DE20315243U1 - Montagehilfsvorrichtung für Sonnenschutzanlagen o.dgl. - Google Patents
Montagehilfsvorrichtung für Sonnenschutzanlagen o.dgl. Download PDFInfo
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Abstract
Montagehilfsvorrichtung für mit Hilfe einer Konsole (14) mit Bodenabstand festlegbaren Einrichtungen, wie z. B. Sonnenschutzanlagen (12), Rolläden oder -tore oder Vordächer, dadurch gekennzeichnet, daß eine an der vormontierten Konsole (14) der Einrichtung (12) festlegbare Umlenkvorrichtung (18) vorgesehen ist, über die ein flexibles Aufzugselement (40) zum Hochziehen der Einrichtung auf die Höhe der Konsole (14) geführt ist.
Description
- Die vorliegende Erfindung befaßt sich mit einer Montagehilfsvorrichtung für mit Hilfe einer Konsole mit Bodenabstand festlegbare Einrichtungen, wie z. B. Sonnenschutzanlagen, Rolläden, Rolltore oder Vordächer.
- Bei der Montage von außenseitigen Einrichtungen an Gebäuden, wie z. B. Sonnenschutzanlagen, Rolltoren oder -läden oder Vordächern, wird in den meisten Fällen zunächst eine Konsole, die auch aus mehreren Teilen bestehen kann, an dem Gebäude festgelegt und anschließend wird die entsprechende Einrichtung montiert. Hierzu ist es notwendig, die jeweilige Einrichtung auf die Höhe der Konsole anzuheben, um sie dort montieren zu können. Insbesondere bei größeren Einrichtungen, wie z. B. breiteren Markisen oder Wickelwellen mit aufgerolltem Panzer bei Rolltoren oder -läden stellt dies ein erhebliches Problem dar. Dabei sind in der Regel mehrere Personen zum Anheben notwendig, die u. U. das Gewicht sogar auf einer Leiter tragen müssen, was aus Gründen der Arbeitssicherheit kaum zu verantworten ist. Erschwert wird die Montage noch bei unbefestigtem, unebenem Boden, wenn eine Leiter nicht mehr sicher gestellt werden kann.
- Es sind bereits auch Hubvorrichtungen bekannt, mit Hilfe derer die entsprechenden Einrichtungen auf Konsolenhöhe angehoben werden können. Neben dem sehr hohen Aufwand dieser Vorrichtungen, die entsprechend teuer sind, besteht wiederum das Problem, daß diese nur bei befestigtem und im wesentlichen ebenen Boden ohne größere Vorbereitungsmaßnahmen eingesetzt werden können. Da diese Vorrichtungen selbst groß und schwer sind, ist ihr Einsatzbereich entsprechend eingeschränkt.
- Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Montagehilfsvorrichtung zu schaffen, die die Montage von Einrichtungen an gebäudeseitig festgelegten Konsolen vereinfacht.
- Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Montagehilfsvorrichtung der eingangs beschriebenen Art gelöst, bei welcher eine an der vormontierten Konsole der Einrichtung festlegbare Umlenkvorrichtung vorgesehen ist, über die ein flexibles Aufzugselement zum Aufziehen der Einrichtung auf die Höhe der Konsole geführt ist.
- Der Vorteil der erfindungsgemäßen Montagehilfsvorrichtung besteht darin, daß sie sich die ohnehin zu montierende Konsole für die Einrichtung zunutze macht, um eine Umlenkstelle für flexible Aufzugselemente zu schaffen, mit Hilfe derer die Einrichtung in die gewünschte Höhe angehoben werden kann. Dies bedeutet, daß die Montagehilfsvorrichtung unabhängig von Bodengegebenheiten verwendbar ist und ferner kann die Umlenkvorrichtung sehr klein und leicht transportabel ausfallen, da die Umlenkstelle nicht weit von der Konsole entfernt liegen muß. Durch die Verwendung entsprechend langer Aufzugselemente kann auch nahezu jede Höhe unter Verwendung derselben Umlenkvorrichtung überwunden werden, beispielsweise kann eine Markise auch bis in den 2. Stock aufgezogen werden.
- Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform, bei welcher die Umlenkvorrichtung wenigstens eine vorzugsweise oberhalb der Konsole liegende Umlenkrolle aufweist. Gegenüber einer einfa chen Gleitfläche ist hierbei insbesondere bei schweren, anzuhebenden Einrichtungen die Leichtgängigkeit von Vorteil. Ggf. kann zum Anheben schwerer Lasten das Aufzugselement über ein Flaschenzugsystem geführt sein.
- Um die Montage weiter zu vereinfachen, ist ferner eine Ausführungsform besonders bevorzugt, bei welcher eine Sperre für das Aufzugselement vorgesehen ist, die ein Zurückbewegen des Aufzugselements in der Abwärtsrichtung unterbindet. Eine solche Sperre erlaubt es, zunächst die Einrichtung auf die gewünschte Höhe anzuheben, in welcher sie dann durch die Sperre gehalten ist, so daß der Monteur die notwendigen Maßnahmen zur Festlegung der Einrichtung an der Konsole treffen kann. Neben einer manuell einrückbaren Sperre ist es auch denkbar, eine Rücklaufsperre an der wenigstens einen Umlenkrolle vorzusehen, die eine Rückbewegung des Aufzugselements selbsttätig verhindert. Ggf. kann es bei einer solchen Lösung und der Verwendung eines Aufzugseiles sinnvoll sein, daß das Aufzugseil oder auch ein Aufzugsgurt die mit der Rücklaufsperre versehene Umlenkrolle wenigstens einmal umschlingt, so daß die aufgebaute Seilreibung im Zusammenwirken mit der Rücklaufsperre ein Zurückrutschen des Seiles oder auch Gurtes verhindert. Denkbar sind aber auch Lösungen, bei welchen die Umlenkrolle mit dem Aufzugselement formschlüssig zusammenwirkt, z. B. einem Zahnriemen oder einer Kette, wobei die Umlenkrolle entsprechend als Riemenscheibe oder Zahnrad ausgebildet sein kann.
- In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß eine oder zwei Umlenkvorrichtungen seitlich an der Konsole festlegbar ist bzw. sind. Das seitliche Anbringen der Umlenkvorrichtung hat den Vorteil, daß die frontseitige Montage der Einrichtung an der Konsole, die beispielsweise auch aus zwei links und rechts angeordneten Konsolenteilen bestehen kann, nicht behindert wird und die Umlenkvorrichtung nach der Montage einfach seitlich entfernt werden kann. Beispielsweise können die Umlenkvorrichtungen zwei seitlich übereinander mit Abstand angeordnete Vorsprünge aufweisen, die in entsprechende Ausnehmungen in der Konsole oder Freiräume hinter der Konsole einsteckbar sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Konsolen wandseitig oder auch deckenseitig festgelegt sind.
- Nachfolgend wird anhand der beigefügten Zeichnungen näher auf ein Ausführungsbeispiel der Erfindung eingegangen. Es zeigen:
-
1 eine Seitenansicht einer Montagehilfsvorrichtung mit eingehängter Gelenkarmmarkise; -
2 eine Stirnansicht einer Konsole zur Befestigung der Markise; -
3 eine Ansicht einer Umlenkvorrichtung zum Festlegen an der Konsole. - In
1 ist eine Montagehilfsvorrichtung10 gezeigt, die hier beispielhaft zum Anheben einer Gelenkarmmarkise12 und damit zum Erleichtern der Montage dieser Markise12 an einer Tragkonsole14 vorgesehen ist. Die Tragkonsole14 , die in einem ersten Arbeitsschritt an einem Gebäude festgelegt wird – in1 ist die Befestigung an einer Wand16 gezeigt, denkbar ist allerdings auch eine deckenseitige Befestigung, beispielsweise unterhalb eines Balkons – bildet gleichzeitig ei nen Teil der Montagehilfsvorrichtung. Zudem weist die Montagehilfsvorrichtung10 eine Umlenkvorrichtung18 auf, die mit Hilfe eines unteren, seitlich wegragenden Vorsprungs20 sowie eines oberen seitlich wegragenden Vorsprungs22 an der Konsole14 festlegbar ist. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind dabei zwei Konsolen14 vorgesehen, an denen jeweils von der Außenseite her die gezeigte Umlenkvorrichtung18 bzw. eine spiegelverkehrt mit in die andere Richtung ragenden Vorsprüngen vorgesehene zweite Umlenkvorrichtung einsteckbar sind. Der untere Vorsprung20 greift in eine Ausnehmung24 , die ungefähr auf der Höhe von Haltevorsprüngen26 für ein Vierkant-Tragrohr28 der Gelenkarmmarkise12 liegt, während der obere Vorsprung hinter einen von der Wand16 beabstandeten Steg30 am oberen Rand der Konsole14 eingesteckt wird. Ggf. kann eine Sicherung vorgesehen sein, die ein seitliches Herausrutschen der Umlenkvorrichtung18 aus der Konsole14 verhindert. - Die Umlenkvorrichtung
18 besitzt außer den bereits erwähnten Vorsprüngen20 ,22 aus einem diese verbindenden Halteteil32 , einen im oberen Bereich vorgesehenen Kragarm34 , der durch einen Stützarm zusätzlich an dem Halteteil32 abgestützt ist, sowie einer am freien Ende des Kragarms34 drehbar gelagerten Umlenkrolle38 . Über die Umlenkrolle38 ist ein Aufzugsseil oder -gurt40 geführt, dessen Ende zu einer Schlaufe42 ausgebildet ist, die ein Ende der Gelenkarmmarkise12 umschlingt. Wie bereits erwähnt, sind zwei Umlenkvorrichtungen18 und entsprechend zwei Aufzugselemente40 vorgesehen, die ein Aufziehen der Gelenkarmmarkise12 an beiden Seiten ermöglichen. - Weiterhin ist eine bei der vereinfachten Darstellung nicht gezeigte Sperre vorgesehen, die ein Zurückbewegen des An triebselements
40 verhindert, beispielsweise in der Form einer Rücklaufsperre für die Umlenkrolle38 , wobei die Sperre manuell ausgelöst werden kann oder in der Form eines Freilaufes selbsttätig gegen ein Zurückdrehen gesichert ist. Vorteilhaft kann es hierbei sein, wenn das Seil die Umlenkrolle wenigstens einmal vollständig umschließt, um eine hinreichende Seilreibung gegen ein Zurückrutschen bei gesperrter Umlenkrolle zu verhindern. Denkbar ist aber auch ein Formschluß zwischen Umlenkrolle und Aufzugselement, beispielsweise durch eine Paarung Zahnriemen/Zahnscheibe oder Kette/Zahnrad. Auch eine unabhängig von der Umlenkrolle vorgesehene Klemmvorrichtung oder Einhängeöse für eine entsprechende Seilschlaufe kann als Sperre vorgesehen sein. - Um das Aufziehen bei schweren Anlagen zu erleichtern, ist auch die Ausbildung eines Flaschenzuges am Ende des Kragarmes
34 denkbar, wobei entsprechend das freie Ende des Aufzugselements40 am Kragarm34 festgelegt ist und der Monteur über ein weiteres Zugelement auf eine bewegliche Rolle Zugkräfte ausüben kann. - Dank der Sperre kann die Gelenkarmmarkise
12 vom Boden auf die Höhe der Konsole14 (in1 in dünneren Linien gezeigt) angehoben und mit Hilfe der Sperre arretiert werden. Sofern ein Monteur alleine die Anlage anbringen muß, kann er die Gelenkarmmarkise12 auch sukzessive durch abwechselndes stückweises Anheben an beiden Seiten auf die gewünschte Höhe aufziehen. Anschließend wird die Gelenkarmmarkise in der üblichen Weise an der Konsole14 befestigt und letztlich kann das Aufzugselement40 und die Umlenkvorrichtung18 entfernt werden. - Das gezeigte Ausführungsbeispiel stellt exemplarisch eine Montagehilfsvorrichtung für eine Gelenkarmmarkise dar, es ist jedoch in gleicher Weise denkbar, sonstige an Gebäuden mit Hilfe einer Konsole festzulegenden Einrichtungen in gleicher Weise anzuheben, wobei die Montagehilfsvorrichtung dann durch die entsprechende ein- oder mehrteilige Konsole und Umlenkvorrichtungen ähnlich der in den Abbildungen gezeigten Umlenkvorrichtung
18 besteht, die mit geeigneten Vorsprüngen oder dergleichen an der betreffenden Konsole festlegbar ist.
Claims (10)
- Montagehilfsvorrichtung für mit Hilfe einer Konsole (
14 ) mit Bodenabstand festlegbaren Einrichtungen, wie z. B. Sonnenschutzanlagen (12 ), Rolläden oder -tore oder Vordächer, dadurch gekennzeichnet, daß eine an der vormontierten Konsole (14 ) der Einrichtung (12 ) festlegbare Umlenkvorrichtung (18 ) vorgesehen ist, über die ein flexibles Aufzugselement (40 ) zum Hochziehen der Einrichtung auf die Höhe der Konsole (14 ) geführt ist. - Montagehilfsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkvorrichtung (
18 ) wenigstens eine vorzugsweise oberhalb der Endposition der Einrichtung liegende Umlenkrolle (38 ) aufweist. - Montagehilfsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufzugselement über ein Flaschenzugsystem geführt ist.
- Montagehilfsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Sperre für das Aufzugselement (
40 ) vorgesehen ist, die ein Zurückbewegen des Aufzugselements (14 ) in der Abwärtsrichtung unterbindet. - Montagehilfsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Rücklaufsperre an der wenigstens einen Umlenkrolle (
18 ) vorgesehen ist. - Montagehilfsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufzugselement, z. B. ein Aufzugseil (
40 ) oder ein Aufzugsgurt die mit einer Rücklaufsperre versehene Umlenkrolle (38 ) wenigstens einmal umschlingt. - Montagehilfsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkrolle mit dem Aufzugselement, z. B. einem Zahnriemen oder einer Kette, formschlüssig zusammenwirkt.
- Montagehilfsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkvorrichtung (
18 ) seitlich an der Konsole (14 ) festlegbar ist. - Montagehilfsvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Umlenkvorrichtungen (
18 ) jeweils von entgegengesetzten Seiten in die Konsole (14 ) oder die Konsolenteile (14 ) einsetzbar sind. - Montagehilfsvorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkvorrichtung (
18 ) zwei seitlich übereinander mit Abstand angeordnete Vorsprünge (20 ,22 ) aufweist, die in entsprechende Ausnehmungen (24 ) oder Freiräume hinter der Konsole (14 ,30 ) einsteckbar sind.
Priority Applications (1)
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| DE20315243U DE20315243U1 (de) | 2003-10-02 | 2003-10-02 | Montagehilfsvorrichtung für Sonnenschutzanlagen o.dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE20315243U DE20315243U1 (de) | 2003-10-02 | 2003-10-02 | Montagehilfsvorrichtung für Sonnenschutzanlagen o.dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE20315243U1 true DE20315243U1 (de) | 2003-12-11 |
Family
ID=29762471
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE20315243U Expired - Lifetime DE20315243U1 (de) | 2003-10-02 | 2003-10-02 | Montagehilfsvorrichtung für Sonnenschutzanlagen o.dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20315243U1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2006130897A1 (en) * | 2005-06-09 | 2006-12-14 | Francesco Antonio Martino | A transportable building and verandah system therefor |
| DE102006046008B3 (de) * | 2006-09-28 | 2008-04-30 | Hörmann Kg Dissen | Montageverfahren für Rolltor und ein solches Rolltor |
| DE102010031733A1 (de) | 2010-07-21 | 2012-01-26 | Hörmann KG Antriebstechnik | Montageverfahren und Montagehilfsgerät für ein Rolltor |
-
2003
- 2003-10-02 DE DE20315243U patent/DE20315243U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (4)
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| WO2006130897A1 (en) * | 2005-06-09 | 2006-12-14 | Francesco Antonio Martino | A transportable building and verandah system therefor |
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| DE102010031733A1 (de) | 2010-07-21 | 2012-01-26 | Hörmann KG Antriebstechnik | Montageverfahren und Montagehilfsgerät für ein Rolltor |
| WO2012022567A1 (de) | 2010-07-21 | 2012-02-23 | Hörmann KG Antriebstechnik | Montageverfahren und montagehilfsvorrichtung für ein rolltor |
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