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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Montage eines Rolltorbehanges
auf einer Wickelwelle für
ein Rolltor.
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Unter „Rolltorbehang" wird im Sinne der
vorliegenden Erfindung ein aus einer Vielzahl von aneinander gelenkten
Stäben
gebildeter Rolltorpanzer, aber auch ein Behang in Form einer Folie
oder dergleichen verstanden. Ferner wird unter dem Begriff „Offenendstellung" die Endstellung
des Rolltorbehanges am Ende der Öffnungsbewegung
verstanden. Die „Schließendstellung" ist die Endstellung
am Ende der Schließbewegung.
In der Schließendstellung
ist die zu verschließende
Toröffnung
vollständig
verschlossen.
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Aus
der
EP 0 238 944 A2 oder
der
DE 101 27 015
A1 ist es bekannt, einen Rolltorbehang in Form eines Rolltorpanzers
in vollständig
auf der Wickelwelle aufgewickeltem Zustand als kompakte Einheit
auf die Konsolen oder Traversen der Tragkonstruktion eines Rolltoren
zu heben und dort zu befestigten. Nach dieser Befestigung kann der
Rolltorbehang in die Führungsschienen
eingeführt
und abgelassen werden. Dieses Montageverfahren hat jedoch den Nachteil,
dass die kompakte Einheit aus Wickelwelle und darauf aufgewickeltem
Rolltorpanzer mit einem Hubgerät
angehoben und auf die Konsolen abgelegt werden muss. Dies erfordert
den Einsatz schwerer mobiler Geräte
am Einbauort, wie beispielsweise einen Kran, oder der Vormontage
einer aufwändigen
Hilfskonstruktion, die nach der Montage wieder demontiert werden
muss.
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Gemäß der
EP 0 238 944 A2 und
der
DE 101 27 015
A1 wird hierzu an den Tragkonsolen jeweils ein im Vergleich
zu einem mobilen Kran vergleichsweise leichtgewichtiges Montagegerät angebracht. Damit
wird der auf die Wickelwelle aufgewickelte Rolltorpanzer mittels
der beiden Montageeinheiten in seine Montageposition oberhalb der
zu verschließenden Öffnung gezogen.
Vorgenannte Montagetechnik hat sich jedoch dahingehend als nachteilig
erwiesen, dass ein erhöhter
Montageaufwand zur Befestigung der zwei Montageteile an den Tragkonsolen
und einer Absenkvorrichtung sowie eines Halteteils erforderlich
ist.
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Die
DE 203 15 243 U1 offenbart
eine Montagehilfsvorrichtung für
eine Einrichtung wie beispielsweise eine Sonnenschutzanlage, bei
der eine an einer vormontierten Konsole festlegbare Umlenkvorrichtung
vorgesehen ist, über
die ein flexibles Aufzugselement zum Hochziehen der Einrichtung
auf die Höhe
der Konsole geführt
ist. Als Aufzugselement wird vorzugsweise ein Flaschenzugsystem
verwendet. Die
DE
101 59 419 A1 betrifft ein Rolltor mit einem Torblatt,
dem ein aufwickelbares Stabilisierungselement zugeordnet ist. Dies
soll der Problematik entgegenwirken, dass das aufgewickelte Torblatt unter
Schwerkraftwirkung unterhalb der Wickelwelle durchhängt, was
zu Verwerfungen oder Versetzungen einzelner Torblattbereiche bzw.
Lamellen gegeneinander führen
kann. Schließlich
betrifft die
DE
20 2005 007 744 U1 ein Verriegelungssystem für Rollläden, Rolltore
und dergleichen zum Schutz gegen unbefugtes Öffnen von außen. Hierzu
ist ein Anschlag in der Bewegungsbahn des Rollladenpanzers nahe der
Position des ersten Rollladenstabes in geschlossener Stellung vorgesehen,
der eine Erstreckung hat, welche ein Mittel zur magnetischen Anziehung
aufweist. Am ersten Rollladenstab ist ein magnetisches Mittel angeordnet,
so dass der erste Rollladenstab durch magnetische Anziehung an den
Anschlag anliegend gehalten wird. Zwischen dem ersten Rollladenstab
und der Wickelwelle sind Stahlbandfeder einge fügt, die eine Vorspannung auf
den ersten Rollladenstab ausüben,
um den ersten Rollladenstab in das nähere Umfeld des Anschlages
zudrücken.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Montage
eines Rolltores anzugeben, bei dem wenig Montagehilfsmittel und
ein geringer Montageaufwand erforderlich sind. Ferner soll ein solches
Rolltor angegeben werden.
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Diese
Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Schritten des Anspruches
1 bzw. ein Rolltor mit den Merkmalen des Anspruches 12 gelöst.
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Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Erfindungsgemäß wird demnach
zunächst nur
die Wickelwelle montiert, was aufgrunde des leichteren Gewichtes
der Wickelwelle allein relativ einfach möglich ist. Auf die montierte
Wickelwelle wird sodann der Rolltorpanzer mittels Montagezugmitteln
nach oben gezogen. Dies erfolgt durch Aufwickeln des Montagezugmittels
auf die Wickelwelle, indem die Wickelwille gedreht wird. Dies kann
sehr einfach über
einen später
zum Betrieb des Rolltores dienenden Antriebsmotor geschehen, der
die Wickelwelle antreibt. Nach dem Hochziehen des oberen Endbereiches
des Rolltorbehanges wird die Wickelwelle weiter gedreht, um so den
Rolltorbehang auf die Wickelwelle aufzuwi ckeln. Erfindungsgemäß ist dabei
vorgesehen, dass das Montagezugmittel auf der Wickelwelle verbleibt.
Es ist also nicht notwendig, das Montagezugmittel danach zu entfernen.
Vielmehr kann gemäß einer
besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung das Montagezugmittel als
Zwischenlage zwischen Rolltorbehang und Wickelwelle dienen.
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Insbesondere,
wenn zum Bilden des Montagezugmittels wenigstens zwei Gurte verwendet
werden, die mit Abstand zueinander an der Wickelwelle angreifen,
so können
diese aufgewickelten Gurte als dämpfende
Zwischenlage dienen, so dass der Lauf des Rolltores im späteren Betrieb
ruhiger als bei Rolltoren nach dem Stand der Technik erfolgt.
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Das
Montagezugmittel wird demnach bevorzugt auf demjenigen axialen Bereich
der Wickelwelle aufgewickelt, der auch zur Aufnahme des Rolltorbehanges
dient.
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Eine
besonders bevorzugte Verfahrensweise weist die folgenden Schritte
auf:
- a) Befestigen der Wickelwelle an einer
Tragkonstruktion zur im Betrieb vorgesehenen Halterung der Wickelwelle;
- b) Installieren von Wickelwelle und Tragkonstruktion an einer
für den
Betrieb vorgesehenen Endposition;
- c) Positionieren des Rolltorbehanges im Bereich der durch das
Rolltor zu verschließenden Öffnung;
- d) Befestigen des Montagezugmittels mit einem ersten Ende an
der Wickelwelle und mit einem zweiten Ende an einem oberen Ende
des Rolltorbehanges;
- e) Aufwickeln des Montagezugmittels und des Rolltorbehanges
auf die Wickelwelle, und
- f) Anordnen einer Befestigungseinheit zur Befestigung des Montagezugmittels
und des Rolltorbehangs an der Wickelwelle.
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Ein
Rolltor mit einem gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren
auf einer Wickelwelle montierten, auf- und abwickelbaren Rolltorbehang
ist Gegenstand des Nebenanspruchs.
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Eine
Idee der Erfindung liegt demnach darin, zunächst die Wickelwelle ohne darauf
aufgewickeltem Rolltorbehang an ihrer bestimmungsgemäßen Endposition
zum späteren
Betrieb des Rolltores zu positionieren und drehbar gelagert zu befestigen
und anschließend
den Rolltorbehang im Toröffnungsbereich,
vorrangig auf dem Boden unterhalb der Wickelwelle, zu positionieren.
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Vorzugsweise
wird erst das Montagehilfszugmittel an dem Rolltorbehang und an
der Wickelwelle befestigt, wobei das Montagezugmittel bevorzugt
aus wenigstens zwei Gurtbändern
besteht. Nach Aktivierung des Wickelwellenantriebes oder auch durch
manuelles Drehen der Wickelwelle oder auch durch manuelles Drehen
der Wickelwelle kann dann zunächst
das Montagezugmittel auf die Wickelwelle aufgewickelt werden. Im
Anschluss daran wird der Rolltorbehang auf die Wickelwelle aufgewickelt. Nachfolgend
wird die Drehrichtung der Wickelwelle reversiert, um den Rolltorbehang
von der Wickelwelle abzuwickeln und hierbei die Seitenränder des
Rolltorbehanges in Führungsschienen
einfädeln
zu können.
Vorzugsweise in dem vollständig
abgewickelten Zustand werden dann das Montagezugmittel und somit
der Rolltorbehang mittels einer Befestigungseinheit an der Wickelwelle
befestigt. Diese Befestigung kann alternativ auch vor dem Einfädeln des
Rolltorbehanges in die Führungsschienen
erfolgen, zum Beispiel unmittelbar vor dem ersten Aufwickeln des durch
die Montagezugmittel hochgezogenen Rolltorbehanges.
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Mit
dem erfindungsgemäßen Verfahren
kann auf den Einsatz von schweren Hubgeräten, wie beispielsweise einen
mobilen Kran, vollständig
verzichtet werden. Zudem ist es ebenfalls nicht erforderlich, vorübergehend
Montage gerätschaften
beispielsweise an den Tragkonsolen und etwaige separate Montagezugmittelantriebe
vorzusehen. Darüber
hinaus ist es nicht erforderlich, das Montagezugmittel nach Aufwickelung
des Rolltorbehanges auf die Wickelwelle nachträglich zu entfernen. Es kann
auf der Wickelwelle verbleiben und mittels der Befestigungseinheit
fixiert bzw. von der Belastung durch den Rolltorbehang zumindest
teilweise entlastet werden.
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Bei
einer bevorzugten Weiterbildung des Verfahrens werden im Schritt
a) als Tragkonstruktion zwei Führungsschienen
jeweils mit einer Tragkonsole für
die Wickelwelle verbunden und die Wickelwelle an den Tragkonsolen
drehbar gelagert befestigt. Die Befestigung je einer Tragkonsole
an einer Führungsschiene
kann auf einfache Weise insbesondere durch Aufstecken und Verschrauben
erfolgen. Anschließend
kann die Wickelwelle zwischen den beiden Tragkonsolen drehbar gelagert
installiert werden. Eine solche Tragkonstruktion kann vorteilhafterweise
beispielsweise auf dem Boden liegend zusammengebaut und anschließend in
die senkrechte Position gehoben und an der die Toröffnung umgebenden Umrandung
befestigt werden.
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Vorzugsweise
wird im Schritt c), das heißt
bei der Positionierung des Rolltorbehanges im Bereich der Öffnung,
der Rolltorbehang auf dem Boden vor der Öffnung abgelegt. Von Vorteil
ist dabei, wenn der Rolltorbehang noch in einer Verpackungseinheit
liegend zusammen mit der Verpackung im Bereich der Öffnung positioniert
wird. Der Rolltorbehang kann dann aus der Verpackungseinheit heraus
mittels des Montagezugmittels auf die Wickelwelle gewickelt werden.
Somit ist es nicht erforderlich, den Rolltorbehang mittels eines
Hebezeugs anzuheben und an den Tragkonsolen oder den Führungsschienen
zu befestigen. Die Verpackung selbst kann mit Gleitführungen
versehen sein, die den Rolltorbehang schonend bei dessen Hochziehen
aus de Verpackung heraus führen.
Für den
Transport ist der Rolltorbehang vorzugsweise so in der Verpackung
gelagert, dass nach Öffnen
der Verpackung zunächst
der obere Endbereich des Rolltorbehanges, der zuerst auf die Wi ckelwelle
aufgewickelt werden soll, zugänglich ist.
Der Rolltorbehang ist demnach bevorzugt in der Verpackung anders
herum gewickelt gelagert als später
im Betrieb auf der Wickelwelle. Beim Hochziehen des Rolltorbehanges
wickelt sich der Rolltorbehang aus dieser Lage aus der Verpackung
heraus und wird hierbei an den Gleitführungen geführt. Ebenfalls kann zwischen
den einzelnen Lagen des in der Verpackung eingewickelten Rolltorbehanges eine
schonende Zwischenlage vorhanden sein, die nach Montage des Rolltores
entsorgbar ist.
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In
vorteilhafter Weiterbildung wird in Schritt d) das zweite Ende des
Montagezugmittels an einer Abschlusskante des Rolltorbehanges befestigt.
Diese Abschlusskante liegt gegenüber
der Schließkante des
Rolltorbehanges. Um diese Befestigung zu ermöglichen, kann im Bereich der
Abschlusskante eine Ausnehmung, eine Lasche oder sonstige Befestigungselemente
gewählt
werden.
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Bei
einer bevorzugten Weiterbildung des Verfahrens werden wenigstens
zwei Gurtbänder
als Montagezugmittel befestigt. Vorzugsweise werden zwei Gurtbänder im
gleichem Abstand von den beiden Enden der Wickelwelle befestigt,
um eine symmetrische Anordnung und dadurch ein symmetrisches Hochziehen
des Rolltorbehanges zu erreichen. Zusätzlich können auch noch weitere Gurtbänder als
Montagezugmittel vorgesehen werden, was zu einer weiteren Verbesserung
der weiter unten noch erläuterten
Dämpfungseigenschaften
beiträgt. Grundsätzlich kann
aber auch lediglich ein Gurtband verwendet werden.
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In
bevorzugter Ausgestaltung wird das Montagezugmittel im Schritt e)
in übereinander
liegenden Wicklungen auf die Wickelwelle aufgewickelt. Dies dient
nicht nur dem symmetrischen Hochziehen des Rolltorbehanges, sondern
auch dazu, dass die jeweils durch die übereinander liegenden Bahnen
erzeugte beabstandete Positionierung im Bereich der Gurtbänder gegenüber dem
Rolltorbehang gleichmäßig ist,
so dass auch im Betrieb eine symmetrische Belastung erfolgt. Zudem
wird dadurch eine gleichmäßige Dämpfung bewirkt.
Ferner erleichtert es die Anbringung der Befestigungseinheit.
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In
bevorzugter Weiterbildung wird das Montagezugmittel in seiner vollständig aufgewickelten Position
mittels der Befestigungseinheit an der Wickelwelle befestigt. Bei
Verwendung zweier Gurtbänder
mit gleicher Länge
als Montagezugmittel ist zur Befestigung mittels der Befestigungseinheit
keine Justierung der Gurtbänder
erforderlich.
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Zwischen
dem Rolltorbehang und der Wickelwelle kann weiter noch eine Drängeinrichtung vorhanden
sein, die den oberen Endbereich des Rolltorbehanges in der Schließendstellung
des Rolltores radial weg von der Wickelwelle drängt. Eine solche Drängeinrichtung
hat zum einen den Vorteil, dass der Abschluss des Rolltores im oberen
Endbereich besser abgedichtet erfolgt, da dann der obere Endbereich
näher an
der Öffnungsberandung
liegt. Eine solche Drängeinrichtung
kann aber weiter auch zur Unterstützung einer Aufschiebesicherung
dienen, indem im entlasteten Zustand der obere Endbereich in Richtung
auf die Öffnungsberandung
gedrängt
wird und sich dort bei einem Versuch, den Rolltorbehang nach oben
aufzuschieben, an einem Gegenlager verhaken kann, wobei bei Drehung
der Wickelwelle in Öffnungsbewegungsrichtung
die obere Endkante radial hin zur Wickelwelle gezogen wird und so
aus der Lage, in der die Aufschiebesicherung wirken kann, gezogen
wird.
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Die
Drängeinrichtung
kann insbesondere durch eine Federeinheit gebildet sein, die zwischen die
Wickelwelle und den Rolltorbehang geschaltet ist und insbesondere
zwischen dem behangseitigen Ende des Montagezugmittels und dem Rolltorbehang angeordnet
ist.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Weiterbildung kann hierzu ein erstes Ende einer
Federeinheit über
die Befestigungseinheit mit dem zweiten Ende des Montagezugmittels
und ein zweites Ende der Federeinheit mit dem Rolltorbehang verbunden werden,
das Montagezugmittel auf der Wickelwelle aufgewickelt werden und
mittels der Befestigungseinheit an der Wickelwelle befestigt werden.
Hierbei kann die Federeinheit gleichermaßen wie das Montagezugmittel
vorab an dem Rolltorbehang und/oder an der Wickelwelle, das heißt mit nur
einem Ende oder aber mit beiden Enden, befestigt werden. Dies führt zu einer
weiteren Vereinfachung und reduziert den Montageaufwand nochmals.
So kann beispielsweise das Montagezugmittel mit daran angeschlossener Federeinheit
auf der Wickelwelle aufgewickelt in der oben erwähnten Verpackungseinheit untergebracht werden.
Auf diese Weise reduzieren sich die zur Montage erforderlichen Verfahrensschritte
vor Ort und werden zudem weiter vereinfacht, so dass eine falsche
Montage weitgehend ausgeschlossen werden kann.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
umfasst die Federeinheit wenigstens eine Blattfeder. Je nach Ausgestaltung
der Befestigungseinheit ist die Federeinheit direkt oder indirekt über das
Montagezugmittel an der Wickelwelle befestigt.
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Bereits
nach der im Schritt e) genannten Aufwicklung des Montagezugmittels
und des Rolltorbehanges auf die Wickelwelle kann in bevorzugter
Ausgestaltung die Schließkante
des Rolltorbehanges in die Führungsschienen
eingeführt
und der Rolltorbehang zur Einführung
in die Führungsschienen
von der Wickelwelle abgewickelt wird. Um diese Einführung zu
vereinfachen, kann im oberen Endbereich der Führungsschienen jeweils eine
Einführhilfe
vorgesehen werden oder bereits an den Führungsschienen vorinstalliert
sein.
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Das
erfindungsgemäße Rolltor
ist mit einem auf eine Wickelwelle auf- und abwickelbaren Rolltorbehang
versehen, wobei der Rolltorbehang über ein Montagezugmittel mit
der Wickelwelle verbunden ist und wobei das Rolltor mit dem erfindungsgemäßen Verfahren
hergestellt ist. Dieses Montagezugmittel ist vorzugsweise mit dem
erfindungsgemäßen Verfahren
mit der Wickelwelle verbunden und verbleibt nach Durchführung der
Montage permanent an der Wickelwelle. Bevorzugt werden als Montagehilfszugmittel
mehrere Gurtbänder
verwendet. Weiterhin dient das Montagezugmittel im aufgewickelten
Zustand als Distanz- und/oder Auflagerring. Eine nachträgliche Demontage
des Montagezugmittels entfällt.
Auf diese Weise wird eine Wickelwellenanordnung mit Dämpfung ermöglicht.
Dies wirkt sich vorteilhaft auf die Lebensdauer von Wickelwelle
und Rolltorbehang aus.
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Bei
einer bevorzugten Ausgestaltungsform ist das Montagezugmittel über eine
Befestigungseinheit mit der Wickelwelle verbunden. Diese Verbindung
von Montagezugmittel und Befestigungseinheit kann bereits vorab
hergestellt sein, so dass eine diesbezügliche Montage vor Ort entfällt. Die
Befestigungseinheit dient zur Fixierung des Montagezugmittels im
aufgewickelten Zustand und/oder zur Befestigung des Rolltorbehanges
an der Wickelwelle.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist das Montagezugmittel
in übereinander
liegenden Bahnen auf die Wickelwelle aufgewickelt. Das Material
und die Abmessungen des Montagezugmittels wird dabei unter Berücksichtigung
auf die gewünschte
Funktion einerseits als Montagehilfsmittel während der Montage und andererseits
zugleich als Auflager- und/oder Distanzeinheit nach der durchgeführten Montage
während
der restlichen Lebensdauer bemessen und ausgelegt.
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Insbesondere
ist es für
die Funktion als Montagezugmittel hilfreich, wenn die Länge des
Montagezugmittels wenigstens der Hälfte der Länge des hochzu ziehenden Rolltorbehanges,
vorzugsweise wenigstens drei Viertel dieser Länge und mehr insbesondere ungefähr dieser
Länge oder
mehr als diese Länge
entspricht, so dass ein möglichst
großer
Anteil des Rolltorbehanges mittels der Montagezughilfe hier nach
oben gezogen werden kann.
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In
vorteilhafter Ausgestaltung ist das Montagezugmittel über eine
Federeinheit mit dem Rolltorbehang verbunden. Die Federeinheit ist
vorzugsweise als Blattfeder ausgebildet und kann zugleich mit einer
Verriegelungsvorrichtung zusammenwirken oder Bestandteil davon sein.
Eine solche Verriegelungsvorrichtung umfasst eine Sperreinheit und
eine Riegeleinheit und dient zur Ver-/Entriegelung des von einer
Offenendstellung in eine Schließendstellung verfahrbaren
Rolltorbehanges, wobei die Sperreinheit die Riegeleinheit in der
Verriegelungsstellung an einer Bewegung des Rolltorbehanges aus
der Schließendstellung
in Richtung der Offenendstellung sperrt und in der Entriegelungsstellung
freigibt. Die Federeinheit steht zur Ausübung einer Kraft auf die Riegeleinheit
mit dieser derart in Wirkverbindung, so dass die Riegeleinheit von
der Verriegelungsstellung in die Entriegelungsstellung und umgekehrt
verstellbar ist, wobei die von der Federeinheit ausgehende Kraft
auf die Riegeleinheit durch die Bewegung der Wickelwelle veränderbar
ist.
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung werden nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen weiter
erläutert.
Dabei zeigen schematisch:
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1 bis 9 perspektivische
Ansichten verschiedener Stadien eines Verfahrens zur Montage eines
Rolltores;
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10 einen
Querschnitt durch ein mittels des Verfahrens montierten Rolltores
im teilweise aufgewickelten Zustand eines Montagezugmittels;
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11 einen
Querschnitt gemäß 10 in vollständig aufgewickeltem
Zustand des Montagezugmittels und mit einer Verriegelungsvorrichtung
in einer ersten Ausführungsform;
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12 einen
vergrößerten Ausschnitt
der Verriegelungsvorrichtung gemäß 11,
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13 eine
perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform der Verriegelungsvorrichtung;
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14 einen
Schnitt durch die zweite Ausführungsform
der Verriegelungsvorrichtung in einer Verriegelungsstellung, und
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15 einen
Schnitt durch die zweite Ausführungsform
der Verriegelungsvorrichtung in einer Verriegelungsstellung.
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16 einen
Schnitt durch die zweite Ausführungsform
der Verrielungsvorrichtung in einer Entriegelungsstellung.
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Die 1 bis 9 zeigen
Verfahrensschritte zur Montage eines Rolltorbehanges 10 auf
einer Wickelwelle 30 und ein derart montiertes Rolltor 1 an sich.
Die 10 bis 12 zeigen
eine erste Ausführungsform
einer Verriegelungsvorrichtung 70 zur Ver-/Entriegelung
des Rolltorbehanges 10. Ferner zeigen die 13 bis 16 eine
zweite Ausführungsform
vorgenannter Verriegelungsvorrichtung 70.
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Der
Rolltorbehang 10 dient zum Verschließen einer in einer Umrandung 3,
wie beispielsweise einem Wandabschnitt, vorhandenen Toröffnung 2. Der
Rolltorbehang 10 umfasst eine Vielzahl aneinander angelenkter
Stäbe 11 zur
Bildung eines sogenannten Rolltorpanzers. Alternativ kann der Rolltorbehang
zumindest abschnittsweise aus einer Folie oder sonstigem flexiblen
Material bestehen. Dieser Rolltorbehang 10 oder Rolltorpanzer
weist im unteren Endbereich eine Schließkante 13, im oberen Endbereich
eine Abschlusskante 12 und zwei Seitenränder 14, 15 auf.
In einer Schließendstellung
des Rolltorbehanges 10 berührt die Schließkante 13 in der
Regel den Boden der Toröffnung 2.
Die Schließkante 13 kann
beispielsweise auch anstelle durch einen Stab 11 durch
ein Dichtprofil oder ein Einklemmschutzprofil gebildet werden.
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Die
Abschlusskante 12 befindet sich am gegenüber liegenden
Ende im oberen Endbereich und verläuft in der Regel parallel zur
Schließkante 13.
Mittels der Wickelwelle 30 lässt sich der Rolltorbehang 10 auf
die Wickelwelle 30 auf- und von der Wickelwelle 30 abwickeln.
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Um
die Wickelwelle 30 in der für den Betrieb vorgesehenen
Endposition drehbar gelagert an der Umrandung 3 zu fixieren,
ist eine Tragkonstruktion aus zwei Führungsschienen 20, 22 und
zwei Tragkonsolen 24, 26 vorgesehen.
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Alle
nachstehend beschriebenen Verfahrensschritte des Montageverfahrens
werden im Folgenden insbesondere anhand der 1 bis 9 erläutert. Die
zur Montage des Rolltorbehanges 10 an der Wickelwelle 30 notwendigen
Bauteile werden in einer Verpackungseinheit 16 zusammengestellt zum
vorgesehenen Einbauort geliefert. Wie insbesondere die 1 und 7 zu
erkennen geben, umfasst die Verpackungseinheit 16 im wesentlichen drei
Verpackungsteile 17 mit mehreren Fächern 18. So dient
ein in 1 in dem mittleren Verpackungsteil 17 vorgesehenes
Fach 18 zum Verstauen der beiden Führungsschienen 20, 22.
Im oberen Endbereich aller drei Verpackungsteile 17 befindet
sich jeweils ein Fach 18 in Form einer Ausnehmung zur Lagerung der
Wickelwelle 30. Wie bei dem in 1 linken
Verpackungsteil 17 zu erkennen, befindet sich in den beiden
seitlichen Verpackungsteilen 17 jeweils ein Fach 18 zur
Aufnahme der Tragkonsolen 24, 26. Der Rolltorbehang 10 ist
in muldenartigen Fächern 18 der drei
Verpackungsteile 17 gelagert. Weiterhin umfasst wenigstens
das mittlere Verpackungsteil 17 im Fußbereich ein weiteres Fach 18,
beispielsweise zur Aufnahme von Befestigungsmitteln wie Schrauben,
Muttern oder dergleichen. Weiterhin sind auf der Oberseite der Verpackungseinheit 16,
wie in 1 dargestellt, mehrere Abdeckelemente einer Sturzblende 28 aufgelegt.
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Somit
ermöglicht
die Verpackungseinheit 16 eine kompakte und platzsparende
Zusammenstellung der benötigten
Bauteile und zugleich eine separate Entnahme der jeweils benötigten Bauteile,
ohne dass zunächst
nicht benötigte
Bauteile vorab entnommen werden müssen.
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Nach
Entfernen einer Schutzfolie oder dergleichen von der Verpackungseinheit 16 werden
zunächst
die Wickelwelle 30, die Führungsschienen 20, 22 und
die Tragkonsolen 24, 26 aus den entsprechenden
Verpackungsteilen 17 und Fächern 18 entnommen
und im Bereich der Toröffnung 2 auf
den Boden gelegt. Sodann kann die Wickelwelle 30 an ihren beiden
Enden jeweils mit einer Tragkonsole 24 bzw. 26 derart
verbunden werden, dass die Wickelwelle 30 drehbar gelagert
ist. An die Tragkonsolen 24, 26 werden dann die
Führungsschienen 20, 22 montiert.
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Diese
Zusammenstellung aus Führungsschienen 20, 22 und
Tragkonsolen 24, 26 bildet eine Tragkonstruktion
für die
im späteren
Betrieb vorgesehene Halterung der Wickelwelle. Als nächstes werden
zwei Elemente der Sturzblende 28 aus der Verpackungseinheit 16 entnommen
und, wie in 2 gezeigt, an den beiden Tragkonsolen 24, 26 befestigt.
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Wie
aus einer Zusammenschau der 2 und 3 ersichtlich,
wird die Tragkonstruktion 20, 22, 24, 26 mit
daran befestigter Wickelwelle 30 aufgestellt und im Bereich
der Toröffnung 2 positioniert. Nach
Ausrichtung von Wickelwelle 30 und Tragkonstruktion kann
diese Zusammenstellung an der Umrandung 3 mittels üblicher
Befestigungsmittel fixiert werden. Nach dieser Installation befindet
sich die Wickelwelle 30 also schon in ihrer für den Betrieb
vorgesehenen Position.
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Anschließend wird
die Verpackungseinheit 16 inklusive dem noch darin befindlichen
Rolltorbehang 10 im Bereich der Toröffnung 2 unterhalb
der Wickelwelle 30 positioniert (4). Als
nächstes
wird ein Montagezugmittel 40 aus der Verpackungseinheit 16 entnommen
und sowohl mit der Wickelwelle 30 als auch mit dem Rolltorbehang 10 verbunden.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
bilden zwei Gurtbänder 42, 44 aus
gleichem Material und mit gleichen Abmessungen, insbesondere mit
gleicher Länge,
das Montagezugmittel 40. Jedes der Gurtbänder 42, 44 weist
ein erstes Ende 46 und ein zweites Ende 48 auf.
An diesen beiden Enden 46, 48 sind Befestigungselemente 65, 66 zur
Befestigung der Gurtbänder 42, 44 an
der Wickelwelle 30 bzw. an dem Rolltorbehang 10 vorgesehen.
Wie sich der 5 entnehmen lässt, werden
die beiden Gurtbänder 42, 44 mit
ihrem ersten Ende 46 gleich weit von den beiden Enden der
Wickelwelle 30 beabstandet an der Wickelwelle 30 befestigt.
Die zweiten Enden 48 der Gurtbänder 42, 44 werden
an einer Abschlusskante 12 des Rolltorbehangs 10 ebenfalls
jeweils gleich weit von den Seitenrändern 14, 15 des
Rolltorbehangs 10 an der Abschlusskante 12 befestigt.
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In
einer Variante zu vorgenanntem Verfahrensschritt kann die Befestigung
des ersten Endes 46 und/oder des zweiten Endes 48 der
Gurtbänder 42, 44 an
der Wickelwelle 30 und/oder an dem Rolltorbehang 10 bereits
vorab im Werk durchgeführt
werden und entsprechend in der Verpackungseinheit 16 verstaut
werden. Alternativ kann das Montagezugmittel 40 auch nur
ein Gurtband oder eine breiter Bahn oder auch mehr als zwei Gurtbänder umfassen.
Diese Gurtbänder
oder die wenigstens eine breitere Bahn bestehen aus einem flexiblen
Material, das geeignet ist, einerseits den während der Montage auftretenden
Belastungen Stand zu halten und andererseits auf übereinander
liegenden Wicklungen oder Bahnen auf die Wickelwelle 30 aufgewickelt
werden zu können.
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Nach
der Befestigung des Montagezugmittels 40 kann der Antrieb
der Wickelwelle 30 aktiviert werden, um den Rolltorbehang 10 mittels
der Gurtbänder 42, 44 als
Montagehilfsmittel nach oben zu ziehen (5 und 6).
Dabei werden zunächst die
Gurtbänder 42, 44 in übereinander
liegenden Wicklun gen auf der Wickelwelle 30 aufgewickelt. Nach
vollständiger
Aufwicklung der Gurtbänder 42, 44 auf
der Wickelwelle 30 wird auch der Rolltorbehang 10 auf
die Wickelwelle 30 aufgewickelt. Dieser Aufwickelvorgang
erfolgt so lange bis der letzte Stab 11 im Bereich der
Schließkante 13 sich
etwa im oberen Endbereich der Führungsschienen 20, 22 befindet.
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Nach
Erreichen dieser Position des Rolltorbehanges 10 kann nun
der unterste Stab 11 mit der Schließkante 13 im oberen
Endbereich der Führungsschienen 20, 22 in
diese eingeführt
werden. Hierzu können
die Endbereiche mit entsprechenden Einfädelhilfen ausgestattet sein
oder nachträglich ausgestattet
werden. Zur vollständigen
Einführung und
späteren
seitlichen Führung
der Seitenränder 14, 15 in
den Führungsschienen 20, 22 wird
der Rolltorbehang 10 nun vollständig abgewickelt, wie aus den 8 und 9 ersichtlich.
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Wie
aus 9 hervorgeht, werden anschließend die aufgewickelten Gurtbänder 42, 44 mittels
einer Befestigungseinheit 60 an der Wickelwelle 30 befestigt.
Die Befestigungseinheit 60 umfasst ein U-Profil 61 mit
an den beiden Stegen des U-Profils angeschlossenen Befestigungsflanschen 62, 63.
Jeder der Befestigungsflansche 62, 63 weist zwei
Ausnehmungen auf über
die die Befestigungseinheit 60 mittels Schrauben oder dergleichen
an der Wickelwelle 30 befestigt werden kann. Die Abmessungen der
Befestigungseinheit 60 sind dabei derart gewählt, dass
die übereinander
liegenden Wicklungen des Gurtbandes 42 an die Wickelwelle
angedrückt
werden. Die das Gurtband 42, 44 an die Wickelwelle 30 anpressende
Befestigungseinheit 60, ermöglicht eine wenigstens teilweise,
vorzugsweise eine totale Entlastung des Gurtbandes 42, 44 im
späteren
bestimmungsgemäßen Betrieb
des Rolltores 1. Alternativ können auch andere Befestigungsmittel
vorgesehen werden, die eine dauerhafte Festlegung des Montagezugmittels 40, 42, 44 an
der Wickelwelle 30 gewährleisten.
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Ein
weiterer Vorteil der Gurtbänder 42, 44 besteht
darin, dass die aufgewickelten Gurtbänder 42, 44 nicht
nachträglich
entfernt werden müssen, sondern
zugleich als dämpfende
Auflagerringe während
des Aufwickel- oder Abwickelvorganges dienen können. Somit kann die Materialwahl
des Montagezugmittels 40 auf diese spätere Dämpfungsfunktion vorab abgestimmt
werden. Hierzu kann auch eine entsprechende Anzahl von Gurtbändern als
Montagehilfszugmittel gewählt
werden.
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Im
Folgenden werden anhand der 10 bis 15 zwei
Ausführungsformen
einer Verriegelungsvorrichtung 70 zur Ver-/Entriegelung
des Rolltorbehanges 10 sowie das Rolltor 1 mit
einer solchen Verriegelungsvorrichtung 70 beschrieben.
Die in den Querschnitten dargestellte Verriegelungsvorrichtung 70 ist
im Bereich beider Seitenränder 14, 15 vorgesehen.
So zeigen die 10 bis 12 jeweils
einen Querschnitt durch das oben beschriebene Rolltor 1 mit
der Verriegelungsvorrichtung 70 gemäß einer ersten Ausführungsform.
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Hierbei
umfasst die Verriegelungsvorrichtung 70 eine Sperreinheit 80,
eine Riegeleinheit 90 und eine Federeinheit 50.
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Die
Federeinheit 50 weist eine Blattfeder 52 bzw. 54 auf,
die mit ihrem ersten Ende 56 über die Befestigungseinheit 60 an
der Wickelwelle 30 fixiert ist und mit ihrem zweiten Ende 58 mit
der Riegeleinheit 90 verbunden ist. Wie bereits oben erläutert, fixiert
die Befestigungseinheit 60 zugleich die Gurtbänder 42, 44 an
der Wickelwelle 30.
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Die
Sperreinheit umfasst einen Sperrhaken 80 mit einem an der
Umrandung 3 festgelegten Befestigungsabschnitt 81 und
einem einteilig mit diesem Befestigungsabschnitt 81 verbundenen
Hakenabschnitt 82, der in einem vorbestimmten Winkel von dem
Befestigungsabschnitt 81 bzw. der Umrandung 3 abragt.
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Die
Riegeleinheit 90 ist um eine parallel zur Toröffnung 2 verlaufende
horizontale Achse drehbeweglich und dient zugleich als Verbindungselement zwischen
dem zweiten Ende 58 der Blattfeder 52 und dem
obersten Stab 11 des Rolltorbehanges 10. Wie insbesondere
aus 12 hervorgeht, umfasst die Riegeleinheit 90 mehrere
Abschnitte mit einer U-förmigen
Nut 92 zum Eingriff mit dem Hakenabschnitt 82,
einem Anschlusselement 94 zur drehbeweglichen Verbindung
mit dem obersten Stab 11 und einem Drehbolzen 96,
der in einer Schlaufe des zweiten Ende 58 der Blattfeder 52 drehbeweglich
gelagert ist.
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Bei
einer Bewegung der Wickelwelle 30 während der Auf- und Abwickelbewegung
der Wickelwelle 30 ist die Riegeleinheit infolge der durch
die Wickelbewegung veränderten
Biegung der Blattfeder 52 von einer Verriegelungsstellung
in eine Entriegelungsstellung und umgekehrt verstellbar.
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Die
Verriegelungsvorrichtung 70 befindet sich bei geöffnetem
oder nur teilweise geöffneten Rolltor 1,
wie in 10 gezeigt, in der Entriegelungsstellung,
in der die Riegeleinheit 90 in einem bestimmten Abstand
A von der Umrandung 3 entfernt ist. Dieser Abstand A ergibt
sich ohnehin infolge der Führung
des Rolltorbehanges 10 in den Führungsschienen 20, 22.
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Erst
wenn sich der Rolltorbehang 10 nahe oder in der Schließendstellung
befindet, wie in 11 und 12 gezeigt,
wird die Riegeleinheit 90 in die Verriegelungsstellung
verstellt. In dieser Stellung ragt der oberste Stab 11 wenigstens
teilweise aus dem oberen Ende der Führungsschiene 20, 22 hinaus.
Infolge der teilweisen Aufwicklung der Blattfeder 52 auf
der Wickelwelle 30 und infolge eines Abstandes B zwischen
der Drehachse der Wickelwelle 30 und der Umrandung 3 erfährt die
Blattfeder 52 in dieser Position eine bestimmte Biegung
und übt
eine Kraft F1 in Richtung der Umrandung 3 auf die Riegeleinheit 90 und
den oberen Endbereich des obersten Stabes 11 aus.
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Infolge
dieser Krafteinwirkung wird die zur Umrandung 3 gerichtete
Außenseite
des obersten Stabes 11 näher in Richtung der Umrandung 3 oder sogar
bis an die Umrandung 3 gedrückt, so dass bei einem Einbruchsversuch
mit einer Bewegung des Rolltorbehanges 10 nach oben, die
Riegeleinheit 90 mit ihrer Nut 92 in Eingriff
mit dem Hakenabschnitt 82 gelangt, wodurch eine Bewegung
der Riegeleinheit 90 an der Sperreinheit 80 vorbei
nicht möglich
ist.
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Bei
der zweiten Ausführungsform
der Verriegelungsvorrichtung 70 ist als Sperreinheit 85 ein über eine
Halterung 87 beabstandet von der Umrandung 3 angeordneter
Sperrbolzen 86 vorgesehen. Die zugehörige Riegeleinheit 100 wird
durch eine teilweise biegsame Anschlussplatte 100 mit einer
Ausnehmung 102 gebildet, wie insbesondere aus 14 hervorgeht.
Diese Anschlussplatte 100 ist drehbeweglich an der Abschlusskante 12 des
obersten Stabs 11 angelenkt.
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Zur
Ver-/Entriegelung der Verriegelungsvorrichtung 70 sind
des Weiteren die bereits im Zusammenhang mit der ersten Ausführungsform
beschriebene Federeinheit 50 in Form einer Blattfeder 52 sowie
ein Sperrelement 110 in Form einer Blattfeder 112 vorgesehen.
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Wie 13 zeigt,
fixiert die Befestigungseinheit 60 wiederum sowohl die
aufgewickelten Gurtbänder 42, 44 als
auch die Blattfeder 52 an der Wickelwelle 30.
Die Blattfeder 52 ist mit ihrem zweiten Ende 58 an
der Anschlussplatte 100 befestigt.
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Der
Abschnitt der Blattfeder 52 zwischen der Befestigungseinheit 60 und
der Anschlussplatte 100 dient zur Ausübung einer Kraft auf die Anschlussplatte 100,
um diese in Richtung der Umrandung 3 zu schwenken und umgekehrt.
Diese Kraft wird sowohl durch die lagemäßige Anordnung, den Biegeradius, die
Abmessungen als auch durch die Bewegung der Wickelwelle 30 beeinflusst.
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Die
Blattfeder 112 ist mit ihrem ersten Ende 114 über Langlöcher 118 mittels
zugehöriger
Befestigungsmittel an der Wickelwelle 30 festgelegt. Die Langlöcher 118 können dienen
zur genauen Positionierung der Blattfeder 112 an der Wickelwelle 30,
so dass die Blattfeder 112 in einem geeigneten Bereich verschiebbar
ist, beispielsweise ohne an die Abschlusskante 12 anzustoßen. Das
zweite Ende 116 der Blattfeder 112 ist über eine
Führung 105 in
den Richtungen G gemäß dem Pfeil
in 13 bewegbar, um die Ausnehmung 102 zu
versperren oder freizugeben. Die Führung 105 umfasst
zwei L-Profile 106, 107,
die an der Anschlussplatte 100 befestigt sind. Die Blattfeder 112 kann
wahlweise nur zur Sperrung oder Freigabe der Ausnehmung 102 oder
aber zusätzlich
zur Ausübung
einer Kraft auf die Anschlussplatte 100 in Richtung der
Umrandung 3 eingesetzt werden.
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Die
in 13 in einer perspektivischen Ansicht dargestellte
Verriegelungsstellung im Bereich der Führungsschiene 22 ist
nochmals in 15 im Querschnitt gezeigt. Die
Entriegelungsstellung geht aus 16 hervor.
Wie aus den beiden 15 und 16 zu
entnehmen, befindet sich die Blattfeder 112 in der Verriegelungsstellung
in einer Sperrstellung, bei der das zweite Ende 116 die
Ausnehmung 102 verdeckt, so dass der Sperrbolzen 85 nicht
durch die Ausnehmung 102 gelangen kann. Der Rolltorbehang 10 kann
nicht an dem Sperrbolzen 85 vorbei gefahren werden in 16 befindet
sich das Sperrelement 110 in einer Freigabestellung, bei
der das zweite Ende 116 infolge einer Drehung der Wickelwelle 30 der
Blattfeder 112 in eine die Ausnehmung 102 freigebende
Position überführt ist.
Infolge dieser Drehung der Wickelwelle 30 verändert sich
die von der Blattfeder 52 ausgeübte Kraft derart, dass die
Anschlussplatte 100 derart verschwenkt werden kann, so
dass sich die Anschlussplatte 100 nach dem Schwenkvorgang
auf der anderen Seite des Sperrbolzens 85 und somit in
der Entriegelungsstellung befindet (siehe 15, 16).
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Sowohl
die erste als auch die zweite Ausführungsform zeichnet sich dadurch
aus, dass die Blattfeder 52 infolge der Bewegung der Wickelwelle 30 zur
Verstellung der Riegeleinheit 90 von der Verriegelungsstellung
in die Entriegelungsstellung und umgekehrt dient. Weiterhin kann
die Befestigungseinheit 60 zur Festlegung und Entlastung
des um die Wickelwelle 30 gewickelten Montagezugmittels 40 und
zur Befestigung der Blattfeder 52 eingesetzt werden kann.
Ein Vorteil der zweiten Ausführungsform
besteht darin, dass die Blattfeder 112 einen unberechtigten Öffnungsversuch
zuverlässig
verhindern kann.
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Ferner
wird mittels der Gurtbänder 42, 44 als Montagehilfszugmittel
eine einfach handhabbare und wenig Arbeitsschritte erfordernde Montage
des Rolltorbehanges 10 auf der Wickelwelle 30 ermöglicht. Zudem
können
die Gurtbänder 42, 44 nach
der Montage auf der Wickelwelle 30 verbleiben und dienen als
Auflager- und Distanzringe.
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- 1
- Rolltor
- 2
- Toröffnung
- 3
- Umrandung
- 10
- Rolltorbehang
- 11
- Stab
- 12
- Abschlusskante
- 13
- Schließkante
- 14
- Seitenrand
- 15
- Seitenrand
- 16
- Verpackungseinheit
- 17
- Verpackungsteil
- 18
- Fach
- 20
- Führungsschiene
- 22
- Führungsschiene
- 24
- Tragkonsole
- 26
- Tragkonsole
- 28
- Sturzblende
- 30
- Wickelwelle
- 40
- Montagezugmittel
- 42
- Gurtband
- 44
- Gurtband
- 46
- erstes
Ende
- 48
- zweites
Ende
- 50
- Federeinheit
- 52
- Blattfeder
- 54
- Blattfeder
- 56
- erstes
Ende
- 58
- zweites
Ende
- 60
- Befestigungseinheit
- 61
- U-Profil
- 62
- Flansch
- 63
- Flansch
- 65
- Befestigungselement
- 66
- Befestigungselement
- 70
- Verriegelungsvorrichtung
- 80
- Sperreinheit
- 81
- Befestigungsabschnitt
- 82
- Hakenabschnitt
- 85
- Sperreinheit
- 86
- Sperrbolzen
- 87
- Halterung
- 90
- Riegeleinheit
- 92
- Nut
- 94
- Anschlusselement
- 96
- Drehbolzen
- 100
- Anschlussplatte
- 102
- Ausnehmung
- 105
- Führung
- 106
- L-Profil
- 107
- L-Profil
- 110
- Sperrelement
- 112
- Blattfeder
- 114
- erstes
Ende
- 116
- zweites
Ende
- 118
- Langloch
- A
- Abstand
- B
- Abstand
- F1
- Kraft
- F2
- Kraft
- G
- Richtung