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DE102007011992B3 - Knochenmühle - Google Patents

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DE102007011992B3
DE102007011992B3 DE102007011992A DE102007011992A DE102007011992B3 DE 102007011992 B3 DE102007011992 B3 DE 102007011992B3 DE 102007011992 A DE102007011992 A DE 102007011992A DE 102007011992 A DE102007011992 A DE 102007011992A DE 102007011992 B3 DE102007011992 B3 DE 102007011992B3
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Freytag Uwe Dr
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Knochenmühle (10) zum Zerkleinern eines Mahlgutes (36) in Form von Knochen oder Knochenmaterial, mit einer durch einen becherförmigen Zylinder (11) definierten Mahlkammer (30) zur Aufnahme des Mahlgutes (36), wobei innerhalb des Zylinders (11) eine erste Mahlfläche (25) angeordnet ist und die erste Mahlfläche (25) rotierbar (B) antreibbar ist, und ihr gegenüberliegend eine zweite Mahlfläche (26) angeordnet ist, die als Widerlager zur ersten Mahlfläche (25) ausgeführt ist. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Knochenmühle (10) zu schaffen, mit der eine definierte, schonende Zerkleinerung möglich ist, gleichzeitig das zerkleinerte Material (36) möglichst vollständig entnehmbar ist, und die Mühle (10) einfach gereinigt werden kann. Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, dass die zweite Mahlfläche (26) so in der Mahlkammer (30) angeordnet ist, dass ein Abstand (A) zwischen den Mahlflächen (25, 26) veränderbar ist, und dass beide Mahlflächen (25, 26) aus der Mahlkammer (30) entnehmbar sind.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Knochenmühle zum Zerkleinern eines Mahlgutes in Form von Knochen oder Knochenmaterial, mit einer durch einen becherförmigen Zylinder definierten Mahlkammer zur Aufnahme des Mahlgutes, wobei innerhalb des Zylinders eine erste Mahlfläche angeordnet ist und die erste Mahlfläche rotierbar antreibbar ist, und ihr gegenüberliegend eine zweite Mahlfläche angeordnet ist, die als Widerlager zur ersten Mahlfläche ausgeführt ist.
  • Knochenmühlen sind in unterschiedlichsten Ausführungen bekannt. Sie werden verwendet, um Knochenspäne bzw. -granulat möglichst in definierter Korngröße zu gewinnen. Diese werden dann bei chirurgischen bzw. kieferchirurgischen Operationen wie Knochentransplantationen und Knochenimplantationen eingesetzt. Als Zerkleinerungsmaterials, wird von dem Patienten an einer anderen Stelle Knochen entnommen (autologes Material) oder von einer Knochenbank bezogenes allogenes Material verwendet und mit der Knochenmühle zerkleinert. Das Hauptaugenmerk, ist hierbei auf eine besonders schonende Gewinnung der Späne bzw. des Granulats zu richten. Diese muss besonders hinsichtlich thermischer Beanspruchungen optimiert sein, damit die im Knochen vorhandenen Proteine nicht zerstört werden, die überhaupt eine Knochenregeneration im transplantierten Bereich ermöglichen. Die Zerkleinerung muss langsam und stetig erfolgen.
  • Aus CH 64532 A , WO 00/53128 A1 , DE 20 2005 005 900 U1 und DE 296 00 369 U1 sind Knochenmühlen bekannt, die die Späne aus dem Ausgangsmaterial mittels einer Scheibe, in der kleine Schneidaussparungen vorgesehen sind, schneidend reibend gewinnen. Problematisch ist hierbei generell ein möglicher Wärmeeintrag. Des Weiteren ist es notwendig, einen Bereich hinter der Schneide vorzusehen, in den das Material hineinfallen kann. Dadurch werden die Mühlen in ihrer Konstruktion aufwendig. Des Weiteren besteht in diesem Bereich die Gefahr, dass zusätzliche Reibwärme in die Knochenspäne eingebracht wird, wenn die Kammer voll ist und die Späne gegen die Scheibe drücken, und der Voll-Zustand vom Bediener nicht bemerkt wird. Darüber hinaus ist die Entnahme des zerkleinerten Knochenmaterials schwierig und die Reinigung der Mühlen kompliziert und aufwendig. Problematisch ist weiterhin ein möglichst großes Ausbringen des zerkleinerten Materials zu erreichen, da bei den aufwendigen bzw. schlecht zugänglichen Konstruktionen der Knochenmühlen zu viel Material in den Knochenmühlen verbleibt.
  • Bei der Knochenmühle gemäß DE 20 2005 005 900 U1 besteht zusätzlich die Problematik, dass das Knochenstück ohne Widerlager auf der Reibscheibe aufliegt, weswegen ein definiertes Zerkleinern problematisch sein kann. Dieses kann auch zu einer thermischen Beanspruchung beitragen. Des Weiteren ist die Zerkleinerungsdauer bei der Knochenmühle nach DE 20 2005 005 900 U1 konstruktionsbedingt lang. Auch ist sowohl die Knochenmühle nach DE 20 2005 005 900 U1 als auch bei der Knochenmühle nach DE 296 00 369 U1 aufwendig konstruiert, wodurch hohe Herstellungskosten anfallen.
  • Des Weiteren ist eine Knochenmühle bekannt, die als eine Zange ausgeführt ist. An einer Zangenbacke ist ein Mahlraum vorgesehen, in die andere Zangenbacke als Widerlager eingreift. Zwischen den Backen wird ein Knochenstück eingespannt. Eine Reibfläche wird dann rotiert und gleichzeitig wird die Zange zusammengepresst. Problematisch hierbei sind die definierte Bereitstellung der Presskraft und eine adäquate Zerkleinerung. Des Weiteren ist bedingt durch die Mahlkammer und die per Hand aufzubringenden Anpresskräfte nur eine Zerkleinerung von sehr kleinen Knochenstücken möglich
  • DE 198 01 218 A1 offenbart eine gattungsgemäße Knochenmühle. In einem Hohlzylinder ist auf dessen Boden eine Mahlfläche angeordnet. Drehbar darüber ist eine zweite Mahlfläche angeordnet. Das dazwischen befindliche Knochenstück wird eingefasst und zerkleinert. Nachteilig bei dieser Ausführungsform sind die vollständige Entnahme des zerkleinerten Knochenmaterials und die anschließende Reinigung der Mühle. Auch lassen sich die Mahlflächen als Verschleißteile nicht austauschen.
  • Des Weiteren ist es bei Knochenmühlen notwendig, zu bestimmen, ob ihr Mahlwerk stark genug ist, um einen massiven, kompakten Knochenblock von mindestens 10 × 5 × 3 mm zu zerspanen. Dieses ist bei der Knochenmühle nach DE 198 01 218 A1 nicht der Fall. Diese eignet sich lediglich, kleine Knochenteile bzw. weichen, spongiösen Knochen zu zerkleinern, da der für die Zerkleinerung notwendige Druck zu gering, da er per Hand eingebracht wird, oder er wird mit einem Gewinde eingebracht, wodurch dann die Rotation begrenzt ist und damit die Zerkleinerung unzureichend wird.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Knochenmühle zu schaffen, mit der eine definierte, schonende Zerkleinerung von festen, kompakten Knochenblöcken mit einer Größe von min. 10 × 5 × 3 mm möglich ist, gleichzeitig das zerkleinerte Material möglichst einfach und vollständig entnehmbar ist, und die Mühle einfach gereinigt werden kann.
  • Gelöst wird diese Aufgabe bei einer gattungsgemäßen Knochenmühle dadurch, dass die zweite Mahlfläche so in der Mahlkammer angeordnet ist, dass ein Abstand zwischen den Mahlflächen veränderbar ist, und dass beide Mahlflächen aus der Mahlkammer entnehmbar sind.
  • Vorteilhaft hierbei ist, dass ein definierter Abstand und damit eine definierte Zerkleinerung, sowie auch eine definierte Anpresskraft einstellbar ist, die während des Zerkleinerungsprozesses im Bedarfsfall einfach verändert werden kann. Gleichzeitig lässt sich durch die einfache Entnehmbarkeit beider Mahlflächen ein optimales Ausbringen des zerkleinerten Gutes bewirken und eine entsprechende Reinigung der Knochenmühle leicht durchführen. Gleichzeitig wird auf diese Weise eine einfache und auch kostengünstige Konstruktion bewirkt.
  • Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass wenigstens eine der Mahlflächen mit pyramidalen Vorsprüngen versehen ist, wobei besonders bevorzugt die pyramidalen Vorsprünge viereckige Grundflächen aufweisen. Weiterhin ist vorteilhaft, dass ein pyramidaler Vorsprung zentrisch auf einem Mittelpunkt einer der Mahlflächen angeordnet ist. Dieses beiden Aspekte in Kombination oder für sich genommen, bewirken eine schonende Zerkleinerung. Alternativ können auch raspelartige Vorsprünge auf wenigstens einer der Mahlflächen angeordnet sein.
  • Eine weitere Ausgestaltung vorteilhafte der Erfindung sieht vor, dass die Veränderung des Abstands der Mahlflächen zueinander durch eine Bewegung der ersten und/oder zweiten Mahlfläche in Richtung zu der anderen Mahlfläche in der Mahlkammer erfolgt.
  • Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die zweite Mahlfläche auf einem in die Mahlkammer einschraubbaren Stempel angeordnet ist, wobei der Stempel besonders bevorzugt in Verbindung mit einem Verschlusselement für eine offene Seite der Mahlkammer angeordnet ist. Die Mahlfläche auf dem Stempel ist vorteilhafter Weise wechselbar ausgeführt. Es kann sich um eine Schraub- oder Steckverbindung handeln.
  • Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die erste Mahlfläche auf einem kolbenartig ausgeführten Element angeordnet ist. Weiterhin ist vorteilhaft, dass mit dem kolbenartig ausgeführten Element eine Handhabe zum Erzeugen der Rotation der ersten Mahlfläche verbindbar ist.
  • Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass ein Schraubgewinde wenigstens auf einem Abschnitt des Stempels angeordnet ist. Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das Schraubgewinde in Feingewinde ist. Durch das Schraubgewinde, insbesondere das Feingewinde, kann der Stempel einfach und gezielt in die Mahlkammer eingeschraubt werden, wodurch der Abstand zwischen den Mahlflächen definiert variierbar ist.
  • Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der Stempel auf einem Basiselement angeordnet ist. Weiterhin ist vorteilhaft, dass am Basiselement ein Außen umlaufender Vorsprung angeordnet ist, an dem ein Schraubgewinde angeordnet ist.
  • Weiterhin ist vorteilhaft, dass am kolbenartigen Element ein Anschlag vorgesehen ist. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass um den Stempel ein Distanzring angeordnet ist. Auf diese weise kann sichergestellt werden, dass ein bestimmter Mindestabstand nicht unterschritten wird.
  • Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die erste Mahlfläche auf die Höhe des oberen Randes des becherförmigen Zylinders bringbar ist, wobei die erste Mahlfläche auf dieser Höhe fixierbar ist. Durch das einfache Anheben des Tiefsten des Hohlzylinders bzw. der Mahlkammer in Form der ersten Mahlfläche und der durch das Fixieren verbundene leichten Zugänglichkeit der Mahlfläche wird ein optimales Ausbringen des zerkleinerten Gutes bewerkstelligt.
  • Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels anhand einer Zeichnung näher erläutert, wobei:
  • 1 einen Vertikalschnitt durch eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Knochenmühle zeigt,
  • 2 einen Vertikalschnitt durch eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Knochenmühle zeigt,
  • 3 eine Draufsicht auf eine Mahlfläche einer erfindungsgemäßen Knochenmühle zeigt, und
  • 4 eine Ansicht eines Mahlergebnisses auf einem Stempel einer erfindungsgemäßen Knochenmühle zeigt, und
  • 5 eine Ansicht eines Mahlergebnisses auf einem Kolbenartigen Element einer erfindungsgemäßen Knochenmühle zeigt.
  • 1 zeigt eine Schnittansicht durch eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Knochenmühle 10. Die Knochenmühle 10 besteht aus einer Mahlkammer 30, die sich in einem becherförmigen Hohlzylinder 11 mit einer kreisförmigen Grundfläche und einer umlaufenden Seitenwand 16 befindet. In einer Oberseite 24 ist eine Öffnung 22 zentrisch angeordnet. Auf einer Innenwand 17 ist abschnittsweise ein Innengewinde 19 angeordnet.
  • In einer offenen Seite 23 des Hohlzylinders 11 ist ein Stempel 12 eingesetzt. Der Stempel 12 hat einen kreisförmigen Querschnitt. Die Dimension des Querschnitts ist so gebildet, dass der Stempel 12 durch die offene Seite 23 des Hohlzylinders 11 einsetzbar ist. Auf einem Abschnitt des Zylinders ist ein zum Innengewinde 19 korrespondierendes Außengewinde 18 angeordnet, wobei es sich bei dem Gewinde 18, 19 um ein Feingewinde handelt, mit dem ein Eindrehen des Stempels 12 in die Mahlkammer 30 in Pfeilrichtung C dosiert vorgenommen werden kann. Der Stempel 12 ist auf einem Basiselement 14 angeordnet, dass gleichzeitig als Verschlusselement der offenen Seite 23 des Hohlzylinders 11 dient. Die Rückseite des Basiselements 14 dient als Standfläche 15 für den Betrieb der Mühle 10. Das Basiselement 14 dient als Handhabe zum einschrauben des Stempels 12 in den Hohlzylinder 11 in Pfeilrichtung C.
  • Auf einer Oberseite 46 des Stempels 12 sind bevorzugt vollflächig, wie in 3 dargestellt ist, pyramidale Vorsprünge 45 angeordnet. Diese dienen als Mahlelemente zum Herstellen eines Mahlgutes 36 aus einem Knochenstück (nicht dargestellt). Die gesamte mit pyramidalen Vorsprüngen 45 bedeckte Fläche bildet eine zweite Mahlfläche 26.
  • Parallel dazu angeordnet ist in einem variablen Abstand A eine erste Mahlfläche 25, die ebenfalls vollflächig aus pyramidalen Vorsprüngen 45 gebildet ist und auf einem Flächentragelement 34 angeordnet ist. Die erste Mahlfläche 25 befindet sich auf einem kolbenförmigen Element 13. Rückseitig zur ersten Mahlfläche 25 ist ein Stabelement 35 angeordnet, das durch die Öffnung 22 hindurch in den Hohlzylinder 11 eingesetzt ist. Am hinteren Ende des Stabelements 35 ist ein Verbindungsbereich 27 angeordnet. Das Stabelement 35 weist in diesem Bereich einen Durchsteckabschnitt 29 auf. Auf diesen wird eine Handhabe 20 aufgesteckt, die im Verbindungsbereich 27 eine Öffnung 28 aufweist. Auf der der Öffnung 28 gegenüberliegenden Seite der Handhabe 20 befindet sich ein Drehelement 21. Durch die Handhabe 20 und das Drehelement 21 kann das kolbenartige Element 13 und damit die erste Mahlfläche 25 in Pfeilrichtung B gedreht werden.
  • 2 zeigt eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Knochenmühle 10. Dabei ist im Vergleich zur ersten Ausführungsform der Knochenmühle 10 gemäß 1 die Verbindung zwischen dem Stempel 12 und dem Hohlzylinder 11 unterschiedlich ausgeführt.
  • Auf einer Außenseite 47 der Seitenwand 16 des Hohlzylinders 11 ist ein Außengewinde 33 angeordnet. Das korrespondierende Innengewinde 32 befindet sich auf der Innenseite einer umlaufenden Seitenwand 31, die lotrecht außen auf dem Basiselement 14 angeordnet ist, so dass sich zwischen Stempel 12 und Seitenwand 31 eine Vertiefung 48 befindet, in die die Seitenwand 16 des Hohlzylinders 11 angeordnet bzw. eingeschraubt wird. Der übrige Aufbau der Knochenmühle 10 entspricht dem Aufbau der Ausführungsform gemäß 1.
  • 3 zeigt eine Draufsicht auf eine. Mahlfläche 25, 26. Die Mahlfläche 25, 26 ist aus pyramidalen Vorsprüngen 45 gebildet, die eine quadratische Grundfläche aufweisen. Zur Pyramidenspitze 38 sind vier Seitenflächen 39 bis 42 zulaufend angeordnet. Der Aufbau der Vorsprünge zueinander ist so vorgesehen, dass sich direkt im Mittelpunkt 37 der Mahlfläche 25, 26 eine Pyramidenspitze 38 befindet und die Vorsprünge abschießend zu den Seiten der Grundflächen schachbrettartig zueinander angeordnet sind, so dass sich Grundlinien 43, 44 bilden, die über die Mahlfläche 25, 26 rechtwinklig zueinander verlaufen. Die Grundlinien 43, 44 stellen dabei die tiefsten Bereiche der Mahlflächen 25, 26 dar. Durch diese Anordnung der Grundlinien 43, 44 lassen sich die Mahlflächen beispielsweise mit einem Dorn (nicht dargestellt) besonders einfach und gründlich reinigen, so dass kein Mahlgut 36 auf den Flächen verbleibt.
  • 4 zeigt einen Abschnitt eines Stempels 12, auf dessen Mahlfläche 26 das Mahlgut 36 angeordnet ist. Nach dem Mahlen verbleibt das Mahlgut 36 auf der Mahlfläche 26 und wird nach dem Ausschrauben des Stempels aus dem Hohlzylinder 11 direkt und im Wesentlichen vollständig entnommen, so dass ein sehr einfaches Ausbringen an Mahlgut 36 gewährleistet ist.
  • 5 zeigt die erste Mahlfläche 25 in Ausbringposition, die durch das Anheben der ersten Mahlfläche bzw. des Flächentragelements 34 des kolbenartigen Elements 13 erreicht wird. Ein einfaches Fixieren der ersten Mahlfläche 25 auf der Höhe der offenen Seite 23 des Hohlzylinders 11 wird dadurch erreicht, dass das Stabelement 35 in Verbindung mit der Höhe des Flächentragelements 34 und ggf. sogar mit der Höhe der pyramidenartigen Vorsprünge 45 die gleiche Höhe aufweist wie die Außenhöhe des becherförmigen Hohlzylinders 11.
  • Nach dem Einsetzendes Stabelements 35 in die Öffnung 22 der Oberseite 24 des Hohlzylinders 11, so dass das kolbenartige Element 13 sich im Inneren des Hohlzylinders 11 befindet und damit die erste Mahlfläche 25 in der Mahlkammer 30 angeordnet ist, wird die Handhabe 20 im Verbindungsbereich 27 angeordnet. Anschließend wird das Knochenstück auf dem Stempel 12 auf der zweiten Mahlfläche 26 angeordnet und in den Hohlzylinder 11 durch die offene Seite 23 eingesetzt, bis das Schraubgewinde 18, 19, 32, 33 greift. Anschließend wird der Stempel bis zur gewünschten Position eingeschraubt bis die erste Mahlfläche 25 auf das Knochenstück aufgesetzt. Die Knochenmühle 10 wird beispielsweise auf die Standfläche 15 aufgestellt oder das Mahlen erfolgt in der Hand, wobei die Standfläche 15 dann eine Handauflagefläche 15 ist. Langsames Drehen der Handhabe 20 insbesondere durch Drehen des Drehelements 21 bewirkt die Zerkleinerung des Knochens. Durch drehen des Basiselements 14 in Pfeilrichtung C kann der Abstand A zwischen den Mahlflächen 25, 26 eingestellt werden. Dieses kann insbesondere auch während des Zerkleinerungsprozesses selber erfolgen. Vorteilhaft ist ein abwechselndes Ausführen der Kurbelbewegung der Handhabe 20 und dem Einschrauben des Stempels 12 und damit einer Rotation der ersten Mahlfläche 25 und dem erneuten Einspannen des Mahlgutes mit der zweiten Mahlfläche 26 gegenüber der ersten Mahlfläche 25.
  • Nach Beendigung der Zerkleinerung wird der Stempel 12 vorsichtig aus dem Hohlzylinder 11 herausgedreht. Durch Aufsetzen des Hohlzylinders 11 auf eine Auflagefläche 49 wird der Stempel 12 angehoben, damit das Mahlgut leichter entnommen werden kann. Das Stabelement verbleibt mit dem Verbindungsbereich 27 in der Bohrung 22. Die Länge des Stabelements 35 ist in Verbindung mit der Höhe des Flächentragelements 34 so gewählt, dass diese der Außenhöhe des Hohlzylinders 11 entspricht, so dass die Entnahme des Mahlgutes 36 auf der ersten Mahlfläche 25 einfach erfolgen kann, da die erste Mahlfläche plan auf der Höhe der offenen Seite 23 verbleibt.
  • Sollten sich Reste des Mahlgutes sich wie in 4 dargestellt auch auf der ersten Mahlfläche 25 befinden, so können diese beispielsweise mit einem Dorn entnommen werden. Die Knochenmühle kann dann anschließend vollständig demontiert und einfach gereinigt werden.
  • Alternativ kann die Entnahme auch so erfolgen, dass der Stempel 12 mit seiner Standfläche 15 auf der Auflagefläche steht, der Hohlzylinder 11 abgeschraubt und entfernt wird und das Mahlgut 36 auf der zweiten Mahlfläche 26 und von dieser entnehmbar ist. Die erste Mahlfläche 25 wird dann mit dem kolbenförmigen Element 13 aus dem Hohlzylinder 11 entnommen, und es können wie zuvor beschrieben Mahlgutreste mit einem Dorn entnommen werden.
  • 10
    Knochenmühle
    11
    Becherförmiger Hohlzylinder
    12
    Stempel
    13
    Kolbenartiges Element
    14
    Basiselement
    15
    Standfläche
    16
    Seitenwand
    17
    Innenwand
    18
    Außengewinde
    19
    Innengewinde
    20
    Handhabe
    21
    Drehelement
    22
    Bohrung/Öffnung
    23
    offene Seite
    24
    Oberseite/Boden/Aufstandsfläche
    25
    Erste Mahlfläche
    26
    Zweite Mahlfläche
    27
    Verbindungsbereich
    28
    Bohrung
    29
    Durchsteckabschnitt
    30
    Mahlkammer
    31
    Seitenwand
    32
    Innengewinde
    33
    Außengewinde
    34
    Flächentragelement
    35
    Stabelement
    36
    Mahlgut
    37
    Mittelpunkt
    38
    Pyramidenspitze
    39
    Seitenfläche
    40
    Seitenfläche
    41
    Seitenfläche
    42
    Seitenfläche
    43
    Grundlinie
    44
    Grundlinie
    45
    Pyramidaler Vorsprung
    46
    Oberseite
    47
    Außenseite
    48
    Vertiefung
    49
    Auflagefläche
    A
    Abstand
    B
    Drehrichtung
    C
    Drehrichtung

Claims (15)

  1. Knochenmühle zum Zerkleinern eines Mahlgutes in Form von Knochen oder Knochenmaterial, mit einer durch einen becherförmigen Zylinder definierten. Mahlkammer zur Aufnahme des Mahlgutes, wobei innerhalb des Zylinders eine erste Mahlfläche angeordnet ist und die erste Mahlfläche rotierbar antreibbar ist, und ihr gegenüberliegend eine zweite Mahlfläche angeordnet ist, die als Widerlager zur ersten Mahlfläche ausgeführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Mahlfläche (26) so in der Mahlkammer (30) angeordnet ist, dass ein Abstand (A) zwischen den Mahlflächen (25, 26) veränderbar ist, und dass beide Mahlflächen (25, 26) aus der Mahlkammer (30) entnehmbar sind.
  2. Knochenmühle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Mahlflächen (25, 26) mit pyramidalen Vorsprüngen (45) versehen ist, wobei besonders bevorzugt die pyramidalen Vorsprünge (45) viereckige Grundflächen aufweisen.
  3. Knochenmühle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein pyramidaler Vorsprung (45) zentrisch auf einem Mittelpunkt (37) einer der Mahlflächen (25, 26) angeordnet ist.
  4. Knochenmühle nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Veränderung des Abstands (A) der Mahlflächen (25, 26) zueinander durch eine Bewegung der ersten und/oder zweiten Mahlfläche (25, 26) in Richtung zu der anderen Mahlfläche in der Mahlkammer (30) erfolgt.
  5. Knochenmühle nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Mahlfläche (26) auf einem in die Mahlkammer (30) einschraubbaren Stempel (12) angeordnet ist, wobei der Stempel (12) besonders bevorzugt in Verbindung mit einem Verschlusselement für eine offene Seite (23) der Mahlkammer (30) angeordnet ist.
  6. Knochenmühle nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Mahlfläche (25) auf einem kolbenartig ausgeführten Element (13) angeordnet ist.
  7. Knochenmühle nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem kolbenartig ausgeführten Element (13) eine Handhabe (20, 21) zum Erzeugen einer Rotation (B) der ersten Mahlfläche (25) verbindbar ist.
  8. Knochenmühle nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schraubgewinde (18) wenigstens auf einem Abschnitt des Stempels (12) angeordnet ist.
  9. Knochenmühle nach einem Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Stempel (12) auf einem Basiselement (14) angeordnet ist.
  10. Knochenmühle nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass am Basiselement (14) ein außen umlaufender Vorsprung (31) angeordnet ist, an dem ein Schraubgewinde (32) angeordnet ist.
  11. Knochenmühle nach Anspruche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Schraubgewinde (18, 19, 32, 33) ein Feingewinde ist.
  12. Knochenmühle nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass am kolbenartigen Element (13) ein Anschlag vorgesehen ist.
  13. Knochenmühle nach einem der Ansprüche 5 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass um den Stempel (12) wenigstens ein Distanzring angeordnet ist.
  14. Knochenmühle nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Mahlfläche (26) rotierbar ist.
  15. Knochenmühle nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Mahlfläche (25) auf die Höhe des oberen Randes des becherförmigen Hohlzylinders (11) bringbar. ist, wobei die erste Mahlfläche (25) auf dieser Höhe fixierbar ist.
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