DE3739792A1 - Verfahren und vorrichtung zum herstellen von schneide- oder praegewerkzeugen sowie schneide- oder praegewerkzeug - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum herstellen von schneide- oder praegewerkzeugen sowie schneide- oder praegewerkzeugInfo
- Publication number
- DE3739792A1 DE3739792A1 DE19873739792 DE3739792A DE3739792A1 DE 3739792 A1 DE3739792 A1 DE 3739792A1 DE 19873739792 DE19873739792 DE 19873739792 DE 3739792 A DE3739792 A DE 3739792A DE 3739792 A1 DE3739792 A1 DE 3739792A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- wire
- cutting
- tool body
- welding
- edge
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23K—SOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
- B23K31/00—Processes relevant to this subclass, specially adapted for particular articles or purposes, but not covered by only one of the preceding main groups
- B23K31/02—Processes relevant to this subclass, specially adapted for particular articles or purposes, but not covered by only one of the preceding main groups relating to soldering or welding
- B23K31/025—Connecting cutting edges or the like to tools; Attaching reinforcements to workpieces, e.g. wear-resisting zones to tableware
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23K—SOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
- B23K26/00—Working by laser beam, e.g. welding, cutting or boring
- B23K26/08—Devices involving relative movement between laser beam and workpiece
- B23K26/083—Devices involving movement of the workpiece in at least one axial direction
- B23K26/0838—Devices involving movement of the workpiece in at least one axial direction by using an endless conveyor belt
- B23K26/0846—Devices involving movement of the workpiece in at least one axial direction by using an endless conveyor belt for moving elongated workpieces longitudinally, e.g. wire or strip material
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23K—SOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
- B23K26/00—Working by laser beam, e.g. welding, cutting or boring
- B23K26/20—Bonding
- B23K26/21—Bonding by welding
- B23K26/24—Seam welding
- B23K26/242—Fillet welding, i.e. involving a weld of substantially triangular cross section joining two parts
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Optics & Photonics (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Plasma & Fusion (AREA)
- Laser Beam Processing (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstel
len von Schneide- oder Prägewerkzeugen, insbesondere für
Rotationsmaschinen, bei dem die Schneide- oder Prägekante eines
Werkzeugs bildendes Metall auf einen metallischen Werkzeugkör
per durch Verschweißen befestigt wird.
Ein derartiges Verfahren ist aus der DE-OS 31 50 845 zur
Herstellung von Stanzwerkzeugen bekannt. Das die Schneidkante
bildende Metall wird als Auflageschicht im Lichtbogenschweißen
auf einen den Werkzeugkörper bildenden Basiskörper aufgebracht
und danach erfolgt eine Nachbearbeitung, durch die die
gewünschten genauen Abmessungen der Stanzkante hergestellt
werden. Die Nachbearbeitung erfolgt mittels eines Laser- oder
Plasmaschneidverfahrens oder mit einem Schneiddraht mittels
eines Elektroerosionsverfahrens. Das großflächige Aufbringen
von Auflagemetall und das Nacharbeiten sind jeweils sehr
aufwendig. Das bekannte Verfahren ist auch nur dann vorteilhaft
praktikabel, wenn das Werkzeug eine die Nachbearbeitung in
einfacher Weise gestattende tiefere Formausnehmung hat. Solche
Formausnehmungen sind vornehmlich dann vorhanden, wenn der zu
bearbeitende Werkstoff im Augenblick des Schneidens oder
Prägens bzw. Stanzens ruht und die Ausnehmung den Patrizenteil
der Stanzform aufnimmt. Bei Werkzeugen für Rotationsmaschinen
sind derartige Ausnehmungen entschieden weniger tief, dafür
aber großflächiger. Dementsprechend ist ein Herausarbeiten von
Ausnehmungswerkstoff beispielsweise nach dem Elektroerosions
verfahren besonders aufwendig. Um diesen Aufwand zu vermeiden,
ist es aus der DE-OS 36 19 765 bereits bekannt, auf bogen- oder
bandartiges Material für Rotationsschneidwerkzeuge Material
wulste mittels Mikropulverisation aufzutragen und sodann durch
Elektroerosion so zu bearbeiten, daß sich die gewünschte
Elektrodengeometrie ergibt. Auch in diesem Fall muß also
grundsätzlich eine Nachbearbeitung vorhandenen Materials
erfolgen, um Schneide- bzw. Prägekanten herzustellen. Außerdem
erfordert das Verfahren der Mikropulverisation eine ständige
Anpassung des Arbeitsganges an die gewünschten Werkstoff- und
Schneideigenschaften der herzustellenden Schneide- oder
Prägewerkzeuge.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren der eingangs genannten Art so zu verbessern, daß die
Schneide- oder Prägekanten der Schneide- oder Prägewerkzeuge mit
herkömmlichen Verfahren unter Verwendung einfacher Mittel
hergestellt werden können.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß als kantenbildendes
Metall den Kantenquerschnitt aufweisender Draht verwendet wird,
der mit dem Werkzeugkörper zumindest auf einer Seite des Draht
querschnitts verschweißt wird.
Für die Erfindung ist in erster Linie von Bedeutung, daß
vorgeformter Draht verwendet werden kann, welcher die Schneide-
oder Prägekante des Werkzeugs bildet. Derartiger vorgeformter
Draht steht in praktisch allen gewünschten Querschnitten und
Abmessungen als Handelsprodukt zur Verfügung, so daß die
Herstellung der Werkzeuge von daher überhaupt kein Problem
bildet. Auch der Werkstoff des Drahts kann so gewählt werden,
daß er den Beanspruchungen beim Schneiden oder Prägen gewachsen
ist. Das gilt insbesondere für Werkzeuge von Rotationsmaschinen,
welche dem Stanzen bzw. Falzen von Papier, Kartonagen oder
anderen Verpackungsmaterialien dienen, sowie für die Verarbei
tung von Kunststoffen und Verbundfolien. Müssen besondere
Anforderungen an die Dauerhaltbarkeit der Schneide- bzw.
Prägekanten gestellt werden, so können für den Draht spezielle
Werkstoffe gewählt werden, welche diese Bedingungen erfüllen.
Andererseits kann der Werkzeugkörper aus preiswertem Werkstoff
bestehen, so daß sich die Materialkosten für die Werkzeuge in
Grenzen halten lassen. Es ist damit möglich, die Verschweißung
in Längsrichtung auf einen oder beide Seitenbereiche des Draht
querschnitts zu begrenzen und dort kontinuierlich oder punkt
förmig zu verschweißen.
Vorteilhafterweise wird Laserstrahlung zum Verschweißen
verwendet. Diese hat den Vorteil, daß sie der gewünschten Ver
bindungsfestigkeit entsprechend ausreichend starke Schweißener
gie zur Verfügung stellt, andererseits aber auch die Schweiß
energie auf bestimmte Bereiche begrenzt zur Verfügung zu
stellen erlaubt. Herkömmliche Laser gestatten ohne weiteres,
die gewünschte Strahlenergie und Strahlgeometrie zur Verfügung
zu stellen. Statt des Verschweißens mittels Laserstrahlung
können andere Schweißverfahren dann eingesetzt werden, wenn sie
die erforderliche Schweißenergie auf die gewünschten Füge
bereiche begrenzt zu liefern vermögen. Hier kommen Verfahren in
Betracht wie Elektronenstrahlschweißen, Mikroplasmaschweißen
und gepulstes Widerstandspreßschweißen.
Weiterhin ist vorteilhaft, wenn ein Draht verwendet wird,
der eine Ebene oder eine der Oberflächenform des Werkzeugkör
pers angepaßte Auflagefläche hat. Es kann eine verbesserte
Haftung des Drahts auf dem Werkzeugkörper erreicht werden, auch
weil grundsätzlich eine zweiseitige Verschweißung möglich ist.
In Ausgestaltung der Erfindung wird eine Strahlsteuerung
verwendet, mit der das dem jeweiligen Drahtquerschnitten
angepaßte Verschweißen des Drahtes mit dem Werkzeugkörper
erfolgt und/oder ein Abschneiden des Drahts. Die Strahl
steuerung wird also herangezogen, um das jeweils zweckmäßigste
Verschweißen des Drahtes mit dem Werkzeugkörper zu erreichen
und kann auch dazu benutzt werden, den Draht abzuschneiden.
Es erfolgt ein aufschmelzfreies Härten der Schneide- oder
Prägekanten, indem die Strahlenergie im Kantenbereich gesteuert
wird oder indem die zur Härtung erforderliche Energie durch Zu
fluß aus der Schweißzone zur Verfügung gestellt wird.
Das Härten mittels Laserstrahlung erfolgt beispielsweise
abwechselnd mit dem Schweißen während eines kontinuierlichen
relativen Vorschubs zwischen dem Draht und dem Werkzeug
einerseits und der Schweißstelle bzw. dem Laserstrahl anderer
seits. Dabei ist es möglich, einen oder mehrere Laserstrahlen
relativ so zu bewegen, daß trotz eines kontinuierlichen
Vorschubs einer längsdurchlaufenden Schweißverbindung wie auch
ein vollständiges Härten einer Kante erfolgt. Wenn eine
derartige, mit Strahlsteuerung erfolgende Härtung nicht möglich
oder nicht erforderlich ist, die also in einem zusätzlichen
Arbeitsgang erfolgt und Freiheiten bei der Wahl der Schweiß
parameter läßt, kann die Härtung erfolgen, indem die dafür
erforderliche Energie aus dem Bereich der Schweißzone zur
Verfügung gestellt wird.
Zur Vereinfachung der Schweißeinrichtung bzw. des Lasers
wird der Draht mit einem einzigen Laserstrahl abwechselnd auf
beiden Seiten seines Querschnitts mit dem Werkzeugkörper
verschweißt. Hierzu wird die Strahlsteuerung herangezogen,
welche die beidseitige Verschweißung erlaubt, entweder bei
kontinuierlichem Relativvorschub oder bei abschnittsweisem
Vorschub der miteinander zu verbindenden Werkzeugteile.
Die vorbeschriebenen Verfahren erlauben eine Herstellung
des Werkzeugs auf einer CNC-gesteuerten Anlage ohne weitere
Zwischenschritte bis zum Endprodukt.
Eine Vorrichtung zum Verfahren nach der Erfindung ist da
durch gekennzeichnet, daß eine Drahtzuführungseinrichtung
vorhanden ist, die ein den Draht zu der jeweiligen Bahnkurve
tangential auf die Oberfläche des Werkzeugkörpers verlegendes
Führungselement aufweist. Mit dieser Drahtzuführungseinrichtung
kann der mit dem Werkzeugkörper durch Verschweißen zu verbin
dende Draht in eine Lage gebracht werden, in der das Verschweis
sen mit einer wenig aufwendigen Strahlsteuerung des Lasers
möglich ist. Bei längeren Schneide- oder Prägekanten bzw. bei
größerer Werkzeugerstreckung wird zweckmäßigerweise der
Werkzeugkörper relativ zur Drahtzuführungseinrichtung bzw. zu
dessen Führungselement bewegt. Die hierzu erforderliche
Steuereinrichtung zur Positionierung des Werkzeugkörpers kann
mit herkömmlichen Mitteln sehr genau erfolgen, beispielsweise
mit einem Kreuzschlittentisch, und der Aufbau der Drahtzu
führungseinrichtung wird nicht durch sonst erforderliche
Steuereinrichtungen kompliziert.
Die Vorrichtung hat vorteilhafterweise einen Laser mit
einer gesteuert beweglichen Fokussierungsoptik, die eine
Verkippung des Strahlengangs aus dem Zentrum des Drahtauslaufs
der Zuführungseinrichtung heraus auf beide Seiten des Drahts
erlaubt. Die Strahlverkippung kann mittels der Strahlsteuerung
problemlos programmiert werden, wobei die jeweilige Steuerung
geänderten Geometrien der Werkzeuge oder der Verbindungsbedin
gungen in einfacher Weise angepaßt werden kann.
Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Schneide- oder
Prägewerkzeug, insbesondere für Rotationsmaschinen, mit einem
metallischen Werkzeugkörper, an dem Schneide- oder Prägekanten
aus Metall durch Verschweißen befestigt sind, wobei das
kantenbildende Metall den Kantenquerschnitt aufweisender Draht
ist. Dieser Draht ist in vorbeschriebener Weise den gewünschten
Abmessungen und Werkstoffeigenschaften entsprechend einfach
herzustellen und mit dem metallischen Werkzeugkörper durch
Verschweißen zu verbinden, so daß ein derartiges Werkzeug
besonders preiswert ist. Mit derartigen Werkzeugen kann der
Einsatz von Rotationsmaschinen für das Schneiden und Prägen von
Papier, Kartonagen und dergleichen in erheblichem Maße
erweitert und vereinfacht werden.
Die Erfindung wird anhand von in der Zeichnung dargestell
ten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1, 2 vorgefertigte und mit einem Werkzeugkörper ver
schweißte Drähte,
Fig. 3 eine Seitenansicht einer Drahtzuführungseinrichtung
in schematischer Darstellung,
Fig. 4, 5 die Schnitte IV, V bzw. die entsprechenden An
sichten der Fig. 3.
Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung ein Schneide
werkzeug, das aus einem Werkzeugkörper 1 und einem Draht 2
besteht. Der Werkzeugkörper 1 ist beispielsweise ein Blech, das
aus ferromagnetischem Werkstoff besteht, so daß es auf einem
magnetischen Rotationszylinder angebracht werden kann. Der
Draht 2 ist dreikantig und liegt mit einer Auflagefläche 3 auf
der Oberfläche 4 des Werkzeugkörpers 1 auf. Der Draht 2 hat
eine Schneidekante 5, besitzt also den erforderlichen Kanten
querschnitt. Es versteht sich, daß dieser Querschnitt von dem
dargestellten auch abweichen kann. Beispielsweise können Drähte
mit anderem spitzen Winkel 6 verwendet werden, oder der
Drahtquerschnitt ist in besonderer Weise zur Befestigung auf
dem Werkzeugkörper 1 ausgebildet.
Die Befestigung des Drahtes 2 auf dem Werkzeugkörper 1 er
folgt durch Verschweißen. Fig. 1 zeigt zwei Schweißnähte 7,
welche den Draht 2 auf beiden Seiten seines Querschnitts mit
dem Werkzeugkörper 1 verbinden. Die Schweißnaht 7 ist kontinu
ierlich durchlaufend dargestellt, sie kann jedoch auch aus
einer Folge mit Abstand voneinander angeordneter Schweißpunkte
bestehen, wenn diese den Anforderungen einer hinreichenden
Befestigung des Drahts 2 an dem Werkzeugkörper 1 genügen.
Aufgrund seiner scharfen Kante 5 ist das in Fig. 1 darge
stellte Werkzeug für Schneideaufgaben bestimmt, also beispiels
weise zum Schneiden von Papier, Kunststoff und Verbundfolien.
Das in Fig. 2 in einer der Fig. 1 ähnlichen Weise
dargestellte Prägewerkzeug hat einen Draht 2, der einen
halbkreisförmigen bzw. kreissektorförmigen Querschnitt
aufweist. Es ist also keine Schneidekante, sondern eine
Prägekante 5′ vorhanden und dieses Werkzeug wird daher vorzugs
weise zum Falzen von Papier und Kartonagen eingesetzt. Im
übrigen gelten für seine Befestigung auf dem Werkzeugkörper 1
die vorstehenden, zu Fig. 1 gemachten Angaben.
Fig. 3 zeigt die Hauptkomponenten einer Vorrichtung zur
Herstellung von Schneide- und Prägewerkzeugen gemäß der
Erfindung in schematischer Darstellung. Der auf eine Vorrats
rolle 8 aufgewickelte Draht 2 wird einer Drahtzuführungsein
richtung 9 zugeleitet und gelangt von dort zu einer Schweiß
einrichtung 23, die den Draht 2 mit dem Werkzeugkörper 1
verschweißt, der in Fig. 3 ein Blech ist. Beide Drähte 2 der
Fig. 1, 2 haben eine der Oberflächenform der Oberfläche 4 des
Werkzeugkörpers 1 angepaßte Auflagefläche 3, in dem darge
stellten Fall eine Ebene. Die Drahtzuführungseinrichtung 9
weist ein Führungselement 10 auf, mit dem der Draht 2 auf der
Oberfläche 4 des Werkzeugkörpers 1 verlegt wird. Die Verlegung
erfolgt derart, daß der Draht 2 dieser Oberfläche parallel
verläuft, wobei der untere, dem Werkzeugkörper 1 nahe Bereich
des Führungselements 10 von einem Druckstück 11 gebildet ist,
welches am Führungselement 10 auswechselbar befestigt ist,
wobei die Befestigungsmittel nicht näher dargestellt sind und
die Auswechselbarkeit lediglich durch die Trennfuge 12 in den
Fig. 3, 4 charakterisiert wird. Die Auswechselbarkeit des
Druckstücks ist erforderlich, falls sich der Querschnitt des
auf den Werkzeugkörper 1 zu pressenden Drahts 2 ändert. Zwar
mag die in Fig. 4 angegebene Profilierung des Druckstücks 11
ausreichend sein, um den dreieckigen Draht 2 der Fig. 1 und den
halbrunden Draht 2 der Fig. 2 in ausreichendem Maße zu führen
und mit Druck zu beaufschlagen. Es sind jedoch Drahtquerschnit
te denkbar, die von dem dargestellten Führungsprofil nicht mehr
hinreichend führbar sind, so daß sich daraus die Notwendigkeit
der Auswechselung des Druckstücks 11 ergibt.
In Fig. 3 zeigt der Pfeil 13, daß der Werkzeugkörper 1 re
lativ zur Drahtzuführungsrichtung 9 bzw. zum Führungselement 10
in den angegebenen Richtungen 13 bewegt werden kann. Dies ist
im Zusammenhang mit der Drehbeweglichkeit des Führungselements
10 zu sehen, die durch den Pfeil 14 charakterisiert wird.
Außerdem kann der Werkzeugkörper 1 auch noch in den Richtungen
des Pfeils 15 gemäß Fig. 4 bewegt werden. Daraus ist insgesamt
ersichtlich, daß die Drahtzuführungseinrichtung 9 den Draht 2
zu der jeweiligen Bahnkurve tangential verlegen kann, so daß
der Draht 2 die dieser nicht dargestellten Bahnkurve ent
sprechende Lage auf dem Werkzeugkörper 1 einnimmt. Dazu müssen
die Bewegungen 13, 15 des Werkzeugkörpers 1 und die Drehbewe
gungen 14 der Drahtzuführungseinrichtung 9 entsprechend
koordiniert werden, was mit üblichen Bahnsteuerungstechniken
möglich ist.
Die Drahtzuführungseinrichtung 9 weist desweiteren noch
eine Drahtabschneideeinrichtung 16 auf, die ein in üblicher
Weise geführtes und gesteuertes Trennmesser 17 und einen im
Druckstück 11 vorhandenen Eingriffsschlitz 24 für das Trenn
messer 17 hat. Die Drahtabschneideeinrichtung 17 ist in nicht
dargestellter Weise so gestaltet, daß ihre Schnittebene gegen
über der Drahtachse schwenkbar ist, um Gehrungsschnitte
ausführen zu können.
Durch die Drahtzuführungseinrichtung 9 bzw. deren
Druckstück 11 ist der Draht 2 derart gegen den Werkzeugkörper 1
gepreßt, daß er im Bereich der Schweißeinrichtung 23 fest
aufliegt. Er ist also in seiner Schweißposition exakt geführt,
wozu die abgeflachte bzw. der Oberflächenform des Werkzeug
körpers 1 angepaßte Auflagefläche 3 beiträgt. Die Schweißein
richtung 23 besteht aus einem Laser, der entweder kontinuier
lich arbeitet, vorzugsweise aber gepulst ist. Von diesem Laser
ist lediglich die Fokussierungsoptik 18 in Gestalt einer
schematisch dargestellten Sammellinse dargestellt, die den
Laserstrahl 19 auf die Schweißstelle so bündelt, daß der
Brennpunkt des Laserstrahls 19 im Zentrum 20 des Drahtauslaufs
20 der Drahtzuführungseinrichtung 9 liegt. Das ergibt sich
insbesondere aus Fig. 5. Diese zeigt, daß die Fokussie
rungsoptik 18 verkippt werden kann und beispielsweise die
strichpunktierte Schräglage einzunehmen vermag. In dieser
Schräglage strahlt der Laserstrahl 19 auf den linken Fußbereich
21 des Drahts 2 und die diesem benachbarte freie Oberfläche 4′
des Werkzeugträgers 1. Bei entsprechender Steuerung der
Energiezufuhr ergibt sich an dieser Stelle eine Schweißver
bindung zwischen dem Draht 2 und dem Werkzeugkörper 1. In
Fig. 5 deutet der Doppelpfeil 22 die Schwenkbeweglichkeit der
Fokussierungsoptik 18 in beiden Pfeilrichtungen an, so daß der
Laserstrahl 19 auch auf den rechten Fußbereich des Drahts 2 und
die diesem benachbarte Oberfläche des Werkzeugkörpers 1
geschwenkt bzw. verkippt werden kann. Es ist also möglich, auch
hier eine Schweißverbindung herzustellen.
Die mechanische Bewegung der Fokussierungsoptik 18 wird
durch eine nicht dargestellte Steuereinrichtung beeinflußt, die
es ermöglicht, daß der Draht 2 mit einem einzigen Laserstrahl
19 abwechselnd auf beiden Seiten seines Querschnitts mit dem
Werkzeugkörper 1 verschweißt wird, so daß sich die zu den
Fig. 1, 2 beschriebene Ausbildung der Schweißnaht 7 ergibt. Hierzu
werden die Laserpulse der Laserstrahlung 19 und die Strahl
kippung entsprechend synchronisiert. Die Strahlsteuerung umfaßt
auch eine solche Pulsdauer, Pulsform und Repititionsrate des
Lasers, daß eine zuverlässige Verschweißung des Drahtes 2 mit
dem Werkzeugkörper 1 ohne Verzug erfolgt. Darüberhinaus kann
die Wärmeeinbringung so gesteuert werden, daß eine Durchhärtung
des Drahtes 2 ohne Aufschmelzen der Schneid- bzw. Prägekanten
5, 5′ bewirkt wird. Hierzu wird beispielsweise die Energie des
Laserstrahls 19 beim Verkippen herabgesetzt, wenn er sich in
der in Fig. 5 mit ausgezogenen Strichen dargestellten Lage
befindet. Die anhaltende Wärmezufuhr ermöglicht jedoch eine
kürzere Verweildauer des Laserstrahls 19 in seinen Schweiß
stellungen, so daß der Schweißvorgang insgesamt durch die
Aufhärtung noch beschleunigt werden kann.
Die Steuerung des Lasers kann so durchgeführt werden, daß
der Laserstrahl 19 den Draht 2 abschneidet, beispielsweise wenn
durch eine entsprechende Messung ermittelt wird, daß das Werk
stück 1 nicht mehr vorhanden bzw. mit einer Kante an einem Meß
teil vorbeigelaufen ist. Zu diesem Abschneidezweck wird die
Intensität des Laserstrahls 19 während eines vollständigen
Kippzyklus oberhalb der Aufschmelzgrenze des Drahts 2 gehalten,
so daß sich ein sofortiges Durchtrennen des Drahts 2 ergibt.
Claims (9)
1. Verfahren zum Herstellen von Schneide- oder Prägewerk
zeugen, insbesondere für Rotationsmaschinen, bei dem die
Schneide- oder Prägekante eines Werkzeugs bildendes Metall
auf einem metallischen Werkzeugkörper durch Verschweißen
befestigt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß als kantenbildendes Metall den Kantenquerschnitt
aufweisender Draht (2) verwendet wird, der mit dem
Werkzeugkörper (1) zumindest auf einer Seite des Draht
querschnitts verschweißt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß Laserstrahlung zum Verschweißen
verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß ein Draht (2) verwendet wird,
der eine ebene oder eine der Oberflächenform des Werkzeug
körpers (1) angepaßte Auflagefläche (3) hat.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Strahlsteuerung
verwendet wird, mit der das den jeweiligen Drahtquerschnit
ten angepaßte Verschweißen des Drahts (2) mit dem
Werkzeugkörper (1) erfolgt und/oder ein Abschneiden des
Drahtes (2).
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß ein aufschmelzfreies
Härten der Schneide- oder Prägekanten (5, 5′) erfolgt,
indem die Strahlenergie im Kantenbereich gesteuert wird
oder indem die zur Härtung erforderliche Energie durch
Zufluß aus der Schweißzone zur Verfügung gestellt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der Draht (2) mit einem
einzigen Laserstrahl (19) abwechselnd auf beiden Seiten
seines Querschnitts mit dem Werkzeugkörper (1) verschweißt
wird.
7. Vorrichtung zum Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Drahtzuführungsein
richtung (9) vorhanden ist, die ein den Draht (2) zu der
jeweiligen Bahnkurve tangential auf die Oberfläche (4) des
Werkzeugkörpers (1) verlegendes Führungselement (10) auf
weist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß sie einen Laser mit einer gesteuert
beweglichen Fokussierungsoptik (18) hat, die eine Ver
kippung des Strahlengangs aus dem Zentrum (20) des Draht
auslaufs der Zuführungseinrichtung (9) heraus auf beide
Seiten des Drahts (2) erlaubt.
9. Schneide- oder Prägewerkzeug, insbesondere für Rotations
maschinen, mit einem metallischen Werkzeugkörper, an dem
Schneide- oder Prägekanten aus Metall durch Verschweißen
befestigt sind, dadurch gekennzeich
net, daß das kantenbildende Metall ein Kantenquerschnitt
aufweisender Draht (2) ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873739792 DE3739792A1 (de) | 1987-11-24 | 1987-11-24 | Verfahren und vorrichtung zum herstellen von schneide- oder praegewerkzeugen sowie schneide- oder praegewerkzeug |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873739792 DE3739792A1 (de) | 1987-11-24 | 1987-11-24 | Verfahren und vorrichtung zum herstellen von schneide- oder praegewerkzeugen sowie schneide- oder praegewerkzeug |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3739792A1 true DE3739792A1 (de) | 1989-06-08 |
| DE3739792C2 DE3739792C2 (de) | 1989-09-21 |
Family
ID=6341148
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873739792 Granted DE3739792A1 (de) | 1987-11-24 | 1987-11-24 | Verfahren und vorrichtung zum herstellen von schneide- oder praegewerkzeugen sowie schneide- oder praegewerkzeug |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3739792A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6651338B2 (en) | 2000-10-05 | 2003-11-25 | Hueck Folien Gmbh & Co. Kg | Method for the production of a cylindrical embossing sheet |
| WO2006087074A1 (de) * | 2005-02-18 | 2006-08-24 | Daimlerchrysler Ag | Verbindungeiner welle mit einem turbinenrad eines abgasturboladers |
| DE102006034620A1 (de) * | 2006-07-27 | 2008-01-31 | Volkswagen Ag | Verfahren zum Herstellen von Blechbauteilen |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1900335A1 (de) * | 1968-01-08 | 1969-07-31 | British Oxygen Co Ltd | Einrichtung zum oertlich begrenzten willkuerlichen Erhitzen von Werkstuecken |
| US3718968A (en) * | 1969-02-14 | 1973-03-06 | Atomic Energy Commission | Method for connecting a wire to a component |
| DE2034341B2 (de) * | 1970-06-11 | 1973-09-13 | Mitsubishi Electric Corp., Tokio | Vorrichtung zur Materialbearbeitung mittels Laserstrahlen |
| DE3150845A1 (de) * | 1981-02-27 | 1982-09-30 | Mitsubishi Denki K.K., Tokyo | Verfahren zur herstellung einer pressform |
| DE3619765A1 (de) * | 1985-06-19 | 1987-01-02 | Bobst Sa | Verfahren zur herstellung einer schneidwerkzeugeinrichtung sowie nach diesem verfahren hergestellte werkzeugeinrichtung |
-
1987
- 1987-11-24 DE DE19873739792 patent/DE3739792A1/de active Granted
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1900335A1 (de) * | 1968-01-08 | 1969-07-31 | British Oxygen Co Ltd | Einrichtung zum oertlich begrenzten willkuerlichen Erhitzen von Werkstuecken |
| US3718968A (en) * | 1969-02-14 | 1973-03-06 | Atomic Energy Commission | Method for connecting a wire to a component |
| DE2034341B2 (de) * | 1970-06-11 | 1973-09-13 | Mitsubishi Electric Corp., Tokio | Vorrichtung zur Materialbearbeitung mittels Laserstrahlen |
| DE3150845A1 (de) * | 1981-02-27 | 1982-09-30 | Mitsubishi Denki K.K., Tokyo | Verfahren zur herstellung einer pressform |
| DE3619765A1 (de) * | 1985-06-19 | 1987-01-02 | Bobst Sa | Verfahren zur herstellung einer schneidwerkzeugeinrichtung sowie nach diesem verfahren hergestellte werkzeugeinrichtung |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6651338B2 (en) | 2000-10-05 | 2003-11-25 | Hueck Folien Gmbh & Co. Kg | Method for the production of a cylindrical embossing sheet |
| WO2006087074A1 (de) * | 2005-02-18 | 2006-08-24 | Daimlerchrysler Ag | Verbindungeiner welle mit einem turbinenrad eines abgasturboladers |
| DE102006034620A1 (de) * | 2006-07-27 | 2008-01-31 | Volkswagen Ag | Verfahren zum Herstellen von Blechbauteilen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3739792C2 (de) | 1989-09-21 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69318397T2 (de) | Verfahren zur genauen verbindung von zwei blechen | |
| DE3241183A1 (de) | Saegekette und verfahren zu ihrer herstellung | |
| DE69024817T2 (de) | Verfahren zur herstellung eines punktartig teilweise bedeckten elementes | |
| DE2745389C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung mehrschichtiger Schraubennahtrohre | |
| DE2924003C2 (de) | Verfahren zur Elektronenstrahl- Nahtschweißung | |
| DE3909620A1 (de) | Verfahren zum stumpfschweissen von blechen | |
| EP1047522B1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum bearbeiten von werkstücken mit laserstrahlung | |
| EP0405143B1 (de) | Vorrichtung zum Beschneiden und Stumpfschweissen von Bändern oder in ihren Abmessungen begrenzten Blechen | |
| DE10055950B4 (de) | Rollformanlage, insbesondere zur Endlosformung von streifenförmigem Material | |
| DE3739792C2 (de) | ||
| EP1371430B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines Hohlprofils | |
| DE10235813A1 (de) | Gleitschuh und Verfahren zum Herstellen von erhabenen Anlageflächen eines Gleitschuhs | |
| DE2423577A1 (de) | Elektronenstrahlschweissverfahren | |
| DE3025375C2 (de) | ||
| DE202012012894U1 (de) | Vorrichtung zum schnellen Verbinden eines Bandendes mit einem Bandanfang von Metallbändern | |
| EP1711303B1 (de) | Verfahren zur topographieänderung mit laserstrahl von beschichteten blechen und beschichtetes blech mit einer topographieänderung | |
| DE4110418C1 (en) | Vehicle load bearing sheet - comprises two different-thickness sheet members, superposed in stamping press and sheared by punch | |
| DE2920428A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum herstellen geschweisster hohlprofile | |
| DE19756703C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Bearbeiten von Werkstücken mit Laserstrahlung | |
| EP3037203A2 (de) | Verfahren zur herstellung von stahlblechen für stanzbleche | |
| CH647181A5 (en) | Method of producing welded joints between workpieces of different alloys | |
| EP0652065B1 (de) | Verfahren zum Herstellen geschweisster Stahlblechplatinen | |
| EP1210998B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines Metallprofils | |
| EP0711625A1 (de) | Verfahren, Vorrichtung und Folie zum Stumpf-Zusammenschweissen von Blechplatinen und Vorrichtung zur Bearbeitung zumindest einer Kante einer Blechplatine | |
| DE4206583C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Verbinden zweier themoplastischer Bauteile |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |