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Die
Erfindung betrifft eine Kontakthebelbewegungseinrichtung zur Bewegung
mindestens eines Kontakthebels eines Leistungsschalters für
die Kontaktschließung und zur Realisation der Kontaktöffnung
bei Überschreitung einer bestimmten kontaktabhebenden Kraft.
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Des
Weiteren betrifft die Erfindung einen die erfindungsgemäße
Kontakthebelbewegungseinrichtung aufweisenden elektrischen Schalter
sowie jeweils ein Verfahren zur Herstellung der Kontakthebelbewegungseinrichtung
und des elektrischen Schalters.
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Es
besteht im Bereich der Leistungsschalter und insbesondere bei den
Kompaktleistungsschaltern die Forderung nach strombegrenzenden Einrichtungen
im Schalter, die bewirken, dass bei zu hohen durch die Kontakte
fließenden Strömen wie zum Beispiel im Falle eines
Kurzschlusses die Kontakte geöffnet werden. Dabei muss
die Kontaktöffnung unmittelbar mit dem Stromanstieg erfolgen,
da bei verspäteter Öffnung der Kontakte die Gefahr
des Abbrennens der Schaltkontakte aufgrund von Lichtbogenbildung
besteht. Die diese schnelle Reaktion aufweisenden Leistungsschalter
sollen dabei günstig zu fertigen sein und geringe Außenabmaße
aufweisen.
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Das
Dokument
WO 2005/031779
A1 offenbart einen Antriebsstrang für einen bewegbaren
Kontakt eines elektrischen Schalters, bei dem ein Schaltmoment in
eine Schaltwelle eingeleitet wird, die wiederum dieses Schaltmoment über
Hebel auf einen Kontakthebel überträgt, wodurch
dieser Kontakthebel bewegt wird und ein an ihm befestigtes Kontaktelement
auf ein Gegen-Kontaktelement des Schalters drückt und somit
den Stromfluss realisiert. Bei einer Überlast im Schalter
bewegt sich der Kontakthebel derart, dass er die Schaltkontakte öffnet,
wobei über die Hebel ein Rastmechanismus auf der Schaltwelle bewegt
wird, der zur Rastung des Kontakthebels in einer bestimmten Öffnungs-Winkelposition
führt.
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Das
Dokument
DE 100 54
383 A1 zeigt einen strombegrenzenden Niederspannungs-Leistungsschalter,
der ein aus zwei Hebeln bestehendes Hebelgetriebe zwischen einer
Schaltwelle und dem drehbeweglichen Kontakthebel aufweist, wobei
sich am Gelenk zwischen den beiden Hebeln eine Rasteinrichtung befindet,
die zur Einrastung des in einer bestimmten Kontaktöffnungs-Position
stehenden Kontakthebels dient.
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Das
Dokument
EP 03 984
61 A2 zeigt einen Leistungsschalter mit Antriebsvorrichtung
und Verklinkungseinrichtung für einen beweglichen Schaltkontakt.
Dieser Leistungsschalter weist ein aus zwei Hebeln bestehendes Hebelgetriebe
zwischen der Schaltwelle und dem drehbeweglichen Kontakthebel auf,
wobei einer der Hebel in seiner Länge variabel ist und
eine Rasteinrichtung für eine Längeneinstellung aufweist,
so dass mittels des längeneinstellbaren Hebels der an diesen
Hebel gekoppelte Kontakthebel in einer bestimmten Winkelposition
einrastbar ist.
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Bei
den genannten Ausführungsformen ist nachteilig, dass eine
Vielzahl von Bauteilen auf unterschiedlichen Achsen angeordnet ist.
Diese Ausgestaltung der Leistungsschalter erschwert die Montage
der Einzelteile im Schaltergehäuse und wirkt sich ebenfalls
nachteilig auf die Öffnungsgeschwindigkeit des Kontakthebels
in einer Überlastsituation aufgrund relativ großer
Trägheitskräfte beziehungsweise Trägheitsmomente
der Gesamtheit der zu bewegenden Teile aus.
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Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine einfach zu fertigende
Kontakthebelbewegungseinrichtung und einen elektrischen Schalter sowie
das Verfahren zu deren Herstellung zur Verfügung zu stellen,
mit der bei Schalter-Überlast eine schnelle Kontakt-Öffnungsbewegung
realisierbar ist.
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Erfindungsgemäß wird
die Aufgabe durch die in den Ansprüchen 1, 22, 25 und 26
angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
sind in den jeweiligen Unteransprüchen angegeben.
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Es
wird eine Kontakthebelbewegungseinrichtung zur Bewegung mindestens
eines Kontakthebels eines Leistungsschalters für die Kontaktschließung
und zur Realisation der Kontaktöffnung bei Überschreitung
einer bestimmten kontaktabhebenden Kraft zur Verfügung
gestellt. Diese Kontakthebelbewegungseinrichtung umfasst mindestens
einen ein Kontaktelement aufweisenden drehbeweglichen Kontakthebel
und mindestens eine in Abhängigkeit von auf den Kontakthebel
wirkenden kontaktabhebenden Kräften die Fixierung oder
Freigabe des Kontakthebels bewirkende Rasteinrichtung. Die Rasteinrichtung
und der Kontakthebel sind dabei derart angeordnet und ausgestaltet,
dass die von der Rasteinrichtung auf den Kontakthebel zum Zweck
der Fixierung oder Freigabe des Kontakthebels ausgeübte Kraft
unmittelbar von Rastelementen der Rasteinrichtung, die ringförmig
um die Drehachse des Kontakthebels angeordnet sind, auf den Kontakthebel übertragbar
ist. Das heißt, es gibt keine weiteren Übertragungsglieder
zur Kraftübertragung beziehungsweise Momentenübertragung
zwischen dem Kontakthebel und der Rasteinrichtung. Die von der Rasteinrichtung auf
den Kontakthebel übertragene Rastkraft wird durch die direkte
Anlage der Rasteinrichtung beziehungsweise durch deren direkten
Eingriff am Kontakthebel auf diesen übertragen. Der Kontakthebel kann
dabei derart ausgestaltet sein, dass er zwei Hebelarme aufweist,
die mit jeweils einem Kontaktelement zur Schließung von
Schalterkontakten ausgestaltet sind.
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Der
Vorteil der Erfindung besteht darin, dass die in einer Überlast-Situation
innerhalb kürzester Zeit zur Kontakt-Öffnung zu
bewegenden Teile des Leistungsschalters eine geringe Anzahl haben
und ein geringes Gewicht aufweisen können. Damit wirken
beim Schalter-Öffnungsprozess nur sehr geringe Trägheitskräfte
beziehungsweise Trägheitsmomente entgegen der Öffnungsbewegung.
Dadurch kann die Kontakt-Öffnung sehr schnell erfolgen
und ein Abbrand der Kontakte aufgrund von Lichtbogenbildung wird
verhindert. Des Weiteren weist die erfindungsgemäße
Einrichtung den Vorteil einer einfachen Bauweise auf, die in einem
geringen Volumen realisiert werden kann.
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In
vorteilhafter Weise ist vorgesehen, dass die Rasteinrichtung konzentrisch
zur Drehachse des Kontakthebels angeordnet ist. Das bedeutet, dass sich
die Rasteinrichtung im Wesentlichen neben dem Kontakthebel auf dessen
Drehachse befindet. Mit dieser Ausführungsform wird eine
kompakt gestaltete Kontakthebelbewegungseinrichtung realisiert.
Ebenfalls ist es dadurch möglich, die Rasteinrichtung auf der
Drehachse des Kontakthebels an diesem zu befestigen und somit eine
vorfertigbare Einheit zur Verfügung zu stellen, die als
sich in geschlossene Baugruppe in einfacher Weise in das Schaltergehäuse montierbar
ist.
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In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen,
dass die Kontakthebelbewegungseinrichtung eine das zur Schließung
der Schaltkontakte auf den Kontakthebel wirkende Moment übertragende
Schaltwelle umfasst, wobei die Drehachse des drehbeweglichen Kontakthebels
die Drehachse der Schaltwelle ist. Das heißt, dass der Kontakthebel
drehbeweglich auf einer drehbaren Schaltwelle angeordnet ist. Dabei
ist der Kontakthebel relativ zur Schaltwelle drehbar. In Längserstreckungsrichtung
der Schaltwelle ist der Kontakthebel auf der Schaltwelle fixiert.
Damit wird ebenfalls eine leichtere Montage der Kontakthebelbewegungseinrichtung
im Leistungsschalter ermöglicht, da die Rasteinrichtung
und der Kontakthebel vor dem Einbau in das Schaltergehäuse
auf der Schaltwelle vormontiert werden können, und die
aus den drei Bauteilen bestehende Baugruppe als Einheit anschließend
in das Schaltergehäuse montierbar ist. Außerdem
lässt sie sich variabel vormontieren, das heißt,
dass nach einem Baukastensystem eine bestimmte Anzahl gleicher Teile
entsprechend der Anzahl von Kontakten und Wellenlängen
auf jeweils einer Schaltwelle vormontiert werden können.
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Es
wird somit eine Kontakthebelbewegungseinrichtung zur Bewegung mindestens
eines Kontakthebels eines Leistungsschalters für die Kontaktschließung
und zur Realisation der Kontaktöffnung bei Überschreitung
einer bestimmten kontaktabhebenden Kraft zur Verfügung
gestellt, die mindestens einen ein Kontaktelement aufweisenden drehbeweglichen
Kontakthebel und mindestens eine in Abhängigkeit von auf
den Kontakthebel wirkenden kontaktabhebenden Kräften die
Fixierung oder Freigabe des Kontakthebels bewirkende Rasteinrichtung
umfasst. Die Rasteinrichtung und der Kontakthebel sind dabei auf
einer gemeinsamen Schaltwelle angeordnet und derart ausgestaltet,
dass die von der Rasteinrichtung auf den Kontakthebel zum Zweck
der Fixierung oder Freigabe des Kontakthebels ausgeübte Kraft
unmittelbar von der Rasteinrichtung auf den Kontakthebel übertragbar
ist.
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In
dieser Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Schaltwelle,
die Rasteinrichtung und der Kontakthebel derart eingerichtet sind,
dass die Momentübertragung von der Schaltwelle über
die Rasteinrichtung auf den Kontakthebel erfolgt. Die von einem
Schaltschloss aufgebrachte Kraft zur Initiierung der Kontaktschließung
im Schalter wird in die Schaltwelle eingeleitet und von dieser,
in ein Drehmoment umgewandelt, über die Rasteinrichtung
auf den Kontakthebel übertragen, so dass dieser die Schließung der
Schalterkontakte bewirken kann. Ein derart ausgestalteter Leistungsschalter
weist demnach nur eine einzige Welle auf, die gleichzeitig die Funktion
der Schaltwelle als auch die Funktion der Lagerwelle für den
Kontakthebel übernimmt. Es ist somit keine extra Schaltwelle
außerhalb der Kontakthebellagerung erforderlich.
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Die
Rasteinrichtung umfasst vorteilhafterweise mindestens einen Rastkonturring,
der auf der Drehachse des Kontakthebels verschiebbar und rotationsfest
angeordnet ist und mit einer in Richtung Kontakthebel ständig
wirkenden Kraft beaufschlagt ist, so dass der Rastkonturring ständig
am Kontakthebel anliegt. Die ständig auf den Rastkonturring
wirkende Kraft kann in einfacher Weise durch eine Druckfeder realisiert
werden. Bei einer Ausführungsform mit Schaltwelle befindet
sich der Rastkonturring somit ebenfalls auf der Schaltwelle gelagert
neben dem Kontakthebel, wobei der Rastkonturring durch die auf ihn
ständig wirkende Kraft an den Kontakthebel drückt
beziehungsweise in diesem eingreift.
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In
bevorzugter Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Rastkonturring
mindestens ein Formelement aufweist, welches mit mindestens einem
komplementär ausgestalteten Formelement am Kontakthebel
derart zusammenwirkt, dass eine formschlüssige Momentübertragung
vom Rastkonturring auf den Kontakthebel realisierbar ist. Die komplementär
ausgestalteten Formelemente am Rastkonturring und am Kontakthebel
greifen zum Zweck der Momentenübertragung ineinander. Ein
Herauslösen der Formelemente auseinander ist nur entgegen
der ständig auf den Rastkonturring in Richtung Kontakthebel
wirkenden Kraft möglich.
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In
einer alternativen Ausführungsform kann auch vorgesehen
sein, dass der Rastkonturring, die ständig auf den Rastkonturring
wirkende Kraft und der Kontakthebel derart ausgestaltet sind, dass
eine kraftschlüssige Momentübertragung vom Rastkonturring
auf den Kontakthebel realisierbar ist. Das heißt, dass
in dieser Ausführungsform das Drehmoment mittels Reibung
vom Rastkonturring auf den Kontakthebel übertragen wird.
Es kann auch eine Mischform zwischen den beiden genannten Alternativen
ausgeführt sein, die derart ausgestaltet ist, dass ausgeprägte
Formelemente am Rastkonturring und am Kontakthebel aufgrund einer
sehr großen auf den Rastkonturring wirkenden Kraft bis
zu einem gewissen Grenzwert des zu übertragenden Drehmomentes
reibschlüssig aneinander anliegen und sich erst bei Überschreitung
des Drehmoment-Grenzwertes voneinander lösen.
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Es
kann des Weiteren vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass die Schaltwelle
als Profilwelle ausgebildet ist, und dass der Rastkonturring an
seinem Innenumfang mindestens ein Profilelement aufweist, das mit
einem komplementär ausgestalteten Formelement der profilierten
Schaltwelle zusammenwirkt. Damit ist gewährleistet, dass
der Rastkonturring relativ zur Schaltwelle verdrehgesichert ist
und formschlüssig bei Drehbewegung der Schaltwelle von
dieser mitgenommen wird. Durch die Profilierung der Schaltwelle
in deren Längsrichtung ist außerdem gewährleistet,
dass trotz Verdrehsicherung des Rastkonturringes dieser in Längsrichtung
der Schaltwelle verschiebbar ist.
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Es
wird somit eine Kontakthebelbewegungseinrichtung zur Bewegung mindestens
eines Kontakthebels eines Leistungsschalters für die Kontaktschließung
und zur Realisation der Kontaktöffnung bei Überschreitung
einer bestimmten kontaktabhebenden Kraft zur Verfügung
gestellt, die mindestens einen ein Kontaktelement aufweisenden drehbeweglichen
Kontakthebel und mindestens eine in Abhängigkeit von auf
den Kontakthebel wirkenden kontaktabhebenden Kräften die
Fixierung oder Freigabe des Kontakthebels bewirkende Rasteinrichtung
umfasst. Die mindestens einen Rastkonturring umfassende Rasteinrichtung
und der Kontakthebel sind dabei auf einer gemeinsamen, längsprofilierten
Schaltwelle angeordnet und derart ausgestaltet, dass die vom Rastkonturring
auf den Kontakthebel zum Zweck der Fixierung oder Freigabe des Kontakthebels
ausgeübte Kraft unmittelbar vom Rastkonturring auf den
Kontakthebel übertragbar ist, wobei der Rastkonturring
relativ zur Schaltwelle verdrehgesichert ist und aufgrund einer
Innenprofilierung formschlüssig bei Drehbewegung der Schaltwelle
von dieser mitnehmbar ist.
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Des
Weiteren kann vorgesehen sein, dass die Kontakthebelbewegungseinrichtung
mindestens eine zur Lagerung der Schaltwelle in einem Gehäuse dienende
Lagerschale umfasst, an der sich eine Feder zur Aufbringung der
ständig auf den Rastkonturring wirkenden Kraft abstützt.
Das heißt, dass zur Verringerung der Anzahl der Schalterteile
vorgesehen ist, dass eine Lagerung der Schaltwelle gleichzeitig
als Gegendruckelement für die Feder verwendet wird. Durch
die Dimensionierung des Abstandes zwischen dem Lager, auf dem sich
die Feder abstützt, und dem Rastkonturring lässt
sich die Federkraft einstellen. Es ist dabei nicht zwingend erforderlich,
dass sich die Feder an einer Lagerung der Schaltwelle abstützt,
sondern es kann stattdessen oder außerdem ein extra Abstützelement
für die Feder auf der Schaltwelle oder in deren unmittelbarer Umgebung
angeordnet sein.
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Zur
Realisierung der Einleitung des Drehmomentes in die Schaltwelle
kann des Weiteren vorgesehen sein, dass auf der Schaltwelle mindestens
ein Koppelglied fest angeordnet ist. Dieses Koppelglied kann zum
Beispiel ein Hebel sein, auf den eine von einem Schaltschloss aufgebrachte
Schaltkraft zur Schließung beziehungsweise Öffnung
der Kontakte eingeleitet wird.
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In
günstiger Ausgestaltung ist vorgesehen, dass zwischen dem
Koppelglied und einem Rastkonturring eine Feder angeordnet ist,
die sich am Koppelglied abstützt und deren Federkraft ständig
auf den Rastkonturring wirkt, so dass der Rastkonturring ständig
an den Kontakthebel gedrückt wird. Es kann somit zweckmäßigerweise
ein zweiter Rastkonturring an den Kontakthebel angedrückt
werden, wobei die ständig auf diesen Rastkonturring wirkende
Kraft durch eine Feder erzeugt wird, die sich nicht an einer Lagerung
der Schaltwelle abstützt, sondern an einem Koppelglied
zur Einleitung des Drehmomentes in die Schaltwelle.
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Das
Formelement am Rastkonturring ist vorteilhafterweise ein rampenartiges
Ringsegment, welches im eingerasteten Zustand in eine komplementär ausgestaltete
Ausnehmung im Kontakthebel eingreift, wobei der positive Anstieg
der Rampe im Drehsinn des Kontakthebels in seiner Drehbewegung zur Kontaktöffnung
verläuft. Das rampenartige Ringsegment hat die Form einer
geneigten Ebene, die in einem Abschnitt einer Spirale verläuft,
wie zum Beispiel ein Abschnitt aus einem Gewindegang. Durch diese
geometrische Ausgestaltung und durch Federkraftbeaufschlagung wirkt
eine Rückstellkraft auf den Kontakthebel, die nach anfänglicher
Ausrastung des Kontakthebels wieder die Kontaktschließung,
also die Bewegung des Kontakthebels in Richtung Gegen-Kontaktelement
des Schalters bewirkt. Der Anstieg der Rampe am Rastkonturring verläuft
dabei im Wesentlichen in der Drehrichtung, die der Drehrichtung
des Kontakthebels bei seiner Drehbewegung zur Öffnung der
Schaltkontakte entspricht. Das heißt, dass die Dicke des
Rastkonturringes von einem bestimmten Punkt an der Anlagefläche
des Rastkonturringes am Kontakthebel, der auch unterer Totpunkt genannt
wird, in Richtung der Drehbewegung des Kontakthebels bei Kontakt-Öffnung
in einem bestimmten Winkelbereich immer weiter zunimmt, so dass
sich eine Form einer gebogenen Rampe an der Anlagefläche
des Rastkonturringes herausstellt. Dabei ist die Anordnung des rampenartigen
Ringsegments am Rastkonturring und die Anordnung der Ausnehmung,
in die das rampenartige Ringsegment am Kontakthebel eingreift, nicht
auf diese Bauteile festgelegt, sondern es kann alternativ vorgesehen sein,
dass das rampenartige Ringsegment am Kontakthebel angeordnet ist
und die entsprechend komplementär ausgestaltete Ausnehmung
am Rastkonturring angeordnet ist.
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Die
ständig auf den Rastkonturring wirkende Kraft, die zum
Beispiel durch eine Druckfeder aufgebracht wird, drückt
im eingerasteten Zustand das rampenartige Ringsegment in die entsprechende Ausnehmung.
In einer Überlastsituation, zum Beispiel bei einem Kurzschluss,
wirken kontaktabhebende Kräfte im Schaltkontakt und auf
den Kontakthebel, die eine Dreh bewegung des Kontakthebels um seine Drehachse
bewirken. Bei entsprechend großen kontaktabhebenden Kräften
ist das auf den Kontakthebel wirkende Drehmoment derart groß,
dass der Kontakthebel relativ zum Rastkonturring verdreht wird, wobei
sich die komplementär ausgestaltete Ausnehmung relativ
zum rampenartigen Ringsegment verdreht, wobei durch den Anstieg
des rampenartigen Ringsegmentes eine Abstandsvergrößerung
des Rastkonturringes relativ zum Kontakthebel erfolgt. Durch diese
Abstandsvergrößerung zwischen Rastkonturring und
Kontakthebel wird der Abstand zwischen dem Element, an dem sich
die Feder abstützt, wie zum Beispiel der Lagerschale oder
auch dem Koppelglied oder einem extra vorgesehenen Abstützelement,
verringert, so dass sich die durch die Feder aufgebrachte Kraft
auf den Rastkonturring vergrößert. Das heißt,
je weiter sich der Kontakthebel relativ zum Rastkonturring verdreht,
umso weiter entfernt sich der Rastkonturring vom Kontakthebel und
umso größer ist die vom Rastkonturring auf den
Kontakthebel drückende Kraft.
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In
dieser Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass sich
an das rampenartige Ringsegment in Drehrichtung des Kontakthebels
bei Kontaktöffnung ein Absatz anschließt, der
eine Fixierung des Kontakthebels in einer bestimmten Winkelposition
bewirkt. Das heißt, dass nach Drehbewegung des Kontakthebels
bis in eine Winkelposition, in der sich die rampenartigen Ringsegmente
von Rastkonturring und Kontakthebel nicht mehr überdecken,
der Kontakthebel in dieser Position fixiert wird und somit ein Weiterdrehen
des Kontakthebels oder auch ein Zurückdrehen des Kontakthebels
in Kontaktschließungsposition aufgrund von Reibung verhindert
wird. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass unabhängig
von der Größe der kontaktabhebenden Kräfte
und damit unabhängig von der zum Beispiel im Kurzschlussfall
auf den Kontakthebel wirkenden Größe des Impulses
der Kontakthebel in einer definierten Winkelposition nach Öffnung
festgehalten wird.
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In
einer Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass der Absatz
ein massiver Bereich ist, der sich direkt an das rampenartige Ringsegment
anschließt und keine Steigung aufweist. Das heißt,
dass dieser sich an das rampenartige Ringsegment anschließende
Absatzbereich im Wesentlichen einem Hohlzylindersegment entspricht.
Die Fixierung des Kontakthebels nach dessen Abhebung vom Gegen-Schaltkontakt
erfolgt hierbei durch Reibungskräfte zwischen der Stirnseite
des Hohlzylindersegmentes des Rastkonturringes und dem Kontakthebel.
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In
einer alternativen Ausführungsform kann der Absatz auch
ein negatives Formelement sein, welches sich direkt an das rampenartige
Ringsegment anschließt. Dieser als negatives Formelement ausgeprägter
Absatz ist somit eine Ausnehmung im Rastkonturring, in der ein positiv
ausgeprägtes Formelement des Kontakthebels nach dem Übergleiten des
rampenartigen Ringsegmentes einrasten kann, wodurch der Kontakthebel
in dieser Winkelposition fixiert ist.
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In
dieser Ausgestaltung vergrößert sich somit bei
Relativverdrehung des Kontakthebels zum Rastkonturring der Abstand
zwischen diesen beiden Bauteilen in der Drehbewegung, während
der die rampenartigen Ringsegmente an beiden Bauteilen aneinander
gleiten. Wenn beide rampenartigen Ringsegmente derart weit übereinander
hinweggeglitten sind, dass sie sich nicht mehr berühren,
gelangt ein positiv ausgestaltetes Formelement am Kontakthebel in
den als negatives ausgestaltetes Formelement am Rastkonturring vorgesehenen
Absatzbereich, wodurch sich aufgrund der ständig auf den
Rastkonturring in Richtung Kotakthebel wirkenden Federkraft der
Abstand zwischen Rastkonturring und Kontaktring wieder verringert.
Das heißt, dass im Gegensatz zu der Ausgestaltung, in der
sich ein massiver Absatz an das rampenartige Ringsegment anschließt,
in der Ausführungsform mit Absatz als negativem Formelement
die Andruckkraft des Rastkonturringes auf den Kontakthebel in der
eingerasteten Position bei geöffnetem Kontakthebel geringer
ist als die Kraft, die während des Aufeinanderabgleitens
der rampenartigen Ringsegmente zwischen Rastkonturring und Kontakthebel
wirkt.
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In
einer weiteren besonderen Ausführungsform ist vorgesehen,
dass sich an das erste, bereits erwähnte, rampenartige
Ringsegment ein zweites rampenartiges Ringsegment mit einem negativen Anstieg
anschließt, das heißt, dass die Steigung des zweiten
rampenartigen Ringsegments ein negatives Vorzeichen aufweist und
die Steigung des ersten rampenartigen Ringsegments ein positives
Vorzeichen aufweist und beide in einem Winkel aneinander grenzen.
Damit bilden die beiden rampenartigen Ringsegmente einen oberen
Totpunkt aus, der sich an der Kante zwischen den beiden rampenartigen Ringsegmenten
befindet. Im Kontakthebel befinden sich komplementär ausgestaltete
negative Formelemente in Form der beiden rampenartigen Ringsegmente.
Durch die Ausgestaltung des Rastkonturringes und des Kontakthebels
mit den beiden rampenartigen Ringsegmenten wird erreicht, dass bei
einer Drehbewegung des Kontakthebels relativ zum Rastkonturring
bis in eine Position, in der sich der Anlagepunkt des Kontakthebels
am oberen Totpunkt des Rastkonturringes befindet und demzufolge
der Rastkonturring insgesamt den größtmöglichen
Abstand zum Kontakthebel aufweist, in dem die Federkraft am größten
ist, bei einer weiteren Verdrehung des Kontakthebels relativ zum
Rastkonturring aufgrund der auf den Rastkonturring wirkenden Federkraft
die Drehbewegung des Kontakthebels relativ zum Rastkonturring unabhängig
von der kontaktabhebenden Kraft erfolgt, da die jetzt aufeinander
abgleitenden Rampen der rampenartigen Ringsegmente ein Drehmoment
auf den Kontakthebel in Richtung der Kontaktöffnungsbewegung
bewirken. Damit wird ermöglicht, dass zum Beispiel nach
Abhebung des Kontakthebels vom Gegen-Kontakt und Drehung des Kontakthebels über
den oberen Totpunkt hinaus durch die Federkraft realisiert wird,
dass der Kontakthebel einen weiteren Drehweg zurücklegt.
Insbesondere zur Vermeidung von Kontaktabbrand aufgrund von Lichtbogenbildung
ist diese Ausgestaltung zweckmäßig.
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In
einer alternativen Ausführungsform kann vorgesehen sein,
dass sich an das rampenartige Ringsegment in Drehrichtung des Kontakthebels
bei Kontaktöffnung ein zweites rampenartiges Ringsegment
mit einem ebenfalls positiven Anstieg, aber einem geringeren Anstiegswert
anschließt. Das heißt, dass sich anstelle des
oben beschriebenen Absatzes zur Kontakthebelfixierung an dieser
Stelle eine weitere ringsegmentförmige Schräge
befinden kann. In dieser konstruktiven Ausgestaltung ergibt sich
somit bei beginnender Drehbewegung des Kontakthebels zunächst
eine schnelle Vergrößerung des Gesamt-Abstandes
zwischen dem Rastkonturring und dem Kontakthebel und demzufolge
aufgrund des großen Anstiegs des ersten rampenartigen Ringsegments
eine relativ hohe Rückstellkraft auf den Kontakthebel.
Nach dem vollständigen Herübergleiten des ersten
rampenartigen Ringsegments über die komplementäre
Ausgestaltung am Kontakthebel kommt diese in Kontakt mit dem zweiten
rampenartigen Ringsegment, welches eine geringere Steigung als das
erste aufweist. Bedingt durch die geringere Steigung wirkt in dieser
Winkelposition des Kontakthebels auf diesen nur ein verringertes
Rückstellmoment. Die genaue Dimensionierung der Rückstellmomente
beim jeweiligen Eingriff des ersten oder des zweiten rampenartigen
Ringsegmentes lässt sich über den Steigungswinkel
der Ringsegmente sowie über die Federrate der verwendeten
Feder vornehmen.
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In
einer vorteilhaften Ausgestaltung kann des Weiteren vorgesehen sein,
dass die Kontakthebelbewegungseinrichtung ein Blockierelement umfasst,
an dem der Kontakthebel nach Drehbewegung zur Öffnung der
Kontakte anschlägt. Dieses Blockierelement ist vorteilhafterweise
außerhalb des Rastkonturringes beziehungsweise der Schaltwelle
im Gehäuse des Schalters angeordnet. Mittels dieses Blockierelementes
wird bewirkt, dass der Kontakthebel nach Öffnungsbewegung
in einer bestimmten Winkelposition festgehalten wird, wobei die
Schaltwelle mit den Rastkonturringen durch das Schaltschloss ebenfalls
in die Winkelposition des Kontakthebels gedreht werden kann, so
dass Elemente der Rasteinrichtung wieder in den Kontakthebel ein greifen
können und somit die Einsatzbereitschaft des Kontakthebels
beziehungsweise der Kontakthebelbewegungseinrichtung wieder hergestellt
ist.
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Die
Schaltwelle kann als Duroplastformteil ausgeführt sein,
wobei in diesem Fall die Lagerschale und/oder das Koppelglied zumindest
teilweise einteilig mit der Schaltwelle ausgebildet sein kann. Die Schaltwelle
kann alternativ auch eine Stahlwelle sein, die eine isolierende
Trennung zum Kontakthebel aufweist. Die Schaltwelle kann allerdings
auch ein Duroplast-Extrusionsprofil sein und die Lagerschale, das
Koppelglied und der Rastkonturring können als Duroplastformteile
oder Sinterteile ausgeführt sein. Der Kontakthebel kann
als Warmpressteil ausgeführt sein.
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In
einer anderen konstruktiven Ausführungsform der Kontakthebelbewegungseinrichtung
kann diese ebenfalls eine zur Schließung der Schaltkontakte
auf den Kontakthebel wirkende momentübertragende Schaltwelle
umfassen, wobei aber die Drehachse des sich drehbewegenden Kontakthebels
parallel und ein Abstand zur Drehachse der Schaltwelle aufweisend
angeordnet ist. Das heißt, dass die Drehachse des Kontakthebels
und die Schaltwelle räumlich voneinander getrennt sind.
Die Kraftbeziehungsweise Momentenübertragung von der Schaltwelle
auf den Kontakthebel kann dabei über Zahnräder
oder -segmente, eine Lasche, Koppel oder ein ähnliches Getriebe
erfolgen. Diese Ausführungsform hat den Vorteil der Herstellung
mit herkömmlichen Bauteilen und der leichteren Wartung.
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Es
wird des Weiteren ein elektrischer Schalter mit einem Gehäuse
und einer im Gehäuse gelagerten Kontakthebelbewegungseinrichtung
mit den genannten Merkmalen zur Verfügung gestellt.
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Dieser
Schalter hat den Vorteil, dass er variabel für ein- oder
mehrpolige Schalter aus den gleichen Einzelteilen aufbaubar ist.
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Vorteilhafterweise
weist der elektrische Schalter einen Verklinkungsmechanismus auf,
der die Schaltwelle in Drehrichtung des die Kontakte öffnenden
Kontakthebels bei oder nach Ausrastung der Rasteinrichtung aus dem
Kontakthebel dreht. Mittels dieses Verklinkungsmechanismus ist es
daher möglich, die Schaltwelle, wie oben in Bezug auf das
extern angeordnete Blockierelement zur Drehbewegungsblockade beschrieben,
dem sich öffnenden Kontakthebel hinterherzudrehen, so dass
eine Einrastung der Rasteinrichtung im Kontakthebel erneut vorgenommen
werden kann und somit die Betriebsbereitschaft des Schalters zum
Schließen des Schaltkontaktes wiederhergestellt ist.
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Vorteilhafterweise
ist dabei der Schalter derart eingerichtet, dass er im Zustand der
geschlossenen Schaltkontakte die Schaltwelle und damit den Rastkonturring
in einer Winkelposition fixiert, in der die Anfangsbereiche der
rampenartigen Ringsegmente einen Abstand zueinander aufweisen, so
dass die auf den Rastkonturring wirkende Federkraft ein Moment auf
den Kontakthebel in Richtung der Schließung der Kontakte
bewirkt. Das heißt, dass bei geschlossenen Schaltkontakten
die jeweiligen Totpunkte der rampenartigen Ringsegmente im Rastkonturring
und im Kontakthebel nicht aneinander anliegen, sondern zumindest
etwas relativ zueinander verdreht sind. Damit wird erreicht, dass
aufgrund der wirkenden Federkraft und der aneinander anliegenden Schrägen
der rampenartigen Ringsegmente ein Drehmoment auf den Kontakthebel
in Richtung der Schließung der Schaltkontakte erzeugt wird.
Somit wird eine ständige Anlage des am Kontakthebel angebrachten
Kontaktelements am Gegen-Kontaktelement des Schalters gewährleistet.
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Des
Weiteren wird ein Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen
Kontakthebelbewegungseinrichtung zur Verfügung gestellt,
welches die folgenden Schritte umfasst:
Aufstecken eines Kontakthebels
auf eine Schaltwelle und Fixierung des Kontakthebels an einer bestimmten
Position, wobei der Kontakthebel auf der Schaltwelle drehbeweglich
und in Längsrichtung der Schaltwelle fixiert ist,
Aufstecken
einer Rasteinrichtung auf die Schaltwelle, so dass die Rasteinrichtung
im Kontakthebel an diesem anliegend einrastet,
Aufstecken einer
Druckfeder auf die Schaltwelle, so dass sie an der Rasteinrichtung
anliegt,
Aufstecken eines Anschlagelementes und Fixierung des
Anschlagelementes an einer Position auf der Welle, in der das Anschlagelement
an der Druckfeder anliegt.
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Die
genannten Schritte müssen dabei nicht in der genannten
Reihenfolge erfolgen. Durch die Anordnung der einzelnen Bauteile
auf der Schaltwelle ist eine einfache Montage gewährleistet.
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Des
Weiteren wird ein Verfahren zur Herstellung des elektrischen Schalters
zur Verfügung gestellt, bei dem eine nach dem Verfahren
zur Herstellung der Kontakthebelbewegungseinrichtung hergestellte
Kontakthebelbewegungseinrichtung in mindestens ein Gehäuseteil
des elektrischen Schalters eingesetzt wird. Es ist ersichtlich,
dass sich durch die Vormontage der kompletten Kontakthebelbewegungseinrichtung
auf der Schaltwelle die Endmontage der Kontakthebelbewegungseinrichtung
beziehungsweise ihrer einzelnen Elemente im Schalter erleichtert,
wodurch Fertigungszeiten und -kosten eingespart werden können.
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Die
Erfindung wird nachfolgend anhand der beiliegenden Zeichnungen beschrieben
Es zeigen dabei
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1 eine
komplette erfindungsgemäße Kontakthebelbewegungseinrichtung,
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2 einen
Rastkonturring,
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3 eine
Teilansicht eines Kontakthebels mit geschnittener Schaltwelle,
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4 eine
schematische Darstellung einer Kontakthebelbewegungseinrichtung
in Kontaktschließungsposition,
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5 eine
schematische Darstellung einer Kontakthebelbewegungseinrichtung
in Kontaktöffnungsposition,
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6 einen
Kontakthebel und Rastkonturringe mit jeweils zwei rampenartigen
Ringsegmenten,
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7 einen
Kontakthebel in Seitenansicht und Ansicht von vorn in Kontaktschließungsposition,
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8 eine
Kontakthebelbewegungseinrichtung in Vorder- und Seitenansicht in
Kontaktöffnungsposition,
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9 einen
Kontakthebel und ein Blockierelement in Vorder- und Seitenansicht
in Kontaktöffnungsposition, und
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10 einen
Kontakthebel und Rastkonturringe mit jeweils einem rampenartigen
Ringsegment.
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In 1 ist
die Ausführungsform der Kontakthebelbewegungseinrichtung
dargestellt, in der die Drehachse des Kontakthebels 12 ebenfalls
die Drehachse der Schaltwelle 22 ist. In 1 befinden sich
auf einer Schaltwelle 20 mehrere Kontakthebel 10.
Diese Kontakthebel 10 können einpolig ausgeführt
sein, das heißt, dass an jedem der Kontakthebel 10 nur
ein Hebelarm mit jeweils einem Kontaktelement 11 angeordnet ist.
Es kann allerdings auch vorgesehen sein, dass – wie an
einem der Kontakthebel 10 gestrichelt dargestellt – ein
Kontakthebel 10 zwei Hebelarme aufweist, so dass am Kontakthebel 10 zwei
Kontaktelemente 11 angebracht sind. In der dargestellten
Ausführungsform ist die Schaltwelle 20 von zwei
Lagerschalen 40 aufgenommen, die ein Teil der Schaltwellenlagerung
ausbilden. Die Lagerschalen 40 werden in Gehäuselagerstellen
aufgenommen. An den Lagerschalen 40 stützen sich
Spiraldruckfedern 60 ab, die an ihren gegenüberliegenden Enden
an jeweils einem Rastkonturring 30 anliegen. Ein solcher
Rastkonturring 30 liegt wiederum am Kontakthebel 10 an.
Am Kontakthebel 10 liegt in der dargestellten Ausführungsform
an jeder seiner zwei Stirnflächen ein Rastkonturring 30 an.
Des Weiteren sind auf der Schaltwelle 20 zwei Koppelglieder 50 angeordnet,
die zur Einleitung des Schaltmomentes in die Schaltwelle 20 dienen.
An einem jeden der Koppelglieder 50 liegt ebenfalls eine
Spiraldruckfeder 60 an, die gegen einen Rastkonturring 30 drückt.
Die dargestellten Rastkonturringe 30 weisen ein erstes rampenartiges
Ringsegment 31 und ein zweites rampenartiges Ringsegment 32 auf.
Es ist ersichtlich, dass die erfindungsgemäße
Kontakthebelbewegungseinrichtung eine in sich geschlossene Baueinheit
bildet, die in der dargestellten Form montierbar und transportierbar
ist.
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Die
Schaltwelle 20 ist profiliert ausgeführt, so dass
die ebenfalls innenprofiliert ausgeführten Rastkonturringe 30 längs
auf der Schaltwelle verschieblich sind. Der Kontakthebel 10 ist
hinsichtlich seiner Position in Längserstreckungsrichtung
der Schaltwelle 20 auf dieser fest angeordnet, aber in
dieser Position um die Längsachse der Schaltwelle 20 herum verdrehbar.
Die Koppelglieder 50 sind mit der Schaltwelle 20 fest
verbunden. Die Lagerschalen 40 sind an der Schaltwelle 20 hinsichtlich
ihrer Position in Längserstreckungsrichtung der Schaltwelle 20 fest angeordnet.
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Bei
einer Drehbewegung eines Kontakthebels 10 verdreht dieser
sich relativ zu den auf der Schaltwelle 20 drehfixierten Rastkonturringen 30, wodurch
das Abgleiten der rampenartigen Ringsegmente 31, 32 am
Kontakthebel 10 und am Rastkonturring 30 den Abstand
zwischen Rastkonturringen 30 und Kontakthebel 10 vergrößert,
wodurch die Feder 60 zusammengedrückt wird und
sich dadurch die auf den Rastkonturring 30 wirkende Federkraft
erhöht. Dadurch wird erreicht, dass in Abhängigkeit
der Anordnung der rampenartigen Ringsegmente 31 und 32 nach
Drehung des Kontakthebels 10 aufgrund von kontaktabhebenden
Kräften entweder der Kontakthebel 10 aufgrund
der Federkraft wieder in die Kontaktschließungsposition
zurückgedreht wird oder nach Erreichung einer bestimmten
Winkelposition unabhängig von der kontaktabhebenden Kraft
weiter von dem Gegenkontakt entfernt wird. Bei Auftreten der impulsartigen
Kontaktabhebekraft muss demzufolge nur der Kontakthebel 10 zur
Kontaktöffnung einen größeren Weg zurücklegen.
Das bedeutet, dass im Wesentlichen nur das Massenträgheitsmoment
des Kontakthebels 10 und die Reibung der kontaktabhebenden
Kraft entgegenwirkt. Das heißt, dass im Wesentlichen nur
der Kontakthebel 10 bei Auftreten zum Beispiel eines Kurzschlusses
zur Kontaktöffnung beschleunigt werden muss. Damit ist
die erfindungsgemäße Kontakthebelbewegungseinrichtung
in der Lage, sehr kurze Reaktionszeiten im Falle eines Kurzschlusses
zu realisieren.
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In 2 ist
ein Rastkonturring 30 gezeigt, in dem Profilelemente zum
Eingreifen in Profilelemente der Schaltwelle 20 angeordnet
sind. Damit wird die Verschieblichkeit des Rastkonturringes 30 und
seine Drehpositionsfixierung auf der Schaltwelle 20 realisiert.
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3 zeigt
den zentralen Abschnitt des Kontakthebels 10, der auf einer
im Schnitt dargestellten Schaltwelle 20 angeordnet ist.
Es ist ersichtlich, dass sich der Kontakthebel 10 auf der
Schaltwelle 20 drehen kann.
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In
den 4 bis 10 ist ein Kontakthebel 10 dargestellt,
an dem beidseitig Rastkonturringe 30, die jeweils mit der
Kraft einer Feder 60 beaufschlagt sind, anliegen.
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In 4 und 5 weist
der Kontakthebel 10 ein erstes rampenartiges Ringsegment 31 und
ein zweites rampenartiges Ringsegment 32 auf. 4 zeigt
dabei den Kontakthebel 10 in Kontaktschließungsposition.
Es st ersichtlich, dass die Formelemente, die die rampenartigen
Ringsegmente 31 ausbilden, nicht vollständig ineinander
eingreifen. Damit wird gewährleistet, dass, wie in 4 dargestellt,
die auf die Rastkonturringe 30 wirkenden Kräfte
der Federn 60 über die schrägen Rampen
der rampenartigen Ringsegmente 31 ein Drehmoment auf den
Kontakthebel 10 in Richtung der Kontaktschließung
erzeugen. Dadurch wird gewährleistet, dass der Kontakthebel 10 mit
seinem Kontaktelement 11 ständig am Gegenkontakt
des Schalters anliegt. Die Kontakthebelbewegungseinrichtung ist
in dieser in 4 dargestellten Situation somit
vorgespannt.
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In 5 ist
dieselbe Kontakthebelbewegungseinrichtung in einer Position dargestellt,
in der sich der Kontakthebel 10 derart weit relativ zu
den Rastkonturringen 30 verdreht hat, dass sich die oberen
Totpunkte zwischen dem ersten rampenartigen Ringsegment 31 und
dem zweiten rampenartigen Ringsegment 32 vom Kontakthebel 10 und
von den Rastkonturringen 30 berühren. Bei weiterer
Drehung des Kontakthebels 10 über den oberen Totpunkt
hinaus würden sich andere rampenartige Kreissegmente 31 und 32 berühren
als die, die sich bei Beginn der Kontaktöffnungsbewegung
des Kontakthebels 10 berührt hatten. Durch den
entgegengesetzten Anstieg dieser anderen rampenartigen Kreissegmente
würde sich der Kontakthebel 10 federkraftbedingt
noch weiter von dem Gegenkontakt wegdrehen.
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In 6 sind
ein Kontakthebel 10 und zwei Rastkonturringe 30 mit
jeweils zwei rampenartigen Ringsegmenten 31 und 32 dargestellt,
bei denen diese rampenartigen Ringsegmente 31 und 32 unterschiedliche
Neigungswinkel aufweisen. Der Anstieg des ersten rampenartigen Ringsegments 31 ist
positiv definiert und der Anstieg des zweiten rampenartigen Ringsegments 32 ist
negativ definiert. In 6 ist die Winkelposition des
Kontakthebels 10 dargestellt, die einer weiteren Öffnungs-Drehung
des Kontakthebels 10 aus der Position wie in 5 dargestellt
entspricht. Durch die Kräfte der Federn 60, die auf
die Rastkonturringe 30 wirken, wird somit bei Anlage der
zweiten rampenartigen Ringsegmente 32 aneinander ein Drehmoment
auf den Kontakthebel 10 in Richtung Kontaktöffnung
bewirkt.
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In 7 ist
in der Ansicht von vorn mit dem Pfeil die Drehrichtung des Kontakthebels 10 bei
Kontaktöffnung angedeutet. In der in 7 dargestellten Ansicht
von der Seite befindet sich der Kontakthebel 10 in geschlossener
Schaltposition und strichpunktiert dargestellt in geöffneter
Schaltposition, wobei der Schalthebel 10 in dieser geöffneten
Schaltposition an einem Blockierelement 70 anliegt. Der
Kontakthebel 10 sowie die Rastkonturringe 30 weisen
in dieser Ausgestaltung nur ein erstes rampenartiges Kreisringsegment 31 auf
und daran anschließend einen Absatz 33. In der
Ansicht von vorn in 7 ist ebenfalls dargestellt,
dass die Rastkonturringe 30 an dem Kontakthebel 10 nur
im Bereich des ersten rampenartigen Ringsegmentes 31 zur
Anlage kommen, wodurch im geschlossenen Schaltungszustand eine Vorspannung
und demzufolge ein Drehmoment auf den Kontakthebel 10 in
Richtung Kontaktschließungsposition bewirkt wird.
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In 8 ist
in der Ansicht von vorn sowie in der Seitenansicht dargestellt,
dass der Kontakthebel 10 bereits einen gewissen Öffnungsweg
zurückgelegt hat, wobei sich in dieser in 8 dargestellten Position
nur noch die oberen Totpunkte zwischen dem ersten rampenartigen
Ringsegment 31 und dem Absatz 33 berühren.
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Bei
weiterer Öffnung des Kontakthebels 10, wie in 9 dargestellt,
hat sich der Kontakthebel 10 derart weit relativ zu den
Rastkonturringen 30 verdreht, dass jeweils die Absätze 33 am
Kontakthebel 10 und an den Rastkonturringen 33 aneinander
anliegen. In dieser Winkelposition des Kontakthebels 10 wirkt
somit kein von den Federn 60 aufgebrachtes Drehmoment mehr
auf den Kontakthebel 10, wodurch dieser in der Öffnungs-Position
fixiert wird. Zusätzlich ist, wie in 9 dargestellt,
ein Blockierelement 70 vorgesehen, an dem der Kontakthebel 10 in maximaler Öffnungsposition
zur Anlage kommt, um eine Drehbewegung des Kontakthebels 10 auf
einen definierten Winkelbetrag zu begrenzen.
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Dieses
Blockierelement 70 kann in jeder der Ausführungsvarianten
der Rastkonturringe am Schalter angeordnet sein. Das heißt,
unabhängig von der Anzahl, vom Steigungswert oder Vorzeichen
der Steigung der rampenartigen Ringsegmente kann immer ein Blockierelement 70 im
Schalter vorgesehen sein, welches den Drehweg des Kontakthebels
auf einen bestimmten Drehwinkel begrenzt. Damit wird unabhängig
von der Ausgestaltung der Rasteinrichtung gewährleistet,
dass der Drehwinkel des Kontakthebels 10 auf einen bestimmten
Maximalwert begrenzt ist.
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In
vorteilhafter Weise ist dabei die Position des Blockierelementes 70 einstellbar.
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In 10 ist
ein Kontakthebel 10 mit zwei an ihm anliegenden Rastkonturringen 30 dargestellt, wobei
die Rastkonturringe 30 und der Kontakthebel 10 jeweils
zwei rampenartige Ringsegmente 31 und 32a aufweisen,
wobei der Anstieg des ersten rampenartigen Ringsegments 31 als
positiv definiert ist und größer ist als der Anstieg
des zweiten rampenartigen Ringsegments 32, dessen Anstieg
ebenfalls als positiv definiert ist. Bei der in 10 dargestellten Ausführungsform
bewirken die schrägen Rampen am Kontakthebel 10 und
an den Rastkonturringen 30 bei Verdrehung des Kontakthebels 10 relativ
zu den Rastkonturringen 30 bei Eingriff des ersten rampenartigen
Ringsegments 31 ein starkes Rückstellmoment in Richtung
Kontaktschließungsposition und bei Eingriff des zweiten
rampenartigen Ringsegments 32a aufgrund dessen geringerer
Steigung ein abgeschwächtes Rückstellmoment. Allerdings
wirkt aufgrund des relativ hohen Gesamt-Abstandes des Rastkonturringes 30 und
der damit verbundenen Federverformung eine umso größere
Federkraft auf den Rastkonturring 30, wodurch sich das
Rückstellmoment wieder erhöht.
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Die
Dimensionierung des Rückstellmomentes lässt sich
somit über die Wahl der Steigungen an den rampenartigen
Ringsegmenten 31, 32 und der Federrate gestalten.
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Die
Erfindung ist nicht auf die in den Darstellungen gezeigten Anordnungen
der rampenartigen Ringsegmente 31, 32 am Kontakthebel 10 und
an den Rastkonturringen 30 beschränkt. Die Erfindung kann
ebenfalls derart ausgeführt sein, dass sich die negativ
ausgebildeten Rastelemente am Rastkonturring 30 befinden
und die positiv ausgebildeten Rastelemente am Kontakthebel 10.
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- 10
- Kontakthebel
- 11
- Kontaktelement
- 12
- Drehachse
des Kontakthebels
- 20
- Schaltwelle
- 21
- Profilelement
- 22
- Drehachse
der Schaltwelle
- 30
- Rastkonturring
- 31
- erstes
rampenartiges Ringsegment
- 32
- zweites
rampenartiges Ringsegment mit negativem Anstieg
- 32a
- zweites
rampenartiges Ringsegment mit positivem Anstieg
- 33
- Absatz
- 40
- Lagerschale
- 50
- Koppelglied
- 60
- Feder
- 70
- Blockierelement
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - WO 2005/031779
A1 [0004]
- - DE 10054383 A1 [0005]
- - EP 0398461 A2 [0006]