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DE102006004212B4 - Delta-Sigma-Analog-Digital-Wandler und Verfahren zur Delta-Sigma-Analog-Digital-Wandlung mit Offsetkompensation - Google Patents

Delta-Sigma-Analog-Digital-Wandler und Verfahren zur Delta-Sigma-Analog-Digital-Wandlung mit Offsetkompensation Download PDF

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DE102006004212B4
DE102006004212B4 DE102006004212A DE102006004212A DE102006004212B4 DE 102006004212 B4 DE102006004212 B4 DE 102006004212B4 DE 102006004212 A DE102006004212 A DE 102006004212A DE 102006004212 A DE102006004212 A DE 102006004212A DE 102006004212 B4 DE102006004212 B4 DE 102006004212B4
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digital
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Christian Ebner
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Xignal Technologies AG
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Abstract

Delta-Sigma-Analog-Digital-Wandler (10) zur Umwandlung eines analogen. Eingangssignals (Vin) in ein digitales Ausgangssignal (Vout), umfassend:
– ein analoges Filter (20) zur Filterung des analogen Eingangsignals,
– einen durch ein Taktsignal (CLK) getakteten Quantisierer (30), welcher wenigstens einen Komparator (34) enthält und das durch das analoge Filter (20) abgegebene gefilterte analoge Signal zur Erzeugung des digitalen Ausgangssignals quantisiert, und
– eine Rückkopplungsanordnung (40) mit wenigstens einem Digital-Analog-Wandler (DAC1, DAC2, DAC3), welche dem analogen Filter (20) wenigstens ein analoges Rückkoppelsignal auf Basis des digitalen Ausgangssignals (Vout) zuführt,
dadurch gekennzeichnet, dass der Wandler (10) ferner eine mit dem Quantisierer (30) verbundene Kalibriereinrichtung (32) aufweist, die dazu ausgebildet ist, zu einem vorbestimmten Zeitpunkt einen Offsetfehler des Komparators (34) zu bestimmen und nachfolgend zu kompensieren, wobei die von der Kalibriereinrichtung (32) durchgeführte Kalibrierung folgende Schritte umfasst:
– Anlegen eines vorbestimmten Testsignals (VCM, Itrim) an den Eingang des Komparators (34),...

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft einen Delta-Sigma-Analog-Digital-Wandler nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein entsprechendes Wandlungsverfahren nach dem Oberbegriff des Anspruchs 11.
  • Ein derartiger Wandler ist beispielsweise aus der DE 10 2004 009 611 A1 bekannt. Bei diesem Stand der Technik ist gemäß einer Ausführungsform ein Quantisierer vorgesehen, der aus einem Komparator besteht und ein digitales Quantisiererausgangssignal mit einem Bit Auflösung liefert. Bei einer alternativen Ausführungsform weist der Quantisierer mehrere Quantisierungsstufen auf und liefert ein mehrere Bit umfassendes digitales Ausgangssignal. Der Aufbau und die Funktion des Quantisierers werden in dieser Veröffentlichung nicht detaillierter beschrieben.
  • Ein prinzipielles Problem bei herkömmlichen Delta-Sigma-Analog-Digital-Wandlern (engl. ”delta-sigma analog digital converter”) ist der so genannte Offsetfehler des oder der Komparatoren, die in dem Quantisierer zur Quantisierung des zugeführten Signals verwendet werden. Ein solcher Offsetfehler eines Komparators kann beispielsweise dazu führen, dass bei einem Eingangssignal, welches knapp unterhalb der Komparatorschwelle liegt, das Komparatorausgangssignal einen Wert annimmt, welches für überhalb der Komparatorschwelle liegende Eingangssignale vorgesehen ist. Auch der umgekehrte Fall ist denkbar. Der Offsetfehler führt also letztlich dazu, dass der betreffende Komparator unter Umständen die falsche Entscheidung trifft. Es ist klar, dass dieser Fehler die Qualität der Delta-Sigma-Analog-Digital-Wandlung nachteilig beeinflusst. Besonders gravierend ist dieses Problem, wenn der Quantisierer mehrere Komparatoren aufweist, um ein Vergleichsergebnis mit mehreren Bit Auflösung zu liefern. In diesem Fall besitzt nicht nur der Offsetfehler eines Komparators als solcher Relevanz für die Wandlungsqualität sondern auch der Umstand, dass die einzelnen Offsetfehler der Mehrzahl von Komparatoren sich in nicht definierter Weise voneinander unterscheiden.
  • Eine denkbare Möglichkeit zur Verbesserung der Wandlerqualität besteht darin, das Gesamtsystem unempfindlicher gegenüber Offsetfehlern im Bereich des Quantisierers zu machen. Dies ist jedoch entweder mit relativ großem schaltungstechnischen Aufwand verbunden oder besitzt andere Nachteile, wie z. B. eine Verringerung der Wandlerauflösung durch eine Verringerung der Auflösung des Quantisierers. Ein anderer denkbarer Ansatz zur Verbesserung der Wandlerqualität besteht darin, den oder die Komparatoren des Quantisierers nach an sich gängigen Schaltungskonzepten mit Feldeffekttransistoren zu implementieren, wobei diese Transistoren jedoch mit einer besonders großen Fläche bzw. Länge ausgebildet sind. Dies würde zwar den Offsetfehler des Komparators verringern, führt jedoch zu einer nachteiligen Vergrößerung des Leistungs- bzw. Strombedarfs des Komparators und des vorgeschalteten Schaltungsteils.
  • Aus der DE 601 13 442 T2 ist ein Delta-Analog-Digital-Wandler bekannt, bei welchem ein Quantisierer aus drei Komparatoren bebildet ist, denen jeweils ein Vorverstärker vorgeschaltet ist. Bei diesem Stand der Technik erfolgt eine Fehlerkompensation zur Verbesserung der Quantisierungsqualität. Diese Kompensation ist ein ”Nebenprodukt” einer speziellen Switched-Capacitor-Verstärkung bzw. -Betriebsweise, die getaktet mit zwei alternierenden Betriebsphasen durchgeführt wird.
  • Aus dem Fachartikel von M. Moyal et al., ”700/900 mW/Channel CMOS Dual Analog Front-End IC for VDSL with integrated 11.5/14.4 dBm Line Drivers”, in: Solid-State Circuits Conference, 2003, Digest of Technical Papers, Paper 23.6, ISBN 0-7803-7707-9, ist eine für einen Quantisierer vorgesehene ”automatische Offsetkalibrierung” offenbart, ohne jedoch Einzelheiten dieser Kalibrierung näher zu beschreiben.
  • Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Delta-Sigma-Analog-Digital-Wandler sowie ein entsprechendes Wandlungsverfahren der eingangs genannten Art bereitzustellen, bei welchen trotz einfacher und/oder Strom sparender Gestaltung des oder der im Quantisierer vorgesehenen Komparatoren gute Leistungseigenschaften des Wandlers erreicht werden können.
  • Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch einen Wandler nach Anspruch 1 bzw. ein Verfahren nach Anspruch 11 gelöst. Bei dem erfindungsgemäßen Wandler ist insbesondere vorgesehen, dass der Wandler ferner eine mit dem Quantisierer verbundene Kalibriereinrichtung aufweist, die dazu ausgebildet ist, zu einem vorbestimmten Zeitpunkt einen Offsetfehler des Komparators zu bestimmen und nachfolgend zu kompensieren.
  • Für die Art und Weise der Kalibrierung gibt es vielfältige Möglichkeiten. Beispielsweise könnte die Kalibriereinrichtung zunächst geeignet vorbestimmte Parameter im Bereich des betreffenden Komparators messen bzw. ermitteln, um eine aussagekräftige Information bzw. quantitative Abschätzung des Offsetfehlers zu gewinnen, die bei der nachfolgenden Kompensation verwendet wird. Das bei dem erfindungsgemäßen Wandler vorgesehene Kalibrierverfahren umfasst folgende Schritte:
    • – Anlegen eines vorbestimmten Testsignals an den Eingang des Komparators,
    • – Bewerten der Reaktion des Komparators auf das Testsignal, und
    • – nachfolgende Kompensation des Offsetfehlers auf Basis des Bewertungs ergebnisses.
  • Die gemäß der Erfindung vorgesehene Offsetkompensation ermöglicht die Realisierung eines Delta-Sigma-Analog-Digital-Wandlers mit überragenden Leistungseigenschaften, z. B. mit einem bis zu sehr hohen Frequenzen reichenden Signalband bei gleichzeitig niedrigem Leistungsbedarf und hoher Qualität (z. B. Linearität) des Ausgangssignals. Insbesondere in diesem Zusammenhang ist eine Ausführungsform von Vorteil, bei welcher der Quantisierer mehrere Quantisierungsstufen aufweist und/oder das digitale Ausgangssignal des Quantisierers eine Thermometerkodierung besitzt. In einer Ausführungsform weist der Quantisierer beispielsweise 16 Quantisierungsstufen (entsprechend 4 Bit) auf. Sowohl für eine rasche Quantisierung als auch für eine rasche Digital-Analog-Wandlung in der Rückkopplungsanordnung ist es von Vorteil, wenn das digitale Ausgangssignal des Quantisierers eine Thermometerkodierung besitzt.
  • Falls der Quantisierer mehrere Komparatoren enthält, so ist die gemäß der Erfindung vorgesehene Kalibrierung bevorzugt separat für jeden einzelnen der Komparatoren vorgesehen. Dies trägt vorteilhaft dem Umstand Rechnung, dass die Offsetfehler mehrerer Komparatoren sich in der Praxis mehr oder weniger voneinander unterscheiden.
  • In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist als Zeitpunkt für die Bestimmung des Offsetfehlers und dessen nachfolgende Kompensation ein Betriebsbeginn (z. B. ein so genannter ”start-up”) des Wandlers vorgesehen. In der Praxis ist eine solche ”einmalige Kalibrierung” für den nachfolgenden, unter Umständen länger andauernden Wandlerbetrieb völlig ausreichend, da der Offsetfehler zumeist rein fertigungsbedingter Art ist und durch während des Betriebs auftretende Veränderungen wie Temperaturänderungen nicht wesentlich beeinflusst wird. Es soll jedoch im Rahmen der Erfindung nicht ausgeschlossen sein, dass alternativ oder zusätzlich andere Zeitpunkte für die Kalibrierung gewählt werden.
  • In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die von der Kalibriereinrichtung durchgeführte Kalibrierung folgende Schritte umfasst:
    • – Anlegen eines der Komparatorschwelle entsprechenden Testsignals an den Eingang des Komparators,
    • – Ermitteln der Entscheidung des Komparators in Reaktion auf das Testsignal,
    • – Verändern des Testsignals, um dasjenige Testsignalausmaß, nachfolgend als Kompensationssignal bezeichnet, zu ermitteln, bei welchem der Komparator die gegenteilige Entscheidung trifft (”umkippt”),
    • – Speichern des Kompensationssignals zumindest so lange, bis eine erneute Kalibrierung erfolgt oder der Betrieb des Wandlers unterbrochen wird, und
    • – Kompensieren des Offsetfehlers durch zusätzliche Beaufschlagung des Komparators während des Wandlerbetriebs mit dem Kompensationssignal.
  • Bei einer modifizierten Kalibiermethode ist vorgesehen, die beiden ersten vorstehend genannten Schritte durch folgenden Schritt zu ersetzen:
    • – Anlegen eines einer bestimmten Entscheidung des Komparators entsprechenden Testsignals an den Eingang des Komparators.
  • Beide Methoden liefern gleichermaßen ein zur Offsetkompensation geeignet bemessenes ”Kompensationssignal”.
  • Für die Art und Weise der Veränderung des Testsignals zur Ermittlung des Kompensationssignals gibt es vielfältige Möglichkeiten. Prinzipiell denkbar wäre beispielsweise eine ”sukzessive Approximation”, bei welcher das zum Umkippen des Komparators erforderliche Testsignalausmaß (= Kompensationssignal) in möglichst rascher Weise ermittelt wird. Eine derart hinsichtlich der Ermittlungsgeschwindigkeit optimierte Veränderungsmethode ist jedoch augenscheinlich mit einem gewissen schaltungstechnischen Aufwand im Bereich der Kalibriereinrichtung verbunden und insbesondere dann kaum nutzbringend, wenn die Kalibrierung, wie oben bereits erwähnt, nur bei einem Betriebsbeginn des Wandlers durchgeführt wird. Auf Grund der Einfachheit der schaltungstechnischen Realisierung ist daher in vielen Fällen eine Ermittlungsmethode bevorzugt, bei welcher das Testsignalausmaß monoton verändert wird bis der Komparator umkippt.
  • Das bei der Erfindung verwendete Testsignal kann in besonders einfacher Weise z. B. digital durch die Kalibriereinrichtung erzeugt bzw. eingestellt werden. Hierfür kann beispielsweise ein mit einem Taktsignal beaufschlagter digitaler Zähler verwendet werden, dessen Ausgangssignal einen Digital-Analog-Wandler beaufschlagt, dessen Ausgangssignal dann als das sich monoton verändernde Testsignal verwendet wird.
  • Eine solche digitale Erzeugung des Testsignals besitzt auch den Vorteil, dass das ermittelte Kompensationssignal in einfacher Weise auch in einer digitalen Darstellung gespeichert werden kann, um den gespeicherten Wert zur Erzeugung des während des Wandlerbetriebs benötigten Kompensationssignals zu verwenden.
  • Die Erfindung ist gleichermaßen für zeitkontinuierlich (engl. ”continuous time”) arbeitende Wandler und für zeitdiskret (engl. ”time discrete”) arbeitende Wandler geeignet. Wesentlich ist lediglich die Verwendung eines Quantisierers, der einen oder mehrere Komparatoren aufweist.
  • In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Wandler einen voll-differentiellen Aufbau besitzt, bei welchem das analoge Eingangssignal differentiell zugeführt und das digitale Ausgangssignal differentiell bereitgestellt wird. Die Erfindung ist jedoch prinzipiell auch für so genannte ”single ended”-Schaltungskonzepte geeignet.
  • Eine bevorzugte Fertigungstechnologie für den Delta-Sigma-Analog-Digital-Wandler ist die CMOS-Technologie. Der Wandler kann insbesondere einen Funktionsblock einer integrierten Schaltungsanordnung darstellen.
  • Falls der Wandler voll-differentiell aufgebaut ist und zur Ermittlung des Kompensationssignals ein Testsignal am Eingang des Komparators einem Testeingangssignal überlagert wird, so ist es bevorzugt, dass die beiden das Testeingangssignal definierenden Potentiale dem so genannten Gleichtaktpotential (engl. ”common mode voltage”) entsprechen.
  • In an sich bekannter Weise kann dem Quantisierer ein digitaler Digitalprozessor (DSP) zur Weiterverarbeitung des digitalen Ausgangssignals nachgeschaltet sein. In diesem Fall kann das digitale Ausgangssignal von einem zwischen dem Quantisierer und dem digitalen Signalprozessor angeordneten Schaltungsknoten abgezweigt und der Rückkopplungsanordnung zugeführt werden.
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen weiter beschrieben. Es stellen dar:
  • 1 ein Blockschaltbild eines Delta-Sigma-Analog-Digital-Wandlers,
  • 2 ein Schaltbild eines voll-differentiellen Komparators, wie er im Quantisierer des in 1 dargestellten Wandlers enthalten ist,
  • 3 ein vereinfachtes Blockschaltbild des Komparators von 2 samt zugeordneter Kalibrierschaltung, und
  • 4 eine schaltungstechnische Realisierung von wesentlichen Komponenten der in 3 dargestellten Anordnung.
  • 1 veranschaulicht den Aufbau eine Delta-Sigma-Analog-Digital-Wandlers 10 zur Umwandlung eines analogen Eingangssignals Vin in ein digitales Ausgangssignal Vout. Das analoge Eingangssignal Vin wird durch eine Eingangsspannung und das digitale Ausgangssignal durch ein Ausgangsspannungssignal dargestellt.
  • Der Wandler 10 umfasst ein analoges Filter 20 zum Filtern des analogen Eingangssignals Vin, einen durch ein Taktsignal getakteten 4-Bit-Quantisierer 30 zur Erzeugung des digitalen Ausgangssignals Vout durch Quantisierung des vom analogen Filter 20 abgegebenen Signals, und eine Rückkopplungsanordnung 40 zum Rückkoppeln von analogen Rückkoppelsignalen auf Basis des digitalen Ausgangssignals Vout.
  • Ganz allgemein wird bei einem Delta-Sigma-Analog-Digital-Wandler die integrierte (”Sigma”) Differenz (”Delta”) zwischen einem analogen Eingangssignal und einer analogen Darstellung des quantisierten digitalen Ausgangssignals dem Quantisierer (Analog-Digital-Wandlerstufe) zugeführt. Bei einer anderen Ausführung eines solchen Wandlers, im engeren Sinne auch als ”Delta-Modulator” bezeichnet, wird die Differenz (”Delta”) zwischen einem analogen Eingangssignal und dem Integral (”Sigma”) des quantisierten digitalen Ausgangssignals dem Quantisierer zugeführt. Durch die Rückkopplung erzeugt der Quantisierer einen Ausgangsbitstrom, dessen Wert im zeitlichen Mittel dem analogen Eingangssignal folgt. Der zeitkontinuierlich arbeitende Delta-Sigma-Analog-Digital-Wandler bietet gegenüber den zeitdiskret arbeitenden Delta-Sigma-Analog-Digital-Wandlern den Vorteil einer niedrigeren Leistungsaufnahme bzw. bei vorgegebener Leistungsaufnahme den Vorteil einer höheren Signalbandbreite.
  • Das analoge Filter 20 umfasst im dargestellten Ausführungsbeispiel mehrere Integratoren 22-1, 22-2 und 22-3 (Integratorkaskade), die ein Filternetzwerk bilden. Die dargestellte Konfiguration des Filters 20 ist selbstverständlich nur beispielhaft zu verstehen und kann in an sich bekannter Weise weitreichend modifiziert werden.
  • Bei der dargestellten Implementierung sind die Integratoren 22-1, 22-2 und 22-3 des analogen Filters 20 jeweils durch geeignet extern beschaltete Operationsverstärker OPAMP1, OPAMP2 und OPAMP3 realisiert. Die externe Beschaltung besteht wie dargestellt aus geeignet dimensionierten Widerständen R und Kondensatoren C.
  • Der Quantisierer 30 besitzt 16 Quantisierungsstufen und stellt das Ausgangssignal Vout in einer Thermometerkodierung auf 15 Ausgangsleitungen dar, die der Einfachheit der Darstellung von 1 halber lediglich durch eine einzige Leitungsverbindung symbolisiert sind. Der Quantisierer 30 ist hierfür in an sich bekannter Weise als Parallelschaltung von 15 Komparatoren (vgl. 2) mit 15 in einer ”Leiter” angeordneten Komparatorschwellen aufgebaut. Den Komparatoren wird simultan ein gemeinsames Taktsignal CLK zugeführt, durch welches die jeweiligen Vergleiche des gefilterten Eingangssignals mit den Komparatorschwellen zu zeitdiskreten periodischen Zeitpunkten durchgeführt werden, so dass am Ausgang des Quantisierers 30 ein getaktet bereitgestelltes 4-Bit-Ausgangssignal Vout vorliegt. Die physikalische Darstellung erfolgt gemäß der Thermometerkodierung in 15 digitalen Spannungen (symbolisiert durch Vout).
  • Ferner erkennt man in 1 einen digitalen Signalprozessor (DSP) 60 zur weiteren digitalen Verarbeitung des vom Quantisierer 30 ausgegebenen Bitstroms.
  • Die Rückkopplungsanordnung 40 des Wandlers 10 wird im Wesentlichen durch die nachfolgend beschriebenen Schaltungskomponenten 42-1, 42-2, DAC1, DAC2 und DAC3 gebildet. Diese Komponenten sind in 1 der Einfachheit der Darstellung halber lediglich jeweils einfach eingezeichnet. Tatsächlich sind diese Komponenten entsprechend der Verarbeitung des über 15 Leitungen entsprechend einer Thermometerkodierung übertragenen Signals in 15-facher Ausführung parallel zueinander vorgesehen.
  • Ein erster Rückkopplungspfad verläuft von einem Abwzeigungsknoten 50 zum ersten Integrator 22-1 des analogen Filters 20 und umfasst einen als so genanntes ”Latch” ausgebildeten, durch das Taktsignal CLK (genauer: die invertierte Version CLK-B des Taktsignals CLK) getaktet betriebenen digitalen Signalspeicher 42-1, dem das digitale Ausgangssignal Vout zugeführt wird und dessen Ausgangssignal wiederum dem Eingang eines Digital-Analog-Wandlers DAC1 eingegeben wird. Das Ausgangssignal des Digital-Analog-Wandlers DAC1 wird als voll-differentielles Stromsignal dem Integrator 22-1 zugeführt. Im Bereich des Integrators 22-1 ist eine Addition der über Einkoppelwiderstände R1 bereitgestellten und der am Ausgang des Digital-Analog-Wandlers DAC1 bereitgestellten Ströme realisiert.
  • Das Latch 42-1 ist ein Register, dessen Ausgangssignal dem Eingangssignal folgt, wenn das eingegebene Taktsignal CLK-B einen bestimmten der zwei möglichen Taktsignalzustände besitzt (Das Taktsignal dient gewissermaßen als ein ”Erlaubnissignal”). Bei üblicher Verwendung eines rechteckförmigen Taktsignals CLK, welches die erste Hälfte einer Taktperiode T einen logischen Pegel ”1” und die zweite Hälfte der Taktperiode einen logischen Pegel ”0” besitzt, ergibt sich am Ausgang des Signalspeichers 42-1 das um die halbe Taktperiode des Taktsignals CLK verzögerte Ausgangssignal Vout. Schaltungstechnisch betrachtet besteht der in 1 eingezeichnete Signalspeicher 42-1 tatsächlich aus einer Parallelanordnung von 15 1-Bit-Signalspeichern zur parallelen Verzögerung der auf 15 Leitungen dargestellten Signalpegel.
  • Das durch den Signalspeicher 42-1 um eine halbe Taktperiode verzögerte Ausgangssignal Vout wird außerdem dem Eingang eines Digital-Analog-Wandlers DAC2 zugeführt, der an seinem Ausgang ein voll-differentielles Stromsignal (entsprechend dem Ergebnis der Digital-Analog-Wandlung) bereitstellt. Außerdem wird das Ausgangssignal des digitalen Signalspeichers 42-1 dem Eingang eines zweiten digitalen Signalspeichers 42-2 eingegeben, der wie der erste Signalspeicher 42-1 aufgebaut ist, jedoch mit dem nicht-invertierten Taktsignal CLK getaktet betrieben wird. Der zweite Signalspeicher 42-2 verzögert das ihm zugeführte Signal wieder um eine halbe Taktperiode des Taktsignals CLK, so dass aufgrund der Hintereinanderschaltung der als Verzögerungsglieder wirkenden Signalspeicher 42-1 und 42-2 am Ausgang des zweiten Signalspeichers 42-2 ein insgesamt um eine ganze Taktperiode T des Taktsignals CLK verzögerte Version des Ausgangssignals Vout bereitgestellt wird. Dieses Ausgangssignal des zweiten Signalspeichers 42-2 wird dem Eingang eines Digital-Analog-Wandlers DAC3 zugeführt, der (wie der Digital-Analog-Wandler DAC2) ein voll-differentielles Stromsignal liefert, welches wie das Ausgangssignal des Digital-Analog-Wandlers DAC2 in den Bereich des Integrators 22-3 eingespeist wird.
  • Die beiden Signalspeicher 42-1, 42-2 und die beiden Digital-Analog-Wandler DAC2, DAC3 bilden zusammenfassend einen Funktionsblock der Rückkopplungsanordnung 40 zur Erzeugung eines dem differenzierten Ausgangssignal Vout des Quantisierers 30 entsprechenden Rückkoppelsignals. Die Erzeugung dieses differenzierten Signals beruht bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel auf der analogen Subtraktion von zwei Signalen, die ausgehend von dem digitalen Ausgangssignal durch Vorsehen von verschiedenen Verzögerungen und jeweils einer Digital-Analog-Wandlung bereitgestellt werden.
  • Für eine exakte Einstellung der Komparatorschwellen im Betrieb des Wandlers 10 ist eine unten detailliert beschriebene Einstell- bzw. Kalibrierschaltung 32 für jeden Komparator vorgesehen.
  • 2 veranschaulicht den Aufbau eines Komparators 34, der aus einer Komparatoreingangsstufe 35 und einer Komparatorausgangsstufe 36 gebildet ist und in 15-facher identischer Ausführung in einer Parallelanordnung im Quantisierer 30 (1) enthalten ist.
  • Wenngleich das Schaltungskonzept, auf welchem die Funktion des in 2 dargestellten Komparators 34 beruht, an sich bekannt ist und im Rahmen der Erfindung auch ohne weiteres modifiziert werden kann, so soll die Funktion des Komparators 34 kurz erläutert werden. Bei dem in getakteter Weise von dem Komparator 34 durchgeführten Vergleich eines differentiellen Eingangssignals mit einem differentiellen Referenzsignal (Potentiale inp, refp, refn, inn) wird, wie dargestellt, ein Teil der enthaltenen Transistoren durch Steuersignale RESET (bzw. einer invertierten Version davon), SW, CLK angesteuert. Der zeitliche Verlauf dieser digitalen Ansteuersignale ist im unteren Teil von 2 beispielhaft dargestellt. An dieser Stelle ist auch das sich ergebende Komparatorausgangssignal out (Differenz der Ausgangspotentiale outp und outn) dargestellt. Die Potentiale vss und vdd bezeichnen die Versorgungspotentiale des Komparators 34 bzw. des gesamten Wandlers 10.
  • Vor dem Beginn eines Vergleichsvorganges ist der durch das Rücksetzsignal RESET angesteuerte Transistor leitend. Die von dem Signal SW angesteuerten Transistoren sperren.
  • Der Vergleichsvorgang beginnt mit einem Wechsel im Signalzustand des Signals RESET, durch welchen der davon angesteuerte Transistor in den sperrenden Zustand gebracht wird und die Eingangsstufe in Abhängigkeit der Eingangssignale in einen von zwei möglichen stabilen Zuständen ”kippt”. Durch den darauf folgenden Wechsel im Signalzustand des Signals SW wird der entsprechende Zustand der Eingangsstufe 35 zur Ausgangsstufe 36 übertragen und zur Ausgabe von scharf definierten Ausgangspotentialen outp, outn mittels des ganz rechts in 2 dargestellten Schaltungsteils herangezogen. Durch diesen Schaltungsteil wird bewirkt, dass eines der Ausgangspotentiale outp, outn auf das Versorgungspotential vdd und das andere auf das Versorgungspotential vss ”gezogen” wird. Unmittelbar vor der Übertragung des Zustands von der Eingangsstufe 35 auf die Ausgangsstufe 36 wird letztere durch das Taktsignal CLK in einem vordefinierten Zustand gehalten.
  • Die in der Eingangsstufe 35 enthaltenen Transistorpaare, welche durch die Eingangssignale inp, refp, refn, inn angesteuert werden und jeweils von einem Stromquellentransistor (angesteuert durch eine Einstellspannung Vb) versorgt werden, sind identisch spezifiziert, weisen jedoch fertigungsbedingt mehr oder weniger große Toleranzen in ihren Eigenschaften auf. Daraus resultiert ein mehr oder weniger großer Offsetfehler des Komparators 34, welcher unter bestimmten Umständen dazu führt, dass das am Ausgang der Stufe 35 und folglich auch am Ausgang der Stufe 36 gelieferte Vergleichsergebnis fehlerhaft ist.
  • Dieser Offsetfehler, der für jeden der insgesamt 15 Komparatoren 34 durchaus verschieden sein kann, wird durch 15 (jeweils einem der Komparatoren zugeordnete) Kalibrierschaltungen zu Beginn des Wandlerbetriebs gemessen und für den nachfolgenden Betrieb (wenigstens teilweise) kompensiert.
  • 3 zeigt nochmals einen der Komparatoren 34 in einem vereinfachten Blockschaltbild zusammen mit der zugeordneten Kalibrierschaltung 32.
  • Der Kalibriervorgang (Messung und Kompensation des Offsetfehlers) läuft wie folgt ab: Zunächst wird, wie dies in 3 symbolisiert ist, ein dem Gleichtaktpotential des Komparators 34 entsprechendes Testeingangspotential VCM an sämtliche Eingangsanschlüsse des Komparators 34 angelegt. Im dargestellten Ausführungsbeispiel liegt VCM wenigstens annähernd in der Mitte zwischen vss und vdd. Das Testsignal VCM wird hierbei durch eine in der Figur nicht dargestellte Steuereinheit zum vorbestimmten Zeitpunkt angelegt, um den betreffenden Komparator 34 in einen ”Kalibrierungsmodus” zu versetzen.
  • Auf Grund der oben erläuterten Betriebsweise des Komparators 34 wird dieser eine von zwei möglichen Entscheidungen (Vergleichsergebnisse) treffen und an seinem Ausgang bereitstellen. Diese Komparatorentscheidung wird durch eine in 3 lediglich vereinfacht dargestellte Logikschaltung 37 erfasst, welche auch ein für den Kalibriermodus repräsentatives Steuersignal ”TRIM_MODE” von der Steuereinheit erhält. Wenn diese Logikschaltung 37 im Kalibriermodus die Komparatorentscheidung erfasst hat, steuert diese über ein Signal ”ENABLE” einen Digitalzähler 38 derart an, dass ein nachgeschalteter Digital-Analog-Wandler 39 ein monoton sich veränderndes Testsignal (Stromsignal) Itrim am Eingang des Komparators 34 einspeist. Diese Einspeisung ist detaillierter aus der Darstellung von 2 ersichtlich. Es wird dem über die Eingangsanschlüsse inp, inn, refp, refn eingegebenen konstanten Testeingangssignal überlagert. Ob das Stromsignal Itrim ausgehend vom Wert Null monoton ansteigt oder abfällt, wird durch die Logikschaltung 37 derart festgelegt, dass die Veränderung dieses Testsignals nach einer gewissen Zeit zum ”Umkippen” des Komparators 34 führt, d. h. das Komparatorausgangssignal den Zustand wechselt.
  • Der Wechsel des Komparatorausgangszustands wird wieder durch die Logikschaltung 37 erfasst, welche daraufhin den Digitalzähler 38 stoppt. Der sodann als Zählerstand im Digitalzähler 38 bis zum nächsten Kalibriervorgang gespeicherte Wert ist ein quantitatives Maß für den Offsetfehler des Komparators 34 und wird für den nachfolgenden Wandlerbetrieb zur Erzeugung eines diesen Offsetfehler kompensierenden Kompensationssignals verwendet. Die nicht dargestellte Steuereinrichtung beendet den Kalibriermodus (Wechsel des Signals TRIM_MODE) und der normale Betrieb des Wandlers 10 kann beginnen.
  • Vorteilhaft besitzt bei der in 3 dargestellten Ausführungsform nicht nur der Digitalzähler 38 eine doppelte Funktion (während der Ermittlung des Offsetfehlers und der Speicherung eines geeigneten Testsignalausmaßes). Vielmehr wird auch der dem Digitalzähler 38 nachgeschaltete Digital-Analog-Wandler 39 auch bei der nachfolgenden Kompensation des Offsetfehlers verwendet. Dieser Wandler 39 erzeugt auf Basis des im Zähler 38 gespeicherten Zählerstands das zur im Wesentlichen vollständigen Kompensation des Offsetfehlers geeignete Kompensationssignal Itrim. In der Eingangsstufe 35 des Komparators 34 wird somit während des normalen Betriebs der Offsetfehler durch das den Eingangssignalen überlagerte Stromsignal Itrim gerade kompensiert.
  • In 4 ist nochmals der Aufbau des Komparators 34 detaillierter dargestellt und zusätzlich eine schaltungstechnische Realisierung des damit verbundenen Digital-Analog-Wandlers 39 eingezeichnet. Bei dieser Realisierung sind sechs differentielle digitale Eingangssignale tuni bzw. tunbi (mit i = 0...5) zur Ansteuerung jeweiliger Schalttransistorpaare vorgesehen, die jeweils durch einen Stromeinstelltransistor beaufschlagt werden (Einstellpotential vb). Die einzelnen Transistorpaare liefern bei entsprechender digitaler Ansteuerung einzelne Strombeiträge für den zum Komparator 34 zu übertragenden Einstellstrom Itrim. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind diese einzelnen Strombeiträge der Transistorpaare gemäß einer binären Kodierung gewichtet (im Verhältnis 1:2:4:8:16:32). Diese Kodierungsart wie auch der Aufbau des Wandlers 39 sind jedoch nur beispielhaft zu verstehen und können im Rahmen der Erfindung weit reichend modifiziert werden. Der Ansteuercode wird von dem in 4 nicht dargestellten Digitalzähler 38 (vgl. 3) geliefert.
  • Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel der Erfindung können Transistoren mit kleiner Transistorlänge bzw. Transistorfläche zum Aufbau der Komparatoren 34 verwendet werden. Das Offsetspannungsproblem wird durch eine Einstell- bzw. Kalibrierschaltung wie der beschriebenen Schaltung 32 gelöst. Die aus einer entsprechenden Mehrzahl solcher Schaltungen aufgebaute Kalibriereinrichtung misst den Offset jedes Komparators und kompensiert diesen. Die Auflösung des Quantisierers (Anzahl von Bits) ist daher vorteilhaft nicht durch das Offsetproblem begrenzt und die Rückkopplungsanordnung 40 wie auch das analoge Filter 20 können in einer Weise gestaltet werden, bei welcher der Offsetfehler der Komparatoren nicht mehr berücksichtigt zu werden braucht. Anstelle der bei dem Ausführungsbeispiel vorgesehenen einmaligen Kalibrierung unmittelbar vor Aufnahme des Wandlerbetriebs kann eine solche Kalibrierung selbstverständlich auch kontinuierlich, etwa periodisch während des Wandlerbetriebs erfolgen.

Claims (11)

  1. Delta-Sigma-Analog-Digital-Wandler (10) zur Umwandlung eines analogen. Eingangssignals (Vin) in ein digitales Ausgangssignal (Vout), umfassend: – ein analoges Filter (20) zur Filterung des analogen Eingangsignals, – einen durch ein Taktsignal (CLK) getakteten Quantisierer (30), welcher wenigstens einen Komparator (34) enthält und das durch das analoge Filter (20) abgegebene gefilterte analoge Signal zur Erzeugung des digitalen Ausgangssignals quantisiert, und – eine Rückkopplungsanordnung (40) mit wenigstens einem Digital-Analog-Wandler (DAC1, DAC2, DAC3), welche dem analogen Filter (20) wenigstens ein analoges Rückkoppelsignal auf Basis des digitalen Ausgangssignals (Vout) zuführt, dadurch gekennzeichnet, dass der Wandler (10) ferner eine mit dem Quantisierer (30) verbundene Kalibriereinrichtung (32) aufweist, die dazu ausgebildet ist, zu einem vorbestimmten Zeitpunkt einen Offsetfehler des Komparators (34) zu bestimmen und nachfolgend zu kompensieren, wobei die von der Kalibriereinrichtung (32) durchgeführte Kalibrierung folgende Schritte umfasst: – Anlegen eines vorbestimmten Testsignals (VCM, Itrim) an den Eingang des Komparators (34), – Bewerten der Reaktion des Komparators (34) auf das Testsignal, und – nachfolgende Kompensation des Offsetfehlers auf Basis des Bewertungsergebnisses.
  2. Wandler nach Anspruch 1, wobei als Zeitpunkt für die Bestimmung des Offsetfehlers und dessen nachfolgende Kompensation ein Betriebsbeginn des Wandlers (10) vorgesehen ist.
  3. Wandler nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Testsignal (VCM, Itrim) der Komparatorschwelle entspricht.
  4. Wandler nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die von der Kalibriereinrichtung (32) durchgeführte Kalibrierung folgende Schritte umfasst: – Anlegen eines der Komparatorschwelle entsprechenden Testsignals (VCM, Itrim) an den Eingang des Komparators (34), – Ermitteln der Entscheidung des Komparators (34) in Reaktion auf das Testsignal (VCM, Itrim), – Verändern des Testsignals (VCM, Itrim), um dasjenige Testsignalausmaß, nachfolgend als Kompensationssignal (Itrim) bezeichnet, zu ermitteln, bei welchem der Komparator (34) die gegenteilige Entscheidung trifft, – Speichern des Kompensationssignals zumindest so lange, bis eine erneute Kalibrierung erfolgt oder der Betrieb des Wandlers (10) unterbrochen wird, und – Kompensieren des Offsetfehlers durch zusätzliche Beaufschlagung des Komparators (34) während des Wandlerbetriebs mit dem Kompensationssignal (Itrim).
  5. Wandler nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die von der Kalibriereinrichtung (32) durchgeführte Kalibrierung folgende Schritte umfasst: – Anlegen eines einer bestimmten Entscheidung des Komparators (34) entsprechenden Testsignals (VCM, Itrim) an den Eingang des Komparators (34), – Verändern des Testsignals (VCM, Itrim), um dasjenige Testsignalausmaß, nachfolgend als Kompensationssignal (Itrim) bezeichnet, zu ermitteln, bei welchem der Komparator (34) die gegenteilige Entscheidung trifft, – Speichern des Kompensationssignals zumindest so lange, bis eine erneute Kalibrierung erfolgt oder der Betrieb des Wandlers (10) unterbrochen wird, und – Kompensieren des Offsetfehlers durch zusätzliche Beaufschlagung des Komparators (34) während des Wandlerbetriebs mit dem Kompensationssignal (Itrim).
  6. Wandler nach Anspruch 4 oder 5, wobei die Veränderung des Testsignalausmaßes als eine monotone Veränderung bis zum Umkippen des Komparators (34) vorgesehen ist.
  7. Wandler nach einem der Ansprüche 3 bis 6, wobei die Kalibriereinrichtung (32) das Testsignal (VCM, Itrim) digital erzeugt.
  8. Wandler nach einem der vorangehenden Ansprüche, mit einem voll-differentiellen Aufbau.
  9. Wandler nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Quantisierer (30) mehrere Quantisierungsstufen aufweist.
  10. Wandler nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das digitale Ausgangssignal (Vout) des Quantisierers (30) eine Thermometerkodierung besitzt.
  11. Verfahren zur Delta-Sigma-Analog-Digital-Wandlung zur Umwandlung eines analogen Eingangssignals (Vin) in ein digitales Ausgangssignal (Vout), umfassend: – eine analoge Filterung (20) des Eingangssignals, – eine getaktete Quantisierung des gefilterten Signals unter Verwendung wenigstens eines Vergleichs zur Erzeugung des Ausgangssignals, und – eine Rückkopplung (40) umfassend wenigstens eine Digital-Analog-Wandlung zur Bereitstellung wenigstens eines analogen Rückkoppelsignals auf Basis des digitalen Ausgangssignals bei der analogen Filterung, dadurch gekennzeichnet, dass zu einem vorbestimmten Zeitpunkt ein Offsetfehler des Vergleichs bestimmt und nachfolgend kompensiert wird, indem folgende Schritte durchgeführt werden: – Verwenden eines vorbestimmten Testsignals (VCM, Itrim) für die Ausführung des Vergleichs, – Bewerten des für das Testsignal (VCM, Itrim) sich ergebenden Vergleichsergebnisses, und – nachfolgendes Kompensieren des Offsetfehlers auf Basis des Bewertungsergebnisses.
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