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DE102006058042A1 - Kontaktantriebsanordnung - Google Patents

Kontaktantriebsanordnung Download PDF

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DE102006058042A1
DE102006058042A1 DE102006058042A DE102006058042A DE102006058042A1 DE 102006058042 A1 DE102006058042 A1 DE 102006058042A1 DE 102006058042 A DE102006058042 A DE 102006058042A DE 102006058042 A DE102006058042 A DE 102006058042A DE 102006058042 A1 DE102006058042 A1 DE 102006058042A1
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Germany
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contact
drive
delay
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contact drive
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DE102006058042A
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English (en)
Inventor
Henrik Dr.-Ing. Lohrberg
Joachim Eggers
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ABB Technology AG
Original Assignee
ABB Technology AG
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Publication date
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Priority to AT07021677T priority patent/ATE540419T1/de
Priority to US11/950,684 priority patent/US7652221B2/en
Priority to CN2007101969243A priority patent/CN101226845B/zh
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/02Details
    • H01H33/28Power arrangements internal to the switch for operating the driving mechanism
    • H01H33/30Power arrangements internal to the switch for operating the driving mechanism using fluid actuator
    • H01H33/34Power arrangements internal to the switch for operating the driving mechanism using fluid actuator hydraulic
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H3/00Mechanisms for operating contacts
    • H01H3/22Power arrangements internal to the switch for operating the driving mechanism
    • H01H3/30Power arrangements internal to the switch for operating the driving mechanism using spring motor
    • H01H2003/3094Power arrangements internal to the switch for operating the driving mechanism using spring motor allowing an opening - closing - opening [OCO] sequence

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  • Driving Mechanisms And Operating Circuits Of Arc-Extinguishing High-Tension Switches (AREA)
  • Fluid-Pressure Circuits (AREA)
  • Keying Circuit Devices (AREA)
  • Mechanisms For Operating Contacts (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine Kontaktantriebsanordnung für das Bewegen von wenigstens einem Kontakt in Hochspannungsschaltanlagen mit einem Kontaktantrieb und mit einem Hilfsschalter, der wenigstens zwei Hilfskontakte aufweist. Der Kontaktantrieb arbeitet mit dem wenigstens einen Kontakt und mit einem ersten Hilfskontakt zusammen. Zudem ist ein Verzögerungsantrieb mit dem Kontaktantrieb funktional parallel geschaltet und der Verzögerungsantrieb arbeitet mit einem zweiten Hilfskontakt zusammen. Der erste und der zweite Hilfskontakt sind elektrisch in Reihe geschaltet. Außerdem weist der Verzögerungsantrieb ein Dämpfungselement auf und durch das Dämpfungselement ist die Zeitspanne für eine Schalthandlung im Vergleich zur Zeitspanne für eine Schalthandlung mit dem Kontaktantrieb verlängert.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Kontaktantriebsanordnung für das Bewegen von wenigstens einem Kontakt in Hochspannungsschaltanlagen nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
  • Hochspannungsschaltanlagen, insbesondere gasisolierte Hochspannungsschaltanlagen (GIS) sind allgemein bekannt und werden seit vielen Jahren im Spannungsbereich von etwa 7,2 kV bis 800 kV verwendet. Die GIS werden meist in Bausteintechnik ausgeführt. Anlagenbauteile, wie Sammelschienen, Trennschalter, Leistungsschalter, Wandler gegebenenfalls mit Kabelendverschlüssen und Verbindungselementen sind dabei als gasdichte gekapselte Module ausgestaltet. Als Isoliergas wird üblicherweise Schwefelhexafluorid (SF6), aber auch andere Gase werden eingesetzt.
  • In solchen Hochspannungsschaltanlagen sind auch Antriebe erforderlich, die beispielsweise elektrische Kontakte in Trennern, Schaltern usw. bewegen, um den ordnungsgemäßen Betrieb einer solchen Anlage zu gewährleisten. Dazu werden unter anderem hydromechanische Antriebe eingesetzt, um die Bewegung von elektrischen Kontakten bei verschiedenen Schaltfolgen vorzunehmen. Eine dieser Schaltfolgen ist die sogenannte CO-Schaltung, die ein Einschalten mit einem anschließenden Wiederausschalten eines Schalters beinhaltet. Diese Schaltfolge wird antriebsseitig durch einen Hilfsschalter veranlasst, der üblicherweise mehrere Kontakte aufweist, die abhängig von einer Antriebsstellung des Schalters schließen oder öffnen. Bei der CO-Schaltung wird das Signal für das Ausschaltsignal schon bei der Einschaltung gegeben, der entsprechende Stromkreis bleibt aber durch den Hilfsschalter unterbrochen, bis der Antrieb fast die Einschaltstellung erreicht hat. Die Zeitspanne, die der so angesteuerte Antrieb für die Schaltfolge benötigt, ist für einige Schaltanlagen jedoch so gering, dass die Einschaltstellung noch gar nicht erreicht ist, und derart von der Ausschaltung überlagert wird, dass der Schalter insgesamt nicht ordnungsgemäß schließt. (Frage: Ist es Zweck der CO-Schaltung, eine Schalter- bzw. eine Kontaktprüfung vorzunehmen?)
  • Ausgehend von diesem Stand der Technik, ist es Aufgabe der Erfindung, eine Kontaktantriebsanordnung anzugeben, die sicherstellt, dass bestimmte Schaltfolgen, insbesondere die CO-Schaltung ordnungsgemäß durchführbar sind.
  • Diese Aufgabe wird gelöst durch die Kontaktantriebsanordnung für das Bewegen von wenigstens einem Kontakt in Hochspannungsschaltanlagen der eingangs genannten Art mit den in Patentanspruch 1 genannten Merkmalen.
  • Demgemäß ist die erfindungsgemäße Kontaktantriebsanordnung der eingangs genannten Art dadurch gekennzeichnet, dass ein Verzögerungsantrieb mit dem Kontaktantrieb funktional parallel geschaltet ist, dass der Verzögerungsantrieb mit einem zweiten Hilfskontakt zusammenarbeitet, dass der erste und der zweite Hilfskontakt elektrisch in Reihe geschaltet sind, dass der Verzögerungsantrieb ein Dämpfungselement aufweist, und dass durch das Dämpfungselement die Zeitspanne für eine Schalthandlung im Vergleich zur Zeitspanne für eine Schalthandlung mit dem Kontaktantrieb verlängert ist.
  • Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Anordnung besteht darin, dass durch die Parallelschaltung eines Verzögerungsantriebes zu dem Kontaktantrieb eine Verzögerung der Schaltvorgänge erreicht wird, ohne unmittelbaren Eingriff in den Kontaktantrieb selbst vornehmen zu müssen. Ein solcher unmittelbarer Eingriff in die Geschwindigkeit der Schalthandlungen des Kontaktes wäre beispielsweise eine entsprechende elektrische oder elektronische Ansteuerung, die jedoch aus Sicherheitsgründen häufig nicht akzeptierbar ist. Eine Parallelschaltung des Verzögerungsantriebes vermeidet einen derartigen unmittelbaren Eingriff und stellt gleichzeitig über das Dämpfungselement eine Möglichkeit dar, die Zeitspanne, bis beide Hilfskontakte geschlossen sind auf einen vorgegebenen Wert in besonders einfacher Weise anzupassen. Mit einer derart verzögerten Schaltung ist jede gewünschte Schaltfolge problemlos realisierbar.
  • Der Verzögerungsantrieb kann als elektrischer oder pneumatischer Antrieb ausgeführt sein. Ein besonderer Vorteil ergibt sich jedoch, wenn der Kontaktantrieb ein hydromechanischer Antrieb ist.
  • In der Regel ist nämlich auch der Kontaktantrieb ein hydromechanischer, so dass die nachträgliche Installation eines Verzögerungsantriebes oder auch die Planung einer Kontaktantriebsanordnung in der erfindungsgemäßen Art besonders einfach ist. Die vorhandenen hydraulischen Systeme für den Kontaktantrieb können dann in besonders einfacher Weise auch für den Verzögerungsantrieb genützt werden.
  • Eine besonders kompakte Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes ist durch die Verwendung eines Differenzialkolbenzylinders als hydraulischen Antrieb erreicht.
  • Ein hydraulischer Verzögerungsantrieb enthält vorteilhafterweise auch ein hydraulisches Dämpfungselement, das sich dadurch kennzeichnet, dass das hydraulische Dämpfungselement eine vorgegebene vom Steuermedium unabhängige Menge an einem flüssigen Dämpfungsmedium in einem vorgegebenen Dämpfungsvolumen aufweist, dass eine Blende das vorgegebene Volumen unterteilt, und dass im Aktivierungsfall das Dämpfungsmedium über die Blende von einem Teil in einen anderen Teil des Dämpfungsvolumens gelangt.
  • Auf diese Weise wird kein Steuerungsmedium für die Dämpfungsfunktion des Verzögerungsantriebes benötigt, sondern lediglich zu dessen Ansteuerung.
  • Weitere volteilhafte Ausgestaltungen des Erfindungsgegenstandes sind den abhängigen Ansprüchen zu entnehmen.
  • Anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen der Erfindung sollen die Erfindung sowie vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung näher erläutert und deren Vorteile beschrieben werden.
  • Es zeigen:
  • 1: eine Prinzipskizze einer Verzögerungsschaltung sowie
  • 2 eine schematische Darstellung einer Kontaktantriebsanordnung.
  • 1 zeigt ein Schaltbild 10 mit einem Hilfsschalter 12, der einen ersten 14 sowie einen zweiten Hilfskontakt 16 aufweist. Zudem ist ein Kontaktantrieb 18 gezeigt, der einerseits mit dem ersten Hilfskontakt 14 verbunden ist und anderseits einen, jedoch in dieser Figur nicht dargestellten elektrischen Kontakt eines Hochspannungsschalters antreibt. Im dargestellten Beispiel ist der Kontaktantrieb 18 ein hydromechanischer, was durch die Zylinder-Kolben-Anordnung als Symbol für den Kontaktantrieb 18 dargestellt ist. Dabei wird der Kontaktantrieb 18 über eine Steuerdruckleitung 20 mit Steuermedium Z versorgt, während das Steuermedium Z, insbesondere ein Steuerungsöl, über eine Drainageleitung 22 in einen hier nicht näher dargestellten Steuermediumkreislauf zurückfließt.
  • 1 zeigt beide Hilfskontakte 14, 16 in der Geöffnet-Stellung. Wird nun beispielsweise der Kontaktantrieb 18 so angesteuert, dass er schließt, ist durch die Verbindung zwischen dem Kontaktantrieb 18 und dem ersten Hilfskontakt 14 sicher gestellt, dass auch dieser geschlossen wird. Gleichwohl ist der zweite Hilfskontakt 16 noch geöffnet, so dass ein Signalfluss von einer signalgebenden Seite 24 zu einer signalempfangenden Seite 26 am Hilfsschalter 12 noch nicht gewährleistet ist. Der zweite Hilfskontakt 16 wird nämlich separat angesteuert, beispielsweise elektrisch oder pneumatisch, so dass dieser unabhängig vom Kontaktantrieb 18 schließbar ist. Dies geschieht über ein Dämpfungselement, das beispielsweise elektrisch, pneumatisch oder auch hydraulisch sein kann. Die nähere Ausgestaltung ist in dieser Figur noch nicht gezeigt.
  • 2 zeigt einen Verzögerungsantrieb 30 in schematischer Darstellung, der als hydraulischer Antrieb ausgeführt ist und auf einen Verzögerungskontakt 32 eines zweiten Hilfsschalters 34 wirkt. Im zweiten Hilfsschalter 34 ist zudem ein Hilfsschalterkontakt 36 gezeigt, der von einem hydraulischen Kontaktantrieb betätigt wird, was jedoch in dieser Figur nicht näher gezeigt ist. In dem gewählten Beispiel wird über eine Auslösespule 38 ein Signal in den zweiten Hilfsschalter 34 gebracht. Auf einer Ausgangsseite 40 des zweiten Hilfsschalters 34 wird das Signal jedoch erst ankommen, wenn sowohl der Hilfsschalterkontakt 36 als auch der Verzögerungskontakt 32 in eine geschlossene Stellung verbracht worden sind. Beide Kontakte 32, 36 sind in der Figur in ihrer Geöffnet-Stellung gezeigt.
  • Der Verzögerungsantrieb 30 weist einen Kolben 42 auf, der in einem Gehäuse 44 geführt ist. Im gewählten Beispiel ist der Kolben 42 zylinderförmig ausgestaltet und wird auf einer ersten Stirnseite 46 mittels einer ersten Leitung 48 mit Steueröl X versorgt. Mit einer ersten Dichtung 50, die den Kolben 42 gegen das Gehäuse 44 abdichtet, ist verhindert, dass das Steueröl X entlang der Mantelfläche des Kolbens 42 auf eine zweite Stirnseite 52 des Kolbens 42 gelangt. Auf der zweiten Stirnseite 52 ist ein Auslöseelement 54 angeordnet, das auf den Verzögerungskontakt 32 wirkt. Wird nun der Steueröldruck der ersten Leitung 48 erhöht, bewegt sich der Kolben 42 und mit ihm das Auslöseelement 54 in Richtung des Verzögerungskontakts 32, der nach einer gewissen Zeit von seiner Geöffnet-Stellung in seine Geschlossen-Stellung verbracht ist. Dabei ist die hierfür benötigte Zeit abhängig vom zurückzulegenden Weg des Auslöseelements bis dieses den Verzögerungskontakt 32 geschlossen hat und einer Druckdifferenz zwischen dem Steueröldruck auf der ersten Stirnseite 46 und einem Dämpfungsöldruck in einem Dämpfungsvolumen 56 auf der zweiten Stirnseite 52. In diesem Dämpfungsvolumen 56 bewegt sich ein bestimmter Zylinderabschnitt 58 des Kolbens 42 entsprechend den herrschenden Druckverhältnissen hin oder her, wobei der Zylinderabschnitt 58 einen größeren Durchmesser aufweist als der verbleibende Teil des Kolbens 42. Auf diese Weise verbleibt ein ringförmiger stirnseitiger Flächenbereich 60 auf der zur zweiten Stirnseite 52 abgewandten Seite des Zylinderabschnitts 58, an den eine zweite Leitung 62 angeschlossen ist. Diese Leitung ist an ihrer anderen Seite mit dem Dämpfungsvolumen 56 auf der Seite der zweiten Stirnseite 52 verbunden. Auf diese Weise kann das Dämpfungsöl innerhalb des Dämpfungsvolumens 56 über die zweite Leitung 62 von der einen Stirnseite des Zylinderabschnitts 58 mit dessen anderen Stirnseite kommunizieren. In der zweiten Leitung 62 ist eine Blende 64 angeordnet.
  • Die Blende 64 hat die Aufgabe, im Falle der Bewegung des Kolbens 42 in die eine oder andere Richtung den Durchfluss durch die zweite Leitung 62 zu begrenzen und derart einen bestimmten Druck aufzubauen. Die Größe des Blendendurchmessers bestimmt die Geschwindigkeit bzw. den Druck mit der das Dämpfungsölvolumen von der einen Stirnseite zur anderen Stirnseite des Zylinderabschnittes 58 gelangt. Auf diese Weise lässt sich die Dämpfung des Verzögerungsantriebes 30 durch eine entsprechende Wahl der Blende auf besonders einfache Weise einstellen. Der dargestellte Verzögerungsantrieb ist eine Verwirklichung des Differenzialkolbenprinzips.
  • Eine weitere Möglichkeit das Dämpfungsverhalten sowie die Arbeitsgeschwindigkeit des Kolbens 42 zu beeinflussen liegt in einer Druckveränderung des Dämpfungsöldrucks. Hierfür ist eine dritte Leitung 66 mit der zweiten Leitung 62 verbunden, wobei mit der dritten Leitung 66 der Druck im Dämpfungsöl P entweder erhöht wird, was eine langsamere Arbeitsgeschwindigkeit des Kolbens 42 bewirkt, oder der Druck erniedrigt wird, was wiederum eine schnellere Arbeitsgeschwindigkeit des Kolbens 42 zur Folge hat. Auch auf diese Art lässt sich das Dämpfungsverhalten bzw. die Arbeitsgeschwindigkeit des Kolbens 42 in besonderes einfacher Weise verändern.
  • Eine zusätzliche Einflussnahme auf die Verzögerungszeit, das heißt die Zeitspanne, die der Verzögerungskontakt 32 benötigt von seiner Geöffnet-Stellung in seine Geschlossen-Stellung zu gelangen, besteht darin, die Kolbenbewegung in Richtung des Verzögerungskontakts 32 zu beschränken oder zu erweitern. Hierfür ist eine Stange 68 mit der ersten Stirnseite 46 des Kolbens 42 verbunden und wiederum mit einer zweiten Dichtung 70 gegen das Gehäuse 44 gegen Ölaustritt von Steueröl X abgedichtet. Auf einer freien Stirnfläche der Stange 68 wirkt eine Verstelleinrichtung 72, die jedoch nicht in allen Einzelheiten gezeigt ist. In einer einfachen Ausgestaltung kann dies eine handverstellbare Verstelleinrichtung, wie beispielsweise eine Schraube sein. Es ist aber auch innerhalb des Erfindungsgedankens hier einen Antrieb oder andere Maßnahmen zur Verstellung vorzusehen. Jedenfalls wird der Gesamthub des Kolbens 42 und damit die Zeit zwischen Bewegungsbeginn und Kontaktgabe über die Verstelleinrichtung 72 einstellbar sein.
  • Insbesondere die Einstellung der Zeit bis der Verzögerungskontakt 32 schließt, kann besonders exakt dadurch eingestellt werden, dass diese als bistabiler Kontakt ausgeführt ist. Für den Kontakt bedeutet dies, dass er an einem konstruktionsbedingt vorgegebenen Schaltpunkt automatisch in seine Geschlossen-Stellung verbracht wird und demgemäß ein bestimmter Schaltpunkt und die dazu gehörige Schaltzeit besonders exakt vorherbestimmbar ist. Entsprechend kann der Hub des Kolbens 42 über die die Verstelleinrichtung auf diesen Schaltpunkt abgestimmt werden.
  • Ein weiterer Vorteil der Verwendung eines vordefinierten Dämpfungsvolumens 56 besteht in der weitgehenden Unabhängigkeit von der Temperatur, bei der das System arbeitet.
  • Das zur Versorgung des Verzögerungsantriebes benötigte Steueröl X ist vergleichsweise gering und kann ohne weiteres an eine vorhandene Steuerölversorgung, beispielsweise derjenigen des Kontaktantriebes, entnommen werden. Auch die Versorgung mit Dämpfungsöl kann prinzipiell von einer vorhandenen Steuerölversorgung übernommen werden. Vorteilhaft ist es jedoch, ein separates Dämpfungsvolumen mit separatem Dämpfungsöl vorzusehen, insbesondere dann, wenn keine Einstellmöglichkeit über den Dämpfungsöldruck gewünscht wird. Auf diese Weise ist es nämlich durch entsprechende Auslegung der Blende 64 möglich, den Volumenstrom von Dämpfungsöl, der sich über die Blende 64 bewegt, so auszulegen, dass sich das Öl im Bereich der Blende jedenfalls im turbulenten Strömungsbereich befindet, und auf diese Weise der Druckabfall über der Blende besonders exakt berechenbar ist. Im Falle zu niedriger Reynolds-Zahlen, also im Bereich einer laminaren Strömung, müsste bei einem kleinen Volumenstrom über eine Blende der Blendendurchmesser entsprechend gering gewählt werden, so dass insbesondere bei tiefen Temperaturen eine derartige Anordnung gegebenenfalls technische Probleme nach sich zieht. Zudem ist beim Einsatz kleiner Blenden der Einfluss der Fertigungstoleranzen vergleichsweise groß.
  • Der in dieser Figur dargestellte Verzögerungsantrieb 30 hat als Kolben 42 einen so genannten doppelten Differenzialkolben. Bei diesem ergibt sich die Wirkfläche des Kolbens aus der Differenz zweier druckwirksamen Stirnflächen des zylinderförmigen Kolbens 42. Auf diese Weise kann das benötigte Dämpfungsvolumen 56 vergleichsweise klein bemessen werden.
  • Eine weitere Möglichkeit die Verzögerungszeit bis zum Schließen des Verzögerungskontaktes einzustellen besteht darin, dass der Verzögerungskontakt zunächst einen so genannten Leerhub ausführt. Beim Leerhub wird der Kolben 42 einmal hin- und herbewegt, jedoch nur in der Weise, dass der Verzögerungskontakt 32 nicht schließt. Durch die für den Leerhub benötigte Zeit ist die erlaubte Geschwindigkeit des Kolbens insgesamt erhöht und die Auswirkungen von Fertigungstoleranzen der Teile des Verzögerungskontaktes beziehungsweise des Verzögerungsantriebes auf den Schaltzeitpunkt verringert.

Claims (10)

  1. Kontaktantriebsanordnung für das Bewegen von wenigstens einem Kontakt in Hochspannungsschaltanlagen mit einem Kontaktantrieb und mit einem Hilfsschalter, der wenigstens zwei Hilfskontakte aufweist, wobei der Kontaktantrieb mit dem wenigstens einen Kontakt und mit einem ersten Hilfskontakt zusammenarbeitet, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verzögerungsantrieb mit dem Kontaktantrieb funktional parallel geschaltet ist, dass der Verzögerungsantrieb mit einem zweiten Hilfskontakt zusammenarbeitet, dass der erste und der zweite Hilfskontakt elektrisch in Reihe geschaltet sind, dass der Verzögerungsantrieb ein Dämpfungselement aufweist, und dass durch das Dämpfungselement die Zeitspanne für eine Schalthandlung im Vergleich zur Zeitpanne für eine Schalthandlung mit dem Kontaktantrieb verlängert ist.
  2. Kontaktantriebsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktantrieb ein hydromechanischer Antrieb ist.
  3. Kontaktantriebsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Verzögerungsantrieb ein elektrischer oder pneumatischer Antrieb ist.
  4. Kontaktantriebsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Verzögerungsantrieb ein hydraulischer Antrieb ist, insbesondere mit einem Diffenentialkolbenzylinder.
  5. Kontaktantriebsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktantrieb und der Verzögerungsantrieb separate Komponenten oder in einem Bauteil angeordnet sind.
  6. Kontaktantriebsanordnung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktantrieb und der Verzögerungsantrieb mit derselben Steuerdruckversorgung ansteuerbar sind.
  7. Kontaktantriebsanordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das hydraulische Dämpfungselement eine vorgegebene vom Steuermedium unabhängige Menge an einem flüssigen Dämpfungsmedium in einem vorgegebenen Dämpfungsvolumen aufweist, dass eine Blende das vorgegebene Volumen unterteilt, und dass im Aktivierungsfall das Dämpfungsmedium nur über die Blende vom einen Teil in einen anderen Teil des Dämpfungsvolumen gelangt.
  8. Kontaktantriebsanordnung nach einem der vorgenanten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfskontakte bistabile Kontakte sind.
  9. Kontaktantriebsanordnung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verzögerungszeit des Verzögerungskontaktes einstellbar ist.
  10. Kontaktantriebsanordnung nach einem der vorgenanten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktantrieb einen Kolben aufweist, das als Differentialkolben ausgestaltet ist.
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