zu Veranschaulichungszwecken ist hier ein Flip-Chipherstellungsverfahren
offenbart. Die Erfindung soll jedoch nicht als darauf beschränkt ausgelegt
werden.
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Wenn
der Deckelwafer 35 und der Basiswafer 70 einmal
fest angebracht sind und in betriebsfähiger Verbindung sind, kann
das Ganze vereinzelt werden, z.B. mit Laser geschnitten, mit Säge und ähnlichen
exakten Verfahren zur Trennung benachbarter Chips bzw. Dies in einzelne
Chips bzw. Dies geschnitten werden. 7H zeigt
einen Sägeschnitt zwischen
benachbarten Chips bzw. Dies, der den Chip bzw. Die A und den Chip
bzw. Die B bereitstellt. Der Endprodukt-Deckelwafer 35 und
der zusammengesetzte Wafer sind in 8 gezeigt.
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Es
wird für
Leute mit gewöhnlichen
Kenntnissen der Technik offensichtlich, daß Modifikationen und Änderungen
des vorstehend beschriebenen Systems vorgenommen werden können, ohne
von den hier beschriebenen erfinderischen Konzepten abzuweichen.
Folglich sollte die Erfindung, außer durch den Bereich und Geist
der beigefügten
Ansprüche,
nicht eingeschränkt
werden.