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DE102006000905A1 - Elektronisches Endoskopsystem - Google Patents

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Publication number
DE102006000905A1
DE102006000905A1 DE102006000905A DE102006000905A DE102006000905A1 DE 102006000905 A1 DE102006000905 A1 DE 102006000905A1 DE 102006000905 A DE102006000905 A DE 102006000905A DE 102006000905 A DE102006000905 A DE 102006000905A DE 102006000905 A1 DE102006000905 A1 DE 102006000905A1
Authority
DE
Germany
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image
image signals
output
signals
imaging device
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE102006000905A
Other languages
English (en)
Inventor
Hideo Sugimoto
Mitsufumi Fukuyama
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoya Corp
Original Assignee
Pentax Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Pentax Corp filed Critical Pentax Corp
Publication of DE102006000905A1 publication Critical patent/DE102006000905A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Abstract

Beschrieben ist ein elektronisches Endoskopsystem zum Betrachten von lebendem Gewebe in einer Körperkavität, umfassend: DOLLAR A eine einzige Abbildungsvorrichtung zum Aufnehmen eines optischen Bildes und zum Ausgeben von aus dem optischen Bild erhaltenen Bildsignalen; eine Beleuchtungseinrichtung mit einer Weißlichtquelle zum Aussenden von Weißlicht und einer Anregungslichtquelle zum Aussenden von Anregungslicht vorbestimmter Wellenlänge, wobei das lebende Gewebe bei Bestrahlung mit dem Anregungslicht zur Autofluoreszenz angeregt wird; ein Bilderzeugungssystem zum Erzeugen des optischen Bildes des mit dem Weißlicht und dem Anregungslicht beleuchteten lebenden Gewebes auf der Abbildungsvorrichtung; ein Anzeigegerät; ein Bildverarbeitungssystem zum Empfangen der von der Abbildungsvorrichtung ausgegebenen Bildsignale und zum Wandeln der empfangenen Bildsignale in auf dem Anzeigegerät darstellbare Signale und ein Steuersystem zum Steuern des gesamten Endoskopsystems, wobei das Steuersystem die Beleuchtungseinrichtung so steuert, dass diese das lebende Gewebe abwechselnd mit dem Weißlicht und dem Anregungslicht beleuchtet, das Steuersystem das Bildverarbeitungssystem so steuert, dass dieses bei Beleuchtung des lebenden Gewebes mit dem Weißlicht Normalbildsignale und bei Beleuchtung des lebenden Gewebes mit Anregungslicht Fluoreszenzbildsignale erhält, und das Bildverarbeitungssystem Bildsignale, die aus einem Bild erhalten und von der Abbildungsvorrichtung ausgegeben werden, als ...

Description

  • Die Erfindung betrifft ein elektronisches Endoskopsystem, das so ausgebildet ist, dass man auf einem Anzeigegerät wie einem Monitor ein Fluoreszenzbild aus Autofluoreszenzstrahlung, die von einer mit Anregungslicht bestrahlten Wand einer Körperkavität ausgesendet wird, sowie ein Normalbild der mit Weißlicht beleuchteten Wand der Körperkavität betrachten kann.
  • Ein Beispiel für ein solches elektronisches Endoskopsystem ist in der Japanischen Patentveröffentlichung HEI 9-066023 offenbart. 11 zeigt die Konfiguration eines elektronischen Endoskopsystems, das in der Patentveröffentlichung HEI 9-066023 in 1 dargestellt ist. Dieses System enthält eine erste Festkörper-Abbildungsvorrichtung 2A, die ein Fluoreszenzbild aufnimmt, und eine zweite Festkörper-Abbildungsvorrichtung 3A, die unter Anwendung eines Zeitfolgeverfahrens ein RGB-Farbbild (Normalbild) mit Beleuchtungslicht aufnimmt. In dem System werden die beiden Signale, die von der ersten und der zweiten Festkörper-Abbildungsvorrichtung 2A, 3A ausgegeben werden, von einer für das Fluo reszenzbild vorgesehenen Videoschaltung 26A bzw. von einer für das Normalbild vorgesehenen Videoschaltung 24A verarbeitet. Die Signale werden dann von einer Bildsyntheseschaltung 28A zusammengesetzt, um auf einem Monitorgerät 40A dargestellt zu werden. Mit Betätigen eines Bildwahlschalters 29A werden eine oder beide Bildarten auf dem Monitorgerät 40A dargestellt.
  • Ein weiteres Beispiel für ein elektronisches Endoskopsystem ist in der Japanischen Patentveröffentlichung P2003-33324A offenbart. 12 zeigt ein Blockdiagramm des Systems, das in der Patentveröffentlichung P2003-33324A in 16 dargestellt ist. Dieses System enthält eine erste Lampe 124, die Beleuchtungslicht für die Normalbetrachtung aussendet, und eine zweite Lampe 125, die Anregungslicht aussendet. Indem die Stellung eines beweglichen Spiegels 128 verändert wird, wird wahlweise eine der beiden Lichtarten in einen Lichtleiter 133 eingekoppelt. Von einem CCD 137 aufgenommene Bildsignale werden in einem ersten Speicher 141 und einem zweiten Speicher 142 gespeichert und dann durch eine Anzeigeort-Wahlschaltung 144 auf einem hochauflösenden Monitor 115, auch als Hi-Vision-Monitor bezeichnet, dargestellt: Wird ein zum Darstellen von zwei Bildern bestimmter Wahlschalter 135, im Folgenden als Zwei-Bild-Schalter bezeichnet, eingeschaltet, so werden auf dem hochauflösenden Monitor 115 ein Normalbild und ein Fluoreszenzbild gleichzeitig dargestellt. Wird der Zwei-Bild-Schalter eingeschaltet, so wird also der Spiegel 128 in eine mit der durchgezogenen Linie dargestellte Stellung geschwenkt, so dass das Anregungslicht in den Lichtleiter 131 eingekoppelt wird. Gleichzeitig wird der erste Speicher 141 schreibgeschützt, und es wird ein Normalbild, das dem ersten Speicher 141 zuvor zugeführt worden ist, wiederholt ausgegeben, um ein Standbild bereitzustellen. Ist dagegen das Anregungslicht eine vorbestimmte Zeit lang ausgesendet worden, so wird eine Blende 132 geschlossen, und es werden während dieser Zeit aufgenommene Fluoreszenzbildsignale in dem zweiten Speicher 142 gespeichert. Dann wird der zweite Speicher 142 schreibgeschützt, und anschließend werden die in dem zweiten Speicher 142 gespeicherten Fluoreszenzbildsignale wiederholt ausgegeben, um als Standbild dargestellt zu werden. Der Spiegel 128 wird dann zurück in die mit der gestrichelten Linie dargestellte Stellung ge schwenkt und die Blende 132 geöffnet. Dadurch werden Normalbilder, die mit dem von der ersten Lampe 124 ausgesendeten Beleuchtungslicht aufgenommen werden, sequenziell in dem ersten Speicher 141 gespeichert und als bewegtes Bild dargestellt.
  • Das in 11 gezeigte System muss jedoch mit den beiden für das Normalbild und das Fluoreszenzbild vorgesehenen Abbildungsvorrichtungen am distalen Endteil des Endoskops ausgestattet werden. Werden in obigem Fall anstatt einer einzigen Abbildungsvorrichtung zwei Abbildungsvorrichtungen verwendet, die die gleiche Größe wie die vorstehend genannte einzige Abbildungsvorrichtung haben, so führt dies zu einem größeren Durchmesser des distalen Endteils. Wird dagegen der Durchmesser des distalen Endteils auf dem gleichen Wert wie in obigem Fall gehalten, so müssen die Abbildungsvorrichtungen entsprechend kleiner sein, was entweder zu höheren Kosten infolge der verringerten Pixelgröße der jeweiligen Abbildungsvorrichtung oder zu einer geringeren Auflösung infolge der geringeren Zahl an Pixeln führt.
  • Bei Anwendung der in 12 gezeigten Konfiguration ist es dagegen möglich, sowohl das Normalbild als auch das Fluoreszenzbild mit einer einzigen Abbildungsvorrichtung aufzunehmen. Jedoch erhält man diese beiden Bilder wahlweise dadurch, dass die Stellung des beweglichen Spiegels 128 verändert wird. Deshalb ist es beispielsweise nicht möglich, beide Bilder gleichzeitig als bewegte Bilder darzustellen, so dass diese nicht gleichzeitig betrachtet und miteinander verglichen werden können.
  • Werden das Normalbild und das Fluoreszenzbild mit einer einzigen Abbildungsvorrichtung gleichzeitig als bewegte Bilder dargestellt, so muss ein Zyklus vorbestimmter Zeitabschnitte zur Aufnahme sowohl des Normalbildes als auch des Fluoreszenzbildes wiederholt werden. Da dadurch die Informationsmenge jedes der beiden Bildsignale verglichen mit dem Fall, in dem nur eines der beiden Bildsignale aufgenommen wird, um die Hälfte reduziert ist, werden beide Bilder mit geringeren Auflösungen dargestellt.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, ein elektronisches Endoskopsystem bereitzustellen, das im Stande ist, ein Fluoreszenzbild und ein Normalbild gleichzeitig mit einer einzigen Abbildungsvorrichtung darzustellen, ohne dass die Auflösung dieser beiden Bilder verringert ist.
  • Die Erfindung erreicht dies durch das elektronische Endoskopsystem nach Anspruch 1. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
  • Die Erfindung wird im Folgenden an Hand der Figuren näher erläutert. Darin zeigen:
  • 1 eine Vorderansicht eines elektronischen Endoskopsystems nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung;
  • 2 ein Blockdiagramm, das den internen Aufbau des in 1 dargestellten Endoskopsystems zeigt;
  • 3 einen Graphen, der die Transmissionscharakteristik eines Anregungslicht-Sperrfilters zeigt, das in einer in 2 gezeigten Optik vorgesehen ist;
  • 4 eine Vorderansicht einer Umlaufblende, die in der in 2 gezeigten Optik vorgesehen ist;
  • 5 eine schematische Darstellung, die den Aufbau eines Bedienfeldes des in 2 dargestellten Systems zeigt;
  • 6 ein Blockdiagramm, das die Konfiguration einer Speicher-/Rechenschaltung des in 2 dargestellten Systems zeigt;
  • 7 ein Diagramm, das die zeitliche Festlegung für die Bestrahlungen mit Weißlicht und mit Anregungslicht sowie die zeitliche Festlegung für die Ausgabe der beiden Arten von Bildsignalen aus einer Abbildungsvorrichtung zeigt;
  • 8 ein Zeitdiagramm, das die Verarbeitung der Bildsignale in der Speicher-/Rechenschaltung des in 2 dargestellten Systems zeigt;
  • 9 ein Beispiel einer Bildschirmdarstellung auf einem hochauflösenden Monitor des in 2 dargestellten Systems;
  • 10 ein anderes Beispiel einer Bildschirmdarstellung auf dem hochauflösenden Monitor des in 2 dargestellten Systems;
  • 11 die Konfiguration eines herkömmlichen elektronischen Endoskopsystems; und
  • 12 die Konfiguration eines anderen herkömmlichen elektronischen Endoskopsystems.
  • Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel eines elektronischen Endoskopsystems nach der Erfindung unter Bezugnahme auf die Figuren beschrieben. Dieses Ausführungsbeispiel ist auf ein elektronisches Endoskopsystem gerichtet, mit dem man ein Fluoreszenzbild aus Autofluoreszenzstrahlung, die von einer mit Anregungslicht bestrahlten Wand einer Körperkavität ausgesendet wird, sowie ein Normalbild der mit Weißlicht bestrahlten Wand der Körperkavität auf einem Anzeigegerät wie einem Monitor betrachten kann.
  • 1 zeigt eine Außenansicht eines elektronischen Endoskopsystems 1, das ein Ausführungsbeispiel darstellt. 2 zeigt ein Blockdiagramm, das den internen Aufbau des elektronischen Endoskopsystems 1 angibt. Wie in 1 gezeigt, hat das elektronische Endoskopsystem 1 ein zur Fluoreszenzbetrachtung bestimmtes Endoskop 10, im Folgenden auch als Fluoreszenzendoskop bezeichnet, eine Lichtquelleneinrichtung 20 und einen Monitor 60. Dabei umfasst das Endoskopsystem 1 gemäß Ausführungsbeispiel, wie in 2 gezeigt, einen ersten Fernsehmonitor 60, einen zweiten Fernsehmonitor 61 und einen hochauflösenden Monitor 62. In 1 ist stellvertretend für die vorstehend genannten drei Monitore lediglich der Monitor 60 gezeigt.
  • Das Endoskop 10 ist gegenüber einem gewöhnlichen elektronischen Endoskop derart abgewandelt, dass es auf eine Fluoreszenzbetrachtung ausgelegt ist. Das Endoskop 10 hat einen langen und schlanken Einführteil 10a, der in eine Körperkavität einführbar ist und an seinem distalen Ende einen flexiblen, biegbaren Teil aufweist, einen Bedienteil 10b, der unter anderem einen Winkelknopf zum Betätigen des biegbaren Teils des Einführteils 10a aufweist, ein flexibles Lichtleitrohr 10c, das den Bedienteil 10b mit einer Lichtquelleneinrichtung 20 verbindet, und einen Anschluss 10d, der an der hinteren Verankerung des Lichtleitrohrs 10c vorgesehen ist.
  • Die Lichtquelleneinrichtung 20 führt dem Fluoreszenzendoskop 10 Beleuchtungslicht und Anregungslicht zu und hat, wie später genauer beschrieben, die Funktion eines Videosignalgenerators, der aus Bildsignalen, die von dem Fluoreszenzendoskop 10 aufgenommen werden, Videosignale erzeugt, sowie die Funktion eines Steuermittels, das das Fluoreszenzbild und das Normalbild steuert, die aufgenommen worden sind, um auf Grundlage einer entsprechenden Einstellung dargestellt zu werden. An der Vorderfläche der Lichtquelleneinrichtung 20 befindet sich ein Schlüsselschalter 22 zum Ein- und Ausschalten der Hauptstromversorgung der Lichtquelleneinrichtung 20 sowie ein Bedienfeld 23, auf dem verschiedene Bedienschalter angeordnet sind.
  • Unter Bezugnahme auf 2 werden im Folgenden nacheinander die besonderen Ausgestaltungen des Fluoreszenzendoskops 10 und der Lichtquelleneinrichtung 20 beschrieben. An der distalen Endfläche des Einführteils 10a des Fluoreszenzendoskops 10 befinden sich eine Zerstreuungslinse 11 und eine Objektivlin se 12. Innerhalb des distalen Endes des Einführteils 10a befinden sich eine Abbildungsvorrichtung 13, z.B. ein CCD-Farbbildsensor, der ein durch die Objektivlinse 12 erzeugtes Farbbild des Objektes aufnimmt, ein Anregungslicht-Sperrfilter 14, das aus dem von der Objektivlinse 12 auf die Abbildungsvorrichtung 13 gerichteten Licht diejenigen Wellenlängenkomponenten beseitigt, die dem zur Fluoreszenzanregung bestimmten Anregungslicht entsprechen, sowie einen Leitungstreiber 15, der von der Abbildungsvorrichtung 13 ausgegebene Bildsignale verstärkt.
  • In 3 ist die Charakteristik des Anregungslicht-Sperrfilters 14 gezeigt. Demnach sperrt das Anregungslicht-Sperrfilter 14 das Anregungslicht und lässt Licht mit Wellenlängen, die größer als die des Anregungslichtes sind, durch. So kann der Einfall von Anregungslicht auf der Abbildungsvorrichtung 13 verhindert werden, so dass während der Fluoreszenzbetrachtung nur die Fluoreszenzbilder aufgenommen werden. Da Licht im nahen Ultraviolettbereich, das einen lebenden Organismus zur Autofluoreszenz anregt, als Anregungslicht genutzt wird, treten keine Probleme auf, während der Aufnahme normaler Farbbilder auch die Blaukomponenten zu erfassen, wenn das Anregungslicht-Sperrfilter die Wellenlängenkomponenten des Anregungslichtes ausfiltert.
  • Ein Signalkabel 18, das die von dem Leitungstreiber 15 verstärkten Bildsignale überträgt, läuft durch den Einführteil 10a, den Bedienteil 10b sowie das flexible Lichtleitrohr 10c und ist an eine weiter unten beschriebene Schaltung der Lichtquelleneinrichtung 20 angeschlossen, die mit dem Fluoreszenzendoskop 10 verbunden ist.
  • Parallel zu dem Signalkabel 18 läuft ein Lichtleiter 16, in dem mehrere Lichtleitfasern gebündelt sind, durch den Einführteil 10a, den Bedienteil 10b, das Lichtleitrohr 10c und den Anschluss 10d. Die distale Endfläche des Lichtleiters 16 ist der Zerstreuungslinse 11 innerhalb des distalen Endes des Einführteils 10a zugewandt. Ist der Lichtleiter 16 in die Lichtquelleneinrichtung 20 eingeführt, so ist dessen hintere Verankerung fixiert.
  • Die Lichtquelleneinrichtung 20 koppelt wahlweise entweder Weißlicht zur Betrachtung der Wand der Körperkavität oder Anregungslicht, das das in der Wand der Körperkavität vorhandene lebende Gewebe zur Abgabe von Autofluoreszenzstrahlung anregt, in die Endfläche der hinteren Verankerung des Lichtleiters 16 ein. Die Lichtquelleneinrichtung 20 verarbeitet ferner die von dem Leitungstreiber 15 empfangenen Bildsignale zu Videosignalen und gibt dann diese Videosignale an den ersten Fernsehmonitor 60, den zweiten Fernsehmonitor 61 und den hochauflösenden Monitor 62 aus. Dabei stellt der erste Fernsehmonitor 60 ein bewegtes Normalbild, der zweite Fernsehmonitor 61 ein bewegtes Fluoreszenzbild und der hochauflösende Monitor 62 eines der beiden genannten Bilder oder beide nebeneinander dar.
  • Eine Optik der Lichtquelleneinrichtung 20 umfasst eine Weißlichtquelle (Entladungslampe) 30, die im Wesentlichen paralleles sichtbares Licht (Weißlicht) aussendet, eine Blende 31, die den Strahldurchmesser des von der Weißlichtquelle 30 ausgesendeten Weißlichtes steuert, eine Kondensorlinse 32, die das durch die Blende 31 gehende Licht auf die Endfläche der hinteren Verankerung des Lichtleiters 16 bündelt, eine Anregungslichtquelle (Laser) 33, die das Anregungslicht aussendet, einen Lichtwellenleiter (Einzelfaser) 34, der das von der Anregungslichtquelle 33 ausgesendete Anregungslicht führt, eine Kollimationslinse 35, die das von dem Lichtwellenleiter 34 divergent abgestrahlte Anregungslicht kollimiert, und einen dichroitischen Spiegel 36, der die beiden Strahlengänge des Weißlichtes und des Anregungslichtes miteinander vereinigt.
  • Die Blende 31 wird von einem Blendenmotor 31a angetrieben und hat die Funktion, die Intensität des Weißlichtes in Abhängigkeit des Reflexionsvermögens des Objektes zu steuern. Der Weißlichtstrahlengang, der geradlinig von der Weißlichtquelle 30 zu dem Lichtwellenleiter 16 führt, und der zu diesem senkrechte Anregungslichtstrahlengang werden von einer Vorrichtung zur Strahlengangzusammenführung, nämlich dem dichroitischen Spiegel 36, miteinander vereinigt. Da der dichroitische Spiegel 36 das sichtbare Licht durchlässt und das Licht im nahen Ultraviolettbereich mit Wellenlängen, die kürzer als die des sichtbaren Lichtes sind, reflektiert, lässt er den größten Teil des Weißlichtes durch, während er das Anregungslicht reflektiert, wodurch diese beiden Lichtarten in einen einzigen Strahlengang eingekoppelt werden, der zur hinteren Endfläche der hinteren Verankerung des Lichtleiters 16 führt.
  • Zwischen der Weißlichtquelle 30 und dem dichroitischen Spiegel 36 ist eine rotierende Umlaufblende 37 angeordnet, mit der das Weißlicht intermittierend ein- und ausgeschaltet, d.h. durchgelassen oder gesperrt, werden kann. Die Umlaufblende 37 hat, wie aus der in 4 gezeigten Vorderansicht deutlich wird, ein fächerförmiges Fenster 37a mit einem Mittelpunktswinkel von 180°, wobei das Fenster 37a so bemessen ist, dass es größer als der Durchmesser des Weißlichtstrahls ist. Die Umlaufblende 37 wird gedreht und lässt intermittierend das Weißlicht durch, wenn ein Umlaufblendenmotor 38 entsprechend angetrieben wird.
  • Der dichroitische Spiegel 36, die Umlaufblende 37 und der Umlaufblendenmotor 38 sind in einer Einheit 40 angeordnet, die in 2 nach oben und nach unten (senkrecht zum Weißlichtstrahlengang) bewegbar ist. Eine Zahnstange 41 ist an der Einheit 40 befestigt und erstreckt sich in deren Bewegungsrichtung. Die Zahnstange 41 ist mit einem Ritzel 42a eines Antriebsmotors 42 verzahnt. Dreht der Antriebsmotor 42, so wird die Einheit 40 integral nach oben und nach unten bewegt, so dass der dichroitische Spiegel 36 und die Umlaufblende 37 zwischen einer Stellung in dem Weißlichtstrahlengang und einer Stellung außerhalb desselben verschoben werden können.
  • Die Lichtquelleneinrichtung 20 hat eine Lampenstromversorgung 51, die die Weißlichtquelle 30 mit Strom speist, einen Lasertreiber 52, der die Anregungslichtquelle 33 ansteuert und schaltet, einen ersten Motortreiber 53, der den Blendenmotor 31a ansteuert, einen zweiten Motortreiber 54, der den Umlaufblendenmotor 38 ansteuert, einen dritten Motortreiber 55, der den Antriebsmotor 42 ansteuert, sowie einen CCD-Treiber 56, der die Abbildungsvorrichtung 13 ansteuert. Die Lichtquelleneinrichtung 20 enthält ferner eine Signalvorverarbei tungsschaltung 57, die die von dem Leitungstreiber 15 empfangenen Bildsignale verarbeitet, eine Speicher-/Rechenschaltung 58, die die von der Signalvorverarbeitungsschaltung 57 verarbeiteten digitalen Bildsignale speichert und einer arithmetischen Operation unterzieht, eine erste und eine zweite Signalnachverarbeitungsschaltung 59a, 59b, die die digitalen Bildsignale nach der arithmetischen Operation in standardisierte Videosignale, die auf einem Fernsehmonitor darstellbar sind, umwandelt und diese standardisierten Videosignale ausgibt, sowie eine Systemsteuerung 70 und eine Zeitsteuerung 71, die die oben beschriebenen Komponenten insgesamt steuern.
  • Die Systemsteuerung 70 ist an einen Fluoreszenzmodusschalter 73 angeschlossen, der an dem Bedienteil 10b des Fluoreszenzendoskops 10 vorgesehen ist. Ferner ist die Systemsteuerung 70 mit verschiedenen Schaltern elektrisch verbunden, die auf dem Bedienfeld 23 angeordnet sind. Entsprechend den Einstellungen der einzelnen Schalter steuert die Systemsteuerung 70 die Lampenstromversorgung 51 und den Lasertreiber 52 so, dass das Weißlicht und das Anregungslicht aufeinanderfolgend ausgesendet oder gestoppt werden. Zudem steuert die Systemsteuerung 70 den dritten Motortreiber 55 so, dass dieser den Antriebsmotor 52 ansteuert, die Einheit 40 zu verschieben. Die Systemsteuerung 70 schaltet ferner die Bildschirmdarstellung auf dem hochauflösenden Monitor 62. Der hochauflösende Monitor 62 ist dabei so ausgebildet, dass er nicht wie ein Fernsehmonitor Videosignale bezogen auf jedes Vollbild oder Teilbild darstellt, sondern digitale Signale darstellt, die gleichsam auf einen Bildspeicher abgebildet sind.
  • Wie in 5 gezeigt, sind an dem Bedienfeld 23 eine Fluoreszenzanzeigetaste 23a sowie ein Paar Helligkeitseinstelltasten 23b und 23c vorgesehen. Mit der Fluoreszenzanzeigetaste 23a wird ausgewählt, ob in einer Fluoreszenzbetriebsart nur das Fluoreszenzbild oder sowohl das Fluoreszenzbild als auch das Normalbild gleichzeitig nebeneinander dargestellt werden. Die Helligkeitseinstelltaste 23b ist eine Abwärts-Taste, während die Helligkeitseinstelltaste 23c eine Aufwärts-Taste ist. Das Bedienfeld 23 hat ferner eine Zwei-Bild-Anzeige 23d, die aufleuchtet, wenn in der Fluoreszenzbetriebsart ein Modus ausgewählt wird, in dem das Fluoreszenzbild und das Normalbild gleichzeitig nebeneinander dargestellt werden, sowie eine Pegelanzeige 23e, die einen Zielwert für die Helligkeit des Fluoreszenzbildes und des Normalbildes, der durch Betätigen der Helligkeitseinstelltasten 23b und 23c eingestellt wird, sichtbar anzeigt.
  • Ist das Fluoreszenzendoskop 10 an die Lichtquelleneinrichtung 20 angeschlossen, so ist der in das Fluoreszenzendoskop 10 eingebaute ROM 17 mit der Systemsteuerung 70 verbunden, die durch Auslesen der in dem ROM 17 gespeicherten Identifikationsdaten das Fluoreszenzendoskop 10 als an die Lichtquelleneinrichtung 20 angeschlossen identifiziert.
  • An Hand eines aus der Systemsteuerung 70 stammenden Befehls steuert die Zeitsteuerung 71 den Lasertreiber 52 so, dass er das Anregungslicht entsprechend einer vorbestimmten zeitlichen Festlegung (Timing) intermittierend ein- und ausschaltet. Ferner steuert die Zeitsteuerung 71 den zweiten Motortreiber 54, der den Umlaufblendenmotor 38 ansteuert, so, dass das Weißlicht entsprechend einer vorbestimmten zeitlichen Festlegung ein- und ausgeschaltet wird. Die Zeitsteuerung 71 steuert über den CCD-Treiber 56 auch die zeitliche Festlegung, mit der die Abbildungsvorrichtung 13 ein Bild aufnimmt, und weist ferner die Signalvorverarbeitungsschaltung 57 und die Speicher-/Rechenschaltung 58 an, die Bildsignale zeitrichtig zu verarbeiten. Die Signalvorverarbeitungsschaltung 57 steuert den ersten Motortreiber 53, der den Blendenmotor 31a ansteuert, so, dass die Intensität des Weißlichtes bei Aufnahme des Normalbildes in Abhängigkeit des Helligkeitspegels der zugeführten Bildsignale so eingestellt wird, dass das Normalbild auf jedem der Monitore 60 und 62 mit geeigneter Helligkeit dargestellt wird.
  • Im Folgenden wird die interne Konfiguration der Speicher-/Rechenschaltung 58 unter Bezugnahme auf das in 6 gezeigte Blockdiagramm beschrieben. Die Konfiguration der Speicher-/Rechenschaltung 58 ist in 6 in einen oberen Verarbeitungsstrom zur Verarbeitung des Normalbildes und in einen unteren Verarbeitungsstrom zur Verarbeitung des Fluoreszenzbildes unterteilt. Von den von der Signalvorverarbeitungsschaltung 57 ausgegebenen Signalen werden Normalbildsignale in einem ersten Bildspeicher 58a gespeichert. Die in dem ersten Bildspeicher 58a gespeicherten Normalbildsignale werden dann einem ersten Schalter 58b sowie einer ersten Verzögerungsschaltung 58c und einer ersten Mittelungsschaltung 58d zugeführt. Die erste Verzögerungsschaltung 58c gibt die ihr zugeführten Normalbildsignale mit einer Zeitverzögerung aus, die einem (1) Vollbild entsprechen. Die erste Mittelungsschaltung 58d mittelt die in dem vorhergehenden Zyklus aufgenommenen Bildsignale und die in dem letzten Zyklus aufgenommenen Bildsignale, die beide von der ersten Verzögerungsschaltung 58c ausgegeben werden, worauf diese Signale in dem zweiten Bildspeicher 58e gespeichert werden. Die in dem ersten Bildspeicher 58a gespeicherten Normalbildsignale, die man aus dem aufgenommenen Bild erhält, sind also Signale, die einem ersten Teilbild eines Zwischenzeilenbildes oder Interlaced-Bildes entsprechen. Die in dem zweiten Bildspeicher 58e gespeicherten Normabildsignale, die durch die arithmetische Operation, die an den auf mehrere aufgenommene Bilder bezogenen Bildsignalen vorgenommen wird, erhalten werden, sind Signale, die einem zweiten Halbbild des Zwischenzeilenbildes entsprechen. Bildsignale, die einem (1) Vollbild des Normalbildes entsprechen, beinhalten also die Signale des ersten und des zweiten Halbbildes. Der erste Schalter 58b schaltet die Signalausgabe mit einer vorbestimmten zeitlichen Festlegung zwischen dem ersten Bildspeicher 58a und dem zweiten Bildspeicher 58e, um die Signale an die Signalnachverarbeitungsschaltung 59a auszugeben.
  • Der Verarbeitungsstrom für das Fluoreszenzbild weist eine ähnliche Konfiguration wie der für das Normalbild auf. Von den von der Signalvorverarbeitungsschaltung 57 ausgegebenen Signalen werden Fluoreszenzbildsignale in einem dritten Bildspeicher 58f gespeichert und einer zweiten Verzögerungsschaltung 58h, einer zweiten Mittelungsschaltung 58e sowie einem zweiten Schalter 58g zugeführt. Die gemittelten Fluoreszenzbilddaten werden in einem vierten Bildspeicher 58j gespeichert. Der zweite Schalter 58g nimmt mit einer vorbestimmten zeitlichen Festlegung eine Umschaltung der Signalausgabe zwischen dem dritten Bildspei cher 58f und dem vierten Bildspeicher 58j vor, um die Signale an die zweite Signalnachverarbeitungsschaltung 59b auszugeben.
  • Die von dem ersten Schalter 58b ausgegebenen Signale, die einem Vollbild des Normalbildes entsprechen, werden in einem fünften Bildspeicher 58k gespeichert. Die von dem zweiten Schalter 58g ausgegebenen Signale, die einem Vollbild des Fluoreszenzbildes entsprechen, werden in einem sechsten Bildspeicher 58m gespeichert. Die in dem fünften und dem sechsten Bildspeicher 58k, 58m gespeicherten Signale werden über einen dritten Schalter 58n auf dem hochauflösenden Monitor 62 dargestellt. Der dritte Schalter 58n veranlasst den hochauflösenden Monitor 62 in Abhängigkeit der Einstellungen des Bedienfeldes 23 und des Fluoreszenzmodusschalters 73, das bewegte Normalbild oder das bewegte Fluoreszenzbild oder beide Bilder nebeneinander darzustellen.
  • Im Folgenden wird die Funktionsweise des oben beschriebenen Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Endoskopsystems beschrieben. Mit Einschalten eines Hauptschalters des Endoskopsystems steuert die Systemsteuerung 70 die Lampenstromversorgung 51 so, dass die Weißlichtquelle 30 kontinuierlich Weißlicht aussendet. Die Zeitsteuerung 71 steuert den zweiten Motortreiber 54 so, dass der Umlaufblendenmotor 38 dreht. Ferner steuert die Zeitsteuerung 71 den Lasertreiber 52 so, dass die Anregungslichtquelle 33 eingeschaltet ist, während sich das Fenster 37a der Umlaufblende 37 in dem Weißlichtstrahlengang befindet (d.h. während das Weißlicht in den Lichtleiter 16 eingekoppelt wird), und dass die Anregungslichtquelle 33 eingeschaltet wird, während sich ein lichtsperrender Abschnitt der Umlaufblende 37 in dem Weißlichtstrahlengang befindet (d.h. während das Weißlicht nicht in den Lichtleiter 16 eingekoppelt wird). Dadurch wird das Objekt abwechselnd mit Weißlicht und mit Anregungslicht bestrahlt. Die am distalen Ende des Fluoreszenzendoskops 10 angeordnete Abbildungsvorrichtung 13 nimmt abwechselnd das Normalbild der mit Weißlicht beleuchteten Kavitätwand und das Fluoreszenzbild auf, das von der Autofluoreszenzstrahlung erzeugt wird, die von der mit Anregungslicht bestrahlten Kavitätwand ausgesendet wird. Die von der Abbildungsvorrichtung 13 ausgegebenen Bildsignale werden über den Leitungstreiber 15 und das Signalkabel 18 der Signalvorverarbeitungsschaltung 57 zugeführt.
  • 7 ist ein Diagramm, das die zeitliche Festlegung für die Bestrahlung mit Weißlicht und mit Anregungslicht sowie die zeitliche Festlegung für die Ausgabe der Bilddaten aus der Abbildungsvorrichtung 13 zeigt. Wie 7 zeigt, wird das Normalfarbbild in der Zeit aufgenommen, in der das Weißlicht angewandt und das Anregungslicht nicht angewandt wird. Dagegen wird das Fluoreszenzbild in der Zeit aufgenommen, in der das Weißlicht nicht angewandt und das Anregungslicht angewandt wird.
  • Wie in dem Zeitdiagramm nach 8 gezeigt, ergänzt die Speicher-/Rechenschaltung 58 das zweite Bildsignal-Halbbild des Normalbildes und des Fluoreszenzbildes durch die arithmetische Operation und gibt dieses zweite Halbbild kombiniert mit dem ersten Bildsignal-Halbbild, das aus einem aufgenommenen Bild erhalten wird, in Form eines Bildsignal-Vollbildes aus. Mit anderen Worten werden Normalbildsignale 1, die von der Signalvorverarbeitungsschaltung 57 ausgegeben werden, in dem ersten Bildspeicher 58a gespeichert. Die Normalbildsignale werden dann in Form des aus Bildsignalen bestehenden ersten Halbbildes mit einer einem (1) Halbbild entsprechenden Verzögerung über den ersten Schalter 58b an die Signalnachverarbeitungsschaltung 59a ausgegeben und dabei in dem fünften Bildspeicher 58k gespeichert. Zudem werden die Normalbildsignale 1 durch die erste Verzögerungsschaltung 58c um die einem (1) Vollbild (zwei Halbbilder) entsprechende Zeit verzögert. Anschließend führt die erste Mittelungsschaltung 58d eine Operation aus, in der die Normalbildsignale 1 und die Normalbildsignale 2 gemittelt werden, um dem nächsten Zyklus zugeführt zu werden. Nach dieser Mittelungsoperation vorliegende Normalbildsignale b werden in dem zweiten Bildspeicher 58e in Form des aus Bildsignalen bestehenden zweiten Halbbildes gespeichert. Die Normalbildsignale b werden auf die Normalbildsignale 1 folgend über den ersten Schalter 58b infolge des zweiten Halbbildes an die erste Signalnachverarbeitungsschaltung 59a ausgegeben und dabei in dem fünften Bildspeicher 58k gespeichert. So wird das erste Halbbild ohne einen weiteren Verarbeitungsschritt aus dem ersten Bildspeicher 58a ausgegeben, während das zweite Halbbild als Ergebnis der Mittelung zweier Halbbilder ausgegeben wird.
  • In der Verarbeitung der Fluoreszenzbildsignale wird in gleicher Weise das erste Halbbild ohne einen weiteren Verarbeitungsschritt aus dem dritten Bildspeicher 58f an die zweite Signalnachverarbeitungsschaltung 59b ausgegeben und dabei in dem sechsten Bildspeicher 58m gespeichert. Dagegen wird das zweite Halbbild als Ergebnis der Mittelung zweier Halbbilder an die zweite Signalnachverarbeitungsschaltung 59b ausgegeben und dabei in dem sechsten Bildspeicher 58m gespeichert.
  • Die erste Signalnachverarbeitungsschaltung 59a veranlasst den ersten Fernsehmonitor 60, ein bewegtes Normalbild auf Grundlage jedes Halbbildes, das aus Bilddaten der zugeführten Normalbildsignale besteht, darzustellen. In gleicher Weise veranlasst die zweite Signalnachverarbeitungsschaltung 59b den zweiten Fernsehmonitor 61, ein bewegtes Fluoreszenzbild auf Grundlage jedes Halbbildes darzustellen, das aus Bilddaten der zugeführten Fluoreszenzbildsignale besteht. Wie oben beschrieben, ändert der dritte Schalter 58n die Darstellungen entsprechend der Schaltereinstellung. Ist der Fluoreszenzmodusschalter 73 ausgeschaltet, so wird unter Verwendung der in dem fünften Bildspeicher 58k gespeicherten Bildsignale das bewegte Normalbild dargestellt, wie in 9 gezeigt ist. Ist dagegen der Fluoreszenzmodusschalter 73 eingeschaltet, so wird das bewegte Fluoreszenzbild unter Verwendung der in dem sechsten Bildspeicher 58m gespeicherten Bildsignale dargestellt, wenn die Betriebsart, in der zwei Bilder nebeneinander dargestellt werden, mittels der Fluoreszenzanzeigetaste 23a nicht ausgewählt ist. Ist dagegen diese Betriebsart ausgewählt, so werden unter Verwendung der in dem fünften und dem sechsten Bildspeicher 58k, 58m gespeicherten Bildsignale das bewegte Normalbild und das bewegte Fluoreszenzbild nebeneinander dargestellt.
  • In der Bildschirmdarstellung auf jedem der Monitore wird das aus Bildsignalen bestehende zweite Halbbild durch die oben beschriebene arithmetische Operation ergänzt bzw. vervollständigt. Vergleicht man dies beispielsweise mit dem Fall, in dem für die Bildsignale des zweiten Halbbildes die gleichen Signale wie für die Bildsignale des ersten Halbbildes verwendet werden, so kann infolge der zeitlich gemittelten und geglätteten Bilddaten eine signifikante Verbesserung der Genauigkeit erzielt werden.

Claims (12)

  1. Elektronisches Endoskopsystem zum Betrachten von lebendem Gewebe in einer Körperkavität, umfassend: eine einzige Abbildungsvorrichtung zum Aufnehmen eines optischen Bildes und zum Ausgeben von aus dem optischen Bild erhaltenen Bildsignalen; eine Beleuchtungseinrichtung mit einer Weißlichtquelle zum Aussenden von Weißlicht und einer Anregungslichtquelle zum Aussenden von Anregungslicht vorbestimmter Wellenlänge, wobei das lebende Gewebe bei Bestrahlung mit dem Anregungslicht zur Autofluoreszenz angeregt wird; ein Bilderzeugungssystem zum Erzeugen des optischen Bildes des mit dem Weißlicht und dem Anregungslicht beleuchteten lebenden Gewebes auf der Abbildungsvorrichtung; ein Anzeigegerät; ein Bildverarbeitungssystem zum Empfangen der von der Abbildungsvorrichtung ausgegebenen Bildsignale und zum Wandeln der empfangenen Bildsignale in auf dem Anzeigegerät darstellbare Signale; und ein Steuersystem zum Steuern des gesamten Endoskopsystems, wobei das Steuersystem die Beleuchtungseinrichtung so steuert, dass diese das lebende Gewebe abwechselnd mit dem Weißlicht und dem Anregungslicht beleuchtet, das Steuersystem das Bildverarbeitungssystem so steuert, dass dieses bei Beleuchtung des lebenden Gewebes mit dem Weißlicht Normalbildsignale und bei Beleuchtung des lebenden Gewebes mit Anregungslicht Fluoreszenzbildsignale erhält, das Bildverarbeitungssystem Bildsignale, die aus einem Bild erhalten und von der Abbildungsvorrichtung ausgegeben werden, als Signale eines ersten Halbbildes eines Zwischenzeilenbildes nutzt und Bildsignale, die durch eine arithmetische Verarbeitung mehrerer von der Abbildungsvorrichtung ausgegebener Bilder erhalten werden, als Signale eines zweiten Halbbildes des Zwischenzeilenbildes nutzt, und jeweils ein auf das Normalbild und das Fluoreszenzbild bezogenes Vollbild aus den Bildsignalen des ersten Halbbildes und den Bildsignalen des zweiten Halbbildes zusammengesetzt ist.
  2. Elektronisches Endoskopsystem nach Anspruch 1, bei dem das Bildverarbeitungssystem als zweites Halbbild des Zwischenzeilenbildes Bildsignale nutzt, die es durch Mitteln der Bildsignale erhält, die von mehreren von der Abbildungsvorrichtung ausgegebenen Bildern erhalten werden.
  3. Elektronisches Endoskopsystem nach Anspruch 1, bei dem das Bildverarbeitungssystem für das Normalbild und das Fluoreszenzbild jeweils folgende Komponenten umfasst: eine ersten Bildspeicher zum Speichern von Bildsignalen, die aus einem von der Abbildungsvorrichtung ausgegebenen Bild erhalten werden; mindestens ein Verzögerungssystem zum Empfangen der von dem ersten Bildspeicher ausgegebenen Bildsignale und zum Ausgeben dieser Bildsignale mit einer vorbestimmten Zeitverzögerung; ein Rechensystem zum Durchführen der arithmetischen Verarbeitung der von dem ersten Bildspeicher ausgegebenen Bildsignale und der von dem Verzögerungssystem ausgegebenen Bildsignale und zum Ausgeben der durch die arithmetische Verarbeitung modifizierten Bildsignale; einen zweiten Bildspeicher zum Speichern der von dem Rechensystem ausgegebenen modifizierten Bildsignale; und einen Schalter zum Wählen der Ausgabe der Bildsignale aus dem ersten Bildspeicher und der Ausgabe der modifizierten Bildsignale aus dem zweiten Bildspeicher.
  4. Elektronisches Endoskopsystem nach Anspruch 2, bei dem das Bildverarbeitungssystem als Bildsignale des zweiten Halbbildes des Zwischenzeilenbildes Bildsignale nutzt, die durch Mittelung von Bildsignalen, die aus einem von der Abbildungsvorrichtung in dem letzten Verarbeitungszyklus ausgegebenen Bild erhalten werden, und Bildsignalen ermittelt wer den, die aus einem Bild erhalten werden, das die Abbildungsvorrichtung in dem dem letzten Verarbeitungszyklus vorangehenden Verarbeitungszyklus ausgibt.
  5. Elektronisches Endoskopsystem nach Anspruch 2, bei dem das Bildverarbeitungssystem für das Normalbild und das Fluoreszenzbild jeweils folgende Komponenten umfasst: eine ersten Bildspeicher zum Speichern von Bildsignalen, die aus einem von der Abbildungsvorrichtung ausgegebenen Bild erhalten werden; mindestens ein Verzögerungssystem zum Empfangen der von dem ersten Bildspeicher ausgegebenen Bildsignale und zum Ausgeben dieser Bildsignale mit einer vorbestimmten Zeitverzögerung; ein Mittelungssystem zum Mitteln der von dem ersten Bildspeicher ausgegebenen Bildsignale und der von dem Verzögerungssystem ausgegebenen Bildsignale sowie zum Ausgeben der gemittelten Bildsignale; einen zweiten Bildspeicher zum Speichern der von dem Mittelungssystem ausgegebenen gemittelten Bildsignale; und einen Schalter zum Wählen der Ausgabe der Bildsignale aus dem ersten Bildspeicher und der Ausgabe der gemittelten Bildsignale aus dem zweiten Bildspeicher.
  6. Elektronisches Endoskopsystem nach Anspruch 4, bei dem das Bildverarbeitungssystem für das Normalbild und das Fluoreszenzbild jeweils folgende Komponenten umfasst: einen ersten Bildspeicher zum Speichern von Bildsignalen, die aus einem von der Abbildungsvorrichtung ausgegebenen Bild erhalten werden; ein Verzögerungssystem zum Empfangen der von dem ersten Bildspeicher ausgegebenen Bildsignale und zum Ausgeben der Bildsignale mit einer Zeitverzögerung, die einem Vollbild entspricht; ein Mittelungssystem zum Mitteln der von dem ersten Bildspeicher ausgegebenen Bildsignale und der von dem Verzögerungssystem ausgegebenen Bildsignale sowie zum Ausgeben der gemittelten Bildsignale; einen zweiten Bildspeicher zum Speichern der von dem Mittelungssystem ausgegebenen gemittelten Bildsignale; und einen Schalter zum Wählen der Ausgabe der Bildsignale aus dem ersten Bildspeicher und der Ausgabe der gemittelten Bildsignale aus dem zweiten Bildspeicher.
  7. Elektronisches Endoskopsystem nach Anspruch 5 oder 6, bei dem das Bildverarbeitungssystem ferner umfasst: ein Signalvorverarbeitungssystem zum Verarbeiten der von der Abbildungsvorrichtung empfangenen Bildsignale, wobei die verarbeiteten Bildsignale dem ersten Bildspeicher zugeführt werden; und für das Normalbild und das Fluoreszenzbild jeweils ein Signalverarbeitungssystem zum Wandeln der von dem Schalter ausgegebenen Bildsignale in auf dem Anzeigegerät darstellbare Signale.
  8. Elektronisches Endoskopsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Beleuchtungseinrichtung eine vor der Weißlichtquelle angeordnete, drehbare Blende enthält, die einen lichtdurchlassenden Abschnitt und einen lichtsperrenden Abschnitt aufweist, wobei das lebende Gewebe mit Drehen der Blende intermittierend mit dem Weißlicht beleuchtet wird.
  9. Elektronisches Endoskopsystem nach Anspruch 8, bei dem die Beleuchtungseinrichtung einen Lichtquellentreiber enthält, der die Anregungslichtquelle synchron mit der Durchlass-/Sperrwirkung der drehbaren Blende intermittierend ein- und ausschaltet.
  10. Elektronisches Endoskopsystem nach Anspruch 8 oder 9, bei dem die drehbare Blende mit einem Strahlzusammenführungselement als Einheit an eine Stelle verschiebbar ist, an der die Blende aus dem Strahlengang des Weißlichtes entfernt ist, wobei das Strahlzusammenführungselement die Strahlengänge des Weißlichtes und des Anregungslichtes miteinander vereinigt.
  11. Elektronisches Endoskopsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Bilderzeugungssystem enthält: eine Objektivlinse zum Empfangen von Licht aus dem Gewebe und zum Erzeugen eines Bildes des Gewebes; und ein Anregungslicht-Sperrfilter, das zwischen der Objektivlinse und der Abbildungsvorrichtung angeordnet ist, wobei das Anregungslicht-Sperrfilter aus dem Licht, das von der Objektivlinse auf die Abbildungsvorrichtung gerichtet ist, Wellenlängenkomponenten beseitigt, die dem Anregungslicht entsprechen.
  12. Elektronisches Endoskopsystem nach Anspruch 11, bei dem die Anregungslichtquelle Licht im nahen Ultraviolettbereich aussendet.
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