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Die
Erfindung betrifft ein Halbleitermodul mit Halbleiterchips, wobei
das Halbleitermodul eine koplanare Unterseite aufweist, die eine
aktive Oberseite mindestens eines Halbleiterchips und eine Oberseite
einer Kunststoffgehäusemasse
umfasst. Auf der koplanaren Unterseite ist eine Verdrahtungsstruktur
angeordnet, die Außenkontaktflächen auf denen
Außenkontakte
angeordnet sind, aufweist.
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Ein
derartig in einer Kunststoffgehäusemasse
aufgebautes Halbleitermodul ist auch unter dem Stichwort Halbleitermodul
in einem "universal
package" bekannt.
Das "universal package" hat den Vorteil,
dass ein Verbundkörper
aus Halbleiterchips und Kunststoffgehäusemasse geschaffen wird, der durch
eine koplanare Fläche
aus aktiven Oberseiten von Halbleiterchips und der Oberseite einer
Kunststoffgehäusemasse
gekennzeichnet ist, wobei die Randbereiche und die Rückseiten
der jeweiligen Halbleiterchips von Kunststoffgehäusemasse eingebettet sind.
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Ein
derartiges "universal
package" hat den Vorteil,
dass auf der koplanaren Oberfläche
eine mehrschichtige Verdrahtungsstruktur aufgebracht werden kann,
um die Elektroden der Halbleiterelemente der eingebetteten Halbleiterchips
untereinander und mit entsprechend großen Außenkontaktflächen zu
verbinden, auf denen dann oberflächenmontierbare
Außenkontakte
positionierbar bzw. auflötbar sind.
Bei derartigen Halbleiterleistungsmodulen ergibt sich das Problem,
dass je nach dem wie viele Halbleiterchips zu einem Halbleitermodul
zusammengefasst werden, die Anzahl der Außenkontaktflächen in
belie bige Höhe
steigen kann. Je größer jedoch
die Anzahl der Außenkontakte
ist, um so schwieriger wird es, diese Außenkontakte auf einer übergeordneten
Schaltungsplatine anzuordnen und zuverlässig mit entsprechenden Kontaktanschlussflächen der
Schaltungsplatine elektrisch zu verbinden. Demnach besteht der Bedarf,
die Anzahl der zu verbindenden oberflächenmontierbaren Außenkontakte
auf ein notwendiges Maß zu
reduzieren.
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Aus
der Druckschrift
US
2003/0198 034 A1 ist ein Halbleitermodul bekannt, das einen
ersten Halbleiterchip aufweist, der eine aktive Oberseite und eine
inaktive Rückseite
umfasst, wobei die aktive Oberseite mindestens in einen ersten Anschlussbereich
und in einen zweiten Anschlussbereich aufgeteilt ist. Ferner weist
das Halbleiterchipmodul einen zweiten Halbleiterchip auf, der eine
aktive Oberseite und eine inaktive Rückseite besitzt und auf dem
zweiten Anschlussbereich des ersten Halbleiterchips über Flipchipkontakte
verbunden ist. Schließlich
besitzt das Halbleitermodul ein Substrat mit einer Oberseite und
einer Unterseite, wobei die Oberseite zur Montage des ersten Verbindungsbereichs
des ersten Halbleiterchips darauf über Flipchipkontakte vorgesehen ist.
Dazu hat das Substrat eine vorbestimmte Höhe, die größer ist, als die Dicke des
zweiten Halbleiterchips. Schließlich
weist das Halbleitermodul eine gedruckte übergeordnete Schaltung zum
Montieren des Substrats mit Hilfe einer Oberflächenmontage auf.
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Bei
diesem bekannten Halbleitermodul ist es möglich, die Außenanschlüsse durch
Halbleiterchips, die in Randbereichen des ersten Halbleiterchips
angeordnet sind zu reduzieren, jedoch ist die Dicke der zusätzlichen
Halbleiterchips derart groß,
dass oberflächenmontierbare
Außenkontakte
im Zentrum des ers ten Halbleiterchips nicht in ihrer Höhe ausreichen, um
diese auf einer übergeordneten
Schaltungsplatine zu montieren. Vielmehr ist es bei dem bekannten Halbleitermodul
vorgesehen, diese zentralen oberflächenmontierbaren Außenkontakte
des ersten Halbleiterchips durch ein Zwischensubstrat derart zu
verlängern,
oder zu vergrößern, dass
mit Hilfe des Zwischensubstrats das Halbleitermodul auf einer übergeordneten
Schaltungsplatine montiert werden kann.
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Diese
Lösung
hat den Nachteil, dass sowohl für
das erste Halbleitersubstrat, dass auf seiner Unterseite zusätzliche
Halbleiterchips mit Flipchipkontakten trägt, als auch für die Außenkontakte
des ersten Halbleiterchips eine gleichbleibende Lotkugelgröße vorgesehen
ist. Damit ist es unmöglich,
dass auf das zusätzliche
Substrat verzichtet werden kann und dass die im Zentrum befindlichen
Außenkontakte ausreichen,
um die Höhe
oder Dicke der zweiten flipchipmontierten Halbleiterbauteile zu überbrücken.
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Aus
der
US 2003/0
215 993 A1 ist ein Halbleitermodul mit Halbleiterchips
bekannt, wobei das Halbleitermodul eine koplanare Unterseite aufweist, die
eine aktive Oberseite mindestens eines Halbleiterchips und eine
Oberseite einer Kunststoffgehäusemasse
umfasst. Auf der koplanaren Unterseite ist eine Verdrahtungsstruktur
angeordnet, die in Randbereichen Außenkontaktflächen, auf
denen Außenkontakte
in Form von Bonddrähten
angeordnet sind, aufweist. Zudem ist im Zentrum der Verdrahtungsstruktur
ein oberflächenmontierbares
Halbleiterbauelement angeordnet.
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Aus
den Druckschriften
US
5 977 640 A und
US
6 844 619 B2 sind Halbleiterbauteile mit einander mit ihren
aktiven Ober flächen
gegenüberstehenden Halbleiterchips
bekannt, bei denen Außenkontakte großer Höhe vorgesehen
sind.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, ein möglichst kostengünstiges
Halbleitermodul zu schaffen, das es einerseits ermöglicht,
beliebig viele Halbleiterchips in einer gemeinsamen Kunststoffgehäusemasse
zu verbinden und die resultierenden Außenkontaktflächen zur
Versorgung und zur Signalverbindung mit einer entsprechend optimierten
Verdrahtungsstruktur auszustatten, wobei die Anzahl der Außenkontaktflächen auf
eine optimale Anzahl zu verringern ist.
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Diese
Aufgabe wird mit dem Gegenstand der unabhängigen Ansprüche gelöst. Weitere
vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
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Erfindungsgemäß wird ein
Halbleitermodul mit Halbleiterchips geschaffen, wobei das Halbleitermodul
einen Verbundkörper
mit einer koplanaren Unterseite aufweist. Die koplanare Unterseite
umfasst aktive Oberseiten mindestens eines Halbleiterchips und eine
Oberseite einer Kunststoffgehäusemasse. Auf
der koplanare Unterseite ist eine Verdrahtungsstruktur angeordnet,
die im Zentrum gleichmäßig verteilt
Außenkontaktflächen aufweist.
Auf den Außenkontaktflächen sind
Außenkontakte
in Form von Lotkugeln angeordnet, wobei auf den Randbereichen der
koplanaren Unterseite mindestens ein oberflächenmontierbares Halbleiterbauelement
angeordnet ist, das eine Bauhöhe
aufweist, die geringer als die Höhe
der Außenkontakte
des Halbleitermoduls ist.
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Dieses
Halbleitermodul hat den Vorteil, dass auf distanzüberbrückende Zwischensubstrate,
wie im Stand der Technik, verzichtet werden kann. Damit können die
Kosten für
ein derartiges Zwischensubstrat eingespart werden. Ferner hat dieses Halbleitermodul
den Vorteil, dass es die außergewöhnlichen Vorteile
des "universal package-Verfahren" nutzt, um eine entsprechend
koplanare Fläche
zur Verfügung zu
stellen, auf der weitere Halbleiterchips mit Flipchipkontakten angeschlossen
werden können,
und auf der eine ausreichende Anzahl von Außenkontakten zur Montage auf
einer übergeordneten
Schaltungsplatine vorgesehen werden können.
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Durch
das Anbringen mindestens eines zusätzlichen Halbleiterbauelements
mit Flipchipkontakten auf der koplanaren Unterseite des Halbleitermoduls
in Verbindung mit der Verdrahtungsstruktur ist es in vorteilhafter
Weise möglich,
die Außenkontaktflächen auf
ein Minimum zu begrenzen. Ferner wird durch den Größenunterschied
zwischen Flipchipkontakten und Außenkontakten für das Halbleitermodul ein
Bauteil geschaffen, das mit den zentralen Außenkontakten direkt auf einer übergeordneten
Schaltungsplatine ohne Zwischensubstrat oberflächenmontierbar ist.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ist die Verdrahtungsstruktur derart optimiert, dass
im Zusammenwirken des oberflächenmontierten
Halbleiterbauelements mit dem Halbleiterchip der koplanaren Fläche das
Zentrum eine minimierte Anzahl von Außenkontakten aufweist. Damit ist
der Vorteil verbunden, dass eine zuverlässige Montage des Halbleitermoduls
auf einer übergeordneten
Schaltungsplatine mit Hilfe der im Zentrum befindlichen Außenkontakte
möglich
ist.
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Weiterhin
ist es vorgesehen, dass oberflächenmontierbare
Halbleiterbauelemente im Randbereich der koplanaren Unterseite angeordnet
sind und Halbleiterchips mit Flipchipkontakten aufweisen. Diese
haben den Vorteil, dass die Flipchipkontakte eine geringere Bauhöhe aufweisen,
als die Außenkontakte
des Halbleitermoduls. Somit können
die Dimensionen der Außenkontakte
zu den Dimensionen der Flipchipkontakte derart ausgewogen sein,
dass die Halbleiterbauelemente in den Randbereichen der koplanaren
Fläche
eine Abstandshalterung darstellen.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung weist die Verdrahtungsstruktur im Randbereich der
koplanaren Unterseite des Halbleitermoduls Kontaktanschlussflächen in
einem Muster auf, dass der Anordnung von oberflächenmontierbaren Kontakten
des oberflächenmontierbaren
Halbleiterbauelements entspricht. Bei dieser Ausführungsform
der Erfindung ist bereits vorbereitet, dass die Verdrahtungsstruktur
auf der koplanare Unterseite so gestaltet ist, dass die Flipchipkontakte
der oberflächenmontierbaren
Halbleiterbauelemente direkt aufgelötet werden können.
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Weiterhin
ist es vorgesehen, dass zwischen den Kontaktanschlussflächen auf
der koplanaren Unterseite des Halbleitermoduls und den Außenkontaktflächen Leiterbahnen
auf der koplanaren Unterseite angeordnet sind. Diese Leiterbahnen
sorgen für
einen Signalaustausch zwischen den oberflächenmontierbaren Halbleiterbauelementen
und den Halbleiterchips in dem Bereich des "universal packages". Erst über diese Leiterbahnen ist
eine Reduzierung und Optimierung der Außenkontakte des Halbleitermoduls
möglich.
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Weiterhin
ist es vorgesehen, dass die Außenkontakte
des Halbleitermoduls, die im Zentrum der koplanaren Fläche angeordnet
sind, Lotkugeln sind. Lotkugeln haben den Vorteil, dass sie mit
unterschiedlichen Durchmessern zur Verfügung stehen, so dass gewährleistet
werden kann, dass die Höhe der
Außenkontakte
im Zentrum der koplanaren Fläche
größer ist,
als die Dicke der oberflächenmontierbaren
Halbleiterbauteile in den Randbereichen der koplanare Fläche. Ferner
kann um diese Höhendifferenz
sicherzustellen in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung der Halbleiterchip des oberflächenmontierbaren Halbleiterbauelements gedünnt sein.
Durch Dünnen
derartiger Halbleiterchips für
die oberflächenmontierbaren
Halbleiterbauelemente kann die Bauteilhöhe praktisch halbiert werden,
was wiederum ermöglicht,
kleinere Lotkugeln für
die Außenkontakte
im Zentrum der koplanaren Fläche
vorzusehen.
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Weiterhin
ist es vorzugsweise vorgesehen, die Verdrahtungsstruktur auf der
koplanaren Unterseite des Halbleitermoduls mit mehreren strukturierten
Metallschichten und dazwischen angeordneten Isolationsschichten
auszustatten, wobei die Metallschichten über Durchkontakte durch die
Isolationsschichten untereinander elektrisch in Verbindung stehen.
Mit einer derartigen mehrschichtigen Verdrahtung ist der Vorteil
verbunden, dass die flächige
Erstreckung der koplanaren Unterseite des Halbleitermoduls vermindert
werden kann.
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In
einer speziellen Ausführungsform
der Erfindung weist das Halbleitermodul zwei Halbleiterchips auf
der koplanaren Unterseite auf, auf welcher eine Verdrahtungsstruktur
angeordnet ist, die im Zentrum gleichmäßig verteilt Außenkontaktflächen aufweist,
auf denen Außenkontakte
angeordnet sind, und wobei in den vier Eckbereichen der koplanaren Unterseite
jeweils ein oberflächenmontierbares
Halbleiterbauelement angeordnet ist. Diese Aufteilung der koplanaren
Fläche
in einen zentralen Bereich mit Außenkontakten und mit vier oberflächenmontierbaren Halbleiterbauelementen
an den vier Ecken hat thermische Vorteile, da die in den Eckbereichen
angeordneten oberflächenmontierbaren
Halbleiterbauelemente intensiv gekühlt werden können.
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Ferner
ist es vorgesehen, einen Zwischenraum zwischen der koplanaren Unterseite
und den oberflächenmontierbaren
Halbleiterbauelementen mit einem Unterfüllmaterial aufzufüllen. Diese
Ausführungsform
der Erfindung hat den Vorteil, dass eine höhere Temperaturbeständigkeit
für das
Halbleitermodul erreicht wird, zumal das Unterfüllmaterial die thermische Stabilität des Halbleitermoduls
verbessert.
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Ein
Verfahren zur Herstellung mehrerer Halbleitermodule mit Halbleiterchips,
weist die nachfolgenden Verfahrensschritte auf. Zunächst wird
ein Verbundkörper
für mehrere
Halbleitermodule in Halbleitermodulpositionen des Verbundkörpers hergestellt.
Dabei sind Halbleiterchips in einer Kunststoffgehäusemasse
derart angeordnet, dass die aktiven Oberseiten der Halbleiterchips
und die Oberseite der Kunststoffgehäusemasse eine koplanare Fläche ausbilden.
Diese koplanare Fläche
ist bei dem Verbundkörper
für die
koplanaren Unterseiten der in den Halbleitermodulpositionen vorgesehen.
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Nach
dem Herstellen eines derartigen Verbundkörpers wird eine Verdrahtungsstruktur
auf die koplanare Fläche
mit Außenkontaktflächen im
Zentrum der Halbleitermodulpositionen und Kontaktanschlussflächen in
Randbereichen der Halbleitermodulpositionen aufgebracht. Anschließend wird
der Randbereich der Halbleitermodulpositionen mit oberflächenmontierbaren
Halbleiterbauelementen bestückt,
wobei deren oberflächenmontierbare
Kontakte mit den Kontaktanschlussflächen der koplanaren Unterseiten
in den einzelnen Halbleitermodulpositionen elektrisch verbunden
werden. Danach werden Außenkontakte
in Form von Lotkugeln auf den Außenkontaktflächen im
Zentrum der koplanaren Fläche
aufgebracht, wobei die Bauhöhe
der oberflächenmontierbaren
Halbleiterbauelemente schließlich wird
der Verbundkörpers
in einzelne Halbleitermodule aufgetrennt.
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Dieses
Verfahren hat den Vorteil, dass eine Mehrzahl von Halbleitermodulen
parallel hergestellt werden kann, wobei ein plattenförmiger,
freitragender Verbundkörper
geschaffen wird, der wie eine Schaltungsplatine mit den oberflächenmontierbaren Halbleiterbauelementen
in den Randbereichen jeder Halbleitermodulpositionen bestückt werden
kann.
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In
einem bevorzugten Durchführungsbeispiel des
Verfahrens werden als oberflächenmontierbare Halbleiterbauelemente
Halbleiterchips mit Flipchipkontakten in den Randbereichen der Halbleitermodulpositionen
auf der Verdrahtungsstruktur der koplanaren Fläche fixiert. Derart auf Halbleiterchips
reduzierte Halbleiterbauelemente haben den Vorteil, dass sie einen
geringen Raumbedarf auf dem Halbleitermodul beanspruchen.
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Ferner
werden Zwischenräume
zwischen dem Halbleiterbauelement mit oberflächenmontierbaren Kontakten
und der Oberseite der Verdrahtungsstruktur mit einem Unterfüllmaterial
aufgefüllt.
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Dieses
Auffüllen
erfolgt kapillar, in dem ein Werkzeug mit entsprechenden dünnflüssigen,
nicht ausgehärteten
und unvernetzten Epoxydharz über die
Randseiten der Halbleiterbauelemente in die Zwischenräume eindringen
lässt.
Schließlich
ist es in einem weitern Ausführungsbeispiel
des Verfahrens vorgesehen, die Halbleiterchips der oberflächenmontierbaren
Halbleiterbauelemente zu dünnen,
bevor sie auf die koplanare Fläche
aufgebracht werden.
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Diese
Verfahrensvariante hat den Vorteil, dass entsprechend der gedünnten Halbleiterchips
für die
oberflächenmontierbaren
Halbleiterbauelemente auch die Außenkontakte in ihrer Höhe reduziert
werden können,
sodass eine längere
Schrittweite bzw. ein geringeres Rastermaß für die Außenkontakte des Halbleitermoduls
im Zentrum der koplanaren Fläche möglich wird.
Schließlich
kann die Verdrahtungsstruktur mehrschichtig durch entsprechend vorgesehene
Metall- und Isolationsmasken photolithographisch auf die koplanare
Fläche
des Verbundkörpers aufgebracht
werden. Dabei werden gleichzeitig Durchkontakte zwischen den einzelnen
Metallisierungsebenen geschaffen, so dass eine optimale elektrische
Verbindung zwischen den in den Randbereichen angeordneten oberflächenmontierbaren
Halbleiterbauelementen und den zentralen Außenkontaktflächen entstehen
kann.
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Neben
dem Vorteil einer kompakten Darstellungsweise von Halbleitermodulen
mit Hilfe des "universal
package"-Verfahren
hat es sich gezeigt, dass derartige Halbleitermodule ein verbessertes
Wärmeverhalten
aufweisen, da die Wärme
beschleunigt abgeführt
werden kann. Dabei unterstützt
die Flipchipmontage von oberflächenmontierbaren
Halbleiterbauteilen in den Randbereichen der koplanaren Fläche diese
Vorteile der Verlustwärmeabfuhr.
Ferner ist festzustellen, dass mit zwei oder mehr Chips, die in einer
gemeinsamen Kunststoffgehäusemasse
in dem Modul vereinigt werden, durch eine photolithographisch aufgebrachte
Verdrahtungsstruktur eine optimale Zusammenschaltung dieser eingebetteten Halbleiterchips
möglich
ist.
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Durch
dieses elektrische Verbinden zwischen den einzelnen Halbleiterchips
in der Kunststoffgehäusemasse
kann die Anzahl der Außenanschlüsse, die
für ein
Auflöten
auf eine übergeordnete Schaltungsplatine
benötigt
werden, weitestgehend zu reduziert werden, zumal es möglich ist,
die Halbleiterchips auch untereinander über die Umverdrahtungsstruktur
zu verschalten. Außerdem
wird über die
Umverdrahtungsstruktur die Kontaktierung der Halbleiterchips in
der Kunststoffgehäusemasse
mit den Flipchipkontakten der oberflächenmontierbaren Halbleiterbauelemente
in den Randbereichen der koplanaren Fläche verwirklicht. Dabei werden
die freien Flächen
für eine
Reduzierung der Außenanschlüsse vorteilhafterweise
auf der Unterseite des Halbleitermoduls genutzt.
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Die
Erfindung wird nun anhand der beigefügten Figuren näher erläutert.
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1 bis 5 zeigen
schematische Querschnitte durch Komponenten bei der Herstellung
eines Halbleitermoduls, gemäß einer
Ausführungsform der
Erfindung;
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1 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch einen Verbundkörper mit
koplanarer Fläche
aus Halbleiterchips und Kunststoffgehäusemasse;
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2 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch den Verbundkörper gemäß 1,
nach Aufbringen einer Verdrahtungsstruktur auf die koplanare Fläche;
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3 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch den Verbundkörper gemäß 2,
nach Aufbringen von Außenkontakten
auf die Verdrahtungsstruktur;
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4 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch den Verbundkörper gemäß 3,
mit ausgerichteten Halbleiterbauelementen über Randbereiche der Verdrahtungsstruktur;
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5 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch ein Halbleitermodul gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung.
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6 zeigt
eine schematische Untersicht auf das Halbleitermodul gemäß 5;
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7 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch das Halbleitermodul gemäß 5, nach
Aufbringen desselben auf eine übergeordneten Schaltungsplatine.
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Die 1 bis 5 zeigen
schematische Querschnitte durch Komponenten bei der Herstellung
eines Halbleitermoduls, gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung.
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1 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch einen Verbundkörper 45 mit
koplanarer Fläche 8 aus
Halbleiterchips 2 und 3 und einer Kunststoffgehäusemasse 12.
Die koplanare Fläche 8 bildet für ein einzelnes
Halbleitermodul die kopla nare Unterseite 8, auf die im
nachfolgenden eine Verdrahtungsstruktur aufgebracht wird. Die aktiven
Oberseiten 9 und 10 der Halbleiterchips 2 und 3 bilden
mit der Oberseite 11 der Kunststoffgehäusemasse die koplanare Fläche 8 aus.
Die Rückseiten 43 und 44 der Halbleiterchips 2 und 3 sowie
deren Randseiten 46 sind in die Kunststoffgehäusemasse 12 vollständig eingebettet.
Ein derartiger Verbundkörper 45 ist
formstabil und selbsttragend und kann nach seiner Fertigstellung
mit einer Verdrahtungsstruktur versehen werden.
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2 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch den Verbundkörper 45 gemäß 1, nach
Aufbringen einer Verdrahtungsstruktur 13 auf die koplanare
Fläche 8.
Die Verdrahtungsstruktur 13 weist Metallschichten 24, 25, 26, 27 und 34 auf,
sowie dazwischen angeordnete Isolationsschichten 28 bis 32.
Dazu wird zunächst
die unterste Isolationsschicht 28 auf der koplanaren Fläche 8 abgeschieden und
auf diese nach Öffnen
von Durchgangsöffnungen
eine strukturierte Metallschicht 24 abgeschieden, die beispielsweise
Elektroden der Halbleiterchips 2 und 3 untereinander über Leiterbahnen
und Durchkontakte 33 verbindet.
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Auf
dieser ersten Metallschicht 24 wird anschließend eine
weitere Isolationsschicht 29 abgeschieden und wiederum
werden Durchgangsfenster geöffnet,
um beispielsweise Elektroden der Halbleiterchips 2 und/oder 3 freizulegen.
Auf dieser zweiten Isolationsschicht 27 wird dann eine
zweite Metallschicht 25 abgeschieden, die beispielsweise
vorbereitend Elektroden der Halbleiterchips 2 und 3 mit entsprechenden
geplanten Außenkontaktflächen auf der
obersten Metallschicht 34 der Verdrahtungsstruktur 13 verbinden
soll. Über
dieser zweiten Metallschicht 25 wird wiederum eine Isolationsschicht 30 aufgetragen,
auf der eine strukturierte Metallschicht 26 positioniert wird,
die beispielsweise Außenkontaktflächen 14 im
Zentrum 35 mit Kontaktanschlussflächen 21 in den Randbereichen 16 und/oder 18 verbinden
soll.
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Schließlich wird
wiederum auf dieser dritten Metallschicht 26 eine weitere
Isolationsschicht 31 abgeschieden und auf dieser dann eine
weitere strukturierte Metallschicht 27, welche beispielsweise
Kontaktanschlussflächen
untereinander elektrisch verbinden kann. Abschließend wird
eine Isolationsschicht 32 aufgetragen, auf der dann eine
obere Metallschicht 34 abgeschieden wird, die Außenkontaktflächen 14 im
Zentrum 35 der Verdrahtungsstruktur 13 aufweist
und Kontaktflächen 21 in
den Randbereichen 16 und 18 ausbildet. Die Kontaktflächen 21 entsprechen
in ihrer Anordnung den oberflächenmontierbaren
Kontakten eines Halbleiterbauelements, während die Außenkontaktflächen 14 in
Größe und Anordnung
den geplanten Außenkontakten
im Zentrum 35 des Halbleitermoduls angepasst sind.
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3 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch den Verbundkörper 45 gemäß 2, nach
Aufbringen von Außenkontakten 15 in
Form von Lotkugeln 22 auf die Verdrahtungsstruktur 13.
Die Strukturierung der oberen Metallschicht wird im Zentrum 35 dazu
genutzt, um die Außenkontakte 22 auf die
Außenkontaktflächen 14 aufzulöten, während in den
Randbereichen 16 und 18, die für oberflächenmontierbare Halbleiterbauelemente
vorbereiteten Kontaktanschlussflächen 21 zunächst von
einer Bestückung
frei bleiben. Die einzelnen Metallschichten 24 bis 27 und 34 untereinander
durch die Isolationsschichten 28 bis 32 hindurch
miteiner zu verbinden, sind in der Verdrahtungsstruktur 13 Durchkontakte 33 vorgesehen.
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4 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch den Verbundkörper 45 gemäß 3, mit
ausgerichteten Halbleiter bauelementen 4 und 6 über Randbereichen 16 und 18 der
Verdrahtungsstruktur 13. Dazu weisen die Halbleiterbauelemente 4 und 6 Halbleiterchips 23 auf,
die mit ihren Flipchipkontakten 20 über den Kontaktanschlussflächen 21 in
den Randbereichen 16 und 18 der Verdrahtungsstruktur 13 ausgerichtet
sind. Als Halbleiterchips 23 können vorzugsweise gedünnte Halbleiterchips 47 vorgesehen
werden
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5 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch ein Halbleitermodul 1 gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung. Dazu sind die Halbleiterbauelemente 4 und 6 mit
ihren Flipchipkontakten 20 auf den Kontaktanschlussflächen 21 der
oberen Metallisierungsschicht 34 angeordnet und fixiert,
wobei die Bauhöhe
h der Halbleiterbauelemente 4 und 6 geringer ist,
als die Höhe
H der Außenkontakte 15 in Form
von Lotbällen 22.
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6 zeigt
eine schematische Untersicht auf das Halbleitermodul 1 gemäß 5.
In dieser Ausführungsform
der Erfindung sind die Halbleiterbauelemente 4, 5, 6 und 7 mit
ihren Flipchipkontakten 20 in Eckbereichen 36, 37, 38 und 39 der
Randbereiche 16 bis 19 der Verdrahtungsstruktur
auf entsprechenden Kontaktanschlussflächen angeordnet. Durch die
Positionierung der Halbleiterbauelemente 4 bis 7 in
den Eckbereichen 36 bis 39 ist die Verlustwärmeabfuhr
relativ hoch. Mit gestrichelten Linien 51 wird in dieser
Darstellung die Position der beiden Halbleiterchips 4 und 5 dargestellt,
die in die Kunststoffgehäusemasse 12 eingebettet
sind. Ebenfalls mit gestrichelten Linien sind die Kontaktanschlussflächen für die Aufnahme
der Flipchipkontakte der Halbleiterbauelemente 4, 5, 6 und 7 gekennzeichnet.
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7 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch das Halbleitermodul 1 gemäß 5, nach
Aufbringen desselben auf eine übergeordneten Schaltungsplatine 42.
Dazu weist die Schaltungsplatine 42 eine Verdrahtungsstruktur 48 mit
Kontaktanschlussflächen 49 auf
ihrer Oberseite 50 auf. Auf diesen Kontaktanschlussflächen 49 auf
der Oberseite 50 werden die Außenkontakte 15 des
Halbleitermoduls 1 aufgelötet, um eine Verbindung zu
der Verdrahtungsstruktur 48 der übergeordneten Schaltungsplatine 42 zu
schaffen. Die Bauhöhe
h der Halbleiterbauelemente 4 und 6 kann dabei
so bemessen werden, dass die Halbleiterbauelemente 4 und 6 als Abstandshalter
beim Auflöten
der Außenkontakte 15 des
Halbleitermoduls 1 auf die Schaltungsplatine 42 dienen
können.
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Außerdem kann
vorgesehen werden, dass der Zwischenraum 40 zwischen den
oberflächenmontierbaren
Halbleiterbauelementen 4 und 6 und der Verdrahtungsstruktur 13 mit
einem Unterfüllmaterial
aufgefüllt
wird.
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- 1
- Halbleitermodul
- 2
- Halbleiterchip
(koplanar)
- 3
- Halbleiterchip
(koplanar)
- 4
- Halbleiterbauelement
- 5
- Halbleiterbauelement
- 6
- Halbleiterbauelement
- 7
- Halbleiterbauelement
- 8
- koplanare
Unterseite bzw. koplanare Fläche
- 9
- aktive
Oberseite des Halbleiterchips 2
- 10
- aktive
Oberseite des Halbleiterchips 3
- 11
- Oberseite
der Kunststoffgehäusemasse
- 12
- Kunststoffgehäusemasse
- 13
- Verdrahtungsstruktur
auf koplanarer Fläche
- 14
- Außenkontaktfläche
- 15
- Außenkontakt
- 16
- Randbereich
der Unterseite
- 17
- Randbereich
der Unterseite
- 18
- Randbereich
der Unterseite
- 19
- Randbereich
der Unterseite
- 20
- Flipchipkontakt
- 21
- Kontaktanschlussfläche für Flipchipkontakte
- 22
- Lotkugeln
- 23
- Halbleiterchips
des Halbleiterbauelements mit Flipchipkontakten
- 24
- Metallschicht
- 25
- Metallschicht
- 26
- Metallschicht
- 27
- Metallschicht
- 28
- Isolationsschicht
- 29
- Isolationsschicht
- 30
- Isolationsschicht
- 31
- Isolationsschicht
- 32
- Isolationsschicht
- 33
- Durchkontakt
- 34
- Metallschicht
- 35
- Zentrum
- 36
- Eckbereich
- 37
- Eckbereich
- 38
- Eckbereich
- 39
- Eckbereich
- 40
- Zwischenraum
- 41
- Oberseite
der Verdrahtungsstruktur
- 42
- Schaltungsplatine
- 43
- Rückseite
des Halbleiterchips 2
- 44
- Rückseite
des Halbleiterchips 3
- 45
- Verbundkörper
- 46
- Randseiten
der Halbleiterchips
- 47
- gedünnter Halbleiterchip
- 48
- Verdrahtungsstruktur
der Schaltungsplatine
- 49
- Kontaktanschlussflächen auf
der Schaltungsplatine
- 50
- Oberseite
der Schaltungsplatine
- 51
- gestrichelte
Linie
- h
- Bauhöhe des Halbleiterbauelements
mit Flipchipkontakten
- H
- Höhe der Außenkontakte