DE102006005328A1 - Vorgesteuertes Druckregelventil - Google Patents
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Abstract
Ein vorgesteuertes Druckregelventil ist in Patronenbauweise ausgeführt und besitzt eine erste Hülse, die mit einer Ausgangsanschlussöffnung, mit einer Tankanschlussöffnung und mit einer Druckversorgungsanschlussöffnung versehen ist und in der ein Hauptsteuerschieber entlang einer Längsachse der ersten Hülse beweglich geführt ist. Der Hauptsteuerschieber begrenzt einen Steuerdruckraum in einem der Ausgangsanschlussöffnung abgewandten Endabschnitt der ersten Hülse und regelt in Abhängigkeit von einem in dem Steuerdruckraum herrschenden Steuerdruck einen Druck in der Ausgangsanschlussöffnung. Ein Vorsteuerventil, durch welches der Steuerdruck einstellbar ist, steht mit dem Steuerdruckraum in fluidischer Verbindung. Das Vorsteuerventil umfasst eine zweite Hülse, in der ein Vorsteuerschieber beweglich geführt ist, wobei die zweite Hülse mit einer Stirnseite den Steuerdruckraum am Endaschnitt der ersten Hülse begrenzt und an dieser Stirnseite eine in den Steuerdruckraum mündende Ausgangsöffnung besitzt. Die zweite Hülse umfasst weiterhin jeweils eine radiale Öffnung für eine Steuerfluidversorgung und für eine Steuerfluidentlastung. Mittels des Vorsteuerschiebers ist die Ausgangsöffnung zum Steuerdruckraum im Sinne einer Druckregelung mit der Steuerfluidversorgungsöffnung bzw. der Steuerfluidentlastungsöffnung verbindbar. Die erste Hülse überdeckt die zweite Hülse in einem Bereich der Steuerfluidversorgungsöffnung, und in einem Mantel der ersten Hülse führt ein Kanal aus einem ...
Description
- Die Erfindung betrifft ein vorgesteuertes Druckregelventil gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
- Ein solches herkömmliches Druckregelventil ist z.B. in der Druckschrift
DE 28 13 618 A1 beschrieben. Ein Einsatzabschnitt des Druckregelventils besitzt die Form eines gestuften Zylinders. Der Einsatzabschnitt ist von seiner Stirnseite her mit einer zentralen Längsbohrung versehen: Die Öffnung der Bohrung an der Stirnseite bildet den Ausgangsanschluss. Ein Druckversorgungsanschluss und ein Tankanschluss sind durch radiale Bohrungen gebildet. In der zentralen Bohrung ist ein hohlgebohrter Ventilschieber beweglich geführt. Eine Radialbohrung im Ventilschieber bildet zusammen mit der Tankanschlussbohrung oder der Druckversorgungsanschlussbohrung jeweils eine Steuerkante. Der Ventilschieber ist von einer Feder in Richtung einer Verbindung des Ausgangsanschlusses mit dem Tankanschluss beaufschlagt. Außerdem begrenzt er einen im Bodenbereich der Längsbohrung im Einsatzabschnitt gebildeten Steuerdruckraum. Durch den Druck im Steuerdruckraum ist der Ventilschieber in Richtung einer Verbindung des Ausgangsanschlusses mit dem Druckversorgungsanschluss beaufschlagt. Durch eine LängsbOhrung und eine radiale Düsenbohrung ist der Steuerdruckraum mit dem Druckversorgungsanschluss verbunden. Die Bohrungen sind an ihrer außenseitigen Öffnung mit eingepressten Pfropfen verschlossen. Über eine weitere, als Längsbohrung ausgeführte Düse ist der Steuerdruckraum mit einem Vorsteuerventil verbunden, durch das der Druck im Steuerdruckraum einstellbar ist. Bei dem Vorsteuerventil handelt es sich um ein Druckbegrenzungsventil in Sitzventilausführung. Das Vorsteuerventil wird durch einen am Einsatzabschnitt angebrachten Proportionalmagneten gesteuert. Der Federraum des Vorsteuerventils ist über einen weiteren Kanal im Einsatzabschnitt mit dem Tankanschluss verbunden. Auch bei diesem Kanal sind außenseitige Bohrungsöffnungen mit Pfropfen verschlossen. - Nachteilig an dieser herkömmlichen Bauweise ist, dass über das Vorsteuerventil ständig Steuerfluid abfließt. Wenn man die Steuerfluiddüsen mit sehr geringen Querschnitten ausführt, sinkt zwar der Verbrauch an Steuerfluid, in gleichem Maße wird jedoch das Regelverhalten träge. Außerdem ist die Fertigung eines solchen vorgesteuerten Druckbegrenzungsventils, bei dem sich der Hauptsteuerschieber und der Vorsteuerkegel im gleichen, einstückig ausgeführten Einsatzstückbefinden, sehr arbeitsaufwendig.
- Ein vorgesteuertes Druckregelventil, bei dem die Vorsteuerstufe – wie auch die Hauptsteuerstufe – als 3-Wege Druckregelventil ausgeführt ist, ist aus der US-A-4 785 849 bekannt. Die Ventilkolben der Hauptsteuerstufe und der Vorsteuerstufe sind in unterschiedlichen Ventilgehäusen angeordnet.
- Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Druckregelventil in Patronenbauweise anzugeben, das sich durch einen geringen Verbrauch an Steuerfluid und durch ein schnelles Regelverhalten auszeichnet und das außerdem mit geringem Aufwand zu fertigen ist.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein vorgesteuertes Druckregelventil mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
- Das erfindungsgemäße Druckregelventil ist in Patronenbauweise ausgeführt und besitzt eine erste Hülse, die mit einer Ausgangsanschlussöffnung, mit einer Tankanschlussöffnung und mit einer. Druckversorgungsanschlussöffnung versehen ist und in der ein Hauptsteuerschieber entlang einer Längsachse der ersten Hülse beweglich geführt ist. Der Hauptsteuerschieber begrenzt einen Steuerdruckraum in einem der Ausgangsanschlussöffnung abgewandten Endabschnitt der ersten Hülse und regelt in Abhängigkeit von einem in dem Steuerdruckraum herrschenden Steuerdruck einen Druck in der Ausgangsanschlussöffnung. Ein Vorsteuerventil, durch welches der Steuerdruck einstellbar ist, steht mit dem Steuerdruckraum in fluidischer Verbindung.
- Erfindungsgemäß umfasst das Vorsteuerventil eine zweite Hülse, in der ein Vorsteuerschieber beweglich geführt ist, wobei die zweite Hülse mit einer Stirnseite den Steuerdruckraum am Endabschnitt der ersten Hülse begrenzt und an dieser Stirnseite eine in den Steuerdruckraum mündende Ausgangsöffnung besitzt. Die zweite Hülse umfasst weiterhin jeweils eine radiale Öffnung für eine Steuerfluidversorgung und für eine Steuerfluidentlastung. Mittels des Vorsteuerschiebers ist die Ausgangsöffnung zum Steuerdruckraum im Sinne einer Druckregelung mit der Steuerfluidversorgungsöffnung bzw. der Steuerfluidentlastungsöffnung verbindbar. Die erste Hülse überdeckt die zweite Hülse in einem Bereich der Steuerfluidversorgungsöffnung, und in einem Mantel der ersten Hülse führt ein Kanal aus einem Bereich der Druckversorgungsanschlussöffnung zu der Steuerfluidversorgungsöffnung.
- Die Besonderheit der vorliegenden Erfindung ist also, dass der Vorsteuerschieber in einer eigenen zweiten Hülse, die an die erste Hülse angesetzt bzw. eingesetzt ist, geführt ist, so dass die Vorsteuerstufe als eigenständige vormontierbare bauliche Einheit gefertigt werden kann. So kann jede Ventilstufe für sich gefertigt werden, wodurch sich der Ausschuss verringert. Außerdem zeichnet sich das erfindungsgemäße vorgesteuerte Ventil mit seinen zwei in jeweils einer eigenen Hülse geführten Regelkolben durch eine sehr kompakte und einfach zu fertigende Bauform aus. Die vorliegende Erfindung erlaubt es somit, das an sich bekannte Prinzip, eine Hauptstufe eines Druckregelventils mit einem Druckregelventil vorzusteuern, mit seinen Vorteilen bezüglich der Regelgeschwindigkeit und eines geringen Steuerfluidverbrauchs, einfach und kostengünstig bei einem Patronenventil zu verwirklichen.
- Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen hinsichtlich der konstruktiven Ausführung des erfindungsgemäßen Druckregelventils sind in den Unteransprüchen angegeben.
- Vorzugsweise stützt sich die zweite Hülse mittels einer radial von ihr vorstehenden Schulter an einer ihr zugewandten Ringfläche des Mantels der ersten Hülse ab. Dadurch ist die Position der zweiten Hülse relativ zur ersten Hülse vorgege ben. Bei der Montage kann die zweite Hülse einfach auf die erste Hülse aufgesteckt werden.
- Eine besonders bevorzugte Ausgestaltung sieht vor, dass der Kanal im Mantel der ersten Hülse eine in einer Innenmantelfläche der ersten Hülse ausgeführte Ringnut und eine parallel zur Längsachse der ersten Hülse ausgeführte, von der Ringfläche ausgehende und sich mit der Ringnut schneidende Bohrung umfasst, und dass eine Öffnung der Bohrung an der Ringfläche durch die Schulter der zweiten Hülse verschlossen ist. Durch diese Gestaltung des Kanals, der dem Vorsteuerventil Steuerfluid zuführt, kann auf Verschlusspfropfen oder Dichtungsmittel verzichtet werden. Am Übergang von der Ringnut in die Steuerfluidversorgungsöffnung kann durch genaues Fertigen des Außendurchmesser der zweiten Hülse bzw. des Innendurchmessers der ersten Hülse eine sehr geringe Leckage erzielt werden. An der stirnseitigen Öffnung ist die Längsbohrung im Mantel der ersten Hülse durch die Schulter der zweiten Hülse ausreichend dicht verschlossen.
- Eine besonders einfache Befestigung der Vorsteuerstufe an der Hauptsteuerstufe erreicht man, wenn die zweite Hülse an ihrer Schulter durch eine an der ersten Hülse befestigte Aufsatzkappe an der ersten Hülse gehalten ist.
- Vorzugsweise ist weiterhin die Steuerfluidentlastungsöffnung über einen zwischen der ersten Hülse und der Aufsatzkappe gebildeten Spalt mit einem Tankanschlussabschnitt an der Außenseite der ersten Hülse fluidisch verbunden. Dies stellt eine sehr einfache Möglichkeit dar, Fluid aus der Steuerfluidentlastungsöffnung zu dem Tankanschlussabschnitt abzuführen.
- Eine besonders bevorzugte Ausgestaltung sieht vor, dass der Hauptsteuerschieber in einer dem Steuerdruckraum zugewandten Steuerfläche eine Vertiefung aufweist, mit der er einen in die erste Hülse vorstehenden Mündungsabschnitt der zweiten Hülse aufnimmt. Dadurch lässt sich das erfindungsgemäße Druckregelventil sehr kompakt gestalten, so dass es gleich lang oder nur geringfügig länger als eine herkömmliche Ventilpatrone ausfällt. Dabei ist eine ausreichende Führungslänge für den Hauptsteuerschieber und den Vorsteuerschieber gewährleistet.
- Vorzugsweise ist in einem Mantel der zweiten Hülse in einem Abschnitt zwischen der Steuerfluidversorgungsöffnung und der Steuerfluidentlastungsöffnung eine Radialbohrung vorgesehen, sowie eine von der Ausgangsöffnung in der Stirnseite der zweiten Hülse ausgehende Längsbohrung, die auf die Radialbohrung trifft. Die Radialbohrung ist an der Außenmantelfläche der zweiten Hülse durch eine Innenmantelfläche der ersten Hülse verschlossen. Durch diese einfache Gestaltung der Hülsen bzw. der Kanäle in der zweiten Hülse kann wiederum auf Verschlusspfropfen verzichtet werden.
- Nachfolgend werden die vorliegende Erfindung und deren Vorteile unter Bezugnahme auf das in den Figuren dargestellte Ausführungsbeispiel näher erläutert.
-
1a zeigt ein vorgesteuertes Druckregelventil in Patronenbauweise in einem Teilschnitt längs der Ventilachse und -
1b zeigt einen Längsschnitt des in1a dargestellten Druckregelventils entlang der Schnittlinie A-A. - Gemäß den
1a und1b umfasst eine Ventilpatrone1 eine Hauptstufe2 und eine Vorsteuerstufe3 . Die Hauptstufe2 ist im Wesentlichen durch eine Hülse5 gebildet, in deren zentralen in Längsrichtung verlaufenden Durchgangsbohrung7 ein als Hohlkolben ausgebildeter Hauptsteuerschieber8 entlang der Längsachse der Hülse5 beweglich geführt ist. Die Hülse5 unterteilt sich in Längsrichtung in mehrere Abschnitte verschiedenen Außendurchmessers. Von der stirnseitigen Öffnung9 der Längsbohrung7 der Hülse5 ausgehend sind ein Ausgangsabschnitt10 , ein Fluidversorgungsabschnitt12 und ein Tankanschlussabschnitt14 durch Schultern11 und13 voneinander getrennt. Die Schultern11 und13 weisen jeweils eine Ringnut auf, in der ein Dichtungsring angeordnet ist. Die stirnseitige Öffnung9 der Bohrung7 bildet den Ausgangsanschluss der Ventilpatrone1 . Im Fluidversorgungsabschnitt12 bildet eine Radialbohrung16 den Druckversorgungsanschluss und im Tankanschlussabschnitt14 eine Radialbohrung18 den Tankanschluss der Ventilpatrone1 . - Die Vorsteuerstufe
3 umfasst eine zweite Hülse30 mit einer zentralen in Längsrichtung ausgeführten Durchgangsbohrung32 und einem darin geführten Vorsteuerschieber40 . Die Außenkontur der Hülse30 ist im Wesentlichen die eines Stufenzylinders. Ein Mündungsabschnitt33 und ein zweiter zylinderförmiger Abschnitt34 stehen in die Längsbohrung7 der Hülse5 vor. Der Abschnitt34 ist in die Längsbohrung7 eingepasst. An den zweiten Abschnitt34 schließt sich eine Schulter35 an, mit der sich die zweite Hülse30 an der ihr zugewandten Ringfläche der ersten Hülse5 abstützt. Die Hülse30 setzt sich in einem an die Schulter35 anschließenden Abschnitt36 fort. - Eine Kappe
42 ist auf die Hülse5 an einem Außengewinde19 aufgeschraubt. Die Kappe42 hält mittels einer in ihrer zentralen Bohrung gebildeten Stufe die Schulter35 der Hülse30 an der Hülse5 . Im der Hülse5 abgewandten Abschnitt der Kappe42 ist ein Betätigungsmagnet angeordnet, durch den der Vorsteuerschieber40 mit einer Kraft in Richtung der Hülse5 beaufschlagbar ist. - Der Hauptsteuerschieber
8 weist eine zentrale Sacklochbohrung24 auf, welche zur Öffnung9 der Hülse5 hin öffnet. In seiner Außenmantelfläche ist eine Ringnut20 vorhanden. Vom Nutgrund der Ringnut20 stoßen Radialbohrungen22 auf die Zentralbohrung24 . Die Ringnut20 bildet mit der Druckanschlussbohrung16 und der Tankanschlussbohrung18 Steuerkanten zum Steuern einer jeweiligen fluidischen Verbindung zu der Öffnung9 , also dem Ausgangsanschluss der Ventilpatrone1 . In der Öffnung9 ist ein Sicherungsring15 gehalten, an dem sich eine Feder44 abstützt, welche den Hauptsteuerschieber8 im Sinne einer Verbindung der Öffnung9 mit der Tankanschlussbohrung18 beaufschlagt. In einem der Öffnung9 abgewandten Bereich der Bohrung7 ist zwischen dem Hauptsteuerschieber8 und dem in die Hülse5 eingepassten Abschnitt34 der Hülse30 ein Steuerdruckraum46 gebildet. Durch den Druck in dem Steuerdruckraum46 ist der Hauptsteuerschieber8 im Sinne einer Verbindung der Öffnung9 mit der Druckanschlussbohrung16 beaufschlagt. Der Hauptsteuerschieber8 besitzt auf seiner der Sacklochbohrung24 abgewandten Stirnseite eine Vertiefung24 , mit der er den Mündungsabschnitt33 der Hülse30 aufnimmt. - Der Druck im Steuerdruckraum
46 steht über die Öffnung der Bohrung32 im Mündungsabschnitt33 auch an der dem Steuerdruckraum46 zugewandten Stirnseite des Vorsteuerschiebers40 an. Eine im Abschnitt34 nahe der Schulter35 ausgeführte Radialbohrung26 und eine Längsbohrung28 , die ausgehend von einer Stufe zwischen dem Mündungsabschnitt33 und dem Abschnitt34 auf die Radialbohrung26 stößt, bilden den in den Steuerdruckraum46 mündenden Ausgangsanschluss der Vorsteuerstufe3 . Die Radialbohrung26 ist außenseitig durch die Innenwand der Bohrung7 verschossen. Eine akzeptable Dichtigkeit kann durch eine genaue Fertigung des Innendurchmesser der Bohrung7 und des Außendurchmessers des Abschnitts34 erzielt werden. Gegebenenfalls kann es auch einfacher sein, den Abschnitt34 mit geringem Übermaß zu fertigen und in die Bohrung7 einzupressen. - In der Schulter
35 ist durch die Radialbohrung50 eine Steuerfluidentlastungsöffnung geschaffen. Im Abschnitt34 bildet die Radialbohrung52 eine Steuerfluidversorgungsöffnung. Durch den Vorsteuerschieber lässt sich eine Verbindung zwischen der Steuerfluidentlastungsöffnung bzw. der Steuerfluidversorgungsöffnung und dem Steuerdruckraum46 über die Bohrungen26 und28 herstellen. - Die Steuerfluidentlastungsöffnung, d.h. die Bohrung
50 , ist durch eine das Gewinde19 unterbrechende Schlüsselfläche54 mit dem Tankanschlussabschnitt14 fluidisch verbunden. Der Steuerfluidversorgungsöffnung, d.h. der Bohrung52 , ist mittels einer von einer Stufe zwischen dem Fluidversorgungsabschnitt12 und der Schulter13 ausgehenden im Mantel der Hülse5 gebildeten Längsbohrung56 und mittels einer in der Innenwand der Bohrung7 gefertigten Ringnut58 Steuerfluid aus dem Fluidversorgungsabschnitt12 zugeführt. Die Längsbohrung56 ist an der der Hülse30 zugewandten Stirnseite der Hülse5 durch die Stufe zwischen dem Abschnitt34 und der Schulter35 verschlossen. - Die Funktionsweise eines vorgesteuerten Druckregelventils ist allgemein bekannt. Daher soll an dieser Stelle nur auf die Besonderheiten bei der erfindungsgemäßen vorgesteuerten Ventilpatrone
1 eingegangen werden. - Durch die Verwendung eines Druckregelventils als Vorsteuerstufe
3 lässt sich der Druck im Steuerdruckraum46 sehr schnell über einen recht großen durch den Vorsteuerschieber40 aufsteuerbaren Öffnungsquerschnitt einstellen. Ist der geregelte Druck im Steuerdruckraum46 erreicht, so entspricht der Verbrauch an Steuerfluid der geringen am Vorsteuerschieber40 auftretenden Leckage. Der Aufbau aus zwei abschnittsweise ineinander eingesetzten Hülsen5 und30 , von denen jeweils eine den Hauptsteuerschieber und eine den Vorsteuerschieber führt, gewährleistet eine einfache, kostengünstige Fertigung des Druckregelventils. Die Ausführung als Ventilpatrone erlaubt den einfachen Einbau und ggf. einen schnellen Austausch eines defekten Ventils. Durch das Einsetzen der Abschnitte33 und34 der Hülse30 in die Hülse7 wird eine kompakte Bauform erzielt, die die Gestaltung dieses Druckregelventils als Ventilpatrone erst ermöglicht. Die Länge der Ventilpatrone1 ist durch die im Hauptsteuerschieber8 gebildete Vertiefung24 , die den Mündungsabschnitt33 aufnimmt, nochmals reduziert, ohne dass die Führungslänge des Hauptsteuerschiebers8 oder des Vorsteuerschiebers40 geringer ausfällt. Durch das Einsetzen des Abschnitts34 der Hülse30 in die Bohrung7 und durch das Aufliegen deren Schulter35 auf der Ringfläche der Hülse5 werden die Bohrungen26 und56 an ihrer jeweiligen Einstichstelle verschlossen, so dass ein Verschließen durch Pfropfen entfallen kann. Dies vereinfacht die Fertigung nochmals. -
- 1
- Ventilpatrone
- 2
- Hauptstufe
- 3
- Vorsteuerstufe
- 5
- Hülse
- 7
- Zentrale Durchgangsbohrung
- 8
- Hauptssteuerschieber
- 9
- Öffnung
- 10
- Ausgangsabschnitt
- 11
- Schulter
- 12
- Fluidversorgungsabschnitt
- 13
- Schulter
- 14
- Tankanschlussabschnitt
- 15
- Sicherungsring
- 16
- Radialbohrung
- 18
- Radialbohrung
- 19
- Außengewinde
- 20
- Ringnut
- 22
- Radialbohrungen
- 24
- Vertiefung
- 26
- Radialbohrung
- 28
- Längsbohrung
- 30
- Hülse
- 32
- Zentrale Durchgangsbohrung
- 33
- Mündungsabschnitt
- 34
- Zylinderförmiger Abschnitt
- 35
- Schulter
- 36
- Zylinderförmiger Abschnitt
- 40
- Vorsteuerschieber
- 42
- Kappe
- 44
- Feder
- 46
- Steuerdruckraum
- 50
- Radialbohrung
- 52
- Radialbohrung
- 54
- Schlüsselfläche
- 56
- Längsbohrung
- 58
- Ringnut
Claims (8)
- Vorgesteuertes Druckregelventil in Patronenbauweise, mit einer ersten Hülse (
5 ), die mit einer Ausgangsanschlussöffnung (9 ), mit einer Tankanschlussöffnung (18 ) und mit einer Druckversorgungsanschlussöffnung (16 ) versehen ist und in der ein Hauptsteuerschieber (8 ) entlang einer Längsachse der ersten Hülse (5 ) beweglich geführt ist, welcher einen Steuerdruckraum (46 ) in einem der Ausgangsanschlussöffnung (9 ) abgewandten Endabschnitt der ersten Hülse (5 ) begrenzt, und durch welchen in Abhängigkeit von einem in dem Steuerdruckraum (46 ) herrschenden Steuerdruck ein Druck in der Ausgangsanschlussöffnung (9 ) regelbar ist, und mit einem mit dem Steuerdruckraum (46 ) in fluidischer Verbindung stehenden Vorsteuerventil (3 ), durch welches der Steuerdruck einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorsteuerventil (3 ) eine zweite Hülse (30 ) umfasst, in der ein Vorsteuerschieber (40 ) beweglich geführt ist, dass die zweite Hülse (30 ) mit einer Stirnseite den Steuerdruckraum (46 ) am Endabschnitt der ersten Hülse (5 ) begrenzt, dass die zweite Hülse (30 ) an dieser Stirnseite eine in den Steuerdruckraum (46 ) mündende Ausgangsöffnung besitzt, dass die zweite Hülse (30 ) jeweils eine radiale Öffnung (52 ,50 ) für eine Steuerfluidversorgung und für eine Steuerfluidentlastung umfasst, dass mittels des Vorsteuerschiebers (40 ) die Ausgangsöffnung (28 ) zum Steuerdruckraum (46 ) im Sinne einer Druckregelung mit der Steuerfluidversorgungsöffnung (52 ) bzw. der Steuerfluidentlastungsöffnung (50 ) verbindbar ist, dass die erste Hülse (5 ) die zweite Hülse (30 ) in einem Bereich der Steuerfluidversorgungsöffnung (52 ) überdeckt und dass in einem Mantel der ersten Hülse (5 ) ein Kanal (56 ,58 ) aus einem Bereich der Druckversorgungsanschlussöffnung (16 ) zu der Steuerfluidversorgungsöffnung (52 ) führt. - Vorgesteuertes Druckregelventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine zentrale Längsbohrung (
32 ) der zweiten Hülse (30 ) zum Steuerdruckraum (46 ) öffnet und dass in dieser zentralen Längsbohrung (32 ) der Vorsteuerschieber (40 ) den Steuerdruckraum (46 ) mit einer stirnseitigen Steuerfläche begrenzt. - Vorgesteuertes Druckregelventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die zweite Hülse (
30 ) mittels einer radial von ihr vorstehenden Schulter (35 ) an einer ihr zugewandten Ringfläche des Mantels der ersten Hülse (5 ) abstützt. - Vorgesteuertes Druckbegrenzungsventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal im Mantel der ersten Hülse (
5 ) eine in einer Innenmantelfläche der ersten Hülse (5 ) ausgeführte Ringnut (58 ) und eine parallel zur Längsachse der ersten Hülse (5 ) ausgeführte, von der Ringfläche ausgehende und sich mit der Ringnut (58 ) schneidende Bohrung (56 ) umfasst, und dass eine Öffnung der Bohrung (56 ) an der Ringfläche durch die Schulter (35 ) der zweiten Hülse (30 ) verschlossen ist. - Vorgesteuertes Druckbegrenzungsventil nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Hülse (
30 ) an ihrer Schulter (35 ) durch eine an der ersten Hülse (5 ) befestigte Aufsatzkappe (42 ) an der ersten Hülse (5 ) gehalten ist. - Vorgesteuertes Druckbegrenzungsventil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerfluidentlastungsöffnung (
50 ) über einen zwischen der ersten Hülse (5 ) und der Aufsatzkappe (42 ) gebildeten Spalt (54 ) mit einem. Tankanschlussabschnitt (14 ) an der Außenseite der ersten Hülse (5 ) fluidisch verbunden ist. - Vorgesteuertes Druckregelventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hauptsteuerschieber (
8 ) in einer dem Steuerdruckraum (46 ) zugewandten Steuerfläche eine Vertiefung (24 ) aufweist, mit der er einen in die erste Hülse (5 ) vorstehenden Mündungsabschnitt (33 ) der zweiten Hülse (30 ) aufnimmt. - Vorgesteuertes Druckregelventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Mantel der zweiten Hülse (
30 ) in einem Bereich zwischen der Steuerfluidversorgungsöffnung (52 ) und der Steuerfluidentlastungsöffnung (50 ) eine Radialbohrung (26 ) vorgesehen ist, dass von der Ausgangsöffnung in der Stirnseite der zweiten Hülse (30 ) ausgehend eine Längsbohrung (28 ), die auf die Radialbohrung (26 ) trifft, vorgesehen ist, und dass die Radialbohrung (26 ) an der Außenmantelfläche der zweiten Hülse (30 ) durch eine Innenmantelfläche der ersten Hülse (5 ) verschlossen ist.
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2006
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