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Die
Erfindung betrifft ein Proportional-Druckregelventil mit einem Ventilgehäuse, das
mindestens drei fluidführende
Anschlüsse
aufweist, insbesondere in Form eines Pumpen P-, eines Nutz A- und
eines Tank T-Anschlusses,
wobei innerhalb des Ventilgehäuses
zum wahlweisen Verbinden des Pumpenanschlusses P mit dem Nutzanschluß A, sowie
des Nutzanschlusses A mit dem Tankanschluß T ein Regelkolben längsverfahrbar
geführt
ist, der zum Herstellen einer fluidführenden Verbindung zwischen dem
Pumpenanschluß P
und einer Vorsteuerkammer eines Vorsteuerventiles mit einem Verbindungskanal versehen
ist, wobei das Vorsteuerventil von einem Magnetsystem, insbesondere
einem Proportional-Magnetsystem ansteuerbar ist.
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Ein
dahingehend gattungsgemäßes Proportional-Druckregelventil
ist durch die
US 6,
286,535 B1 bekannt. Bei dieser bekannten Lösung, mündet der Pumpenanschluß P in axialer
Verschieberichtung des Regelkolbens innerhalb des Ventilgehäuses in dieses
ein, und die beiden weiteren Anschlüsse in Form eines Nutzanschlusses
A und eines Tankanschlusses T münden
quer dazu in radialer Richtung, bei entsprechender Verschiebestellung
des Regelkolbens in einen Ringraum, der auf der einen Seite von
dem Ventilgehäuse
und auf der anderen Seite von dem Regelkolben selbst begrenzt ist.
Des weiteren ist bei der bekannten Lösung eine Dämpfungsblende im Regelkolben
vorgesehen, die eine Dämpfungskammer
zwischen Ventilgehäuse
und Regelkolben permanent mit dem genannten Ringraum verbindet.
Auf diese Art und Weise lassen sich entsprechend die Einschwingvorgänge des
Regelkolbens dämpfen,
bei dennoch gleichzeitig hoher Dynamik für das Gesamtventil, was notwendig
ist, wenn dahingehende Proportional-Druckregelventile bevorzugt
in Kupplungssystemen Anwendung finden, die beispielsweise zum Verbinden
zweier Wellen dienen, beispielsweise der Wellen von Arbeitsmaschinen
mit Transmissionswellen.
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In
weiterer Fortgestaltung dieser bekannten Lösung sind Proportional-Druckregelventile
nach der
US 5,836,335 bekannt,
bei denen der Regelkolben eine Einrichtung aufweist zum Begrenzen
von Druckspitzen, wie sie beispielhaft am Nutzanschluß A, an die
sich die Kupplungen anschließen
lassen, ohne weiteres auftreten können. Hierzu wird bei einer
bevorzugten Ausführungsform
des bekannten Ventiles in den Regelkolben ein federbelastetes Rückschlagventil
eingesetzt, das über
den Ringraum an den der Nutzanschluß A anschließbar ist,
bei einem vorgebbaren Druckschwellenwert den fluidführenden
Weg freigibt zwischen dem Ringraum und einer Umfassungsnut im Regelkolben,
die permanent an den Tankanschluß angeschlossen ist.
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Es
hat sich nun in der Praxis gezeigt, dass es bei der Verwendung dahingehender
Proportional-Druckregelventile bei Kupplungen nicht nur darauf ankommt,
das diese eine hohe Schaltdynamik aufweisen bei gleichzeitig niedrigen
Druckverlusten, um dergestalt schnelle Befüllungsvorgänge mit dem Hydraulikmedium
sowie eine schnelle Entleerung der Kupplung gewährleisten zu können, sondern
dass es auch wichtig ist, um Hemmnisse in der Kupplung zu vermeiden,
dass die genannten Ventile für
diesen Anwendungsfall komplett entlastet werden können. Das heißt, dass
bei Wegnahme des elektrischen Steuersignals an dem Magnetsystem,
mit dem das Ventil angesteuert wird, der eingeregelte Druck am Nutzanschluß A, der
zu der Betätigungseinrichtung
der Kupplung führt,
bis zum Wert von 0 bar zurückgeführt wird.
Bei den herkömmlich
vorgestellten Druckventilen gemäß den genannten
beiden US-Patenten, wird jedoch der Regelkolben (sogenannte Hauptstufe
des Ventils) mit einer eingespannten Druckfeder auf seine Endlage
zurückgeführt und
aufgrund dieser konstruktiven Ausgestaltung besitzen diese Ventile
dann immer noch ein Druckniveau, bei nicht vorhandenem elektrischen
Steuersignal des Magnetsystems, welches der Kraft der eingespannten
Feder des Ventiles entspricht. Dieser bestehende Restdruck steht
aber gegebenenfalls einem wirksamen Entkupplungsvorgang der hydraulischen
Kupplung entgegen, was in der Praxis zu Hemmnissen führt, oder
gar einen Entkupplungsvorgang unmöglich macht.
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Ausgehend
von diesem Stand der Technik liegt daher der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, unter Beibehalten der Vorteile der bekannten Lösungen diese
dahingehend weiter zu verbessern, dass ein Ventilsystem geschaffen
ist, bei dem sichergestellt werden kann, dass am Nutzanschluß A sich
bei unbetätigtem
Magnetsystem ein Druckwert von 0 bar einstellt, um dergestalt, insbesondere
bei der Verwendung in Kupplungssystemen, deren Funktionssicherheit
in hohem Maße
zu gewährleisten.
Eine dahingehende Aufgabe löst
ein Proportional-Druckregelventil mit den Merkmalen des Patentanspruches
1 in seiner Gesamtheit.
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Dadurch,
dass gemäß dem kennzeichnenden
Teil des Patentanspruches 1 bei geöffnetem Vorsteuerventil dieses
den teilweise im Ventilgehäuse geführten fluidführenden
Weg freigibt, zwischen dem Verbindungskanal und dem Tankanschluß T, der gleichzeitig
mit dem Nutzanschluß A
fluidführend
verbunden ist, ist ein Ventil geschaffen, dass dergestalt komplett
entlastet werden kann mit der Folge, dass bei Wegnahme des elektronischen
Steuersignals am Magnetsystem, der über den Regelkolben geregelte Druck
am Nutzanschluß A
mit Sicherheit den Druckwert von 0 bar einnimmt. Da somit die erfindungsgemäße Lösung darauf
verzichtet gemäß den bekannten
Lösungen
den Regelkolben (Hauptstufe) mit einer eingespannten Druckfeder
auf seine Endlage zurückzuführen, ist
sichergestellt, dass insbesondere bei einem Anwendungsfall bei Kupplungen
diese vollständig
entlastet werden können,
so dass die ansonsten in Eingriff befindlichen Kupplungs- oder Lamellenpakete
sich sicher voneinander lösen
und die Kupplungsverbindung dergestalt freigeben.
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Weitere
vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Proportional-Druckregelventiles sind
Gegenstand der sonstigen Unteransprüche.
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Im
folgenden wird das erfindungsgemäße Proportional-Druckregelventil
anhand eines Ausführungsbeispieles
nach der Zeichnung näher
erläutert. Dabei
zeigen in prinzipieller und nicht maßstäblicher Darstellung die
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1 bis 3 teilweise in Ansicht, teilweise im Längsschnitt
das erfindungsgemäße Proportional-Druckregelventil
in verschiedenen Schalt- bzw. Betätigungsstellungen;
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4 in der Art einer vereinfachten
Schaltdarstellung, die Verwendung des Proportional-Druckregelventiles
nach den
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1 bis 3 für
den Einsatzfall bei einer Lamellenkupplung;
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5 den Ablauf eines Kupplungsspieles
für eine
Kupplungs-Ventilanordnung
gemäß der Anordnung
nach der 4.
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Das
erfindungsgemäße Proportional-Druckregelventil
ist von seinem wesentlichen Aufbau her in der 1 dargestellt. Es weist in der Art einer
Einschraubpatrone ausgebildet ein Ventilgehäuse 10 auf, das sich
dergestalt über
eine Einschraubstrecke 12 in ein nicht näher dargestelltes
Maschinenteil, beispielsweise in Form eines Ventilblockes oder dergleichen
einschrauben läßt. Für die dahingehende
Verbindung ist das Ventilgehäuse 10 außenumfangseitig mit
entsprechenden Dichtringen 14 nebst zugehörigen Aufnahmen
für das
Dichtsystem versehen. Das Ventilgehäuse 10 weist in radialer
Umfangsrichtung, und zwar in Blickrichtung auf die 1 gesehen von oben nach unten einen Tankanschluß T, einen
Nutzanschluß A
sowie einen Pumpenanschluß P
für eine Hydropumpe 16 (vgl. 4) auf. Des weiteren ist
innerhalb des Ventilgehäuses
10 zum wahlweisen Verbinden des Pumpenanschlusses P mit dem Nutzanschluß A sowie
des Nutzanschlusses A mit dem Tankanschluß T ein Regelkolben 18 längsverfahrbar geführt.
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Zum
Herstellen einer fluidführenden
Verbindung zwischen dem Pumpenanschluß P und einer Vorsteuerkammer 20 eines
als Ganzen mit 22 bezeichneten Vorsteuerventils ist der
Regelkolben 18 mit einem Verbindungskanal 24 versehen,
der in Längsrichtung 26 des
gesamten Ventiles mittig den Regelkolben 18 durchgreift,
wobei der Verbindungskanal 24 an seinem in Blickrichtung
auf die 1 gesehen unteren
Ende quer verlaufend abgekröpft
ist und dergestalt zum Pumpenanschluß P hinweist. Des weiteren
ist das genannte Vorsteuerventil 22 über ein als Ganzes mit 28 bezeichnetes
Magnetsystem, insbesondere in Form eines Proportional-Magnetsystemes
ansteuerbar. Dahingehende Magnetsysteme 28 weisen regelmäßig eine
zu bestromende Spulenwicklung (nicht dargestellt) auf, wobei hierfür das Magnetsystem 28 über ein
Steckeranschlußteil 30 verfügt. Ist
das Proportional-Magnetsystem 28 über sein Steckeranschlußteil 30 bestromt,
wird über die
nicht näher
dargestellte Spulenwicklung ein Betätigungsstößel 32 dergestalt
angesteuert, das es in Blickrichtung auf die 1 gesehen eine Bewegungsrichtung nach
unten hin aufweist, und so das eigentliche Vorsteuerventil 22 gemäß der Darstellung nach
der 1 in seiner geschlossenen
Stellung hält.
Der dahingehende Aufbau eines Magnetsystemes 28 und seine
Wirkungsweise ist im Stand der Technik bekannt, so dass an dieser
Stelle hierauf nicht mehr näher
im einzelnen eingegangen wird.
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In
Richtung der Vorsteuerkammer 20 des Vorsteuerventiles 22 weist
der Verbindungskanal 24 eine Blende 34 auf. Der
Blende 34 ist in Fluidströmungsrichtung ein Schutzsieb 36 vorgeschaltet
und nachfolgend zu der Blende 34 ist ein sogenannter Diffusor 38 vorgesehen.
Der Diffusor 38 dient vorrangig dazu, den gerichteten Ölstrahl,
der aus der Blende 34 strömt abzulenken, damit dieser
nicht direkt auf das Schließ-
oder Ventilteil 40 des Vorsteuerventiles 22 trifft,
was ansonsten bei bestimmten Ventilzuständen zu etwaigen Fehlfunktionen
führen
könnte.
Ferner besteht im Grunde nach die Möglichkeit durch Einsatz eines
Diffusors mit zusätzlicher
Blendenbohrung (nicht dargestellt) eine Ventilvariante für das Proportional-Druckregelventil
zu schaffen, die für hohe
Pumpendrücke
(Primärdrücke) besonders
geeignet ist. Das Schutzsieb 36 erlaubt Verschmutzungen
aus dem Fluidstrom auszufiltern.
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Die
bereits angesprochene Vorsteuerkammer 20 ist Teil eines
im Ventilgehäuse 10 stationär angeordneten
Ventilsitzes 42, wobei der Ventilsitz 42 über einen
Mittenkanal 44 fluidführend
mit der Vorsteuerkammer 20 verbunden ist. Der dahingehende Ventilsitz 42 ist
gemäß der Darstellung
nach der 1 in dichtende
Anlage bringbar mit dem Ventilteil 40 des Vorsteuerventiles 20,
wobei das Ventilteil 40 federbelastet in Richtung der Vorsteuerkammer 20 in seine
in der 1 gezeigte Schließstellung
bringbar ist. Für
die Anlage mit dem eigentlichen Ventilsitz 42 ist das Ventilteil 40 an
seinem in Blickrichtung auf die 1 gesehen
vorderen unteren Ende mit einer konisch zulaufenden Schließ- oder Ventilspitze
versehen. Diese ist wiederum einstückiger Bestandteil einer Ventilführungsplatte 46,
an der beidseitig je eine Druckfeder 48, 50 angreift.
Die erste Druckfeder 48 erstreckt sich dabei zwischen der
genannten Ventilführungsplatte 46 und
einer flanschartigen Verbreiterung am unteren Ende des Betätigungsstößels 32. Die
zweite Druckfeder 50, die von ihrer Druckkraft her schwächer ausgeführt ist,
als die erste Druckfeder 48, erstreckt sich mit ihren beiden
freien Enden zwischen der Ventilführungsplatte 46 und
der Oberseite des Ventilsitzes 42. Zur besseren Führung der
genannten Druckfedern 48, 50 kann die Ventilführungsplatte 46,
wie in der 1 gezeigt,
beidseitig mit einem zylindrischen Führungs- oder Anlageaufsatz versehen sein.
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Für die Führung der
Ventilführungsplatte 46 ist
innerhalb des Ventilgehäuses 10 ein
Führungsteil 52 vorgesehen,
das in der Art einer zylindrischen Hülse ausgebildet mit dem Ventilgehäuse fest
verbunden ist. Zwischen Führungsteil 52 und
dem eigentlichen Magnetsystem 28 ist ein Einschraubteil 54 desselben
vorhanden mit dem sich das Proportional-Magnetsystem 28 an das Ventilgehäuse 10 anbringen und
dergestalt festlegen läßt. Des
weiteren ist in dem dahingehenden Einschraubteil 54 der
Betätigungsstößel 32 mit
seiner flanschartigen Verbreiterung an seinem einen freien Ende
geführt.
Ferner begrenzt das Führungsteil 52 mit
dem stationär
angeordneten Ventilsitz 42 einen Verteilraum 56,
der in der Art eines Ringkanales ausgeführt ist. An diesen Verteilraum 56 ist
ein fluidführender
Weg 58, der im Ventilgehäuse 10 geführt ist,
permanent angeschlossen, der im übrigen
mit seinem anderen freien Ende in einen Verbindungsraum 60 mündet, der
begrenzt ist von dem Außenumfang
des Ventilgehäuses 10 und
dem Innenumfang des nicht näher
dargestellten Ventilblockes oder Maschinenteiles, in welches das
Ventilgehäuse 10 einsetzbar
ist, und in den der Tankanschluß T
des Ventilgehäuses 10 mündet.
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Dergestalt
ist also eine permanente Verbindung zwischen Tankanschluß T und
dem Verteilraum 56 über
den fluidführenden
Weg 58 erreicht. Der fluidführende Weg 58 kann
dabei gemäß der Darstellung
nach der 1 aus einer
Vielzahl von Einzelkanälen
gebildet sein, die konisch in Richtung zum Betätigungsstößel 32 hin zulaufend
das Ventilgehäuse durchgreifen
und zwar in der Höhe
seiner Einschraubstrecke 12. Das in Richtung des Tankanschlusses
T jeweils weisende Ende der genannten Einzelkanäle tritt dabei in Blickrichtung
auf die 1 gesehen unterhalb
des unteren Endes der Einschraubstrecke 12 ins Freie bzw.
in den Verbindungsraum 60. Aufgrund dieses konstruktiven
Aufbaues des Vorsteuerventiles 22 wie vorstehend beschrieben,
ist dieses mithin in der Art eines Proportional-Druckbegrenzungsventiles ausgebildet.
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Wie
des weiteren die 1 zeigt,
begrenzt der Regelkolben 18 mit dem Ventilgehäuse 10 an
seinem einen der Vorsteuerkammer 20 abgekehrten Ende eine
Dämpfungskammer 62.
In dieser Dämpfungskammer 62 ist
ein Kraftspeicher, insbesondere in Form einer Druckfeder 64 angeordnet,
die den Regelkolben 18 in Richtung der Vorsteuerkammer 20 zu verschieben
sucht. Die Dämpfungskammer 62 ist über eine
im Regelkolben 18 angeordnete Dämpfungsblende 66 mit
einem den Regelkolben 18 umgebenden Ringraum 68 verbunden,
der nach außen
hin von der Innenseite des Ventilkörpers 10 begrenzt
ist. In Abhängigkeit
von der Längs- oder Verschiebeposition
des Regelkolbens 18 im Ventilgehäuse 10 verbindet dieser
Ringraum 66 wahlweise den Tankanschluß T mit dem Nutzanschluß A oder
den Nutzanschluß A
mit dem Pumpenanschluß P.
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Die
Dämpfungskammer 62 ist
sowohl von der Innenseite des Ventilgehäuses 10 umfaßt, sowie an
ihrer einen Seite von dem Regelkolben 18 begrenzt und an
ihrer gegenüberliegenden
Seite von einem Hubanschlag 70 für den Regelkolben 18.
Der eigentliche Hubanschlag 70 wird dabei durch die eine freie
Seite, die dem Regelkolben 18 zugewandt ist gebildet, und
im übrigen
bildet der dahingehende Hubanschlag 70 den Abschluß des Ventilgehäuses 10 an
seiner einen Seite.
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Nachdem
nunmehr der konstruktive Aufbau des erfindungsgemäßen Proportional-Druckregelventils
von seinen wesentlichen Grundzügen
her beschrieben ist, wird im folgenden des besseren Verständnisses
wegen der funktionelle Ablauf anhand den Darstellungen nach den 1 bis 3 näher
erläutert.
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Bleibt
das Proportional-Magnetsystem 28 unbestromt, kann vom Pumpenanschluß P Hydraulikmedium
(Öl) zum
Tankanschluß T
fließen.
Bei dem dahingehenden Ventilzustand ist mithin das Vorsteuerventil 22 gemäß der Darstellung
nach der 1 geöffnet, und
der Regelkolben 18 ist auf seinen oberen Anschlag gegen
die untere Seite des Ventilsitzes 42 gefahren. Bei der
dahingehenden Schaltstellung fließt das Öl vom Pumpenanschluß P durch
den Regelkolben 18 und zwar über den Verbindungskanal 24 und
durch die Kombination Schutzsieb 36, Blende 34 und
Diffusor 38 und von dort über das geöffnete Proportional-Druckbegrenzungsventil 22 der
Vorsteuerung zum Tank hin ab. Die Kräfte der zweiten Druckfeder 50,
in Verbindung mit dem Pumpendruck über den Mittenkanal 44 genügt entgegen
der Wirkung der ersten Druckfeder 48, die Ventilführungsplatte 46 mit
dem Ventilteil 40 anzuheben. Über den Mittenkanal 44 gelangt
dann das Hydraulikmedium in den Verteilraum 56 und von
dort über
den fluidführenden
Weg 58 in den Verbindungsraum 60, der zusammen
mit dem Tankanschluß T
zum Tank hin führt.
Der dahingehende Volumenstrom kann als Vorsteuerölstrom oder Leckage definiert
werden.
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Bei
einer Strombeaufschlagung des Proportional-Magnetsystemes 28 durch
eine vorgeschaltete Elektronik (nicht dargestellt), geht das Schließ- oder Ventilteil 40 des
Vorsteuerventiles 22 auf seine Sitzkante des Ventilsitzes 42 und
unterbricht dabei den Volumenstrom zwischen dem Pumpenanschluß P und
dem Tankanschluß T.
Der dahingehende Schaltzustand ist in der 2 dargestellt. Die Vorsteuerkammer 20 füllt sich
somit mit dem Hydraulikmedium auf, wodurch der Druck in dieser Kammer
ansteigt. Der dahingehende anstehende Druck wirkt auf die obere
Stirnseite des Regelkolbens 18 ein und bewegt diesen in
Richtung des unteren Hubanschlages 70 und zwar gegen die
sich komprimierende dritte Druckfeder 64. Der Druck in
der Vorsteuerkammer 20 entspricht dann dem eingeregelten
Druck.
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Wenn
der Druck in der Dämpfungskammer 62 geringer
als der Druck in der Vorsteuerkammer 20 ist, nimmt der
Regelkolben eine Position ein, bei dem der Verbraucheranschluß A mit
dem Pumpenanschluß P
verbunden ist. Die dahingehende Schaltdarstellung ist in der 3 entsprechend wiedergegeben.
Der Druck am Nutzanschluß A
wird über
die Dämpfungsblende 66 in
die Dämpfungskammer 62 gemeldet
und wirkt dort auf die Stirnseite des Regelkolbens 18 als
Gegenkraft zu dem Druckniveau in der Vorsteuerkammer 20.
Wenn der Druck in der Dämpfungskammer 62 den geregelten
Druck erreicht, wird der Regelkolben 18 derart verschoben,
dass die Verbindung zwischen dem Pumpenanschluß P und dem Nutz- oder Verbraucheranschluß A angedrosselt wird.
Der Regelkolben 18 verschiebt sich in eine Position, bei
der die beiden Kraftniveaus sich im Gleichgewicht zueinander befinden
und definieren dergestalt ein Öffnungsfenster
zwischen dem Pumpenanschluß P
und dem Nutzanschluß A.
Es stellt sich mithin ein Druck am Nutzanschluß A ein, der im direkten Zusammenhang
zu dem elektrischen Steuersignal des Magnetsystems 28 steht.
Durch die Ausregelung des definierten Sekundärdruckes wird ständig ein Ölvolumen über die
Dämpfungsblende 66 zwischen
der Dämpfungskammer 62 und
dem Nutzanschluß A
hin- und hergeschoben mit der Folge, dass der Regelvorgang abgedämpft wird,
um dergestalt störende Schwingungen
während
dieses Einregelvorganges zu vermeiden.
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Bei
dem erfindungsgemäßen Proportional-Druckregelventil
handelt es sich um ein solches, welches speziell für Kupplungsanwendungen
vorteilhaft ist. Bei den dahingehenden Anwendungen sind die Hauptforderungen
nach hoher Dynamik und niedrigen Druckverlusten gegeben, um einen
schnellen Befüllungsvorgang
mit Öl
und eine schnelle Entleerung der Kupplung gewährleisten zu können. Dies wird
mit der vorliegenden Ventilgestaltung ohne weiteres erreicht, wobei
darüber
hinaus das erfindungsgemäße Ventil
komplett entlastet werden kann, das heißt bei Wegnahme des elektrischen
Steuersignals am Magnetsystem 28 wird der geregelte Druck
am Nutzanschluß A
auf den Druckwert von 0 bar gebracht. Bei den sonst herkömmlich vorgesteuerten Druckventilen
wird die dahingehende Hauptstufe (Regelkolben) mit einer eingespannten
Druckfeder auf seine Endlage rückgeführt, so
dass die bekannten Ventile immer ein Druckniveau bei nicht vorhandenem
elektrischen Steuersignal am Magnetsystem aufweisen, welches der
Kraft der eingespannten Feder entspricht. Letzteres führt dann
zu Problemen beim Entkuppeln von hydraulisch arbeitenden Kupplungen.
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Um
dies zu verdeutlichen, wird die Anwendung des erfindungsgemäßen Proportional-Druckregelventiles
unter Bezugnahme auf die 4 und 5 bei einer hydraulisch arbeitenden
Kupplung näher
erläutert,
wobei gemäß der Darstellung
und der 4 das Proportional-Druckregelventil
zwischen den Kupplungsteilen 72, 74, 76 und
der Hydropumpe 16 geschaltet ist.
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Kupplungen
dienen unter anderem zur Verbindung von zwei Wellen, beispielsweise
der Wellen von Arbeitsmaschinen mit Transmissionswellen. Bei der
dahingehenden hydraulischen Kupplung wird durch das Betätigen des
erfindungsgemäßen Proportional-Druckregelventiles
ein Zylinderraum 72 mit der Druckleitung bzw. dem Druckanschluß P der
Hydropumpe 16 verbunden. Hierbei drückt der federbelastete Kolben 74 ein
nicht näher
dargestelltes Lamellenpaket der Kupplung zusammen. Durch Umschalten
des Proportional-Druckventiles entleert sich dann der Zylinderraum 72,
und die Druckfederanordnung 76 schiebt gemäß der Darstellung
nach der 4 den Kolben 74 in
seine Ausgangslage zurück.
Hierbei wird das verbleibende Hydraulikmedium über den Nutzanschluß A in Richtung
zum Tank T hin ausgeschoben.
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Die
Darstellung gemäß der 5 zeigt nun den Ablauf eines
Kupplungsspieles. Zunächst
muss die Kupplung schnell mit Öl
(Hydraulikmedium) befüllt
werden. Dies geschieht im Zeitraum t1 bis
t2, wobei der Kolben 74 gerade
damit beginnt das Lamellenpaket der Kupplung zu komprimieren. Dieser
Vorgang geht mit einem kurzzeitigen sehr hohen Volumenstrom einher.
Danach wird dieser Zustand im Zeitraum von t2 bis
t3 gehalten und im Zeitraum t3 bis t4 wird langsam „angefahren", indem der Druck
durch das erfindungsgemäße Proportional-Druckregelventil
langsam linear gesteigert wird, so dass dergestalt die Kraft von
der Arbeitsmaschine gleichmäßig an den
Transmissionsstrang übertragen
wird. Beim Zeitpunkt t5 wird durch das Zurückfahren
des elektrischen Steuersignals am Magnetsystem 28 der Druck in
der Kupplung zurückgenommen,
so dass das komprimierte Lamellenpaket unter zusätzlicher Einwirkung der Druckfederanordnung 76 den
Kolben 74 wieder in seine Ausgangslage zurückschieben
kann, was ohne weiteres möglich
ist, da in der dahingehenden Schaltstellung wie bereits aufgezeigt,
der Druckwert am Anschluß A
den Wert 0 aufweist.