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Die
Erfindung betrifft eine Sicherheits-Verschlussvorrichtung für ein Tor
oder dergleichen sowie ein mit einer solchen Sicherheits-Verschlussvorrichtung
versehenes Tor, insbesondere Garagentor.
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Bei
herkömmlichen
Garagentorschlössern mit
einseitigen oder doppelseitigen Riegelgliedern, d. h. mit zwei bei
Betätigung
in Öffnungs-
und Schließrichtung
synchron, aber in entgegengesetzten Richtungen bewegten Riegelgliedern,
erfolgt die Betätigung
der beiden Riegelglieder über
einen drehbaren Handgriff, der um einen gewissen Drehwinkel schwenkbar
ist und über
einen Vierkantschaft einen im Schlossmechanismus befindlichen doppelarmigen
Schwenkhebel um den betreffenden Drehwinkel schwenkt. Der Schwenkhebel
ist an beiden Enden jeweils mit einem Kulissenschlitz versehen,
in welchem ein am jeweiligen Riegelglied befestigter Kulissenzapfen
eingreift. Ferner ist ein in Schließrichtung federbelastetes Sperrelement
vorhanden, das in der Schließposition
der Riegelglieder mit einer Sperrnase in eine entsprechende Ausnehmung
des Schwenkhebels eingreift und blockiert dadurch dessen Drehbarkeit
in Öffnungsrichtung.
Durch eine Betätigung
mittels eines Schlüssels
kann jedoch dieses Sperrelement entgegen der Federspannung aus seiner
Sperrposition in eine Freigabeposition bewegt werden, wonach dann
zusätzlich über den
Handgriff der Schwenkhebel gedreht werden muss. Hierdurch werden
die Riegelglieder in ihrer Öffnungsposition verschoben.
Beispiele für
eine solche Torverriegelungsvorrichtung finden sich in der
DE 296 17 597 U1 .
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Einen
Verschluss für
Falttore mit gegenläufigen
Riegelstangen, einem Bedienhebel und einem Schließzylinder
offenbart die
DE 33
04 305 A1 .
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Derartige
Verschlussvorrichtungen haben den Nachteil, dass sie in ihrer Handhabung äußert unbequem
sind, da zum einen die Betätigung
eines Schließzylinders
und danach eines Handgriffes notwendig ist. Ferner bauen derartige
Konstruktionen sehr groß auf,
die insbesondere bei heutigen modernen Sektionaltoren nicht verwendet
werden können.
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Die
Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Verschlussvorrichtung
zu schaffen, die sehr klein baut, in ihrer Handhabung einfach ist
und durch ein eintouriges Betätigen
eines Schließzylinders
ent- bzw. verriegelt werden kann, um beispielsweise ein Tor oder
dergleichen zu öffnen.
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Die
Aufgabe der Erfindung wird mit den Merkmalen des Patentanspruches
1 oder 18 gelöst.
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Die
jeweiligen Unteransprüche
geben eine weitere Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Gedankens
wieder.
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Die
erfindungsgemäße Sicherheits-Verschlussvorrichtung
für ein
Tor oder dergleichen, kann insbesondere für ein Garagentor oder Sektionaltor angewendet
werden. Dabei ist eine solche Sicherheits-Verschlussvorrichtung
mit einem über
einen durch einen Schlüssel
von der Außenseite
des Tores oder dergleichen zu betätigenden Profilzylinder oder aber
auch von der Innenseite her durch ein Handrad in Form einer Handbetätigung zu öffnen bzw.
zu verriegeln. Weitere Handgriffe sind nicht notwendig und stellen
dadurch eine enorme Erleichterung gegenüber dem Stand der Technik dar.
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Ein
Profilzylinder weist eine eintourige Ausführung auf. Um den Profilzylinder
im Bereich seiner Schließnase
ist ein Zahnrad montiert worden, das eine Ausnehmung für die Schließnase hat.
Somit schmiegt sich das Zahnrad um die Schließnase herum. Dieses Zahnrad
wirkt mit einem Getriebe zusammen, dessen Abtriebsrad auf mindestens
eine verschiebbare, eine Verzahnung aufweisende Verriegelungsstange einwirkt.
Die mindestens eine Verriegelungsstange wird durch eine Blockiervorrichtung
in der Schließstellung
blockiert. Somit kann durch bloßes
Zurückdrücken der
Verschlussstange von innen keine Öffnung des Tores bewirkt werden.
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Das
Getriebe besteht im Wesentlichen aus mehreren Zahnrädern, von
denen zwei direkt neben dem Profilzylinder so platziert sind, dass
sie mit dem Zahnrad, welches sich um die Schließnase herum befindet, zusammenwirken
können.
Oberhalb des Profilzylinders ist ein weiteres Zahnrad vorhanden. Auf
der Achse des zusätzlichen
Zahnrades befindet sich ein weiteres Zahnrad, das mit der Verzahnung der
Verriegelungsstange bzw. der Verriegelungsstangen zusammenwirkt.
Im Normalzustand ist über
die gemeinsame Achse das Abtriebsrad mit der Zahnstange und damit
mit dem Getriebe gekuppelt. Bei einer Betätigung des Schließzylinders
durch einen Schlüssel
wird somit die Drehbewegung des Schlüssels direkt auf die Verriegelungsstange/n übertragen, was
auf Grund der Übersetzung
des Getriebes einen großen
Hub der Verriegelungsstange/n bewirkt.
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Die
Zahnräder
des Getriebes weisen dabei vorzugsweise eine Evolventenverzahnung
auf.
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In
der ausgeschlossenen Stellung der Verschlussstange greift die Blockiervorrichtung
in eine Ausnehmung der Verschlussstange ein. Soll eine kontrollierte
Rückschließung der
Verschlussstange bewirkt werden, so muss zuerst die Blockierung
aufgehoben werden. Die Blockiervorrichtung wird vorzugsweise von
einem Federelement gebildet, dessen freies Ende eine Sperrnase aufweist,
die in die Ausnehmung innerhalb der Verriegelungsstange eingreift.
Das Federelement ist so gestaltet, dass es im Bereich der Achse
des Abtriebsrades vorzugsweise eine Verschwenkung aufweist und somit
mit der Achse oder Teilen der Achse in Berührung kommt. Wird nun der Profilzylinder
von außen
betätigt,
so wird zuerst durch eine auf der Achse befindliche Nocke ein Anheben
der Feder bewirkt, was eine Aufhebung der Blockierung bedeutet.
Danach gleitet die Sperrnase auf der Verriegelungsstange entlang
und fällt
erst dann wieder in eine zweite Vertiefung, die eine Einlaufschräge und Auslaufschräge aufweist,
hinein; dieses ist dann die Entriegelungsstellung.
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Bei
einer Handbetätigung
von der Innenseite des Tores oder dergleichen muss ein Kuppelelement betätigt werden,
welches nämlich
das Getriebe von dem Abtriebsrad abkuppelt. So ist es durch einfache Art
und Weise möglich,
dass die Handbetätigung
direkt mit dem Abtriebsrad, dessen Zähne mit der Verzahnung der
Verriegelungsstange zusammenwirken, verbunden wird. Durch ein leichtes
Drehen kann somit von innen die Verriegelung aufgehoben bzw. auch das
Tor verriegelt werden ohne Betätigung
des Profilzylinders. Das Aufheben der Blockierung der Blockiervorrichtung
geschieht dabei gleichzeitig mit der Drehung des Handrades.
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Die
vor beschriebenen Teile oder Vorrichtungen sind an einer Anbauvorrichtung
montiert, so dass diese direkt in das Torblatt bzw. auch auf das
Torblatt montiert werden können.
Von der Außenseite
ist eine kreisrunde Ausnehmung zu fertigen, in die eine Rosette
für den
Profilzylinder eingesetzt wird. Die Rosette schließt dabei
quasi bündig
mit der Oberfläche des
Tores oder dergleichen ab. Das Getriebe und insbesondere auch der
Profilzylinder sitzen innerhalb eines Montageblockes, der an der
Anbauvorrichtung angeschraubt ist. An dem Montageblock befinden sich
gleichzeitig seitliche Führungen
für das
Führen der
Verriegelungsstange/n. Der Montageblock wird vorzugsweise durch
mehrere Schraubverbindungen mit der Anbauvorrichtung verbunden,
wobei jedoch die Schraubverbindungen nur dann zugänglich sind, wenn
eine Verriegelung des Tores oder dergleichen stattgefunden hat.
Dieses ist ein Sicherheitsmerkmal, das zum Ausdruck bringt, dass
eine Manipulation im geöffneten
Zustand an dem Montageblock bzw. Profilzylinder oder dem Getriebe
nicht möglich
ist.
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Neben
der vor beschriebenen Ausführung mit
einer Verriegelungsstange versteht es sich, dass auch eine zweite
Verriegelungsstange ausgeführt werden
kann. Diese kann insbesondere durch weitere Elemente verlängert werden,
wenn beispielsweise die Sicherheits-Verschlussvorrichtung nicht
mittig sondern einseitig in dem Tor oder dergleichen eingebaut wird.
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Der
Verriegelungszustand der Sicherheits-Verschlussvorrichtung kann
durch ein Sensorelement in Form eines Schalters, der innerhalb eines elektrischen
Alarmstromkreises verschaltet ist, verbunden werden. Somit kann
auch durch eine Anzeige festgestellt werden, ob das Tor oder dergleichen
verriegelt oder nicht verriegelt ist.
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Die
mindestens eine Verriegelungsstange wird beim Verriegeln innerhalb
eines Schließbleches, das
sich am ortsfesten Bereich, d. h. an oder in einer Zarge des Tores
oder dergleichen befindet, eingefahren. Um ein Aushebeln des Tores
zu unterbinden, ist innerhalb des Schließbleches ein Durchbruch, der
so bemessen ist, dass die Verriegelungsstange mit einem Ansatz hindurch
kann. Der Ansatz ist dafür
da, dass eine Aushebelung des Tores nicht stattfinden kann.
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Die
vorliegende Beschreibung zeigt, dass mit der Erfindung eine Sicherheits-Verschlussvorrichtung
geschaffen worden ist, die sehr kompakt und klein aufgebaut worden
ist. Darüber
hinaus besteht eine Modularität
darin, dass der gleiche Aufbau auch dann verwendet werden kann,
wenn beispielsweise auf die Handverriegelung von innen verzichtet
wird. Ebenso ist durch die Ausbildung des Getriebes auch bei einer
eintourigen Bewegung der Schließnase
ein sehr großer
Hub der Verriegelungsstange möglich.
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Darüber hinaus
bietet die vorliegende Sicherheits-Verriegelungsvor richtung auch
einen sicheren Einbruchschutz, der nicht nur ein Aushebeln des Tores
unterbindet sondern auch eine Entfernung des Profilzylinders zumindest
unmöglich
macht, da die Befestigung seiner Rosette von der Innenseite über den
Montageblock geschieht.
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Die
Erfindung wird nachfolgend anhand zweier möglicher schematisch dargestellter
Ausführungsbeispiele
in den Zeichnungen näher
erläutert.
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Es
zeigt:
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1 Eine
perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Sicherheits-Verschlussvorrichtung
mit seitlich angeordnetem Schließblech in der Offenstellung,
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2 wie 1,
jedoch in der Verschlussstellung,
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3 wie 2,
jedoch in einer Draufsicht,
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4 eine
Ausführung
einer Sicherheits-Verschlussvorrichtung mit nur einer Verschlussstange,
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5 eine
perspektivische Detaildarstellung unter Weglassung der Verschlussstangen
und des Handrades,
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6 wie 5,
jedoch unter Fortlassung eines Montageblockes,
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7 wie 6 in
einer Draufsicht auf eine erste Ausführungsform eines Getriebes
in seiner Null-Stellung,
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8 wie 7,
jedoch bei verdrehtem Profilzylinder von ca. 135° nach rechts,
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9 wie 8,
jedoch mit einer Verdrehung des Profilzylinders um 180°,
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10 wie 8,
jedoch mit der Blockiervorrichtung,
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11 wie 9,
jedoch in einer perspektivischen Darstellung,
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12 eine
Darstellung einer zweiten Ausführungsform
eines Getriebes mit Profilzylinder.
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In
der nachfolgenden Beschreibung sind alle nicht erfindungswesentlichen
Teile fortgelassen worden, so insbesondere ein Tor oder dergleichen
sowie eine umfassende Zarge für
das Tor.
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In
der 1 wird in einer perspektivischen Darstellung eine
Verschlussvorrichtung 1 wiedergegeben. Rechts neben der
Verschlussvorrichtung 1 befindet sich ein Schließblech 2 mit
einem Durchbruch 18, wobei das Schließblech 2 über eine
verstellbare Verschraubung 11 mit einer Befestigung 3 verbunden
ist. Die Befestigung 3 wird an einer nicht dargestellten
Zarge oder einem Mauerwerk eines Gebäudes befestigt.
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Die
Verschlussvorrichtung 1 ist auf einer Anbauvorrichtung 5,
die mittels Befestigungsschrauben 15 in oder an einem Tor
oder dergleichen befestigt wird, wiedergegeben. Dabei wird ein Profilzylinder 12 mittels
einer Rosette 4, die in dem nicht dargestellten Tor oder
dergleichen eingelassen wird, von außerhalb des Tores zugänglich.
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Auf
der Innenseite des Tores oder dergleichen ist eine Handbetätigung 10 vorhanden,
um auch von innen das Tor oder dergleichen zu öffnen und zu verriegeln. Die
Funktion der Handbetätigung
wird nachfolgend noch beschrieben.
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Ausweislich
der 1 sind bei der Verschlussvorrichtung 1 zwei gegenläufig betätigbare Verriegelungsstangen 6 und 7 vorhanden.
Es sei angemerkt, dass die Verschlussvorrichtung 1 auch
nur mit einer Verriegelungsstange 6 ausgerüstet werden kann.
Bei größeren Öffnungsweiten
von Toren oder dergleichen können
die Verriegelungsstangen 6,7 an ihren Enden entsprechend
verlängert
werden. Die Verriegelungsstangen 6,7 sind in seitlich
an der Anbauvorrichtung 5 befindlichen Seitenteilen 23 jeweils innerhalb
eines Durchtrittes 14 geführt. Die Seitenteile 23 sind
gegenüber
der Anbauvorrichtung 5 verstellbar.
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Zur
Abfrage der Stellung der Verriegelungsstangen 6,7 ist
ein Sensor 13 vorhanden, der elektrisch mit einer Anzeige
oder einer Alarmanlage oder dergleichen verbunden werden kann.
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Die 2 zeigt
entgegen der 1 die Verriegelungsstangen 6 und 7 in
ihrer Verriegelungsstellung. Dabei greift ein freies Ende der Verriegelungsstange 6 in
das Schließblech 2 ein.
Um ein Heraushebeln bzw. Herausdrücken des Tores in der verriegelten
Stellung zu unterbinden, befindet sich am Ende der Verriegelungsstange 6 beispielsweise
ein Sperrelement 19 in Form eines Vorsprunges.
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In
dieser Verriegelungsstellung greift auch eine Sperrnase 21 einer
Blockiervorrichtung 20 in einen Rücksprung 17, der sich
als Vertiefung in der Verriegelungsstange 6 befindet, ein.
Durch die Blockiervorrichtung 20 wird sicher gestellt,
dass durch unbeabsichtigtes oder beabsichtigtes Hineinschieben der
Verriegelungsstangen 6, 7 in die Verschlussvorrichtung 1 ein Öffnen der
Tür möglich ist.
Dieses unterbleibt nämlich
dadurch, dass die Sperrnase 21 in dem eckig ausgeführten Rücksprung 17 eingebettet
ist.
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Durch
das Verschieben der Verriegelungsstange 6 wird auch eine
Schaltfeder 22 eines Sensorelementes 13 frei,
das anzeigt, dass die Verriegelungsstange 6, ob sich in
ihrer Verriegelungsposition befindet oder nicht.
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Die
gleiche Position der Verschlussvorrichtung 1 wird in einer
Draufsicht durch die 3 gezeigt. Die Blockiervorrichtung 20 mit
ihrem Ende, nämlich
der Sperrnase 21, liegt in dem Rücksprung 17. In der
Entriegelungsstellung würde
die Sperrnase 21 in einer mit einer Anlaufschräge versehenen
Vertiefung mit Anschlag 37 innerhalb der Verriegelungsstange 6 zum
Eingriff kommen.
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Der
Profilzylinder 12 durchdringt einen Montageblock 26,
dessen Befestigung 27 nur über eine Ausnehmung 25,
die sich innerhalb der Verriegelungsstange 6 befindet,
im verriegelten Zustand zugänglich
ist. Der Profilzylinder 12 wird innerhalb des Montageblockes 26 über eine übliche Schraubverbindung 43 befestigt.
Auch diese Schraubverbindung 43 ist nur von der Innenseite
des Tores oder dergleichen zugänglich.
Zur Führung
der Verriegelungsstangen 6, 7 sind an dem Montageblock 26 Führungen 16 vorhanden.
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Eine
Ausführung
der erfindungsgemäßen Verschlussvorrichtung 1,
in einer nicht verriegelten Stellung mit nur einer Verriegelungsstange 6,
wird in der 4 wiedergegeben.
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Um
das betriebliche Verhalten der Verschlussvorrichtung 1 besser
wiedergeben zu können, wird
in den nachfolgenden Figuren jeweils ein Teil der vor beschriebenen
Teile weggelassen.
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In
der 5 ist keine der beiden Verriegelungsstangen 6 und 7 mehr
vorhanden, ebenso ist das Handrad der Handbetätigung 10 abgenommen worden.
Die 5 macht sehr deutlich, dass es sich hierbei um
ein sehr kompaktes Bauteil der Verschlussvorrichtung 1 handelt,
wobei insbesondere zur betrieblichen Übertragung der Verschiebebewegung
der Verriegelungsstangen 6 und 7 ein Getriebe verwendet
wird.
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Eine
erste Ausführungsform
eines Getriebes macht insbesondere die 6 deutlich,
bei der gegenüber
der 5 der Montageblock 26 entfernt wurde.
Um den Profilzylinder 12 mit seiner Schließnase 33 legt
sich ein Zahnrad 31, das im Bereich der Schließnase 33 keine
Zähne aufweist.
Mit diesem Zahnrad 31 stehen jedoch weitere Zahnräder, nämlich die
Zahnräder 28 und 30 direkt
und indirekt das Zahnrad 29, in getrieblicher Verbindung.
Dieses ist insbesondere der 7 zu entnehmen,
bei der der Profilzylinder 12 in seiner Ausgangsstellung
steht. Wird nun der Profilzylinder 12 verdreht, wie es
in der 8 zum Ausdruck kommt, beispielsweise um ca. 130°, so kommt
die Schließnase 33 irgendwann
in den Wälzkreis
des Zahnrades 28, was eine Blockade zur Folge hätte. Um
dieses zu vermeiden, befindet sich in dem Zahnrad 28 ein
Zahnbereich 35, der so gestaltet ist, dass die Schließnase 33 auf
ihrer Kreisbahn diesen Bereich des Zahnrades 28 ohne Probleme
durchfahren kann. Gleichzeitig bleibt das Zahnrad 28 mit
dem Zahnrad 29 jedoch im Eingriff, wogegen das Zahnrad 29 mit
dem Zahnrad 30 und dieses mit dem Zahnrad 31 auch
im Eingriff steht. Auch das Zahnrad 30 hat einen zurückgesetzten
Zahnbereich 35, der jedoch mit einem vorgezogenen Zahnbereich 36 des
Zahnrades 29 zusammenwirkt. Durch die enge Anordnung der
Zahnräder 31, 28, 29 und 30 wird
deutlich, dass stets durch das Drehen des Profilzylinders 12 die
Zahnräder 28, 29, 30, 31 alle
untereinander im Eingriff bleiben. Dieses zeigt auch die 9,
bei der die Schließnase 33 um
180° gegenüber der
Ausgangsstellung verdreht worden ist.
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In
der 10 ist noch einmal die betriebliche Verbindung
zwischen den Zahnrädern 31, 28, 29 und 30 dargestellt,
wobei gleichzeitig jedoch die Blockiervorrichtung 20 mit
eingezeichnet worden ist. Durch das Verdrehen des Profilzylinders 12 wird
gleich zu Anfang der Drehbewegung die Blockiervorrichtung 20 durch
eine nicht dargestellte Nocke, die sich in dem Achsenbereich der
Zahnräder 29 und
des Abtriebsrades 41 befindet, dargestellt. Zur besseren Verdeutlichung
der getrieblichen Zusammen hänge der
Zahnräder 31, 28, 29 und 30 wird
auf die 11 verwiesen.
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Bei
einer Betätigung
der Verschlussvorrichtung 1 über die Handbetätigung 10 wird
eine Kupplung aktiviert, die ein Entkuppeln des Getriebes von dem
Abtriebsrad 41 vornimmt. Hierfür ist auf der Achse des Abtriebsrades 41 neben
der nicht dargestellten Nocke für
die Betätigung
der Blockiervorrichtung 20 vorzugsweise am Ende ein Kupplungsstift 28 vorhanden.
Durch das Hineindrücken
des Handrades in die Verschlussvorrichtung 1 wird auf Grund
einer Feder 32 der Kupplungsstift 38 durch eine
Kulisse 39, die sich in dem Zahnrad 29 befindet,
hindurchgedrückt
und somit quasi ein Freilauf des Getriebes erreicht, wobei jedoch
gleichzeitig mit der Drehbewegung der Handbetätigung 10 eine translatorische
Bewegung des oder der Verriegelungsstangen 6 und 7 bewirkt
werden. Wird die Handbetätigung 10 wieder losgelassen,
so wird auf Grund der Federkraft der Feder 32 wieder eine
Ankupplung des Getriebes an das Abtriebsrad 41 über den
Kupplungsstift 38 automatisch vorgenommen.
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Die 12 zeigt
eine zweite Ausführungsform
eines Getriebes der vorbeschriebenen Art. Das Getriebe der ersten
Ausführungsform
baute sehr flach in der Höhe
wobei das Getriebe der zweiten Ausführungsform sehr schmal in der
Breite konstruiert ist. Hierbei sind die Zahnräder 28,30 in
der Höhe größer als
im Durchmesser und haben einen Abschnitt 42 der es gestattet
die Schließnase 33 durch den
Bereich der Zahnräder 28, 30 hindurch
zu drehen wobei die gesamte getriebliche Verbindung der Zahnräder 31, 28, 29, 30 erhalten
bleibt. Ansonsten ist der andere Aufbau der Verschlussvorrichtung gleichartig
ausgeführt.
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Die
gesamte Sicherheits-Verschlussvorrichtung 1 kann bei entsprechender
Dicke des Torblattes oder dergleichen verdeckt eingebaut werden
wobei jedoch auch eine Ausführung
direkt auf dem Torblatt oder dergleichen montiert werden kann. In
einem solchen Fall ist die Verschlussvorrichtung 1 mit
einem separaten Gehäuse
versehen. So könne
je nach Anwen dungsfall eine schmale oder eine höhere Ausführungsform der beiden Getriebevarianten
gewählt werden.
Bei dieser Betrachtung bezieht die Erfindung auch alle Äquivalente
und Varianten mit ein. Auch ist es möglich eine solche Verschlussvorrichtung 1 durch
eine entsprechende Vorrichtung zu automatisieren beispielsweise
mit Funk und einer elektromotorischen Antriebseinheit. Eine solche
elektromotorische Antriebseinheit kann z.B. direkt oder indirekt
an dem Getriebe angreifen oder auch über eine automatisierte Kupplung
mit der oder den Verriegelungsstange/n 6,7 verbunden
werden. Bei einer solchen Automation bleiben natürlich die vorbeschriebenen
Funktionen, nämlich
die Betätigung über einen
Schlüssel von
außen
und die Handbetätigung
von innen erhalten.
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- 1
- Verschlussvorrichtung
- 2
- Schließblech
- 3
- Befestigung
- 4
- Rosette
- 5
- Anbauvorrichtung
- 6
- Verriegelungsstange
- 7
- Verriegelungsstange
- 8
- Verzahnung
- 9
- Verzahnung
- 10
- Handbetätigung
- 11
- Verstellung
- 12
- Profilzylinder
- 13
- Sensor
- 14
- Durchtritt
- 15
- Befestigungsschrauben
- 16
- Führung
- 17
- Rücksprung
- 18
- Durchbruch
- 19
- Sperrelement
- 20
- Blockiervorrichtung
- 21
- Sperrnase
- 22
- Schaltfeder
- 23
- Seitenteil
- 24
- Anschluss
- 25
- Ausnehmung
- 26
- Montageblock
- 27
- Befestigungsschrauben
- 28
- Zahnrad
- 29
- Zahnrad
- 30
- Zahnrad
- 31
- Zahnrad
- 32
- Feder
- 33
- Schließnase
- 34
- Gewindebohrung
- 35
- Zahnbereich
- 36
- Zahnbereich
- 37
- Anschlag
- 38
- Kupplungsstift
- 39
- Kulisse
- 40
- Ausnehmung
- 41
- Abtriebsrad
- 42
- Abschnitt
- 43
- Schraubverbindung