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Die
Erfindung betrifft ein Hocheinbau-Gargerät mit mindestens einer einen
Garraum eingrenzenden Muffel mit bodenseitiger Muffelöffnung,
eine verfahrbaren Bodentür
zum Schließen
der Muffelöffnung mit
mindestens einem Heizfeld an ihrer Oberseite und mit mindestens
einer Betriebsart für
den geöffneten
Zustand, bei der das Heizfeld mindestens teilweise angeschaltet
ist. Die vorliegende Erfindung betrifft weiterhin ein zugehöriges Betriebsverfahren.
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Beispielsweise
aus
DE 100 59 652
A1 ist ein solches Hocheinbau-Gargerät bekannt, bei dem sich das
Heizfeld der Bodentür
zwischen einer Kochmuldenfunktion und einer Unterhitzefunktion umschalten lässt.
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Nachteilig
bei den bekannten Bauformen ist es, dass die Bodentür ohne Einschränkung vom
Betriebszustand verfahrbar ist. Dadurch kann es geschehen, dass
im geöffneten
Zustand der Bodentür beheizte
Kochgeschirre beim Verfahren kippen und so Speisen überlaufen.
Auch kann es geschehen, dass beim Zufahren der Bodentür Kochgeschirr
zwischen Bodentür
und Gehäuse
eingeklemmt wird und umkippt, da im geöffneten Zustand das Kochgeschirr über die
Abmessungen der Muffel herausragen kann.
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Es
ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Möglichkeit
zur sichereren Handhabung des Gargeräts bei geöffneter Bodentür bereitzustellen.
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Die
vorliegende Aufgabe wird durch das Hocheinbau-Gargerät nach Patentanspruch
1 und ein Verfahren nach Patentanspruch 11 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
sind den Unteransprüchen einzeln
oder in Kombination entnehmbar.
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Das
gattungsgemäße Hocheinbau-Gargerät weist
eine Verfahrsperre auf, die bei aktivierter Betriebsart für den geöffneten
Zustand die geöffnete Bodentür am Verfahren
hindert.
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Die
Verfahrsperre kann elektrisch, elektronisch (z. B. in einer Steuerschaltung),
mechanisch oder eine Kombination daraus sein. Das erfindungsgemäße Gargerät ist nicht
auf eine motorbetriebene Bodentür
eingeschränkt,
sondern erstreckt sich auch auch elektrisch-mechanisch oder rein
mechanisch verfahrbare Bodentüren.
Beispielsweise kann die Verfahrsperre bei einer rein mechanisch
verfahrbaren Bodentür
den Verfahrmechanismus blockieren, z. B. durch Ausfahren von Bolzen
in ein Hubgestänge. Eine
aktivierte Betriebsart bedeutet, dass – z. B. abhängig von einem Steuerprogramm – das Heizfeld der
Bodentür
zumindest teilweise angeschaltet wird.
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Es
ist dann, wenn eine durch eine Steuereinrichtung gesteuerte Antriebseinrichtung
zum Verfahren der Bodentür
vorhanden ist, vorteilhaft, wenn bei aktivierter Betriebsart für den geöffneten
Zustand die Steuereinrichtung die Antriebseinrichtung, typischerweise
den Antriebsmotor, deaktiviert.
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Dann
ist es vorteilhaft, wenn die Steuereinrichtung die Antriebseinrichtung
stromlos schaltet, z. B. kurzschliesst. Es können aber alternativ oder zusätzlich weitere
Maßnahmeen
vorgesehen werden, beispielsweise ein Deaktivieren von Sicherheitssignalen,
eine Deaktivierung von Verfahrrichtungsrelais uvm.
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Es
ist zur erhöhten
Nutzersicherheit vorteilhaft, wenn die Verfahrsperre ein Deaktivieren
mindestens eines Verfahrschalters, besser: aller Verfahrschalter,
umfasst.
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Die
Betriebsart für
den geöffneten
Zustand kann beispielsweise eine Warmhaltebetriebsart, eine Kochstellenbetriebsart
oder eine Bräterbetriebsart sein.
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Es
ist weiterhin günstig,
wenn im geöffneten Zustand
der Bodentür
nur Betriebsarten für
den geöffneten
Zustand auswählbar
sind.
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Es
kann zur einfachen Bedienung auch vorteilhaft sein, wenn die Verfahrsperre
die geöffnete Bodentür nur dann
am Verfahren hindert, wenn das Heizfeld aktiviert ist. Das Heizfeld
kann aktiviert sein, wenn es angeschaltet ist (mit Strom versorgt
wird) und/oder es eine Temperatur überhalb eines bestimmten Wertes
aufweist.
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Für eine gute
Bedienbarkeit ist es vorteilhaft, wenn demgegenüber bei aktivierter Betriebsart
für einen
geschlossenen Zustand die Bodentür
verfahrbar ist. Beispielsweise kann der Nutzer dann den Garraum
durch Verfahren der Bodentür
in Öffnungsrichtung öffnen, um
die Konsistenz der garenden Speise zu prüfen, beispielsweise durch Einstechen,
und dann die Bodentür
zum Weitergaren wieder zuzufahren.
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Nachfolgend
wird das Hocheinbau-Gargerät anhand
der beigefügten
Figuren ausführlich
beschrieben. Es zeigen schematisch:
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1 eine
perspektivische Ansicht eines an einer Wand montierten Hoch-Einbaugargeräts mit abgesenkter
Bodentür;
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2 eine
perspektivische Ansicht des Hoch-Einhaugargeräts mit verschlossener Bodentür;
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3 eine
perspektivische Ansicht eines Gehäuses des Hoch-Einbaugargeräts ohne
die Bodentür;
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4 eine
schematische Seitenansicht in Schnittdarstellung entlang der Linie
I-I aus 1 des an die Wand montierten
Hocheinbau-Gargerät
mit abgesenkter Bodentür;
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5 in
Vorderansicht eine weitere Ausführungsform
eines Hocheinbau-Gargeräts;
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6 eine
Ansicht eines Bedienfelds eines Hoch-Einbaugargeräts.
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Die
Figuren sind zur besseren Darstellung der einzelnen Elemente nicht
maßstäblich aufgezeichnet.
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In
der 1 ist ein Hocheinbau-Gargerät mit einem Gehäuse 1 gezeigt.
Die Rückseite
des Gehäuses 1 ist
nach Art eines Hängeschranks
an einer Wand 2 montiert. In dem Gehäuse 1 ist ein Garraum 3 definiert,
der über
ein frontseitig im Gehäuse 1 eingebrachtes
Sichtfenster 4 kontrolliert werden kann. In der 4 ist
zu erkennen, dass der Garraum 3 von einer Muffel 5 begrenzt
ist, die mit einer nicht dargestellten wärmeisolierenden Ummantelung
versehen ist, und dass die Muffel 5 eine bodenseitige Muffelöffnung 6 aufweist.
Die Muffelöffnung 6 ist
mit einer Bodentür 7 verschließbar. In 1 ist
die Bodentür 7 abgesenkt
gezeigt, wobei sie mit ihrer Unterseite in Anlage mit einer Arbeitsplatte 8 einer
Kücheneinrichtung
ist. Um den Garraum 3 zu verschließen, ist die Bodentür 7 in
die in der 2 gezeigte Position, die sog. "Nullposition", zu verstellen.
Zur Verstellung der Bodentür 7 weist
das Hoch-Einbaugargerät
eine Antriebsvorrichtung 9, 10 auf. Die Antriebsvorrichtung 9, 10 hat
einen in den 1, 2 und 4 mit
gestrichelten Linien dargestellten Antriebsmotor 9, der zwischen
der Muffel 5 und einer Außenwand des Gehäuses 1 angeordnet
ist. Der Antriebsmotor 9 ist im Bereich der Rückseite
des Gehäuses 1 angeordnet und
steht, wie in der 1 oder 4 gezeigt,
in Wirkverbindung mit einem Paar von Hubelementen 10, die
mit der Bodentür 7 verbunden
sind. Dabei ist gemäß der schematischen
Seitenansicht aus der 4 jedes Hub element 10 als
ein L-förmiger
Träger ausgestaltet,
dessen senkrechte Schenkel sich ausgehend von dem gehäuseseitigen
Antriebsmotor 9 erstreckt. Zum Verstellen der Bodentür 7 kann
der Antriebsmotor 9 mit Hilfe eines Bedienfelds 12 und einer
Steuerschaltung 13 betätigt
werden, das gemäß den 1 und 2 frontseitig
an der Bodentür 7 angeordnet
ist. Wie in 4 gezeigt, befindet sich die
Steuerschaltung 13 hinter dem Bedienfeld 12 innerhalb
der Bodentür 7.
Die Steuerschaltung 13, die sich hier aus mehreren räumlich und
funktional getrennten und über
einen Kommunikationsbus kommunizierenden Leiterplatten zusammensetzt,
stellt eine zentrale Steuereinheit für den Gerätebetrieb dar und steuert und/oder
regelt z. B. ein Aufheizen, ein Verfahren der Bodentür 3,
ein Umsetzen von Nutzereingaben, ein Beleuchten, einen Einklemmschutz, ein
Takten der Heizkörper 16, 17, 18, 22 und
vieles mehr.
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Der 1 ist
zu entnehmen, dass eine Oberseite der Bodentür 7 ein Kochfeld 15 aufweist.
Nahezu die gesamte Fläche
des Kochfelds 15 ist von Heizkörpern 16, 17, 18 eingenommen,
die in 1 strichpunktiert angedeutet sind. In 1 sind
die Heizkörper 16, 17 zwei
voneinander beabstandete, verschieden große Kochstellenheizkörper, während der
Heizkörper 18 ein
zwischen den beiden Kochstellenheizkörpern 16, 17 vorgesehener
Flächenheizkörper ist, der
die Kochstellenheizkörper 16, 17 nahezu
umschließt.
Die Kochstellenheizkörper 16, 17 definieren für den Nutzer
zugehörige
Kochzonen bzw. Kochmulden; die Kochstellenheizkörper 16, 17 zusammen
mit dem Flächenheizkörper 18 definieren
eine Unterhitzezone. Die Zonen können
durch ein geeignetes Dekor auf der Oberfläche angezeigt sein. Die Heizkörper 16, 17, 18 sind
jeweils über
die Steuerschaltung 13 ansteuerbar.
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In
dem gezeigten Ausführungsbeispiel
sind die Heizkörper 16, 17, 18 als
Strahlungsheizkörper ausgestaltet,
die von einer Glaskeramikplatte 19 abgedeckt sind. Die
Glaskeramikplatte 19 hat in etwa die Ausmaße der Oberseite
der Bodentür 7.
Die Glaskeramikplatte 19 ist weiterhin mit Montageöffnungen
ausgestattet (nicht dargestellt), durch die Sockel zur Halterung
von Halterungsteilen 20 für Gargutträger 21 ragen, wie
auch in 4 gezeigt. Statt einer Glaskeramikplatte 19 können auch
andere – vorzugsweise
schnell ansprechende – Abdeckungen verwendet
werden, z. B. ein dünnes
Blech.
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Mit
Hilfe eines im Bedienfeld 12 vorgesehenen Bedienknebels
kann das Hocheinbau-Gargerät auf
eine Kochstellen- oder eine Unterhitzebetriebsart geschaltet werden,
die nachfolgend erläutert
werden.
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In
der Kochstellenbetriebsart können
die Kochstellenheizkörper 16, 17 mittels
Bedienelementen 11, die im Bedienfeld 12 vorgesehen
sind, über die
Steuerschaltung 13 individuell angesteuert werden, während der
Flächenheizkörper 18 außer Betrieb
bleibt. Die Kochstellenbetriebsart ist bei abgesenkter Bodentür 7 ausführbar, wie
es in 1 gezeigt ist. Sie kann aber auch bei verschlossenem Garraum 3 mit
hochgefahrener Bodentür 7 in
einer Energiesparfunktion betrieben werden.
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In
der Unterhitzebetriebsart werden von der Steuereinrichtung 13 nicht
nur die Kochstellenheizkörper 16, 17 sondern
auch der Flächenheizkörper 18 angesteuert.
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Um
während
des Unterhitzebetriebs ein möglichst
gleichmäßiges Bräunungsbild
des Garguts zu erreichen, ist entscheidend, dass das die Unterhitze
bereitstellende Kochfeld 15 eine über die Fläche des Kochfelds 15 gleichmäßige Verteilung
der Heizleistungsabgabe aufweist, obwohl die Heizkörper 16, 17, 18 verschiedene
Nennleistungen aufweisen. Vorzugsweise werden daher die Heizkörper 16, 17, 18 von
der Steuerschaltung 13 nicht auf einen Dauerbetrieb geschaltet,
sondern die Stromversorgung zu den Heizkörpern 16, 17, 18 wird
getaktet. Dabei werden die unterschiedlich großen Nenn-Heizleistungen der
Heizkörper 16, 17, 18 individuell
so reduziert, dass die Heizkörper 16, 17, 18 eine über die
Fläche des
Kochfelds 15 gleichmäßige Verteilung
der Heizleistungsabgabe verschaffen.
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3 zeigt
schematisch die Lage eines Umlufttopfes 23 mit einem Umluftmotor
und einem zugeordneten Ringheizkörper,
z. B. zur Erzeugung von heisser Umluft bei einem Heissluftbetrieb.
Der zum Garraum 3 offene Umlufttopf 23 ist von
diesem typischerweise durch eine Prallwand (nicht gezeigt) abgetrennt.
Darüber
hinaus ist ein an einer Oberseite der Muffel 5 angebrachter
Oberhitzeheizkörper 22 vorgesehen,
der einkreisig oder mehrkreisig, z. B. mit einem Innen- und einem
Außenkreis,
ausgeführt
sein kann. Durch die Steuerschaltung 13 können die
verschiedenen Betriebsarten, wie beispielsweise auch Oberhitze-,
Heissluft- oder Schnellaufheizbetrieb, durch eine entsprechende
Einschaltung und Einstellung der Heizleistung der Heizkörper 16, 17, 18, 22, ggf.
mit Aktivierung des Heisslüfters 23,
eingestellt werden. Die Einstellung der Heizleistung kann durch geeignete
Tak tung erfolgen. Zudem kann das Kochfeld 15 auch anders
ausgeführt
sein, z. B. mit oder ohne Bräterzone,
als reine – ein
oder mehrkreisige – Warmhaltezone
ohne Kochmulden und so weiter. Das Gehäuse 1 weist zur Bodentür 7 hin
ein Dichtung 24 auf.
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Das
Bedienfeld 12 ist hauptsächlich an der Vorderseite der
Bodentür 7 angeordnet.
Es sind alternativ auch andere Anordnungen denkbar, z. B. an der Vorderseite
des Gehäuses 1,
auf verschiedene Teilfelder aufgeteilt und/oder teilweise an Seitenflächen des
Gargeräts.
Weitere Gestaltungen sind möglich. Die
Bedienelemente 11 sind in ihrer Bauart nicht eingeschränkt und
können
z. B. z. B. Bedienknebel, Kippschalter, Drucktasten und Folientasten
umfassen, die Anzeigenelemente 14 umfassen z. B. LED-, LCD-
und/oder Touchscreen-Anzeigen.
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In 5 ist
schematisch und nicht maßstabsgetreu
ein Hocheinbau-Gargerät
von vorne gezeigt, bei dem sich die Bodentür 7 geöffnet auf
Anlage mit der Arbeitsplatte 8 befindet. Der geschlossene Zustand
ist gestrichelt eingezeichnet.
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In
dieser Ausführungsform
befinden sich an der Vorderseite des fest angebrachten Gehäuses 1 zwei
Verfahrschaltfelder 25. Jedes Verfahrschaltfeld 25 umfasst
zwei Drucktasten, nämlich
eine obere ZU-Drucktaste 25a für eine nach oben in schließende Richtung
verfahrende Bodentür 7 und
eine untere AUF-Drucktaste 25b für eine nach unten in öffnende Richtung
verfahrende Bodentür 7.
Ohne Automatikbetrieb (siehe unten) verfährt die Bodentür 7 nur durch
dauerndes gleichzeitiges Drücken
der ZU-Tasten 25a beider Verfahrschaltfelder 25 nach
oben, falls möglich;
auch verfährt
die Bodentür 7 nur
durch dauerndes gleichzeitiges Drücken der AUF-Tasten 25b beider
Verfahrschaltfelder 25 nach unten, falls möglich (manueller
Betrieb). Da im manuellen Betrieb eine erhöhte Bedienaufmerksamkeit des
Nutzers gegeben ist und zudem hier beide Hände benutzt werden, ist ein
Einklemmschutz dann nur optional. Bei einer alternativen Ausführungsform
sind Verfahrschaltfelder 26 an gegenüberliegenden Außenseiten
des Gehäuses 1 mit
entsprechenden ZU-Tasten 26a und AUF-Tasten 26b angebracht,
wie punktiert eingezeichnet.
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Bei
aktivierter Betriebsart für
den geöffneten Zustand
hindert eine in der Steuerschaltung 13 implementierte Verfahrsperre
die geöffnete
Bodentür 7 am
Verfahren; bei aktivierter Betriebsart für den geschlossenen Zustand
hingegen nicht.
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Die
strichpunktiert eingezeichnete Steuerschaltung 13, die
sich im Inneren der Bodentür 7 hinter
dem Bedienfeld 12 befindet, schaltet den Antriebsmotor 9 so,
dass die Bodentür 7 sanft
anfährt, d.
h. nicht abrupt durch einfaches Anstellen des Antriebsmotors 9,
sondern mittels einer definierten Rampe.
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Die
Steuerschaltung 13 umfasst in diesem Ausführungsbeispiel
eine Speichereinheit 27 zum Speichern mindestens einer
Ziel bzw. Verfahrposition P0, P1, P2, PZ der Bodentür 7,
vorzugsweise mit volatilen Speicherbausteinen, z. B. DRAMs. Wenn
eine Zielposition P0, P1, P2, PZ eingespeichert ist, kann die Bodentür nach Betätigung einer
der Tasten 25a, 25b bzw. 26a, 26b der
Verfahrschaltfelder 25 bzw. 26 solange in die
eingestellte Richtung selbstständig verfahren,
bis die nächste
Zielposition erreicht ist oder eine der Tasten 25a, 25b bzw. 26a, 26b erneut betätigt wird
(Automatikbetrieb). In diesem Ausführungsbeispiel entspricht die
unterste Zielposition PZ der maximalen Öffnung, die (Null-)Position
P0 dem geschlossenen Zustand, und P1 und P2 sind frei einstellbare
Zwischenpositionen. Ist die letzte Zielposition für eine Richtung
erreicht, muss darüber
hinaus im manuellen Betrieb weitergefahren werden, falls dies möglich ist
(also die letzten Endpositionen keinem maximal geöffneten
oder dem geschlossenen Endzustand entsprechen). Analog muss dann,
wenn für eine
Richtung keine Zielposition eingespeichert ist – was z. B. für eine Aufwärtsbewegung
in die geschlossene Stellung der Fall wäre, wenn nur PZ eingespeichert
ist, aber nicht P0, P1, P2 –,
in dieser Richtung im manuellen Betrieb gefahren werden. Ist keine
Zielposition eingespeichert, z. B. bei einer Neuinstallation oder
nach einer Netztrennung, ist kein Automatikbetrieb möglich. Wird
die Bodentür 7 im
Automatikbetrieb verfahren, so ist vorzugsweise ein Einklemmschutz
aktiviert.
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Automatikbetrieb
und manueller Betrieb schließen
sich nicht gegenseitig aus: durch dauerndes Betätigen des/der Verfahrschaltfelder 25, 26 fährt die
Bodentür 7 auch
dann im manuellen Betrieb, wenn in diese Richtung eine Zielposition
anfahrbar wäre.
Dabei kann z. B. eine maximale Betätigungszeit der Verfahrfelder 25 bzw. 26,
respektive der zugehörigen
Tasten 25a, 25b bzw. 26a, 26b,
zur Aktivierung des Automatikbetriebs festgelegt werden, z. B. 0,4
Sekunden.
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Eine
Zielposition P0, P1, P2, PZ kann eine beliebige Position der Bodentür 7 zwischen
und einschließlich
der Nullposition P0 und der maximalen Öffnungsposition PZ sein. Die
maximale eingespeicherte Öffnungsposition
PZ muss aber nicht die Position mit Anlage auf der Arbeitsplatte 8 sein.
Ein Einspeichern der Zielposition P0, P1, P2, PZ kann mit der Bodentür 7 auf
der gewünschten
Zielposition P0, P1, P2, PZ, mittels, bspw. mehrsekündigen (z.
B. zwei Sekunden dauernden), Betätigens
einer Bestätigungstaste 28 im
Bedienfeld 12 durchgeführt
werden. Vorhandene optische und/oder akustische Signalgeber, die
entsprechende Signale nach Einspeichern einer Zielposition ausgeben,
sind zur besseren Übersichtlichkeit
nicht eingezeichnet. Ein Anfahren der gewünschten einzustellenden Zielposition
P0, P1, P2, PZ geschieht beispielsweise durch – in diesem Ausführungsbeispiel – beidhändige Bedienung der
Verfahrschaltfelder 25 bzw. 26 und manuelles Verfahren
auf diese Position.
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In
der Speichereinheit 27 können nur eine oder, wie in
diesem Ausführungsbeispiel
dargestellt, auch mehrere Zielpositionen P0, P1, P2, PZ einspeicherbar
sein. Bei mehreren Zielpositionen P0, P1, P2, PZ lassen diese sich
abfolgend durch Betätigen
der entsprechenden Verfahrtasten 25a, 25b bzw. 26a, 26b anfahren.
Durch mehrere Zielpositionen P0, P1, P2, PZ lässt sich das Hocheinbau-Gargerät bequem
an die gewünschte
Bedienhöhe
mehrerer Nutzer anpassen. Die Zielposition(en) sind vorteilhafterweise
löschbar
und/oder überschreibbar.
In einer Ausführungsform
ist beispielsweise nur eine Zielposition im geöffneten Zustand einspeicherbar,
während die
Nullposition P0 automatisch erkannt wird und automatisch anfahrbar
ist. Alternativ muss auch die Nullposition P0 eingespeichert werden,
um automatisch anfahrbar zu sein.
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Es
ist für
eine ergonomische Nutzung besonders vorteilhaft, wenn die bzw. eine
Zielposition P1, P2, PZ die Bodentür 7 mindestens ca.
400 mm bis ca. 540 mm öffnet
(also P1-P0, P2-P0, PZ-P0 ≥ 40cm
bis 54 cm). Bei diesem Öffnungsmaß sind die
Gargutträger 21 einfach
in die Halterungsteile 20 einsetzbar. Dabei ist es günstig, wenn
das Sichtfenster 4 etwa in Augenhöhe des Nutzers oder etwas darunter
montiert ist, z. B. mittels einer Schablone, die die Maße des Gargeräts andeutet.
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Nicht
eingezeichnet ist eine vorhandene Netzausfallüberbrückung zur Überbrückung von ca. 1 bis 3 s Netzausfall,
vorzugsweise bis 1,5 s Netzausfall.
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Der
Antriebsmotor 9 aus 1 hat mindestens
eine Sensoreinheit 31, 32 an einer Motorwelle 30,
ggf. vor oder hinter einem Getriebe, angeordnet, um einen Verfahrweg
bzw. eine Position und/oder eine Geschwindigkeit der Bodentür 7 zu
messen. Die Sensoreinheit kann beispielsweise einen oder mehrere
Induktions-, Hall-, Opto-, OFW-Sensoren und so weiter umfassen.
Dabei sind zur einfachen Weg- und Geschwindigkeitsmessung hier zwei
Hall(teil)elemente 31 um 180° versetzt – also gegenüberliegend – an der
Motorwelle 30 angebracht, und ein Hallmeßaufnehmer 32 ist
ortsfest an diesem Bereich der Motorwelle beabstandet angebracht.
Fährt dann
ein Hallelement 31 bei Drehung der Motorwelle 30 an
dem Meßaufnehmer 32 vorbei,
wird ein Meß-
bzw. Sensorsignal erzeugt, das in guter Näherung digital ist. Mit (nicht
notwendigerweise) zwei Hallelementen 31 werden also bei
einer Umdrehung der Motorwelle 30 zwei Signale ausgegeben.
Durch zeitliche Bewertung dieser Signale, z. B. ihrer Zeitdifferenz,
kann die Geschwindigkeit vL der Bodentür 7 bestimmt werden, beispielsweise über Vergleichstabellen
oder eine Umrechnung in Echtzeit in der Steuerschaltung 13. Durch
Addition bzw. Subtraktion der Meßsignale kann ein Verfahrweg
bzw. eine Position der Bodentür 7 bestimmt
werden.
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Eine
Geschwindigkeitsregelung kann die Geschwindigkeit beispielsweise über einen
PWM-gesteuerten Leistungshalbleiter realisieren.
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Zur
Nullpunktsbestimmung wird die Wegmessung durch Initialisierung in
der Nullposition P0 der Bodentür 7 bei
jedem Anfahren automatisch neu abgeglichen, damit z. B. eine fehlerhafte
Sensorsignalausgabe bzw. -aufnahme sich nicht tradiert.
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Der
Antriebsmotor 9 ist durch Betätigung beider Verfahrschaltfelder 25 bzw. 26 auch
bei ausgeschaltetem Hauptschalter 29 betreibbar.
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Statt
zweier getrennter Schalter pro Verfahrfeld 25, 26 ist
auch ein Einzelschalter pro Verfahrfeld möglich, z. B. ein Kippschalter
mit neutraler Position, der nur unter Druck schaltet. Auch andere
Formen sind möglich.
Auch ist die Art und Anordnung der Bedienelemente 28, 29 des
Bedienfeldes 12 nicht eingeschränkt.
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Die
Anordnung und Aufteilung der Steuerschaltung 13 ist dabei
flexibel und nicht eingeschränkt,
kann also auch mehrere Platinen, z. B. eine Anzeigenplatine, eine
Steuerplatine und eine Liftplatine umfassen, die räumlich getrennt
sind.
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Ein
4 mm – Öffnungsmaß kann durch
Endschalter 33 erkannt werden, die bei Betätigung einen Einklemmschutz
deaktivieren.
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Das
Hocheinbau-Gargerät
kann auch ohne Speichereinheit 27 ausgeführt sein,
wobei dann kein Automatikbetrieb möglich ist. Dies kann für eine erhöhte Bediensicherheit,
z. B. als Schutz vor einem Einklemmen, sinnvoll sein.
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Bei
aktivierter Betriebsart für
den geöffneten Zustand
(z. B. einer Kochstellen-, Warmhalte- oder Bräterbetriebsart) kann in einer
Ausführungsform
die Steuerschaltung 13 die geöffnete Bodentür 7 durch Deaktivieren – hier:
durch Kurzschliessen – des
Antriebsmotors 9 am Verfahren hindern. Bei aktivierter Betriebsart
für den
geschlossenen Zustand ist die Bodentür 7 verfahrbar, um
ein Prüfen
garender Speisen zuzulassen.
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6 zeigt
das Bedienfeld 12 aus 5 detaillierter.
Das Bedienfeld 12 umfasst ein linkes Anzeigenfeld 34,
ein mittleres Anzeigenfeld 35 und ein rechtes Anzeigenfeld 36,
die in dieser Figur alle möglichen
Anzeigen darstellen, wie z. B. im linken Anzeigenfeld 34 Betriebsartsymbole,
im mittleren Anzeigenfeld 35 ein Uhrzeit, Kochdauer oder
weitere für die
eingestellte Betriebsart nützlich
Parameter und im rechten Anzeigenfeld 36 eine dreistellige
alphanumerische Anzeige 37, eine Temperatureinheitsanzeige 38 (die
hier auf °C
und °F einstellbar
ist) und eine Stufenanzeige 39. Das Bedienfeld kann so
geschaltet sein, dass im geöffneten
Zustand der Bodentür nur
Betriebsarten für
den geöffneten
Zustand angezeigt werden und/oder im geschlossenen Zustand der Bodentür nur Betriebsarten
für den
geschlossenen Zustand angezeigt werden.
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Darunter
befindet sich eine Reihe von Schaltern 40–51,
nämlich
- – eine
Hauptschaltertaste 40 zum Ein- und Ausschalter des Geräts, ggf.
mit Zeitverzögerung,
- – eine
Schlüsseltaste 41 zur
Verriegelung des Geräts,
- – eine
Pfeil-Abwärts-Taste 42 zum
Anwählen
einzelner Betriebsarten in absteigender Reihenfolge, diese Taste
kann so geschaltet sein, dass im geöffneten Zustand der Bodentür nur Betriebsarten für den geöffneten
Zustand auswählbar
sind und/oder im geschlossenen Zustand der Bodentür nur Betriebsarten
für den
geschlossenen Zustand auswählbar
sind;
- – eine
Pfeil-Aufwärts-Taste 43 zum
Anwählen
einzelner Betriebsarten in aufsteigender Reihenfolge, diese Taste
kann so geschaltet sein, dass im geöffneten Zustand der Bodentür nur Betriebsarten
für den
geöffneten
Zustand auswählbar
sind und/oder im geschlossenen Zustand der Bodentür nur Betriebsarten
für den
geschlossenen Zustand auswählbar
sind;
- – eine
Ofenlampe bzw. ein Lichtschalter 44 zum aktiven Schalten
einer Ofenbeleuchtung (nicht dargestellt) durch den Anwender,
- – eine
Uhrtaste 45 zum Anwählen
einzelner Zeitfunktionen, z. B. Backzeit usw.,
- – eine
Weckertaste 46 zum Anwählen
einer Weckerfunktion,
- – eine
Informationstaste 47 zum Aufrufen von Information, z. B.
einer Ist-Temperatur
oder einer Aufheizdauer,
- – eine
Minustaste 48 zum negativen Verstellen von Temperatur und
Zeitfunktionen,
- – eine
Plustaste 49 zum positiven Verstellen von Temperatur und
Zeitfunktionen,
- – eine
Schnellaufheiztaste 50 zum Ein- und Ausschalten einer Schnellaufheizfunktion
und
- – eine
OK-Taste bzw. Bestätigungstaste 51 als Aktivierungstaste,
z. B. für
Zeitfunktionen und Betriebsarten.
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In
diesem Ausführungsbeispiel
nutzt die Betriebsartenwahlschaltung somit zwei getrennte Pfeiltasten 42, 43 und
ggf. die Bestätigungstaste 51. Durch
Betätigung
der Betriebsartenwahlschaltung ist das Gargerät zwischen verschiedenen Funktionalitäten umschaltbar.
Dabei werden die Betriebsarten zyklisch durchlaufen. Die Betriebsartenwahlschaltung ist
nicht auf die hier gezeigt Ausführung
beschränkt.
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Selbstverständlich ist
die vorliegende Erfindung nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiels
beschränkt,
sondern erstreckt sich über
den gesamten Bereich der Patentsprüche.
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- 1
- Gehäuse
- 2
- Wand
- 3
- Garraum
- 4
- Sichtfenster
- 5
- Muffel
- 6
- Muffelöffnung
- 7
- Bodentür
- 8
- Arbeitsplatte
- 9
- Antriebsmotor
- 10
- Hubelement
- 11
- Bedienelement
- 12
- Bedienfeld
- 13
- Steuerschaltung
- 14
- Anzeigenelemente
- 15
- Heizfeld
- 16
- Kochstellenheizkörper
- 17
- Kochstellenheizkörper
- 18
- Flächenheizkörper
- 19
- Glaskeramikplatte
- 20
- Halterungsteil
- 21
- Gargutträger
- 22
- Oberhitzeheizkörper
- 23
- Lüfter
- 24
- Dichtung
- 25
- Verfahrschaltfeld
- 25a
- Verfahrschalter
nach oben
- 25b
- Verfahrschalter
nach unten
- 26
- Verfahrschaltfeld
- 26a
- Verfahrschalter
nach oben
- 26b
- Verfahrschalter
nach unten
- 27
- Speichereinheit
- 30
- Motorwelle
- 31
- Hallelement
- 32
- Meßaufnehmer
- 33
- Endschalter
- 34
- linkes
Anzeigenfeld
- 35
- mittleres
Anzeigenfeld
- 36
- rechtes
Anzeigenfeld
- 37
- alphanumerische
Anzeige
- 38
- Temperatureinheitenanzeige
- 39
- Stufenanzeige
- 40
- Hauptschalter
- 41
- Schlüsseltaste
- 42
- Pfeil-Abwärts-Taste
- 43
- Pfeil-Aufwärts-Taste
- 44
- Ofenlampentaste
- 45
- Uhrtaste
- 46
- Weckertaste
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- Informationstaste
- 48
- Minustaste
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- Plustaste
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- Schnellaufheiztaste
- 51
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oder Bestätigungstaste
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- Bedienfeld
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- Kochzonenschalter
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Anzeigenfeld
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- alphanumerische
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