DE102006030354A1 - Kraftfahrzeugtüre - Google Patents
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Abstract
Eine Kraftfahrzeugtüre besteht aus einem Grundkörper (1), einer innenseitigen Abdeckung (2) und einer Außenhaut (4), wobei die Außenhaut mit zumindest einem Teil ihres Umfangsrandes (6) die innenseitige Abdeckung (2) umgreift und letztere (2) am Grundkörper (1) befestigt ist. Um die Lage der Außenhaut (4) in y-Richtung verstellen zu können, ist ein Gewindebolzen (20) in der Abdeckung (2) drehbar aber in Längsrichtung fest geführt, und ein Innengewindeteil (23) ist am Grundkörper befestigt oder der Grundkörper (1) ist selbst der Innengewindeteil.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Kraftfahrzeugtüre, bestehend aus einem Grundkörper, einer innenseitigen Abdeckung und einer Aussenhaut, wobei die Aussenhaut mit zumindest einem Teil ihres Umfangsrandes die innenseitige Abdeckung umgreift und letztere am Grundkörper befestigt ist. Türen dieser Bauart können besonders leicht ausgeführt werden, wenn der Grundkörper zum Beispiel ein aus einem leichten Werkstoff gefertigter Rahmen ist. Die umgreifende Aussenhaut wird bei der Herstellung der Tür zuletzt ganz einfach montiert, etwa durch aufschieben.
- Eine gattungsgemäße Tür ist aus der
DE 195 14 963 A1 bekannt. Bei deren Einbau in ein Fahrzeug besteht das Problem, die Tür in allen drei Koordinatenrichtungen genau einzupassen. Für die Passgenauigkeit in der XZ-Ebene (das ist eine Vertikalebene in Fahrzeuglängsrichtung) sind Methoden bekannt. Nicht gelöst ist bei derartigen Türen aber das Problem, die Aussenkontur mit der Kontur des Fahrzeuges bündig zu machen, man spricht von „Strakbündigkeit". Das bedeutet, dass der Umfangsrand der Tür in Fahrzeugquerrichtung mit der Kontur des Fahrzeugkörpers bündig ist. - Es ist daher Aufgabe der Erfindung, dafür eine einfache Lösung zu finden, die mit modernen Fertigungsmethoden kompatibel ist. Sie soll auch anwendbar sein, wenn eine zugelieferte fertige Tür in ein fast fertiges Fahrzeug eingesetzt wird und den Zeitaufwand für die Einstellung minimieren.
- Erfindungsgemäß wird das dadurch erreicht, dass die innere Abdeckung an einer Anzahl von Punkten mittels in ihrer wirksamen Länge verstellbarer quer zur Türebene ausgerichteten Verbindungseinheiten am Grundkörper befestigt ist, sodass der Abstand zwischen Abdeckung und Grundkörper verstellbar ist. Unter wirksamer Länge ist der Abstand zwischen den beiden Befestigungspunkten zu verstehen, der in beiden Richtungen verstellbar ist. So kann die Verbindungseinheit, die von innen zugänglich ist, von der Fahrzeuginnenseite her verstellt werden, und damit indirekt auch die Aussenhaut. Dabei wird die empfindliche Aussenhaut weder verspannt noch beschädigt.
- Praktisch ausgeführt, bestehen die Verbindungseinheiten aus einem Gewindebolzen und aus einem Innengewindeteil, wobei einer der beiden Teile mit dem Grundkörper oder der Abdeckung und der andere Teil mit der Abdeckung oder dem Grundkörper in Richtung der Gewindeachse unverschiebbar verbunden und einer der beiden Teile drehbar ist. So kann durch das Zusammenwirken von Gewindebolzen und Innengewindeteil der Abstand zwischen Grundkörper und Abdeckung und damit die Lage der Aussenhaut in y-Richtung sowohl vergrößert als auch verringert werden.
- Die Unteransprüche haben verschiedene Ausführungsformen zum Gegenstand, aus denen je nach Beschaffenheit der inneren Abdeckung und anderen Erfordernissen und Gegebenheiten die am besten geeignete auszuwählen ist.
- Im folgenden wird die Erfindung anhand von Abbildungen beschrieben und erläutert. Es stellen dar:
-
1 : Einen Teil einer erfindungsgemäßen Tür, -
2 : Einen Schnitt nach II-II in1 , -
3 : Eine erste Variante zu2 , -
4 : Eine Weiterbildung der ersten Variante zu2 , Schnitt nach IV-IV in1 , -
5 : Eine zweite Variante zu2 . - In
1 ist der Grundkörper1 einer Tür beispielsweise als Rahmen dargestellt, der aus miteinander verbundenen Rohren oder Strangpressprofilen besteht. Er ist ungefähr vertikal in der Ebene der Tür angeordnet. Für den Fall, dass es sich um die Seitentür eines Fahrzeuges handelt, ist das mit dem Koordinatenkreuz inl angedeutet. Der Pfeil X zeigt in Fahrtrichtung nach vorn, der Pfeil Y in Richtung der Fahrzeugbreite und der Pfeil Z nach oben. Wenn es sich um eine Fronttür oder um eine Hecktür handelt, ist die Zuordnung analog. An der Innenseite des Grundkörpers1 , inl somit hinter diesem, ist eine innenseitige Abdeckung oder Türverkleidung, deren Rand mit3 bezeichnet ist. Die Außenhaut4 ist inl durchsichtig angenommen und durch ihre Kontur5 und ihren den Rand3 der Abdeckung2 umgreifenden Umfangsrand6 strichliert dargestellt. Die Zone zwischen Kontur5 und Umfangsrand6 ist ein Umbug, der die Abdeckung2 umgreift. Die innenseitige Abdeckung2 ist an einer Anzahl von Punkten, Befestigungsstellen,8 ,8' etc mit dem Grundkörper1 verbunden. - In
2 ist von dem Fahrzeugkörper nur der Querschnitt der B-Säule10 eingezeichnet, deren Außenkontur11 ein Teil der Kontur (= Strak) des Fahrzeuges ist. Die Außenhaut4 hat beginnend bei ihrer Kontur5 einen Umbug7 der in dem Umfangsrand6 endet. Die Innenseite ist in2 an der oberen Bild seite. Die innenseitige Verkleidung2 ist zu ihrem Umfangsrand12 hin nach außen gezogen und hat einen wieder nach innen gebördelten Rand3 . Um die sie umgreifende Außenhaut4 festzuhalten, hat sie weiters eine Anzahl federnder Rippen13 , sodaß insgesamt zwischen der innenseitigen Abdeckung2 und der Außenhaut4 eine formschlüssige Verbindung besteht. Die innenseitige Verkleidung2 hat an der Befestigungsstelle8 eine mit einem Deckel15 verschließbare Vertiefung14 . Diese hat zwei Böden16 ,17 mit einem Zwischenraum18 . Ein drehbarer Gewindebolzen20 ist mit seinem Teller21 zwischen den beiden Böden16 ,17 drehbar aber in Richtung der Achse des Gewindebolzens20 fest angebracht. Der Gewindebolzen20 sitzt mit seinem Gewinde in einer Gewindebohrung23 des Grundkörpers1 , der somit selbst der Innengewindeteil ist. Am oberen Ende des Gewindebolzens20 ist zur Fixierung eine Kontermutter22 angebracht und zum Verdrehen des Gewindebolzens20 ein Schlitz für ein Werkzeug, beispielsweise einen Schraubenzieher. - Beim Zusammenbau der Tür wird wie folgt vorgegangen: Zuerst wird die innenseitige Abdeckung
2 an den diversen Befestigungsstellen8 ,8' ,8'' durch drehen des Gewindebolzens20 ganz mit der Gewindebohrung23 des Grundkörpers1 verschraubt (bis der Boden17 am Grundkörper1 aufsitzt). Sodann wird die Außenhaut4 aufgeschoben, in2 beispielsweise normal zur Bildebene. Die Außenhaut hätte nun die strichliert eingezeichnete Kontur4* , die, wie in2 erkennbar, mit der Kontur11 des Fahrzeugkörpers nicht fluchtet „nicht strakt". Nun kommt die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Wirkung: durch Verdrehen des Gewindebolzens20 wird die innenseitige Abdeckung2 vom Grundkörper1 entfernt, bis die Kontur4 der Außenhaut mit der Kontur11 fluchtet. Das ist in Vollinie eingezeichnet. - In
3 ist der Gewindebolzen30 einstückig mit 2 Flanschen31 ,32 drehbar. Die beiden Flansche31 ,32 fixieren den Gewindebolzen30 somit in Richtung seiner Achse bezüglich des Grundkörpers1 , erlauben jedoch eine Verdrehung. Ein Innengewindeteil33 ist fest mit der Vertiefung14 verbunden, also nicht drehbar. Zum Verstellen der wirksamen Entfernung zwischen den Flanschen31 ,32 und dem Innengewindeteil33 wird der Gewindebolzen30 verdreht, wozu er an der Innenseite einen Kopf34 für den Angriff eines Werkzeuges hat. -
4 zeigt eine Weiterbildung der3 , in der die kinematischen Verhältnisse dieselben sind. Der Gewindebolzen40 hat im Bild unten ein hohles erweitertes Ende41 , in dem ein Pilzkopf42 in Richtung des Gewindebolzens40 festgelegt ist. Der Pilzkopf42 ist mit einem Schnappfuß43 gegen federnde Krallen44 in ein Loch47 des Grundkörpers1 gesteckt. Er ist somit fest und nicht verdrehbar mit dem Grundkörper1 verbunden. Im verdickten Boden der Vertiefung14 ist eine Gewindebüchse45 fest eingelassen, sie bildet den Innengewindeteil. Zum Verstellen der wirksamen Länge wird der Gewindebolzen40 mittels eines Schraubenziehers46 in der Gewindebüchse45 verdreht. Dabei verdreht sich auch das erweiterte Ende41 des Gewindebolzens40 bezüglich des Pilzkopfes42 , der so gewissermaßen ein Axiallager darstellt. - In
5 ist der Gewindebolzen50 fest mit dem Grundkörper1 verbunden, etwa angeschweißt (51 ). Eine Gewindebuchse52 als Innengewindeteil ist im Boden der Vertiefung14 drehbar gelagert. Dazu hat der Boden der Vertiefung14 ein Loch55 in dem sich die Gewindebuchse52 mittels ihrer beiden Flansche53 ,54 in Längsrichtung des Gewindebolzens50 abstützt. Hier muss zum Einstellen der wirksamen Länge die Gewindebüchse52 verdreht werden.
Claims (9)
- Kraftfahrzeugtüre, bestehend aus einem Grundkörper (
1 ), einer innenseitigen Abdeckung (2 ) und einer Aussenhaut (4 ), wobei die Aussenhaut mit zumindest einem Teil ihres Umfangsrandes (6 ) die innenseitige Abdeckung (2 ) umgreift und letztere (2 ) am Grundkörper (1 ) befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (2 ) an einer Anzahl von Punkten (8 ,8' ,8'' ) mittels in ihrer wirksamen Länge verstellbarer quer zur Türebene ausgerichteten Verbindungseinheiten (20 ,23 ;30 ,33 ;40 ,45 ;50 ,52 ) am Grundkörper (1 ) befestigt ist, sodass der Abstand zwischen der Abdeckung (2 ) und dem Grundkörper (1 ) verstellbar ist. - Kraftfahrzeugtüre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungseinheiten (
20 ,23 ;30 ,33 ;40 ,45 ;50 ,52 ) aus einem Gewindebolzen (20 ;30 ;40 ;50 ) und aus einem Innengewindeteil (23 ;33 ;45 ;52 ) bestehen, wobei einer der beiden Teile mit dem Grundkörper (1 ) oder der Abdeckung (2 ) und der andere Teil mit der Abdeckung (2 ) oder dem Grundkörper (1 ) in Richtung der Gewindeachse unverschiebbar verbunden und einer der beiden Teile drehbar ist. - Kraftfahrzeugtüre nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewindebolzen (
20 ) in der Abdeckung (2 ) drehbar aber in Längsrichtung fest geführt, und der Innengewindeteil (23 ) am Grundkörper befestigt oder der Grundkörper (1 ) selbst der Innengewindeteil ist. (2 ) - Kraftfahrzeugtüre nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewindebolzen (
30 ) im Grundkörper (1 ) drehbar aber in Längsrichtung fest geführt, und der Innengewindeteil (33 ) mit der Abdeckung (2 ) fest verbunden oder ein Teil ihrer ist. (3 ) - Kraftfahrzeugtüre nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zur drehbaren aber in Längsrichtung festen Verbindung ein Pilzkopf (
42 ) am Grundkörper (1 ) befestigt ist, der von einem erweiterten Ende (41 ) des Gewindebolzens (40 ) umgriffen ist. (4 ) - Kraftfahrzeugtüre nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Pilzkopf (
42 ) mittels einer Schnappverbindung (43 ) am Grundkörper (1 ) befestigt ist. (4 ) - Kraftfahrzeugtüre nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewindebolzen (
50 ) fest mit dem Grundkörper (1 ) verbunden ist und der Innengewindeteil verdrehbar, aber fest in Längsrichtung mit der Abdeckung verbunden ist. (5 ) - Kraftfahrzeugtüre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (
2 ) an den Verbindungsstellen (8 ,8' ,8'' ) Einsenkungen (14 ) für die Aufnahme der Verbindungseinheiten (20 ,23 ;30 ,33 ;40 ,45 ;50 ,52 ) hat. - Kraftfahrzeugtüre nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Einsenkungen (
14 ) mit einem Deckel (15 ) verschließbar sind.
Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
| AT0044205U AT8753U1 (de) | 2005-06-30 | 2005-06-30 | Kraftfahrzeugtüre |
| AT442/05U | 2005-06-30 |
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Family Applications (1)
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| DE (1) | DE102006030354A1 (de) |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE3304569C1 (de) * | 1983-02-10 | 1984-07-05 | Audi Nsu Auto Union Ag, 7107 Neckarsulm | Vorrichtung zum Einstellen eines ersten Bauteiles relativ zu einem zweiten Bauteil |
| EP0286836A2 (de) * | 1987-04-14 | 1988-10-19 | The Budd Company | Fahrzeugtür mit geteilter Aussenschale |
| DE19514963A1 (de) * | 1995-04-24 | 1996-10-31 | Ymos Ag Ind Produkte | Kraftfahrzeugtür |
| DE20114907U1 (de) * | 2001-09-10 | 2003-01-30 | Johnson Controls GmbH, 51399 Burscheid | Türmodul für eine modular aufgebaute Fahrzeugtür |
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-
2005
- 2005-06-30 AT AT0044205U patent/AT8753U1/de not_active IP Right Cessation
-
2006
- 2006-06-30 DE DE102006030354A patent/DE102006030354A1/de not_active Withdrawn
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| AT8753U1 (de) | 2006-12-15 |
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