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DE102005038880A1 - Verfahren zum Heizen einer Speise und Hocheinbau-Gargerät - Google Patents

Verfahren zum Heizen einer Speise und Hocheinbau-Gargerät Download PDF

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DE102005038880A1
DE102005038880A1 DE102005038880A DE102005038880A DE102005038880A1 DE 102005038880 A1 DE102005038880 A1 DE 102005038880A1 DE 102005038880 A DE102005038880 A DE 102005038880A DE 102005038880 A DE102005038880 A DE 102005038880A DE 102005038880 A1 DE102005038880 A1 DE 102005038880A1
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DE
Germany
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food
hob
heating
heating power
cooking appliance
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE102005038880A
Other languages
English (en)
Inventor
Ingo Bally
Kerstin Feldmann
Wolfgang Fuchs
Martin Keller
Edmund Kuttalek
Maximilian Neuhauser
Klemens Roch
Wolfgang Schnell
Günter ZSCHAU
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BSH Hausgeraete GmbH
Original Assignee
BSH Bosch und Siemens Hausgeraete GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BSH Bosch und Siemens Hausgeraete GmbH filed Critical BSH Bosch und Siemens Hausgeraete GmbH
Priority to DE102005038880A priority Critical patent/DE102005038880A1/de
Priority to EP06777996A priority patent/EP1917475A1/de
Priority to US11/990,541 priority patent/US20090104329A1/en
Priority to PCT/EP2006/064697 priority patent/WO2007020164A1/de
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Withdrawn legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F24HEATING; RANGES; VENTILATING
    • F24CDOMESTIC STOVES OR RANGES ; DETAILS OF DOMESTIC STOVES OR RANGES, OF GENERAL APPLICATION
    • F24C15/00Details
    • F24C15/02Doors specially adapted for stoves or ranges
    • F24C15/027Doors specially adapted for stoves or ranges located at bottom side of housing
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F24HEATING; RANGES; VENTILATING
    • F24CDOMESTIC STOVES OR RANGES ; DETAILS OF DOMESTIC STOVES OR RANGES, OF GENERAL APPLICATION
    • F24C7/00Stoves or ranges heated by electric energy
    • F24C7/06Arrangement or mounting of electric heating elements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
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Abstract

Verfahren zum Heizen einer Speise in einem geschlossenen Hocheinbau-Gargerät. Das Hocheinbau-Gargerät umfasst mindestens eine einen Garraum eingrenzende Muffel mit einer Muffelöffnung, eine Bodentür zum Schließen der Muffelöffnung und ein an der Bodentür angeordnetes Kochfeld. Das Verfahren weist folgende Schritte auf: (a) Ablegen mindestens einer Speise auf dem Kochfeld ohne Kochgeschirr in einem offenen Zustand des Hocheinbau-Gargeräts, (b) Schließen des Hocheinbau-Gargeräts und (c) Heizen der mindestens einen Speise im geschlossenen Zustand des Hocheinbau-Gargeräts mindestens durch Kontaktwärme vom beheizten Kochfeld aus.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Heizen einer Speise bzw. von Gargut in einem geschlossenen Hocheinbau-Gargerät mit mindestens einer einen Garraum eingrenzenden Muffel mit einer Muffelöffnung, einer – motorisch oder manuell verfahrbaren – Bodentür zum Schließen der Muffelöffnung, und einem an der Bodentür angeordneten Kochfeld, sowie ein Hocheinbau-Gargerät.
  • Aus Backöfen ist es bekannt, Speisen auf einen Gargutträger zu legen und den Gargutträger dann zum Heizen entlang einer Führung in den Ofen einzuschieben. Dabei kann ein schnelles Heizen der Speise durch Vorheizen oder eine hohe Temperatur im Ofen geschehen. Nachteilig ist, dass dieses Erwärmen vergleichsweise lange dauert.
  • Auch bekannt ist es, eine Speise durch Strahlungswärme aus typischerweise deckenmontierten Heizkörpern und Heizlampen, z. B. Halogenlampen, schnell aufzuheizen. Nachteilig dabei ist der zusätzliche Ausrüstungsaufwand und ein mögliches Verschmutzen und Durchbrennen der Lampen. Auch besteht hier die Gefahr eines Verbrennens der Speisen an ihrer – zumeist offenliegenden – Oberfläche.
  • Beispielsweise aus DE 100 59 652 A1 ist ein gattungsgemäßes Hocheinbaugargerät gezeigt, das bei dem ein Kochfeld im geöffneten Zustand in einer Kochstellenbetriebsart und im geschlossenen Zustand in einer Unterhitzebetriebsart betrieben werden kann. Die Speisen werden bei diesem Gerät auf Gargutträger gelegt, die in Halterungsteile eingesteckt werden, so dass sich im geschlossenen Zustand eine dem Ofen mit Backwagen analoge Speisenanordnung ergibt.
  • Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Möglichkeit zum schnelleren und dennoch gleichmäßigen Heizen von Speisen, insbesondere zum Fertiggaren von Tiefkühlspeisen, bereitzustellen.
  • Die vorliegende Aufgabe wird durch das Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 und durch die Vorrichtung nach Anspruch 15 gelöst.
  • Dazu weist das Verfahren die folgenden Schritte auf:
    • (a) Ablegen mindestens einer Speise auf dem Kochfeld in einem offenen Zustand des Hocheinbau-Gargeräts, und zwar ohne Kochgeschirr bzw. -zubehör wie Töpfe, Pfannen oder ähnliches,
    • (b) Schliessen des Hocheinbau-Gargeräts und
    • (c) Heizen der mindestens einen Speise im geschlossenen Zustand des Hocheinbau-Gargeräts mindestens durch die Kontaktwärme vom beheizten Kochfeld. Die Kontaktwärme ist im Vergleich zur Heissluft schnell ansprechend und heizt entsprechend schnell auf.
  • Damit die Speise gleichmäßig geheizt wird, wird sie in Schritt (c) zusätzlich durch eine Heissluft und/oder Strahlungswärme, die von anderen Heizkörpern, wie z. B. einem Ringheizkörper und/oder einem Oberhitzeheizkörper, stammt, geheizt. Insbesondere bei Verwendung von Heissluft ist es vorteilhaft, dass das Kochfeld sich relativ schnell erwärmt, während die Heissluft typischerweise einige Zeit braucht, um die Temperatur im Garraum signifikant zu erhöhen. Durch diesen Unterschied in der Aufheizzeit wird die auf dem Kochfeld liegende Speise schnell vorgewärmt, z. B. aufgetaut, und dann – bei nun ausreichend heisser Heissluft – fertiggegart oder durchgeheizt. Durch dieses Vorgehen wird ein ungleichmäßiges Garen von Speisen vermieden, und es ergeben sich Zeiteinsparungen, da unter anderen ein Vorheizen bzw. separates Auftauen nicht mehr notwendig sein braucht. Ein typisches Anwendungsbeispiel ist das Zubereiten von Tiefkühlpizza, die mit dieser Methode ohne Vorheizen in 10 Minuten fertig zubereitet werden kann.
  • Vorzugsweise wird der Garraum durch das Kochfeld und eine Heissluftfunktion geheizt, aber es kann zusätzlich oder alternativ zur Heissluft in Schritt (c) die Speise zusätzlich durch Strahlungswärme geheizt werden.
  • Die Speise kann, beispielsweise je nach Konsistenz, direkt auf das Kochfeld gelegt wird, z. B. Tiefkühlpizza. Die Speise kann aber auch in einer Form, einem Bräter, einer Folie oder auf einem Blech auf das Kochfeld gelegt werden, Z. B. Kuchen. Dabei behindern diese Zwischenschichten die Wärmeleitung nicht maßgeblich.
  • Damit das Kochfeld sich schnell erwärmt, weist es vorteilhafterweise mindestens einen Heizkörper und eine Abdeckung aus einer Glaskeramik oder einem dünnen Blech auf. Die Glaskeramik weist vorzugsweise eine Bedruckung auf, innerhalb derer das Gargut bzw. die Speise abgelegt wird.
  • Insbesondere bei Tiefkühlspeisen wie vorgegarten Tiefkühlspeisen ist es zum schnellen Zubereiten bzw. Garenvorteilhaft, wenn das Gargerät mit hoher, insbesondere maximaler, Heizleistung betrieben wird, insbesondere bei 3,6 KW. Bei diesem Schnellgarverfahren wird die hohe, insbesondere maximale, Leistung im Gegensatz zu bekannten Garabläufen über die gesamte Dauer beibehalten. Es wird hier also keine Schnellaufheizung verwendet, bei der nur am Anfang stark geheizt wird, um dann die Heizleistung nach Ereichen einer voreingestellten Temperatur wieder zurückzufahren. Dadurch ergeben sich Zeiteinsparungen von bis zu 30%.
  • Es ist zur gleichmäßigen Zubereitung der (Tiefkühl)speisen vorteilhaft, wenn das Kochfeld (15) mit einer Heizleistung betrieben wird, die im Mittel bis zu 40% der gesamten Heizleistung beträgt, insbesondere bis zu 30%, speziell zwischen 15% und 20% der gesamten Heizleistung. Die Heizleistung ist innerhalb eines Heizzyklus getaktet; die Heizkörper können dabei abwechselnd betrieben werden. Wenn das Kochfeld mit einer Heizleistung von 15–20% der gesamten Heizleistung betrieben wird, ist es günstig, wenn sich die restliche Heizleistung auf einen Ringheizkörper und/oder einen Oberhitzeheizkörper und/oder einen Strahlungsheizkörper, z. B. eine Halogenlampe, verteilt. Dabei ist insbesondere günstig, wenn die Heizleistung des Ringheizkörpers ca. 25% der gesamten Heizleistung und die Heizleistung des Oberhitzeheizkörpers ca. 55–60% beträgt.
  • Günstigerweise wird der Lüfter wird zur Erzeugung der Heissluft betrieben, insbesondere mit maximaler Lüftungsleistung.
  • Es ist insbesondere vorteilhaft, wenn eine Speichereinheit zum Speichern von Schnellgarprogrammen vorhanden sind, in der beispielsweise Schnellgarprogramme für verschiedene häufige Speisen oder Speisearten abgespeichert, und damit auch durch den Nutzer abrufbar sind. Die Schnellgarprogramme können sich beispielsweise in dem Betrieb der Kochstelle in Kostellen- oder Unterhitzebetriebsart und/oder in der relativen Heizleistung der verschiedenen Heizelemente zueinander und/oder der Dauer unterscheiden. Zur besonders bequemen Bedie nung muss für eine Schnellgarbetriebsart nur noch die Speisenart bzw -klasse und eventuell ein Gewicht der Speise eingestellt werden. Dann ist es besonders günstig, wenn die Schnellgarprogramme nutzereinstellbar sind, z. B. die Temperatur oder Heizdauer einstellbar ist, um den Heizbetrieb dem individuellen Geschmack des Nutzers anzupassen. Dann ist es günstig, wenn sich die Einstellungen auf die Werkseinstellungen zurücksetzen lassen, die dann beispielsweise in einem nicht-volatilen Speicher, z. B. einem (EE)PROM, oder sogar einem nicht-veränderbaren Speicher, z. B. einem ROM, gespeichert sein können.
  • Nachfolgend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der beigefügten Figuren schematisch ausführlich beschrieben. Es zeigen:
  • 1 eine perspektivische Ansicht eines an einer Wand montierten Hoch-Einbaugargeräts mit abgesenkter Bodentür;
  • 2 eine perspektivische Ansicht des Hoch-Einhaugargeräts mit verschlossener Bodentür;
  • 3 eine perspektivische Ansicht eines Gehäuses des Hoch-Einbaugargeräts von unten ohne die Bodentür;
  • 4 eine schematische Seitenansicht des an die Wand montierten Hocheinbau-Gargerät mit abgesenkter Bodentür entlang der Schnittlinie I-I aus 1;
  • 5 zeigt eine Skizze einer Steuerschaltung;
  • 6 zeigt ein Verteilung der Heizleistung bei einem Heissluftbetrieb;
  • 7 zeigt ein Verteilung der Heizleistung bei einem Schnellgarbetrieb.
  • In der 1 ist ein Hocheinbau-Gargerät mit einem Gehäuse 1 gezeigt. Die Rückseite des Gehäuses 1 ist nach Art eines Hängeschranks an einer Wand 2 montiert. In dem Gehäuse 1 ist ein Garraum 3 definiert, der über ein frontseitig im Gehäuse 1 eingebrachtes Sichtfenster 4 kontrolliert werden kann. In der 4 ist zu erkennen, dass der Garraum 3 von einer Muffel 5 begrenzt ist, die mit einer nicht dargestellten wärmeisolierenden Ummantelung versehen ist, und dass die Muffel 5 eine bodenseitige Muffelöffnung 6 aufweist. Die Muffelöffnung 6 ist mit einer Bodentür 7 verschließbar. In 1 ist die Bodentür 7 abgesenkt gezeigt, wobei sie mit ihrer Unterseite in Anlage mit einer Arbeitsplatte 8 einer Kücheneinrichtung ist. Um den Garraum 3 zu verschließen, ist die Bodentür 7 in die in der 2 gezeigte Position, die sog. "Nullposition", zu verstellen. Zur Verstellung der Bodentür 7 weist das Hoch-Einbaugargerät eine Antriebsvorrichtung 9, 10 auf. Die Antriebsvorrichtung 9, 10 hat einen in den 1, 2 und 4 mit gestrichelten Linien darge stellten Antriebsmotor 9, der zwischen der Muffel 5 und einer Außenwand des Gehäuses 1 angeordnet ist. Der Antriebsmotor 9 ist im Bereich der Rückseite des Gehäuses 1 angeordnet und steht, wie in der 1 oder 4 gezeigt, in Wirkverbindung mit einem Paar von Hubelementen 10, die mit der Bodentür 7 verbunden sind. Dabei ist gemäß der schematischen Seitenansicht aus der 4 jedes Hubelement 10 als ein L-förmiger Träger ausgestaltet, dessen senkrechte Schenkel sich ausgehend von dem gehäuseseitigen Antriebsmotor 9 erstreckt. Zum Verstellen der Bodentür 7 kann der Antriebsmotor 9 mit Hilfe eines Bedienfelds 12 und einer Steuerschaltung 13 betätigt werden, das gemäß den 1 und 2 frontseitig an der Bodentür 7 angeordnet ist. Wie in 4 gezeigt, befindet sich die Steuerschaltung 13 hinter dem Bedienfeld 12 innerhalb der Bodentür 7. Die Steuerschaltung 13, die sich hier aus mehreren räumlich und funktional getrennten und über einen Kommunikationsbus kommunizierenden Leiterplatten zusammensetzt, stellt eine zentrale Steuereinheit für den Gerätebetrieb dar und steuert und/oder regelt z. B. ein Aufheizen, ein Verfahren der Bodentür 3, ein Umsetzen von Nutzereingaben, ein Beleuchten, einen Einklemmschutz, ein Takten der Heizkörper 16, 17, 18, 22 und vieles mehr.
  • Der 1 ist zu entnehmen, dass eine Oberseite der Bodentür 7 ein Kochfeld 15 aufweist. Nahezu die gesamte Fläche des Kochfelds 15 ist von Heizkörpern 16, 17, 18 eingenommen, die in 1 strichpunktiert angedeutet sind. In 1 sind die Heizkörper 16, 17 zwei voneinander beabstandete, verschieden große Kochstellenheizkörper, während der Heizkörper 18 ein zwischen den beiden Kochstellenheizkörpern 16, 17 vorgesehener Flächenheizkörper ist, der die Kochstellenheizkörper 16, 17 nahezu umschließt. Die Kochstellenheizkörper 16, 17 definieren für den Nutzer zugehörige Kochzonen bzw. Kochmulden; die Kochstellenheizkörper 16, 17 zusammen mit dem Flächenheizkörper 18 definieren eine Unterhitzezone. Die Zonen können durch ein geeignetes Dekor auf der Oberfläche angezeigt sein. Die Heizkörper 16, 17, 18 sind jeweils über die Steuerschaltung 13 ansteuerbar.
  • In dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Heizkörper 16, 17, 18 als Strahlungsheizkörper ausgestaltet, die von einer Glaskeramikplatte 19 abgedeckt sind. Die Glaskeramikplatte 19 hat in etwa die Ausmaße der Oberseite der Bodentür 7. Die Glaskeramikplatte 19 ist weiterhin mit Montageöffnungen ausgestattet (nicht dargestellt), durch die Sockel zur Halterung von Halterungsteilen 20 für Gargutträger 21 ragen, wie auch in 4 gezeigt. Statt einer Glaskeramikplatte 19 können auch andere – vorzugsweise schnell ansprechende – Abdeckungen verwendet werden, z. B. ein dünnes Blech.
  • Mit Hilfe eines im Bedienfeld 12 vorgesehenen Bedienknebels kann das Hocheinbau-Gargerät auf eine Kochstellen- oder eine Unterhitzebetriebsart geschaltet werden, die nachfolgend erläutert werden.
  • In der Kochstellenbetriebsart können die Kochstellenheizkörper 16, 17 mittels Bedienelementen 11, die im Bedienfeld 12 vorgesehen sind, über die Steuerschaltung 13 individuell angesteuert werden, während der Flächenheizkörper 18 außer Betrieb bleibt. Die Kochstellenbetriebsart ist bei abgesenkter Bodentür 7 ausführbar, wie es in 1 gezeigt ist. Sie kann aber auch bei verschlossenem Garraum 3 mit hochgefahrener Bodentür 7 in einer Energiesparfunktion betrieben werden.
  • In der Unterhitzebetriebsart werden von der Steuereinrichtung 13 nicht nur die Kochstellenheizkörper 16, 17 sondern auch der Flächenheizkörper 18 angesteuert.
  • Um während des Unterhitzebetriebs ein möglichst gleichmäßiges Bräunungsbild des Garguts zu erreichen, ist entscheidend, dass das die Unterhitze bereitstellende Kochfeld 15 eine über die Fläche des Kochfelds 15 gleichmäßige Verteilung der Heizleistungsabgabe aufweist, obwohl die Heizkörper 16, 17, 18 verschiedene Nennleistungen aufweisen. Vorzugsweise werden daher die Heizkörper 16, 17, 18 von der Steuerschaltung 13 nicht auf einen Dauerbetrieb geschaltet, sondern die Stromversorgung zu den Heizkörpern 16, 17, 18 wird getaktet. Dabei werden die unterschiedlich großen Nenn-Heizleistungen der Heizkörper 16, 17, 18 individuell so reduziert, dass die Heizkörper 16, 17, 18 eine über die Fläche des Kochfelds 15 gleichmäßige Verteilung der Heizleistungsabgabe verschaffen.
  • 4 zeigt schematisch die Lage eines Lüfters 23, z. B. zur Erzeugung von Umluft bei einem Heissluftbetrieb oder zur Zuführung von Frischluft. Darüber hinaus ist ein an einer Oberseite der Muffel 5 angebrachter Oberhitzeheizkörper 22 vorgesehen, der einkreisig oder mehrkreisig, z. B. mit einem Innen- und einem Außenkreis, ausgeführt sein kann. Auch können – hier zur besseren Übersichtlichkeit nicht dargestellte – weitere Heizkörper wie ein Ringheizkörper zwischen Hinterwand des Gehäuses 1 und der Muffel vorhanden sein. Durch die Steuerschaltung 13 können die verschiedenen Betriebsarten, wie beispielsweise auch Oberhitze-, Heissluft- oder Schnellgarbetrieb, durch eine entsprechende Einschaltung und Einstellung der Heizleistung der Heizkörper 16, 17, 18, 22, ggf. mit Aktivierung des Lüfters 23, eingestellt werden. Die Einstellung der Heizleistung kann durch geeignete Taktung erfolgen. Zudem kann das Kochfeld 15 auch anders ausgeführt sein, z. B. mit oder ohne Bräterzone, als reine – ein oder mehrkreisige – Warmhaltezone ohne Kochmulden und so weiter. Das Gehäuse 1 weist zur Bodentür 7 hin ein Dichtung 24 auf.
  • Das Bedienfeld 12 ist hauptsächlich an der Vorderseite der Bodentür 7 angeordnet. Es sind alternativ auch andere Anordnungen denkbar, z. B. an der Vorderseite des Gehäuses 1, auf verschiedene Teilfelder aufgeteilt und/oder teilweise an Seitenflächen des Gargeräts. Weitere Gestaltungen sind möglich. Die Bedienelemente 11 sind in ihrer Bauart nicht eingeschränkt und können z. B. z. B. Bedienknebel, Kippschalter, Drucktasten und Folientasten umfassen, die Anzeigenelemente 14 umfassen z. B. LED-, LCD- und/oder Touchscreen-Anzeigen.
  • Die Steuereinrichtung 13 aus 4 umfasst mindestens eine Speichereinheit (nicht dargestellt) zum Speichern von Heizprogrammen mit einem nicht nutzereinstellbaren Speicherbereich, in Form eines ROMs und mit einem nutzereinstellbaren Speicherbereich in Form eines EEPROMs. Durch das EEPROM wird sichergestellt, dass die selbstkonfigurierten bzw. selbsterstellten Heizprogramme nicht bei einem Netzausfall gelöscht werden. Alternativ können RAMs zusammen mit einer Netzausfallüberbrückung verwendet werden.
  • Über das Bedienfeld 12 können Heizprogramme ausgewählt und aktiviert werden. Dazu ist eines der Bedienelemente 11 als Heizprogramm-Auswahlschalter eingerichtet, zum Beispiel als durchdrehender Drehschalter, wobei durch die Drehung die Heizprogramme drehrichtungsabhängig zyklisch durchgeschaltet werden. Bei Betätigung des Heizprogramm-Auswahlschalters, der auch ein durch weitere Bedienelemente 11 einstellbarer Multifunktionsschalter sein kann, zeigt eine numerische oder alphanumerische Anzeige 14 das entsprechende Heizprogramm an. Über ein Bedienelement 11 als Resetschalter kann ein bestimmtes Heizprogramm oder alle Heizprogramme auf die werkseitigen Einstellungen zurückgesetzt werden. Ein anderes der Bedienelemente 11 kann als Bestätigungstaste zur Aktivierung der jeweiligen Funktion ausgestaltet sein.
  • In der Schnellgarbetriebsart werden das Kochfeld 15 – beispielsweise in seiner Unterhitzebetriebsart – und mindestens ein weiteres Heizelement gleichzeitig betrieben, z. B. ein Ringheizkörper und/oder ein Oberhitzeheizkörper, die einkreisig oder mehrkreisig ausgeführt und angesteuert sein können. Dabei wird das Gargerät dauernd auf maximaler Leistung betrieben. Gleichzeitig wälzt der Lüfter 23 die erwärmte Luft im Garraum 3 um. Die maximale Heiznennleistung beträgt in dieser Ausführungsform 3,6 KW.
  • Die Aktivierung der Schnellgarbetriebsart durch Betätigen einer entsprechenden Taste(enkombination) am Bedienfeld 12 umfasst ein selbsttätiges Verfahren der Bodentür 7 von einem offenen in einen geschlossenen Zustand, vorzugsweise mit aktiviertem Einklemmschutz.
  • In 5 ist die Steuerschaltung 13 schematisch genauer beschrieben. Sie weist einen Speicherbereich zur Speicherung von Heizprogrammen mit einem nutzereinstellbaren Speicherbereich 26 in Form eines EEPROM und einem nicht nutzereinstellbaren Speicherbereich 27 in Form eines ROM oder ebenfalls eines EEPROM auf. Der Speicher 26, 27 wird durch einen Mikrokontroller 28 ausgelesen, der nach Einstellung und Aktivierung eines Heizprogramms durch die Bedieneinheit 12 auf Grundlage ausgewählten Heizparameter die Heizkörper 1618, 22 ansteuert und bei Bedarf auch den Antriebsmotor 9, beispielsweise bei einem Umschalten vom offenen in den geschlossenen Zustand der Bodentür 7 bzw. des Garraums 3, oder umgekehrt. Das Auslesen des Speichers 26, 27 durch den Mikrokontroller ist nicht auf eine bestimmt Art beschränkt: so kann beispielsweise zunächst der nicht nutzereinstellbare Speicherbereich 26 ausgelesen und danach mit den im nutzereinstellbaren Speicherbereich 27 vorhandenen Daten überschrieben werden, wo diese durch einen Nutzergeändert wurden. Als eine Alternative wird nur der nutzereinstellbare Speicherbereich 27 ausgelesen, der nach einem Reset durch den nicht nutzereinstellbaren Speicherbereich 27 überschrieben wird. Auch kann der Mikrokontroller 28 eine 'Reset'-Funktion auslösen, die den nutzereinstellbaren Speicherbereich – je nach Ausleseart – löscht oder durch den Inhalt des nicht nutzereinstellbaren Bereichs überschreibt.
  • 6 zeigt eine Möglichkeit der Taktung von Heizkörpern für einen Heiss(um)luftbetrieb. Aufgetragen ist auf der Abszisse die Dauer eines Heizzyklus von 80 Sekunden in Schritten von 1/100 s, und auf der Ordinate die unterschiedlichen angesteuerten Heizkörper H1–H5. Hierbei sind die Heizkörper folgender maßen bezeichnet: H1 ist der innere Heizkreis eines zweikreisigen Oberhitzeheizkörpers, H2 ist der innere Heizkreis eines in dem Kochfeld vorhandenen zweikreisigen Unterhitzeheizkörpers, H3 ist der äußere Heizkreis des zweikreisigen Unterhitzeheizkörpers, H4 ist ein Ringheizkörper, der zwischen der Rückwand der Muffel und der Rückwand des Gehäuses angebracht ist und H5 ist der äußere Heizkreis des zweikreisigen Oberhitzeheizkörpers. Man erkennt, dass H1 nur zur Initialisierung angesteuert wird, während beispielsweise der einkreisige Ringheizkörper H4 durchgehend betrieben wird. Innerhalb des Zyklus, der die kleinste Heizeinheit für die Heissluftbetriebsart darstellt, verteilt sich die prozentual genutzte Heizleistung der einzelnen Heizkörper folgendermaßen: H1 (maximale Leistung Pmax = 1500 W bei 230 V) 0%; H2 (Pmax = 1200 W): 17%; H3 (Pmax = 900 W): 20%; H4 (Pmax = 900 W): 100%; und H5 (Pmax = 1200 W): 50%. Im normalen Betrieb wird die relative Heizleistung typischerweise, aber nicht notwendigerweise, beibehalten. Hingegen kann die Heizleistung beispielsweise an die Temperatur im Garraum angepasst werden. Dabei ist zu beachten, dass die maximale Gesamtleitung zu jedem Zeitpunkt hier 3,6 KW nicht übersteigen darf. Im Heissluftbetrieb ist außerdem der Lüfter im Betrieb, um den Garraum möglichst gleichmäßig mit der geheizten Luft zu füllen.
  • 7 zeigt in analoger Darstellung zu 6 nun die Heizleistungsverteilung in einem Schnellgarbetrieb, der insbesondere für fertiggegarte Tiefkühlprodukte geeignet ist. Hierbei wird folgende jeweils prozentual genutzte Heizleistung eingestellt: H1: 100%, H2: ca. 50%, H3: 0%, H4: 100% und H5: ca. 50%. In diesem Ausführungsbeispiel entspricht dies bei einem Betrieb bei 230 V den folgenden ungefähren Anteilen an der gesamten, über den Zyklus gemittelten Heizleistung: H1: ca. 42% von 3,6 KW; H2: ca. 17%; H3: 0%; H4: ca. 25% und H5: ca. 17%. Die im geschlossenen Garraum erreichten Temperaturen liegen typischerweise zwischen 200 °C und 280 °C bei typischen Heizdauern von 5 bis 25 Minuten. Günstigerweise werden die dem Garraum fest zugehörigen Heizleiter H1, H4 und H5 im Heissluftbetrieb mit laufendem Lüfter, also im Heissluftbetrieb betrieben.
  • Mittels hier maximaler Leistung von 3,6 KW und dem Nutzen der durch den zweikreisigen Unterhitzeheizkörper erzeugten Kontaktwärme der Glaskeramik (mit oder ohne Blech/Form/Folie usw.) werden solche Produkte sehr schnell auf Verzehrtemperatur gebracht. Die Heizdauer kann abhängig von der Masse, Beschaffenheit (Dicke, Höhe) und/oder dem vorgegarten Ausgangszustand des Garguts abhängig eingestellt werden. Bei der Schnellgarfunktion ist es vorteilhaft, wenn der Nutzer nur noch das Lebensmittel in eine Lebensmittelklasse (z. B. Pizza, Kartoffelprodukte, Backwaren, Bratlinge usw.) einordnen muss, z. B. durch Einstellen eines geeigneten Heizprogramms), und das Heizprogramm dann die optimale Temperatur und Dauer selbsttätig einstellt. Eventuell kann beispielsweise auch noch das Gewicht der Speise eingegeben werden. Allgemein ist es vorteilhaft, wenn der Nutzer die Heizparameter abändern kann.
  • Bei allen Ausführungsformen könne auch andere oder anders gestaltete oder ausgelegte Heizkörper verwendet werden, z. B. Strahlungsheizkörper etc.
  • Die oben beschriebenen Ausführungsformen sich nicht beschränkend zu verstehen.
  • 1
    Gehäuse
    2
    Wand
    3
    Garraum
    4
    Sichtfenster
    5
    Muffel
    6
    Muffelöffnung
    7
    Bodentür
    8
    Arbeitsplatte
    9
    Antriebsmotor
    10
    Hubelement
    11
    Bedienelement
    12
    Bedienfeld
    13
    Steuerschaltung
    14
    Anzeigenelemente
    15
    Kochfeld
    16
    Kochstellenheizkörper
    17
    Kochstellenheizkörper
    18
    Flächenheizkörper
    19
    Glaskeramikplatte
    20
    Halterungsteil
    21
    Gargutträger
    22
    Oberhitzeheizkörper
    23
    Lüfter
    24
    Dichtung
    25
    Speichereinheit
    26
    nutzereinstellbarer Speicher
    27
    nicht nutzereinstellbarer Speicher
    28
    Mikrokontroller
    H1
    Oberhitze innen
    H2
    Unterhitze innen
    H3
    Unterhitze außen
    H4
    Ring
    H5
    Oberhitze außen

Claims (16)

  1. Verfahren zum Heizen einer Speise in einem geschlossenen Hocheinbau-Gargerät mit mindestens – einer einen Garraum (3) eingrenzenden Muffel (5) mit einer Muffelöffnung (6), – einer Bodentür (7) zum Schließen der Muffelöffnung (6), und – einem an der Bodentür (7) angeordneten Kochfeld (15), dadurch gekennzeichnet, dass (a) mindestens eine Speise in einem offenen Zustand des Hocheinbau-Gargeräts ohne Kochgeschirr auf dem Kochfeld abgelegt wird, (b) das Hocheinbau-Gargerät geschlossen wird und (c) die mindestens eine Speise im geschlossenen Zustand des Hocheinbau-Gargeräts mindestens durch Kontaktwärme vom beheizten Kochfeld aus geheizt wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in Schritt (c) die Speise zusätzlich durch eine Heissluft geheizt wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in Schritt (c) die Speise zusätzlich durch eine Strahlungswärme geheizt wird.
  4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Speise direkt auf das Kochfeld (15) gelegt wird.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Speise in einer Form, einem Bräter, einer Folie oder auf einem Blech auf das Kochfeld (15) gelegt wird.
  6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kochfeld (15) mindestens einen Heizkörper (16, 17, 18) und eine Abdeckung aus einer Glaskeramik (19) oder einem dünnen Blech aufweist.
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Speise ein Kuchen ist.
  8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Speise eine Tiefkühlspeise ist.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefkühlspeise vorgegart worden ist.
  10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass zum Heizen der Tiefkühlspeise das Gargerät mit maximaler Heizleistung, insbesondere 3,6 KW, betrieben wird.
  11. Verfahren nach Anspruch 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Kochfeld (15) mit einer Heizleistung betrieben wird, die im Mittel bis zu 40% der gesamten Heizleistung beträgt, insbesondere bis zu 30%, speziell zwischen 15% und 20% der gesamten Heizleistung beträgt.
  12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Kochfeld (15) mit einer Heizleistung von 15–20% der gesamten Heizleistung betrieben wird, und die restliche Heizleistung sich auf einen Ringheizkörper und/oder einen Oberhitzeheizkörper (22) verteilt.
  13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizleistung des Ringheizkörpers ca. 25% der gesamten Heizleistung und die Heizleistung des Oberhitzeheizkörpers ca. 55–60% beträgt.
  14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Lüfter (23) zur Erzeugung der Heissluft betrieben wird, insbesondere mit maximaler Lüftungsleistung.
  15. Hocheinbau-Gargerät zum Durchführen des Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
  16. Hocheinbau-Gargerät nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Kochfeld (15) mindestens einen Flächenheizkörper (18) aufweist.
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