DE102006006686A1 - Kompakt ablegbares Faltverdeck eines Kraftfahrzeugs - Google Patents
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Abstract
Kompakt ablegbares Faltverdeck eines Kraftfahrzeugs, mit einem vordersten, bei geschlossenem Faltverdeck an einem oberen Windlauf über der vorderen Windschutzscheibe verriegelbaren Querspriegel (1), von dem seitlich gegenüberliegend jeweils ein vorderes Dachrahmenteil (9) nach hinten absteht, das mit einem zugeordneten hinteren Dachrahmenteil (11) verstellbar verbunden ist und das hintere Dachrahmenteil (11) über eine Gelenkeinrichtung mit einem oberen Bereich eines oberen Hauptsäulenelements (13) verstellbar verbunden ist, das über einen Gelenkmechanismus mit einem unteren Hauptsäulenelement (14) verstellbar verbunden ist, das um eine Fahrzeugquerachse (31) schwenkbar an der Fahrzeugkarosserie oder an einer an der Fahrzeugkarosserie angeordneten Konsole schwenkbar befestigt ist. Der Gelenkmechanismus ist durch ein Viergelenk mit zwei Hebeln (27, 28) gebildet, die jeweils an ihren Endbereichen um eine Querachse (29, 30, 32, 33) schwenkbar einerseits mit dem oberen Hauptsäulenelement (13) und andererseits mit dem unteren Hauptsäulenelement (14) derart schwenkbar verbunden sind, dass in einer hinteren Offenlage des Faltverdecks das obere Hauptsäulenelement (13) und das untere Hauptsäulenelement (14) etwa horizontal jeweils mit ihrem in Schließlage des Faltverdecks hinteren oberen Randbereich nach unten gerichtet übereinander angeordnet sind.
Description
- Die Erfindung betrifft ein kompakt ablegbares Faltverdeck eines Kraftfahrzeugs, mit den im Oberbegriff des Patentanspruches 1 angegebenen Merkmalen.
- Ein derartiges Faltverdeck ist in der
EP 0 844 125 A1 ein Klappverdeck eines Cabriolet-Fahrzeugs, das ein vorderes und ein hinteres Dachteil aufweist. Das hintere Dachteil ist über eine zweigeteilte Hauptsäule mit einem oberen und einem unteren Hauptsäulenelement an der Fahrzeugkarosserie schwenkbar befestigt. Beim Öffnen des Faltverdecks verschwenken das obere Hauptsäulenelement und das untere Hauptsäulenelement in entgegen gesetzten Richtungen, das untere Hauptsäulenelement nach vorne und das obere Hauptsäulenelement nach hinten, und die beiden Dachteile werden zueinander in eine etwa parallele, aufrechte Lage hinter die Rückenlehnen der Rücksitze verstellt. Es dürfte deshalb nicht möglich sein, längliche Gegenstände, beispielsweise einen Schi vom Gepäckraum durch eine Öffnung in einer hinteren Rückenlehne hindurch in den Fahrgastraum einzustecken. Das eine Heckscheibe aufweisende Heckteil ist feststehend angeordnet und befindet sich insbesondere mit seinem oberen Randbereich im Fahrtwind. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Faltverdeck mit den Merkmalen im Oberbegriff des Patentanspruches 1 anzugeben, das geöffnet platzsparender abzulegen ist und eine Nutzung eines hinteren Gepäckraumes weniger einschränkt.
- Diese Aufgabe ist durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
- Nachdem der das obere Hauptsäulenelement mit dem unteren Hauptsäulenelement verbindende Gelenkmechanismus ein Viergelenk mit zwei Hebeln ist, können beim Öffnen des Faltverdecks die beiden Hauptsäulenelemente übereinander besonders platzsparend in die hintere Offenlage des Faltverdecks verstellt werden, in der die Hauptsäulenelemente etwa horizontal angeordnet sind. Die Hauptsäulenelemente oder andere Teile des Faltverdecks, die in der Offenlage ebenfalls etwa horizontal angeordnet sind können einen solchen Freiraum lassen, dass längliche Gegenstände zwischen den Hauptsäulenelementen und/oder den anderen Teilen des Faltverdecks angeordnet werden können. Vorzugsweise weist das Faltverdeck einen Verdeckstoff auf, der vorne an dem vordersten Querspriegel und hinten an einem Spannbügel befestigt ist, der über zwei ein Übertotpunktgelenk bildende Spannstangen verstellbar sein kann, von denen beispielsweise eine Spannstange über einen Hydraulikzylinder verstellbar ist. Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist der bei geschlossenem Faltverdeck untere Hebel des Viergelenks über ein weiteres Viergelenk mit zwei Schwenkhebeln verstellbar, von denen vorzugsweise ein Schwenkhebel durch das untere Hauptsäulenelement gebildet ist. Dabei kann der andere Schwenkhebel des weiteren Viergelenks jeweils um eine Querachse schwenkbar einerseits an dem unteren Hebel des Viergelenks und andererseits an der Fahrzeugkarosserie oder an einer an der Fahrzeugkarosserie angeordneten Konsole angelenkt sein. Die beiden Dachrahmenteile und die beiden Hauptsäulenelemente können jeweils ein Dichtungselement bilden oder tragen, wobei die Dichtungselemente vorzugsweise bei geschlossenem Faltverdeck jeweils stirnseitig, beispielsweise bündig aneinander angrenzen und mit einem unteren oder zusätzlich hinteren Längsrand an wenigstens einem zugeordneten oberen Randbereich einer Seitenscheibe dichtend anliegen.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand einer Zeichnung näher erläutert. Es zeigen
-
1 eine vereinfachte Seitenansicht von dem durchsichtig dargestellten, geschlossenen Faltverdeck, -
2 eine1 entsprechende Ansicht von dem teilweise geöffneten Faltverdeck, -
3 eine1 entsprechende Ansicht von dem noch weiter geöffneten Faltverdeck, -
4 eine2 entsprechende verkleinerte Ansicht, in der andere Verdeckteile durch eine Schraffur markiert sind und -
5 eine4 entsprechende Ansicht, in der nochmals andere Verdeckteile durch eine Schraffur markiert sind. - Das in
1 in einer vereinfachten Seitenansicht dargestellte Faltverdeck eines Kraftfahrzeugs befindet sich in seiner Schließlage, in der ein vorderster Querspriegel1 des Verdeckgestänges an einem oberen Windlauf über der vorderen Windschutzscheibe verriegelt ist. Zur Verdeutlichung der bei dem Faltverdeck verwendeten Teile sind diese in der Figur durchsichtig dargestellt. An dem vordersten Querspriegel1 ist ein Verdeckstoff2 befestigt, der beispielsweise an zwei Dachspriegeln3 ,4 und an einem Eckspriegel5 abgestützt und hinten an einem in Draufsicht U-förmigen Spannbügel6 befestigt ist. Der hintere Bereich des Verdeckstoffes2 weist eine Hecköffnung7 auf, die von einer Heckscheibe8 verschlossen oder verschließbar ist. - Seitlich gegenüber liegend stehen von dem vordersten Querspriegel
1 jeweils ein vorderes Dachrahmenteil9 nach hinten ab, das um eine Achse10 in Fahrzeugquerrichtung schwenkbar mit einem hinteren Dachrahmenteil11 gelenkig verbunden ist. Beim Öffnen des Faltverdecks verschwenkt das vordere Dachrahmenteil9 um die Achse7 nach hinten über das hintere Dachrahmenteil11 , das bis zum Einbringen des Faltverdecks in einen hinteren Aufnahmeraum etwa in einer horizontalen Lage verbleibt. - Das hintere Dachrahmenteil
11 ist an seinem hinteren Bereich um eine Fahrzeugquerachse12 schwenkbar mit dem oberen Bereich eines oberen Hauptsäulenelements13 gelenkig verbunden. - Bevor das Faltverdeck entriegelt und geöffnet wird, ist zunächst der Spannbügel
6 in eine etwa vertikale Spannbügeloffenlage zu verstellen, damit ein nicht dargestellter Verdeckkastendeckel um eine hintere virtuelle oder reelle Fahrzeugquerachse nach hinten oben in eine Lage schwenkbar ist, in der sich das Faltverdeck in den hinteren Aufnahmeraum einbringen lässt. Nach dem Einbringen des Faltverdecks in den hinteren Aufnahmeraum kann der Aufnahmeraum von dem Verdeckkastendeckel verschlossen werden. - In
2 ist der vorderste Querspriegel1 vom oberen Windlauf über der vorderen Windschutzscheibe entriegelt und danach das Faltverdeck etwas in Richtung seiner Offenlage in die in2 dargestellte Position verstellt, in der die Teile des Faltverdecks, insbesondere die Lenker des Verdeckgestänges gegenüber1 deutlicher erkennbar sind. - Das Verstellen des Spannbügels
6 wird über zwei, in3 dargestellte Spannstangen15 ,16 bewirkt, die in einer gemeinsamen Querachse17 schwenkbar verbunden sind und jeweils an ihren von der Querachse17 abgewandten Endbereichen um eine Fahrzeugquerachse18 ,19 schwenkbar einerseits an einem hinteren Seitenbereich des Spannbügels6 und andererseits an dem hinteren Bereich des hinteren Dachlenkers11 gelenkig befestigt sind, wobei sich diese Fahrzeugquerachsen18 ,19 bei geöffnetem Faltverdeck hinter der gemeinsamen Querachse17 befinden. - Ist das Faltverdeck wie in
1 dargestellt geschlossen, liegt der hintere Bereich des Spannbügels6 auf der Oberseite des nicht dargestellten Verdeckkastendeckels von oben auf und die beiden Spannstangen15 ,16 befinden sich in der dargestellten Übertotpunktlage, in der sich der Spannbügel6 nicht nach oben in Richtung seiner Spannbügeloffenlage verstellen lässt. In der Übertotpunktlage sind die beiden Spannstangen15 ,16 über eine zueinander gestreckte Lage hinaus verstellt, die von einem Anschlag an einer Spannstange15 oder16 und von einem Gegenanschlag an der anderen Spannstange16 oder15 begrenzt ist. - Das obere Hauptsäulenelement
13 ist in2 schraffiert dargestellt, das in dem Bereich26 ein mit dem oberen Rand einer geschlossenen Seitenscheibe bzw. mit einem oberen Seitenscheibenbereich zusammen wirkendes Dichtungselement bildet. Von dem in Schließlage des Faltverdecks hinteren Bereich des oberen Hauptsäulenelements13 steht ein Hebelarm20 nach hinten oben ab, der gegenüber dem oberen Bereich des Hauptsäulenelements13 seitlich nach innen versetzt ist und bei geschlossenem Faltverdeck seitlich neben dem vorderen oberen Bereich des unteren Hauptsäulenelements14 , oder genauer, seitlich neben dem vorderen oberen Bereich eines Dichtungselements23 des unteren Hauptsäulenelements14 angeordnet ist, das zusammen mit einem eine Knickstelle24 aufweisenden Schwenkhebel25 das untere Hauptsäulenelement14 bildet.2 ist besonders deutlich entnehmbar, dass an dem vorstehenden Endbereich des Hebelarmes20 ein seitlicher Schenkel21 eines Eckspriegels22 feststehend oder um eine Fahrzeugquerachse schwenkbar angeordnet ist. Der Schwenkhebel25 ist an seinem unteren Endbereich um eine Fahrzeugquerachse31 schwenkbar an der Fahrzeugkarosserie oder an einer an der Fahrzeugkarosserie angeordneten Konsole schwenkbar befestigt. - Das durch ein Dichtungselement
23 und einen in einem Abstand dahinter angeordneten Schwenkhebel25 gemeinsam gebildete untere Hauptsäulenelement14 ist durch eine Schraffur dieser Teile in4 besonders deutlich erkennbar. Die bei dem Ausführungsbeispiel vorgesehene feste Verbindung des Dichtungselements23 und des Schwenkhebels25 kann auf unterschiedliche Weise, beispielsweise über wenigstens ein nicht dargestelltes Verbindungselement erfolgen. - Das obere Hauptsäulenelement
13 ist über einen Gelenkmechanismus mit dem Schwenkhebel25 des unteren Hauptsäulenelements14 verstellbar verbunden, wobei der Gelenkmechanismus durch ein Viergelenk mit zwei in2 besonders deutlich erkennbaren Hebeln27 ,28 gebildet ist. Der Hebel27 ist an seinen Endbereichen jeweils um eine Querachse29 ,30 schwenkbar einerseits an dem oberen Hauptsäulenelement13 und andererseits an dem oberen Endbereich des Schwenkhebels25 des unteren Hauptsäulenelements14 angelenkt. Der andere Hebel28 des Viergelenks ist an seinen Endbereichen jeweils um eine Querachse32 ,33 schwenkbar einerseits unterhalb der Querachse29 an dem oberen Hauptsäulenele ment13 und andererseits im Bereich der Knickstelle24 an dem Schwenkhebel25 angelenkt. Die beiden Hebel27 und28 sind etwa parallel angeordnet. - Der bei geschlossenem Faltverdeck untere Hebel
28 des Viergelenks ist über ein weiteres Viergelenk mit zwei Schwenkhebeln25 ,34 verstellbar, von denen ein Schwenkhebel25 durch das untere Hauptsäulenelement14 gebildet ist, das bereits beschrieben wurde. Der andere Schwenkhebel34 des weiteren Viergelenks ist in5 durch eine Schraffur besonders deutlich erkennbar, der an seinen Endbereichen jeweils um eine Querachse35 ,36 schwenkbar einerseits an dem unteren Hebel28 des Viergelenks und andererseits an der Fahrzeugkarosserie oder an einer an der Fahrzeugkarosserie angeordneten Konsole angelenkt ist. - Die Dichtungselemente
23 ,26 des unteren14 und oberen Hauptsäulenelements13 liegen bei geschlossenen Seitenscheiben in der1 entsprechenden Schließlage des Faltverdecks von oben und hinten an dem oberen und hinteren Rand einer zugeordneten Seitenscheibe oder eines Seitenscheibenbereiches abdichtend an. - Das dem oberen Hauptsäulenelement
13 zugeordnete Dichtungselement26 und das dem unteren Hauptsäulenelement14 zugeordnete Dichtungselement23 liegen in der Schließlage des Faltverdecks stirnseitig fluchtend aneinander an. - Eine Gelenkeinrichtung verbindet das hintere Dachrahmenteil
11 um eine Fahrzeugquerachse37 schwenkbar mit dem oberen Hauptsäulenelement13 . - Das vordere Dachrahmenteil
9 ist um eine Achse10 in Fahrzeugquerrichtung schwenkbar mit dem hinteren Dachrahmenteil11 verbunden. Beim Öffnen des Faltverdecks ist das vordere Dachrahmenteil9 nach hinten über das hintere Dachrahmenteil11 schwenkbar, wobei das hintere Dachrahmenteil11 beim Öffnen des Faltverdecks etwa in einer horizontalen Lage verbleibt. - Der hintere Spannbügel
6 , an dem der hintere Randbereich des nur in1 angegebenen Verdeckstoffes2 befestigt ist, weist bei geschlossenem Faltverdeck seitlich gegenüber liegende Schenkel38 auf, die nach vorne gerichtet sind und jeweils im vorderen Endbereich um eine Fahrzeugquerachse39 schwenkbar an einem mittleren Bereich eines Stützhebels40 angelenkt sind, der in einem vorderen Bereich um eine Querachse41 schwenkbar an der Fahrzeugkarosserie oder an einer an der Fahrzeugkarosserie angeordneten Konsole angelenkt ist. Jeweils bezogen auf die Schließlage des Faltverdecks ist der obere Endbereich des Stützhebels40 um eine Querachse42 schwenkbar an einem Zwischenhebel43 angelenkt, der an seinem vorderen Endbereich um eine Querachse44 schwenkbar an dem Schwenkhebel34 des weiteren Viergelenks angelenkt ist, der sich vor dem Schwenkhebel25 des unteren Hauptsäulenelements14 befindet. - In einem eher geringen Abstand von dem Stützhebel
40 ist ein Kulissenhebel45 angeordnet, der um eine Querachse46 schwenkbar mit einem zugeordneten Schenkel38 des Spannbügels6 gelenkig verbunden ist. Von der Fahrzeugkarosserie oder von einem damit verbundenen Bauteil steht ein Bolzen47 ab, der in eine Kulissenausnehmung48 in dem Kulissenhebel45 eingreift und im Zusammenwirken mit einem Endbereich der Kulissenausnehmung48 den Öffnungsschwenkbereich des Spannbügels6 in einer maximalen Spannbügeloffenlage begrenzt. In der maximalen Spannbügeloffenlage des Spannbügels6 ist ein Verschwenken eines nicht dargestellten Verdeckkastendeckels zwischen einer Deckeloffenlage und einer Deckelschließlage möglich. In der Schließlage des Faltverdecks befindet sich der Spannbügel6 in einer etwa horizontalen, den Verdeckstoff zugbelastenden Spannlage und liegt von oben über ein Dichtungselement abdichtend an dem geschlossenen Verdeckkastendeckel an. - Der vordere Dachlenker
9 ist bei dem Ausführungsbeispiel über einen Verstellmechanismus gegenüber dem hinteren Dachlenker11 verstellbar, der zwei in einem gemeinsamen Gelenk48 verbundene Hebelteile49 ,50 aufweist, die jeweils an ihren Endbereichen einerseits an dem vorderen Dachlenker9 und andererseits an dem hinteren Dachlenker11 jeweils um eine Querachse51 ,52 schwenkbar angelenkt sind. An einem Hebelarm des Hebelteiles50 ist ein Koppelhebel53 angelenkt, der an seinem anderen Endbereich an einem Hebelarm eines zweiarmigen Umlenkhebels54 gelenkig befestigt ist, der in einem mittleren Bereich um eine Fahrzeugquerachse55 schwenkbar an dem hinteren Dachlenker11 befestigt ist. An dem freien Hebelarm des Umlenkhebels54 ist ein Übertragungshebel56 angelenkt, der an seinem hinteren Endbereich um eine Querachse57 schwenkbar an der zugeordne ten Spannstange15 angelenkt ist, die an dem hinteren Dachlenker11 um die Fahrzeugquerachse18 schwenkbar befestigt ist. - Zur Steuerung der Verstellbewegung des hinteren Dachrahmenteiles (
11 ) ist ein Steuerhebel58 vorgesehen, der jeweils um eine Achse59 ,60 in Fahrzeugquerrichtung schwenkbar an einem Endbereich an dem unteren Hebel28 des Viergelenks und an seinem anderen, bei geschlossenem Faltverdeck oberen Endbereich im hinteren Bereich des hinteren Dachrahmenteiles11 angelenkt ist. Der Steuerhebel58 ist in5 schraffiert dargestellt. - In den Figuren ist nicht ohne weiteres erkennbar, dass die Heckscheibe
8 über jeweils zwei seitliche Lenker verstellbar ist, die ebenfalls ein Viergelenk bilden. Die Heckscheibe8 wird beim Verstellen des Spannbügels6 und/oder beim Öffnen oder Schließen des Faltverdecks durch die im Verdeckstoff wirkenden Zugkräfte verstellt. Ebenso kann an einem mit der Heckscheibe verbundenen Lenker auch ein Hebel einer mit einem Gestängeelement des Faltverdecks verbundenen Verstelleinrichtung oder ein Element einer motorischen Antriebseinrichtung angreifen, beispielsweise wenn die Heckscheibe nicht fest in der Hecköffnung angeordnet ist, sondern separat vor die Hecköffnung im Verdeckstoff verstellbar ist. Ein Verstellen des Spannbügels bei an dem oberen Windlauf über der vorderen Windschutzscheibe verriegeltem vordersten Querspriegel wird bei dem Ausführungsbeispiel über jeweils einen seitlichen Hydraulikzylinder bewirkt, der beispielsweise an einem Hebelarm einer Spannstange angreift. Ein motorisches Öffnen und Schließen des vom oberen Windlauf entriegelten Faltverdecks wird über jeweils einen weiteren seitlichen Hydraulikzylinder bewirkt, der beispielsweise den Schwenkhebel des unteren Hauptsäulenelements oder den anderen Schwenkhebel des weiteren Viergelenks oder ein mit einem Schwenkhebel des weiteren Viergelenks verbundenes weiteres Bauteil verstellt. - Bei dem Ausführungsbeispiel werden beim Öffnen des Faltverdecks das vordere und hintere Dachrahmenteil sowie das obere und untere Hauptsäulenelement in eine jeweils etwa horizontale Lage übereinander kompakt angeordnet und nach hinten verstellt. Befindet sich in der hinteren Offenlage des Faltverdecks das obere Hauptsäulenelement in Fahrzeugquerrichtung seitlich neben dem unteren Haupt säulenelement, so erhält man eine besonders packageoptimierte Ablage des Faltverdecks und seiner in Schließlage mit seitlichen Fensterscheiben zusammen wirkenden Dichtungselemente.
- Das vordere Dachrahmenteil kann auch in einer von dem Ausführungsbeispiel abweichenden Weise mit dem hinteren Dachrahmenteil beispielsweise über ein zwei Schwenkteile aufweisendes Dachviergelenk verbunden sein. In diesem Fall ist vorzugsweise das vordere Dachrahmenteil beim Öffnen des Faltverdecks über oder unter das hintere Dachrahmenteil verstellbar und das hintere Dachrahmenteil sowie das vordere Dachrahmenteil verbleiben beim Öffnen des Faltverdecks in einer etwa horizontalen Lage. Die bei dem Ausführungsbeispiel in dem Kulissenhebel vorgesehene Kulissenausnehmung kann auch an der Fahrzeugkarosserie oder an einem daran befestigten oder abgestützten Bauteil vorgesehen sein, wobei in diesem Fall der in die Kulissenausnehmung eingreifende Bolzen dann von dem Kulissenhebel absteht. Das obere Hauptsäulenelement kann so über ein Viergelenk mit dem unteren Hauptsäulenelement verbunden sein, dass in der Offenlage des Faltverdecks das obere Hauptsäulenelement über oder unter dem unteren Hauptsäulenelement angeordnet ist. Das Faltverdeck ermöglicht größere Seitenscheiben, verbessert das Packmaß in Fahrzeuglängsrichtung und ermöglicht eine Optimierung der Schulterbreite des geschlossenen Faltverdecks. Das Faltverdeck kann wie bei dem Ausführungsbeispiel einen Verdeckstoff oder bei einer anderen Ausführung keinen Verdeckstoff, sondern feste Dachteile aufweisen. Beispielsweise kann der vorderste Querspriegel zu einem vorderen Dachteil vergrößert und mit den vorderen Dachrahmenteilen verbunden sein. Die beiden hinteren Dachrahmenteile können über ein hinteres festes Dachteil querverbunden sein. Die Heckscheibe kann in einem festen Heckteil angeordnet sein.
Claims (14)
- Kompakt ablegbares Faltverdeck eines Kraftfahrzeugs, mit einem vordersten, bei geschlossenem Faltverdeck an einem oberen Windlauf über der vorderen Windschutzscheibe verriegelbaren Querspriegel, von dem seitlich gegenüber liegend jeweils ein vorderes Dachrahmenteil nach hinten absteht, das mit einem zugeordneten hinteren Dachrahmenteil verstellbar verbunden ist und das hintere Dachrahmenteil über eine Gelenkeinrichtung mit einem oberen Bereich eines oberen Hauptsäulenelements verstellbar verbunden ist, das über einen Gelenkmechanismus mit einem unteren Hauptsäulenelement verstellbar verbunden ist, das um eine Fahrzeugquerachse schwenkbar an der Fahrzeugkarosserie oder an einer an der Fahrzeugkarosserie angeordneten Konsole schwenkbar befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Gelenkmechanismus durch ein Viergelenk mit zwei Hebeln (
27 ,28 ) gebildet ist, die jeweils an ihren Endbereichen um eine Querachse (29 ,30 ,32 ,33 ) schwenkbar einerseits mit dem oberen Hauptsäulenelement (13 ) und andererseits mit dem unteren Hauptsäulenelement (14 ) derart schwenkbar verbunden sind, dass in einer hinteren Offenlage des Faltverdecks das obere Hauptsäulenelement (13 ) und das untere Hauptsäulenelement (14 ) etwa horizontal jeweils mit ihrem in Schließlage des Faltverdecks hinteren oberen Randbereich nach unten gerichtet übereinander angeordnet sind. - Faltverdeck nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der bei geschlossenem Faltverdeck untere Hebel (
28 ) des Viergelenks über ein weiteres Viergelenk mit zwei Schwenkhebeln (25 ,34 ) verstellbar ist, von denen ein Schwenkhebel (25 ) durch das untere Hauptsäulenelement (14 ) gebildet ist und der andere Schwenkhebel (34 ) jeweils an seinen Endbereichen um eine Querachse (35 ,36 ) schwenkbar einerseits an dem unteren Hebel (28 ) des Viergelenks und andererseits an der Fahrzeugkarosserie oder an einer an der Fahrzeugkarosserie angeordneten Konsole angelenkt ist. - Faltverdeck nach Patentanspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das obere Hauptsäulenelement (
13 ) und/oder das untere Hauptsäulenelement (14 ) ein Dichtungselement (26 ) bilden und/oder mit einem Dichtungselement (23 ) verbunden sind und die Dichtungselemente (23 ,26 ) in der Schließlage des Faltverdecks bei geschlossenen Seitenscheiben von oben und hinten an dem oberen und hinteren Rand einer zugeordneten Seitenscheibe oder eines Seitenscheibenbereiches abdichtend anliegen. - Faltverdeck nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das dem oberen Hauptsäulenelement zugeordnete Dichtungselement oder das dem unteren Hauptsäulenelement (
14 ) zugeordnete Dichtungselement (23 ) in der Schließlage des Faltverdecks mit einem Abstand vor oder hinter dem oberen bzw. unteren Hauptsäulenelement (14 ) angeordnet ist und sich mit seinem oberen Randbereich fluchtend an den unteren Randbereich des dem oberen Hauptsäulenelement (13 ) zugeordneten Dichtungselements (26 ) anschließt. - Faltverdeck nach einem der Patentansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an dem in Schließlage des Faltverdecks hinteren Bereich des oberen Hauptsäulenelements (
13 ) ein Hebelarm (20 ) nach hinten oben absteht, der gegenüber dem Dichtungselement (26 ) des oberen Hauptsäulenelements (13 ) seitlich nach innen versetzt ist und bei geschlossenem Faltverdeck seitlich neben dem vorderen oberen Bereich des dem unteren Hauptsäulenelement (14 ) zugeordneten Dichtungselements (23 ) angeordnet ist, wobei an dem vorstehenden Endbereich des Hebelarmes (20 ) ein seitlicher Schenkel (21 ) eines Eckspriegels (22 ) feststehend oder um eine Fahrzeugquerachse schwenkbar angeordnet ist. - Faltverdeck nach einem der Patentansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in der hinteren Offenlage des Faltverdecks das obere Hauptsäulenelement (
13 ) in Fahrzeugquerrichtung seitlich neben dem unteren Hauptsäulenelement (14 ) angeordnet ist. - Faltverdeck nach einem der Patentansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Gelenkeinrichtung das hintere Dachrahmenteil (
11 ) um eine Fahrzeugquerachse (37 ) schwenkbar mit dem oberen Hauptsäulenelement (13 ) verbindet. - Faltverdeck nach einem der Patentansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das vordere Dachrahmenteil (
9 ) um eine Achse (10 ) in Fahrzeugquerrichtung schwenkbar mit dem hinteren Dachrahmenteil (11 ) verbunden ist und beim Öffnen des Faltverdecks nach hinten über das hintere Dachrahmenteil (11 ) schwenkbar ist und das hintere Dachrahmenteil (11 ) beim Öffnen des Faltverdecks etwa in einer horizontalen Lage verbleibt. - Faltverdeck nach einem der Patentansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das vordere Dachrahmenteil über ein zwei Schwenkteile aufweisendes Dachviergelenk mit dem hinteren Dachrahmenteil verbunden ist und beim Öffnen des Faltverdecks nach hinten über oder unter das hintere Dachrahmenteil verstellbar ist und das hintere Dachrahmenteil und das vordere Dachrahmenteil beim Öffnen des Faltverdecks etwa in einer horizontalen Lage verbleiben.
- Faltverdeck nach einem der Patentansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Faltverdeck einen hinteren Spannbügel (
6 ) mit seitlich nach vorne gerichteten Schenkeln (38 ) aufweist, die jeweils am vorderen Endbereich um eine Fahrzeugquerachse (39 ) schwenkbar an einem Stützhebel (40 ) angelenkt sind, der um eine Querachse (41 ) schwenkbar an der Fahrzeugkarosserie oder an einer an der Fahrzeugkarosserie angeordneten Konsole angelenkt ist und der an anderer Stelle um eine Querachse (42 ) schwenkbar an einem Zwischenhebel (43 ) angelenkt ist, der an seinem anderen Endbereich um eine Querachse (44 ) schwenkbar an dem unteren Hauptsäulenelement (25 ) oder an dem in Schließlage des Faltverdecks vor dem unteren Hauptsäulenelement angeordneten zweiten Schwenkhebel des weiteren Viergelenks angelenkt ist. - Faltverdeck nach Patentanspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Abstand von dem Stützhebel (
40 ) ein Kulissenhebel (45 ) angeordnet ist, der um eine Querachse (46 ) schwenkbar mit einem zugeordneten Schenkel (38 ) des Spannbügels (6 ) gelenkig verbunden ist und entweder von dem Kulissenhebel oder von der Fahrzeugkarosserie oder von einem damit verbundenen Bauteil ein Bolzen (47 ) absteht, der in eine Kulissenausnehmung (48 ) in dem anderen Teil, in dem Bauteil oder in der Fahrzeugkarosserie oder in dem Kulissenhebel eingreift und im Zusammenwirken mit einem Endbereich der Kulissenausnehmung (48 ) den Öffnungsschwenkbereich des Spannbügels (6 ) begrenzt, wobei der Spannbügel (6 ) in einer Spannbügeloffenlage ein Verschwenken eines Verdeckkastendeckels zwischen einer Deckeloffenlage und einer Deckelschließlage ermöglicht und in der Schließlage des Faltverdecks der Spannbügel (6 ) in eine etwa horizontale Spannlage geschwenkt von oben an dem geschlossenen Verdeckkastendeckel anliegt und den Verdeckstoff zugbelastet. - Faltverdeck nach Patentanspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannbügel (
6 ) über zwei an einem Endbereich um eine gemeinsame Querachse (17 ) schwenkbar verbundene Spannstangen (15 ,16 ) verstellbar ist, die in der Schließlage des Faltverdecks über eine zueinander gestreckte Lage hinaus in eine Übertotpunktlage verstellt sind und die von der gemeinsamen Querachse (17 ) abgewandten Schenkelenden der Spannstangen (15 ,16 ) jeweils um eine Fahrzeugquerachse (18 ,19 ) schwenkbar einerseits an einem hinteren Seitenbereich des Spannbügels (6 ) und andererseits an dem hinteren Bereich des hinteren Dachlenkers (11 ) gelenkig befestigt sind und sich diese Gelenkstellen (18 ,19 ) bei geöffnetem Faltverdeck hinter der gemeinsamen Querachse (17 ) befinden. - Faltverdeck nach einem der Patentansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der vordere Dachlenker (
9 ) über einen Verstellmechanismus gegenüber dem hinteren Dachlenker (11 ) verstellbar ist, der zwei in einem gemeinsamen Gelenk (61 ) verbundene Hebelteile (49 ,50 ) aufweist, die jeweils an ihren Endbereichen einerseits an dem vorderen Dachlenker (9 ) und andererseits an dem hinteren Dachlenker (11 ) jeweils um eine Querachse (51 ,52 ) schwenkbar angelenkt sind, wobei an einem Hebelarm eines Hebelteiles (50 ) ein Koppelhebel (53 ) angelenkt ist, der an seinem anderen Endbereich an einem Hebelarm eines zweiarmigen Umlenkhebels (54 ) gelenkig befestigt ist, der in einem mittleren Bereich um eine Fahrzeugquerachse (55 ) schwenkbar an dem hinteren Dachlenker (11 ) befestigt ist und an dem freien Hebelarm des Umlenkhebels (54 ) ein Übertragungshebel (56 ) angelenkt ist, der an seinem hinteren Endbereich um eine Querachse (57 ) schwenkbar an der zugeordneten Spannstange (15 ) angelenkt ist, die an dem hinteren Dachlenker (11 ) um die Fahrzeugquerachse (18 ) schwenkbar befestigt ist. - Faltverdeck nach einem der Patentansprüche 2 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass zur Steuerung der Verstellbewegung des hinteren Dachrahmenteiles (
11 ) ein Steuerhebel (58 ) vorgesehen ist, der jeweils um eine in Fahrzeugquerrichtung liegende Achse (59 ,60 ) schwenkbar an einem Endbereich an dem unteren Hebel (28 ) des Viergelenks und an dem anderen, bei geschlossenem Faltverdeck oberen Endbereich im hinteren Bereich des hinteren Dachrahmenteiles (11 ) angelenkt ist.
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| DE200610006686 DE102006006686A1 (de) | 2006-02-14 | 2006-02-14 | Kompakt ablegbares Faltverdeck eines Kraftfahrzeugs |
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