DE102006053601A1 - Abgesicherter Kraftkonzentrator in einem fahrzeugbezogenen Polster zum Rückhalten und Auslösen eines Airbags - Google Patents
Abgesicherter Kraftkonzentrator in einem fahrzeugbezogenen Polster zum Rückhalten und Auslösen eines Airbags Download PDFInfo
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Abstract
Eine
Fahrzeugsitzeinrichtung weist einen Rahmen zum Montieren des Sitzes
in einem Fahrzeug auf. Die Sitzeinrichtung umfasst auch ein Sitzkissen,
das aus einem Polymermaterial geformt und nahe dem Rahmen angeordnet
ist. Über
dem Sitzkissen ist eine Verkleidungsabdeckung vorgesehen, die benachbart
zu einer Seite des Sitzkissens eine Naht aufweist. Eine Airbageinrichtung,
die einen Airbag und einen Inflator zum Zuführen von Gas zu dem Airbag
umfasst, ist auch Teil der Sitzeinrichtung. Ein Kraftkonzentrator
bedeckt zumindest einen Bereich des Sitzkissens, um dieses während der
Auslösung
des Airbags zu schützen.
Der Kraftkonzentrator umfasst innere und äußere Paneele, welche für den Airbag
einen Auslösekanal
bilden und verhindern dadurch einen Kontakt des Airbags mit dem
Sitzkissen, wenn der Airbag auslöst.
Description
- 1. Gebiet der Erfindung
- Die Erfindung bezieht sich auf eine Fahrzeug-Sitzeinrichtung, und, im Besonderen, auf eine Sitzeinrichtung mit einem abgesicherten Kraftkonzentrator in einem Polster der Sitzeinrichtung, und zwar zum Zurückhalten und Auslösen eines Seitenairbags.
- 2. Stand der Technik
- Heutzutage sind Fahrzeuge häufig mit Seitenairbags ausgestattet. Diese können die Form eines Airbags haben, der in der Sitzlehne oder einem Kissen einer Fahrzeugsitzeinrichtung angeordnet ist. Eine Beschränkung für in einer Sitzeinrichtung angeordnete Airbags liegt darin, dass der Airbag durch das Sitzpolsterungsmaterial hindurchzubrechen hat, ehe er voll aufgeblasen werden kann, um einen Fahrzeuginsassen zu schützen. Während des Auslösens kann ein solcher Airbag auf Schaummaterial oder andere Sitzpolsterungsmaterialien treffen. Dann muss der Airbag durch eine Sitzverkleidungsabdeckung durchbrechen, um aus der Sitzeinrichtung austreten zu können.
- Es ist bereits eine Vielzahl an Versuchen gemacht worden, um das Auslösen und Aufblasen von Airbags aus und durch eine Fahrzeugsitzeinrichtung zu erleichtern. Eine solche Vorrichtung wird in
US-A-5 816 610 , ausgegeben für Higashiura et al., am 6. Oktober 1998 beschrieben. Higashiura et al. beschreibt eine Sitzstruktur mit einem Seitenaufprall-Airbagapparat. Ein Seitenpolsterkissen der Sitzstruktur kann aus Schaumstoff hergestellt sein, in welchem Fall der Airbagapparat durch ein verkleidendes Glied umgeben ist. Das verkleidende Glied hat eine Perforierung, um das Aufbrechen zu erleichtern, wenn der Airbag auslöst. Der Seitenpolster selbst ist mit einer Oberflächenlage bedeckt, welche einen Saum hat, der beinah direkt der Perforierung in dem verkleidenden Glied gegenüber liegt. Auf diese Weise löst der Airbag durch die Perforierung in dem verkleidenden Glied aus, bricht dann durch den Schaumstoff des Sitzkissens, und verlässt die Sitzstruktur durch den Saum in der Oberflächenlage. Eine Beschränkung der in Higashiura et al. beschriebenen Sitzstruktur liegt darin, dass der Airbag durch das Sitzkissen hindurch auslösen muss, ehe er aus der Sitzstruktur austritt. Im Besonderen, presst der Airbag, welcher sich mit sehr hoher Geschwindigkeit bewegt, das Schaumstoff-Sitzkissen zusammen, wenn er die Sitzstruktur verlässt. Dies kann bewirken, dass Stücke des Sitzkissens aus dem Sitz herausgedrückt werden, wenn der Airbag aus der Sitzabdeckung austritt. Es existiert deshalb ein Bedarf für eine Sitzeinrichtung, welche einen Schutz für das Sitzkissen gegen den auslösenden Airbag aufweist. - Eine andere Vorrichtung wird beschrieben in
US-A-6 045 151 , ausgegeben für Wu, am 4. April 2000. Wu beschreibt eine Sitzeinrichtung, einschließlich eines Seitenairbags mit einem Kraftkonzentrator, der den Airbag umgibt und die Kraft des sich aufblasenden Airbags durch eine vorbestimmte Auslösenaht konzentriert und dirigiert, derart, dass die Naht brechen kann und es dem Airbag möglich ist, dann dort hindurch aufgeblasen zu werden. Wu offenbart zwei Ausführungsformen des Kraftkonzentrators: (1) eine Lage eines Bahnmaterials, das mit der Innenseite der Verkleidungsabdeckung verbunden ist; und (2) eine Hülse oder Tasche aus Bahnmaterial, welche den Airbagmodul zur Gänze umfasst. (US-A-6 045 151 , Spalte 2, Zeilen51 -65 ). - Andere hier interessierende Patente sind
US-A-5 816 610 , ausgegeben für Higashiura et al, am 6. Oktober 1998;US-A-5 860 673 , ausgegeben für Hasegawa et al., am 19. Januar 1999;US-A-5 927 749 , ausgegeben für Homier et al., am 27. Juli 1999; undUS-A-6 206 410 , ausgegeben für Brown, am 27. März 2001. - ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
- Der Stand der Technik lässt das Problem zumindest teilweise ungelöst, das darin besteht, Fahrzeugsitze mit einem Seitenairbag so auszubilden und zusammenzubauen, dass der Seitenairbag konsistent ausgelöst werden kann, unabhängig von den physikalischen Eigenschaften der Sitzverkleidungsabdeckung und des Sitzschaumstoffkissens.
- Es wäre zweckmäßig, einen Sitz mit einem Seitenairbag anzugeben, dessen Auslösung über die Zeit nicht signifikant variiert, unabhängig vom Ausmaß eines Verschleißes oder einer Mangelhaftigkeit oder einer Beschädigung der Verkleidungsabdeckung.
- Die vorliegende Erfindung schlägt eine Fahrzeugsitzeinrichtung vor, mit einem Sitzkissen und einem Kraftkonzentrator konfiguriert zum Erleichtern des Herstellungsprozesses und zum Schutz des Sitzkissens während der Auslösung eines Airbags vom Inneren des Seitenpolsters.
- Die Erfindung schlägt ferner eine Fahrzeugsitzeinrichtung mit einem Rahmen zum Montieren des Sitzes in dem Fahrzeug vor. Nahe dem Rahmen ist ein Sitzkissen angeordnet. Über das Sitzkissen erstreckt sich zumindest teilweise eine Verkleidungsabdeckung, die benachbart zu einer Seite des Sitzkissens eine Naht aufweist. Eine Airbageinrichtung ist vorgesehen, die einen Airbag und einen Inflator umfasst, welcher so konfiguriert ist, dass er dem Airbag Gas zuführt, um dadurch dessen Auslösung zu ermöglichen. Ein Kraftkonzentrator deckt zumindest einen Abschnitt des Sitzkissens zum Schutz des Sitzkissens während der Auslösung des Airbags ab. Der Kraftkonzentrator inkludiert mehrere Paneele – vorzugsweise, innere und äußere Paneele –, die dazwischen einen Auslösekanal für den Airbag bilden und dadurch während der Auslösung und während der Expansion einen Kontakt des Airbags mit dem Sitzkissen vermeiden.
- Für erhöhte Steifigkeit hat, in einer Ausführungsform, das innere Paneel ein Ende an einem Rahmenglied festgelegt. Das äußere Paneel, in einigen Ausführungsformen, ist, beispielsweise mit einem Haken, an dem Airbagmodul selbst befestigt.
- Die Paneele des Kraftkonzentrators kooperieren miteinander derart, dass das Auslösen des Airbags entlang des Auslösekanals einen Bereich des Sitzkissens von dem auslösenden Airbag weg bewegt, während gleichzeitig zwischen dem Sitzkissen und dem auslösenden Airbag ein Kontakt vermieden wird. Die Orientierung des Auslösekanals erleichtert das Auslösen des Airbags durch die Naht in der Verkleidungsabdeckung, derart, dass substantiell alle Auslösekräfte in den Auslösekanal gerichtet sind, wodurch sich die Geschwindigkeit erhöht, mit welcher der Airbag auslöst.
- KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
-
1 ist eine geschnittene Perspektivansicht eines Bereiches der Rückenlehne einer Sitzanordnung entsprechend der vorliegenden Erfindung; -
2 ist eine Schnittansicht von inneren und äußeren Paneelen eines Kraftkonzentrators, der in der in1 gezeigten Sitzeinrichtung angeordnet ist, und zwar in der Schnittebene A-A; -
3 ist eine Perspektivansicht der aus der Ansicht von1 isolierten Paneele, wobei der Airbag und das Meiste des Gehäuses entfernt sind, wobei in der Ansicht die Paneele an einem strukturellen Glied der Rückenlehne und an einem Teil des Gehäuses angebracht sind. - DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN)
- Die Erfindung bezieht sich auf die Integration eines mehrteiligen Paneels, vorzugsweise eines zweiteiligen Paneels – das innere und das äußere Paneel – in eine hintere Rückenlehne oder ein Kissen eines Sitzes, der in einem Fahrzeug montiert ist. Wie hier verwendet, beziehen sich die Begriffe „innere" und „äußere" jeweils auf die Relation zwischen zu einem Insassen im Fahrzeugsitz und der benachbarten Fahrzeugtüre verwendet.
-
1 zeigt einen Bereich – z. B., einen hinteren Seitenpolster – einer Sitzeinrichtung10 gemäß der vorliegenden Erfindung. Es ist anzumerken, dass, obwohl ein hinterer Seitenpolster illustriert ist, die Erfindung darauf nicht beschränkt ist. Die Erfindung kann in jeglicher Sitzlehne oder jeglichem Sitzkissen angewendet werden. Die Sitzeinrichtung10 umfasst einen Seitenpolster10 und ein Sitzkissen16 , das zumindest zum Teil durch eine Verkleidungsabdeckung18 bedeckt ist. Das Sitzkissen16 ist, vorzugsweise, aus einem geformten Polymermaterial hergestellt, wie aus einem Polyurethanschaum. Die Verwendung eines Polymerschaummaterials zum Ausbilden des Sitzkissens16 ist kosteneffektiv und führt zu der Flexibilität, die zum Anpassen der Gestalt des Sitzkissens an unterschiedliche Typen von Sitzeinrichtungen gebraucht wird. Natürlich können auch andere Typen von Polymermaterialien zum Ausbilden des Sitzkissens16 formentechnisch verarbeitet werden. - In dem Seitenpolster
12 ist innen eine Airbageinrichtung oder ein Airbagmodul20 angeordnet. Wie in2 gezeigt, umfasst die Airbaganordnung20 einen Airbag und einen Inflator24 , der so konfiguriert ist, dass er dem Airbag22 ein Gas zuführt, um dadurch das Auslösen oder Aufblasen des Airbags22 zu ermöglichen. In2 wird auch ein Bereich eines Sitzrahmens26 gezeigt, welcher zum Montieren der Airbageinrichtung20 an der Sitzeinrichtung10 verwendet werden kann. Das Sitzkissen16 ist nahe dem Rahmen26 angeordnet, und kann an unterschiedlichen Stellen direkt an dem Rahmen26 befestigt sein. - Die Verkleidungsabdeckung
18 weist eine Naht28 auf, welche einer Seite30 oder einer anderen Seite des Sitzkissens16 benachbart ist. Es ist anzumerken, dass die Naht28 eine Aufreißnaht ist, die vor dem Modul oder an anderen Stellen an der Verkleidung angeordnet sind, welche sich allgemein in der Richtung befinden, in welcher der Airbag aus dem Modul auslöst. Ein Kraftkonzentrator32 deckt zumindest einen Bereich des Sitzkissens16 ab und schützt so das Sitzkissen16 beim Auslösen und Aufblasen des Airbags22 . Innere (erstes) und äußere (zweites) Paneele haben auch die Funktion, die Richtung des auslösenden Airbags direkt in die Aufreißnaht zu leiten. Die Kräfte beim Auslösen werden initial gegen Glieder gerichtet, mit welchen das Gehäuse in Relation zu dem Rahmen des Sitzes festgelegt ist. Die Auslösekräfte werden dann gegen die Paneele34 ,36 ausgeübt, um dadurch die Auslösekräfte ohne signifikante Ablenkung auf die Naht28 zu konzentrieren. - Der die inneren und äußeren Paneele
34 ,36 aufweisende Kraftkonzentrator32 kann aus jeglichem Material hergestellt sein, welches wirksam ist, um das Sitzkissen16 während der Auslösung des Airbags22 zu schützen. Ein Beispiel ist ein gewebtes oder non-woven Stoffmaterial, welches natürliche oder synthetische Materialien, wie Nylon, enthalten kann. Ein Material, das sich als effizient herausgestellt hat, ist ein Polyamidmaterial, und zwar eines Typs, aus welchem auch der Airbag22 hergestellt werden kann. Unabhängig von dem Materialtyp, der zum Herstellen des Kraftkonzentrators32 verwendet wird, soll die Verwendung des Kraftkonzentrators32 die Reibung für den Airbag22 reduzieren, wenn dieser auslöst. Obwohl ein Polymer, wie Nylon, spezifisch empfehlenswert sein kann, kann sogar ein Fleecematerial dazu beitragen, die Reibung an dem Airbag22 zu reduzieren. Der Grund dafür liegt darin, dass der Kraftkonzentrator32 den direkten Kontakt zwischen dem auslösenden Airbag22 und dem Sitzkissen16 verhindert. - In der in
2 gezeigten Ausführungsform verhindert der Kraftkonzentrator32 jeglichen direkten Kontakt zwischen dem auslösenden Airbag22 und dem Sitzkissen16 auf effektive Weise. Dies trägt dazu bei, für den Airbag22 einen Energieverlust zu verhindern, und zwar durch zunehmende Reibung, und trägt auch dazu bei, das Sitzkissen16 gegen einen Schaden zu schützen. Dies hilft in der Folge, die Auslösezeit für den Airbag22 zu vermindern. - Wie in
2 gezeigt, umfasst der Kraftkonzentrator32 innere und äußere Paneele34 ,36 , die für den Airbag22 einen Auslösekanal38 bilden. Wenn sich der Airbag22 aus dem Gehäuse40 durch den Auslösekanal38 aufbläst, verhindert der Kraftkonzentrator32 den Kontakt zwischen dem Airbag22 und dem Sitzkissen16 . Es werden demzufolge Bereiche des Sitzkissens16 von dem Airbag22 weg bewegt, während dieser durch den Auslösekanal38 aufgeblasen wird. - Der Auslösekanal
38 ist so orientiert, dass er das Auslösen des Airbags durch die Naht28 in der Verkleidungsabdeckung18 erleichtert. - Die Airbageinrichtung
20 umfasst, insbesondere, ein Gehäuse40 , das den Airbag22 und den Inflator24 zumindest teilweise umgibt. Das Gehäuse40 kann einem zweiteiligen Muschelgehäuse ähnlich sein, wobei seine Teilungslinie39 zu der Aufreißnaht28 orientiert ist. Das Gehäuse40 umfasst einen leicht brechbaren Abschnitt, welcher durch den Airbag zerbrochen wird, wenn dieser aufgeblasen wird. Der brechbare Abschnitt60 ist dem Auslösekanal38 gegenüberliegend angeordnet, um das Auslösen des Airbags entlang des Kanals38 und nach außen durch die Naht28 zu erleichtern. - Obwohl das Airbaggehäuse
40 ein relativ starres Material umfasst, könnte in anderen Ausführungsformen auch eine dünne Bahn eines Materials verwendet werden, anstelle eines starren Gehäuses. In solchen Ausführungsformen kann die Bahn einen brechbaren Abschnitt enthalten, und werden ihre Eigenschaften so sein, dass sie zerreißt oder aufreißt, wenn der Airbag22 aufgeblasen wird. - Wie in den
2 bis3 gezeigt ist, umfassen die inneren und äußeren Paneele34 ,36 des Kraftkonzentrators32 jeweils Enden62 ,64 , die an der Naht28 an der Verkleidungsabdeckung18 befestigt sind. Diese Konfiguration trägt dazu bei, das Auslösen des Airbags22 durch die Naht28 zu erleichtern. Der Auslösekanal38 öffnet sich, wenn der Airbag22 ausgelöst wird, und bewirkt, dass die Paneele34 ,36 jeweils an der Naht28 eine nach außen gerichtete Kraft auf die Verkleidungsabdeckung18 ausüben. Dies zerreißt oder bricht die Naht28 und schafft einen Austrittspfad für den Airbag22 . - Die Airbagnaht
28 ist, vorzugsweise, durch die Ränder der Enden62 und64 genäht, wobei beide Seiten der Verkleidungsabdeckung dazwischen liegen. Es ist anzumerken, dass in den meisten Ausführungsformen sich die Naht28 zwischen allen vier Lagen erstreckt. - Wie oben erwähnt, umfasst der Kraftkonzentrator
32 zwei separate Paneele34 ,36 . In3 ist das Ende62 des inneren Paneels34 des Kraftkonzentrators32 an der Naht28 (2 ) der Verkleidungsabdeckung18 befestigt. Ein distales Ende63 des inneren Paneels34 des Kraftkonzentrators32 ist an dem Sitzrahmen26 befestigt. Dies schafft ein bequemes Mittel zum sicheren Befestigen des inneren Paneels34 des Kraftkonzentrators32 . - Auf ähnliche Weise ist das Nahtende
64 des äußeren Paneels36 des Kraftkonzentrators32 an der Naht28 der Verkleidungsabdeckung18 befestigt. Ein distales Ende65 des äußeren Paneels36 des Kraftkonzentrators32 könnte an dem Seitenairbabmodul20 befestigt sein. - Auf diese Weise bildet der Kraftkonzentrator
32 nicht nur einen Auslösekanal für den Airbag22 , sondern er schützt auch das Sitzkissen16 gegen einen Schaden während der Auslösung mit hoher Geschwindigkeit. - In
3 bezeichnen jeweils Bezugsziffern66 ,67 Halter, beispielsweise eine oder mehrere J-Klammern, welche jeweils die distalen Enden63 ,65 der inneren und äußeren Paneele an dem Sitzrahmen26 und dem Seitenairbagmodul20 fixieren. Es ist anzumerken, dass die Halter66 ,67 ein Gestaltung haben können, die nicht auf die beschränkt ist, die in3 dargestellt worden ist. - Es ist auch anzumerken, dass, falls erwünscht, abhängig vom Einsatzfall, das innere Paneel
34 an dem Seitenairbagmodul20 fixiert sein könnte. Alternativ könnte auch das äußere Paneel36 ein distales Ende65 haben, das an einem Abschnitt des Sitzrahmens26 festgelegt ist. - Eine Vorgangsweise, mit welcher das Kissen, die Verkleidung, und das Airbagmodul an einem Seitenpolster fixiert werden könnten, ist wie folgt:
- A. Platzieren des Polsters, welcher den Drahtrahmen aufweist, welcher, vorzugsweise, in situ, eingeformt ist, so, dass sich der Auslösekanal nach oben öffnet;
- B. Platzieren der Verkleidung auf der Oberseite des Polsters, während die Airbagnaht mit der Öffnung des Auslösekanals ausgerichtet wird;
- C. Einführen der Paneele, welche an die Verkleidung genäht sind, in den und durch den Auslösekanal;
- D. Fixieren der Verkleidung an dem Polster (z.B. mit Haltern oder anderen Befestigungselementen);
- E. Montieren des inneren Paneels an dem Drahtrahmen, wie in
den
2 bis3 gezeigt; - F. Befestigen des äußeren Paneels
an dem Seitenairbagmodul oder wie in den
2 bis3 gezeigt; - G. Platzieren des Airbagmoduls zwischen den inneren und äußeren Paneelen und in den Hohlraum des Polsters; und
- H. Einführen der mit Gewinde versehenen Bolzen durch die Löcher des Airbaggehäuses.
- Obwohl nur Ausführungsformen der Erfindung illustriert und beschrieben worden sind, ist es nicht beabsichtigt, dass diese Ausführungsformen alle möglichen Formen der Erfindung illustrieren und beschreiben. Vielmehr sind die in der Beschreibung verwendeten Ausdrücke nur beschreibender und nicht beschränkender Natur, und ist anzumerken, dass verschiedene Abänderungen durchaus möglich sind, ohne den Sinngehalt und Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.
Claims (13)
- Fahrzeugsitzeinrichtung, gekennzeichnet durch: einen Rahmen zum Montieren der Sitzeinrichtung in einem Fahrzeug; ein nahe dem Rahmen angeordnetes Sitzkissen; eine über zumindest einem Teil des Sitzkissens angeordnete Verkleidungsabdeckung, die benachbart zu einer Seite des Sitzkissens eine Naht aufweist; eine Airbageinrichtung, einschließlich eines Airbags und eines Inflators zum Zuführen von Gas zu dem Airbag, um dadurch das Auslösen des Airbags zu ermöglichen; einen Kraftkonzentrator, der zumindest einen Bereich des Sitzkissens zum Schutz des Sitzkissens während der Auslösung des Airbags abdeckt, wobei der Kraftkonzentrator innere und äußere Paneele aufweist und dazwischen für den Airbag einen Auslösekanal bildet; wobei das innere Paneel ein distales Ende hat, das an dem Rahmen festgelegt ist; und das äußere Paneel ein distales Ende hat, das an der Airbageinrichtung festgelegt ist.
- Fahrzeugsitzeinrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslösekanal so orientiert ist, dass er das Auslösen des Airbags durch die Naht in der Verkleidungsabdeckung ermöglicht.
- Fahrzeugsitzeinrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die inneren und äußeren Paneele des Kraftkonzentrators jeweils ein proximales Ende aufweisen, das an der Naht an der Verkleidungsabdeckung befestigt ist.
- Fahrzeugsitzeinrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Airbageinrichtung ein Gehäuse aufweist, das zumindest teilweise den Airbag umgibt, und dass das Gehäuse einen zerbrechbaren Abschnitt aufweist, um das Auslösen des Airbags entlang des Auslösekanals zu ermöglichen.
- Fahrzeugsitzeinrichtung gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Paneele kooperieren, um den Auslösekanal nahe der Front des Airbaggehäuses zu bilden.
- Fahrzeugsitzeinrichtung gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die inneren und äußeren Paneele und die Verkleidungsabdeckung durch die Airbagnaht zusammengenäht sind.
- Fahrzeugsitzeinrichtung, gekennzeichnet durch: einen Rahmen zum Montieren der Sitzeinrichtung in einem Fahrzeug; ein nahe dem Rahmen angeordnetes Sitzkissen; eine zumindest über einen Teil des Sitzkissens angeordnete Verkleidungsabdeckung mit einer Naht benachbart zu einer Seite des Sitzkissens; eine Airbageinrichtung, einschließlich eines Airbags und eines Inflators konfigurierend zum Zuführen von Gas zum Airbag, um dadurch das Auslösen des Airbags zu ermöglichen; und einen Kraftkonzentrator, der zumindest einen Bereich des Sitzkissens zum Schutz des Sitzkissens während der Auslösung des Airbags abdeckt, wobei der Kraftkonzentrator zwei Paneele umfasst, die miteinander kooperieren, um dazwischen für den Airbag einen Auslösekanal so zu bilden, dass die Auslösung die des Airbags entlang des Auslösekanals einen Bereich des Sitzkissens von dem auslösenden Airbag weg bewegt, während der Kraftkonzentrator einen Kontakt zwischen dem Sitzkissen und dem auslösenden Airbag verhindert, wobei die Orientierung des Auslösekanals das Auslösen des Airbags durch die Naht in der Verkleidungsabdeckung ermöglicht, derart, dass die Auslösekräfte durch die Paneele substantiell zu der Naht gerichtet sind.
- Fahrzeugsitzeinrichtung gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Airbageinrichtung ein Gehäuse aufweist, das ein Airbag zumindest zum Teil umgibt, und dass das Gehäuse einen zerbrechbaren Abschnitt umfasst, um das Auslösen des Airbags entlang des Auslösekanals zu ermöglichen.
- Fahrzeugsitzeinrichtung gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die inneren und äußeren Paneele des Kraftkonzentrators miteinander kooperieren, um den Auslösekanal nahe der Front des Airbaggehäuses zu bilden.
- Fahrzeugsitzeinrichtung gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das innere Paneel des Kraftkonzentrators ein proximales Nahtende aufweist, das an der Naht an der Verkleidungsabdeckung befestigt ist, und ein distales Ende, das an dem Rahmen befestigt ist.
- Airbageinrichtung gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das äußere Paneel ein distales Ende besitzt, das an der Airbageinrichtung festgelegt ist.
- Verfahren zum Produzieren der Fahrzeugsitzeinrichtung gemäß Anspruch 1, gekennzeichnet durch folgende Schritte: A. Anordnen eines Polsters, der einen Drahtrahmen aufweist, mit einen Auslösekanal, der sich nach oben öffnet;
- Platzieren eines Verkleidungsmaterials auf dem Polster und Ausrichten einer Airbagnaht mit der Öffnung des Auslösekanals; C. Einführen eines Kraftkonzentrators, der innere und äußere Paneele aufweist, welche an die Verkleidung genäht sind, in den und durch den Auslösekanal; D. Fixieren der Verkleidung an dem Polster; E. Montieren des inneren Paneels an den Drahtrahmen; F. Platzieren eines Airbagmoduls zwischen den inneren und äußeren Paneelen und in den Hohlraum des Polsters; G. Befestigen des äußeren Paneels an den Airbagmodul; und H. Festlegen des Airbaggehäuses an dem Drahtrahmen, um dadurch eine starre Reaktionsfläche zu schaffen, gegen welche die Kräfte der Auslösung ausgeübt werden können.
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