DE3128486A1 - "verfahren und vorrichtung zur steuerung eines pneumatisch betriebenen servomotors" - Google Patents
"verfahren und vorrichtung zur steuerung eines pneumatisch betriebenen servomotors"Info
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Description
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Die Erfindimg betrifft ein Verfahren zur Steuerung eines pneumatisch betriebenen Servomotors mit Hubstange sowie
eine Vorrichtung zum Durchführen dieses Verfahrens.
Bei Kraftfahrzeugen und anderen maschinengetriebenen Einrichtungen
werden in zunehmendem Maße auch solche Betätigungseinrichtungen durch elektrische oder elektronische
Schaltkreise beeinflußt, -bei denen hohe Stellenergien aufzubringen
sind. Ein typisches Beispiel sind Servomotoren zur Betätigung von Kupplungen.
Es ist bekannt, z.B. eine Fahrzeugkupplung mit Hilfe einer Fremdkraft, wie sie ein unterdruckbetätigter Servomotor
darstellt, zu bedienen. Hierbei wirkt ein elektronischer Schaltkreis auf Magnetventile, welche den Arbeitsraum des
pneumatischen Servomotors in Abhängigkeit von.den Signalen der Steuerelektronik abwechselnd mit einer Unterdruckquelle
und der Atmosphäre verbinden und damit den Druck- und Hubzustand des Servomotors so beeinflussen, daß die gewünschten
Schlupfwerte an der Kupplung auftreten.
Bei solchen pneumatischen Servomotoren erfolgt die Bewegung ihrer Hubstange schnell und unvermittelt, so daß - z.B. in
Verbindung mit einer Kupplungsbetätigung - das Einkuppeln außerordentlich plötzlich erfolgt. Dies hat einen erhöhten
Kupplungsverschleiß zur Folge, der sich vor-allem dann
sehr negativ bemerkbar macht, wenn die Kupplung in Verbindung mit einem sogenannten Schwungnutz-System betrieben
werden soll. Bei solchen Systemen an Verbrennungsmotoren wird die Kurbelwelle des Motors in bestimmten Betriebszuständen
des'angetriebenen Fahrzeugs vom Motorschwungrad
durch Lüften der Kupplung getrennt, um auf diese ¥eise einen sofortigen Stillstand des Motors zu erreichen, wenn
3 —
die Fahrbetrieb sb edingungen keine Leistungsabgabe" des
Motors erfördern, wie z„Bo im Schiebebetrieb oder Leerlauf»
Der Motor wird durch Schließen der Kupplung mit Hilfe der frei weiterlaufenden Schwungscheibe wieder angeworfen;, wenn
die Fahrbetriebsbedingungen dies erforderno Bei einem ruckartigen
Einkuppeln würde "aufgrund der hohen Beschleunigungen,
die die Motorbauteile beim Anwerfen erfahren, auch ein erhöhter Motorverschleiß die Folge seino Deshalb ist
es erforderlich, daß das Schließen der Kupplung zwar möglichst schnell erfolgt, aber dennoch eine Begrenzung der
Motorbelastung durch weiches Einkuppeln erreicht wirdo
Es wurde hierzu bereits vorgeschlagen, das Überfahren des Kupplungsluftspaltes dadurch auf die maximal mögliche Stellgeschwindigkeit
zu bringen, daß "der Servomotor durch ein zusätzliches mechanisches Ventil"für diese Arbeitsphase mit
gegenüber dem Normalbetrieb zusätzlichem Pneumatikgas beaufschlagt wirdg bei Berührung der Kupplungsreibflächen
sollte dann der Strömungsquerschnitt dieses Zusatzventiles
in Abhängigkeit von der Stellung der Hubstange stark vermindert werden, so daß der weitere Kupplungsvorgang mit
verminderter Stellgeschwindigkeit, doho verminderter Druckänderungs-Geschwindigkeit
im Servomotor erfolgto
Die letztgenannte Lösung besitzt den Nachteil, daß die
Hubstellung ρ bei der das Umschalten von einem großen auf einen verminderten Pneumatikgasstrom erfolgt, fest eingestellt
ist und deshalb bei auftretendem Kupplungsverschleiß der Berührungszeitpunkt der Kupplungsreibflächen erst eine
gewisse Zeit nach der Verminderung der Stellgeschwindigkeit erfolgen würdef ein häufiges Nachstellen des Schaltpunktes
wäre also zum sinnvollen Betrieb dieser Einrichtung notwendig.
Der Erfindimg liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und
eine Vorrichtung zu schaffen, bei denen ohne Nachstellvorgänge selbsttätig der optimale Punkt für die Änderung der
Geschwindigkeit der Hubbewegung des Servomotors eingestellt wird; dabei soll die Änderung dieser Geschwindigkeit und
damit auch des Pneumatikgasstromes in Abhängigkeit -von der
' Hubstellung nach vorgegebenen Werten variabel erfolgen können, so daß die Betätigung des Servomotors den jeweiligen
Anforderungen angepaßt werden kann, insbesondere er in Verbindung .mit einer Kupplungsbetätigung diese zunächst möglichst
schnell schließen und ab einer vorbestimmten Position mit verminderter Stellgeschwindigkeit betätigen kann.
Die Aufgabe wird für das Verfahren erfindungsgemäß dadurch
gelöst, daß bei einem Servomotor der gattungsgemäßen Art die Hubstellung des Servomotors in jeder Lage seiner Hubstange
abgegriffen, der Wert der maximalen Hubstellung heweils
gespeichert .und beim jeweils nachfolgenden Hubvorgang die Geschwindigkeit der Hubbewegung von einer Hubstellung
an geändert, wird, die um einen bestimmten Betrag
vor der- beim vorangegangenen Hubvorgang festgestellten Maximalstellung
liegt. Der Abgriff der Hubstellung des Servo-.motors kann mechanisch oder elektrisch und insbesondere in
Verbindung mit der Hubstange erfolgen. Ebenso ist die Speicherung des Wertes der maximalen Hubstellung sowohl mechanisch
als auch elektrisch möglich. Die Änderung der Geschwindigkeit der Hubbewegung (Stellgeschwindigkeit) erfolgt
dadurch, daß die pro Zeiteinheit in oder aus dem Arbeitsraum des Servomotors strömenden Mengen an Pneumatikgas
variiert werden. Solche Servomotoren werden bevorzugt in der einen Arbeitsrichtung mit Unter- bzw. Überdruck betrieben,
während die Bewegung in der anderen Arbeitsrichtung durch Herstellen einer Strömungsyerbindung zur
Atmosphäre erfolgt.; hierfür kann aber auch eine Verbindung
zu einer Pneumatikdruckquelle auf einem äußeren Druckniveau
'vorgenommen werden. Der Betrag .zwisehen der. heim, jeweils
vorangegangenen Hubvorgang festgestellten Maximalstellung
der Hubstange des Servomotors und der Hubstellung, von der
ab die Stellgeschwindigkeit geändert wird,, ist vorbestimmt
und kann insbesondere, nach Wunsch, angepaßt, wer den,, Im. Falle
einer Kupplungsbetätigung durch den Servomotor wir,d dieser Betrag:z.B. durch die Größe.des Weges.zwischen .der ersten
Berührung der Kupplungsreibflächen und der Bndstellung dieser Flächen bestimmte -: ,.. T . "...
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung wird ein di.e Hubendlage
kennzeichnender Abgriff ,eines Meßwertaufnehmers bei
Veränderung der Endlage entsprechend der neuen Endlage verschoben,
durch einen zweiten Abgriff ständig die jeweilige Hubstellung der Hubstange.des Servomotors.erfaßt und die
Geschwindigkeit der Hubbewegung von einer Hubstellung an geändert, die einem festen Differenzbetrag zwischen den Positionen
der beiden Abgriffe entspricht,, Ein dieser Lösung entsprechender Endlagen-Abgriff kann Z0B0 durch einen auf
der Hubstange selbsthaltende aber verschiebbar angebrachten Träger des' Meßwertaufnehmers realisiert werden0 Ein solcher
Träger hat in der in Frage kommenden Endlage in axialer Richtung der Hubbewegung Berührungskontakt mit einem fest
montierten Geräteteil, Z0B0 des Servomotors oder der zu
betätigenden Einrichtung. Dieses Geräteteil ist vorzugsweise in axialer Richtung verstellbar, um somit den Differenzbetrag
zwischen den Positionen der beiden Abgriffe beeinflussen zu können. Durch die Yerschiebbarkeit der Trägers wird seine
Relativposition z„B0 zur Hubstange geändert, sobald sich
auch die Endlage änderte Der zweite Abgriff zum Erfassen der jeweiligen Hubstellung (Lage der Hubstange) kann wie
oben beschrieben ausgeführt werden, insbesondere eignet sich dafür ein auf der Hubstange fest montierter Träger,
der mit ihr bewegt wird und einen elektrischen oder mechanischen Abgriff in Abhängigkeit von der jeweiligen Hubstellung
ermöglicht. Dieser Träger kann so ausgebildet werden, daß er in unterschiedlichen Positionen auf der
Hubstange, zu fixieren ist; dadurch ergibt sich eine weitere Möglichkeit, den festen Differenzbetrag zwischen den Positionen
der beiden Abgriffe grundsätzlich vorzubestimmen. Ein derartiges Vorgehen ermöglicht eine besonders einfache
Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens und vereinfacht
die Herstellung einer entsprechenden Vorrichtung; insbesondere wird der nachträgliche' Einbau entsprechender
Geräteteile an bereits bestehenden Servomotoren und damit auch deren Verwendungsmöglichkeit für das erfindungsgemäße
Verfahren erreicht, und zwar zudem in einfacher Weise.
Insbesondere bei Verwendung eines·elektrischen Meßwertaufnehmers
empfiehlt es sich, wenn erfindungsgemäß ein der jeweils letzten maximalen Hubstellung entsprechendes elektrisches
Spannungssignal durch eine Signalhalteschaltung
gespeichert wird. Diese elektrische Art der Meßwertspeicherung vermeidet die Verwendung.einer mechanischen Einrichtung
zur Feststellung von Veränderungen der jeweiligen maximalen Hubstellung und somit ein zu bewegendes Teil. Dies ist vor
allem dann von Vorteil, wenn die Änderung der maximalen Hubstellung innerhalb längerer Zeiträume nur langsam erfolgt,
da in solchen Fällen selbsthaltende, aber verschiebbare Geräteteile sich durch Korrosion oder ähnliches festsetzen
können. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß ohne Schwierigkeit auch solche Änderungen der maximalen Hübstellung
erfaßt werden können, die mit wechselndem Richtungssinn erfolgen und es sich nicht nur um eine z.B. verschleißbedingte,
einseitige Änderung dieser maximalen Hubstellung handelt. Schließlich vergrößert eine solche Lösung die
Leichtgängigkeit der Gesamteinrichtung wegen des Fehlens
zusätzlicher, unter Reibspannüng stehender Teile,- -
Gemäß einer Weiterbildung' der Erfindung wird mit Änderung
der Geschwindigkeit der Hubbewegung der Servomotor"getaktet
druckbeaufschlagt. Das wird ζ.B0 dadurch erreicht, daß bei
einem ventilgesteuerten Servomotor die Ventile keine Durchflußregelung ermöglichen müssen, sondern es nur eine Auf-
und eine Zu-Stellung gibt? wie es bei-elektromagnetischen
Ventilen üblich ist. In der Auf-Steilung strömt das Pneumatikgas
mit maximal möglicher Geschwindigkeit5 bei getakteter
Druckbeaufschlagung fährt das entsprechende Ventil also in vorbestimmten Zeitintervallen auf und Zu51 so daß
sich im Mittel eine langsamere Strömungsgeschwindigkeit des Pneumatikgases und damit eine, langsamere Stellgeschwindigkeit
des Servomotors ergibt». Bei dieser Lösung wird erfindungsgemäß
vorzugsweise das Verhältnis von Qffnungs-· und Sehließzeit der entsprechenden Ventile in Abhängigkeit
vom Grad der Annäherung an die maximale Hubstellung des letzten Hubvorganges variiert» Dadurch wird eine Änderung
der Stellgeschwindigkeit nach einem beliebigen vorbestimmten Zeitprogramm möglich? insbesondere werden erfindungsgemäß
die Ventile derart gesteuert, daß die Geschwindigkeit der
Hubbewegung zunächst auf einen vorgegebenen Minimalwert reduziert und mit zunehmender Annäherung an die Endlage
wieder gesteigert wird, nachdem zunächst die Hubbewegung mit maximaler Stellgeschwindigkeit erfolgte. Eine solche
Lösung empfiehlt sich vor allem zur Kupplungsbetätigung und ermöglicht ein besonders weiches und ruckfreies Einkuppeln
bei gleichzeitig maximal möglicher Geschwindigkeit des Kupplungsvorganges, da nur im für die Ruckfreiheit entscheidenden
Zeitpunkt die Stellgeschwindigkeit des Servomotors gebremst wirde
Für eine Vorrichtung zum Durchführen des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird die Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß in Wirkverbindung mit einer Hubstange des Servomotors ein Abgriff für einen in Hubrichtung sich erstreckenden
Meßwertaufnehmer angeordnet ist. Ein solcher Abgriff kann mechanisch, z.B. nach Art einer Zahnstange, ausgebildet
werden, insbesondere aber auch elektrisch und vorzugsweise, gemäß einer Weiterbildung der Erfindung, durch ein in
axialer Richtung auf der Hubstange angeordnetes 'Flachbandpotentiometer erreicht werden. Der Meßwertauf nehmer selber
ist dann außerhalb der Hubstange fest montiert und befindet sich mit dem Abgriff in Wirkverbindung.
Ein erfindungsgemäß mit der Hubstange in Wirkverbindung stehender, zusätzlicher, verschiebbarer Endlagenabgriff in
der oben bereits näher beschriebenen Ausführung stellt ein einfaches mechanisches Mittel vor allem zum nachträglichen
Einbau einer solchen Vorrichtung bei einem bereits vorhandenen' Servomotor dar.
Eine erfindungsgemäße Vorrichtung kann, gemäß einer Weiterbildung,
mit einer ebenfalls bereits oben erwähnten Signalhalteschaltung ausgerüstet sein, was sich vor allem in Kombination
mit einem erfindungsgemäßen, in axialer Richtung der Hubstange sich erstreckenden und mit der Hubstange in
Wirkverbindung stehenden Flachbandpotentiometer oder einer vergleichbaren Einrichtung empfiehlt, bei welcher die Meßwertaufnahme,
elektrisch erfolgt.
Weitere Ziele, Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der beiliegenden Zeichnung. Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen pneumatisch be-
triebenen Servomotor mit Hubstangel :
Fig. 2 einen vergrößerten Ausschnitt eines Meßwe'rtaüfnehmers
nach Fig, 1H ·
Fig. 3 einen Längsschnitt durch eine weitere Äusführungsform
eines pneumatisch betriebenen Servomotors mit Hubstanger · ' ■-- .--""■" '' ' "- ^ '
Fig. 4 einen pneumatisch betriebenen Servomotor mit Hubstange
im Schnitt, in schematischer Darstellung, mit dem zugehörigen Schältplano. '
In Fig. 1 ist das Gehäuse 1 eines pneumatisch betriebenen
■Servomotors mit Hubstange mit einem durch eine Dichtung 2 abgedichteten Gehäusedeckel 3 versehen? dabei klemmt die
Dichtstelle gleichzeitig eine Membran (Rollmembran) 4 mit einem zentrischen Versteifungsdeckel 5 fest«, Eine Hubstange
6 durchgreift eine ζentrisehe Bohrung 7 des Gehäusedeckels
3 und ist mit der Membran 4 und dem Versteifungs- :deckel 5 druck- und zugfest verbunden. Ein Kragen 8 am
Gehäusedeckel 3 stellt eine axiale Führung der Hubstange 6 sicher. Eine Feder 9a zwischen dem Gehäusedeckel 3 und
einem Absatz 10 der Hubstange 6 hält letztere im unbelasteten Zustand des Servomotors in einer aus dem Gehäuse 1
ausgefahrenen Stellung.
Eine Bohrung oder ein Ventil 11 im Gehäusedeckel 3 verbinden den durch die Membran 4 und den Gehäusedeckel 3 gebildeten
Luftraum 12 mit der Umgebungsatmosphäre. Der durch
das Gehäuse 1 und die Membran 4 eingeschlossene Arbeitsraum 13 wird durch eine oder mehrere, nicht dargestellte,
an sich bekannte Pneumatikventile mit Druckgas zur Betätigung des Servomotors beaufschlagt? dabei ist das Druckgas
beim Ausführungsbeispiel nach. Fig. 1 auf einem kleineren
Druckniveau als dem Umgebungsdruck.
In das Gehäuse 1 des Servomotors ist ein Gehäuse 14 eines sich in Hubrichtung des Servomotors erstreckenden Meßwertaufnehmers
15 teilweise integriert.
Der Meßwertaufnehmer 15 besteht gemäß Fig. 1 aus' einem in
Hubrichtung des Servomotors sich erstreckenden Leiterband 16 zur Aufnahme der jeweiligen Hubstellung und ggf. aus
einem ähnlichen Leiterband 17 für die Endlagenkontrolle sowie außerdem aus einem Abgriff 18 und ggf. aus. einem
Endlagenabgriff 19. . '
Ein mit der Hubstange in druck- und zugfester Verbindung
stehender Stößel 20a trägt an seinem Ende 21, z.B. an einem Halter 22, den Abgriff 18. Eine Feder 20b zwischen dem Gehäuse
1 und dem hubstangenseitigen Ende des Stößels 20akann für eine spielfreie Endlagenstellung der Abgriffe 18
' und 19 sorgen; dadurch, braucht der Stößel 20a nur an dem
Versteifungsdeckel oder der Verlängerung der Hubstange 6 anzuliegen, ohne daß die Verbindung druck- oder zugfest
sein muß.
Ein eine Bohrung 24 umgebender Kragen 23 zwischen dem Gehäuse 1 und dem Gehäuse 14 trägt an seiner Außenseite einen
Schleifring 25 als Träger des Endlagenabgriffs 19. Ein Bügel 26 am Halter 22 verschiebt den Schleifring 25 in eine
der jeweiligen Maximalposition der Hubstange 6 entsprechende Endlagensteliung; hierzu sind ein Spalt 27 (Spiel) zwischen
dem Halter 22 und dem Kragen 23 sowie die Kragenlänge derart
bemessen, daß der Endlagenabgriff 19 bis in eine der äußersten Endlagenposition der Hubstange entsprechende
Position verschoben werden kann.
Ein Steckkontakt 28 -und entsprechende weitere Kontakte für
die Leiterbänder 16 und 17 sowie den Abgriff 18 und den Endlagenabgriff 19 sorgen für die notwendigen elektrischen
Verbindungen des Meßwertaufnehmers 15 mit einem Auswerter
außerhalb des Servomotors,
Die Funktionsweise besteht zusammengefaßt darin,.daß bei
sich verändernder Hubstellung der Hubstange 6· mittels
18
Stößel 20a und Halter 22 der Abgriff entlang dem Leiterband 16 verschoben wird0 Aus der elektrisch wirksamen Länge
des Leiterbandes 16 ergibt sich ein der aktuellen Hublage entsprechendes Meßsignal. Entsprechendes gilt für den Endlagenabgriff
19 im Zusammenhang mit dem Leiterband 17» wobei der Endlagenabgriff 19 jedoch nur bei einer Veränderung der
Endlage der Hubstange 6 (hier in eine Richtung) verschoben wird. Bei solchen Endlagenänderungen verschiebt der Bügel
den Schleifring 25ο Als Leiterbänder sind insbesondere
Flachbandpotentiometer geeignete
In Fig. 3 ist bei einem Servomotor das Gehäuse .1 gegenüber dem Gehäusedeckel 3 direkt durch die Membran 4 abgedichtet;
der Versteifungsdeckel 5 ist durch zweiteilige Ausführung und mittels Wulst 29 der Membran 4 gegen diese abgedichtet.
In das Gehäuse 1 eingeschraubt ist neben dem Gehäuse 14 für den Meßwertaufnehmer 15 auch das Gehäuse 30 für ein an
sich bekanntes Pneumatikventil 31»
Die Wirkverbindung zwischen der Hubstange 6 und dem Meßwertaufnehmer
15 erfolgt über einen am Versteifungsdeckel 5 einerseits und gegen das Gehäuse 1 andererseits abgestützten
Hebel 32} dabei kann das gebogene Ende 33 des Hebels 32 bei
Änderungen der Hubstellung über den Versteifungsdeckel 5 gleiten, während das Ende 34 über einen Stellmechanismus 35
in eine genaue Position justiert "werden kann. Der Stößel 20a
ist druckfest mit dem Hebel 32 zwischen seinen Enden 33 und
34 verbunden; die Feder 20b bewirkt ein spielfreies Rückstellen
des Stößels 20a.
In Fig. 4 ist mit X die Laufkoordinate der Stellung der
Hubstange 6 bezeichnet. Dient nun der Servomotor z.B. zur Bedienung einer Kupplung, so berühren sich an der Stelle XS
die Kupplungsreibflächen kraftlos. Das Einrücken geschieht von dieser Stelle aus mit zunehmender Anpreßkraft längs der
Strecke b bis zur Stelle XE. Das Lüften geschieht in umgekehrter Richtung. Im ausgekuppelten Zustand sind die Kupplungsreibflächen
um die Länge a voneinander entfernt.
Um das Einkuppeln zügig und trotzdem sanft zu erzeugen, soll der Weg a möglichst schnell und der Weg b mit wesentlich
langsamerer Geschwindigkeit durchfahren werden.
Mit zunehmendem Verschleiß der Kupplungsreibflächen verschiebt
sich die Stelle der kraftlosen Berührung von XS nach XS'1. Die Stelle XSf kennzeichnet also den Verschleißzustand
der Kupplung, welcher sich in der von a nach af
größer* werdenden Strecke zwischen den Kupplungsreibflächen ausdrückt.
Im eingekuppelten Zustand kann die Feder 9b (entsprechend
Feder 9a in Fig. i)die Hubstange 6 bis zur Position XE ausfahren, wenn die Kupplung noch neu und unverschlissen
ist.
Der Meßwertaufnehmer 15 liefert ein der Position X proportionales Spannungssignal UX. Das bei einem Kupplungsvorgang
ermittelte größtmögliche Signal UXE bzw. UXE1 wird einem
Spitzenwertspeicher 36 aufgegeben.
In der Endstellung (XE bzw,, XE8) ist das Pneumatikventil 31
geschlossen; in dieser Position liefert nämlich der Ausgang GL eines Flip-Flops 37 ein Nullsignal und eine nachfolgende
Treiberstufe 38 wird somit nicht aktiviert» - Ein weiteres
Pneumatikventil 39 ist in diesem Falle stromlos offen, so daß sowohl der Luftraum 12 als auch der Arbeitsraum 13 mit
Umgebungsdruck beaufschlagt sind.
In einer dem Spitzenwertspeieher 36 nachgeschalteten Summierstufe
40 wird vom Spitzenwert UXE noch der der Strecke b entsprechende Betrag UB subtrahiert? die so gebildete Differenz
(UXE - UB) wird an"den nicht invertierten Eingang eines
Komparators 41 geleitet. Das Ausgangssignal des Komparators
41 ist Null, solange der dem invertierten Eingang zugeführte Wert XU größer ist als die Differenz UXE - UB. Das Nullsignal vom Komparator 41 kann nicht durch das nachfolgende
Oder-Gatter 42 gelangen«, Wird jedoch das Nullsignal durch einen Zeitbegrenzer 43 invertiert und kommt nunmehr als
1-Signal über einen zweiten Eingang des Oder-Gatters 42, so gelangt es zum Eingang des nachgeschalteten Nand-Gatters
44, Der andere Eingang des Nand-Gatters 44 erhält ebenfalls ein 1-Signal vom Ausgang Qp des Flip-Flops 37, solange dessen
Wahlsehalter 45 seinen S-Eingang auf Null gelegt hat. - Weil
nun beide Eingänge des Nand-Gatters 44 ein 1-Signal erhalten,
liefert der Ausgang dieses Gatters ein O-Signal und die
nachfolgende Treiberstufe 46 wird dementsprechend nicht aktiviertι als Folge davon bleibt das Pneumatikventil 39
stromlos, also offen*
Zum Lüften der Kupplung wird der Wahlschalter 45 des Flip-Flops
37 in die obere Position gesetzte Die dadurch hergestellte Masseverbindung zum R-Eingang des Flip-Flops 37
schaltet diesen um und sein Ausgang GL liefert nun ein 1-Signal, das die Treiberstufe 38 aktiviert und das Pneuma-
tikventil 31 öffnet, mit Strom. Hierdurch wird eine Unterdruckverbindung
zum Arbeitsraum 13 und ein Einrücken der Hubstange in den Servomotor bewirkt. - Der Qp-Ausgang des
Flip-Flops 37 liefert dementsprechend nunmehr ein O-Signal,
das über das Wand-Gatter 44 invertiert wird und nachfolgend als 1-Signal die Treiberstufe 46 aktiviert; entsprechend
erhält das Pneumatikventil 39 ebenfalls Strom, und schließt.
Das Einrücken der Kupplung erfolgt durch Umschalten des Wahlschalters 45 am Flip-Flop 37 in die untere Position.
Hierdurch liefert der Q^-Ausgang ein O-Signal und die
Treiberstufe 38 wird nicht aktiviert; entsprechend ist
Pneumatikventil 31 geschlossen. Vom Flip-Flop 37 gelangt außerdem das 1-Signal vom G^-Ausgang zum Wand-Gatter 44. Solange
die Strecke X kleiner ist als die Strecke a,- ist - wegen der Proportionalität der Spannungssignale - auch
der Wert -UX kleiner als UXE minus UB, und so lange liefert
der Ausgang des Komparators 41 ein 1-Signal,, das über das
Oder-Gatter 42 an den entsprechenden Eingang des Wand-Gatters 44 gelangt, welches dementsprechend an seinem Ausgang
ein O-Signal liefert, so daß die Treiberstufe 46 nicht aktiviert und das Pneumatikventil 39 stromlos geöffnet ist.
Entsprechend strömt z.B. Luft mit Umgebungsdruck PA in de.n Arbeitsraum 13» was die. Hubstange 6 ausfahren läßt und
wobei sich die Strecke- X rasch vergrößert.
An der Stelle X = XS ist die Differenz UXE minus UB gleich UX. Damit ist der- Umschaltpunkt für den Komparator 41 erreicht,
so daß sein Ausgang auf WuIl schaltet. Ab jetzt, wird der Zeitbegrenzer 43 wirksam, und zwar in der Weise,
daß ein ihm zugeordneter Taktgeber 47 das Pneumatikventil 39 so lange taktet, bis der Zeitbegrenzer das O-Signal
des Komparators 41 über das integrierte Verzögerungsglied erhält.
Entsprechend der Taktung strömt im zeitlichen Mittel .weniger
Luft (Gas) durch das -Pneumatikventil 39, vxiauö±ß Hubstange
6 durchfährt die Streckeι blangsamer als die/; ■.,.-.-;■
Strecke a. - . -
Nach Erreichen der Position XE und dem Ablauf der Zeitkons.tante
im .Zeitbegrenzer 43 endet die Taktung !hierdurch,·;
bleibt das Pneumatikventil 39 .stromlos offenr und,unnötiger
Verschleiß durch weitere Taktung wird, vermieden. ....
Der allmähliche Verschleiß der. Kupplungsreibflächen bewirkt, daß sich die Position XE in Richtung XE! verschiebt. Ein
entsprechendes Spannungssignal wird von dem Spitzenwertsp
ei eher 36 registriert, und im jeweils., folgenden Einrückmanöver
schaltet der Komparator 41 . an der der jeweiligen Position XE1 entsprechenden Stelle XS i den Schleichgang,
ein. - Durch diese Maßnahme wird nur die stets gleich große Strecke b, nämlich die Berührzone der Kupplung, langsam
durchfahren, und zwar auch dann, wenn Verschleiß an den
Kupplungsreibflächen aufgetreten und der Luftspalt größer geworden ist« . ·
Leerseite
Claims (8)
- Drv-Ing. Reimar König --"■ -' Dipl.-tog. Klaus Bengen Cecilienallee 7B 4 Düsseldorf 3O Telefon 452QO8 Patentanwälte17o Juli 1981 33 799 BPierburg GmbH & Co KG, Leuschstraße 1 4040 Neuss 1"Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung eines pneumatischbetriebenen Servomotors"Patentansprüche gί1β)Verfahren zur Steuerung eines pneumatisch betriebenen Servomotors mit Hubstange, dadurch gekennzeichnet „ daßa) die Hubstellung des Servomotors in jeder Lage seiner Hubstange abgegriffen,b) der Wert der maximalen Hubstellung jeweils gespeichert undc) beim jeweils nachfolgenden Hubvorgang die Geschwindigkeit der Hubbewegung von einer Hubstellung an geändert wird, die um einen bestimmten Betrag vor der beim vorangegangenen Hubvorgang festgestellten Maximalstellung liegte
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadur.ch gekennzeichnet , daßa) ein die Hubendlage kennzeichnender-Abgriff eines Meßwertaufnehmers bei Veränderung der Endlage entsprechend der neuen Endlage verschoben wird,b) durch einen zweiten Abgriff ständig die jeweilige Hubstellung der Hubstange des Servomotors erfaßt wird undc) die Geschwindigkeit der Hubbewegung von einer Hubstellung an geändert wird, die einem festen Differenzbetrag zwischen den Positionen der beiden Abgriffe entspricht.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß' ein der jeweils letzten maximalen Hubstellung entsprechendes elektrisches Spannungssignal durch eine Signalhalteschaltung gespeichert wird. · ■
- 4. Verfahren nach einem oder mehreren"der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet , daß mit Änderung der Geschwindigkeit der Hubbewegung der Servomotor getaktet druckbeaufschlagt wird.
- 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadur.ch gekennzeichnet , daß das Verhältnis von Öffnungs- und Schließzeit der entsprechenden Ventile in Abhängigkeit vom Grad der Annäherung an die maximale Hubstellung des letzten Hubvorganges variiert wird.
- 6. Verfahren nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch eine Steuerung der Ventile, beider die Geschwindigkeit der Hubbewegung zunächst auf einen vorgegebenen Minimalwert reduziert und mit zunehmender Annäherung an die Endlage wieder 'gesteigert wirdo
- 7. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß in Wirkverbindung mit einer Hubstange (6) des Servomotors ein Abgriff (18) füreinen in'Hubrichtung sich erstreckenden Meßwertaufnehmer (15) angeordnet ist. '
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 7," ge ken η ze i c h net durch einen mit der Hubstähge (6) in Wirkverbindung stehenden., zusätzliche^ verschiebbaren Endlagenabgriff (19)»9ο Vorrichtung nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch eine Signalhalteschaltungo10, Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche-7 bis 9, gekennzeichnet durch ein in axialer Richtung der Hubstange (6) sich erstreckendes und mit der Hubstange (6) in Wirkverbindung stehendes FlachbandpotentiometerV
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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