-
Priorität
-
- USA 17.05.2006 60/747, 442
- USA 23.05.2006 11/419,933
-
BEARBEITUNGSVORRICHTUNGEN
-
Diese
Anmeldung beansprucht die Priorität des Anmeldungsdatums der
vorläufigen
US-Patentanmeldung Nr. 60/747,442, eingereicht am 17. Mai 2006,
wobei diese vorläufige
Patentanmeldung formal durch Bezugnahme in den vorliegenden Text
aufgenommen wird.
-
ALLGEMEINER STAND DER
TECHNIK
-
Gebiet der Erfindung
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft Bearbeitungsvorrichtungen und insbesondere
Gruppenverarbeitungsvorrichtungen für Halbleiterwafer.
-
Beschreibung des Standes
der Technik
-
Im
Zuge der Weiterentwicklung elektronischer Produkte wurde die Halbleitertechnologie
in breitem Umfang bei der Herstellung von Speichern, zentralen Verarbeitungseinheiten
(CPUs), Flüssigkristallanzeigen
(LCDs), Leuchtdioden (LEDs), Laserdioden und sonstigen Bauelementen
oder Chipsätzen
angewendet. Um den Anforderungen an eine hohe Integration und eine
hohe Geschwindigkeit gerecht zu werden, wurden die Abmessungen von
integrierten Halbleiterschaltkreisen verringert, und es wurden verschiedene
Materialien, wie beispielsweise Kupfer und Dielektrika mit ultra-niedrigem
k-Wert, zusammen mit Techniken zur Überwindung von Fertigungshindernissen
in Verbindung mit diesen Materialien und Anforderungen verwendet.
-
1 ist
eine schematische Querschnittsdarstellung, die eine herkömmliche
Kontaktlochstruktur zeigt. Eine Kupferschicht 110 ist über einem
Substrat 100 ausgebildet. Eine dielektrische Schicht 120 mit
einem niedrigen k-Wert ist über
der Kupferschicht 110 ausgebildet. Ein Kupferkontaktloch 130 ist
innerhalb der dielektrischen Schicht 120 mit niedrigem k-Wert
ausgebildet. Wenn das Kupferkontaktloch 130 mit Luft in
Berührung
kommt, so reagiert die Oberseite des Kupfer kontaktlochs 130 mit
dem Luftsauerstoff, wobei infolge von Oxidation eine Kupferoxidschicht 140 entsteht.
Die Kupferoxidschicht 140 kann die elektrische Verbindung
zwischen der Oberseite des Kupferkontaktlochs 130 und einer
darüber
ausgebildeten (nicht gezeigten) leitfähigen Schicht beeinträchtigen.
Dementsprechend muss sorgfältig
darauf geachtet werden, während
kritischer Bearbeitungsschritte einen Luftkontakt zu vermeiden,
zum Beispiel während
der Herstellung des Kontaktlochs, der Ausbildung von Kupferkeimschichten,
der Ausbildung von Kupferschichten, einem chemisch-mechanischen
Polieren (CMP) des Kupfers und der Ausbildung des dielektrischen
Materials mit ultra-niedrigem k-Wert.
-
Herkömmlicherweise
wird das Substrat 100 nach einem kritischen Bearbeitungsschritt
aus der Bearbeitungskammer entnommen, in der der kritische Bearbeitungsschritt
ausgeführt
wird, und bis zur Weiterverarbeitung vorübergehend in einer Kassette oder
einem als "Front
Opening Unified Pod" (FOUP) bezeichneten
Behälter
aufbewahrt. Wenn die Tür
der Kassette oder des FOUP geöffnet
wird, damit das Substrat 100 in die Kassette oder den FOUP
eingelegt werden kann, so strömt
sauerstoffhaltige Umgebungsluft in die Kassette oder den FOUP. Wenn
die Tür
geschlossen wurde, so wird die Luft zusammen mit dem Substrat 100 in
der Kassette oder dem FOUP eingeschlossen. Wie oben beschrieben,
hat Sauerstoff die Neigung, mit der über dem Substrat 100 ausgebildeten
Kupferschicht 110 zu einer Kupferoxidschicht 140 zu
reagieren.
-
Um
dieses Problem zu lösen,
ist eine "Q-Zeit" erforderlich, nachdem
ein kritischer Bearbeitungsschritt in dem Halbleiterfertigungsprozess
ausgeführt
wurde. Der nächste
Substratbearbeitungsschritt muss innerhalb eines festen vorgegebenen Zeitraums
oder innerhalb einer festen vorgegebenen Q-Zeit, beispielsweise
2 bis 4 Stunden, ausgeführt werden.
Wenn ein anschließender
Prozess, wie beispielsweise die Aus bildung einer Sperrschicht, nicht innerhalb
des Zeitraums erfolgt, so ist ein Reinigungsprozess erforderlich,
um eine über
der Kupferschicht 110 entstandene Kupferoxidschicht 140 zu entfernen.
-
Aufgrund
der hohen Integration von Halbleiterbauelementen über dem
Substrat 100 besteht ein Halbleiterprozess in der Regel
aus mehreren kritischen Schritten, denen jeweils eine Q-Zeit zugeordnet
ist, die dem Schutz des Substrats dient. Diese Q-Zeit-Anforderungen
verkomplizieren die Fertigungsprozesse. Wenn darüber hinaus eine Q-Zeit verpasst
wird, so erhöhen
die erforderlichen zusätzlichen
Schritte, wie beispielsweise zum Reinigen, die Dauer und Komplexität des Prozesses.
-
Als
Hinweis auf den Stand der Technik sei die US-Patentschrift Nr. 2002/0074664
an Nogami und Mitarbeiter genannt, in der ein Halbleiterfertigungsverfahren
beschrieben ist und die hiermit in ihrer Gesamtheit durch Bezugnahme
in den vorliegenden Text aufgenommen wird. In dieser Verweisquelle wird
ein CoWP (Kobalt-Wolfram-Phosphor)-Film über einer Kupferschicht ausgebildet,
um ein Oxidieren der freiliegenden Kupferschicht zu verhindern. Nach
der Ausbildung der Kupferschicht und vor der Ausbildung des CoWP-Films
wird allerdings das Substrat, das die Kupferschicht enthält, aus
der Bearbeitungskammer herausbewegt und der Umgebung ausgesetzt.
Es entsteht eine Kupferoxidschicht über der Kupferschicht, bevor
der CoWP-Film ausgebildet ist. Das Verfahren von Nogami und Mitarbeitern
ist daher nicht in der Lage, die Kupferschicht vollständig vor
einer Oxidierung zu schützen.
-
Aus
dem oben Dargelegten geht hervor, dass verbesserte Bearbeitungsvorrichtungen
und -verfahren erwünscht
sind.
-
KURZDARSTELLUNG DER ERFINDUNG
-
Gemäß einigen
beispielhaften Ausführungsformen
weist eine Vorrichtung ein Gehäuse,
wenigstens eine Bearbeitungskammer, einen Roboter und wenigstens
ein Ventil auf. Das Gehäuse
enthält
ein Gas und weist wenigstens eine Tür auf, die dafür konfiguriert
ist, eine Öffnung,
die in das Gehäuse
hineinführt,
abzudecken. Das Gas enthält
wenigstens ein Reduktionsgas. Der Roboter ist innerhalb des Gehäuses angeordnet
und dafür
konfiguriert, ein Substrat zwischen der Tür und der Bearbeitungskammer zu
transportieren. Das Ventil ist mit dem Gehäuse verbunden.
-
Die
oben genannten sowie weitere Merkmale der vorliegenden Erfindung
werden anhand der folgenden detaillierten Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
der Erfindung in Verbindung mit den begleitenden Zeichnungen besser
verstanden.
-
KURZE BESCHREIBUNG DER
ZEICHNUNGEN
-
Es
folgen kurze Beschreibungen beispielhafter Zeichnungen. Sie sind
lediglich beispielhafte Ausführungsformen,
und der Geltungsbereich der vorliegenden Erfindung ist nicht darauf
zu beschränken.
-
1 ist
eine schematische Querschnittszeichnung, die einen herkömmlichen
Kontaktlochaufbau zeigt.
-
2 ist
eine schematische Querschnittsansicht einer beispielhaften Gruppenverarbeitungsvorrichtung.
-
3A-3C sind
schematische Querschnittsansichten, die einen Prozess zum Entfernen einer
Kupferoxidschicht und zum Ausbilden einer Deckschicht über einem
Kupferkontaktloch veranschaulichen.
-
4A ist
eine schematische Draufsicht auf eine Ausführungsform einer beispielhaften
Gruppenverar beitungsvorrichtung. 4B ist
eine schematische Querschnittsansicht der beispielhaften Gruppenverarbeitungsvorrichtung
von 4A entlang der Linie 4B-4B.
-
5A-5E sind
schematische Querschnittsansichten, die einen Prozess zum Ausbilden einer
doppelt damaszierten Struktur veranschaulichen.
-
BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN
AUSFÜHRUNGSFORM
-
Diese
Beschreibung der beispielhaften Ausführungsformen ist in Verbindung
mit den begleitenden Zeichnungen zu lesen, die als ein Bestandteil
der gesamten schriftlichen Beschreibung anzusehen sind. In der Beschreibung
sind relative Begriffe, wie beispielsweise "unterer" "oberer" "horizontal" "vertikal" "über" "unter" "nach
oben" "nach unten" "Oberseite" und "Unterseite" sowie deren Ableitungen ("horizontale", "nach unten gerichtete", "nach oben gerichtete " usw.), auf die Ausrichtung
zu beziehen, die gerade beschrieben wird oder die in der besprochenen
Zeichnung gezeigt ist. Diese relativen Begriffe dienen der verständlicheren
Beschreibung und verlangen nicht, dass die Vorrichtung in einer
bestimmten Ausrichtung aufgebaut oder betrieben wird.
-
2 ist
eine schematische Querschnittsansicht einer beispielhaften Gruppenverarbeitungsvorrichtung.
Die Gruppenverarbeitungsvorrichtung enthält ein Gehäuse 200, wenigstens
eine – und
vorzugsweise mehrere – Bearbeitungskammern 210, wenigstens
einen Roboter 220 und ein oder mehrere Ventile, wie beispielsweise
die Ventile 230 und 240. Eine Plattform 201,
ein Tisch oder eine andere Tragvorrichtung (zusammen als "Plattform" bezeichnet) ist
innerhalb des Gehäuses 200 angeordnet,
um einen Roboter 220, der ein Substrat 270 trägt, und
Bearbeitungskammern 210 zu tragen. Bei einer Ausführungsform
bewegt sich der Roboter 220 auf einer Schiene oder Führung 225,
die auf der Plattform 201 angeordnet ist.
-
Das
Gehäuse 200 enthält einen
abgedichteten Raum, in dem sich ein Gas befindet. Bei einigen Ausführungsformen
ist der abgedichtete Raum von Wänden 205 des
Gehäuses 200 und
einer Oberseite 201a der Plattform 201 umschlossen.
Das Gehäuse 200 enthält des Weiteren
wenigstens eine Tür 203, die
dafür konfiguriert
ist, eine in das Gehäuse 200 hineinführende Öffnung zu
verschließen.
Bei einigen Ausführungsformen
ist die Tür 203 an
oder in wenigstens einer der Wände 205 des
Gehäuses 200 angeordnet.
Die Tür 203 ist
so angeordnet, dass ein Substrat 270 ordnungsgemäß zwischen
den Bearbeitungskammern 210 und einer Schnittstelle 280 transportiert
werden kann. Der Roboter 220 bewegt sich entlang der Führung 225 von
einer Position nahe der Tür 203 zu
Positionen nahe den Bearbeitungskammern 210 oder zwischen
Positionen nahe den Bearbeitungskammern 210. Der Roboter 220 transportiert das
Substrat 270 zwischen den Bearbeitungskammern 210 untereinander
oder zwischen den Bearbeitungskammern 210 und der Schnittstelle 280 durch die
Tür 203 hindurch.
Bei einigen Ausführungsformen
sind mehrere Roboter 220 innerhalb des Gehäuses 200 angeordnet,
um die Transportgeschwindigkeit zwischen den Bearbeitungskammern 210 oder zwischen
den Bearbeitungskammern 210 und der Schnittstelle 280 zu
erhöhen.
-
Innerhalb
des Gehäuses 200 ist
wenigstens ein Ventil angeordnet. Bei einigen Ausführungsformen
enthält
die Gruppenverarbeitungsvorrichtung ein Ventil 230 und
ein Auslassventil 240, um das Gas in das Gehäuse 200 einzuleiten
bzw. aus dem Gehäuse 200 abzulassen.
Ein Manometer 250 kann an die Ventile 230 und 240 zur
Verwendung bei der Steuerung der Ventile 230 und 240 angeschlossen sein.
Bei einigen Ausführungsformen
sind die Ventile 230 und/oder 240 an wenigstens
eine Mengendurchflusssteuerung (MDS) angeschlossen, um die Aus tragsrate,
die Strömungsrate
und/oder die Eintragsrate des Inertgases oder des Mischgases zu
steuern. Bei einigen Ausführungsformen
ist das Ventil 240 dafür
konfiguriert, den Druck innerhalb des Gehäuses 200 zu steuern.
-
Das
Substrat 270 ist zum Beispiel ein Wafersubstrat, ein Anzeigesubstrat,
wie beispielsweise ein Flüssigkristallanzeige
(LCD)-, ein Plasmaanzeige-, ein Kathodenstrahlröhrenanzeige- oder ein Elektrolumineszenz
(EL)-Lampenanzeige- oder ein Leuchtdioden (LED)-Substrat (zusammen als das Substrat 270 bezeichnet).
-
Das
Gehäuse 200 enthält ein Gas,
das ein Reduktionsgas und/oder ein nicht-reaktives Gas in Bezug
auf das Substrat 270 enthält. Ein Reduktionsgas kann
vorgesehen sein, um die Oxidentstehung auf den Oberflächen des
Substrats 270 infolge der Exponierung des Substrats 270 während des
Transports des Substrats 270 zwischen den Bearbeitungskammern 210 untereinander
oder zwischen den Bearbeitungskammern 210 und der Schnittstelle 280 zu mindern
oder zu verhindern. Bei einigen Ausführungsformen weist das Substrat 270 eine
freiliegende Kupferschicht (die in 2 nicht
gezeigt ist, aber in 1 gezeigt ist) auf, und das
Reduktionsgas weist Wasserstoff (H2), Ammoniak
(NH3) oder ein anderes Reduktionsgas oder
Gemische daraus auf. Die nicht-reaktive Gaskomponente kann ein Inertgas
wie beispielsweise Helium (He), Neon (Ne), Argon (Ar), Krypton (Kr),
Xenon (Xe), Radon (Rn) oder ein anderes Gas, wie beispielsweise
Stickstoff (N2), aufweisen, das nicht nennenswert
mit den Oberflächen
der Substrate 270 zu einem Oxid reagiert oder eine sonstige
unerwünschte
Reaktion eingeht. Bei einigen Ausführungsformen weist das Gas
ein Gemisch aus N2 und H2 auf,
wobei H2 in etwa 4 Volumen-% bis etwa 10
Volumen-% vorliegt.
-
Die
Menge des Reduktionsgases muss so gesteuert werden, dass eine Explosion
oder sonstige Volatilität verhindert
wird, wenn das gewählte
Reduktionsgas flüchtig
ist. Wenn zum Beispiel H2 als die Reduktionschemikalie
innerhalb des Gehäuses 200 verwendet
wird, so sollte die Menge H2 innerhalb des Gehäuses 200 maximal
etwa 4 Volumen-% betragen. Eine bevorzugte Menge H2 liegt
zwischen etwa 10 Teilen je eine Million Teile (ppm) bis etwa 4 Volumen-%,
wobei der restliche Prozentsatz aus wenigstens einem nicht-reaktiven
Gas besteht. Bei einigen Ausführungsformen,
wo NH3 als die Reduktionschemikalie innerhalb
des Gehäuses 200 verwendet
wird, beträgt
die Menge NH3 innerhalb des Gehäuses 200 maximal
etwa 15,5 Volumen-%. Bei einer bevorzugten Ausführungsform liegt die Menge
NH3 zwischen etwa 10 Teilen je eine Million
Teile (ppm) bis etwa 15,5 Volumen-%, wobei der restliche Prozentsatz aus
wenigstens einem nicht-reaktiven Gas besteht.
-
Bei
einer Ausführungsform
wird der Druck innerhalb des Gehäuses 200 über dem
Druck der Umgebung gehalten, in der sich das Gehäuse 200 befindet,
um einen Gasstrom aus der Umgebung in das Gehäuse 200 zu verhindern
oder zu verringern. Wenn zum Beispiel der Umgebungsdruck etwa 1
atm beträgt,
so wird der Druck innerhalb des Gehäuses 200 über etwa
1 atm gehalten. Dementsprechend kann der Druck innerhalb des Gehäuses 200 mit
dem Umgebungsdruck variieren. Bei einigen Ausführungsformen liegt der Druck
innerhalb des Gehäuses 200 bei
etwa 1,0 atm bis etwa 2,5 atm.
-
Bei
einigen Ausführungsformen
kann das Gas innerhalb des Gehäuses 200 in
die Umgebung, in der sich das Gehäuse 200 befindet,
entweichen oder ausströmen.
Wenn das Gas für
Menschen gefährlich
ist, wie beispielsweise NH3, so wird das
Gas innerhalb des Gehäuses 200 so
gesteuert, dass das Gas nicht in schädlichen Mengen in die Umgebung entweicht.
Zum Beispiel sollten im Fall von NH3 die Mengen
unter 25 ppm in der Umgebung gehalten werden. Die Menge des Gases,
zum Beispiel NH3, innerhalb des Gehäuses 200 kann
auch so eingestellt werden, dass diese Bedenken beseitigt sind.
-
Bei
einigen Ausführungsformen
ist das Gehäuse 200 mit
einer Schnittstelle 280 verbunden. Die Schnittstelle 280 ist
dafür konfiguriert,
den Transport des Substrats 270 zu einem (nicht gezeigten)
Träger, zum
Beispiel einer Kassette oder einem als "Front Opening Unified Pod" (FOUP) bezeichneten
Behälter,
der mit der Schnittstelle 280 verbunden ist, zu ermöglichen,
wie es beispielsweise in der gleichzeitig übertragenen und gleichzeitig
anhängigen
vorläufigen
US-Patentanmeldung mit der Seriennummer 60/747,445, eingereicht
am 17. Mai 2006 [Anwaltsregister Nr. 2006.0090/1085.00414], beschrieben
ist, die hiermit in ihrer Gesamtheit durch Bezugnahme in den vorliegenden
Text aufgenommen wird. Die Druck- und Gasverhältnisse in der Schnittstelle 280 können denen
innerhalb des Gehäuses 200 im
Wesentlichen ähneln
oder können
von denen innerhalb des Gehäuses 200 im
Wesentlichen verschieden sein.
-
Das
Ventil 230 und das Ventil 240 sind an einer der
Seitenwände 205 des
Gehäuses 200 angeordnet.
Das Ventil 230 dient dem Einleiten eines Gases, wie beispielsweise
eines Gases, welches das Reduktionsgas enthält, in das Gehäuse 200 aus
einer oder mehreren (nicht gezeigten) Quellen zum Einstellen der
Gasmenge und/oder des Drucks innerhalb des Gehäuses 200, wenn ein
Druck innerhalb des Gehäuses 200 niedriger
ist als ein zuvor festgelegter Druck, wie beispielsweise 1 atm.
Bei einigen Ausführungsformen
weist das durch das Ventil 230 eingeleitete Gas ein Gemisch
aus N2 und H2 auf,
wobei H2 in einer Menge von etwa 4 Volumen-%
bis etwa 10 Volumen-% vorliegt. Das Ventil 240 dient dem
Ablassen des Gases aus dem Gehäuse 200 zum
Einstellen des Drucks innerhalb des Gehäuses 200, wenn der
Druck innerhalb des Gehäuses 200 höher ist
als ein weiterer zuvor festgelegter Druck, wie beispielsweise 2,5
atm. Bei einigen Ausführungsformen
werden nicht beide Ven tile 230 und 240 verwendet,
sondern nur ein einziges Ventil 230 oder 240.
Bei diesen Ausführungsformen
kann das Ventil 230 oder 240 das Gas in das Gehäuse 200 einleiten, wenn
der Druck innerhalb des Gehäuses 200 niedriger
ist als ein zuvor festgelegter Druck, und kann das Gas aus dem Gehäuse 200 ablassen,
wenn der Druck innerhalb des Gehäuses 200 höher ist
als ein zuvor festgelegter Druck.
-
Bei
einigen Ausführungsformen
ist das Manometer 250 an das Ventil 230, das Ventil 240 oder beide
Ventile angeschlossen, so dass das Manometer 250 ein Signal
aussendet, um das Ventil 230 zu veranlassen, das Gas in
das Gehäuse 200 einzuleiten,
und das Ventil 240 zu veranlassen, das Gas aus dem Gehäuse 200 abzulassen.
Bei anderen Ausführungsformen
sind das Ventil 230 und das Ventil 240 zeitlich
eingestellt, um das Gas einzuleiten bzw. abzulassen, oder die Ventile 230 und 240 sind
selbst druckempfindlich oder enthalten integrale Manometer.
-
Bei
einigen Ausführungsformen
erfasst oder misst das Manometer 250 die Drücke innerhalb
und außerhalb
des Gehäuses 200.
Wenn der Druck innerhalb des Gehäuses
200 um einen vorgegebenen Betrag höher ist als der Druck außerhalb
des Gehäuses 200,
so sendet das Manometer 250 ein Signal aus, um das Ventil 240 zu
veranlassen, das Mischgas aus dem Gehäuse 200 abzulassen,
bis der gewünschte
Druckunterschied erreicht ist.
-
Das
Ventil 230 kann dazu dienen, das Reduktionsgas oder ein
Gemisch, welches das Reduktionsgas enthält, einzuleiten. Natürlich können ein oder
mehrere Einleitungsventile 230 vorhanden sein, um das oder
die gewünschten
Gase aus derselben oder aus mehreren Quellen einzuleiten, solange
der Druck und/oder der volumenprozentuale Anteil des Mischgases
innerhalb des Gehäuses 200 auf
einem Richtwert gehalten werden, wie er oben angegeben ist.
-
Bei
Ausführungsformen,
in denen das Ventil 230 ein Reduktionsgas in das Gehäuse 200 einleitet, ist
das Ventil 230 – um
die Einleitung des Reduktionsgases in das Gehäuse 200 zu beschleunigen – nahe einer
oberen Region des Gehäuses 200 angeordnet, wenn
das Molekulargewicht des Reduktionsgases höher ist als das Molekulargewicht
des Gases innerhalb des Gehäuses 200.
Nehmen wir zum Beispiel an, dass das über das Ventil 230 eingeleitete
Reduktionsgas NH3 ist und das Mischgas innerhalb
des Gehäuses 200 ein
Gemisch aus NH3 und He ist. Das Molekulargewicht
von NH3 ist 17, und das Molekulargewicht
von He ist 2. Wenn das Gas 10 % NH3 und 90
% He aufweist, so beträgt
das Molekulargewicht des Gases etwa 3,5, was niedriger ist als 17.
Somit wird das Ventil 230 nahe der oberen Region des Gehäuses 200 angeordnet,
so dass das NH3 effizient in das Gehäuse 200 diffundiert,
wenn das Ventil 230 betätigt
wird. Umgekehrt wird das Ventil 230 nahe der unteren Region
des Gehäuses 200 angeordnet, wenn
das Molekulargewicht des Reduktionsgases geringer ist als das Molekulargewicht
des Mischgases innerhalb des Gehäuses 200.
Nehmen wir zum Beispiel an, dass das Reduktionsgas H2 aufweist
und das Mischgas innerhalb des Gehäuses 200 ein Gemisch
aus H2 und Stickstoff aufweist. Das Molekulargewicht
von H2 ist 2, und das Molekulargewicht von Stickstoff
ist 28. Wenn das Gas 1 % H2 und 99 % Stickstoff
aufweist, so beträgt
das Molekulargewicht des Gases etwa 27,74, was höher ist als 2. Somit diffundiert
das Reduktionsgas aus dem Ventil 230, das nahe der unteren
Region des Gehäuses 200 angeordnet
ist, effizient innerhalb des Gehäuses 200, wenn
das Ventil 230 betätigt
wird. Es ist zu beachten, dass die "obere Region" nicht auf die Oberwand beschränkt ist,
die in 2 zu sehen ist. Die obere Region kann den oberen
Abschnitt der Seitenwand 205 des Gehäuses 200 meinen. Ebenso
kann die untere Region den unteren Abschnitt der Seitenwand 205 des
Gehäuses 200 meinen.
Bei einigen Ausführungsformen
ist das Ventil 230 innerhalb der Plattform 201 angeordnet,
und das Reduktionsgas wird in das Gehäuse 200 durch (nicht
gezeigte) Öffnungen in
der Oberseite der Plattform 201 abgelassen.
-
Die
Konfiguration des Ventils 230 und des Ventils 240 ist
nicht auf die Beschreibungen beschränkt, die oben gegeben wurden
und in den Figuren zu sehen sind. Solange das Gas in das Gehäuse 200 in
einer Weise eingeleitet werden kann, die effizient ein Oxidieren
oder sonstige chemische Reaktionen des Substrats 270 verhindert,
können
das Ventil 230 und das Ventil 240 an jeder gewünschten
Stelle angeordnet werden.
-
Bei
einigen Ausführungsformen
befindet sich das Gehäuse 200 in
einem Ausgangszustand zum Beispiel mit einem Druck von etwa 1 atm
und mit Luft und Feuchtigkeit. Ein solcher Ausgangszustand ist unerwünscht, und
es ist ein gewünschter
Zustand innerhalb des Gehäuses 200,
wie er oben beschrieben wurde, anzustreben. Bei einigen Ausführungsformen sind
wenigstens ein Spülschritt
und ein Pumpschritt vorgesehen, um einen gewünschten Zustand herzustellen.
Ein Spülschritt
leitet ein Reduktionsgas oder ein Gemisch, wie oben beschrieben,
in das Gehäuse 200 ein.
Ein Pumpschritt treibt Luft oder Gas aus dem Gehäuse 200 aus. Bei einigen
Ausführungsformen treibt
ein Pumpschritt, der zum Beispiel durch das Ventil 240 ausgeführt wird,
Luft aus dem Gehäuse 200 aus,
so dass der Druck innerhalb des Gehäuses 200 auf einen
vorgegebenen Druck verringert wird, wie beispielsweise 0,7 atm.
Dann wird der Pumpschritt angehalten, und ein Spülschritt, der zum Beispiel
durch das Ventil 230 ausgeführt wird, leitet ein Reduktionsgas
oder ein Mischgas in das Gehäuse 200 ein.
Bei einigen Ausführungsformen
werden der Spülschritt
und der Pumpschritt mehrere Male wiederholt, um einen gewünschten
Zustand innerhalb des Gehäuses 200 herzustellen.
-
Bei
anderen Ausführungsformen
werden ein Spülschritt
und ein Pumpschritt gleichzeitig ausgeführt, so dass Luft innerhalb
des Gehäuses 200 effizient
ausgetrieben werden kann. Wenn bei den Ausführungsformen das Ventil 230 ein
Reduktionsgas, wie beispielsweise H2, in
das Gehäuse 200 einleitet, so
kann das Ventil 230 am oberen Abschnitt des Gehäuses 200 angeordnet
sein, und das Ventil 240 kann am unteren Abschnitt des
Gehäuses 200 angeordnet
sein, weil H2 (Molekulargewicht 2)
leichter ist als Luft (Molekulargewicht etwa 29) und Luft effektiver
durch das Ventil 240, das am unteren Abschnitt des Gehäuses 200 angeordnet
ist, ausgetrieben werden kann. Wenn das Ventil 230 ein
Gasgemisch, wie beispielsweise H2 und Kr
(Molekulargewicht 36), das schwerer ist als Luft (Molekulargewicht
etwa 29), in das Gehäuse 200 einleitet,
so kann das Ventil 230 am unteren Abschnitt des Gehäuses 200 angeordnet sein,
und das Ventil 240 kann am oberen Abschnitt des Gehäuses 200 angeordnet
sein, um Luft effektiver aus dem Gehäuse 200 auszutreiben.
Bei einigen Ausführungsformen
können
der Spülschritt
und der Pumpschritt durch Schaltgase ausgeführt werden, die den Ventilen 230 und 240 zugeführt werden.
Wie zum Beispiel oben in Absatz [0029] dargelegt, ist das Ventil 230 am
unteren Abschnitt des Gehäuses 200 angeordnet,
um ein H2-haltiges Gemisch einzuleiten, und
das Ventil 240 ist am oberen Abschnitt des Gehäuses 200 angeordnet,
um einen gewünschten
Zustand innerhalb des Gehäuses 200 aufrechtzuerhalten.
Um den Ausgangszustand innerhalb des Gehäuses 200 zu beseitigen,
wird der Spülschritt
durch das Ventil 240 ausgeführt, um H2 in
das Gehäuse 200 einzuleiten,
und der Pumpschritt wird durch das Ventil 230 ausgeführt.
-
Die
Bearbeitungskammern 210 enthalten jeweilige Türen 215.
Bei einigen Ausführungsformen enthalten
die Bearbeitungskammern 210 Vorrichtungen für eine Metallverarbeitung
und/oder eine Deckschichtausbildung. Bei einer Kammer kann es sich um
eine Nass- oder Trockenprozesskammer handeln. Bei einer Ausführungsform
ent halten die Bearbeitungskammern 210 Vorrichtungen zum
Ausbilden des in 1 gezeigten Kontaktlochs. Bei
einigen Ausführungsformen
enthält
die Kammer zur Metallverarbeitung eine Nassreinigungsbank (wie beispielsweise
einen Scrubber), ein Metallreduktionsnassbad (wie beispielsweise
ein Kupferreduktionsnassbad), eine Metallreduktionstrockenkammer
(wie beispielsweise eine Kupferreduktionstrockenkammer), ein Metallisierungsbad
(wie beispielsweise ein Kupferelektroplattierungsbad oder ein chemisches Kupfer-Tauchabscheidungsbad),
eine Trockenätzkammer,
eine Metallpoliervorrichtung (wie beispielsweise eine Vorrichtung
zum chemisch-mechanischen Polieren (CMP)), eine Vorrichtung zum
Abscheiden eines Dielektrikums mit geringem k-Wert (wie beispielsweise
eine Vorrichtung zur chemischen Dampfabscheidung (CVD), eine Vorrichtung
zum Aufschleudern eines Dielektrikums (SOD) oder eine Niederdruck-CVD
(LPCVD)), eine Wärmebehandlungsvorrichtung
(wie beispielsweise eine Ausheilungskammer) oder eine sonstige Kammer,
die Material auf dem Substrat ausbildet oder exponiert, das bei Umgebungskontakt
reagieren kann: Bei einigen Ausführungsformen
kann die Deckschichtausbildungskammer beispielsweise eine Schicht
aus Kobaltsilicid, Titansilicid, Titannitrid, Titan-Titannitrid,
Tantal, Tantalnitrid, Wolframsilicid oder einem sonstigen Material
ausbilden, die über
einer metallhaltigen Schicht ausgebildet wird, um die Schicht vor
Oxidation zu schützen.
-
3A-3C sind
schematische Querschnittsansichten, die das Entfernen einer Kupferoxidschicht
und das Ausbilden einer Deckschicht über einem Kupferkontaktloch
zeigen. Wenden wir uns 3A zu, wo eine Dielektrikumschicht 273 mit
niedrigem k-Wert über
einem Substrat 270 ausgebildet wird. Ein Kupferkontaktloch 275 wird
in der Dielektrikumschicht 273 mit niedrigem k-Wert in
einer Kupfer-Elektroplattierungsvorrichtung, die nicht innerhalb des
Gehäuses 200 angeordnet
ist, ausgebildet. Das Substrat 270 wird dann von der Kupfer- Elektroplattierungsvorrichtung
fortbewegt und in einem (nicht gezeigten) Träger aufbewahrt, wie er im Zusammenhang
mit 1 beschrieben ist. Weil das Substrat 270 in
dem Träger
nicht durch das Gas geschützt
ist, entsteht eine Kupferoxidschicht 271 über dem
Kupfer-Kontaktloch 275, sobald das Kupfer-Kontaktloch 275 Kontakt
mit der Umgebung bekommt. Die Kupferoxidschicht 271 beeinträchtigt eine
elektrische Verbindung zwischen dem Kupfer-Kontaktloch 275 und
einer darüber
ausgebildeten (nicht gezeigten) Metallschicht. Um die Kupferoxidschicht 271 zu
entfernen, wird der Träger,
der das Substrat 270 trägt, mit
der Schnittstelle 280 verbunden, und das Substrat 270 wird
mittels des Roboters 220 von der Schnittstelle 280 durch
die Tür 203 zu
dem Gehäuse 200 transportiert,
wie in 2 gezeigt. Das Substrat 270 wird dann
mittels des Roboters 220 zu einer der Bearbeitungskammern 210,
beispielsweise einer Kupferreduktionskammer, innerhalb des Gehäuses 200 transportiert.
Die Kupferreduktionskammer führt
einen Kupferreduktionsprozess an der über dem Substrat 270 ausgebildeten
Kupferoxidschicht 271 aus, so dass die Kupferoxidschicht 271 entfernt
wird, wie in 3B gezeigt. Das Substrat 270 wird
dann mittels des Roboters 220 aus der Reduktionskammer
in eine andere Kammer 210, wie beispielsweise eine Deckschichtausbildungskammer,
die innerhalb des Gehäuses 200 angeordnet
ist, transportiert. Während
des Transports zwischen den beiden Bearbeitungskammern 210 wird
das Substrat 270 dem Gas innerhalb des Gehäuses 200 ausgesetzt,
wie oben beschrieben. Das exponierte Kupferkontaktloch 275 wird
während
dieses Transports zwischen den Bearbeitungskammern 210 durch
das Gas innerhalb des Gehäuses 200 vor
Oxidierung geschützt.
Dann bildet eine Deckschichtausbildungskammer eine Deckschicht 277,
wie beispielsweise eine Kobaltsilicidschicht, über dem Kupferkontaktloch 275 aus,
wie in 3C gezeigt. Die Deckschicht 277 schützt die Oberseite
des Kupferkontaktlochs 275 vor einem Umgebungskontakt,
wenn das Substrat 270 durch die Schnittstelle 280 hindurch
aus dem Gruppenkammergehäuse 200 in
einen Träger
hinein transportiert wird. Nach dem Ausbilden der Deckschicht 277 wird das
Substrat 270 mittels des Roboters 220 aus der Deckschichtausbildungskammer
heraus bewegt. Das Substrat 270 wird dann zu der Schnittstelle 280 transportiert
und in dem mit der Schnittstelle 280 verbundenen Träger aufbewahrt.
-
Anstelle
mittels einer Metallreduktionskammer wird bei einigen Ausführungsformen
die Kupferoxidschicht 271 mittels einer CMP-Vorrichtung
entfernt, die innerhalb des Gehäuses 200 angeordnet ist.
Nach dem Entfernen der Kupferoxidschicht 271 wird das Substrat 270 mittels
des Roboters 220 in eine Deckschichtausbildungskammer transportiert, um
die Deckschicht 277 auszubilden, wie oben beschrieben.
Weil der Transport des Substrats 270 innerhalb des Gehäuses 200 erfolgt,
ist das Kupferkontaktloch 275 vor Oxidation geschützt. Die
Deckschicht 277 wird dann über dem Kupferkontaktloch 275 ausgebildet
und schützt
das Kupferkontaktloch 275 vor einem Kontakt mit der Umgebung.
-
Bei
weiteren Ausführungsformen
kann eine der Bearbeitungskammern 210 beispielsweise eine Metallisierungskammer
sein, wie beispielsweise eine Kupfer-Elektroplattierungskammer oder eine
chemische Kupfer-Tauchabscheidungskammer,
die innerhalb des Gehäuses 200 ausgebildet
ist. Das Kupferkontaktloch 275 wird durch die Kupferplattierungskammer
ohne Kontakt mit der Umgebung ausgebildet. Das Substrat 270 wird
dann mittels des Roboters 220 aus der Kupferplattierungskammer
und in die Deckschichtausbildungskammer hinein bewegt. Weil der
Transport des Substrats 270 innerhalb des Gehäuses 200 erfolgt,
ist das Kupferkontaktloch 275 vor Oxidation geschützt. Die
Deckschicht 277 wird dann über dem Kupferkontaktloch 275 ausgebildet,
wie oben beschrieben, und schützt
das Kupferkontaktloch 275 vor einem Kontakt mit der Umgebung,
wenn es aus dem Gehäuse 200 entnommen
wird.
-
Des
Weiteren kann bei einigen Ausführungsformen
das Gehäuse
ebenfalls eine Metrologievorrichtung enthalten, um physikalische
oder elektrische Eigenschaften von Materialschichten zu messen,
die über
Substraten 270 ausgebildet wurden. Weil der Transport des
Substrats 270 innerhalb des Gehäuses 200 erfolgt,
ist die Materialschicht vor Oxidation geschützt. Darum können die
Ausbildung von Materialschichten und die Messung physikalischer
und elektrischer Eigenschaften von Materialschichten innerhalb des
Gehäuses 200 erfolgen,
ohne eine Oxidation der Materialschicht befürchten zu müssen.
-
4A ist
eine schematische Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform
einer beispielhaften Gruppenverarbeitungsvorrichtung. 4B ist
eine schematische Querschnittsansicht der beispielhaften Gruppenverarbeitungsvorrichtung
von 4A entlang der Linie 4B-4B.
-
Wenden
wir uns den 4A und 4B zu, wo
eine Region 227 zwischen zwei Reihen von Bearbeitungskammern 210 definiert
und von den übrigen Abschnitten
des Gehäuses 200 mittels
einer Abschirmungs- oder Abdeckkonstruktion 260 abgeschirmt ist.
Die Abschirmungskonstruktion 260 schirmt die Region 227 ab,
in der sich der Roboter 220 über die Führung 225 bewegen
kann. Die Form der Führung 225 kann
zum Beispiel eine Einzelschiene, ein Parallelschienengleis, eine
U-förmige
Schiene, eine O-förmige
Schiene, eine 8-förmige
Schiene, eine Schlangenlinienschiene oder eine Schiene von sonstiger Form
sein, die so definiert ist, dass der Roboter 220 das Substrat 270 bestimmungsgemäß zwischen
den Bearbeitungskammern 210 oder zwischen den Bearbeitungskammern 210 und
der Schnittstelle 280 transportieren kann. Bei einigen
Ausführungsformen kann
der Roboter 220 zum Beispiel ein Roboterarm sein, der innerhalb
des Gehäuses 200 oder
der Abschirmungskonstruktion 260 angeordnet ist. Der Roboterarm
transportiert die Substrate 270 zwischen den Bearbeitungskammern 210 untereinander
oder zwischen den Bearbeitungskammern 210 und der Schnittstelle 280 ohne
eine Schiene.
-
Wenden
wir uns 4B zu, wo das Ventil 230,
das Auslassventil 240 und das Manometer 250 in
der Abschirmungskonstruktion 260 angeordnet sind. Bei dieser
Ausführungsform
sind Rohre oder Leitungen 231 und 241 an das Ventil 230 bzw.
das Auslassventil 240 angeschlossen. Die Rohrleitung 231 führt das
Mischgas oder das Reduktionsgas, das im Zusammenhang mit 2 beschrieben
wurde, zu dem Ventil 230. Die Rohrleitung 241 lässt das
Mischgas oder das Reduktionsgas aus dem Auslassventil 240 ab.
Bei einigen Ausführungsformen
ist die Rohrleitung 241 mit einer (nicht gezeigten) Drucksteuerung
zum Steuern der Druckminderung in der Abschirmungskonstruktion 260 verbunden.
Die Überlegungen
bezüglich
der Positionierung des Ventils 230, des Auslassventils 240 und
des Manometers 250 in der Abschirmungskonstruktion 260 können die
gleichen sein wie die, die oben im Zusammenhang mit 2 beschrieben
wurden.
-
Das
Anordnen einer Abschirmungskonstruktion 260 kann die Fertigungs-
und Betriebskosten senken, weil der Raum, der unter den gewünschten Druck-
oder Gasverhältnissen,
wie oben beschrieben, gehalten wird, verkleinert wird. Die Abschirmungskonstruktion 260 ist
nicht auf die in den 4A-4B gezeigte
Konfiguration beschränkt. Bei
einigen Ausführungsformen
kann die Abschirmungskonstruktion 260 nicht nur die Region 227 abschirmen,
wie in den 3A-3B gezeigt,
sondern auch die Bearbeitungskammern 210. Die Region 227 wird
durch die Abschirmungskonstruktion 260 und die Oberseite 201a der
Plattform 201 umschlossen. Zum Beispiel kann der Raum,
der durch die Abschirmungskonstruktion 260 umschlossen
wird, größer als
der Raum der Region 227, aber kleiner als der Raum des
Gehäuses 200 sein.
Die Abschirmungskonstruktion 260 braucht die Region 227 lediglich
in einer solchen Weise zu bedecken, dass der Roboter 220 das
Substrat 270 bestimmungsgemäß zwischen den Bearbeitungskammern 210 untereinander
oder zwischen den Bearbeitungskammern 210 und der Schnittstelle 280 transportieren
kann, während
die Bereiche von dem übrigen
Teil des Gehäuses 200 abgeschirmt
werden.
-
5A-5E sind
schematische Querschnittsansichten, die ein Ausbilden einer doppelt
damaszierten Struktur zeigen.
-
Wenden
wir uns 5A zu, wo eine Dielektrikumschicht 510 über einem
Substrat 500 ausgebildet ist. Eine leitfähige Schicht 520 ist
innerhalb der Dielektrikumschicht 510 ausgebildet. Eine
Dielektrikumschicht 530 mit einer Öffnung 540, die ein
Kontaktloch und einen Graben enthält, ist über der Dielektrikumschicht 510 dergestalt
ausgebildet, dass eine Oberseite der leitfähigen Schicht 520 teilweise frei
liegt. Die Dielektrikumschicht 510 und das Substrat 500 ähneln der
Dielektrikumschicht 273 und dem Substrat 270,
die oben beschrieben wurden. Die leitfähige Schicht 520 kann
zum Beispiel eine Kupferschicht, eine Aluminium-Kupfer-Schicht, eine Aluminiumschicht
oder eine sonstige leitfähige
Schicht sein, die bei Kontakt mit Luft oxidiert. Die Dielektrikumschicht 530 kann
zum Beispiel eine Oxidschicht, eine Nitridschicht, eine Oxynitridschicht,
eine Dielektrikumschicht mit niedrigem k-Wert, eine Dielektrikumschicht
mit einem extrem niedrigen k-Wert
(ELK) oder eine sonstige Dielektrikumschicht sein, die in der Lage
ist, unterschiedliche leitfähige
Schichten zu isolieren.
-
Dann
wird eine Sperrschicht 550 im Wesentlichen deckungsgleich über der
Dielektrikumschicht 530 und der Öffnung 540 ausgebildet,
wie in 5B gezeigt. Die Sperrschicht 550 kann
zum Beispiel eine Tantal (Ta)-Schicht,
eine Tantalnitrid (TaN)-Schicht, eine Titan (Ti)-Schicht, eine Titannitrid
(TiN)-Schicht oder eine Schicht aus einem sonstigen Material sein. Die
Sperrschicht 550 kann beispielsweise mittels einer PVD-Vorrichtung oder
einer CVD-Vorrichtung ausgebildet werden.
-
Eine
im Wesentlichen deckungsgleiche Keimschicht 560 wird dann über der
Sperre 550 ausgebildet, wie in 5C gezeigt.
Die Keimschicht 560 ist eine Schicht, die für einen
anschließenden
chemischen Plattierungsprozess ausgebildet ist, um darüber eine
metallhaltige Schicht, zum Beispiel eine Kupferschicht, auszubilden.
Die Keimschicht 560 kann zum Beispiel eine dünne Kupferschicht
sein, die mittels einer PVD-Vorrichtung ausgebildet wird.
-
Eine
Materialschicht 570, wie beispielsweise Kupfer, wird über der
Keimschicht 560 ausgebildet, wie in 5D gezeigt.
Die Materialschicht 570 kann zum Beispiel mittels einer
Vorrichtung für
eine elektrochemische Plattierung oder einer Vorrichtung für eine chemische
Tauchabscheidung ausgebildet werden.
-
Abschnitte
der Sperrschicht 550, der Keimschicht 560 und
der Materialschicht 570 werden entfernt, um eine doppelt
damaszierte Struktur auszubilden, welche die Sperrschicht 550a,
die Keimschicht 560a und die leitfähige Schicht 570a enthält. Der
Prozess zum Entfernen der Abschnitte der Sperrschicht 550,
der Keimschicht 560 und der Materialschicht 570 kann
zum Beispiel ein chemisch-mechanischer Polier (CMP)-Prozess oder
ein Ätzprozess
sein.
-
Bei
einem herkömmlichen
Prozess wird nach der Ausbildung der Öffnung 540, die in 5A gezeigt
ist, das Substrat 500 aus einer Ätzvorrichtung zu einer PVD-Vorrichtung transportiert,
um die Sperrschicht 550 (in 5B gezeigt)
abzuscheiden. Während
des Transports von der Ätzvorrichtung
zu der PVD-Vorrichtung ist die Oberseite der leitfähigen Schicht 520 der
Umgebung ausgesetzt, so dass sich auf ihr Oxid bildet. Darum wird
ein Vorreinigungsprozess verwendet, um das Oxid zu entfernen, das
sich auf der Oberseite der leitfähigen
Schicht 520 gebildet hat. Des Weiteren nimmt die Dielektrikumschicht 530 (wie
beispielsweise eine Dielektrikumschicht mit niedrigem k-Wert), weil
sie der Umgebung ausgesetzt ist, Feuchtigkeit aus der Umgebung auf.
Darum muss in einem herkömmlichen
Prozess die in 5A gezeigte Struktur einem Entgasungsprozess
unterzogen werden, um Feuchtigkeit aus der Dielektrikumschicht 530 zu
entfernen, bevor die Sperrschicht 550 abgeschieden wird.
Durch die Verwendung des oben beschriebenen Gehäuses 200 können die
in den 5A und 5B veranschaulichten
Prozesse beide innerhalb des Gehäuses 200,
wie es im Zusammenhang mit den 2, 4A und 4B dargelegt
wurde, ausgeführt
werden. Weil das Gehäuse 200 ein
Reduktionsgas oder ein Gemisch aus einem Reduktionsgas und Stickstoff
oder Inertgas enthält,
ist die Oberseite der leitfähigen
Schicht 520 und der Dielektrikumschicht 530 nicht
der Umgebung ausgesetzt. Dementsprechend können der Vorreinigungsprozess
und der Entgasungsprozess weggelassen werden.
-
Des
Weiteren wird in einem herkömmlichen Prozess
nach dem Ausbilden der Keimschicht 560 (in 5C gezeigt)
und vor dem Ausbilden der Materialschicht (die hergestellt wird,
um die in 5D gezeigte leitfähige Schicht 570 auszubilden)
ein "Q-Zeit"-Ziel verwendet.
Das "Q-Zeit"-Ziel ist von etwa
4 Stunden bis etwa 6 Stunden und dient dem Verhindern von zu viel
unerwünschter
Oxidation auf der Oberseite der Keimschicht 560. Allerdings
kann der Gebrauch des Gehäuses 200 das "Q-Zeit"-Ziel einsparen und
den Prozessablauf, wie er in den 5A-5D gezeigt
ist, entspannen.
-
Des
Weiteren wird das Substrat 500 nach dem Entfernen der Abschnitte
der Sperrschicht 550, der Keimschicht 560 und
der Materialschicht 570 zum Beispiel aus einer CMP-Kammer
zu einer CVD-Kammer transportiert, um eine Dielektrikumschicht über der
doppelt damaszierten Struktur auszubilden. In einem herkömmlichen
Prozess werden die Oberseiten der leitfähigen Schicht 570a und
der Dielektrikumschicht 530 während des Transports des Substrats 500 der
Umgebung ausgesetzt. Es werden ein weiterer Vorreinigungsprozess
und Entgasungsprozess verwendet, um das Oxid zu entfernen, das sich
auf der Oberseite der leitfähigen
Schicht 570a bildet, bzw. um Feuchtigkeit aus der Dielektrikumschicht 530 zu
entfernen. Wie oben beschrieben, können der CMP-Prozess und der
anschließende CVD-Prozess
innerhalb des Gehäuses 200 ausgeführt werden.
Das Substrat 500 kann somit innerhalb des Gehäuses 200 transportiert
werden, ohne Kontakt zur Umgebung zu bekommen. Dementsprechend können der
Vorreinigungsprozess und der Entgasungsprozess eingespart werden.
-
Durch
den Wegfall der Vorreinigungsprozesse, der Entgasungsprozesse und/oder
des "Q-Zeit"-Ziels, die in einem
herkömmlichen
Prozess verwendet werden, wie oben beschrieben, kann die Prozesszeit
zum Ausbilden integrierter Schaltkreise verkürzt werden, und der Prozessablauf
wird flexibler. Dank des Wegfalls der Vorreinigungsprozesse, der
Entgasungsprozesse und/oder des "Q-Zeit"-Ziels können außerdem die
Vorrichtungen oder Kammern für
die Vorreinigungsprozesse und die Entgasungsprozesse und/oder die
Lagervorrichtungen zum Aufbewahren von Substraten während des "Q-Zeit"-Ziels entfallen.
Dank der Verringerung der Anzahl der technischen Vorrichtungen kann
der Platzbedarf eines Herstellungswerkes deutlich – zum Beispiel
um ein Drittel – verringert
werden.
-
Bei
einigen Ausführungsformen
kann das Gehäuse 200 mit
dem Träger
und der Einrichtungsschnittstelle zusammenwirken, wie es beispielsweise in
der gleichzeitig übertragenen
und gleichzeitig anhängigen
vorläufigen
US-Patentanmeldung mit der Seriennummer 60/747,445, eingereicht
am 17. Mai 2006 [Anwaltsregister Nr. 2006.0090/1085.00414], beschrieben
ist. Durch die Kombination des Trägers, der Einrichtungsschnittstelle
und des Gehäuses 200 lassen
sich das gewünschte
Ergebnis, wie oben beschrieben, und eine Vorrichtung mit Gruppenverarbeitungskammern
effektiver erreichen.
-
Obgleich
die vorliegende Erfindung anhand beispielhafter Ausführungsformen
beschrieben wurde, ist sie nicht darauf beschränkt. Vielmehr sind die angehängten Ansprüche in weitem
Sinne so auszulegen, dass auch andere Varianten und Ausführungsformen
der Erfindung darin aufgenommen sind, die der einschlägig bewanderte
Fachmann vornehmen kann, ohne den Geltungsbereich der Erfindung
und den Erstreckungsbereich von Äquivalenten
der Erfindung zu verlassen.