DE10200602A1 - Gebiß für Pferde, insbesondere Fahrpferde - Google Patents
Gebiß für Pferde, insbesondere FahrpferdeInfo
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Abstract
Bei einem Gebiß für Pferde, insbesondere Fahrpferde, mit einer einen kreisrunden oder ovalen Querschnitt aufweisenden einstückigen Gebißstange, die im mittleren Bereich ihrer Länge einen nach oben und vorne gerichteten bogenförmigen Abschnitt als Zungenfreiraum aufweist, an dessen Stirnenden über Übergangsbogen sich zylindrisch gerade achsgleiche Abschnitte anschließen und bei dem die beiden Abschnitte fest Seitengestelle mit Oberbäumen und Unterbäumen aufweisen, wobei die Oberbäume der Seitengestelle je ein Befestigungsauge für eine Kinnkette oder Kinnriemen und die Unterbäume Ösen o. dgl. zum Befestigen einer Fahrleine oder eines Zügels aufweisen, ist zum erleichterten und sicheren Verbinden von Gebiß und Fahrleine vorgesehen, daß die beiden Unterbäume (5'') an den einander abgewandten Längsseiten außen mindestens je eine quer zu den Schwenkebenen der Unterbäume (5'') sich erstreckende Befestigungsöse (9) für die Fahrleine (12) fest aufweisen, die die Unterbäume (5'') außenseitig überragen.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Gebiß für Pferde, insbesondere für Fahrpferde, mit einer einen kreisrunden oder ovalen Querschnitt aufweisenden einstückigen Gebißstange, die im mittleren Bereich ihrer Länge einen nach oben und vorne gerichteten bogenförmigen Abschnitt als Zungenfreiraum aufweist, an dessen Stirnenden über Übergangsbogen sich zylinderisch gerade achsgleiche Abschnitte anschließen und bei dem die beiden Abschnitte fest Seitengestelle mit Oberbäumen und Unterbäumen aufweisen, wobei die Oberbäume der Seitengestelle je ein Befestigungsauge für eine Kinnkette oder Kinnriemen und die Unterbäume Ösen od. dgl. zum Befestigen einer Fahrleine oder eines Zügels aufweisen.
- Es ist bekannt, daß zum Verbinden von Gebiß und Fahrleine die Unterbäume Lochungen aufweisen, an deren Begrenzungen die gebißseitigen Enden der Fahrleine verschnallbar sind. Die Lochungen sind dabei quer zur Schwenkebene der Unterbäume in diesen angeordnet, was dazu führt, daß die Einführungsvorgänge der Fahrleine in die Lochungen nur umständlich und vielfach schwierig möglich sind, was durch den oftmals geringen Abstand zwischen Pferdemaul und Unterbäumen zusätzlich ungünstig beeinflußt wird. Außerdem zeigen sich die Einführungsvorgänge der Fahrleine in den Lochungen bei nervösen und oder unruhigen sowie jungen Pferden in besonderem Maße als unsicher.
- Es ist Aufgabe der Erfindung das Verbinden von Gebiß und Fahrleine zu erleichtern und sicherer zu machen.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die beiden Unterbäume des Gebisses an den einander abgewandten Längsseiten außen mindestens je eine quer zu den Schwenkebenen der Unterbäume sich erstreckende, die Unterbäume außenseitig überragende Befestigungsöse für die Fahrleine fest aufweisen. Die nunmehr auf der dem Pferdemaul abgewandten Seite der Unterbäume angeordneten Befestigungsösen sind für die Anbringung einer Fahrleine oder eines Zügels vom Pferdemaul behinderungsfrei und sicher zugänglich. Von besonderem Vorteil hat sich die Anordnung von mindestens zwei Befestigungsösen im Abstand übereinander an jedem der Unterbäume erwiesen, wobei sich die Anordnung von drei Befestigungsösen als zweckmäßig erwiesen hat, da hierdurch die Voraussetzung zu einer mehrfach gestuften Befestigung der Fahrleine am Gebiß zur Anpassung an unterschiedliche Krafteinwirkungen des Fahrers oder Reiters auf das Pferdemaul gegeben ist.
- In Ausgestaltung des Gebisses ist vorgesehen, beispielsweise die Befestigungsösen durch je einen u-förmigen Formteil mit quer zu den Schwenkebenen der Unterbäume abgewinkelten und an den Unterbäumen fixierten Schenkeln sowie zwischen den Schenkeln an den Stegteilen des Formteils quer zur Schwenkebene der Unterbäume sich erstreckenden Zwischenstücke zu bilden, die an den Stegteilen und den Unterbäumen festgelegt sind. Es versteht sich, daß die Befestigungsösen auch durch ringförmige Formteile, z. B. jeweils drei Stück gebildet sein können, die im Abstand übereinander an den beiden Unterbäumen außenseitig quer sich erstreckend fest angeordnet sind.
- Nach bevorzugter Ausführung können die Befestigungsösen durch einen Stangenwerkstoff mit im wesentlichen kreisrundem Querschnitt gebildet sein. Zweckmäßig kann je ein Unterbaum mit den zugehörigen Befestigungsösen durch einen einzigen gemeinsamen Formteil aus metallischem Werkstoff, z. B. Eisen oder einer Metall-Legierung gebildet sein, die mit der Gebißstange fest verbindbar sind. Hierdurch ist das Gebiß einfach zu gestalten.
- In weiterer Ausbildung des Gebisses ist vorgesehen, die beiden Unterbäume über ihre Länge quer, gradlinig zur Längsachse der Gebißstange und parallel zueinander sich erstreckend auszubilden. Von besonderem Vorteil hat sich jedoch gezeigt, wenn die beiden Unterbäume über ihre Länge gradlinig quer zur Längsachse der Gebißstange ausgebildet sind und sich von der Gebißstange ausgehend schräg zum freien Ende und außen mit dem Winkel β erstrecken. Dies führt dazu, daß das Gebiß durch Vermeidung von Klemmungen der Unterbäume am Pferdemaul mit Spiel zum Einsatz bringbar ist. Weiter ist vorgesehen, die jeweils gleichseitig an der Gebißstange angreifenden Ober- und Unterbäume durch Halbring- oder Bogenkörper miteinander zu verbinden, wobei die vorderseitigen Halbring- oder Bogenkörper vorzugsweise sich in parallelen Ebenen zueinander erstrecken, während die rückseitigen Halbring- oder Bogenkörper zum Scheitel hin schräg um den Winkel λ nach außen gestellt sind.
- Die Erfindung ist in den Figuren anhand von Ausführungsbeispielen erläutert. Hierin bedeuten:
- Fig. 1 ein Gebiß in Vorderansicht,
- Fig. 2 ein Teilstück eines Gebisses in Draufsicht und
- Fig. 3 einen weiteren Teilschnitt eines Gebisses in Vorderansicht.
- In den Figur ist mit 2 eine Gebißstange eines Fahrgebisses 1 bezeichnet, die zur Bildung einer Zungenfreiheit im mittleren Bereich eine bogenförmige Auswölbung 3 aufweist, an der sich stirnseitig Übergangsbögen 4 und zylindrisch gerade Abschnitte 15 anschließen. Die Gebißstange 2 ist bevorzugt aus einem nichtrostenden Eisenwerkstoff oder einem Buntmetall, z. B. Kupfer od. dgl. gebildet. An den freien Enden der Gebißstange 2 greifen Seitengestelle 5 an, die durch Oberbäume 5' und Unterbäume 5" gebildet sind.
- Die Oberbäume 5' weisen je ein Befestigungsauge 6 für eine Kinnkette 7 auf. Die Unterbäume 5" sind durch Streifenteile gebildet, die entweder gemäß Fig. 1, parallel zueinander ausgerichtet sind oder nach Fig. 3 von der Gebißstange 2 ausgehend zu den freien Enden hin nach außen mit dem Winkel β ausgestellt sind, wodurch eine behinderungsfreie Abschwenkung des Gebisses 1 zum Pferdemaul gewährleistet ist. Desweiteren sind die Ober- 5' und Unterbäume 5" durch Halbring- oder Bogenkörper 8, 8' miteinander verbunden. Es ist vorgesehen, daß sich die Halbring- oder Bogenkörper 8, 8' in parallelen Ebenen zueinander erstrecken, bzw. daß insbesondere die rückseitigen Halbring- oder Bogenkörper 8' um den Winkel λ schräg nach außen gebogen sind. (Fig. 2) Die Biegung der rückseitigen Halbring- oder Bogenkörper 8' schräg nach außen trägt zu behinderungsfreien Abschwenkungen des Gebisses 1 gegenüber dem Pferdemaul (nicht gezeigt) bei.
- Die Unterbäume 5" sind bei den Ausführungsbeispielen bevorzugt durch Streifenabschnitte gebildet, die auf den einander abgewandten Außenseiten quer zu den Schwenkebenen der Unterbäume 5" sich erstreckende Befestigungsösen 9 aufweisen. Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1 und 3 finden drei übereinander im Abstand angeordnete Befestigungsösen 9 Anwendung, wodurch die Fahrleine 12 dem Kraftbedarf entsprechend mit kürzerem oder weiterem Abstand zur Gebißstange 2 am Fahrgebiß 1 einschnallbar ist. Die Befestigungsösen 9 sind durch Anbringen eines im wesentlichen u-förmigen Formkörpers 10 mit an den Unterbäumen fixierten Schenkeln 10' und zwischen Schenkeln 10' vorgesehene Zwischenstücke 10" gebildet. Es versteht sich, daß die Befestigungsösen auch anderweitig hinsichtlich Anzahl der Ösenkörper und Ausgestaltung beliebig sein können. Zur Befestigung einer Fahrleine 12 greifen die gebißseitigen Enden der Fahrleine 12 jeweils durch eine Mittelöffnung der Befestigungsösen 9 und sind durch Zurückklappen und Fixieren der Enden vermittels einer Schnalle 13 am Fahrgebiß festgelegt.
- Während sich beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1 die Unterbäume 5" der Seitengestelle 5 parallel zueinander erstrecken, zeigt Fig. 3 ein Fahrgebiß 1', bei dem die Unterbäume 5" ausgehend von der Gebißstange 2 zum freien Ende hin um den Winkel β nach außen ausgestellt sind.
- Durch verschieden weites Einbringen der Fahrleine 12 in Befestigungsösen im Abstand der Gebißstange 2 läßt sich die Krafteinwirkung am Gebiß 1 über die Kieferäste veränderlich beeinflussen. Die bogenförmige Auswölbung 3 der Gebißstange 2 kommt dabei mehr oder weniger hart wirkend mit der Zunge des Pferdemauls zur Wirkung. Es versteht sich, daß eine größere Zungenfreiheit die Zunge des Pferdemauls entlastet aber mehr Druck auf die Kieferäste 14 des Pferdemauls zu legen vermag.
Claims (9)
1. Gebiß für Pferde, insbesondere Fahrpferde, mit einer
einen kreisrunden oder ovalen Querschnitt aufweisenden
einstückigen Gebißstange, die im mittleren Bereich ihrer
Länge einen nach oben und vorne gerichteten bogenförmigen
Abschnitt als Zungenfreiraum aufweist, an dessen
Stirnenden über Übergangsbogen sich zylindrisch gerade
achsgleiche Abschnitte anschließen und bei dem die beiden
Abschnitte fest Seitengestelle mit Oberbäumen und
Unterbäumen aufweisen, wobei die Oberbäume der Seitengestelle je
ein Befestigungsauge für eine Kinnkette oder Kinnriemen
und die Unterbäume Ösen od. dgl. zum Befestigen einer
Fahrleine oder eines Zügels aufweisen, dadurch
gekennzeichnet, daß die beiden Unterbäume (5") an den einander
abgewandten Längsseiten außen mindestens je eine quer zu
den Schwenkebenen der Unterbäume (5") sich erstreckende
Befestigungsöse (9) für die Fahrleine (12) fest
aufweisen, die die Unterbäume (5") außenseitig überragen.
2. Gebiß nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die
Anordnung von mindestens zwei Befestigungsösen (9) im
Abstand übereinander an jedem der Unterbäume (5").
3. Gebiß nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Befestigungsösen (9) durch je einen u-förmigen
Formkörper (10) mit quer zur Schwenkebene der Unterbäume
(5") abgewinkelten und an den Unterbäumen (5")
fixierten Schenkeln (10') sowie zwischen den den Schenkeln 10')
an den Stegteilen der Formkörper (10) quer zur
Schwenkebene der Unterbäume (5") sich erstreckende
Zwischenstücke (10") gebildet sind und daß die Zwischenstücke
(10") an den Stegteilen und den Unterbäumen (5") fest
angreifen.
4. Gebiß nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Befestigungsösen (9) durch einen Stangenwerkstoff
mit im wesentlichen kreirundem Querschnitt gebildet sind.
5. Gebiß nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet,
daß je ein Unterbaum (5") mit den zugehörigen
Befestigungsösen (9) durch einen einzigen gemeinsamen Formteil
aus metallischem Werkstoff, z. B. Eisen oder einer Metall-
Legierung, gebildet sind.
6. Gebiß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die beiden Unterbäume (5") durch über ihre Länge quer,
gradlinig zur Längsachse der Gebißstange (2) und parallel
zueinander sich erstreckende Streifenteile gebildet sind.
7. Gebiß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die beiden Unterbäume (5") über ihre Länge quer
gradlinig zur Längsachse der Gebißstange (2) ausgebildet sind
und sich von der Gebißstange (2) ausgehend schräg zum
freien Ende und außen mit dem Winkel β erstrecken.
8. Gebiß nach Anspruch 1 und 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Unterbäume (5") um den Winkel β schräg
nach außen sich erstreckend ausgebildet und Bogenkörper
(8 und/oder 8') um den Winkel λ zur Seite außen geneigt
sind.
9. Gebiß nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die jeweils gleichseitig an der Gebißstange (2)
angreifenden Ober- (5') und Unterbäume (5") durch
Halbring- oder Bogenkörper (8, 8') miteinander verbunden sind
und daß die vorderseitigen Halbring- oder Bogenkörper (8)
sich in parallelen Ebenen zueinander erstrecken, während
die rückseitigen Halbring- oder Bogenkörper (8') zum
Scheitel hin schräg nach außen gebogen sind.
Priority Applications (1)
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| DE2002100602 DE10200602A1 (de) | 2002-01-10 | 2002-01-10 | Gebiß für Pferde, insbesondere Fahrpferde |
Applications Claiming Priority (1)
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2002
- 2002-01-10 DE DE2002100602 patent/DE10200602A1/de not_active Withdrawn
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