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Die
Erfindung betrifft ein Verbindungselement zwischen einem Halbleiterchip
eines Halbleiterwafers für
diskrete Halbleiterbauelemente und einem übergeordneten Schaltungsträger, sowie
ein Verfahren zur Herstellung und Verwendung des Verbindungselements.
Die Miniaturisierung von diskreten Halbleiterbauelementen, wie Dioden
und Transistoren, sowie der Preisdruck auf derartige standardisierte
Halbleiterbauelemente erfordern ständig neue und überarbeitete
Lösungen
für den
Gehäuseaufbau.
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Beim
Gehäuseaufbau
wird zwischen Gehäusen
unterschieden, die auf einem Flachleiterrahmen basieren, wie zum
Beispiel die SOT-, SOD-, SC-, und/oder TSFP-Gehäuse und den sogenannten flachleiterfreien
Gehäusen,
wie beispielsweise dem TSLP-Gehäuse. Diese
aktuellen Lösungen
zur Bereitstellung von Gehäuseaufbauten
für diskrete
Halbleiterbauelemente haben den Nachteil, dass sie auf Prozessen,
wie dem Diebonden und dem Drahtbonden basieren, wobei nachteilig
die Notwendigkeit besteht, entsprechende Halbleiterchipanschlussflächen für das Aufbringen
der Halbleiterchips und entsprechende Kontaktanschlussflächen für das Anbringen der
Bonddrähte
auf einem Träger
zur Verfügung
zu stellen.
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Diese
Komponenten vermindern die Möglichkeit
die Gehäuse
in Bezug auf eine Miniaturisierung zu verbessern. So kann die Gehäusehöhe nicht beliebig
vermindert werden, da die Dicke des Trägers mit den Kontaktanschlussflächen bzw.
die Dicke des Trägers
der Halbleiterchipkontaktfläche
und die Dicke des Halbleiterchips, sowie die Bonddrahtschleifenhöhe und die
Höhe der
Kunststoffgehäusemasse zum
Einbetten der Bonddrähte
zu berücksichtigen sind.
Bei der Miniaturisierung der lateralen Abmessungen sind den diskreten
Halbleiterbauelementen dadurch Grenzen gesetzt, dass ausreichend
Platz für die
Kontaktanschlussflächen
mit Träger,
für die
Toleranzen des Halbleiterchipbondens, für die Toleranzen der Längen der
Bonddrähte
sowie für
die Toleranzen der Wandstärke
der Pressmassen zu berücksichtigen
sind. Deshalb sind bei diskreten Halbleiterbauteilen die Miniaturisierungsmöglichkeiten
für Halbleiterchipabmessungen
unter einem halben Millimeter in Bezug auf Länge, Breite und Höhe des gehäusten Halbleiterbauelementes
praktisch erschöpft.
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Aus
der Druckschrift
US
6,197,613 B1 ist ein Verfahren zum Bilden eines Gehäuses auf
Halbleiterwaferbasis bekannt, bei dem zunächst ein Siliziumwafer bereitgestellt
wird, der eine Vielzahl von integrierten Schaltungschips, die auf
der Oberseite des Halbleiterwafers gebildet sind, aufweist. Jedes
dieser integrierten Schaltungschips hat eine Vielzahl auf dem Umfang
verteilter E/A-Kontaktflächen,
die in einer isolierenden Schicht angeordnet sind. Diese Kontaktflächen sind über Durchkontakte
durch eine elastische Schicht und über Leiterbahnen auf der elastischen
Schicht mit Lotkugeln als Flipchip-Kontakte elektrisch verbunden.
Die mit diesem Verfahren hergestellten Halbleiterbauelemente in
der Größenordnung
von Halbleiterchips haben den Nachteil, dass ihre Gehäusehöhe durch
den Lotball und die darunter angeordnete elastische Schicht nicht
weiter vermindert werden kann.
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Aus
der Druckschrift
US
6,518,097 B1 ist ein Verfahren zum Herstellen von Flipchip-Gehäusen auf Halbleiterwaferbasis
un ter Verwendung eines anisotrop leitenden Klebstoffs bekannt. Dazu
wird ein lotmaterialfreier Bondhügel,
wie ein Bondhügel
aus Gold oder einem stromlos abgeschiedenen Nickel/Goldbondhügel auf
den Kontaktflächen
jedes Halbleiterchips eines Halbleiterwafers hergestellt. Eine anisotrop
leitende und haftende Lösung
oder ein Film wird auf dem Wafer angeordnet, und anschließend wird
der Halbleiterwafer in einzelne Halbleiterchips getrennt.
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Jeder
der Halbleiterchips wird mechanisch und elektrisch mit einem Substrat über den
anisotrop leitenden Klebstoff verbunden. Dieses Verfahren hat den
Nachteil, dass Verbindungselemente gebildet werden, die nicht lötbar mit
einem Substrat verbunden werden können. Darüber hinaus hat das Verfahren
den Nachteil, dass zur Verbindung der Bondhügel mit einem Substrat ein
spezieller, anisotrop leitender Klebstoff bzw. eine anisotrop leitende
Folie erforderlich sind, welche sowohl die Verfahrenskosten, als auch
die Verwendbarkeit eines derartigen Halbleiterbauteilgehäuses für diskrete
Halbleiterbauelemente einschränkt.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, die Nachteile im Stand der Technik zu überwinden
und ein Verbindungselement anzugeben, das für Gehäuse auf Halbleiterwaferbasis
einsetzbar ist, die Verfahrenskosten reduziert und darüber hinaus
verminderte Abmessungen für
diskrete Halbleiterbauelemente zulässt, so dass die Gesamtabmessungen
des Halbleiterbauelementes die Abmessungen eines Halbleiterchips
für diskrete
Halbleiterbauelemente nur unwesentlich vergrößert und Halbleiterbauelemente
in Halbleiterchipgröße ermöglicht.
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Gelöst wird
diese Aufgabe mit dem Gegenstand der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
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Erfindungsgemäß wird ein
Verbindungselement zwischen einem Halbleiterchip aus einem Halbleiterwafer
mit diskreten Halbleiterbauelementen und einem übergeordneten Schaltungsträger geschaffen. Das
Verbindungselement ist für
Kontaktflächen
des Halbleiterchips bzw. Halbleiterbauelements auf dem Halbleiterwafer
vorgesehen und weist einen Mesakontakt. für eine Oberflächenmontage
auf.
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Derartige
Mesakontakte zeichnen sich durch ihre tafelförmige, flache Struktur aus,
wobei die flächige
Erstreckung des Mesakontaktes auf der Oberseite des diskreten Halbleiterbauelements
der Strombelastung des diskreten Halbleiterbauelements angepasst
werden kann. Der Mesakontakt weist eine flächig strukturierte NiPAu-,
AgSn- oder AuSn-Kontaktbeschichtung auf. Dazu ist diese Kontaktbeschichtung
auf den Kontaktflächen
der Halbleiterchips des Halbleiterwafers in Halbleiterchippositionen
angeordnet, und die flächige
Erstreckung des Mesakontaktes entspricht einer Kontaktfläche des Halbleiterchips.
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Dieses
Verbindungselement hat den Vorteil, dass es einerseits kostengünstig hergestellt
werden kann. Andererseits hat es den Vorteil, dass die Gehäusehöhe extrem
minimiert werden kann, zumal der Mesakontakt, der auf dem Halbleiterwafer
hergestellt wird, gleichzeitig eine Außenkontaktfläche für das Halbleiterbauelement
darstellt. Aufgrund der miniaturisierten Abmessungen derartiger
diskreter Halbleiterbauelemente, deren Außenabmessungen deutlich kleiner
als 1 mm sein können,
ist eine elastische Abfederung, wie sie aus der Druckschrift
US 6,197,613 B1 für integrierte
Halbleiterchips bekannt ist, nicht erforderlich, da die auftretenden
Scherspannungen bei derart geringen Außenabmessungen von den erfindungsgemäßen Mesakontakten
aufgenommen werden können.
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Auch
auf eine anisotrop leitende Klebstoffschicht bzw. anisotrop leitende
Klebstofffolie, wie sie aus der Druckschrift
US 6,518,097 B1 bekannt
ist, kann verzichtet werden. Die Funktion der anisotrop leitenden
Klebstoffschicht bzw. der anisotrop leitenden Kunststofffolie wird
für Kontaktbeschichtungen aus
einem NiPAu-Material von einer wenige Mikrometer dünnen Flussmittelbeschichtung
für ein
Lotmaterial ersetzt, wobei das Lotmaterial auf entsprechenden Kontaktanschlussflächen eines übergeordneten Schaltungsträgers vorgesehen
ist.
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Darüber hinaus
ist es auch möglich,
eine dünne
Lotmaterialschicht bereits auf der NiPAu-Kontaktbeschichtung aufzubringen.
Weist der Mesakontakt bereits eine Kontaktbeschichtung aus AgSn- oder
AuSn-Lotmaterial auf, so erübrigt
sich das Aufbringen einer zusätzlichen
Lotschicht und/oder Flussmittelbeschichtung und die flachen Mesakontakte
können
direkt für
die Oberflächenmontage
auf einem übergeordneten
Schaltungsträger
eingesetzt werden. In vorteilhafter Weise wird mit dem Mesakontakt
als Außenkontakt
des Halbleiterbauelements ein Lotmaterial als Lotdepot mit dem Gehäuse mitgeliefert,
sodass auch Reparaturarbeiten nach dem Bestücken des übergeordneten Schaltungsträgers ohne aufwendiges
zusätzliches
Aufbringen von Lotmaterial vorgenommen werden können.
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Um
die Haftung zwischen dem Kontaktflächenmaterial auf dem Halbleiterwafers
und dem Material der Kontaktbeschichtung zu verbessern, kann zwischen
der Kontaktbeschichtung und der Kontaktfläche eine UBM-(under bump metallization)
Schicht an geordnet sein. Diese UBM-Schicht hat darüber hinaus
den Vorteil, dass sie bei geeigneter Wahl der Materialien gleichzeitig
eine Diffusionssperre zwischen dem Material der Kontaktfläche und
dem Material der Kontaktbeschichtung bildet.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung weisen die Kontaktflächen eine UBM-Schicht auf,
die TiW aufweist. Dieses Material aus TiW kann von einer Ni-Beschichtung
abgedeckt sein. Eine derartig strukturierte und aufgebaute UBM-Schicht
hat den Vorteil, dass durch die Nickelbeschichtung eine zuverlässige Diffusionssperre
gebildet wird und mit Hilfe der TiW-Beschichtung die Haftvermittlung
verbessert wird. Die Dicke d der Kontaktbeschichtung von 5 μm ≤ d ≤ 50 μm vermindert vorteilhaft
die Gesamthöhe
des herzustellenden Halbleiterbauelements gegenüber herkömmlichen diskreten Halbleiterbauteilen.
Somit lassen sich mit Hilfe des Verbindungselementes in Form eines
Mesakontaktes dieser geringen Dicke miniaturisierte, diskrete Halbleiterbauelemente,
vorzugsweise Halbleiterdioden, Halbleitertransistoren, Leuchtdioden und/oder
HF-Transistoren
realisieren.
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Halbleiterbauelemente,
die mit Verbindungselementen bestückt sind, weisen vorzugsweise
Kontaktbeschichtungen aus galvanisch abgeschiedenen, mikrokristallinstrukturierten
Metallen auf. Diese Mikrokristallinität wird auch bei stromlosen
chemischen Abscheidungen auf Halbleiterwafern erreicht. Dabei entstehen
Halbleiterbauelemente mit Abmessungen in Länge × Breite × Höhe (LBH) mit LBH ≥ 1,0 mm × 0.6 mm × 0,4 mm,
vorzugsweise mit LBH ≥ 0,6
mm × 0,3
mm × 0,4
mm.
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Ein
Verfahren zur Herstellung eines Halbleiterwafers mit Verbindungselementen
in mehreren in Zeilen und Spalten auf dem Halbleiterwafer angeordneten
Halbleiterchippositionen mit oberflächenmontierbaren Mesakontakten
weist die nachfolgenden Verfahrensschritte auf. Zunächst werden
auf dem Halbleiterwafer Halbleiterchipstrukturen für diskrete Halbleiterbauelemente
auf der Oberseite des Halbleiterwafers in den Halbleiterchippositionen,
welche Kontaktflächen
aufweisen, hergestellt. Anschließend wird zur Herstellung der
Mesakontakte ein selektives Abscheiden von NiPAu-, AgSn- oder AuSn-Kontaktbeschichtungen
auf den Kontaktflächen
durchgeführt.
Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass nach dem selektiven Abscheiden
der Kontaktbeschichtungen für
die Mesakontakte in Halbleiterchippositionen bereits komplette diskrete
Halbleiterbauelemente in Halbleiterchipgröße vorliegen.
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Ein
weiterer Vorteil besteht darin, dass im Prinzip keinerlei weitere
Verfahrensschritte zur Darstellung von Außenkontakten eines Halbleiterbauteils bzw.
eines Halbleiterchips erforderlich sind, und alles bereits auf dem
Halbleiterwafers für
eine Vielzahl von diskreten Halbleiterbauelementen durchgeführt werden
kann. Zur Herstellung eines Halbleiterchips für diskrete Halbleiterbauelemente
mit Mesakontakten, muss lediglich der fertiggestellte Halbleiterwafers
in einzelne Halbleiterchips getrennt werden. Um schließlich Halbleiterbauelemente
mit oberflächenmontierbaren
Mesakontakten aus den Halbleiterchips zu bilden, können diese
vorzugsweise einzeln oder zu mehreren in einer Kunststoffgehäusemasse unter
Freilassung der Mesakontakte eingebettet werden. Mit mehreren Halbleiterchips
in einer gemeinsamen Kunststoffgehäusemasse kann eine selbsttragende
Verbundplatte aus Halbleiterchips und Kunststoffgehäusemasse
hergestellt werden, wobei durch Auftrennen der Kunststoffgehäusemasse
einzelne diskrete Halbleiterbauelemente aus der Verbundplatte singulierbar
sind.
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Diese
Verfahrensvarianten haben den Vorteil, dass einfache Waferlevelpackage-Verfahren
für die
Herstellung diskreter Halbleiterbauelemente genutzt werden können. Auf
Grund der geringen Größe von kleiner
gleich 1,0 mm × 0,6
mm × 0,4
mm der diskreten Halbleiterbauelemente kann auf Lotkugeln als Flipchip-Kontakte
vollständig
verzichtet werden. Auch das Aufbringen von anisotrop leitenden Klebebeschichtungen
ist nicht erforderlich, da die Mesakontakte direkt oberflächenmontierbar
sind. Auch die großen
Abstände
beim Zusammenbau von Halbleiterchips mit Flipchip-Kontakten aus
Lotbällen
wird deutlich auf die Dicke d der Mesakontakte im Bereich von 5 μm ≤ d ≤ 50 μm vermindert.
Da die thermische Scherspannungsbelastung bei kleinen Gehäuseabmessungen
der diskreten Halbleiterbauelemente gering ist, sind auch elastische
Abfederungen durch zusätzliche
elastische Schichten nicht erforderlich, was die Verfahrenskosten
entsprechend reduziert.
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In
einem bevorzugten Durchführungsbeispiel des
Verfahrens erfolgt das selektive Abscheiden der NiAu-Kontaktbeschichtung
auf den Kontaktflächen mittels
einer stromlosen Metallabscheidung. Dieses hat den Vorteil, dass
auf photolithographische Maskierungen verzichtet werden kann, da
die chemische Abscheidung von Metallionen aus Salzlösungen selektiv
auf Kontaktflächen
erfolgt, während
die isolierende Passivierungsschicht des Halbleiterwafers von der
metallischen Beschichtung frei bleibt.
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Bei
einem weiteren Durchführungsbeispiel des
Verfahrens wird das selektive Abscheiden der Kontaktbeschichtung
auf den Kontaktflächen
mittels einer galvanischen Metallabscheidung durchgeführt. Für die galvanische
Metallabscheidung ist es zunächst
erforderlich, eine durchgängig
elektrisch leitende Schicht auf der Oberseite des Halbleiterwafers zu
erzeugen und anschließend
die Bereiche der Oberseite des Halbleiterwafers mit einer isolierenden Sicht
abzudecken, auf der kein Metall galvanisch aufwachsen soll. Dazu
wird üblicherweise
eine photolithographisch strukturierte Maskierungsschicht aufgebracht,
die nach der galvanischen Abscheidung einer Kontaktbeschichtung
aus AgSn- oder AuSn-Material wieder entfernt wird, um durch ein
kurzes Dipätzen die
zunächst
aufgebrachte leitfähige
Schicht in den kontaktflächenfreien
Bereichen zu entfernen. Diese elektrisch leitfähige Schicht kann vorzugsweise
aufgesputtert werden und weist eine Dicke unter 1 μm auf, so
dass nach der galvanischen Abscheidung die dabei entstandenen Mesakontakte
um diese geringfügige
Dicke von unter 1 μm
vermindert werden.
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In
einem bevorzugten Durchführungsbeispiel des
Verfahrens wird die gesputterte, leitfähige Schicht als UBM-Schicht
ausgebildet und weist vorzugsweise, wie oben bereits erwähnt, eine
Lage aus TiW auf, und kann zusätzlich
von einer Ni-Sicht bedeckt sein. Somit wird die Notwendigkeit einer
durchgehend elektrisch leitenden Schicht für eine galvanische Abscheidung
gleichzeitig genutzt, um eine Haftvermittlerschicht, sowie eine
Diffusionssperre zwischen der Kontaktbeschichtung des Mesakontaktes und
der Kontaktfläche
des Halbleiterwafers herzustellen.
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Bei
einem weiteren Durchführungsbeispiel des
Verfahrens ist es vorgesehen, dass der Halbleiterwafer vor dem Auftrennen
in Halbleiterchips von der Rückseite
aus gedünnt
wird. Um nach dem Dünnen
direkt den Halbleiterwafer in Halbleiterchips zu trennen kann die
Rückseite
des Halbleiterwafers in den Halbleiterchippositionen markiert werden.
Diese Markierung erleichtert die Zuordnung der entstehenden diskreten
Halbleiterbauelemente in unterschiedliche Klassen und unterschiedli che
diskrete Halbleiterbauelementstrukturen, wie diskrete Dioden, diskrete
Transistoren, Hochfrequenzverstärkungselemente
und/oder Leuchtdioden bzw. Leuchttransistoren.
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Vorzugsweise
wird vor dem Auftrennen des Halbleiterwafers die Funktion der Halbleiterchips
in den Halbleiterchippositionen mit Hilfe der aufgebrachten Mesakontakte
geprüft.
Dazu können
entsprechende Messspitzen auf die einzelnen Mesakontakte aufgesetzt
werden, um nicht funktionsfähige diskrete
Halbleiterbauelemente von der Weiterverarbeitung auszuschließen. Außerdem kann
ein weiterer Test der einzelnen Halbleiterchips direkt vor einem
Einbetten in eine Kunststoffgehäusemasse
erfolgen.
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Die
Erfindung wird nun anhand der beigefügten Figuren näher erläutert.
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1 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch Verbindungselemente, einer
ersten Ausführungsform
der Erfindung, auf einem Halbleiterchip;
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2 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch Verbindungselemente, einer
zweiten Ausführungsform
der Erfindung, auf einem Halbleiterchip;
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3 zeigt
eine schematische, perspektivische Ansicht eines Halbleiterwafers;
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4 zeigt
eine schematischen Ausschnitt einer Oberseite eines Halbleiterwafers
für diskrete Halbleiterbauelemente;
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5 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch ein Verbindungselement auf
dem Halbleiterwafer gemäß 3;
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6 zeigt
eine schematische, perspektivische Ansicht eines Halbleiterwafers
gemäß 3 beim
Auftrennen des Halbleiterwafers in diskrete Halbleiterchips;
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7 zeigt
eine schematische, perspektivische Ansicht eines Ausschnitts eines
Halbleiterwafers nach dem Auftrennen in einzelne diskrete Halbleiterchips;
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8 zeigt
eine schematische, perspektivische Ansicht eines Halbleiterchips;
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9 zeigt
eine Prinzipskizze eines Funktionstests an einem Halbleiterchip
vor dem Einbetten in eine Kunststoffgehäusemasse;
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10 zeigt
einen Querschnitt durch eine selbsttragende Verbundplatte aus Halbleiterchips und
Gehäusekunststoffmasse,
nach dem Einbetten von mehreren Halbleiterchips.
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1 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch Verbindungselemente 1,
einer ersten Ausführungsform
der Erfindung, auf einem Halbleiterchip 3. Der Halbleiterchip 3 weist
auf seiner Oberseite 18 zwei Kontaktflächen 6 auf, die mit
Elektroden einer diskrete Halbleiterbauelementstruktur des Halbleiterchips 3 elektrisch
in Verbindung stehen. Die flächige
Erstreckung der Kontaktflächen 6 wird
durch eine strukturierte Lötstopplackschicht 19,
welche die Kontaktflächen 6 frei lässt und
die übrigen
Bereiche der Oberseite 18 des Halbleiterchips 3 bedeckt,
geschützt.
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Auf
der Kontaktfläche 6 ist
ein zweilagiger Mesakontakt 7 angeordnet, der in dieser
ersten Ausführungsform
der Erfindung aus einer NiPAu-Kontaktbeschichtung besteht, welche
durch stromlose, chemische Abscheidung auf den Kontaktflächen 6 gewachsen
ist, wobei auf der Kontaktbeschichtung 8 eine Schicht 20 aus
Lötmaterialflussmittel
angeordnet ist, die bei einer Oberflächenmontage des Halbleiterchips 3 auf
einen übergeordneten
Schaltungsträger
mit entsprechendenden Kontaktanschlussflächen aus einem Lotmaterial,
das Zusammenlöten
erleichtert.
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Alternativ
kann diese Schicht 20 auch ein Lotmaterial aufweisen, mit
dem der Halbleiterchip 3 auf einem übergeordneten Schaltungsträger aufgelötet werden
kann. Durch ein derartiges Verbindungselement 1 mit Mesakontakt 7 ist
es möglich,
einen äußerst geringen
Abstand zwischen dem Halbleiterchip 3 und dem übergeordneten
Schaltungsträger
zu erzielen. Außerdem
kann der Halbleiterchip 3 durch Einbetten in eine Kunststoffgehäusemasse
bei geringfügiger
Zunahme der äußeren Abmessung
zu einem diskreten und kompakten Halbleiterbauelement in Halbleiterchipgröße weiterverarbeitet
werden.
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2 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch Verbindungselemente 2,
einer zweiten Ausführungsform
der Erfindung, auf einem Halbleiterchip 3. Diese Verbindungselemente 2 unterscheiden
sich von den Verbindungselementen 1 gemäß 1 dadurch,
dass die Kontaktbeschichtung 8 auf einer UBM-Schicht 10 angebracht
ist, welche diffusionshemmend für
das Material der Kontaktfläche 6 wirkt
und gleichzeitig die Adhäsion
der Kontaktbeschichtung 8 auf der Kontaktanschlussfläche 6 ver bessert.
Diese UBM-Schicht 10 wird vorzugsweise für Mesakontakte 7 auf
einer bleifreien Lotbasis eingesetzt, wobei das bleifreie Lot ein
AgSn- oder AuSn-Material aufweist.
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Derartige
Mesakontakte 7 aus Lotmaterial sind in dieser zweiten Ausführungsform
der Erfindung mittels galvanischer Abscheidung aufgebracht und bilden
eine feinkristalline metallische Kontaktbeschichtung auf der UBM-Schicht 10 aus.
Die UBM-Schicht 10 ist vorzugsweise aus WTi-Material und
kann eine Beschichtung aus Ni-Material aufweisen. Während die
UBM-Schicht 10 mittels
Sputtertechnik zunächst
auf der gesamten Oberseite eines Halbleiterwafers aufgebracht ist,
wird die galvanisch abgeschiedene Kontaktbeschichtung 8 selektiv
aufgebracht, indem Bereiche, die vor der Beschichtung zu schützen sind,
vorher maskiert bzw. abgedeckt werden. Bei der galvanischen Abscheidung
wird darauf geachtet, dass die Dicke genügend hoch ist, um anschließend als Ätzmaskierung
für die
UBM-Schicht 10 in den abgedeckten Bereichen zu dienen.
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Die 2 bis 10 zeigen
unterschiedliche Stufen bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungselemente.
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3 zeigt
eine schematische, perspektivische Ansicht eines Halbleiterwafers 4.
Auf der aktiven Oberseite 12 des Halbleiterwafers 4 sind
Halbleiterchippositionen 9 in Zeilen 15 und Spalten 16 angeordnet.
In diesen Halbleiterchippositionen 9 können sich diskrete Halbleitertransistoren,
Dioden, Fotodioden oder Hochfrequenzhalbleiterbauelemente befinden.
Diese Halbleiterchippositionen 9 weisen eine flächige Erstreckung
von 1 mm × 0,6
mm, vorzugsweise von 0,6 mm × 0,4
mm auf. Die Dicke d des Halbleiterwafers 4 ist zunächst relativ
hoch, um eine sichere Einbringung der Halbleiterstrukturen in die Oberseite 12 des
Halbleiterwafers 4 in den Halbleiter chippositionen 9 zu
gewährleisten,
und kann dann auf vorzugsweise 400 m – 200 m vor einem Auftrennen
des Halbleiterwafers 4 in einzelne Halbleiterchips gedünnt werden.
Dieser Dünnungsvorgang
erfolgt vorzugsweise mittels Läpp-Prozesses
und/oder anschließender
chemo-mechanischer Politur der Rückseite.
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4 zeigt
einen schematischen Ausschnitt einer Oberseite 12 eines
Halbleiterwafers 4 für
diskrete Halbleiterbauelemente. Die Kontur eines Halbleiterbauelements
wird durch die strickpunktierte Linie 21 markiert. Die
diskreten Halbleiterstrukturen sind auf dem Halbleiterwafer 4 in
Zeilen 16 und Spalten 15 angeordnet, wobei jedes
der diskreten Halbleiterchips 3 Kontaktflächen 6 aufweist,
die einen Mesakontakt tragen. Das diskrete Halbleiterbauelement stellt
eine Hochfrequenzdiode dar, wobei die beiden Mesakontakte 7 in
den Halbleiterchippositionen 9 einen Mesakontakt 7 für einen
oberflächenmontierbaren
Kathodenanschluss und für
einen oberflächenmontierbaren
Anodenanschluss bilden.
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5 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch ein Verbindungselement 1 auf
dem Halbleiterwafer 4 gemäß 3, wobei
das Verbindungselement 1 durch eine Lötstopplackschicht 19 begrenzt
wird und einen Mesakontakt 7 ausbildet, der aus mehreren
metallischen Lagen besteht, wobei die unterste Lage eine mit der
Halbleiterstruktur zusammenwirkende metallische Kontaktfläche 6 aufweist, die
von einer Kontaktbeschichtung 8 bedeckt wird. Die Pfeilrichtung 22 zeigt
die Richtung eines Materialabtrags beim Dünnen des Halbleiterwafers 4 von der
Rückseite
aus an.
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6 zeigt
eine schematische, perspektivische Ansicht eines Halbleiterwafers 4 gemäß 3 beim
Auftrennen des Halbleiterwafers 4 in diskrete Halbleiterchips,
wobei das Liniengitter die Sägespuren
andeutet, die beim Auftrennen des Halbleiterwafers 4 in
einzelne diskrete Halbleiterchips auftreten.
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7 zeigt
eine schematische, perspektivische Ansicht eines Ausschnitts eines
Halbleiterwafers 4 nach der Durchführung des Trennvorgangs. In jeder
der Halbleiterchippositionen 9 liegen nun einzelne Halbleiterchips 3 vor,
die mit zwei Mesakontakten 7 für eine Anode und eine Kathode
einer Diode ausgestattet sind.
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8 zeigt
eine schematische, perspektivische Ansicht eines Halbleiterchips 3,
der als oberflächenmontierbares
Halbleiterbauteil 5 mit seinen Mesakontakten 7,
die in dieser Ausführungsform
der Erfindung eine UBM-Schicht 10 und eine Kontaktbeschichtung 8 aufweisen,
eingesetzt werden kann. Jedoch sind die Randseiten 23 und 24 und
die Rückseite 14 gegen
Stoßbelastungen
nicht geschützt.
Insbesondere die Eckbereiche 25, 26, 27 und 28 sind
besonders gefährdet,
sodass es vorteilhaft ist, diesen Halbleiterchip 3 in eine
Kunststoffgehäusemasse
unter Freilassung der Mesakontakte 7 einzubetten. Vor einem
derartigen Einbetten in eine Kunststoffgehäusemasse wird jedoch jeder
der Halbleiterchips 3 getestet, klassifiziert und markiert.
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9 zeigt
eine Prinzipskizze eines Funktionstests an einem diskreten Halbleiterchip 3 vor
dem Einbetten in eine Kunststoffgehäusemasse. Dazu wird zunächst der
Halbleiterchip 3 auf seiner Rückseite 14 mittels
Laserablation mit einer Lasermarkierung 17 versehen. Anschließend werden
auf die Halbleiterchips 3 eines Halbleiterwafers 4 oder
auf diskrete Halbleiterchips 3 Prüfspitzen 29 einer
Testvorrichtung 30 ab gesenkt und mit den Mesakontakten 7 in
Kontakt gebracht. Alle funktionsfähigen diskreten Halbleiterchips 3 werden
dann, beispielsweise zu mehreren, in eine Kunststoffgehäusemasse
unter Freilassen der Mesakontakte 7 eingebettet. Dazu können die
Mesakontakte 7 auf eine Folie aufgeklebt werden, wie es
die nachfolgende 10 zeigt.
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10 zeigt
einen Querschnitt durch eine selbsttragende Verbundplatte 11 aus
Halbleiterchips 3 und Kunststoffgehäusemasse 13 nach dem
Einbetten von mehreren Halbleiterchips 3. Die Mesakontakte 7 der
Halbleiterchips 3 sind dazu auf einer klebenden Trägerfolie 32 fixiert
und werden in eine Kunststoffgehäusemasse 13 eingebettet.
Nach dem Aushärten
der Kunststoffgehäusemasse 13 kann
die Trägerfolie 32 entfernt
werden, und die Verbundplatte 11 aus Halbleiterchips 3 und
Kunststoffgehäusemasse 13 kann
entlang der Trennlinien 31 in einzelne diskrete Halbleiterbauelemente 5 getrennt
werden.
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- 1
- Verbindungselement
(1. Ausführungsform)
- 2
- Verbindungselement
(2. Ausführungsform)
- 3
- Halbleiterchip
- 4
- Halbleiterwafer
- 5
- diskretes
Halbleiterbauelement
- 6
- Kontaktanschlussfläche
- 7
- Mesakontakt
- 8
- Kontaktbeschichtung
- 9
- Halbleiterchipposition
- 10
- UBM-Schicht
- 11
- selbsttragende
Verbundplatte
- 12
- Oberseite
des Halbleiterwafers
- 13
- Kunststoffgehäusemasse
- 14
- Rückseite
des Halbleiterwafers
- 15
- Zeilen
- 16
- Spalten
- 17
- Lasermarkierung
- 18
- Oberseite
- 19
- Lötstopplackschicht
- 20
- Schicht
auf Mesakontakt
- 21
- strichpunktierte
Linie
- 22
- Pfeil
- 23,
24
- Randseiten
des Halbleiterchips
- 25
- Eckbereiche
des Halbleiterchips
- 26
- Eckbereiche
des Halbleiterchips
- 27
- Eckbereiche
des Halbleiterchips
- 28
- Eckbereiche
des Halbleiterchips
- 29
- Prüfspitze
- 30
- Testvorrichtung
- 31
- Trennlinie
- 32
- Trägerfolie