DE102006034620A1 - Verfahren zum Herstellen von Blechbauteilen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung stellt ein Verfahren zur Herstellung eines Blechbauteils, insbesondere für Fahrzeugkomponenten, bereit, bei welchem auf zumindest einen partiellen Bereich eines Grundmaterials ein von einer Spule abgewickeltes bandförmiges Zusatzmaterial mittels eines Fügeverfahrens befestigt wird.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Blechbauteils, insbesondere für Fahrzeugkomponenten, bei welchem auf einen partiellen Bereich eines Grundmaterials zumindest ein Zusatzmaterial mittels eines Fügeverfahrens befestigt wird.
- Blechbauteile, insbesondere Blechbauteile von Fahrzeugen können in Teilbereichen unterschiedlich starken Belastungen und Beanspruchungen ausgesetzt sein. Die Beanspruchungen können beispielsweise bei Karosseriebauteilen aus motor- und fahrdynamischen Zuständen resultieren. Im Crashfall müssen die Bauteile hochdynamischen Beanspruchungen standhalten können. Lokale Krafteinleitungspunkte für Scharniere, Schlossträger, Anhängerkupplungen, Fahrwerk und Teile des Antriebsstranges bedürfen ebenfalls beanspruchungsangepasster Verstärkungen. Weitere Beanspruchungen können durch Nutzungs- oder Umwelteinflüsse entstehen, die einen lokalen Sonderkorrosionsschutz erfordern. Werden diese Bauteile nach ihren maximalen Belastungen und Beanspruchungen dimensioniert führt das zu hohen Materialkosten und hohen Gewichten der Bauteile.
- Diese Nachteile werden vermieden, wenn die Blechbauteile als so genannte „Tailored Blanks" hergestellt werden. Dabei werden Platinen aus verschiedenen Werkstoffguten und/oder Blechdicken zusammengesetzt, die an die lokalen Belastungen und Beanspruchungen des späteren Bauteils angepasst sind. Die
EP 02 79 866 B1 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung derartiger Blechbauteile bei weichem die Platinen im Stumpfstoß zueinander positioniert und mittels Laserschweißen miteinander verbunden werden. - Eine weitere, weniger aufwändige Möglichkeit ist die Herstellung von so genannten „Patchwork Blanks". Bei derartigen Bauteilen werden die gewünschten Bauteileigenschaften durch Befestigen von Patches auf einer Platine gezielt beeinflusst. Die Patchwork Blanks werden, wie die Tailored Blanks, im unverformten Zustand gefertigt. Durch das gemeinsame Umformen der Platine mit den verstärkten Bereichen entfällt die separate Umformung von Verstärkungsteilen, wie diese bei der Herstellung von konventionellen Verstärkungsteilen üblich war. Da die Umformung an einem Werkzeug erfolgt, wird außerdem eine wesentlich höhere Passgenauigkeit des Verbundes aus Platine und Verstärkungsteil erreicht. Die Verstärkungsbleche bzw. Patches sind dabei wie Einzelteile zuzuschneiden und zu handhaben.
- Für das Verbinden des Patches mit der Grundplatine kommen beim Patchwork Blank im Prinzip das Punktschweißen, Laserschweißen und/oder Kleben in Frage. Derartige Techniken sind beispielsweise in der
DE 43 07 563 A1 und derDE 195 24 235 A1 beschrieben. - Aufgabe der Erfindung ist es, die Herstellung eines unterschiedliche Materialstärken und – eigenschaften aufweisenden Blechbauteils zu vereinfachen.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst.
- Bevorzugte Ausführungsformen und Weiterbildungen der Erfindung sind den jeweiligen Unteransprüchen zu entnehmen.
- Gemäß der Erfindung wird bei einem Verfahren zur Herstellung eines Blechbauteils, insbesondere für Fahrzeugkomponenten, auf zumindest einen partiellen Bereich eines Grundmaterials ein von einer Spule abgewickeltes bandförmiges Zusatzmaterial mittels eines Fügeverfahrens befestigt. Dazu wird das Zusatzmaterial als auf zumindest eine Spule aufgewickeltes Band an einer Bearbeitungsstelle zum Fügen bereitgestellt, eine Spule mit dem aufgewickelten Zusatzmaterial, eine Fügevorrichtung zur Ausführung des Fügeverfahrens und das Grundmaterial in der Bearbeitungsstelle zueinander positioniert, zumindest ein Bandabschnitt des Zusatzmaterials von der Spule abgewickelt, auf das Grundmaterial aufgelegt und am Grundmaterial befestigt.
- Wird nur ein Abschnitt des Bandes für einen Fügevorgang benötigt, wird ein durch die Länge des partiell zu verstärkenden Bereiches definierter Bandabschnitt des Zusatzmaterials, vorzugsweise bevor dieser vollständig auf dem Grundmaterial aufliegt, vom Band getrennt.
- Damit entfällt die Vorfertigung, Lagerung und Zulieferung von einzelnen Teilen aus dem Zusatzmaterial und es wird ein Verfahren zur vereinfachten Herstellung von Blechbauteilen mit der Möglichkeit zur Bauteilbeeinflussung zur Verfügung gestellt, bei welchem durch linienförmiges oder flächenförmiges Aufbringen von geeigneten Zusatzmaterialien die Festigkeit, Steifigkeit sowie belastungsangepasste lokale Beanspruchbarkeit des Gesamtbauteils verbessernd beeinflusst wird.
- Vorzugsweise werden mehrere Spulen mit Zusatzmaterial aus unterschiedlichen Werkstoffen und/oder unterschiedlicher Dicke und/oder unterschiedlicher Breite bereitgestellt. Je nach Anforderung an das Blechbauteil wird die Spule mit dem erforderlichen Zusatzmaterial in der Bearbeitungsstation zur weiteren Bearbeitung positioniert. Dabei können mehrere partielle Bereiche des Grundmaterials mit dem gleichen Zusatzmaterial und/oder mit unterschiedlichem Zusatzmaterial verstärkt werden. Durch die flexible Auswahlmöglichkeit des Werkstoffes des Zusatzmaterials sowie dessen Länge, Breite und Dicke können bei der Herstellung eines Blechbauteils verschiedenste Beanspruchungsbedingungen berücksichtigt werden.
- In einer vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens wird ein Teil des als Band auf der Spule aufgewickelte Zusatzmaterials mittels einer Bandfördereinrichtung von der Spule abgewickelt und zum positionierten Grundmaterial transportiert und vorzugsweise auf dem Grundmaterial genau positioniert, so dass diese eine definierte Lage zueinander aufweisen.
- Zur Befestigung des Grundmaterials werden in einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung die Fügevorrichtung und das Grundmaterial mit dem aufgelegten Zusatzmaterial beim Zusammenfügen relativ zueinander bewegt, vorzugsweise wird die Fügevorrichtung zum fest positionierten Grundmaterial mit dem darauf positionierten Zusatzmaterial bewegt.
- Das Zusatzmaterial kann mit einem beliebigen, geeigneten Fügeverfahren, vorzugsweise mittels eines Schweißverfahrens am Grundmaterial befestigt werden. Schweißverfahren ermöglichen eine sofortige und genaue Fixierung des auf dem Grundmaterial positionierten Bandanfangs des abgewickelten Zusatzmaterials und ein mit dem Auflegen des Zusatzmaterials mitlaufenden Fügeprozess.
- Besonders geeignet ist ein Laserschweißverfahren, bei welchem das Zusatzmaterial mittels eines Laserstrahls am Grundmaterial befestigt wird. Dabei kommen als Fügevorrichtungen vorzugsweise Remote- oder Scanneranlagen mit Hochleistungslasern zum Einsatz. Der Laserstrahl kann durch eine schnelle Verstellung von Ablenkspiegeln auf eine definierte Fügestelle positioniert und innerhalb eines Arbeitsbereiches, vorzugsweise über die gesamte Breite sowie eine definierte Länge des auf das Grundmaterial aufgelegten Zusatzmaterials abgelenkt werden.
- Gehen die Dimensionen des zu befestigenden Zusatzmaterials über den Arbeitsbereich der Fügevorrichtung hinaus, beispielsweise bei einer Anlage, bei welcher der Laserstrahl nur über die Breite des Zusatzmaterials abgelenkt wird, werden in einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung die Fügevorrichtung und/oder das Grundmaterial mit dem aufgelegten und gegebenenfalls fixierten Zusatzmaterial entsprechend zueinander bewegt, so dass das Zusatzmaterial auf dem Grundmaterial befestigt werden kann.
- Wird das Zusatzmaterial mit dem Grundmaterial verschweißt, insbesondere mittels eines Laserschweißverfahrens, sind weitere beanspruchungsangepasste Bauteilbeeinflussungen insbesondre durch ein flächiges Aufschweißen des Zusatzmaterials, ein Aufschweißen des Zusatzmaterial mit durchgehenden oder unterbrochenen geraden Nähten am Bandrand, ein Aufschweißen des Zusatzmaterial im Bereich von Krafteinleitungspunkten und/oder ein Aufschweißen des Zusatzmaterials mit durchgehenden oder unterbrochenen gekrümmten oder schrägen Nähten möglich.
- Als Grundmaterial wird vorzugsweise eine Blechplatine verwendet, die nach dem Befestigen des Zusatzwerkstoffes noch weiteren Formgebungsprozessen unterzogen werden kann.
- Des weiteren können als Grundmaterial vorzugsweise auch abgeformte Bleche oder Blech-Hohlprofile verwendet werden, wobei das Zusatzmaterial auf einer ebenen Fläche befestigt wird.
- Als Werkstoffe für die Grundplatine und das Zusatzmaterial werden bevorzugt Stahlbleche, insbesondere martensitisch hartbare und/oder martensitisch gehärtete Stahlbleche verwendet.
- Dabei ist, je nach Beanspruchung des zu fertigenden Bauteils ein Zusammenfügen gleichartiger oder unterschiedlicher metallischer Werkstoffe möglich, beispielsweise das Aufbringen von Zusatzmaterial aus höherfesten Werkstoffen auf ein Grundmaterial aus einem relativ weichen metallischen Werkstoff, das Aufbringen von Zusatzmaterial aus martensitisch härtbaren Stahl auf ein Grundmaterial aus relativ weichen Tiefziehstahl sowie das Aufbringen von Zusatzmaterial aus martensitisch härtbaren Stahl auf ein Grundmaterial aus bereits martensitisch gehärtetem oder härtbaren Stahl. Dabei ist eine weitere beanspruchungsangepasste Bauteilbeeinflussung, vorzugsweise durch ein Härten des Zusatzmaterial und/oder des Grundmaterials beim Aufschweißen mittels eines Laserstrahls gegeben.
- Desweiteren kann beim Schweißen durch eine gezielte Beeinflussung der Abkühlgeschwindigkeit mittels einer Volumendosierung eines Abkühlstrahls und möglichen Lasemachwärmens das Werkstoffgefüge gezielt beeinflusst werden.
- Das erfindungsgemäße Verfahren ist besonders geeignet zur Herstellung von Feinblechkonstruktionen, insbesondere mit gehärteten Fügeverbindungen zur Verbesserung von regionalen und lokalen Struktureigenschaften und/oder mit gehärteten Zusatzmaterialauftragslagen und gleichzeitig gehärtetem Grundwerkstoff zur Verbesserung von Struktureigenschaften und/oder mit dicken- und konturangepassten Verstärkungen, die der Beanspruchung entsprechen und/oder mit verbessertem lokalen und regionalen Korrosionsschutz.
- Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer bevorzugten Ausführungsform und unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren näher erläutert. Dabei verweisen gleiche Bezugszeichen in den Figuren auf gleiche oder ähnliche Teile.
- Es zeigen in schematischer Darstellung:
-
1 eine Bearbeitungsstation zum Herstellen eines Blechbauteils -
2 einen Laserbearbeitungskopf -
3 Varianten von Verbindungsnähten zum Fügen - Die Herstellung eines Blechbauteils aus einem Grundmaterial
1 , beispielsweise aus einer Grundplatine aus Stahl (z.B. DX52D) und einem Zusatzmaterial2 aus einem flachgewalzten, niedriglegierten Stahl (z.B. HX340LAD) erfolgt in einer, in der1 stark vereinfacht dargestellten, Bearbeitungsstation. Das Zusatzmaterial2 dient der Verstärkung des Grundmaterials1 in speziellen partiellen Bereichen, beispielsweise im Bereich der Scharniere und des Türschlosses einer Grundplatine für ein Türblech einer Fahrzeugkarosserie. - Eine Spule
3 mit dem als Band5 aufgewickelten Zusatzmaterial2 aus dem geforderten Werkstoff, in erforderlicher Breite und Dicke für die Verstärkung des Grundmaterials1 im Bereich der Scharniere wird aus mehreren bereitgestellten Spulen ausgewählt und in der Bearbeitungsstation bereitgestellt. - Die Spule
3 , die Bandfördereinrichtung15 , die Fügevorrichtung4 und das Grundmaterial1 werden in der Bearbeitungsstation zueinander positioniert, so dass das Grundmaterial1 und das Zusatzmaterials2 in eine definierte Lage zueinander gebracht werden können. Vorzugsweise ist dazu die Fügevorrichtung5 mit der Bandfördereinrichtung15 über ein Kopplungselement21 mechanisch gekoppelt. Eine Gaszufuhreinrichtung14 für die Beaufschlagung des Prozesses mit einen Schutz- oder Aktivgas kann ebenfalls mit dem Kopplungselement21 mechanisch verbunden sein. - Eine bevorzugte Ausführung der Fügevorrichtung
4 umfasst eine Scanneranlage mit einem, in2 schematisch dargestellten Laserbearbeitungskopf7 zur Erzeugung eines Laserstrahls6 , mit welchem das Zusatzmaterial2 und das Grundmaterial1 verschweißt werden. - Der von einem (nicht dargestellten) Laser erzeugte Laserstrahl
6 wird dem Laserbearbeitungskopf7 der Scanneranlage über ein Lichtleitkabel8 zugeführt und über einen Kollimator9 , zumindest einen Ablenkspiegel10 und eine Fokussierungsoptik11 auf eine gewünschte Wechselwirkungszone18 des Zusatzmaterials2 mit dem Grundmaterial1 geführt. Der Laserbearbeitungskopf7 wird durch das Schutzglas13 vor Verunreinigungen geschützt. - In einem weiteren Schritt wird das Bandende des Zusatzmaterials
2 in die Bandfördereinrichtung15 und eine justierbare Mündung12 , die ebenfalls mit dem Kopplungselement20 mechanisch verbunden ist, eingelegt. Mittels der Bandfördereinrichtung15 und über die justierbare Mündung12 wird das Zusatzmaterial2 in eine Förderrichtung16 zum Grundmaterial1 gefördert. Das Bandende des Zusatzmaterials2 wird mittels der justierbaren Mündung12 zur Wechselwirkungszone18 und dem Grundmaterial1 genau positioniert und ggf. mittels des Laserstrahls6 auf dem Grundmaterial1 fixiert. - Die Bandfördereinrichtung
15 und die justierbare Mündung12 sind so positioniert, dass das von der Spule3 abgewickelte Zusatzmaterial2 in einem vorgegebenen Winkel, vorzugsweise unter einem Winkel von 5° bis 60°, zur Oberfläche des Grundmaterials1 in Förderrichtung16 gefördert wird. - Im weiteren Verfahrensablauf wird das Zusatzmaterial
2 mittels der Bandfördereinrichtung15 weiter von der Spule3 abgewickelt, in Förderrichtung16 zum Grundmaterial1 gefördert, auf das Grundmaterial1 aufgelegt und mittels des Laserstrahls6 der Fügevorrichtung4 befestigt. Die Fügevorrichtung4 und die mittels des Kopplungselementes21 mit dieser gekoppelten weiteren Elemente werden dabei in eine entgegen zur Förderrichtung16 verlaufenden Vorschubrichtung17 mit einer Vorschubgeschwindigkeit VF bewegt. - Besonders vorteilhaft ist dabei eine Koordinierung der Fördergeschwindigkeit VV, mit welcher die Bandfördereinrichtung
15 das Zusatzmaterial2 zum Grundmaterial1 fördert, mit der Vorschubgeschwindigkeit VF. Eine Koordinierung erfolgt vorzugsweise mittels einer Steuereinheit20 derart, dass das Auflegen und Fügen des Zusatzmaterials2 in einem kontinuierlich ablaufendem Schritt erfolgen. - Der Laserstrahl
6 kann zum Fügen innerhalb eines Arbeitsbereiches vorzugsweise zweidimensional in einem Flächenbereich des Zusatzmaterials2 ausgelenkt werden. Der Arbeitsbereich umfasst dabei zumindest die Breite des Zusatzmaterials2 . Innerhalb des Arbeitsbereiches der Scanneranlage kann der Laserstrahl6 im Millisekundenbereich an jede beliebige Wechselwirkungszone18 positioniert werden und die gewünschte Wechselwirkung zwischen Grundmaterial1 und Zusatzmaterial2 erzeugen. - Die Anzahl, Lage und Art der durch den Laserstrahl
6 zu erzeugenden Verbindungsnähte19 ist, beispielsweise über entsprechende Eingaben und/oder Vorwahlmöglichkeiten in der Steuereinheit20 , frei programmierbar. Entsprechend diesen Eingaben und/oder Vorgaben wird mittels Steuerungsprogrammen der Vorschub der Fügevorrichtung4 und die Auslenkung des Laserstrahls6 , abgestimmt auf die Fördergeschwindigkeit VV, ausgeführt. In3 sind beispielhaft einige Varianten von Verbindungsnähten19 dargestellt. - Der Bereich der Wechselwirkungszone
18 kann zusätzlich über die Gaszuführeinrichtung14 mit einem Schutzgas oder Aktivgas zur Prozessbeeinflussung beaufschlagt werden. -
- 1
- Grundmaterial
- 2
- Zusatzmaterial
- 3
- Spule
- 4
- Fügevorrichtung
- 5
- Band
- 6
- Laserstrahl
- 7
- Laserbearbeitungskopf
- 8
- Lichtleitkabel
- 9
- Kollimator
- 10
- Ablenkspiegel
- 11
- Fokussierungsoptik
- 12
- justierbare Mündung
- 13
- Schutzglas
- 14
- Düse für Schutzgas
- 15
- Bandfördereinrichtung
- 16
- Förderrichtung Bandfördereinrichtung
- 17
- Vorschubrichtung Fügevorrichtung
- 18
- Wechselwirkungszone
- 19
- Verbindungsnähte
- 20
- Steuereinheit
- 21
- Kopplungselement
- VF
- Fördergeschwindigkeit
- VV
- Vorschubgeschwindigkeit
Claims (23)
- Verfahren zur Herstellung eines Blechbauteils, insbesondere für Fahrzeugkomponenten, bei welchem auf zumindest einen partiellen Bereich eines Grundmaterials (
1 ) ein Zusatzmaterial (2 ) mittels eines Fügeverfahrens befestigt wird, dadurch gekennzeichnet, dass – das Zusatzmaterial (2 ) als auf zumindest eine Spule (3 ) aufgewickeltes Band (5 ) bereitgestellt wird, – eine Spule (3 ) mit dem Zusatzmaterial (2 ), eine Fügevorrichtung (4 ) zur Ausführung des Fügeverfahrens und das Grundmaterial (1 ) zueinander positioniert werden und – zumindest ein Bandabschnitt des Zusatzmaterials (2 ) von der Spule (3 ) abgewickelt, auf das Grundmaterial (1 ) aufgelegt und am Grundmaterial (1 ) befestigt wird. - Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatzmaterial (
2 ) mittels eines Schweißverfahrens am Grundmaterial (1 ) befestigt wird. - Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatzmaterial (
2 ) mittels eines Laserstrahls (6 ) am Grundmaterial (1 ) befestigt wird. - Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Laserstrahl (
6 ) über eine Breite und/oder eine Länge des Zusatzmaterials (2 ) zumindest zeitweise abgelenkt wird. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das das Zusatzmaterial (
2 ) flächig aufgeschweißt wird. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatzmaterial (
2 ) mit durchgehenden oder unterbrochenen geraden Nähten (9 ) am Rand des Zusatzmaterials (2 ) aufgeschweißt wird. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatzmaterial (
2 ) mit durchgehenden oder unterbrochenen Nähten im Bereich von Krafteinleitungspunkten aufgeschweißt wird. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatzmaterial (
2 ) mit durchgehenden oder unterbrochenen gekrümmten oder schrägen Nähten (9 ) aufgeschweißt wird. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatzmaterial (
2 ) mittels einer Bandfördereinrichtung (15 ) von der Spule (3 ) abgewickelt und mit einer Fördergeschwindigkeit zum Grundmaterial (1 ) transportiert wird. - Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das abgewickelte Zusatzmaterial (
2 ) auf dem Grundmaterial (1 ) positioniert und aufgelegt wird. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fügevorrichtung (
4 ) und das Grundmaterial (1 ) mit dem aufgelegten Zusatzmaterial (2 ) mit einer Vorschubgeschwindigkeit relativ zueinander bewegt werden und dabei das Zusatzmaterial (2 ) auf dem Grundmaterial (1 ) befestigt wird. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördergeschwindigkeit (VF) und die Vorschubgeschwindigkeit (VV) koordiniert werden, so dass das Auflegen und Fügen des Zusatzmaterials (
2 ) in einem kontinuierlich ablaufendem Schritt erfolgen - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein definierter Bandabschnitt des abgewickelten Zusatzmaterials (
2 ) vom Band (5 ) getrennt wird. - Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der definierte Bandabschnitt des abgewickelten Zusatzmaterials (
2 ) vom Band (5) getrennt wird, bevor dieser vollständig auf dem Grundmaterial (1 ) aufliegt. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Spulen (
3 ) mit als Band (5) aufgewickeltem Zusatzmaterial (2 ) aus unterschiedlichen Werkstoffen und/oder Dicke und/oder Breite bereitgestellt werden. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf einem Grundmaterial (
1 ) mehrere Zusatzmaterialien (2 ) befestigt werden. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Grundmaterial (
1 ) eine Blechplatine, ein abgeformtes Blech oder ein Hohlprofil verwendet wird. - Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass als Grundmaterial (
1 ) eine Blechplatine, ein abgeformtes Blech oder ein Hohlprofil aus einem Stahlblech, insbesondere aus einem martensitisch härtbaren Stahlblech verwendet wird. - Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass als Grundmaterial (
1 ) eine Blechplatine, ein abgeformtes Blech oder ein Hohlprofil aus einem Stahlblech, insbesondere aus einem martensitisch gehärtetem Stahlblech verwendet wird. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Zusatzmaterial (
2 ) Stahlblech, insbesondere martensitisch gehärtetes Stahlblech verwendet wird. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass als Zusatzmaterial (
2 ) Stahlblech, insbesondere martensitisch hartbares Stahlblech verwendet wird. - Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatzmaterial (
2 ) beim Aufschweißen gehärtet wird. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatzmaterial (
2 ) beim Schweißen mit einem Schutz- oder Aktivgas beaufschlagt wird.
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