[go: up one dir, main page]

DE102007006596A1 - Abscheideverfahren für ein Dielektrikum auf Übergangsmetalloxidbasis - Google Patents

Abscheideverfahren für ein Dielektrikum auf Übergangsmetalloxidbasis Download PDF

Info

Publication number
DE102007006596A1
DE102007006596A1 DE102007006596A DE102007006596A DE102007006596A1 DE 102007006596 A1 DE102007006596 A1 DE 102007006596A1 DE 102007006596 A DE102007006596 A DE 102007006596A DE 102007006596 A DE102007006596 A DE 102007006596A DE 102007006596 A1 DE102007006596 A1 DE 102007006596A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
deposition method
precursor
dielectric layer
dielectric
applying
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE102007006596A
Other languages
English (en)
Inventor
Lars Oberbeck
Uwe Schröder
Johannes Heitmann
Stephan Kudelka
Tim Boescke
Jonas Sundqvist
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Qimonda AG
Original Assignee
Qimonda AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Qimonda AG filed Critical Qimonda AG
Publication of DE102007006596A1 publication Critical patent/DE102007006596A1/de
Ceased legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • H10P14/6529
    • HELECTRICITY
    • H10SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H10DINORGANIC ELECTRIC SEMICONDUCTOR DEVICES
    • H10D1/00Resistors, capacitors or inductors
    • H10D1/60Capacitors
    • H10D1/68Capacitors having no potential barriers
    • H10D64/01342
    • HELECTRICITY
    • H10SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H10DINORGANIC ELECTRIC SEMICONDUCTOR DEVICES
    • H10D64/00Electrodes of devices having potential barriers
    • H10D64/60Electrodes characterised by their materials
    • H10D64/66Electrodes having a conductor capacitively coupled to a semiconductor by an insulator, e.g. MIS electrodes
    • H10D64/68Electrodes having a conductor capacitively coupled to a semiconductor by an insulator, e.g. MIS electrodes characterised by the insulator, e.g. by the gate insulator
    • H10D64/691Electrodes having a conductor capacitively coupled to a semiconductor by an insulator, e.g. MIS electrodes characterised by the insulator, e.g. by the gate insulator comprising metallic compounds, e.g. metal oxides or metal silicates 
    • HELECTRICITY
    • H10SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H10BELECTRONIC MEMORY DEVICES
    • H10B12/00Dynamic random access memory [DRAM] devices
    • H10B12/01Manufacture or treatment
    • H10B12/02Manufacture or treatment for one transistor one-capacitor [1T-1C] memory cells
    • H10B12/03Making the capacitor or connections thereto
    • HELECTRICITY
    • H10SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H10BELECTRONIC MEMORY DEVICES
    • H10B12/00Dynamic random access memory [DRAM] devices
    • H10B12/30DRAM devices comprising one-transistor - one-capacitor [1T-1C] memory cells
    • HELECTRICITY
    • H10SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H10DINORGANIC ELECTRIC SEMICONDUCTOR DEVICES
    • H10D64/00Electrodes of devices having potential barriers
    • H10D64/60Electrodes characterised by their materials
    • H10D64/66Electrodes having a conductor capacitively coupled to a semiconductor by an insulator, e.g. MIS electrodes
    • H10D64/68Electrodes having a conductor capacitively coupled to a semiconductor by an insulator, e.g. MIS electrodes characterised by the insulator, e.g. by the gate insulator
    • H10D64/681Electrodes having a conductor capacitively coupled to a semiconductor by an insulator, e.g. MIS electrodes characterised by the insulator, e.g. by the gate insulator having a compositional variation, e.g. multilayered
    • H10D64/685Electrodes having a conductor capacitively coupled to a semiconductor by an insulator, e.g. MIS electrodes characterised by the insulator, e.g. by the gate insulator having a compositional variation, e.g. multilayered being perpendicular to the channel plane
    • H10P14/6339
    • H10P14/6939

Landscapes

  • Semiconductor Memories (AREA)
  • Formation Of Insulating Films (AREA)

Abstract

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Abscheiden eines dielektrischen Werkstoffs mit einem Übergangsmetalloxid. In einem anfänglichen Schritt wird ein Substrat bereitgestellt. In einem weiteren Schritt werden ein erster Präkursor mit einer übergangsmetallhaltigen Verbindung und ein zweiter Präkursor, der überwiegend wenigstens eines von Wasserdampf, Ozon, Sauerstoff und Sauerstoffplasma aufweist, sequentiell angewandt, um über dem Substrat eine Schicht eines übergangsmetallhaltigen Werkstoffs abzuscheiden. In einem weiteren Schritt werden ein dritter Präkursor mit einer dotierstoffhaltigen Verbindung und ein vierter Präkursor, der überwiegend wenigstens eines von Wasserdampf, Ozon, Sauerstoff und Sauerstoffplasma aufweist, sequentiell angewandt, um über dem Substrat eine Schicht eines dotierstoffhaltigen Wasserstoffs abzuscheiden. Das Übergangsmetall weist Zirkonium oder/und Hafnium auf. Der Dotierstoff weist wenigstens eines von Barium, Strontium, Calcium, Niob, Wismut, Magenesium und Cer auf.

Description

  • Hintergrund der Erfindung
  • Gebiet der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Abscheideverfahren für ein übergangsmetalloxidhaltiges Dielektrikum, ferner auf eine Kondensator- oder Transistorstruktur mit einem Dielektrikum auf Übergangsmetalloxidbasis sowie auf eine Speichervorrichtung mit einer derartigen Struktur.
  • Beschreibung des Standes der Technik
  • Obwohl die vorliegende Erfindung grundsätzlich auf beliebige integrierte Halbleiterstrukturen anwendbar ist, werden sie und die zugrundeliegenden Probleme mit Bezug auf integrierte DRAM-Speicherschaltkreise in Siliziumtechnologie erläutert.
  • Speicherzellen einer DRAM-Vorrichtung beinhalten jeweils einen Kondensator zum Speichern von Informationen, kodiert als im Kondensator gehaltene elektrische Ladung. Eine Mindestkapazität der Kondensatoren und eine hinreichend lange Haltezeit der Ladung in den Kondensatoren sind Voraussetzung für einen zuverlässigen Betrieb der Speicherzellen.
  • Es gibt einen erheblichen Bedarf, die seitlichen Abmessungen von Strukturen eines DRAM bis zu einer Mindeststrukturgröße von 40 nm und weniger zu reduzieren. Um die Kapazität der DRAM-Kondensatoren nicht zu verkleinern, ist es daher wünschenswert, schrumpfende seitliche Abmessungen der Kondensatoren dadurch zu kompensieren, dass man eine Dielektrikumsschicht mit einer hohen spezifischen Dielektrizitätskonstante, dem k-Wert, bereitstellt. Gleichzeitig muss darauf geachtet werden, Leckströme nicht zu erhöhen, die zu einer kurzen Haltezeit der DRAM Speicherzelle führen und beeinflusst werden durch die Bandlü cke des Dielektrikumswerkstoffs, und insbesondere durch die Anpassung zwischen der Bandstruktur des Dielektrikums und der Bandstruktur der Kondensatorelektroden.
  • Für DRAM-Kondensatoren einer Strukturgröße von unter 40 nm werden Zirkoniumoxid (ZrO2) und Hafniumoxid (HfO2) als wahrscheinliche Kandidaten dafür angesehen, einen Grundwerkstoff des Kondensatordielektikums bereitzustellen. In der kubischen oder tetragonalen Kristallisationsphase erreichen reines ZrO2 und HfO2 jeweils eine spezifische Dielektrizitätskonstante von k = 35 bis 40. Die Dielektrizitätskonstante wie auch die Leckstromdichte von ZrO2 und HfO2-Schichten können beeinflusst werden durch Beigeben eines oder mehrerer zusätzlicher Oxidwerkstoffe als Dotierstoffe in die Dielektrikumsschicht. Allerdings führt in vielen Fällen die Beigabe eines gegebenen Dotierstoffs, der die spezifische Dielektrizitätskonstante erhöht, auch zu einer Erhöhung von Leckströmen.
  • Es wäre daher vorteilhaft, wenn sich ein Abscheideverfahren für eine Dielektrikumsschicht auf Zirkonium- oder Hafniumoxidbasis angeben ließe, welches erreicht, die spezifische Dielektrizitätskonstante über diejenige von reinem ZrO2 bzw. HfO2 zu erhöhen und gleichzeitig die Leckstromdichte niedrig zu halten. Es wäre ferner vorteilhaft, wenn sich ein Abscheideverfahren angeben ließe, welches ermöglicht, die Schicht mit genau definierter Dicke, Zusammensetzung und Kristallisationsphase über einer Struktur mit hohem Aspektverhältnis abzuscheiden.
  • Kurze Zusammenfassung der Erfindung
  • Gemäß einem ersten Gesichtspunkt der Erfindung umfasst ein Abscheideverfahren für ein Dielektrikum mit einem Übergangsmetalloxid die Verfahrensschritte:
    • – Bereitstellen eines Substrats;
    • – Sequenzielles Anwenden eines ersten Präkursors, der eine übergangsmetallhaltige Verbindung aufweist, und eines zweiten Präkursors, der überwiegend wenigstens eines von Wasserdampf, Ozon, Sauerstoff und Sauerstoffplasma aufweist, zum Abscheiden einer Schicht eines übergangsmetallhaltigen Werkstoffs über dem Substrat; und
    • – Sequenzielles Anwenden eines dritten Präkursors, der eine dotierstoffhaltige Verbindung aufweist, und eines vierten Präkursors, der überwiegend wenigstens eines von Wasserdampf, Ozon, Sauerstoff und Sauerstoffplasma aufweist, zum Abscheiden einer Schicht eines dotierstoffhaltigen Werkstoffs über dem Substrat.
  • Das hierin verwendete Übergangsmetall weist Zirkonium und/oder Hafnium auf. Der hierin verwendete Dotierstoff weist mindestens eins von Barium, Strontium, Calcium, Niob, Wismut, Magnesium und Cer auf.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren verwendet zwei Gruppen von Präkursoren, um den Werkstoff auf Übergangsmetalloxidbasis auf dem Substrat abzuscheiden. Durch die erste Gruppe von Präkursoren wird eine Schicht von übergangsmetallhaltigen Werkstoff abgeschieden, während durch die zweite Gruppe von Präkursoren eine Schicht von dotierstoffhaltigen Werkstoff abgeschieden wird. Jede der Gruppen von Präkursoren enthält Wasserdampf, Ozon, Sauerstoff oder Sauerstoffplasma als einen der Präkursoren, der bezüglich des jeweils anderen Präkursors jedes Paares als oxidierender Reaktionspartner wirkt. Der Wasserdampf, das Ozon, der Sauerstoff bzw. das Sauerstoffplasma setzen das Übergangsmetall des ersten Präkursors bzw. den Dotierstoff des dritten Präkursors frei. Ein möglicher Vorteil von Ozon ist sein größerer Reinigungseffekt, d. h. weniger Rückstände der organischen Verbindungen des ersten bzw. dritten Präkursors verbleiben in der Dielektrikumsschicht, da Ozon fähig ist, organische Bestandteile des ersten bzw. dritten Präkursors in flüchtige Gase umzuwandeln. Wasserdampf andererseits ist potentiell vorteilhaft, wo gewünscht ist, die organischen Bestandteile der Präkursoren sauber abzutrennen, ohne die organischen Bestandteile selbst zu fragmentieren.
  • In dem das Abscheideverfahren auf diese Weise von der als Atomlagenabscheidung (ALD) Gebrauch macht, erreicht es eine gleichmäßige Verteilung sowohl des übergangsmetallhaltigen Werkstoffs und des dotierstoffhaltigen Werkstoffs entlang der Oberfläche des Substrats, selbst wenn das Substrat in Form einer Struktur mit hohem Aspektverhältnis ausgebildet ist, wie etwa eine Struktur mit tiefen Gräben zur Herstellung von Grabenkondensatoren oder mit zylinder- oder tassenartigen Formationen zur Herstellung von Stapelkondensatoren.
  • Im Ergebnis werden der übergangsmetallhaltige Werkstoff und der dotierstoffhaltige Werkstoff in definierten Mengen abgeschieden, die jeweils einer Monolage mit einer Dicke von einem Molekül oder weniger entsprechen, abhängig vom Grad der sterischen Behinderung unter den gewählten Präkursormolekülen, die die Bedeckung der Substratoberfläche durch gleichzeitig aufgebrachte Präkursormoleküle beschränkt. Da alle Atome des Übergangsmetalls auf hoch regulierte Weise in der unmittelbaren Umgebung eines Dotierstoffatoms platziert werden, kann eine Temperatur des Substrats, entweder während eines separaten Temperschrittes oder während des Abscheidevorgangs selbst, derart gewählt werden, dass sie benachbarte Atome des Übergangsmetalls und des Dotierstoffs gemeinsam mit dem in beiden Monolagen abgeschiedenen Sauerstoffatomen veranlasst, sich in eine gemeinsame Kristallisationsstruktur und insbesondere die Perowskitstruktur umzuordnen, was zur Bildung einer dünnen und genau verteilten Schicht mit hoher spezifischer Dielektrizitätskonstante und niedrigem Leckstrom führt.
  • Bevorzugte Ausführungsformen des erfinderischen Abscheideverfahrens sind in den abhängigen Ansprüchen 2 bis 17 angegeben.
  • Eine mit dem erfinderischen Verfahren hergestellte Kondensatorstruktur umfasst eine erste und eine zweite Elektrode aus einem leitenden Werkstoff, wobei die erfindungsgemäße Dielektrikumsschicht zwischen beiden Elektroden angeordnet ist. Die erste und zweite Elektrode bestehen vorzugsweise jeweils aus einem von Niobnitrid, Titannitrid, Titansiliziumnitrid, Tantalnitrid, Tantalsiliziumnitrid, Tantalcarbid, Kohlenstoff, Wolfram, Wolframsilizid, Ruthenium, Rutheniumoxid, Iridium und Iridiumoxid. Die Dielektrikumsschicht enthält Zirkonium- oder Hafniumoxid und wenigstens eins von Barium, Strontium, Calcium, Niob, Wismut, Magnesium und Cer. Vorzugsweise weist die Dielektrikumsschicht eine Perowskitstruktur auf, die es vorteilhaft ermöglicht, sowohl eine hohe Dielektrizitätskonstante und eine große Bandlücke bereitzustellen, z. B. von 30 bis 50 bzw. 6 eV im Falle von SrZrO3. Die gesamte Schicht oder nur ein Teil von ihr können diese Struktur aufweisen. Die Ausrichtung der Struktur kann innerhalb der Schicht unterschiedlich sein.
  • Gemäß einer Ausführungsform weist die Dielektrikumsschicht einen Dotierstoffgehalt von zwischen 5 und 70 Atomprozent des Dielektrikumschichtwerkstoffs ausschließlich von Sauerstoff auf. Um zu begünstigen, dass sich eine Perowskitkristallstruktur bildet, weist die Die lektrikumsschicht einen Dotierstoffgehalt von zwischen 50 und 70 Atomprozent des Dielektrikumschichtwerkstoffs ausschließlich von Sauerstoff auf.
  • Eine Halbleiterspeichervorrichtung kann eine Vielzahl von Speicherzellen umfassen, die jeweils den erfindungsgemäßen Kondensator beinhalten.
  • Beschreibung der Zeichnungen
  • Unter den Figuren zeigen:
  • 1A und 1B schematische Querschnitte eines Substrats, auf dem mittels eines Abscheideverfahrens gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung eine Dielektrikumsschicht abgeschieden wird;
  • 2A einen schematischen Querschnitt eines Substrats, das eine gemischte Dielektrikumsschicht trägt, die mittels eines Verfahrens gemäß einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung abgeschieden wurde;
  • 2B einen schematischen Querschnitt eines Substrats, das eine Nanolaminat-Dielektrikumsschicht trägt, die mittels eines Verfahrens gemäß einer dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung abgeschieden wurde; und
  • 3 einen schematischen Querschnitt eines Grabenkondensators, der durch Gebrauch einer Ausführungsform des erfinderischen Verfahrens gebildet wurde.
  • 4 zeigt einen schematischen Querschnitt eines Stapelkondensators, der durch eine andere Ausführungsform des erfinderischen Verfahrens gebildet wurde.
  • In den Figuren beziehen sich gleiche Zahlzeichen auf dieselbe oder eine ähnliche Funktionsweise überall in den einzelnen Ansichten.
  • AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
  • Ein Abscheideverfahren gemäß einer ersten Ausführungsform wird anhand von 1A und 1B veranschaulicht. Zunächst wird ein Substrat 100 bereitgestellt, das als die Grundlage dienen soll, auf der eine Dielektrikumsschicht abzuscheiden ist. Das Substrat 100 kann z. B. ein Siliziumwafer sein, oder ein Siliziumwafer, der mit einer metallischen Elektrodenschicht bedeckt ist, wie etwa einer Schicht aus Titannitrid oder Tantalnitridbasis, die ferner Silizium oder eines von Kohlenstoff, Niob, Wolfram, Ruthenium und Iridium enthalten kann. Das Sub strat 100 kann eine strukturierte leitfähige Schicht sein, wie sie etwa eine untere Elektrode eines Kondensators bildet.
  • Wie in 1A gezeigt, wird nach dem anfänglichen Bereitstellen eines Substrats 100 in einem ersten Schritt der vorliegenden Ausführungsform eine dünne Dielektrikumsschicht 102, die Zirkoniumoxid (ZrO2) enthält, durch ein Atomlagenabscheideverfahren (ALD-Verfahren) abgeschieden. Nach geeigneter Vorbereitung des Substrats wird in eine Reaktionskammer, in der das Substrat 100 angeordnet wird, ein erster Präkursor 110 eingebracht. Der erste Präkursor 110 ist eine Verbindung mit einem angekoppelten Zirkoniumatom. Wie allgemein von Techniken der Atomlagenabscheidung bekannt, bedeckt der erste Präkursor 110 die Oberfläche des Substrats 100 in Form eines Bruchteils einer einmolekühldicken Lage. Nach Entfernen überschüssiger Mengen des ersten Präkursors 110 mittels einer Vakuumpumpe oder durch Spülen mit einem Edelgas wird im Anschluss Wasser (H2O) als ein zweiter Präkursor 112 in die Reaktionskammer eingeleitet. Alternativ kann auch Ozon (O3) oder Sauerstoff oder Sauerstoffplasma als zweiter Präkursor 112 verwendet werden. Wasser, Ozon, Sauerstoff und Sauerstoffplasma wirken als Reaktionspartner, die den Anteil des ersten Präkursors 117 oxidieren, der an der Oberfläche des Substrats 100 haftet und daher durch die Evakuierung bzw. das Spülen vor dem Einleiten des zweiten Präkursors 112 nicht entfernt wurde. Aufgrund der Oxidation wird das Zirkonium von der Präkursorverbindung entkoppelt und durch den Wasserdampf, das Ozon, den Sauerstoff oder das Sauerstoffplasma 112 oxidiert. Auf diese Weise wird eine vollständige oder fraktionale Monolage von Zirkoniumoxid auf dem Substrat 100 gebildet, wobei der Bedeckungsgrad vom Betrag der sterischen Behinderung zwischen den Molekülen des ersten Präkursors abhängt. Die Dicke d der Monolage ist durch den Molekülradius von Zirkonium bestimmt und liegt im Bereich von ca. 0,4 nm. Nach dem Einleiten des ersten Präkursors 110 werden nun überschüssige Mengen des zweiten Präkursors 112 aus der Reaktionskammer entfernt. Alternativ können der erste und zweite Präkursor 110, 114 gleichzeitig in die Reaktionskammer eingeleitet werden, um in einem einzigen Schritt eine Schicht zu bilden, die Zirkoniummetall und Strontium enthält. Nach Evakuieren oder Spülen werden Wasserdampf, Ozon, Sauerstoff oder Sauerstoffplasma 112, 116 eingeleitet, um die zirkonium- und strontiumhaltige Schicht zu oxidieren.
  • Wie in 1B gezeigt, wird als nächstes ein dritter Präkursor 114 mit einer strontiumhaltigen Verbindung in die Reaktionskammer eingeleitet. Auf dieselbe Weise, auf die der erste Präkursor die Oberfläche des Substrats 100 in der Form einer vollständigen oder fraktionalen Monolage bedeckte, bedeckt nun der dritte Präkursor 114 die Oberfläche der zirkoniumhaltigen Monolage 102 und bildet dabei eine weitere vollständige oder fraktionale Monolage 104 aus strontiumhaltigen Werkstoff. Nachdem eine Überschussquantität des dritten Präkursors 114 aus der Reaktionskammer entfernt wurde, wird ein vierter Präkursor 116 als ein Reaktionspartner zum Oxidieren des dritten Präkursors 114 eingeleitet, wodurch sich eine Monolage 104 aus Strontiumoxid bildet, gestapelt auf die Monolage 102 aus Zirkoniumoxid. Wenn sowohl die Monolage 102 aus Zirkoniumoxid und die Monolage 104 aus Strontiumoxid fraktional sind – z. B. mit einer jeweils erreichten Deckung von 1/3 – wird im Wesentlichen eine gemischte Monolage (nicht gezeigt) ausgebildet, mit einer Bedeckung von ungefähr 2/3 für das gegebene Beispiel. Der als vierter Präkursor 116 eingebrachte Reaktionspartner kann wenigstens eines von Wasserdampf, Ozon, Sauerstoff und Sauerstoffplasma enthalten. Vorzugsweise wird der gleiche Reaktionspartner, der als zweiter Präkursor verwendet wurde, auch als vierter Präkursor 116 verwendet, wodurch das Abscheideverfahren durch Reduktion der Anzahl bereitzustellender unterschiedlicher Präkursoren vereinfacht wird.
  • Führt man das Abscheideverfahren wie beschrieben durch, wird im Ergebnis eine Dielektrikumsschicht 106 auf dem Substrat 100 abgeschieden, wobei die Dielektrikumsschicht 106 eine ungefähr gleiche Menge von Zirkoniumoxid und Strontiumoxid enthält. Da sowohl das Zirkoniumoxid als auch das Strontiumoxid in Form gestapelter Monolagen 102, 104 oder wie oben beschrieben in der Form mindestens einer gemischten Monolage abgeschieden wurden, kann die Dielektrikumsschicht 106 in einer gegebenen gewünschten Kristallisationsstruktur gebildet werden, welche sowohl Zirkonium als auch Strontium in Verbindung mit Sauerstoff umfasst, und zwar durch Wählen der Temperatur des Substrats 100 während des Abscheidens aus einem Temperaturbereich, der bekanntermaßen die Bildung der gewünschten Kristallisationsstruktur induziert. Insbesondere kann die gemischte, Zirkonium, Strontium und Sauerstoff enthaltende Dielektrikumsschicht 106 in einer Kristallisationsstruktur wie der Perowskitstruktur bereitgestellt werden, von der bekannt ist, dass sie mit einem gewünschten Satz von Eigenschaften einhergeht, einschließlich einer hohen spezifischen Dielektrizitätskonstante und einer großen Bandlücke.
  • Optional wird nach dem Abscheiden der Dielektrikumsschicht ein separater Temperschritt durchgeführt, während dessen das Substrat mit der abgeschiedenen Dielektrikumsschicht auf eine vorbestimmte Temperatur erhitzt wird, um ein Kristallisieren in einer gewünschten Kristallisationsstruktur zu induzieren. Auf diese Weise können zusätzlich zur Temper-Temperatur die Dauer des Temperschritts und die Wahl der Atmosphäre, in der der Temperschritt durchgeführt werden soll, gesteuert werden. Vorzugsweise liegt die Tempertemperatur zwischen 200°C und 1200°C, weiterhin bevorzugt zwischen 200°C und 600°C. Geeignete Atmosphärengase umfassen N2, O2, Ar, NH3 und N2O, wobei der Temperschritt mehrere Sekunden dauert.
  • 2A zeigt einen schematischen Querschnitt einer Dielektrikumsschicht 106, die durch ein Abscheideverfahren gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung abgeschieden wurde, in dem die Schritte von 1A und 1B zur Abscheidung von Monolagen abwechselnd in Folge ausgeführt werden. Der einfachen Darstellung halber wurde angenommen, dass jeder Abscheideschritt in einer vollständigen Monolage resultiert, sodass sich ein Abscheiden einer gemischten Dielektrikumsschicht 106 ergibt, in der Monolagen 102 von Zirkoniumoxid und Monolagen 104 von Strontiumoxid einander abwechseln. Wenn abhängig von der Wahl des Präkursors jeder Abscheideschritt in einer Monolage fraktionaler Bedeckung resultiert, wird eine gemischte Dielektrikumsschicht 106 abgeschieden, in der jede Monolage selbst sowohl Zirkonium- als auch Strontiumatome in hoch gleichförmiger Verteilung enthält.
  • Durch Auswählen einer geeigneten Anzahl von Wiederholungen, in denen die Abscheideschritte aus 1A und 1B angewandt werden, wird ermöglicht, eine gemischte Dielektrikumsschicht 106 in einer gewünschten Dicke d abzuscheiden. Beispielsweise kann bei Annahme einer Dicke jeder Monolage 102, 104 von 0,4 nm die gemischte Dielektrikumsschicht 106 bis zu einer Gesamtdicke d von 8 nm abgeschieden werden, indem die Abscheideschritte aus 1A und 1B abwechselnd zehnfach wiederholt werden, wodurch sich ein Stapel von zehn alternierenden Monolagen 102, 104 ergibt, wie in 2A gezeigt. Wenn in jedem Abscheideschritt nur fraktionale Monolagen abgeschieden werden, muss die Anzahl auszuführender Abscheideschritte entsprechend erhöht werden, um zu einer Dielektrikumsschicht der gleichen Dicke zu gelangen.
  • Da in Folge der abwechselnden Abscheidung vollständiger oder fraktionaler Monolagen 102, 104 Zirkoniumatome und Strontiumatome in der ganzen Dielektrikumsschicht 106 in geringem Abstand zueinander verteilt sind, ermöglicht die vorliegende Ausführungsform durch Auswählen der Temperatur des Substrats 100 während eines nachfolgenden Temperschritts oder während des Abscheidevorgangs selbst aus einem Bereich, der zu einer gewünschten gemeinsamen Kristallisationsstruktur von Zirkonium, Strontium und Sauerstoff wie etwa der Perowskitstruktur führt, eine Dielektrikumsschicht 106 gewünschter Dicke d abzuscheiden, innerhalb derer Zirkonium, Strontium und Sauerstoff in der gewünschten gemeinsamen Struktur kristallisiert sind. Zum Beispiel wird in der beschriebenen Weise ermöglicht, eine gemischte Dielektrikumsschicht 106 aus Zirkonium-Strontium-Oxid in einer gewünschten Dicke d in der Perowskit-Kristallisationsstruktur abzuscheiden und damit eine Dielektrikumsschicht 106 bereitzustellen, die eine hohe Dielektrizitätskonstante bei hohem Widerstand gegen Leckströme durch die Dielektrikumsschicht 106 aufweist.
  • 2B zeigt in schematischer Querschnittsansicht eine Dielektrikumsschicht 106, die durch ein Abscheideverfahren gemäß einer dritten Ausführungsform der Erfindung abgeschieden wurde. Wie bei der Ausführungsform von 2A wurden die Abscheideschritte von 1A und 1B aufeinanderfolgend wiederholt, um die Dielektrikumsschicht 106 als Folge von zehn separat abgeschiedenen Monolagen 102, 104 abzuscheiden. Der einfachen Darstellung halber wurde wiederum angenommen, dass jeder Abscheideschritt in einer vollständigen Monolage resultiert.
  • In dieser Ausführungsform werden die Abscheideschritte aus 1A und 1B jedoch nicht abwechselnd nacheinander angewandt. Stattdessen wurde der Abscheideschritt aus 1B dreimal nacheinander angewandt, gefolgt von einer zweimalig aufeinanderfolgenden Anwendung des Abscheideschrittes aus 1A. Anschließend wurde der Abscheideschritt aus 1B wieder dreimal nacheinander angewandt, gefolgt von der zweimalig aufeinanderfolgenden Anwendung des Abscheideschritts aus 1A. Wie in 2B gezeigt stellt die resultierende Dielektrikumsschicht 106 ein Nanolaminat laminierter Einzelschichten da, von denen jede mehrere Monolagen von Zirkoniumoxid bzw. Strontiumoxid umfasst. Wenn in jedem Abscheideschritt nur fraktionale Monolagen abgeschieden werden, ermöglicht es eine entsprechende Erhöhung der Anzahl von Abscheideschritten, die zur Bildung der jeweiligen Einzelschichten zu wiederholen sind, zu einem Nanolaminat der gezeigten Struktur zu gelangen.
  • Durch Auswählen der Temperatur des Substrats 100, entweder während des Abscheidevorgangs oder vorzugsweise während eines separaten Temperschritts, aus einem Temperaturbereich, der jeweils die Bildung gewünschter Kristallisationsstrukturen innerhalb der jeweiligen Einzelschichten von Zirkoniumoxid bzw. Strontiumoxid sowie die Bildung gewünschter gemischter Kristallisationsstrukturen in der Nähe der Granzflächen zwischen den Einzelschich ten ermöglicht, eine Dielektrikumsschicht 106 mit einer gewünschten Dicke d abgeschieden werden, die eine hohe insgesamte Dielektrizitätskostante mit einem hohen spezifischen Widerstand gegen Leckströme verbindet, z. B. durch Bereitstellen der Einzelschichten eines der Oxidwerkstoffe in einer Kristallisationsstruktur mit einer bekannten hohen Dielektrizitätskonstante mit eingeschobenen Einzelschichten des jeweils anderen Oxidwerkstoffs in einer Kristallisationsstruktur, die bekanntermaßen eine besonders große Bandlücke bereitstellt und damit eine wirksame Barriere gegen Leckströme bildet.
  • Weiterhin kann durch Auswählen einer bestimmten Abfolge von Monolagen, die entweder Zirkonium oder Dotierstoff enthalten, eine gemischte Schicht mit einem gewünschten Konzentrationsverhältnis wie etwa 1:2, 2:3, 3:4 usw. abgeschieden werden. Beispielsweise kann durch Wiederholen der Abfolge Sr-Zr-Sr-Sr-Zr, wobei Sr für einen Abscheideschritt für eine strontiumhaltige Monolage und Zr für einen Abscheideschritt für eine zirkoniumhaltige Monolage steht, eine gemischte Dielektrikumsschicht mit einem Konzentrationsverhältnis von 3:2 zwischen Strontium und Zirkonium abgeschieden werden, was einen Dotierstoffgehalt von ca. 60% der Atome des Dielektrikumsschichtwerkstoffs ohne Berücksichtigung von Sauerstoff entspricht. Vorzugsweise wird das Verhältnis derart gewählt, dass der Dotierstoffgehalt zwischen 5 und 70 Atomprozent des Dielektrikumsschichtwerkstoffs ausschließlich von Sauerstoff besteht, am meisten bevorzugt zwischen 50 und 70 Atomprozent. Der am meisten bevorzugte Bereich ermöglicht es, eine vorteilhafte Perowskitstruktur zu bilden, in der freie Zirkoniumatomstellen es den Zirkoniumatomen ermöglichen, sich in einer starren Struktur von Dotierstoffatomen – z. B. Strontiumatomen – und Sauerstoffatomen zu bewegen. Diese Struktur ist hochgradig polarisierbar und führt daher zu einer besonders hohen spezifischen Dielektrizitätskonstante.
  • Der Bezug auf Zirkonium in den oben beschriebenen Ausführungsformen ist rein beispielhaft. In alternativen Ausführungsformen kann Hafnium anstelle von Zirkonium oder in Verbindung mit Zirkonium als Übergangsmetall verwendet werden, wobei das Abscheideverfahren im Wesentlichen wie beschrieben ausgeführt wird. Ebenso ist die Verwendung von Strontium als Dotierstoff in den obigen Ausführungsbeispielen wie beschrieben rein beispielhaft. In alternativen Ausführungsformen können Barium, Calcium, Niob, Wismut, Magnesium oder Cer, sowie jedwede Kombinationen derselben beim Ausführen des Abscheideverfahrens im Wesentlichen wie beschrieben als ein Dotierstoff verwendet werden, anstelle von oder in Verbindung mit Strontium.
  • 3 zeigt einen Querschnitt einer Grabenkondensatorstruktur, die durch Verwendung einer der obigen Ausführungsformen gebildet wurden. Der Kondensator umfasst eine erste Elektrode 100, eine durch ein Abscheideverfahren einer der obigen Ausführungsformen abgeschiedene Dielektrikumsschicht 106 und eine zweite Elektrode 302. Vorzugsweise enthält die erste Elektrode 100 Titan oder/und Tantal. Das Dielektrikum 106 weist Zirkonium- oder Hafniumoxid und ein Dotierstoffoxid auf, vorzugsweise in einer gemeinsamen Kristallisationsstruktur kristallisiert. Die Dicke des Dielektrikums 106 beträgt in einer bevorzugten Ausführungsform etwa 2–20 nm.
  • Um die gezeigte Kondensatorstruktur herzustellen, wird in einem Substrat 300 ein Graben 304 ausgebildet. Die erste Elektrode 100 wird durch ein herkömmliches Abscheideverfahren auf die Oberfläche des Grabens 304 abgeschieden. Das Dielektrikum 106 wird durch einen der zusammen mit den obigen Ausführungsformen offenbarten ALD-Prozesse direkt auf die erste Elektrode 100 abgeschieden. Die zweite Elektrode 302 kann als polykristalline Silizium- oder eine metallische Elektrode ausgebildet sein, wobei sie vorzugsweise aus Niobnitrid, Titannitrid, Titansiliziumnitrid, Tantalnitrid, Tantalsiliziumnitrid, Tantalcarbid, Kohlenstoff, Wolfram, Wolframsilizid, Ruthenium, Rutheniumoxid, Iridium oder Iridiumoxid besteht. Diese Werkstoffe sind elektrische Leiter und gut geeignet, die Funktion von Kondensatorelektroden zu erfüllen. Ihre jeweiligen Leitungsbänder liegen vorteilhafter Weise derart, dass sie einen hohen spezifischen Widerstand der Grenzfläche von Elektrode und Dielektrikum gegenüber Leckströmen bieten. Eine Zwischenschicht aus Siliziumnitrid (nicht gezeigt) ist optional zwischen der ersten Elektrode 100 und dem Dielektrikum 106 und/oder zwischen dem Dielektrikum 106 und der zweiten Elektrode ausgebildet. Alternativ kann zur Ausbildung einer Metall-Isolator-Silizium-Struktur (MIS-Struktur) anstelle einer Metall-Isolator-Metall-Struktur (MIM-Struktur) eine Zwischenschicht aus z. B. Siliziumnitrid zwischen einem Siliziumsubstrat und dem Dielektrikum 106 verwendet werden, wenn keine vom Substrat getrennte erste Elektrode verwendet wird.
  • 4 zeigt einen Querschnitt einer Stapelkondensatorstruktur 408, die durch Verwendung einer der obigen Ausführungsformen des erfinderischen Abscheideverfahrens gebildet wurde. Der Stapelkondensator 408 umfasst eine zylinderförmige erste Elektrode 100, ein Dielektrikum 106, das durch ein Abscheideverfahren gemäß einer der obigen Ausführungsformen sowohl auf der Innenseite als auch auf der Außenseite der ersten Elektrode 100 abgeschieden wurde, und eine zweite Elektrode 302. Das Dielektrikum 106 weist ein Übergangsmetalloxid und einen Dotierstoff auf. Die Dicke des Dielektrikums 106 beträgt in einer bevorzugten Ausführungsform etwa 2–20 nm.
  • Ein Kontaktstöpsel 400 ist zum Anschließen der ersten Elektrode 100 bereitgestellt. Der Kontaktstöpsel 400 wird anfänglich in einer von einer geeignet gestalteten Ätzstoppschicht 404 bedeckten isolierenden Oxidschicht 402 durch Ätzen und Ausfüllen mit einem leitfähigen Werkstoff gebildet. Eine leitfähige Überzugschicht 406 bedeckt die Kondensatorstruktur 408.
  • Obwohl die vorliegende Ausführungsform mit Bezug auf bevorzugte Ausführungsformen beschrieben wurde, ist sie nicht auf diese beschränkt, sondern kann auf verschiedene Weisen modifiziert werden, die für Fachleute des Gebiets offensichtlich sind. Daher ist beabsichtigt, dass die vorliegende Erfindung nur durch den Umfang der hiermit beigefügten Patentansprüche begrenzt ist.
  • Zum Beispiel können die in 1A und 1B veranschaulichten ALD-Prozesse, die jeweils zum Abscheiden von Schichten übergangsmetallhaltigen Werkstoffs bzw. dotierstoffhaltigen Werkstoffs verwendet werden, durch Prozesse zur pulsierten chemischen Gasphasenabscheidung (pulsed CVD) ersetzt werden, die jeweils die Reaktionskammer mit einem gesteuerten Puls eines übergangsmetallhaltigen Präkursors bzw. eines dotierstoffhaltigen Präkursors beschicken. Zwischen den Pulsen wird die Reaktionskammer gereinigt, z. B. durch Spülen mit einem Edelgas. Die Dicke der durch jeden CVD-Puls gebildeten dünnen Schichten ist möglicherweise nicht so exakt definiert wie bei durch ALD-Prozesse abgeschiedenen Monolagen, was ALD zur bevorzugten Wahl für das erfindungsgemäße Abscheideverfahren macht.

Claims (25)

  1. Abscheideverfahren für eine übergangsmetalloxidhaltige Dielektrikumsschicht mit den Verfahrensschritten: – Bereitstellen eines Substrats; – Sequentielles Anwenden eines ersten Präkursors, welcher eine übergangsmetallhaltige Verbindung aufweist, und eines zweiten Präkursors, welcher überwiegend wenigstens eines von Wasserdampf, Ozon, Sauerstoff und Sauerstoffplasma aufweist, zur Abscheidung einer Schicht eines übergangsmetallhaltigen Werkstoffs über dem Substrat; und – Sequentielles Anwenden eines dritten Präkursors, welcher eine dotierstoffhaltige Verbindung aufweist, und eines vierten Präkursors, welcher überwiegend wenigstens eines von Wasserdampf, Ozon, Sauerstoff und Sauerstoffplasma aufweist, zur Abscheidung einer Schicht eines dotierstoffhaltigen Werkstoffs über dem Substrat; wobei das Übergangsmetall Zirkonium oder/und Hafnium aufweist und der Dotierstoff wenigstens eines von Barium, Strontium, Calcium, Niob, Wismut, Magnesium und Cer aufweist.
  2. Abscheideverfahren nach Anspruch 1, wobei der erste Präkursor und der dritte Präkursor gleichzeitig angewandt werden.
  3. Abscheideverfahren nach Anspruch 1, wobei zur Bildung der Dielektrikumsschicht der Schritt des Anwendens des ersten und zweiten Präkursors oder/und der Schritt des Anwendens des dritten und vierten Präkursors wiederholt ausgeführt werden.
  4. Abscheideverfahren nach Anspruch 1, wobei der Schritt des Anwendens des ersten und zweiten Präkursors und der Schritt des Anwendens des dritten und vierten Präkursors bei einer Temperatur des Substrats zwischen 200°C und 600°C, vorzugsweise zwischen 300°C und 400°C durchgeführt werden.
  5. Abscheideverfahren nach Anspruch 1, wobei weiterhin Schritt des Temperns bei einer Temperatur des Substrats zwischen 200°C und 1200°C, vorzugsweise zwischen 200°C und 600°C vorgesehen ist.
  6. Abscheideverfahren nach Anspruch 1, wobei weiterhin ein Schritt des Temperns in einer Atmosphäre vorgesehen ist, welche wenigstens eines von N2, O2, Ar, NH3 und N2O aufweist.
  7. Abscheideverfahren nach Anspruch 1, wobei der Schritt des Anwendens des ersten und zweiten Präkursors und der Schritt des Anwendens des dritten und vierten Präkursors bei im Wesentlichen gleicher Temperatur des Substrats ausgeführt werden.
  8. Abscheideverfahren nach Anspruch 1, wobei der Schritt des Anwendens des ersten und zweiten Präkursors und der Schritt des Anwendens des dritten und vierten Präkursors in alternierender Weise wiederholt ausgeführt werden.
  9. Abscheideverfahren nach Anspruch 1, wobei der Schritt des Anwendens des ersten und zweiten Präkursors zwischen 1 und 50 Mal wiederholt wird, und der Schritt des Anwendens des dritten und vierten Präkursors zwischen 1 und 50 Mal wiederholt wird.
  10. Abscheideverfahren nach Anspruch 1, wobei die Dielektrikumsschicht mit einer Dicke von zwischen 2 und 50 nm, vorzugsweise zwischen 5 und 20 nm abgeschieden wird.
  11. Abscheideverfahren nach Anspruch 1, wobei die Dielektrikumsschicht gebildet wird mit einem Dotierstoffgehalt zwischen 5 und 70 Atomprozent des abgeschiedenen Werkstoffs ausschließlich von Sauerstoff, vorzugsweise zwischen 50 und 70 Atomprozent des abgeschiedenen Werkstoffs ausschließlich von Sauerstoff.
  12. Abscheideverfahren nach Anspruch 1, wobei weiterhin ein Schritt des Ausbildens einer leitfähigen Schicht in Berührung mit dem Dielektrikum vorgesehen ist, aus wenigstens einem der Werkstoffe Niobnitrid, Titannitrid, Titansiliziumnitrid, Tantalnitrid, Tantalsiliziumnitrid, Tantalcarbid, Kohlenstoff, Wolfram, Wolframsilizid, Ruthenium, Rutheniumoxid, Iridium und Iridiumoxid.
  13. Abscheideverfahren nach Anspruch 12, wobei die leitfähige Schicht vor Ausbilden des Dielektrikums gebildet wird.
  14. Abscheideverfahren nach Anspruch 12, wobei die leitfähige Schicht nach Ausbilden des Dielektrikums gebildet wird.
  15. Abscheideverfahren nach Anspruch 12, wobei weiterhin ein Schritt des Ausbildens einer Zwischenschicht, welche Siliziumnitrid aufweist, zwischen dem Dielektrikum und der leitfähigen Schicht vorgesehen ist.
  16. Abscheideverfahren nach Anspruch 1, wobei der erste Präkursor wenigstens eine Verbindung aufweist, die aus der Gruppe der Zirkoniumcyklopentadienyle, Zirkoniumalkylamide, Hafniumcyklopentadienyle und Hafniumalkylamide ausgewählt ist.
  17. Abscheideverfahren nach Anspruch 1, wobei der dritte Präkursor wenigstens eine Verbindung aufweist, die aus der Gruppe der Alkylsilylamide, Beta-Diketonate, Cyklopentadienyle, Alkoxide und Alkylamide ausgewählt ist.
  18. Kondensatorstruktur, hergestellt durch das Verfahren nach Anspruch 1, mit: – einer ersten und einer zweiten Elektrode aus leitfähigem Werkstoff; und – einer Dielektrikumsschicht, welche zwischen der ersten und zweiten Elektrode angeordnet ist, wobei die Dielektrikumsschicht Zirkonoxid oder/und Hafniumoxid sowie mindestens eines von Barium, Strontium, Calcium, Niob, Wismut, Magnesium und Cer aufweist.
  19. Kondensatorstruktur nach Anspruch 18, wobei der leitfähige Werkstoff der ersten oder/und zweiten Elektrode mindestens eines von Niobnitrid, Titannitrid, Titansiliziumnitrid, Tantalnitrid, Tantalsiliziumnitrid, Tantalcarbid, Kohlenstoff, Wolfram, Wolframsilizid, Ruthenium, Rutheniumoxid, Iridium, Iridiumoxid und hochdotiertem Silizium aufweist.
  20. Kondensatorstruktur nach Anspruch 18, wobei die Dielektrikumsschicht eine Perowskitstruktur aufweist.
  21. Kondensatorstruktur nach Anspruch 18, wobei die Dielektrikumsschicht einen Dotierstoffgehalt zwischen 5 und 70 Atomprozent des Dielektrikumsschichtwerkstoffs ausschließlich von Sauerstoff aufweist, vorzugsweise zwischen 50 und 70 Atomprozent des Dielektrikumsschichtwerkstoffs ausschließlich von Sauerstoff.
  22. Kondensatorstruktur nach Anspruch 18, wobei die Dielektrikumsschicht eine Dielektrizitätskonstante von größer als 40 aufweist.
  23. Halbleiterspeichervorrichtung mit einer Vielzahl von Speicherzellen, welche jeweils einen Kondensator nach Anspruch 18 enthalten.
  24. Integrierter Schaltkreis mit einem Kondensator nach Anspruch 18.
  25. Eine Transistorvorrichtung, hergestellt durch das Verfahren nach 1, mit: – Source- und Drain-Bereichen; – einem Kanal-Bereich; – einem Gate-Leiter; – einem Gate-Dielektrikum, welches zwischen den Gate-Leiter und dem Kanal-Bereich angeordnet ist, wobei das Gate-Dielektrikum Zirkoniumoxid oder/und Hafniumoxid, sowie wenigstens eines von Barium, Strontium, Calcium, Niob, Wismut, Magnesium und Cer aufweist.
DE102007006596A 2007-01-26 2007-02-09 Abscheideverfahren für ein Dielektrikum auf Übergangsmetalloxidbasis Ceased DE102007006596A1 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US11/698,337 US20080182427A1 (en) 2007-01-26 2007-01-26 Deposition method for transition-metal oxide based dielectric
US11/698,337 2007-01-26

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE102007006596A1 true DE102007006596A1 (de) 2008-08-21

Family

ID=39627924

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE102007006596A Ceased DE102007006596A1 (de) 2007-01-26 2007-02-09 Abscheideverfahren für ein Dielektrikum auf Übergangsmetalloxidbasis

Country Status (2)

Country Link
US (1) US20080182427A1 (de)
DE (1) DE102007006596A1 (de)

Families Citing this family (14)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JP4649357B2 (ja) * 2006-03-30 2011-03-09 株式会社東芝 絶縁膜および半導体装置
WO2008100616A2 (en) * 2007-02-15 2008-08-21 The Board Of Trustees Of The Leland Stanford Junior University Atomic layer deposition of strontium oxide via n-propyltetramethyl cyclopentadienyl precursor
JP2009027017A (ja) * 2007-07-20 2009-02-05 Elpida Memory Inc 絶縁体膜、キャパシタ素子、dram及び半導体装置
US8083859B2 (en) * 2008-05-30 2011-12-27 Applied Materials, Inc. Arrangement and method for removing alkali- or alkaline earth-metals from a vacuum coating chamber
KR20110008398A (ko) * 2009-07-20 2011-01-27 삼성전자주식회사 막 구조물, 이를 포함하는 커패시터 및 그 제조 방법
WO2012005957A2 (en) * 2010-07-07 2012-01-12 Advanced Technology Materials, Inc. Doping of zro2 for dram applications
US10186570B2 (en) 2013-02-08 2019-01-22 Entegris, Inc. ALD processes for low leakage current and low equivalent oxide thickness BiTaO films
KR102253595B1 (ko) * 2015-01-06 2021-05-20 삼성전자주식회사 캐패시터를 포함하는 반도체 소자 및 그 제조방법
US11239258B2 (en) * 2016-07-19 2022-02-01 Applied Materials, Inc. High-k dielectric materials comprising zirconium oxide utilized in display devices
CN109087997A (zh) * 2017-06-14 2018-12-25 萨摩亚商费洛储存科技股份有限公司 铁电膜层的制造方法、铁电隧道结单元、存储器元件及其写入与读取方法
TWI815891B (zh) 2018-06-21 2023-09-21 美商應用材料股份有限公司 薄膜及沉積薄膜的方法
CN108962725B (zh) * 2018-07-30 2022-10-18 美国麦可松科技有限公司 一种人构性高介电常数的介电薄膜及其制备方法
US11004612B2 (en) * 2019-03-14 2021-05-11 MicroSol Technologies Inc. Low temperature sub-nanometer periodic stack dielectrics
KR102805362B1 (ko) * 2019-06-11 2025-05-12 삼성전자주식회사 집적회로 소자 및 그 제조 방법

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102005049998A1 (de) * 2004-10-15 2006-04-20 Samsung Electronics Co., Ltd., Suwon Dielektrische Mehrfachschicht, mikroelektronisches Bauelement, Kondensator und Herstellungsverfahren

Family Cites Families (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US7141857B2 (en) * 2004-06-30 2006-11-28 Freescale Semiconductor, Inc. Semiconductor structures and methods of fabricating semiconductor structures comprising hafnium oxide modified with lanthanum, a lanthanide-series metal, or a combination thereof
US7605030B2 (en) * 2006-08-31 2009-10-20 Micron Technology, Inc. Hafnium tantalum oxynitride high-k dielectric and metal gates

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102005049998A1 (de) * 2004-10-15 2006-04-20 Samsung Electronics Co., Ltd., Suwon Dielektrische Mehrfachschicht, mikroelektronisches Bauelement, Kondensator und Herstellungsverfahren

Also Published As

Publication number Publication date
US20080182427A1 (en) 2008-07-31

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102007006596A1 (de) Abscheideverfahren für ein Dielektrikum auf Übergangsmetalloxidbasis
DE10226381B4 (de) Verfahren zur herstellung einer halbleiter-vorrichtung mit einem dünnfilm-kondensator
DE60224379T2 (de) Methode, eine dielektrische Schicht abzuscheiden
DE102006000615B4 (de) Verfahren zum Bilden eines Halbleiterbauelements mit einer Dielektrikumschicht
DE10000005C1 (de) Verfahren zur Herstellung eines ferroelektrischen Halbleiterspeichers
DE102008024519B4 (de) Ferroelektrische Speicherzelle, Herstellungsverfahren und integrierte Schaltung mit der ferroelektrischen Speicherzelle
DE19926711B4 (de) Verfahren zur Herstellung eines ferroelektrischen Speicherbauelements
DE10163345B4 (de) Verfahren zur Herstellung eines Kondensators in einem Halbleiterbauelement
DE102004020157A1 (de) Kondensator mit legierter dielektrischer Hafnium-Oxid und Aluminium-Oxid-Schicht und Verfahren zur Herstellung desselben
DE4221959A1 (de) Kondensator mit hoher dielektrizitaetskonstante und verfahren zur herstellung desselben
DE102005031678A1 (de) Integriertes Halbleiterschaltkreisbauelement, Kondensator und Herstellungsverfahren hierfür
DE102006012772A1 (de) Halbleiterspeicherbauelement mit dielektrischer Struktur und Verfahren zur Herstellung desselben
DE10255841A1 (de) Kondensator mit ruthenhaltigen Elektroden
DE102005062964A1 (de) Kondensator mit dielektrischer Nanokompositstruktur und Verfahren zur Herstellung desselben
DE19841402B4 (de) Verfahren zur Herstellung eines Kondensators eines Halbleiterbauelementes
DE3785699T2 (de) Halbleiteranordnung mit zwei durch eine isolationsschicht getrennten elektroden.
DE19834649C1 (de) Verfahren zum Herstellen einer Speicherzelle
DE10032210B4 (de) Kondensator für Halbleiterspeicherbauelement und Verfahren zu dessen Herstellung
DE10256713B4 (de) Verfahren zur Herstellung eines Speicherungsknotenpunktes eines gestapelten Kondensators
DE10130936A1 (de) Herstellungsverfahren für ein Halbleiterbauelement
EP1113488A2 (de) Verfahren zum Herstellen einer strukturierten metalloxidhaltigen Schicht
DE3032364C2 (de) Elektrisch programmierbarer Halbleiter-Festwertspeicher und Verfahren zu seiner Herstellung
DE102024137684A1 (de) Integrierter high-k-kondensator mit tiefem graben und verfahren
DE10161286A1 (de) Integriertes Halbleiterprodukt mit Metall-Isolator-Metall-Kondensator
DE10248704B4 (de) Verfahren zur Herstellung einer Vertiefungsstruktur für Hoch-K-Stapelkondensatoren in DRAMs und FRAMs

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
8131 Rejection