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DE10239747A1 - Hydraulischer Ventilsteller zum Betätigen eines GAswechselventils - Google Patents

Hydraulischer Ventilsteller zum Betätigen eines GAswechselventils Download PDF

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DE10239747A1
DE10239747A1 DE10239747A DE10239747A DE10239747A1 DE 10239747 A1 DE10239747 A1 DE 10239747A1 DE 10239747 A DE10239747 A DE 10239747A DE 10239747 A DE10239747 A DE 10239747A DE 10239747 A1 DE10239747 A1 DE 10239747A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
piston
chamber
valve
valve actuator
actuator according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE10239747A
Other languages
English (en)
Inventor
Udo Diehl
Karsten Mischker
Uwe Hammer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Robert Bosch GmbH
Original Assignee
Robert Bosch GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Robert Bosch GmbH filed Critical Robert Bosch GmbH
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Priority to EP03714677A priority patent/EP1537300B1/de
Priority to DE50303725T priority patent/DE50303725D1/de
Priority to US10/493,858 priority patent/US7007642B2/en
Priority to PCT/DE2003/000699 priority patent/WO2004022929A1/de
Priority to JP2004533189A priority patent/JP4443410B2/ja
Publication of DE10239747A1 publication Critical patent/DE10239747A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L9/00Valve-gear or valve arrangements actuated non-mechanically
    • F01L9/10Valve-gear or valve arrangements actuated non-mechanically by fluid means, e.g. hydraulic

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Valve Device For Special Equipments (AREA)
  • Fluid-Driven Valves (AREA)

Abstract

Es wird ein hydraulischer Ventilsteller zum Betätigen eines Gaswechselventils (10) in einem Verbrennungszylinder einer Brennkraftmaschine angegeben, der einen zwei Druckkammern (17, 18) begrenzenden Stellkolben (16) aufweist, von denen die in Ventilschließrichtung wirkende untere Druckkammer (18) permanent mit Fluiddruck beaufschlagt ist und die obere Druckkammer (17) über einen Zu- und Rücklauf (22, 23) wahlweise mit dem Fluiddruck beaufschlagbar und entlastbar ist. Zum Abbremsen des Gaswechselventils (10) in der Endphase des Schließvorgangs zwecks Reduzierung der Auftreffgeschwindigkeit, ist der Rücklauf (23) der oberen Druckkammer (17) auf zwei miteinander verbundene, im Gehäuse (15) axial beabstandet angeordnete Ablauföffnungen (231, 232) aufgeteilt, von denen der oberen Ablauföffnung (231) eine Drosselstelle (29) zugeordnet ist und die untere Ablauföffnung (232) relativ zum Stellkolben (16) verschiebbar ausgebildet und so in dessen Verschiebeweg angeordnet ist, daß sie von diesem in einem definierten Abstand vor Erreichen seiner oberen Endlage verschließbar ist (Fig. 1).

Description

  • Stand der Technik
  • Die Erfindung geht aus von einem hydraulischen Ventilsteller zum Betätigen eines Gaswechselventils in einem Verbrennungszylinder einer Brennkraftmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Bei einem bekannten hydraulischen Ventilsteller dieser Art ( DE 198 26 047 A1 ), auch Aktor oder Aktuator genannt, ist die untere Druckkammer, über welche eine Verschiebung des Stellkolbens in Richtung Ventilschließen bewirkt wird, ständig mit unter Druck stehendem Fluid beaufschlagt und die mit einem Zu- und Rücklauf versehene obere Druckkammer, über welche eine Kolbenverschiebung in Richtung Ventilöffnen bewirkt wird, mit Hilfe von Steuerventilen, vorzugsweise 2/2-Wegemagnetventilen, gezielt über den Zulauf mit unter Druck stehendem Fluid beaufschlagt oder über den Rücklauf wieder auf annähernd Umgebungsdruck entlastet. Das unter Druck stehende Fluid wird von einer geregelten Druckversorgungseinrichtung geliefert. Von den Steuerventilen verbindet ein erstes Steuerventil die obere Druckkammer mit einer in einem Fluidreservoir mündenden Entlastungsleitung und ein zweites Steuerventil die obere Druckkammer mit der Druckversorgungseinrichtung. Im Schließzustand des Gaswechselventils ist die obere Druckkammer durch das geschlossene zweite Steuerventil von der Druckversorgungseinrichtung getrennt und durch das geöffnete erste Steuerventil mit der Entlastungsleitung verbunden, so daß der Stellkolben durch den in der unteren Druckkammer herrschenden Fluiddruck in seiner Schließstellung gehalten ist. Zum Öffnen des Gaswechselventils werden die Steuerventile umgeschaltet, wodurch die obere Druckkammer von der Entlastungsleitung abgesperrt und an die Druckversorgungseinrichtung angeschlossen wird. Das Gaswechselventil öffnet, da die die obere Druckkammer begrenzende Wirkfläche des Stellkolbens größer ist als die die untere Druckkammer begrenzende Wirkfläche des Stellkolbens, wobei die Größe des Öffnungshubs von der Ausbildung des an das zweite Steuerventil angelegten elektrischen Steuersignals und die Öffnungsgeschwindigkeit von dem von der Druckversorgungseinrichtung eingesteuerten Fluiddruck abhängt. Zum Schließen des Gaswechselventils werden die Steuerventile wieder umgeschaltet. Dadurch liegt die gegenüber der Druckversorgungseinrichtung abgesperrte obere Druckkammer an der Entlastungsleitung, und der in der unteren Druckkammer herrschende Fluiddruck führt den Stellkolben in dessen obere Endlage zurück, so daß von dem Stellkolben das Gaswechselventil geschlossen wird.
  • Bei einem solchen Ventilsteller besteht die Forderung nach einem schnellen Schließen des Gaswechselventils und gleichzeitig nach einer geringen Auftreffgeschwindigkeit des Ventielglieds des Gaswechselventils auf den im Zylinderkopf des Verbrennungszylinders ausgebildeten Ventilsitz, die aus Geräusch- und Verschleißgründen bestimmte Grenzwerte nicht überschreiten darf.
  • Es ist hierzu bereits vorgeschlagen worden ( DE 102 01 167.2 ), eine Ventilbremse einzusetzen, die mit dem Ventilglied des Gaswechselventils oder mit dem Ventilsteller verbunden ist. Die Ventilbremse, die während eines Restschließhubs des Ventilglieds wirksam wird, weist ein hydraulisches Dämpfungsglied mit einem über eine Drosselöffnung abströmenden, fluiden Verdrängungsvolumen auf. In einer in den Ventilsteller integrierten Version des Dämpfungsglieds ist der Rücklauf der oberen Druckkammer auf zwei miteinander verbundene, im Gehäuse axial beabstandet angeordnete Ablauföffnungen aufgeteilt, von denen der oberen Ablauföffnung eine Drosselstelle zugeordnet ist und die untere Ablauföffnung so im Verschiebeweg des Stellkolbens liegt, daß sie von diesem vor Erreichen der oberen Endlage verschließbar ist. Die Drosselöffnung wird mit einer druckgesteuerten Drossel realisiert, deren Steuerdruck mittels eines elektrisch gesteuerten, hydraulischen Druckventils und einem dieses ansteuernden elektronischen Steuergeräts in Abhängigkeit von der Viskosität des Verdrängungsvolumens eingestellt wird. Dies hat den Vorteil, daß das Ventilglied beim Schließhub vor Erreichen seiner Schließstellung abgebremst wird, wobei die Bremswirkung unabhängig von der Temperatur und der damit einhergehenden Viskosität des über die Drosselöffnung verdrängten Fluidvolumens ist. Da der Öffnungsquerschnitt der Drosselöffnung mit zunehmender Temperatur und damit sinkender Viskosität verkleinert wird, nimmt im gleichen Maße die Strömungsgeschwindigkeit des verdrängten Fluidvolumens durch die Drosselöffnung ab, so daß die Größe der Abbremsung des Stellkolbens durch das Dämpfungsglied annähernd konstant bleibt.
  • Der erfindungsgemäße Ventilsteller zum Betätigen eines Gaswechselventils in einem Verbrennungszylinder einer Brennkraftmaschine hat den Vorteil, daß beim Schließhub des Stellkolbens, also bei in seine obere Endlage sich bewegendem Stellkolben, nach Zurücklegen eines bestimmten Verschiebewegs die untere Ablauföffnung vom Stellkolben geschlossen wird und somit das Fluid aus der oberen Druckkammer nur über die Drosselstelle ausgeschoben werden kann. Dadurch reduziert sich die Verschiebegeschwindigkeit des Stellkolbens, so daß das mit dem Stellkolben verbundene Gaswechselventil seine Schließgeschwindigkeit verringert und schließlich das Ventilglied mit deutlich reduzierter Austreffgeschwindigkeit auf den Ventilsitz aufsetzt. Da die untere Ablauföffnung im Abstand von der oberen Endlage des Stellkolbens angeordnet ist, beginnt der Bremsvorgang immer dann, wenn sich das Ventilglied des Gaswechselventils in einem bestimmten Abstand vom Ventilsitz befindet. Durch die Einstellung des Öffnungsquerschnitts der Drosselstelle kann die Größe der Geschwindigkeitsreduzierung beeinflußt werden. Kommt es jedoch aufgrund von Fertigungstoleranzen im Gaswechselventil oder aufgrund von unterschiedlichen Wärmeausdehnungen der Ventilteile zu einer geringen Veränderung des Hubs des Ventilglieds des Gaswechselventils bis zum Aufsetzen auf den Ventilsitz des Gaswechselventils, so wird durch die verschiebbare Ausbildung der unteren Ablauföffnung ein selbsttätiger Toleranzausgleich ermöglicht. Durch eine entsprechend kleine Verlagerung der unteren Ablauföffnung setzt der Bremsbeginn, der mit Schließen der unteren Ablauföffnung durch den Stellkolben ausgelöst wird, bei einem dem veränderten Ventilgliedhub angepaßten Schließhub des Stellkolbens so ein, daß in allen Schließvorgängen des Gaswechselventils die Abbremsung des Ventilglieds immer an der gleichen Stelle, bezogen auf den Abstand vom Ventilsitz, einsetzt, das Ventilglied also über einen torleranzunabhängigen, konstanten Bremsweg hinweg bis zum Aufsetzen auf den Ventilsitz abgebremst wird.
  • Durch die in den weiteren Ansprüche aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des im Anspruch 1 angegebenen Ventilstellers möglich.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die verschiebliche Ausbildung der unteren Ablauföffnung dadurch realisiert, daß die untere Ablauföffnung aus einer das Gehäuse durchdringenden Radialbohrung und einer mit dieser kommunizierenden Radialbohrung in einem den Stellkolben umschließenden, relativ zu diesem verschiebbaren Ausgleichskolben zusammengesetzt ist. Der Ausgleichskolben, der so ausgebildet ist, daß er von dem in die obere Endlage sich bewegenden Stellkolben mitgenommen wird, begrenzt einerseits zusammen mit dem Stellkolben axial die obere Druckkammer und begrenzt andererseits mit seiner von der oberen Druckkammer abgekehrten, ringförmigen Stirnseite axial eine absperrbare Ausgleichskammer.
  • Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist die Ausgleichskammer über den Verschiebeweg des Stellkolbens abgesperrt und wiederum mit Beginn der Mitnahme des Ausgleichskolbens durch den in seine obere Endlage sich bewegenden Stellkolben zum Fluidaustausch freigegeben. Dadurch kann der Ausgleichskolben sich bei geschlossener unterer Ablauföffnung noch in Grenzen verschieben und justiert die Lage der den Einsatz des Bremsvorgangs bestimmenden unteren Ablauföffnung bezüglich der Schließstellung des Gaswechselventils, so daß die Abbremsung unabhängig von im Gaswechselventil auftretenden Toleranzen oder Wärmeausdehnungen immer im exakt gleichen Abstand des Ventilglieds vor dem Ventilsitz einsetzt.
  • Gemäß einer hierzu alternativen Ausführungsform der Erfindung ist zur Sicherstellung einer axialen Verschiebemöglichkeit des Ausgleichskolbens nach Schließen der unteren Ablauföffnung durch den Stellkolben die Ausgleichskammer zumindest mit Einsetzen der Mitnahme des Ausgleichskolbens durch den in seine obere Endlage sich bewegenden Stellkolben mit einem Fluidspeicher verbunden. Dabei kann die Verbindung von Ausgleichskammer und Fluidspeicher auch permanent sein, doch hat die Beschränkung auf die Herstellung der Verbindung erst beim Einsetzen der Mitnahme des Ausgleichskolbens den Vorteil zu verhindern, daß der Ausgleichskolben infolge Reibung zwischen dem Ausgleichskolben und dem Stellkolben frühzeitig mitgenommen wird.
  • Das Vorsehen des Fluidspeichers hat den zusätzlichen Vorteil, daß das Herausbewegen des Stellkolbens aus seiner oberen Endlage, womit das Öffnen des Gaswechselventils verbunden ist, mit einer recht großen Verschiebekraft erfolgt, die nach einem durch den Fluidspeicher bestimmten Verschiebeweg, nämlich dann, wenn aus der Ausgleichskammer kein Fluidvolumen mehr in den Speicher ausgeschoben werden kann, reduziert wird. Durch die Reduzierung der Verschiebekraft im weiteren Verschiebeweg des Stellkolbens wird Energie eingespart; denn die nach anfänglichem Öffnen des Gaswechselventils zum weiteren Öffnen des Gaswechselventils benötigte Stellkraft ist sehr viel kleiner als die Stellkraft, die beim anfänglichen Öffnen des Gaswechselventils gegen den hohen Innendruck im Verbrennungszylinder aufgebracht werden muß.
  • Die Erfindung ist anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen im folgenden näher beschrieben. Es zeigen in schematisierter Darstellung:
  • 1 einen Längsschnitt eines mit einem Gaswechselventil verbundenen Ventilstellers bei maximal geöffnetem Gaswechselventil,
  • 2 eine gleiche Darstellung wie in 1 bei Bremsbeginn des Gaswechselventils,
  • 3 eine gleiche Darstellung wie in 1 bei vollständig geschlossenem Gaswechselventil,
  • 4 eine gleiche Darstellung wie in 1 des modifizierten Ventilstellers,
  • 5 einen Längsschnitt eines mit einem Gaswechselventil verbundenen Ventilstellers bei geöffnetem Gaswechselventil,
  • 6 eine gleiche Darstellung wie in 5 bei vollständig geschlossenem Gaswechselventil.
  • Beschreibung der Ausführungsbeispiele
  • Der in 1 schematisch im Längsschnitt dargestellte hydraulische Ventilsteller dient zur Betätigung eines Gaswechselventils 10 in einem Verbrennungszylinder einer Brennkraftmaschine. Das Gaswechselventil 10 weist einen Ventilschaft 11 und ein am ventilstellerfernen Ende des Ventilschafts 11 sitzendes Ventilglied 12 auf, das mit einem im Zylinderkopf des Verbrennungszylinders ausgebildeten Ventilsitz 13 zusammenwirkt. Der Ventilsitz 13 umschließt eine Ventilöffnung 14, die bei auf dem Ventilsitz 13 aufsitzendem Ventilglied 12 gasdicht geschlossen ist. Das Gaswechselventil 10 kann ein Ein- oder ein Auslaßventil des Verbrennungszylinders sein.
  • Der Ventilsteller, auch Aktuator oder Aktor genannt, zur Betätigung des Gaswechselventils 10, der einen doppeltwirkenden Arbeitszylinder darstellt, weist ein hohlzylindrisches Gehäuse 15 sowie einen im Gehäuse 15 axial verschieblich geführten Stellkolben 16 auf, der fest mit dem Ventilschaft 11 verbunden ist und in einer in 3 dargestellten Verschiebe-Endlage, im folgenden obere Endlage bezeichnet, das Gaswechselventil 10 geschlossen hält und in einer in 1 dargestellten Verschiebe-Endlage, im folgenden untere Endlage genannt, das Gaswechselventil 10 maximal öffnet. Der Stellkolben 16 begrenzt im Gehäuse 15 axial mit unterschiedlich großen Wirkflächen zwei volumenvariable Druckkammern 17, 18, wobei die Wirkfläche, die die in 1 rechte Druckkammer, im folgenden obere Druckkammer 17 genannt, begrenzt, größer ist als die Wirkfläche, die die in 1 linke Druckkammer, im folgenden untere Druckkammer 18 genannt, begrenzt. Die untere Druckkammer 18 ist mit einer Druckversorgungseinrichtung 20 permanent verbunden, die unter Hochdruck stehendes Fluid, z.B. Hydrauliköl, liefert. Die Druckversorgungseinrichtung 20 ist vereinfacht durch eine Hochdruckpumpe 19 dargestellt, die aus einem Fluidreservoir 21 Fluid ansaugt und das auf Hochdruck gespannte Fluid am Ausgang 201 der Druckversorgungseinrichtung 20 zur Verfügung stellt. Üblicherweise enthält die Druckversorgungseinrichtung 20 noch einen Speicher und ein Rückschlagventil. Die obere Druckkammer 17 besitzt einen Zulauf 22 und einen Rücklauf 23, wobei der Rücklauf 23 mittels einer Rücklaufleitung 24 an einem ersten Steuerventil 25 und der Zulauf 22 über eine Zulaufleitung 26 an einem zweiten Steuerventil 27 angeschlossen ist. Das erste Steuerventil 25 ist ausgangsseitig mit einer zum Fluidreservoir 21 führenden Rückführ- oder Entlastungsleitung 28 verbunden, während das zweite Steuerventil 27 eingangsseitig an dem Ausgang 201 der Druckversorgungseinrichtung 20 angeschlossen ist. Beide Steuerventile 25, 27 sind vorzugsweise als 2/2-Wegemagnetventil mit Federrückstellung ausgeführt. Der Rücklauf 23 ist auf zwei miteinander verbundene, im Gehäuse 15 axial beabstandet angeordnete Ablauföffnungen 231, 232 aufgeteilt. Der oberen Ablauföffnung 231 ist eine Drosselstelle 29 zugeordnet, und die untere Ablauföffnung 232 ist so im Verschiebeweg des Stellkolbens 16 angeordnet, daß sie von diesem in einem definierten Abstand vor Erreichen der oberen Endlage verschließbar ist. Im Ausführungsbeispiel der 1 wird die obere Ablauföffnung 231 zugleich als Zulauf 22 verwendet, so daß die Zulaufleitung 26 an der oberen Ablauföffnung 231 angeschlossen ist. Die Rücklaufleitung 24 ist an der unteren Ablauföffnung 232 angeschlossen, und die Zu- und Rücklaufleitung 26, 24 sind über eine Verbindungsleitung 30 miteinander verbunden, in der die Drosselstelle 29 angeordnet ist.
  • Im Ausführungsbeispiel der 4 ist der Zulauf 22 durch eine separate Zulauföffnung 31 im Gehäuse 15 realisiert. Die an dem ersten Steuerventil 25 angeschlossene Rücklaufleitung 24 weist zwei Leitungszweige 241, 242 auf, von denen der eine Leitungszweig 241 zu der oberen Ablauföffnung 231 und der andere Leitungszweig 242 zu der unteren Ablauföffnung 232 führt. Die symbolisch in dem Leitungszweig 241 eingezeichnete Drosselstelle 29 wird vorteilhaft durch die Ausbildung der oberen Ablauföffnung 231 als Drosselbohrung realisiert.
  • Der Stellkolben 15 ist ven einem Ausgleichskolben 32 umschlossen, der relativ zum Stellkolben 1b verschiebbar ist. Stellkolben 16 und Ausgleichskolben 32 sind axial verschiebbar in einer Führungshülse 33 geführt, die unverschieblich im Gehäuse 15 festgelegt ist. Der Ausgleichskolben 32 begrenzt zusammen mit der Wirkfläche des Stellkolbens 16 axial die obere Druckkammer 17 und mit seiner von der oberen Druckkammer 17 abgekehrten, ringförmigen Stirnfläche eine Ausgleichskammer 34 in der Führungshülse 33. Der Ausgleichskolben 32 trägt nahe seinem der oberen Druckkammer 17 zugekehrten Ende einen Anschlag 321, und der Stellkolben 16 trägt an seinem die Wirkfläche bildenden Ende einen Gegenanschlag 161, der mit dem Anschlag 321 zur Mitnahme des Ausgleichskolbens 32 durch den sich in die obere Endlage bewegenden Stellkolben 16 zusammenwirkt.
  • Aufgrund des Ausgleichskolbens 32 und der Führungshülse 33 setzt sich die untere Ablauföffnung 232 aus einer ersten Radialbohrung 35 im Gehäuse 15, einer zweiten Radialbohrung 36 in der Führungshülse 33 und einer dritten Radialbohrung 37 im Ausgleichskolben 32 zusammen. Die Ausgleichskammer 34 ist über den Verschiebeweg des Stellkolbens 16 abgesperrt und wird nur mit Beginn der Mitnahme des Ausgleichskolbens 32 durch den in seine obere Endlage sich bewegenden Stellkolben 16 zum Fluidab- bzw. zufluß freigegeben. Hierzu ist in der Führungshülse 33 ein Ausgleichskanal 39 eingearbeitet, der die zweite Radialbohrung 36 mit einer davon beabstandeten, zum Stellkolben 16 hin mündenden Radialbohrung 40 in der Führungshülse 33 verbindet. Der Stellkolben 16 trägt eine Ringnut 41, die eine solche axiale Nutbreite aufweist, daß sie in einer bestimmten Relativlage von Stellkolben 16 und Ausgleichskolben 32 eine Verbindung zwischen der Mündung der Radialbohrung 40 und der Ausgleichskammer 34 herstellt. Dabei ist die Ringnut 4i so am Stellkolben 16 plaziert, daß die Verbindung mit Beginn der Mitnahme des Ausgleichskolbens 32 durch den Stellkolben 16, also mit Anschlag des Gegenanschlags 161 an dem Anschlag 321, hergestellt ist und erst wieder aufgehoben wird, wenn der Stellkolben 16 sich etwas aus seiner oberen Endlage herausbewegt hat. In der oberen Endlage des Stellkolbens 16 bleibt die Verbindung zwischen der Ausgleichskammer 34 und der Radialbohrung 40 über die Ringnut 41 erhalten, wie dies in 3 zu sehen ist.
  • Innerhalb der oberen Druckkammer 17 ist in das Gehäuse 15 eine Distanzhülse 42 eingesetzt, die einen Anschlag für den Ausgleichskolben 32 bildet. Der Ausgleichskolben 32 kann sich somit zwischen dem durch die Führungshülse 33 gebildeten Boden der Ausgleichskammer 34 und der Distanzhülse 42 bewegen. Da die Distanzhülse 42 sich im Bereich der oberen Ablauföffnung 231 und der Zulauföffnung 31 befindet, ist in der Distanzhülse 42 – wie 1 zeigt – eine Radialbohrung 43 vorgesehen, die mit der oberen Zulauföffnung 231 bzw. mit der mit dieser identischen Ablauföffnung 31 korrespondiert. Bei der getrennten Ausbildung von oberer Ablauföffnung 231 und Zulauföffnung 31 gemäß 4 sind zwei Radialbohrungen 43 vorgesehen, von denen jeweils eine mit der oberen Ablauföffnung 231 und eine mit der Zulauföffnung 31 fluchtet.
  • Die Funktionsweise des hydraulischen Ventilstellers ist wie folgt:
    In 1 ist der Ventilsteller mit in seiner unteren Endlage sich befindlichen Stellkolben 16 dargestellt, in der das Gaswechselventil 10 maximal geöffnet ist. Zum Schließen des Gaswechselventils 10 werden die Steuerventile 25, 27 in ihre in 1 gezeigte Stellung umgeschaltet. Das erste Steuerventil 25 ist geöffnet und damit die obere Druckkammer 17 über den Rücklauf 23 (obere und untere Ablauföffnung 231, 232), die Rücklaufleitung 24 und die Entlastungsleitung 28 mit dem Fluidreservoir 21 verbunden. Das zweite Steuerventil 27 ist geschlossen. Da die untere Druckkammer 18 ständig unter dem von der Druckversorgungseinrichtung 20 erzeugten Fluiddruck steht, wird der Stellkolben 16 in 1 nach rechts verschoben und das Gaswechselventil 10 bewegt sich in Schließrichtung. Dabei wird Fluid aus der oberen Druckkammer 17 ausgeschoben, das einerseits über die untere Ablauföffnung 232 und andererseits über die obere Ablauföffnung 231 und der Drosselstelle 29 in die Rücklaufleitung 24 abfließt und über die Entlastungsleitung 28 in das Fluidreservoir 21 gelangt.
  • Im weiteren Verlauf der Schließbewegung des Gaswechselventils 10 überfährt der Stellkolben 16 die Radialbohrung 37 im Ausgleichskolben 32 und verschließt damit die untere Ablauföffnung 232. Das Fluid kann jetzt nur noch über die obere Ablauföffnung 231 und über die Drosselstelle 29 in die Rücklaufleitung 24 abfließen. Durch die Drosselstelle 29 kann eine nur geringere Fluidmenge pro Zeiteinheit abfließen, so daß der Stellkolben 16 und das Gaswechselventil 10 abgebremst werden. Der Stellkolben 16 führt weiterhin, jetzt mit reduzierter Geschwindigkeit, eine Verschiebebewegung in seine obere Endlage durch, bis das Gaswechselventil 10 geschlossen ist, das Ventilglied 12 also auf dem Ventilsitz 13 auftrifft.
  • Bei welchem Verschiebehub das Abbremsen des Stellkolbens 16 beginnt, hängt von der Relativposition des Stellkolbens 16 zum Ausgleichskolben 32 ab. Der Ausgleichskolben 32 kann sich zwischen dem Boden der Ausgleichskammer 34 und der Distanzhülse 42 bewegen. Bei der Inbetriebnahme der Brennkraftmaschine, bzw. bei einem Startvorgang nach Stillstand der Brennkraftmaschine über einen längeren Zeitraum, nimmt der Ausgleichskolben 32 eine beliebige Position zwischen Kammerboden und Distanzhülse 42 ein. Befindet sich der Ausgleichskolben 32 in der Darstellung in 1 zu weit links, so trifft beim Ventilschließen der Stellkolben 16 mit seinem Gegenanschlag 161 auf den Anschlag 321 des Ausgleichskolbens 32. In diesem Moment stellt die Ringnut 41 im Stellkolben 16 eine Verbindung zwischen der ebenfalls mit Fluid gefüllten Ausgleichskammer 34 und der Radialbohrung 40 in der Führungshülse 33 her, die ihrerseits über den Ausgleichskanal 39 mit der unteren Ablauföffnung 232 verbunden ist. Der Ausgleichskolben 32 vermag sich jetzt zu verschieben. Der Stellkolben 16 bewegt sich unter Mitnahme des Ausgleichskolbens 32 weiter, bis das Ventilglied 12 des Gaswechselventils 10 am Ventilsitz 13 dicht anliegt. Da der Ausgleichskolben 32 mitgenommen wird, bleibt die Verbindung zwischen Ausgleichskammer 34 und untere Ablauföffnung 232 über die Ringnut 41 bestehen (3).
  • Zum Öffnen des Gaswechselventils 10 wird das erste Steuerventil 25 geschlossen und das zweite Steuerventil 27 geöffnet. Nun steht die obere Druckkammer 17 unter dem von der Druckversorgungseinrichtung 20 gelieferten Fluiddruck. Da die die obere Druckkammer 17 begrenzende Wirkfläche des Stellkolbens 16 größer ist als die die untere Druckkammer 18 begrenzende Wirkfläche des Stellkolbens 16 bewegt sich der Stellkolben 16 in der zeichnerischen Darstellung nach links und das Gaswechselventil 10 wird geöffnet. Die Ausgleichskammer 34 ist über die Ringnut 41 mit der unteren Ablauföffnung 232 und diese über die Drosselstelle 29 mit der oberen Druckkammer 17 verbunden, so daß in der Ausgleichskammer 34 der gleiche Druck herrscht wie in der oberen Druckkammer 17. Da die beiden die Ausgleichskammer 34 und die obere Druckkammer 17 begrenzenden Wirkflächen des Ausgleichskolbens 32 gleich sind ist der Ausgleichskolben 32 druckausgeglichen, so daß keine resultierende Verschiebekraft an dem Ausgleichskolben 32 entsteht. Der Druckaufbau in der Ausgleichskammer 34 erfolgt jedoch aufgrund der Drosselstelle 29 etwas später, so daß der Ausgleichskolben 32 eine leichte Bewegung nach links durchführt. Sobald sich der Stellkolben 16 soweit bewegt hat, daß die Ringnut 41 die Verbindung zu der Ausgleichskammer 34 aufhebt, wird die Ausgleichskammer 34 abgesperrt, so daß der Ausgleichskolben 32 in der erreichten Stellung verharrt. Damit ist der Ausgleichskolben 32 justiert, und die zur unteren Ablauföffnung 232 gehörende Radialbohrung 37 im Ausgleichskolben 32 hat eine feste Lage zu dem Schließzustand des Gaswechselventils 10, so daß der Stellkolben 16 immer in einem festen Abstand vor Erreichen seiner Endlage die Radialbohrung 37 verschließt und somit am Gaswechselventil 10 der Bremsvorgang immer bei einem festen Abstand des Ventilglieds 12 vom Ventilsitz 13 einsetzt.
  • Hat der Ausgleichskolben 32 beim Schließvorgang in der Darstellung der 13 zu weit rechts gestanden, so wird dadurch, daß der Ausgleichskolben 32 beim Öffnen des Gaswechselventils 10 wie beschrieben eine leichte Bewegung nach links durchführt der Ausgleichskolben 32 bei dem folgenden Schließ- und Öffnungsvorgang des Gaswechselventils 10 wie beschrieben justiert.
  • Der in 5 und 6 dargestellte Ventilsteller für ein Gaswechselventil 10 stimmt in Aufbau und Funktionsweise mit dem vorstehend beschriebenen Ventilsteller überein, so daß insoweit gleiche Bauteile mit gleichen Bezugszeichen versehen sind. Durch eine konstruktive Maßnahme hat dieser Ventilsteller noch den zusätzlichen Vorteil, daß er das Gaswechselventil 10 mit hoher Stellkraft öffnet, so daß das Ventilglied 12 gegen den hohen Innendruck im Verbrennungszylinder der Brennkraftmaschine schnell und sicher vom Ventilsitz 13 abhebt, und daß er nach Abheben des Ventilglieds 12 vom Ventilsitz 13 und des damit zusammenbrechenden Innendrucks im Verbrennungszylinder das Ventilglied 12 mit geringer Stellkraft weiterbewegt. Hierzu ist die vom Ausgleichskolben 32 in der Führungshülse 33 begrenzte Ausgleichskammer 34 nicht – wie in 13 dargestellt – über die Ringnut 41 im Stellkolben 16 mit dem Rücklauf 23 verbindbar, sondern mit einem Fluidspeicher 44, der ein Fluidvolumen sowohl aus der Ausgleichskammer 34 aufnimmt als auch in die Ausgleichskammer 34 einfüllt. Hierzu sind in dem Gehäuse 15 und in der Führungshülse 33 zwei miteinander fluchtende Radialbohrungen 45, 46 vorhanden, die mit einer zum Fluidspeicher 44 führenden Verbindungsleitung 47 verbunden sind. Der Fluidspeicher 44 ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel als separates Bauteil ausgeführt, kann aber auch im Gehäuse 15 des Ventilstellers integriert sein. Die Verbindung zwischen Ausgleichskammer 34 und Fluidspeicher 44 erfolgt wiederum über die Ringnut 41 im Moment der Mitnahme des Ausgleichskolbens 32 durch den sich in seine obere Endlage bewegenden Stellkolben 16, also wenn der Gegenanschlag 161 am Stellkolben 16 auf den Anschlag 321 am Ausgleichskolben 32 auftrifft.
  • Der Fluidspeicher 44 weist eine Steuerkammer 48 mit zwei axial einander gegenüberliegenden Kammeröffnungen 481, 482 sowie ein in der Steuerkammer 48 axial verschiebliches Steuerglied 49 zum wechselweisen Verschließen der beiden Kammeröffnungen 481, 482 auf. An der einen Kammeröffnung 481 ist die Verbindungsleitung 47 zur Radialbohrung 45 im Gehäuse 15 angeschlossen, während die andere Kammeröffnung 482 über eine Verbindungsleitung an der Entlastungsleitung 28 angeschlossen ist. Der Anschluß an der Entlastungsleitung 28 ist in einem Leitungsabschnitt zwischen dem Ausgang des ersten Steuerventils 25 und einem in der Entlastungsleitung 28 angeordneten Druckregelventil 51 vorgenommen. Das Druckregelventil 51 stellt sicher, daß an der Kammeröffnung 481 immer ein geringer Fluiddruck von ca. 0,1 MPa ansteht. In dem in 5 und 6 dargestellten Ausführungsbeispiel des Fluidspeichers 44 ist das Steuerglied 49 als Kugel ausgebildet, die sich wechselweise auf einen den Kammeröffnungen 481 und 482 jeweils vorgelagerten kegelstumpfförmigen Ventilsitz aufzusetzen und damit die Kammeröffnungen 481, 482 zu verschließen vermag. In der Steuerkammer 48 ist noch eine Radialbohrung 52 eingebracht, die über eine Drossel 53 an der Verbindungsleitung 47 angeschlossen ist. Die Radialbohrung 52 ist in der Stuerkammer 48 so plaziert, daß sie nahe der Kammeröffnung 481 liegt, aber bei durch das Steuerglied 49 verschlossener Kammeröffnung 481 nicht von dem Steuerglied 49 abgedeckt wird.
  • Die Wirkungsweise dieses Ventilstellers ist wie folgt:
    Beim Schließen des Gaswechselventils nehmen die Steuerventile 25, 27 die in 5 dargestellte Stellung ein und die Schließbewegung des Gaswechselventils 10 erfolgt wie zu
  • 13 beschrieben, wobei von dem die obere Druckkammer 17 begrenzenden Stellkolben 16 Fluid über die untere Ablauföffnung 232 und über die obere Ablauföffnung 231 mit nachgeordneter Drosselstelle 29 aus der oberen Druckkammer 17 ausgeschoben wird. Sobald die untere Ablauföffnung 232, genauer gesagt die zu dieser gehörende Radialbohrung 37 im Ausgleichskolben 32, von dem Steuerkolben 16 überfahren wird, setzt der Bremsvorgang beim Ventilschließen infolge des nur noch über die Drosselstelle 29 abfließenden Fluids ein. Mit Schließen der unteren Ablauföffnung 232 schlägt der Gegenanschlag 161 am Stellkolben 16 an dem Anschlag 321 am Ausgleichskolben 32 an, und der Stellkolben 16 nimmt den Ausgleichskolben 32 bei seiner weiteren Verschiebebewegung in die obere Endlage mit. Aufgrund der nunmehr die obere Druckkammer 17 begrenzenden, vergrößerten Kolbenfläche (Stellkolben 16 und Ausgleichskolben 32) wird die Bremswirkung verstärkt, da nun zusätzlich auch mehr Fluid durch die Drosselstelle 29 fließen muß. Durch die Verschiebung des Ausgleichskolbens 32 wird die Ausgleichskammer 34 vergrößert, und da die Ringnut 41 im Stellkolben 16 die Verbindung zwischen Steuerkammer 48 und der Ausgleichskammer 34 hergestellt hat, strömt Fluid aus der Steuerkammer 48 in die Ausgleichskammer 34. Über die Kammeröffnung 482 strömt Fluid aus der Entlastungsleitung 28 in die Steuerkammer 48, und das kugelförmige Steuerglied 49 bewegt sich in der Darstellung nach links, bis es auf dem der Kammeröffnung 481 zugeordneten Ventilsitz aufliegt und die Kammeröffnung 481 verschließt. Muß der Ausgleichskolben 32 noch eine Weiterbewegung in der Darstellung nach rechts ausführen, bis das Gaswechselventil 10 vollständig geschlossen ist, so kann Fluid über die Radialbohrung 52 und die Drossel 53 in die Ausgleichskammer 34 gelangen. Ist das Gaswechselventil 10 vollständig geschlossen, so nimmt der Stellkolben 16 seine obere Endlage ein (6), in der die Verbindung von Ausgleichskammer 34 und Steuerkammer 48 über die Ringnut 41 erhalten bleibt.
  • Zum Öffnen des Gaswechselventils 10 werden die beiden Steuerventile 25, 27 umgeschaltet, so daß das erste Steuerventil 25 schließt und das zweite Steuerventil 27 öffnet. In der oberen Druckkammer 17 baut sich ein Fluiddruck auf, der auf die Wirkfläche des Stellkolbens 16 und auf die Stirnfläche des Ausgleichskolbens 32 wirkt. Durch die Summe der Wirkflächen von Stellkolben 16 und Ausgleichskolben 32 ergibt sich eine hohe Verschiebekraft in Öffnungsrichtung des Gaswechselventils 10. Durch die Verschiebebewegung des Ausgleichskolbens 32 wird die Ausgleichskammer 34 verkleinert. Das Fluid wird in die Steuerkammer 48 ausgeschoben, wodurch das kugelförmige Steuerglied 49 sich in der Steuerkammer 48 nach rechts bewegt. Das in der Steuerkammer 48 befindliche Fluid wird über die Kammeröffnung 482 in die Entlastungsleitung 28 ausgeschoben. Kurzzeitig kann auch Fluid über die Radialbohrung 52 aus der Ausgleichskammer 32 direkt in die Entlastungsleitung 28 gelangen, jedoch sorgt die Drossel 53 dafür, daß dies nur eine sehr geringe Fluidmenge ist. Mit Hilfe eines der Drossel 53 zugeordneten Rückschlagventils kann dieser geringe Fluidfluß gänzlich unterbunden werden. Sobald das Steuerglied 49 die andere Kammeröffnung 482 verschließt, kann kein Fluid mehr aus der Ausgleichskammer 34 ausgeschoben werden, und der Ausgleichskolben 32 kann keine Verschiebebewegung mehr ausführen. Über das Volumen in der Steuerkammer 48 kann somit der Verschiebeweg des Ausgleichskolbens 32 eingestellt werden.
  • Sobald der Ausgleichskolben 32 festgesetzt ist, hebt der sich weiterbewegende Stellkolben 16 vom Ausgleichskolben 32 ab. Die auf den Stellkolben 16 wirkende Verschiebekraft ist wesentlich reduziert, da zur Erzeugung der Verschiebekraft nur noch die die obere Druckkammer 17 begrenzende Wirkfläche des Stellkolbens 16 maßgeblich ist.
  • Da der Ausgleichskolben 32 beim Schließen des Gaswechselventils 10 bis zur Anlage des Ventilglieds 12 an dem Ventilsitz 13 von dem Stellkolben 16 mitgenommen wird und beim Öffnen mit Hilfe der Steuerkammer 48 nur einen bestimmten Verschiebeweg zurücklegen kann, ist sichergestellt, daß die untere Ablauföffnung 232, welche den Bremsbeginn beim Schließen des Gaswechselventils 10 steuert, sich immer an der gleichen Stelle befindet, und zwar unabhängig von Wärmeausdehnungen oder Fertigungstoleranzen. Damit ist der Bremsbeginn immer gleich.
  • Die in 5 und 6 noch zu sehende Schulter 322 am Ausgleichskolben 32, die über eine Verbindungsleitung 54 und eine radiale Durchgangsbohrung 55 durch Gehäuse 15 und Führungshülse 33 mit Fluiddruck aus der Zulaufleitung 26 beaufschlagbar ist, dient lediglich dazu, die Wandstärke des Ausgleichskolbens 32 über einen großen Bereich des Ausgleichskolbens 32 zu erhöhen, um eine bessere Fertigbarkeit zu erreichen. Prinzipiell kann der Außendurchmesser des Ausgleichskolbens 32 auch ohne diese Schulter 322 hergestellt werden, wenn das gewünschte Kräfteverhältnis beim anfänglichen Öffnen des Gaswechselventils 10 und dem danach stattfindenden weiteren Öffnen des Gaswechselventils 10 eine ausreichend große Wandstärke des Ausgleichskolbens 32 zuläßt.
  • Die konstruktive Gestaltung des in 5 und 6 dargestellten Ventilstellers kann dahingehend modifiziert werden, daß die Ringnut 41 im Stellkolben 16 entfällt und die Ausgleichskammer 34 permanent an der Steuerkammer 48 angeschlossen ist. Die Wirkungsweise des Ventilstellers ändert sich dadurch nicht. Jedoch besteht die Möglichkeit, daß der Ausgleichskolben 32 aufgrund von Reibung zwischen Ausgleichskolben 32 und Stellkolben 16 zu frühzeitig mitgenommen wird. Durch Einhalten von Fertigungstoleranzen läßt sich dieses jedoch vermeiden.

Claims (20)

  1. Hydraulischer Ventilsteller zum Betätigen eines Gaswechselventils (10) in einem Verbrennungszylinder einer Brennkraftmaschine, mit einem in einem Gehäuse (15) axial verschieblich aufgenommenen Stellkolben (16), der das Gaswechselventil (10) in einer oberen Endlage schließt und in einer unteren Endlage maximal öffnet, und mit zwei vom Stellkolben (16) mit unterschiedlich großen Wirkflächen axial begrenzten, volumenvariablen Druckkammern (17, 18), von denen die von einer kleineren Wirkfläche begrenzte untere Druckkammer (18) permanent mit Fluiddruck beaufschlagt ist und die von einer größeren Wirkfläche begrenzte obere Druckkammer (17) über einen Zu- und Rücklauf (22, 23) wechselweise mit dem Fluiddruck beaufschlagbar und entlastbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Rücklauf (23) der oberen Druckkammer (17) auf zwei miteinander verbundene, im Gehäuse (15) axial beabstandet angeordnete Ablauföffnungen (231, 232) aufgeteilt ist, von denen. der oberen Ablauföffnung (231) eine Drosselstelle (29) zugeordnet ist und die untere Ablauföffnung (232) so im Verschiebeweg des Stellkolbens (16) liegt, daß sie von diesem vor Erreichen der oberen Endlage verschließbar ist, und daß die untere Ablauföffnung (232) relativ zum Stellkolben (16) in Grenzen axial verschieblich ausgebildet ist.
  2. Ventilsteller nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Ablauföffnung (232) eine das Gehäuse (15) durchdringende Radialbohrung (35, 36) und eine mit dieser kommunizierende Radialbohrung (37) in einem den Stellkolben (16) umschließenden, relativ zu diesen verschiebbaren Ausgleichskolben (32) aufweist, der zur Mitnahme durch den in die obere Endlage sich bewegenden Stellkolben (16) ausgebildet ist, und daß der Ausgleichskolben (32) in dem Gehäuse (15) einerseits zusammen mit dem Stellkolben (16) die obere Druckkammer (17) und andererseits eine absperrbare Ausgleichskammer (34) axial begrenzt.
  3. Ventilsteller nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgleichskolben (32) an seinem der oberen Druckkammer (17) zugekehrten Ende einen Anschlag (321) und der Stellkolben (16) einen damit korrespondierenden Gegenanschlag (161) zur Mitnahme des Ausgleichskolbens (32) trägt.
  4. Ventilsteller nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgleichskammer (34) über den Verschiebeweg äes Stelkolbens (16) abgesperrt und mit Beginn der Mitnahme des Ausgleichskolbens (32) durch den in seine obere Endlage sich bewegenden Stellkolben (16) zum Fluiaustausch freigegeben ist.
  5. Ventilsteller nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellkolben (16) eine Ringnut (41) trägt, über die die Ausgleichskammer (34) mit einem in der unteren Ablauföffnung (231) mündenden Ausgleichskanal (39) verbindbar ist und daß die axiale Breite der Ringnut (41) so bemessen ist, daß sie nach Herausbewegen des Stellkolbens (16) aus der oberen Endlage die Verbindung unterbricht.
  6. Ventilsteller nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der axiale Abstand von Ringnut (41) und Gegenanschlag (161) am Stellkolben (16) so bemessen ist, daß mit Anlage von Anschlag (321) am Ausgleichskolben (32) und Gegenanschlag (161) aneinander die Verbindung zwischen Ausgleichskammer (34) und Ausgleichskanal (39) über die Ringnut (41) hergestellt ist.
  7. Ventilsteller nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgleichskammer (34) zumindest mit Einsetzen der Mitnahme des Ausgleichskolbens (32) durch den in die obere Endlage sich bewegenden Stellkolben (16) mit einem Fluidspeicher (44) verbunden ist (5 und 6).
  8. Ventilsteller nach Arspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung von Ausgleichskammer (34) und Fluidspeicher (44) permanent ist.
  9. Ventilsteller nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellkolben (16) eine Ringnut (41) trägt, die so angeordnet ist, daß sie mit Anlage von Anschlag (321) und Gegenanschlag (161) eine Verbindung zum Fluidspeicher (44) herstellt.
  10. Ventilsteller nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Fluidspeicher (44) an einer die Gehäusewand des Gehäuses (15) radial durchdringenden Bohrung (45, 46) angeschlossen ist und die axiale Nutbreite der Ringnut (41) so bemessen ist, daß sie die Mündung der Bohrung (45, 46) und die Ausgleichskammer (34) miteinander zu verbinden vermag.
  11. Ventilsteller nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Fluidspeicher (44) eine Steuerkammer (48) mit zwei einander axial gegenüberliegenden Kammeröffnungen (481, 482) und ein in der Steuerkammer (48) axial verschiebbares Steuerglied (49) aufweist, das wechselweise die eine Kammeröffnung (481, 482) verschließt und die andere Kammeröffnung (482, 481) freigibt, und daß die eine Kammeröffnung (481) mit der radialen Bohrung (45, 46) im Gehäuse (15) verbunden ist und die andere Kammeröffnung (482) von einem Fluiddruck beaufschlagt ist, der wenig größer ist als der bei in der oberen Endlage sich befindlichem Stellkolben (16) in der Ausgleichskammer (34) herrschende Fluiddruck.
  12. Ventilsteller nach Anspruch 11, dddurch gekennzeichnet, daß die Steuerkammer (48) zusätzlich über eine Drossel (53) an der Bohrung (45, 46) im Gehäuse (15) angeschlossen ist.
  13. Ventilsteller nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Kammeröffnung (481, 482) ein kegelstumpfförmiger Ventilsitz (13) zugeordnet ist und daß das Steuerglied (49) als Kugel ausgebildet ist.
  14. Ventilsteller nach einem der Ansprüche 1 – 13, dadurch gekennzeichnet, daß in der oberen Druckkammer (17) ein den Verschiebeweg des Ausgleichskolbens (32) begrenzender Anschlag (42) angeordnet ist.
  15. Ventilsteller nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag von einem in das Gehäuse (15) eingesetzten Distanzring (42) gebildet ist und daß in den Distanzring (42) eine mit der oberen Ablauföffnung (231) im Gehäuse (15) korrespondierende Radialbohrung (43) eingebracht ist.
  16. Ventilsteller nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die oberen Ablauföffnung (231) oder die Radialbohrung (43) als eine die Drosselstelle (29) bildende Drosselbohrung ausgeführt ist und daß die untere Ablauföffnung (232) und die obere Ablauföffnung (231) jeweils an einem von zwei Leitungszweigen (241, 242) einer Rücklaufleitung (24) angeschlossen ist (4).
  17. Ventilsteller nach einem der Ansprüche l – 15, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Ablauföffnung (231) zugleich den Zulauf (22) bildet und an einer Zulaufleitung (26) angeschlossen ist, daß die untere Ablauföffnung (232) an einer Rücklaufleitung (24) angeschlossen ist und daß die Drosselstelle (29) in einer an der Zulaufleitung (26) und an der Rücklaufleitung (24) angeschlossenen Verbindungsleitung (13) angeordnet ist (1).
  18. Ventilsteller nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Rücklaufleitung (24) über ein erstes Steuerventil (25) wechselweise absperrbar und mit einem Fluidreservoir verbindbar ist.
  19. Ventilsteller nach einem der Ansprüche 11 – 17 und Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem ersten Steuerventil (25) und dem Fluidreservoir (21) ein Druckregelventil (51) angeordnet ist und daß die mit Fluiddruck beaufschlagte Kammeröffnung (481) der Steuerkammer (48) an dem Ausgang des Druckregelventils (51) angeschlossen ist.
  20. Ventilsteller nach einem der Ansprüche 1 – 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Zulauf (31, 231) der oberen Druckkammer (17) an einer Zulaufleitung (26) angeschlossen ist, die über ein zweites Steuerventil (27) wechselweise sperrbar und mit einer unter Hochdruck stehendes Fluid liefernden Druckversorgungseinrichtung (20) verbindbar ist.
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