-
Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Heizen einer Speise
bzw. von Gargut in einem geschlossenen Hocheinbau-Gargerät mit mindestens
einer einen Garraum eingrenzenden Muffel mit einer Muffelöffnung,
einer – motorisch
oder manuell verfahrbaren – Bodentür zum Schließen der
Muffelöffnung,
und einem an der Bodentür
angeordneten Kochfeld, sowie ein Hocheinbau-Gargerät.
-
Aus
Backöfen
ist es bekannt, Speisen auf einen Gargutträger zu legen und den Gargutträger dann
zum Heizen entlang einer Führung
in den Ofen einzuschieben. Dabei kann ein schnelles Heizen der Speise
durch Vorheizen oder eine hohe Temperatur im Ofen geschehen. Nachteilig
ist, dass dieses Erwärmen
vergleichsweise lange dauert.
-
Auch
bekannt ist es, eine Speise durch Strahlungswärme aus typischerweise deckenmontierten
Heizkörpern
und Heizlampen, z. B. Halogenlampen, schnell aufzuheizen. Nachteilig
dabei ist der zusätzliche
Ausrüstungsaufwand
und ein mögliches Verschmutzen
und Durchbrennen der Lampen. Auch besteht hier die Gefahr eines
Verbrennens der Speisen an ihrer – zumeist offenliegenden – Oberfläche.
-
Beispielsweise
aus
DE 100 59 652
A1 ist ein gattungsgemäßes Hocheinbaugargerät gezeigt,
das bei dem ein Kochfeld im geöffneten
Zustand in einer Kochstellenbetriebsart und im geschlossenen Zustand
in einer Unterhitzebetriebsart betrieben werden kann. Die Speisen
werden bei diesem Gerät
auf Gargutträger
gelegt, die in Halterungsteile eingesteckt werden, so dass sich
im geschlossenen Zustand eine dem Ofen mit Backwagen analoge Speisenanordnung
ergibt.
-
Es
ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Möglichkeit
zum schnelleren und dennoch gleichmäßigen Heizen von Speisen, insbesondere
zum Fertiggaren von Tiefkühlspeisen,
bereitzustellen.
-
Die
vorliegende Aufgabe wird durch das Verfahren mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 1 und durch die Vorrichtung nach Anspruch 15 gelöst.
-
Dazu
weist das Verfahren die folgenden Schritte auf:
- (a)
Ablegen mindestens einer Speise auf dem Kochfeld in einem offenen
Zustand des Hocheinbau-Gargeräts,
und zwar ohne Kochgeschirr bzw. -zubehör wie Töpfe, Pfannen oder ähnliches,
- (b) Schliessen des Hocheinbau-Gargeräts und
- (c) Heizen der mindestens einen Speise im geschlossenen Zustand
des Hocheinbau-Gargeräts mindestens
durch die Kontaktwärme
vom beheizten Kochfeld. Die Kontaktwärme ist im Vergleich zur Heissluft
schnell ansprechend und heizt entsprechend schnell auf.
-
Damit
die Speise gleichmäßig geheizt
wird, wird sie in Schritt (c) zusätzlich durch eine Heissluft und/oder
Strahlungswärme,
die von anderen Heizkörpern,
wie z. B. einem Ringheizkörper
und/oder einem Oberhitzeheizkörper,
stammt, geheizt. Insbesondere bei Verwendung von Heissluft ist es
vorteilhaft, dass das Kochfeld sich relativ schnell erwärmt, während die
Heissluft typischerweise einige Zeit braucht, um die Temperatur
im Garraum signifikant zu erhöhen.
Durch diesen Unterschied in der Aufheizzeit wird die auf dem Kochfeld
liegende Speise schnell vorgewärmt,
z. B. aufgetaut, und dann – bei nun
ausreichend heisser Heissluft – fertiggegart
oder durchgeheizt. Durch dieses Vorgehen wird ein ungleichmäßiges Garen
von Speisen vermieden, und es ergeben sich Zeiteinsparungen, da
unter anderen ein Vorheizen bzw. separates Auftauen nicht mehr notwendig
sein braucht. Ein typisches Anwendungsbeispiel ist das Zubereiten
von Tiefkühlpizza,
die mit dieser Methode ohne Vorheizen in 10 Minuten fertig zubereitet
werden kann.
-
Vorzugsweise
wird der Garraum durch das Kochfeld und eine Heissluftfunktion geheizt,
aber es kann zusätzlich
oder alternativ zur Heissluft in Schritt (c) die Speise zusätzlich durch
Strahlungswärme
geheizt werden.
-
Die
Speise kann, beispielsweise je nach Konsistenz, direkt auf das Kochfeld
gelegt wird, z. B. Tiefkühlpizza.
Die Speise kann aber auch in einer Form, einem Bräter, einer
Folie oder auf einem Blech auf das Kochfeld gelegt werden, Z. B.
Kuchen. Dabei behindern diese Zwischenschichten die Wärmeleitung
nicht maßgeblich.
-
Damit
das Kochfeld sich schnell erwärmt, weist
es vorteilhafterweise mindestens einen Heizkörper und eine Abdeckung aus
einer Glaskeramik oder einem dünnen
Blech auf. Die Glaskeramik weist vorzugsweise eine Bedruckung auf,
innerhalb derer das Gargut bzw. die Speise abgelegt wird.
-
Insbesondere
bei Tiefkühlspeisen
wie vorgegarten Tiefkühlspeisen
ist es zum schnellen Zubereiten bzw. Garenvorteilhaft, wenn das
Gargerät
mit hoher, insbesondere maximaler, Heizleistung betrieben wird,
insbesondere bei 3,6 KW. Bei diesem Schnellgarverfahren wird die
hohe, insbesondere maximale, Leistung im Gegensatz zu bekannten
Garabläufen über die
gesamte Dauer beibehalten. Es wird hier also keine Schnellaufheizung
verwendet, bei der nur am Anfang stark geheizt wird, um dann die
Heizleistung nach Ereichen einer voreingestellten Temperatur wieder
zurückzufahren.
Dadurch ergeben sich Zeiteinsparungen von bis zu 30%.
-
Es
ist zur gleichmäßigen Zubereitung
der (Tiefkühl)speisen
vorteilhaft, wenn das Kochfeld (15) mit einer Heizleistung
betrieben wird, die im Mittel bis zu 40% der gesamten Heizleistung
beträgt,
insbesondere bis zu 30%, speziell zwischen 15% und 20% der gesamten
Heizleistung. Die Heizleistung ist innerhalb eines Heizzyklus getaktet;
die Heizkörper können dabei
abwechselnd betrieben werden. Wenn das Kochfeld mit einer Heizleistung
von 15–20%
der gesamten Heizleistung betrieben wird, ist es günstig, wenn
sich die restliche Heizleistung auf einen Ringheizkörper und/oder
einen Oberhitzeheizkörper und/oder
einen Strahlungsheizkörper,
z. B. eine Halogenlampe, verteilt. Dabei ist insbesondere günstig, wenn
die Heizleistung des Ringheizkörpers
ca. 25% der gesamten Heizleistung und die Heizleistung des Oberhitzeheizkörpers ca.
55–60%
beträgt.
-
Günstigerweise
wird der Lüfter
wird zur Erzeugung der Heissluft betrieben, insbesondere mit maximaler
Lüftungsleistung.
-
Es
ist insbesondere vorteilhaft, wenn eine Speichereinheit zum Speichern
von Schnellgarprogrammen vorhanden sind, in der beispielsweise Schnellgarprogramme
für verschiedene
häufige Speisen
oder Speisearten abgespeichert, und damit auch durch den Nutzer
abrufbar sind. Die Schnellgarprogramme können sich beispielsweise in
dem Betrieb der Kochstelle in Kostellen- oder Unterhitzebetriebsart
und/oder in der relativen Heizleistung der verschiedenen Heizelemente
zueinander und/oder der Dauer unterscheiden. Zur besonders bequemen Bedie nung
muss für
eine Schnellgarbetriebsart nur noch die Speisenart bzw -klasse und
eventuell ein Gewicht der Speise eingestellt werden. Dann ist es besonders
günstig,
wenn die Schnellgarprogramme nutzereinstellbar sind, z. B. die Temperatur
oder Heizdauer einstellbar ist, um den Heizbetrieb dem individuellen
Geschmack des Nutzers anzupassen. Dann ist es günstig, wenn sich die Einstellungen
auf die Werkseinstellungen zurücksetzen
lassen, die dann beispielsweise in einem nicht-volatilen Speicher,
z. B. einem (EE)PROM, oder sogar einem nicht-veränderbaren
Speicher, z. B. einem ROM, gespeichert sein können.
-
Nachfolgend
ist ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung anhand der beigefügten
Figuren schematisch ausführlich
beschrieben. Es zeigen:
-
1 eine
perspektivische Ansicht eines an einer Wand montierten Hoch-Einbaugargeräts mit abgesenkter
Bodentür;
-
2 eine
perspektivische Ansicht des Hoch-Einhaugargeräts mit verschlossener Bodentür;
-
3 eine
perspektivische Ansicht eines Gehäuses des Hoch-Einbaugargeräts von unten ohne
die Bodentür;
-
4 eine
schematische Seitenansicht des an die Wand montierten Hocheinbau-Gargerät mit abgesenkter
Bodentür
entlang der Schnittlinie I-I aus 1;
-
5 zeigt
eine Skizze einer Steuerschaltung;
-
6 zeigt
ein Verteilung der Heizleistung bei einem Heissluftbetrieb;
-
7 zeigt
ein Verteilung der Heizleistung bei einem Schnellgarbetrieb.
-
In
der 1 ist ein Hocheinbau-Gargerät mit einem Gehäuse 1 gezeigt.
Die Rückseite
des Gehäuses 1 ist
nach Art eines Hängeschranks
an einer Wand 2 montiert. In dem Gehäuse 1 ist ein Garraum 3 definiert,
der über
ein frontseitig im Gehäuse 1 eingebrachtes
Sichtfenster 4 kontrolliert werden kann. In der 4 ist
zu erkennen, dass der Garraum 3 von einer Muffel 5 begrenzt
ist, die mit einer nicht dargestellten wärmeisolierenden Ummantelung
versehen ist, und dass die Muffel 5 eine bodenseitige Muffelöffnung 6 aufweist.
Die Muffelöffnung 6 ist
mit einer Bodentür 7 verschließbar. In 1 ist
die Bodentür 7 abgesenkt
gezeigt, wobei sie mit ihrer Unterseite in Anlage mit einer Arbeitsplatte 8 einer
Kücheneinrichtung
ist. Um den Garraum 3 zu verschließen, ist die Bodentür 7 in
die in der 2 gezeigte Position, die sog. "Nullposition", zu verstellen.
Zur Verstellung der Bodentür 7 weist
das Hoch-Einbaugargerät
eine Antriebsvorrichtung 9, 10 auf. Die Antriebsvorrichtung 9, 10 hat
einen in den 1, 2 und 4 mit
gestrichelten Linien darge stellten Antriebsmotor 9, der zwischen
der Muffel 5 und einer Außenwand des Gehäuses 1 angeordnet
ist. Der Antriebsmotor 9 ist im Bereich der Rückseite
des Gehäuses 1 angeordnet und
steht, wie in der 1 oder 4 gezeigt,
in Wirkverbindung mit einem Paar von Hubelementen 10, die
mit der Bodentür 7 verbunden
sind. Dabei ist gemäß der schematischen
Seitenansicht aus der 4 jedes Hubelement 10 als
ein L-förmiger
Träger ausgestaltet,
dessen senkrechte Schenkel sich ausgehend von dem gehäuseseitigen
Antriebsmotor 9 erstreckt. Zum Verstellen der Bodentür 7 kann
der Antriebsmotor 9 mit Hilfe eines Bedienfelds 12 und einer
Steuerschaltung 13 betätigt
werden, das gemäß den 1 und 2 frontseitig
an der Bodentür 7 angeordnet
ist. Wie in 4 gezeigt, befindet sich die
Steuerschaltung 13 hinter dem Bedienfeld 12 innerhalb
der Bodentür 7.
Die Steuerschaltung 13, die sich hier aus mehreren räumlich und
funktional getrennten und über
einen Kommunikationsbus kommunizierenden Leiterplatten zusammensetzt,
stellt eine zentrale Steuereinheit für den Gerätebetrieb dar und steuert und/oder
regelt z. B. ein Aufheizen, ein Verfahren der Bodentür 3,
ein Umsetzen von Nutzereingaben, ein Beleuchten, einen Einklemmschutz, ein
Takten der Heizkörper 16, 17, 18, 22 und
vieles mehr.
-
Der 1 ist
zu entnehmen, dass eine Oberseite der Bodentür 7 ein Kochfeld 15 aufweist.
Nahezu die gesamte Fläche
des Kochfelds 15 ist von Heizkörpern 16, 17, 18 eingenommen,
die in 1 strichpunktiert angedeutet sind. In 1 sind
die Heizkörper 16, 17 zwei
voneinander beabstandete, verschieden große Kochstellenheizkörper, während der
Heizkörper 18 ein
zwischen den beiden Kochstellenheizkörpern 16, 17 vorgesehener
Flächenheizkörper ist, der
die Kochstellenheizkörper 16, 17 nahezu
umschließt.
Die Kochstellenheizkörper 16, 17 definieren für den Nutzer
zugehörige
Kochzonen bzw. Kochmulden; die Kochstellenheizkörper 16, 17 zusammen
mit dem Flächenheizkörper 18 definieren
eine Unterhitzezone. Die Zonen können
durch ein geeignetes Dekor auf der Oberfläche angezeigt sein. Die Heizkörper 16, 17, 18 sind
jeweils über
die Steuerschaltung 13 ansteuerbar.
-
In
dem gezeigten Ausführungsbeispiel
sind die Heizkörper 16, 17, 18 als
Strahlungsheizkörper ausgestaltet,
die von einer Glaskeramikplatte 19 abgedeckt sind. Die
Glaskeramikplatte 19 hat in etwa die Ausmaße der Oberseite
der Bodentür 7.
Die Glaskeramikplatte 19 ist weiterhin mit Montageöffnungen
ausgestattet (nicht dargestellt), durch die Sockel zur Halterung
von Halterungsteilen 20 für Gargutträger 21 ragen, wie
auch in 4 gezeigt. Statt einer Glaskeramikplatte 19 können auch
andere – vorzugsweise
schnell ansprechende – Abdeckungen verwendet
werden, z. B. ein dünnes
Blech.
-
Mit
Hilfe eines im Bedienfeld 12 vorgesehenen Bedienknebels
kann das Hocheinbau-Gargerät auf
eine Kochstellen- oder eine Unterhitzebetriebsart geschaltet werden,
die nachfolgend erläutert
werden.
-
In
der Kochstellenbetriebsart können
die Kochstellenheizkörper 16, 17 mittels
Bedienelementen 11, die im Bedienfeld 12 vorgesehen
sind, über die
Steuerschaltung 13 individuell angesteuert werden, während der
Flächenheizkörper 18 außer Betrieb
bleibt. Die Kochstellenbetriebsart ist bei abgesenkter Bodentür 7 ausführbar, wie
es in 1 gezeigt ist. Sie kann aber auch bei verschlossenem Garraum 3 mit
hochgefahrener Bodentür 7 in
einer Energiesparfunktion betrieben werden.
-
In
der Unterhitzebetriebsart werden von der Steuereinrichtung 13 nicht
nur die Kochstellenheizkörper 16, 17 sondern
auch der Flächenheizkörper 18 angesteuert.
-
Um
während
des Unterhitzebetriebs ein möglichst
gleichmäßiges Bräunungsbild
des Garguts zu erreichen, ist entscheidend, dass das die Unterhitze
bereitstellende Kochfeld 15 eine über die Fläche des Kochfelds 15 gleichmäßige Verteilung
der Heizleistungsabgabe aufweist, obwohl die Heizkörper 16, 17, 18 verschiedene
Nennleistungen aufweisen. Vorzugsweise werden daher die Heizkörper 16, 17, 18 von
der Steuerschaltung 13 nicht auf einen Dauerbetrieb geschaltet,
sondern die Stromversorgung zu den Heizkörpern 16, 17, 18 wird
getaktet. Dabei werden die unterschiedlich großen Nenn-Heizleistungen der
Heizkörper 16, 17, 18 individuell
so reduziert, dass die Heizkörper 16, 17, 18 eine über die
Fläche des
Kochfelds 15 gleichmäßige Verteilung
der Heizleistungsabgabe verschaffen.
-
4 zeigt
schematisch die Lage eines Lüfters 23,
z. B. zur Erzeugung von Umluft bei einem Heissluftbetrieb oder zur
Zuführung
von Frischluft. Darüber
hinaus ist ein an einer Oberseite der Muffel 5 angebrachter
Oberhitzeheizkörper 22 vorgesehen, der
einkreisig oder mehrkreisig, z. B. mit einem Innen- und einem Außenkreis,
ausgeführt
sein kann. Auch können – hier zur
besseren Übersichtlichkeit nicht
dargestellte – weitere
Heizkörper
wie ein Ringheizkörper
zwischen Hinterwand des Gehäuses 1 und
der Muffel vorhanden sein. Durch die Steuerschaltung 13 können die
verschiedenen Betriebsarten, wie beispielsweise auch Oberhitze-, Heissluft- oder
Schnellgarbetrieb, durch eine entsprechende Einschaltung und Einstellung
der Heizleistung der Heizkörper 16, 17, 18, 22,
ggf. mit Aktivierung des Lüfters 23,
eingestellt werden. Die Einstellung der Heizleistung kann durch
geeignete Taktung erfolgen. Zudem kann das Kochfeld 15 auch
anders ausgeführt
sein, z. B. mit oder ohne Bräterzone,
als reine – ein
oder mehrkreisige – Warmhaltezone
ohne Kochmulden und so weiter. Das Gehäuse 1 weist zur Bodentür 7 hin
ein Dichtung 24 auf.
-
Das
Bedienfeld 12 ist hauptsächlich an der Vorderseite der
Bodentür 7 angeordnet.
Es sind alternativ auch andere Anordnungen denkbar, z. B. an der Vorderseite
des Gehäuses 1,
auf verschiedene Teilfelder aufgeteilt und/oder teilweise an Seitenflächen des
Gargeräts.
Weitere Gestaltungen sind möglich. Die
Bedienelemente 11 sind in ihrer Bauart nicht eingeschränkt und
können
z. B. z. B. Bedienknebel, Kippschalter, Drucktasten und Folientasten
umfassen, die Anzeigenelemente 14 umfassen z. B. LED-, LCD-
und/oder Touchscreen-Anzeigen.
-
Die
Steuereinrichtung 13 aus 4 umfasst mindestens
eine Speichereinheit (nicht dargestellt) zum Speichern von Heizprogrammen
mit einem nicht nutzereinstellbaren Speicherbereich, in Form eines ROMs
und mit einem nutzereinstellbaren Speicherbereich in Form eines
EEPROMs. Durch das EEPROM wird sichergestellt, dass die selbstkonfigurierten
bzw. selbsterstellten Heizprogramme nicht bei einem Netzausfall
gelöscht
werden. Alternativ können RAMs
zusammen mit einer Netzausfallüberbrückung verwendet
werden.
-
Über das
Bedienfeld 12 können
Heizprogramme ausgewählt
und aktiviert werden. Dazu ist eines der Bedienelemente 11 als
Heizprogramm-Auswahlschalter eingerichtet, zum Beispiel als durchdrehender
Drehschalter, wobei durch die Drehung die Heizprogramme drehrichtungsabhängig zyklisch
durchgeschaltet werden. Bei Betätigung
des Heizprogramm-Auswahlschalters, der auch ein durch weitere Bedienelemente 11 einstellbarer
Multifunktionsschalter sein kann, zeigt eine numerische oder alphanumerische
Anzeige 14 das entsprechende Heizprogramm an. Über ein
Bedienelement 11 als Resetschalter kann ein bestimmtes
Heizprogramm oder alle Heizprogramme auf die werkseitigen Einstellungen
zurückgesetzt
werden. Ein anderes der Bedienelemente 11 kann als Bestätigungstaste
zur Aktivierung der jeweiligen Funktion ausgestaltet sein.
-
In
der Schnellgarbetriebsart werden das Kochfeld 15 – beispielsweise
in seiner Unterhitzebetriebsart – und mindestens ein weiteres
Heizelement gleichzeitig betrieben, z. B. ein Ringheizkörper und/oder
ein Oberhitzeheizkörper,
die einkreisig oder mehrkreisig ausgeführt und angesteuert sein können. Dabei
wird das Gargerät
dauernd auf maximaler Leistung betrieben. Gleichzeitig wälzt der
Lüfter 23 die
erwärmte
Luft im Garraum 3 um. Die maximale Heiznennleistung beträgt in dieser
Ausführungsform 3,6
KW.
-
Die
Aktivierung der Schnellgarbetriebsart durch Betätigen einer entsprechenden
Taste(enkombination) am Bedienfeld 12 umfasst ein selbsttätiges Verfahren
der Bodentür 7 von
einem offenen in einen geschlossenen Zustand, vorzugsweise mit aktiviertem
Einklemmschutz.
-
In 5 ist
die Steuerschaltung 13 schematisch genauer beschrieben.
Sie weist einen Speicherbereich zur Speicherung von Heizprogrammen
mit einem nutzereinstellbaren Speicherbereich 26 in Form
eines EEPROM und einem nicht nutzereinstellbaren Speicherbereich 27 in
Form eines ROM oder ebenfalls eines EEPROM auf. Der Speicher 26, 27 wird
durch einen Mikrokontroller 28 ausgelesen, der nach Einstellung
und Aktivierung eines Heizprogramms durch die Bedieneinheit 12 auf
Grundlage ausgewählten
Heizparameter die Heizkörper 16–18, 22 ansteuert
und bei Bedarf auch den Antriebsmotor 9, beispielsweise
bei einem Umschalten vom offenen in den geschlossenen Zustand der
Bodentür 7 bzw. des
Garraums 3, oder umgekehrt. Das Auslesen des Speichers 26, 27 durch
den Mikrokontroller ist nicht auf eine bestimmt Art beschränkt: so
kann beispielsweise zunächst
der nicht nutzereinstellbare Speicherbereich 26 ausgelesen
und danach mit den im nutzereinstellbaren Speicherbereich 27 vorhandenen
Daten überschrieben
werden, wo diese durch einen Nutzergeändert wurden. Als eine Alternative
wird nur der nutzereinstellbare Speicherbereich 27 ausgelesen,
der nach einem Reset durch den nicht nutzereinstellbaren Speicherbereich 27 überschrieben wird.
Auch kann der Mikrokontroller 28 eine 'Reset'-Funktion auslösen, die den nutzereinstellbaren Speicherbereich – je nach
Ausleseart – löscht oder durch
den Inhalt des nicht nutzereinstellbaren Bereichs überschreibt.
-
6 zeigt
eine Möglichkeit
der Taktung von Heizkörpern
für einen
Heiss(um)luftbetrieb. Aufgetragen ist auf der Abszisse die Dauer
eines Heizzyklus von 80 Sekunden in Schritten von 1/100 s, und auf der
Ordinate die unterschiedlichen angesteuerten Heizkörper H1–H5. Hierbei
sind die Heizkörper
folgender maßen
bezeichnet: H1 ist der innere Heizkreis eines zweikreisigen Oberhitzeheizkörpers, H2
ist der innere Heizkreis eines in dem Kochfeld vorhandenen zweikreisigen
Unterhitzeheizkörpers,
H3 ist der äußere Heizkreis
des zweikreisigen Unterhitzeheizkörpers, H4 ist ein Ringheizkörper, der
zwischen der Rückwand
der Muffel und der Rückwand
des Gehäuses
angebracht ist und H5 ist der äußere Heizkreis des
zweikreisigen Oberhitzeheizkörpers.
Man erkennt, dass H1 nur zur Initialisierung angesteuert wird, während beispielsweise
der einkreisige Ringheizkörper
H4 durchgehend betrieben wird. Innerhalb des Zyklus, der die kleinste
Heizeinheit für
die Heissluftbetriebsart darstellt, verteilt sich die prozentual
genutzte Heizleistung der einzelnen Heizkörper folgendermaßen: H1
(maximale Leistung Pmax = 1500 W bei 230 V) 0%; H2 (Pmax = 1200
W): 17%; H3 (Pmax = 900 W): 20%; H4 (Pmax = 900 W): 100%; und H5
(Pmax = 1200 W): 50%. Im normalen Betrieb wird die relative Heizleistung
typischerweise, aber nicht notwendigerweise, beibehalten. Hingegen kann
die Heizleistung beispielsweise an die Temperatur im Garraum angepasst
werden. Dabei ist zu beachten, dass die maximale Gesamtleitung zu
jedem Zeitpunkt hier 3,6 KW nicht übersteigen darf. Im Heissluftbetrieb
ist außerdem
der Lüfter
im Betrieb, um den Garraum möglichst
gleichmäßig mit
der geheizten Luft zu füllen.
-
7 zeigt
in analoger Darstellung zu 6 nun die
Heizleistungsverteilung in einem Schnellgarbetrieb, der insbesondere
für fertiggegarte
Tiefkühlprodukte
geeignet ist. Hierbei wird folgende jeweils prozentual genutzte
Heizleistung eingestellt: H1: 100%, H2: ca. 50%, H3: 0%, H4: 100%
und H5: ca. 50%. In diesem Ausführungsbeispiel
entspricht dies bei einem Betrieb bei 230 V den folgenden ungefähren Anteilen
an der gesamten, über
den Zyklus gemittelten Heizleistung: H1: ca. 42% von 3,6 KW; H2: ca.
17%; H3: 0%; H4: ca. 25% und H5: ca. 17%. Die im geschlossenen Garraum
erreichten Temperaturen liegen typischerweise zwischen 200 °C und 280 °C bei typischen
Heizdauern von 5 bis 25 Minuten. Günstigerweise werden die dem
Garraum fest zugehörigen
Heizleiter H1, H4 und H5 im Heissluftbetrieb mit laufendem Lüfter, also
im Heissluftbetrieb betrieben.
-
Mittels
hier maximaler Leistung von 3,6 KW und dem Nutzen der durch den
zweikreisigen Unterhitzeheizkörper
erzeugten Kontaktwärme
der Glaskeramik (mit oder ohne Blech/Form/Folie usw.) werden solche
Produkte sehr schnell auf Verzehrtemperatur gebracht. Die Heizdauer
kann abhängig
von der Masse, Beschaffenheit (Dicke, Höhe) und/oder dem vorgegarten
Ausgangszustand des Garguts abhängig
eingestellt werden. Bei der Schnellgarfunktion ist es vorteilhaft, wenn
der Nutzer nur noch das Lebensmittel in eine Lebensmittelklasse
(z. B. Pizza, Kartoffelprodukte, Backwaren, Bratlinge usw.) einordnen muss,
z. B. durch Einstellen eines geeigneten Heizprogramms), und das
Heizprogramm dann die optimale Temperatur und Dauer selbsttätig einstellt. Eventuell
kann beispielsweise auch noch das Gewicht der Speise eingegeben
werden. Allgemein ist es vorteilhaft, wenn der Nutzer die Heizparameter
abändern
kann.
-
Bei
allen Ausführungsformen
könne auch andere
oder anders gestaltete oder ausgelegte Heizkörper verwendet werden, z. B.
Strahlungsheizkörper etc.
-
Die
oben beschriebenen Ausführungsformen sich
nicht beschränkend
zu verstehen.
-
- 1
- Gehäuse
- 2
- Wand
- 3
- Garraum
- 4
- Sichtfenster
- 5
- Muffel
- 6
- Muffelöffnung
- 7
- Bodentür
- 8
- Arbeitsplatte
- 9
- Antriebsmotor
- 10
- Hubelement
- 11
- Bedienelement
- 12
- Bedienfeld
- 13
- Steuerschaltung
- 14
- Anzeigenelemente
- 15
- Kochfeld
- 16
- Kochstellenheizkörper
- 17
- Kochstellenheizkörper
- 18
- Flächenheizkörper
- 19
- Glaskeramikplatte
- 20
- Halterungsteil
- 21
- Gargutträger
- 22
- Oberhitzeheizkörper
- 23
- Lüfter
- 24
- Dichtung
- 25
- Speichereinheit
- 26
- nutzereinstellbarer
Speicher
- 27
- nicht
nutzereinstellbarer Speicher
- 28
- Mikrokontroller
- H1
- Oberhitze
innen
- H2
- Unterhitze
innen
- H3
- Unterhitze
außen
- H4
- Ring
- H5
- Oberhitze
außen