-
Feld der Erfindung
-
Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Einstellung
der Montageposition der Fensterheber-Führungsschiene
und zur Einstellung der Fensterscheiben-Neigung für ein Kraftfahrzeug-Fenster.
Des Weiteren bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zur Anwendung
einer derartigen Vorrichtung.
-
Hintergrund
der Erfindung
-
Insbesondere
bei rahmenlosen Kraftfahrzeugtüren,
beispielsweise von Coupés
oder Cabriolets, ist es erforderlich, dass die Fensterscheibe von Kraftfahrzeugen
in ihrer maximal ausgefahrenen Position genau mit den umgebenden
Bereichen des Kraftfahrzeugs, beispielsweise den angrenzenden Säulen der
Karosserie, dem Fahrzeugdach oder dem Verdeck bündig abschließt, um sowohl
das Eindringen von Luft oder Wasser als auch von Fahrgeräuschen zu
unterbinden. Dabei muss die Fensterscheibe eine genaue und dennoch
variable Position einnehmen können,
um einerseits Toleranzen des Fahrzeug-Rohbaus bzw. des Verdecks auszugleichen und
andererseits auch Schwingungsamplituden bei Vibrationen des Kraftfahrzeugs
beispielsweise bei hoher Fahrtgeschwindigkeit ausgleichen zu können.
-
Dabei
muss die Fensterscheibe so in der Fahrzeugtür montiert und geführt werden,
dass sie vorzugsweise bei jeder Fahrsituation vollumfänglich gegen
die die Scheibe bei geschlossener Tür umgebende Dichtung drücken kann,
um das Eindringen von Wasser sicher zu unterbinden und Windgeräusche nicht
zuzulassen.
-
Somit
ist bei der Montage eines verstellbaren Fensters in rahmenlosen
Türen von
Kraftfahrzeugen eine Einstellbarkeit sowohl in der senkrecht zur
von der Tür
aufgespannten Ebene stehenden sogenannten y-Richtung als auch in
der senkrecht zur y-Richtung stehenden z-Richtung, die im Wesentlichen
parallel zur Verfahrrichtung der Fensterscheibe steht, erforderlich.
-
Aus
dem Stand der Technik sind hierfür
einstellbare Mitnehmer zur Anbindung einer Fensterscheibe an einem
Kraftfahrzeugfensterheber bekannt. Die
DE 101 45 180 A1 beschreibt
beispielsweise einen derartigen Mitnehmer, der über mindestens eine Führungsschiene
der Kraftfahrzeugtür
zugeordnet ist und aus einem Grundkörper sowie einem Aufnahmekörper besteht,
wobei der Grundkörper
an der Führungsschiene
des Fensterhebers geführt
ist und die Fensterscheibe am Aufnahmekörper angeordnet ist. Durch
ein Verschwenken des Aufnahmekörpers
bezüglich
des Grundkörpers
ist dabei die Neigung der Fensterscheibe einstellbar. Die Einstellung
in z-Richtung gegenüber
dem Drahtseil des Fensterheber-Mechanismus wird dabei mittels einer Stellschraube
verändert,
wobei der Werker zur Scheibeneinstellung über Öffnungen im Türrohbau mit
einem langen Werkzeug die Position der Stellschraube finden muss,
um die Einstellung realisieren zu können.
-
Aufgabe
der Erfindung
-
Es
war daher eine Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zur Einstellung
der Montageposition für
Fenster einer rahmenlosen Tür
eines Kraftfahrzeugs zur Verfügung
zu stellen, die eine gegenüber dem
Stand der Technik einfachere Bedienung ermöglicht. Dabei war es ebenfalls
die Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zu schaffen, über die
die Einstellung des Fensters sowohl in y-Richtung als auch in z-Richtung
zu verwirklichen ist.
-
Diese
Aufgabe wird durch die Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
1 sowie das Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 19 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind den jeweils abhängigen Ansprüchen zu
entnehmen.
-
Es
wird gemäß eines
ersten Aspekts der vorliegenden Erfindung eine Vorrichtung zur Verfügung gestellt,
bei der die Einstellung der Montageposition der Fensterheber-Führungsschiene mit einem mit dem
Türinnenblech
verbindbaren Rastelement sowie einer mit der Fensterheber-Führungsschiene
verschiebefest verbundenen, durch das Rastelement hindurch verlaufenden
Schraube erfolgt. Das Rastelement besteht dabei aus einem unteren
Element und einem oberen Element, die im Einbauzustand in den Türrohbau
senkrecht, d.h. in Y-Richtung, zu der vom Türinnenblech aufgespannten Ebene,
der sogenannten x-z-Ebene, zueinander verschiebbar und in ihrer jeweiligen
Verschiebeposition zueinander fixierbar sind. Mit der durch das
Rastelement hindurch verlaufenden Schraube stehen Muttern im Schraubeingriff, die
entweder auf das obere oder das untere Element des erfindungsgemäßen Rastelements
wirken.
-
Im
erfindungsgemäßen Sinne
ist dabei eine verschiebefeste Anordnung der Schraube an der Führungsschiene
für den
Fensterheber immer dann gewährleistet,
wenn die Veränderung
der freien Länge
der mit den Muttern im Eingriff stehenden Schraube auch die Distanz
zwischen Rastelement und Führungsschiene
in gleichem Maße
verändert
wird. Dies kann in einer dem Fachmann bekannten Weise sowohl mit
einer drehfesten Verbindung von Führungsschiene und Schraube
als auch mit einer Anordnung erfolgen, bei der die Schraube drehbar
in der Führungsschiene
gelagert ist.
-
Durch
die Relativverschiebung des oberen und des unteren Elements des
Rastelements zueinander erfolgt dabei eine Einstellung der Führungsschiene
in sogenannter y-Richtung, d.h. in einer Richtung, die im Wesentlichen
senkrecht zu der vom Türrohbau
oder Türinnenblech
aufgespannten Ebene steht. Hierdurch wird im Wesentlichen die Neigung
der Führungsschiene
für den
Fensterheber und somit der in der oder den Führungsschienen geführten Fensterscheibe
relativ zum Türrohbau
eingestellt. Die Einstellung in sogenannter z-Richtung, d.h. in einer Richtung, die
im Wesentlichen parallel zum Verfahrweg der hoch- und niederfahrbaren
Fensterscheibe steht, ermöglicht
wiederum im Wesentlichen die Einstellung der unteren und oberen
Ruheposition der Oberkante des verstellbaren Fensters innerhalb der
Kraftfahrzeugtür.
-
Durch
die erfindungsgemäße Vorrichtung
erfolgt dabei die Einstellung der Montageposition der Scheibe nicht
durch Einstellung der Scheibe selbst oder der diese tragenden Böcke, sondern
vorzugsweise allein durch eine Verstellung der den Verfahrweg der
Scheibe führenden
Führungsschiene.
Dabei wird eine Vorrichtung zur Verfügung gestellt, bei der in überaus überraschender
Weise eine von Baureihe zu Baureihe eines Kraftfahrzeugs, in denen
die erfindungsgemäße Vorrichtung
vorzugsweise unverändert
eingesetzt werden kann, variable Voreinstellungen der Vorrichtung
durch geeignete Positionierung des oberen Elements relativ zum unteren
Element des Rastelements erfolgt und diese Positionierung durch
Einsetzen der Schraube und Voreinstellung der z-Position erfolgt.
-
Sollte
sich nach dem Einbau der Tür
in die Karosserie die Notwendigkeit für eine Nachjustierung herausstellen,
kann durch geeignete Verstellung des Rastelements die Montageposition
der Fensterheber-Führungsschiene
in y-Richtung und
durch Betätigung
der Schraube und/oder der auf die Schraube aufgesetzten Muttern
eine Veränderung
der Montageposition in z-Richtung verwirklicht werden. In beiden
Fällen
aber ist die Vorrichtung leicht zugänglich und kann ohne aufwändiges Einführen von
Schraubenschlüsseln
auf die Position der Stellschraube hin nachjustiert werden.
-
Durch
die verstellbare Anordnung der Führungsschiene
für die
Fensterheber, die gemäß der Erfindung
an einem Befestigungspunkt im Bereich der Türunterseite erfolgt, ist es
notwendig, an einem weiteren Befestigungspunkt der Führungsschiene, üblicherweise
in der Nähe
eines vom ersten Befestigungspunkt distalen Endes der Führungsschiene,
einen Befestigungspunkt zu verwirklichen, der die oben beschriebenen
Bewegungen mit ausführen kann
und dabei keine Verspannung des gesamten Systems durch eine statische Überbestimmung
entstehen lässt.
Hierfür
muss der zweite, üblicherweise obere
Befestigungspunkt der Führungsschiene
einerseits beweglich gelagert sein und andererseits trotz der beweglichen
Lagerung eine ausreichende Befestigung an diesem Punkt bieten.
-
Dem
Fachmann sind derartige Befestigungselemente bekannt. In einer ersten
bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird zu diesem Zweck ein verschiebbares
Kunststoffelement vorgeschlagen, das zum einen in geeigneter Weise
eine Befestigung zwischen Brüstungsblech
und Fensterheber-Führungsschiene
bietet, zum anderen eine Verschiebbarkeit der Fensterheber-Führungsschiene
zumindest in z-Richtung über
einen bestimmten Betrag ermöglicht.
Hierzu wird von den Erfindern der vorliegenden Erfindung ein verschiebbares
Kunststoffelement in zwei alternativen Ausführungsformen vorgeschlagen,
wobei die erste Alternative in den 6 bis 9 dargestellt
ist und eine zweite Alternative der 10 zu
entnehmen ist.
-
In
einer bevorzugten Ausgestaltungsform der Erfindung ist die Vorrichtung
an der Fensterheber-Führungsschiene
einer Kraftfahrzeugtür
von Coupés
oder Cabriolets angebracht.
-
Insbesondere
in beiden genannten Fällen sind
rahmenlose Türen,
auf die erfindungsgemäße Vorrichtung
anwendbar ist, weit verbreitet.
-
In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist das Rastelement lösbar
am Türinnenblech
befestigt. In besonders bevorzugter Ausgestaltung erfolgt diese
lösbare Befestigung
mittels einer Clipsverbindung, bei der vorzugsweise flexible Rastnasen
in geeignete Aufnahmen eingeführt
werden und nach dem Hindurchführen
durch das Türinnenblech
in ihre Einrastposition zurückfedern.
Hierdurch wird eine Verbindung geschaffen, die besonders einfach
ausgestaltet ist und eine besonders große Vielfalt verwendbarer Materialien,
beispielsweise hierfür
geeigneter Kunststoffe, ermöglicht.
Zudem wird eine Verbindung zwischen Rastelement und Türinnenblech
geschaffen, die im Bedarfsfall beispielsweise bei der Notwendigkeit
eines Ersatzes fehlerhafter oder beschädigter Teile leicht und ohne
Beschädigung
des Türinnenblechs wieder
lösbar
ist.
-
In
bevorzugter Weise weisen das untere Element und das obere Element
des erfindungsgemäßen Rastelements
an ihren einander zugewandten Seiten korrespondierende aufgeraute
Oberflächen auf,
die in besonders bevorzugter Weise aus korrespondierenden Verzahnungen
mit gleicher Schrittweite und Tiefe bestehen. Hierdurch wird eine
sichere Fixierung des Rastelements in der gewünschten und vorzugsweise vorab
eingestellten Einstellposition in y-Richtung besonders vorteilhaft
und mit einfachen Mitteln unterstützt.
-
Des
Weiteren weist in einer bevorzugten Ausgestaltungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
das Rastelement wenigstens ein Federelement auf, das das obere Element
und das untere Element lösbar
aufeinander drückt.
Hierdurch wird zum einen die Fixierung des Rastelements auch ohne
ein Hindurchführen
der Schraube und Ansetzen der mit der Schraube in Eingriff stehenden
Muttern ermöglicht, zum
anderen kann eine Neujustierung des Rastelements durch vergleichsweise
einfaches Anheben des oberen Elements vom unteren Element allein
gegen die von der oder den Feder(n) aufgebrachten Kraft und anschließendes Verschieben
der Elemente des Rastelements relativ zueinander in y-Richtung verwirklicht
werden.
-
In
einer besonders bevorzugten Ausgestaltungsform der Erfindung ist
dabei das wenigstens eine Federelement ein integraler Bestandteil
des unteren Elements, welches das obere Element umgreift und dieses
mit einer Kraft in Richtung des unteren Elements beaufschlagt. Hierdurch
wird mit einfachen Mitteln eine besonders kompakte Bauweise des
erfindungsgemäßen Rastelements
verwirklicht.
-
In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltungsform der Erfindung weist
das untere Element des Rastelements ein sich in y-Richtung erstreckendes
Langloch auf. Hierdurch wird eine Verschiebung der Relativposition
vom unteren Element und oberen Element besonders vorteilhaft unterstützt und
ein Abgleiten beider Elemente in einer Richtung senkrecht zur y-Richtung nach Einführen der
Schraube durch das Langloch mit besonders einfachen Mitteln unterbunden.
-
In
einer ersten alternativen bevorzugten Ausgestaltungsform der Erfindung
erfolgt die verschiebefeste Verbindung von Schraube und Fensterheber-Schiene
mittels Nietung. Hierdurch wird ein Verbindung beider Elemente geschaffen,
die mit besonders einfachen Mitteln und ohne zusätzliche Materialien eine dauerhaft
sichere verschiebefeste Verbindung von Schraube und Fensterheber-Führungsschiene
ermöglicht.
-
In
einer zweiten alternativen Ausführungsform
sind die Schraube und die Fensterheber-Führungsschiene miteinander verschweißt. Hierdurch wird
eine besonders kostengünstige
und dauerhafte Verbindung beider Elemente geschaffen, die überdies
auch eine drehfeste Verbindung der Schraube innerhalb einer Bohrung
in der Fensterheber-Schiene ermöglicht.
-
In
einer dritten alternativen und bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
sind die Schraube und die Fensterheber-Schiene miteinander verklebt.
Hierdurch wird eine besonders kostengünstige Verbindung geschaffen,
die bei Auswahl geeigneter und dem Fachmann gut bekannter Mittel
ebenfalls eine dauerhafte verschiebefeste und drehfeste Verbindung
von Schraube und Fensterheber-Schiene ohne die Notwendigkeit des
Einsatzes zusätzlicher
Werkzeuge oder die Gefahr von Beschädigungen der Bauelemente, beispielsweise aufgrund
zu großer
auf die Bauelemente einwirkender Kräfte oder über einen zu langen Zeitraum
in die Bauelemente eingetragene Wärme ermöglicht.
-
In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist eine Buchse mit Innengewinde durch das obere Element des Rastelements
eingeführt
und steht hierbei zur Verschiebung der Buchse und somit des oberen Elements
in Längsrichtung
der Schraube mit dieser in Eingriff. In einer besonders bevorzugten
Ausgestaltungsform ist diese Buchse mit Innengewinde ein Einnietmutter,
die das obere Element einerseits mit der Auflagefläche der
Mutter und andererseits mit dem Nietkragen des Buchsenteils der
Einnietmutter ergreift. In einer überaus bevorzugten Ausgestaltung der
erfindungsgemäßen Vorrichtung
liegt der Kragen der Buchse dabei zumindest indirekt, vorzugsweise über eine
zwischen dem Kragen und der Oberfläche des Rastelements angeordneten
Unterlegscheibe, auf dem oberen Element auf.
-
In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist das Rastelement auf einem Blechhalter für den Fensterheber montiert.
In besonders bevorzugter Ausgestaltungsform der Erfindung wirkt
dabei die Mutter zur Fixierung der y-Position auf den Blechhalter,
auf dem das untere Rastelement aufliegt. Die Verbindung des Blechhalters
mit dem Rastelement kann dabei in bevorzugter Weise mittels einer
Clipsverbindung erfolgen, wobei in überaus bevorzugter Ausgestaltung der
Erfindung die für
die Verbindung von Blechhalter und Rastelement verwendeten Rastnasen
ebenfalls zur Anbindung des Rastelements am Türinnenblech Verwendung finden.
Hierdurch wird ein besonders einfacher, kompakter und formstabiler
Aufbau der Montagevorrichtung zur Verfügung gestellt, durch den insbesondere
die Voreinstellung des Rastelements in der jeweilig gewünschten
Position besonders vorteilhaft unterstützt wird.
-
Vorzugsweise
weist das Türinnenblech
in direkter Verlängerung
der Schraube eine an dem Türinnenblech
entfernbar befestigte Revisionsklappe auf. Durch diese Revisionsklappe
kann nach der Befestigung des Rastelements am Türinnenblech eine Justierung
der erfindungsgemäßen Vorrichtung
leicht verwirklicht werden.
-
In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltungsform der Erfindung weist
das Türinnenblech oder
ein mit dem Türinnenblech
direkt verbundener Funktionsträger
eine Einführhilfe
oder Verdrehsicherung für
das Rastelement, vorzugsweise durch an dem Funktionsträger oder
dem Türinnenblech
angeordnete Rippen, zwischen denen die erfindungsgemäße Vorrichtung
im Wesentlichen spielfrei und somit gegen Verdrehung der Sicherung
eingesetzt werden kann, auf. Darüber
hinaus kann das Rastelement vorzugsweise selbst eine Sicherung gegen
das Verdrehen der mit dem Rastelement verbundenen Führungsschiene
für den
Fensterheber aufweisen. In einer besonders bevorzugten Ausgestaltungsform
der Erfindung ist diese Sicherung gegen Verdrehen ein sich seitlich
aus dem Rastelement erstreckender und mit einer Bohrung versehener
Vorsprung, in den eine Schraube einführbar ist, die an der Führungsschiene für den Fensterheber
anliegt.
-
Hierdurch
wird mit einfachen Mitteln eine verdrehsichere Anbindung der Führungsschiene
für den Fensterheber
am erfindungsgemäßen Rastelement verwirklicht.
-
Gemäß eines
zweiten Aspekts der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur
Einstellung der Montageposition der Fensterheber-Führungsschiene für ein Kraftfahrzeug-Fenster
einer rahmenlosen Kraftfahrzeugtür
zur Verfügung
gestellt, das bei Verwendung der Vorrichtung gemäß des ersten Aspekts die folgenden
Schritte umfasst: das erfindungsgemäße Rastelement erfährt eine
Voreinstellung in y-Richtung, die Schraube wird mit der Führungsschiene
für den
Fensterheber verschiebefest verbunden, die Schraube wird durch das
Rastelement hindurch eingeführt
und die Muttern mit Gegengewinde werden auf die Schraube aufgesetzt,
das Rastelement wird am Türinnenblech
befestigt und die Einstellung der Führungsschiene für den Fensterheber
in z-Richtung wird
durch Verschieben der auf das Rastelement wirkenden Mutter bewirkt.
Gegebenenfalls erfolgt hierbei zusätzlich eine Nacheinstellung
des Rastelements in y-Richtung.
Durch eine weitere Mutter auf der Schraube werden der untere Teil
und der obere Teil des Rastelements gegebenenfalls in der gewählten Einstellung
fixiert.
-
In
einer bevorzugten Ausgestaltungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
erfolgt dabei die Voreinstellung des Rastelements in y-Richtung
vor dem Zusammenbau der Tür
mit dem Chassis des Kraftfahrzeugs. Ebenso erfolgt in besonders
bevorzugter Weise eine notwendige Nacheinstellung in y-Richtung
sowie die Einstellung in z-Richtung nach dem Zusammenbau von Tür und Chassis.
-
Hierdurch
wird ein Verfahren zur Verfügung gestellt,
bei dem ein Großteil
der Einstellarbeit für den
Einstellung der Montageposition der Fensterheber-Führungsschiene
bereits am Türmodul
und vorzugsweise vor Zusammenbau des Türmoduls erfolgen kann. Hierdurch
wird in besonders vorteilhafter Weise die Anzahl der am Montageband
erforderlichen Arbeitsschritte auf ein Minimum reduziert. Darüber hinaus
wird die Verstellbarkeit der erfindungsgemäßen Vorrichtung auf diese Weise
besonders vorteilhaft vereinfacht.
-
In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
erfolgt dabei nur die Nacheinstellung in y-Richtung sowie die Einstellung
in z-Richtung durch
die von der Revisionsklappe abzudeckenden Öffnung im Türinnenblech. Das erfindungsgemäße Verfahren
unterstützt
hierdurch in besonders bevorzugter Weise einen einfachen und sicheren
Zusammenbau von Tür und
Chassis und gewährleistet
gleichzeitig eine genaue und vollständig flexible Einstellung der
Montageposition der Fensterheber-Führungsschiene.
-
Kurze
Beschreibung der Zeichnungen
-
Die
Erfindung wird im Folgenden anhand von zehn Figuren näher erläutert, die
jedoch lediglich beispielhaft bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung
darstellen, welche nicht dazu geeignet sind, den Schutzbereich der
Erfindung, wie er in den anhängenden
Ansprüchen
definiert ist, zu beschränken.
-
In
den Figuren zeigt:
-
1 eine
geschnittene Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß einer
ersten Ausführungsform,
-
2 eine
geschnittene Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer zweiten Ausführungsform,
-
3 eine
schematische Anordnung der erfindungsgemäßen Vorrichtung an einem Funktionsträger in einer
Draufsicht,
-
4 eine
perspektivische Ansicht auf eine erfindungsgemäße Vorrichtung in einer dritten
Ausführungsform,
-
5 eine
perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen Rastelements gemäß der in 4 gezeigten
dritten Ausführungsform,
-
6 eine
Querschnittsansicht eines Befestigungselements für den oberen Befestigungspunkt der
Fensterheber-Führungsschiene,
-
7 eine
perspektivische Ansicht des in 6 dargestellten
Befestigungselements,
-
8 eine
perspektivische Ansicht des Bereichs des Brüstungsblechs, an dem der obere
Befestigungspunkt der Fensterheber-Führungsschiene vorliegt,
-
9 den
oberen Bereich der Fensterheber-Führungsschiene, der mit dem
in 8 gezeigten Bereich des Brüstungsblechs am oberen Befestigungspunkt
zu verbinden ist, und
-
10 eine
alternative Ausführungsform
der Befestigung von Fensterheber-Führungsschiene und Brüstungsblech
am oberen Befestigungspunkt.
-
Wege zur Ausführung der
Erfindung
-
In 1 wird
eine geschnittene Ansicht einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 dargestellt,
bei der die Schraube 5 im Bereich ihres Schraubenkopfs
mit der Fensterheber-Führungsschiene 2 mittels
eines Epoxydharzes dreh- und verschiebefest verbunden ist. Eine
Bewegung der Schraube 5 in der angezeigten z-Richtung wird
somit vollständig
auch von der Fensterheber-Führungsschiene 2 ausgeführt werden.
Die Schraube 5 verläuft
durch das obere Rastelement 6 und das untere Rastelement 7 hindurch.
Eine Verstellung des oberen Rastelements 6 in z-Richtung erfolgt dabei
durch den Schraubeingriff der Schraube 5 mit einer Einnietmutter 4,
deren Buchsenteil 17 ein Innengewinde aufweist. Die Verstellung
des unteren Elements 7 erfolgt wiederum über den
Schraubeingriff der Mutter 8 mit der Schraube 5,
wobei zwischen dem unteren Teil 7 des Rastelements 6, 7 eine
Unterlegscheibe 37 angeordnet ist, deren Größe eine Übertragung
der Verschiebung der Mutter 8 entlang der Schraube 5 auf
den unteren Teil 7 des Rastelements 6, 7 ermöglicht.
Das gesamte Rastelement 6, 7 liegt dabei auf einem
Blechhalter 18 auf und ist mit diesem über Clipsverbindungen lösbar verbunden, bei
denen Rastnasen 23, 24 in im Blechhalter 18 vorgesehene
Bohrungen eingeführt
werden, während des
Einführvorgangs
verbogen werden und nach dem Hindurchführen der Rastnasen 23, 24 in
ihre Ausgangsposition zurückfedern.
Die Kraftübertragung
der Mutter 8 auf das Rastelement 6, 7 erfolgt dabei
indirekt über
eine zwischen dem Blechhalter 18 und der Mutter 8 angeordnete
Unterlegscheibe. Die zur Verbindung des Rastelements 6, 7 mit
dem Blechhalter 18 vorgesehenen Rastnasen 23, 24 dienen
alternativ zur Verbindung der gesamten Vorrichtung 1 mit
dem Türinnenblech 13.
In der hier dargestellten Voreinstellungs-Variante der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 sind
das obere Element 6 und das untere Element 7 in
y-Richtung vorab eingestellt worden. Eine Fixierung des oberen Elements 6 mit dem
unteren Element 7 in der eingestellten Relativposition
erfolgt dabei nicht allein über
die Schraube 5, sondern vielmehr über das Eingreifen der korrespondierenden
Verzahnungen 35, 36 an den sich gegenüberliegenden
Seiten des oberen Elements 6 und des unteren Elements 7.
Ein Herausrutschen aus dieser Rastposition wird überdies mittels mehrerer Federelemente 16 verhindert,
die in der dargestellten Ausführungsform
einen integralen Bestandteil des unteren Elements 7 ausbilden,
das obere Element 6 vollständig umgreifen und eine Kraft
auf das obere Element 6 in Richtung des unteren Elements 7 aufbringen.
Zu einer Neueinstellung der Relativposition von oberem Element 6 und unterem
Element 7 ist es daher erforderlich, eine Kraft entgegen
der von den Federelementen 16 aufgebrachten Kraft soweit
auf das obere Element 6 aufzubringen, so dass dieses zumindest
um den Betrag der Verzahnungshöhe
angehoben wird und dann in y-Richtung verschoben werden kann. Sollte
zu diesem Zeitpunkt die Schraube 5 bereits in das Rastelement 6, 7 eingeführt sein, kann
die Schraube 5 entlang des Langlochs 15 im unteren
Element 7 ohne Weiteres verfahren. Eine derartige Nachjustierung
des Rastelements 6, 7 in y-Richtung kann ebenso
wie eine Verstellung der Vorrichtung 1 in z-Richtung auch nach
Verbindung der Vorrichtung 1 mit dem Türinnenblech 13 erfolgen, wobei
zu diesem Zweck die die Zugangsöffnung
im Türinnenblech 13 abdeckende
Revisionsklappe 14 entfernt wird und nach der Justage wieder
aufgesetzt wird.
-
In 2 ist
eine zweite bevorzugte Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 dargestellt,
bei der insbesondere die Formgebung des unteren Elements 7,
des oberen Elements 6 sowie des Blechhalters 18 von
der in 1 gezeigten ersten Ausführungsform abweicht. Eine Einstellung des
oberen Elements 7 erfolgt auch in diesem Fall über eine
drehbare Gewindemutter 4, in die die Schraube 5 eingreift.
Im gezeigten Fall sind die Federelemente 16 kein integraler
Bestandteil des unteren Elements 7, sondern sind als zusätzliche
Bauelemente ausgebildet.
-
In 3 ist
eine schematische Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1 dargestellt,
die sowohl zur Einführhilfe
als auch zur Verdrehsicherung zwischen zwei Rippen 22a, 22b angeordnet
ist. Die Rippen 22a, 22b sind dabei in der dargestellten Variante
integrale Bestandteile eines Funktionsträgers 21, der wiederum
mit dem Türinnenblech 13 verbunden
ist. Ebenso kann aber bei einer Türvariante ohne einen Funktionsträger 21 als
eigenständiges Bauteil
eine derartige Lagerung der Vorrichtung 1 direkt am Türinnenblech 13 erfolgen.
-
In 4 wird
eine dritte bevorzugte Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 dargestellt.
Das Rastelement 6, 7, bestehend aus oberem Element 6 und
unterem Element 7 ist auch im dargestellten Fall mit dem
Blechhalter 18 über Rastelemente 23 verbunden.
Auch in dieser Ausführungsform
erfolgt eine Vorspannung zwischen unterem Element 7 und
oberem Element 6 mittels eines Federelements 16,
das integraler Bestandteil des unteren Elements 7 ist und
auf dem oberen Element 6 aufliegt. Die Schraube 5,
die durch das Rastelement 6, 7 sowie durch den
Blechhalter 8 hindurch verläuft und mit (nicht gezeigten)
Muttern zur Einstellung in z-Richtung im Schraubeingriff steht,
ist verschiebefest mit einem Fußbereich
der Fensterheber-Führungsschiene 2 verbunden.
Mit der Fensterheber-Führungsschiene 2 ist
darüber
hinaus auch eine Seilzugrolle 25 für den Fensterheber-Mechanismus verbunden.
Um zu verhindern, dass die Fensterheber-Führungsschiene 2 sich
während
einer Verstellung in z-Richtung um den Drehpunkt der Schraube 5 verdreht,
ist ein zusätzlicher
Schraubpunkt vorgesehen, bei dem eine Schraube 20 ebenfalls
durch den Fuß der
Fensterheber-Führungsschiene 2 verläuft und
in eine Bohrung an einem seitlichen Vorsprung 19 des oberen
Elements 6 eingreift.
-
In 5 ist
das Rastelement 6, 7 der in 4 gezeigten
dritten Ausführungsform
im nicht eingebauten Zustand dargestellt. Zu erkennen ist, dass
das untere Element 7 im Wesentlichen symmetrisch ausgebildet
ist, wobei sich die auf der rechten Seite in der 5 gezeigten
Rastnasen 23 auch auf der linken Seite der Figur wiederfinden.
Gleiches gilt für
die Federelemente 16. Das obere Element 6 dagegen
ist asymmetrisch ausgebildet, wobei die Bohrung für die (nicht
gezeigte) Schraube, die durch den Vorsprung 19 hindurch
verlaufen soll, sowohl seitlich als auch in Längsrichtung des Rastelements 6, 7 versetzt
zu der Bohrung für
die (nicht gezeigte) Verstellschraube angeordnet ist.
-
In 6 ist
eine Querschnittsansicht eines verschiebbaren Gleitelements 26,
das das Brüstungsblech 27 und
die Fensterheber-Führungsschiene 2 miteinander
am oberen Befestigungspunkt für die
in der erfindungsgemäßen Weise
verstellbare Fensterheber-Führungsschiene 2 anbinden
soll, dargestellt. Das Gleitelement 26 wiest dabei zwei
Paare von parallel ausgerichteten Aufnahmen auf, in die Kantenbereiche
des Brüstungsblechs 27 und
der Fensterheber-Führungsschiene 2 eingreifen
können. Seitlich
angeordnete Federelemente 28a, 28b bewirken dabei
eine Verspannung von Gleitelement 26 und Brüstungsblech 27.
-
In 7 ist
eine perspektivische Ansicht des in 6 gezeigten
Gleitelements 26 dargestellt. Das Gleitelement 26 weist
neben den Federelementen 28a, 28b zusätzlich eine
Ausrastsicherung 29 auf, deren distales Ende einen Vorsprung
aufweist, der aus der von den Aufnahmen für das (nicht gezeigte) Brüstungsblech
aufgespannten Ebene herausragt.
-
In 8 ist
eine schematische perspektivische Ansicht eines Teils des Brüstungsblechs 27 im Bereich
des oberen Befestigungspunkts dargestellt. Das Brüstungsblech 27 weist
hierzu eine im Wesentlichen T-förmige Öffnung auf,
deren oberer im Wesentlichen horizontaler Schenkel eine Breite aufweist,
die das Einführen
des (nicht gezeigten) Gleitelements in Breitenrichtung ermöglicht.
Der Abstand der den unteren Schenkel der Öffnung 30 begrenzenden
Brüstungsblech-Kanten
ist dabei so gewählt, dass
er mit der Breite des (nicht gezeigten) Gleitelements und den darin
angeordneten Aufnahmen für das
Brüstungsblech 27 so
korrespondiert, dass ein Entlanggleiten des (nicht gezeigten) Gleitelements entlang
des vertikalen Schenkels der Öffnung 30 ermöglicht wird.
Wie dem Fachmann ebenfalls ersichtlich ist, sind dabei die Länge und
die Anordnung der in 7 dargestellten Ausrastsicherung 29 so
gewählt,
dass ein Übertritt
des Gleitelements 26 von dem vertikalen Teil der Öffnung 30 zu
deren horizontalen Teil ohne Verbiegen der Ausrastsicherung 29 nicht
möglich
ist.
-
In 9 ist
in einer schematischen Perspektivansicht der obere Teil der Fensterheber-Führungsschiene 2 dargestellt,
der mittels des in den 6 und 7 dargestellten
Gleitelements 26 an das in 8 dargestellte
Brüstungsblech 27 angebracht werden
soll. Die Fensterheber-Führungsschiene 2 weist
hierfür
eine Öffnung 31 auf,
die so gestaltet ist, dass das in den 6 und 7 gezeigte
Gleitelement 26 in Längsrichtung
der Führungsschiene 2 gedreht
eingeführt
werden kann und anschließend
so um 90° im
Uhrzeigersinn gedreht wird, dass die die Öffnung 31 umgebenden
Kantenbereiche der Führungsschiene 2 in
die am Gleitelement 26 vorgesehenen Aufnahmen eingreifen.
Gleichzeitig können
in der dargestellten Variante die in 7 gezeigten
Federelemente 28a, 28b in die neben der Öffnung 31 angeordneten
Aufnahmen 32a, 32b eingreifen, um eine drehfeste
Anordnung von Führungsschiene 2 und
(nicht gezeigtem) Gleitelement zu verwirklichen. Die Führungsschiene 2 weist
in der Nähe
des Befestigungspunkts zudem eine weitere Umlenkrolle 33 für den schematisch
angedeuteten Seilzug 34 für den (nicht gezeigten) Fensterhebermechanismus
auf.
-
In 10 ist
eine alternative Ausführungsform
der (hier nicht gezeigten) Fensterheber-Führungsschiene 2 mit
dem andeutungsweise dargestellten Brüstungsblech 27 dargestellt.
Das Gleitelement 26 weist dabei eine im Wesentlichen zylindrische
Form auf, deren Durchmesser kleiner als der des Einführungsbereichs 38a der Öffnung im
Brüstungsblech 27,
aber größer als
der Abstand benachbarter Kantenbereiche des Brüstungsblechs 27 entlang
des Verschiebewegs für
das Gleitelement 26 im Brüstungsblech 27 ist.