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Die
Erfindung betrifft einen Hauptbremszylinder für eine hydraulische Fahrzeugbremsanlage
mit einem Gehäuse,
in dem eine erste Druckkammer und eine zweite Druckkammer angeordnet
sind, einem ersten Kolben, der mit der ersten Druckkammer zusammenwirkt,
um in ihr befindliches Hydraulikfluid unter Druck zu setzen, und
einem zweiten Kolben, der mit der zweiten Druckkammer zusammenwirkt, um
in ihr befindliches Hydraulikfluid unter Druck zu setzen, wobei
der erste Kolben axial verschiebbar in einer in dem zweiten Kolben
ausgebildeten ersten Ausnehmung geführt ist.
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Ein
Hauptbremszylinder, der dazu dient, in mit dem Hauptbremszylinder
verbundenen Bremskreisen einer hydraulischen Fahrzeugbremsanlage einen
Hydraulikdruck zur Betätigung
von an die Bremskreise angeschlossenen Radbremsen zu erzeugen, ist
aus der
DE 101 20
913 A1 bekannt. Der in diesem Dokument beschriebene Hauptbremszylinder
weist ein Gehäuse
mit einer darin ausgebildeten Längsbohrung
auf, in der ein erster und ein zweiter Kolben abdichtend und axial
verschiebbar geführt sind.
Der erste Kolben ist dazu vorgesehen, bei einer Betätigung des
Hauptbremszylinders Hydraulikfluid unter Druck aus einer in der
Längsbohrung
zwischen dem ersten und dem zweiten Kolben ausgebildeten ersten
Druckkammer in einen mit der ersten Druckkammer verbundenen Bremskreis
einer hydraulischen Fahrzeugbremsanlage zu fördern. In ähnlicher Weise ist der zweite
Kolben dazu vorgesehen, bei einer Betätigung des Hauptbremszylinders
Hydraulikfluid unter Druck aus einer zweiten Druckkammer in einen
zweiten Bremskreis der hydraulischen Fahrzeugbremsanlage zu fördern. Die
zweite Druckkammer ist in der Bohrung zwischen dem zweiten Kolben und
einer Stirnwand ausgebildet, die ein von einer Eingangsseite des
Hauptbremszylinders abgewandtes Ende der Bohrung verschließt.
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Herkömmliche,
aus dem Stand der Technik bekannte Hauptbremszylinder mit zwei hintereinander
abdichtend und axial verschiebbar in einer in einem Hauptbremszylindergehäuse ausgebildeten Bohrung
geführten
Kolben weisen den Nachteil auf, dass sie insbesondere entlang einer
Längsachse
des Hauptbremszylindergehäuses
ein verhältnismäßig großes Bauvolumen
aufweisen. Diese Hauptbremszylinder, denen zur Verstärkung der
von einem Fahrer über
ein Bremspedal eingeleiteten Betäti gungskräfte darüber hinaus üblicherweise
ein Bremskraftverstärker
vorgeschaltet ist, beanspruchen daher einen verhältnismäßig großen Einbauraum.
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Die
US 3,800,539 beschreibt
einen Tandem-Hauptbremszylinder mit einem Hauptbremszylindergehäuse, in
dem eine sich in Richtung einer Gehäuselängsachse erstreckende Bohrung
ausgebildet ist. In der Bohrung sind ein erster und ein zweiter
Kolben axial verschiebbar geführt,
wobei ein Ende des ersten Kolbens teleskopisch in eine in dem zweiten Kolben
ausgebildete Ausnehmung ragt. Eine erste Druckkammer erstreckt sich
zwischen einem Außenumfang
des ersten Kolbens und einer Innenwand der in dem Hauptbremszylindergehäuse ausgebildeten Bohrung.
Am Außenumfang
des ersten Kolbens ausgebildete Nuten verbinden die erste Druckkammer mit
einem Hohlraum, der von der in dem zweiten Kolben ausgebildeten
Ausnehmung sowie einer in dem Ende des ersten Kolbens ausgebildeten
Ausnehmung begrenzt wird.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Hauptbremszylinder bereitzustellen,
der insbesondere entlang einer Längsachse
eines Hauptbremszylindergehäuses
ein verringertes Bauvolumen aufweist.
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Zur
Lösung
dieser Aufgabe ist bei einem erfindungsgemäßen Hauptbremszylinder für eine hydraulische
Fahrzeugbremsanlage mit einem Gehäuse, einem mit einer ersten
Druckkammer zusammenwirkenden ersten Kolben und einem mit einer
zweiten Druckkammer zusammenwirkenden zweiten Kolben der erste Kolben
axial, d.h. entlang einer Längsachse des
Hauptbremszylindergehäuses,
verschiebbar in dem zweiten Kolben geführt. Die erste Druckkammer ist
vorzugsweise zumindest teilweise in dem zweiten Kolben angeordnet.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung
des Hauptbremszylinders mit einem axial verschiebbar in dem zweiten
Kolben geführten ersten
Kolben kann das Bauvolumen des Hauptbremszylinders entlang einer
Längsachse
des Hauptbremszylindergehäuses
in vorteilhafter Weise verringert werden. Der erfindungsgemäße Hauptbremszylinder
ist daher besonders gut für
den Einsatz in modernen Kraftfahrzeugen geeignet, bei denen im Motorraum
nur ein begrenzter Einbauraum zur Verfügung steht.
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Bei
dem erfindungsgemäßen Hauptbremszylinder
ist der erste Kolben axial verschiebbar in einer in dem zweiten
Kolben ausgebildeten ersten Ausnehmung geführt. Mit anderen Worten, die
in dem zweiten Kolben ausgebildete erste Ausnehmung bildet eine
Art Teleskopführung
für den
ersten Kolben. Bei einer Betätigung
des Hauptbremszylinders wird der erste Kolben teleskopisch in Betätigungsrichtung in
der in dem zweiten Kolben ausgebildeten ersten Ausnehmung relativ
zu dem zweiten Kolben verschoben, bis sich in der ersten Druckkammer
ein Hydraulikdruck aufgebaut hat, der auch eine Verschiebung des
zweiten Kolbens in Betätigungsrichtung
bewirkt. In ähnlicher
Weise wird der erste Kolben bei einer Beendigung einer Betätigung des
Hauptbremszylinders teleskopisch in Betätigungsgegenrichtung in der
in dem zweiten Kolben ausgebildeten ersten Ausnehmung relativ zu
dem zweiten Kolben verschoben, bis ein Abbau des Hydraulikdrucks
in der ersten Druckkammer auch eine Verschiebung des zweiten Kolbens
in Betätigungsgegenrichtung
bewirkt. Bei einem derart ausgestalteten Hauptbremszylinder ist
eine sichere Führung
des ersten Kolbens in dem zweiten Kolben gewährleistet. Gleichzeitig ist
der Hauptbremszylinder verhältnismäßig einfach
aufgebaut und somit kostengünstig
herstell- und montierbar.
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Die
erste Druckkammer wird nur durch die in dem zweiten Kolben ausgebildete
erste Ausnehmung und den ersten Kolben begrenzt. Dabei kann die
erste Druckkammer beispielsweise von einer von einer Eingangsseite
des Hauptbremszylinders abgewandten Stirnfläche des ersten Kolbens begrenzt werden.
Vorzugsweise ist an dem von der Eingangsseite des Hauptbremszylinders
abgewandten Ende des ersten Kolbens jedoch eine Ausnehmung in dem ersten
Kolben ausgebildet, so dass die erste Druckkammer durch die in dem
zweiten Kolben ausgebildete erste Ausnehmung und die in dem ersten
Kolben ausgebildete Ausnehmung begrenzt wird. Auf diese Art und
Weise wird ein für
eine ordnungsgemäße Funktion
des erfindungsgemäßen Hauptbremszylinders
erforderliches Volumen der ersten Druckkammer und gleichzeitig eine
besonders kompakte Bauform des Hauptbremszylinders realisiert.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Hauptbremszylinders
wird der erste Kolben durch die Kraft einer ersten Rückstellfeder
in seine Ruhestellung bei unbetätigtem
Hauptbremszylinder vorgespannt. Ein erstes Ende der ersten Rückstellfeder
stützt
sich beispielsweise an einer von der Eingangsseite des Hauptbremszylinders
abgewandten Stirnfläche
des ersten Kolbens, vorzugsweise jedoch an einer von der Eingangsseite
des Hauptbremszylinders abgewandten Stirnfläche der in dem ersten Kolben
ausgebildeten Ausnehmung ab. Ein zweites Ende der Rückstellfeder
stützt
sich beispielsweise an einer der Eingangsseite des Hauptbremszylinders
zugewandten Stirnfläche
der in dem zweiten Kolben ausgebildeten ersten Ausnehmung ab.
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In
dem Gehäuse
des erfindungsgemäßen Hauptbremszylinders
ist vorzugsweise eine Bohrung ausgebildet, die sich entlang einer
Längsachse
des Gehäuses
erstreckt. In dieser in dem Hauptbremszylindergehäuse ausgebildeten
Bohrung kann der zweite Kolben abdichtend und axial verschiebbar
geführt
sein. Bei einer Betätigung
des Hauptbremszylinders wird der zweite Kolben infolge des Druckanstiegs
in der ersten Druckkammer in Betätigungsrichtung
in der in dem Hauptbremszylindergehäuse ausgebildeten Bohrung verschoben,
wodurch sich auch in der zweiten Druckkammer ein Hydraulikdruck
aufbaut. In ähnlicher
Weise wird der zweite Kolben bei einer Beendigung einer Betätigung des
Hauptbremszylinders infolge des Druckabbaus in der ersten Druckkammer
in Betätigungsgegenrichtung
in der in dem Hauptbremszylindergehäuse ausgebildeten Bohrung verschoben,
so dass es auch in der zweiten Druckkammer zu einem Abbau des Hydraulikdrucks kommt.
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Zur
Abdichtung des Außenumfangs
des zweiten Kolbens gegenüber
einem Innenumfang der in dem Hauptbremszylindergehäuse ausgebildeten Bohrung
ist bei einer bevorzugten Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Hauptbremszylinders
mindestens ein erstes Dichtelement vorgesehen. Das mindestens eine
Dichtelement kann beispielsweise ringförmig ausgebildet und in einer
am Außenumfang des
zweiten Kolbens vorgesehenen Nut angeordnet sein. Je nach Bedarf
können
auch mehrere über
den Außenumfang
des zweiten Kolbens verteilt angeordnete erste Dichtelemente vorhanden
sein.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Hauptbremszylinders
ist die erste Druckkammer in einer Ruhestellung des ersten Kolbens
fluidleitend mit einem Hydraulikfluidreservoir verbunden, so dass
Hydraulikfluid aus dem Reservoir in die erste Druckkammer nachströmen kann. Zur
Herstellung der fluidleitenden Verbindung zwischen dem Hydraulikfluidreservoir
und der zweiten Druckkammer kann in dem ersten Kolben eine erste Verbindungsbohrung
ausgebildet sein. Die erste Verbindungsbohrung kann beispielsweise
im Bereich der in dem ersten Kolben ausgebildeten Ausnehmung vorgesehen
sein und sich in radialer Richtung durch die Kolbenwand erstrecken.
Vorzugsweise ist die erste Verbindungsbohrung fluidleitend mit einer am
Außenumfang
des ersten Kolbens vorgesehenen Nut verbunden. Diese, beispielsweise
in Form einer Ringnut ausgebildete Nut kann ihrerseits fluidleitend mit
einer am Außenumfang
des zweiten Kolbens ausgebildeten ersten Aussparung und/oder einer
in dem Hauptbremszylindergehäuse
ausgebildeten ersten Nachlaufbohrung verbunden sein.
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Vorzugsweise
ist ein zweites Dichtelement vorgesehen, das den zweiten Kolben
bei einer Verschiebung des ersten Kolbens gegenüber dem ersten Kolben abdichtet.
Das zweite Dichtelement kann beispielsweise einen Innenumfang der
in dem zweiten Kolben ausgebildeten ersten Ausnehmung bei einer
Verschiebung des ersten Kolbens zur Unterbrechung der in der Ruhestellung
des ersten Kolbens bestehenden fluidleitenden Verbindung zwischen
der ersten Druckkammer und dem Hydraulikfluidreservoir gegenüber einem
Außenumfang
des ersten Kolbens abdichten. Das zweite Dichtelement ist beispielsweise
in einer Nut angeordnet, die am Innenumfang der in dem zweiten Kolben
ausgebildeten ersten Ausnehmung vorgesehen ist.
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Wenn
sich der erste und der zweite Kolben bei unbetätigtem Hauptbremszylinder in
ihrer Ruhestellung befinden, ist das beispielsweise ringförmig ausgebildete
zweite Dichtelement vorzugsweise konzentrisch zu der am Außenumfang
des ersten Kolbens vorgesehenen Nut positioniert, so dass eine fluidleitende
Verbindung zwischen der in dem ersten Kolben ausgebildeten erste
Verbindungsbohrung und dem Hydraulikfluidreservoir besteht. Bei
einer Betätigung
des Hauptbremszylinders, d.h. bei einer mit der Betätigung des
Hauptbremszylinders verbundenen Verschiebung des ersten Kolbens
in Betätigungsrichtung
in der in dem zweiten Kolben ausgebildeten ersten Aus nehmung wirkt
das zweite Dichtelement dagegen mit dem Außenumfang des ersten Kolbens
zusammen, so dass die fluidleitende Verbindung zwischen der in dem
ersten Kolben ausgebildeten ersten Verbindungsbohrung und dem Hydraulikfluidreservoir
unterbrochen wird. Dadurch kann sich bei einer Betätigung des
Hauptbremszylinders infolge der damit verbundenen Verschiebung des
ersten Kolbens in Betätigungsrichtung
in der ersten Druckkammer ein Hydraulikdruck aufbauen.
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Zur
Herstellung einer fluidleitenden Verbindung zwischen der ersten
Druckkammer und einem ersten Bremskreis der hydraulischen Fahrzeugbremsanlage
ist in dem zweiten Kolben vorzugsweise eine zweite Verbindungsbohrung
ausgebildet. Die zweite Verbindungsbohrung kann sich beispielsweise
im Bereich der in dem zweiten Kolben ausgebildeten ersten Ausnehmung
in im Wesentlichen radialer Richtung oder in einem Winkel zur Längsachse
des Hauptbremszylindergehäuses
durch die Kolbenwand erstrecken. Die zweite Verbindungsbohrung ist
vorzugsweise mit einer am Außenumfang
des zweiten Kolbens ausgebildeten zweiten Aussparung und/oder einer
in dem Hauptbremszylindergehäuse ausgebildeten
ersten Druckausgangsbohrung verbunden. Wenn bei einer Betätigung des
Hauptbremszylinders und einer daraus resultierenden Verschiebung
des ersten Kolbens in Betätigungsrichtung
in der ersten Druckkammer ein Hydraulikdruck aufgebaut wird, wird
dieser Druck über
die zweite Verbindungsbohrung, die am Außenumfang des zweiten Kolbens
ausgebildete zweite Aussparung und/oder die erste Druckausgangsbohrung
auf den ersten Bremskreis der hydraulischen Fahrzeugbremsanlage übertragen.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Hauptbremszylinders
wird die zweite Druckkammer durch den zweiten Kolben sowie einen
an dem Hauptbremszylindergehäuse
ausgebildeten Gehäusefortsatz
begrenzt. Der Gehäusefortsatz
erstreckt sich vorzugsweise von einem von der Eingangsseite des
Hauptbremszylinders abgewandten Ende der in dem Hauptbremszylindergehäuse ausgebildeten
Längsbohrung
in die Bohrung hinein. An dem von der Eingangsseite des Hauptbremszylinders
abgewandten Ende des zweiten Kolbens kann in dem zweiten Kolben
eine zweite Ausnehmung ausgebildet sein. Darüber hinaus kann der Gehäusefortsatz
hohlzylindrisch ausgebildet sein, d.h. an seinem der Eingangsseite
des Hauptbremszylinders zugewandten Ende eine Ausnehmung aufweisen.
Die zweite Druckkammer wird dann vorzugsweise durch die in dem zweiten
Kolben ausgebildete zweite Ausnehmung sowie die in dem Gehäusefortsatz
ausgebildete Ausnehmung begrenzt. Durch die Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Hauptbremszylinders
mit einem mit einer zweiten Ausnehmung versehenen zweiten Kolben
und einem hohlzylindrischen Gehäusefortsatz
kann ein für
eine ordnungsgemäße Funktion
des erfin dungsgemäßen Hauptbremszylinders
erforderliches Volumen der zweiten Druckkammer realisiert und gleichzeitig
das Bauvolumen, d.h. die Baulänge
des Hauptbremszylinders weiter verringert werden.
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Vorzugsweise
wird der zweite Kolben durch die Kraft einer zweiten Rückstellfeder
in seine Ruhestellung bei unbetätigtem
Hauptbremszylinder vorgespannt. Ein erstes Ende der zweiten Rückstellfeder kann
sich an einer von der Eingangsseite des Hauptbremszylinders abgewandten
Stirnfläche
des zweiten Kolbens abstützen.
Vorzugsweise stützt
sich das erste Ende der zweiten Rückstellfeder jedoch an einer
von der Eingangsseite des Hauptbremszylinders abgewandten Stirnfläche der
in dem zweiten Kolben ausgebildeten zweiten Ausnehmung ab. Das zweite Ende
der zweiten Rückstellfeder
stützt
sich dagegen vorzugsweise an einer der Eingangsseite des Hauptbremszylinders
zugewandten Stirnfläche
des Gehäusefortsatzes
oder einer der Eingangsseite des Hauptbremszylinders zugewandten
Stirnfläche
der in dem Gehäusefortsatz
ausgebildeten Ausnehmung ab.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Hauptbremszylinders
ist die zweite Druckkammer in einer Ruhestellung des zweiten Kolbens
fluidleitend mit einem Hydraulikfluidreservoir verbunden, so dass
Hydraulikfluid aus dem Reservoir in die zweite Druckkammer nachströmen kann.
Zur Herstellung der fluidleitenden Verbindung zwischen dem Hydraulikfluidreservoir
und der zweiten Druckkammer kann zwischen einem Innenumfang der
in dem zweiten Kolben ausgebildeten zweiten Ausnehmung und einem
Außenumfang
des Gehäusefortsatzes
in der Ruhestellung des zweiten Kolbens ein Fluiddurchlass vorhanden
sein. Dieser Fluiddurchlass ist in der Ruhestellung des zweiten
Kolbens vorzugsweise mit einem Ringraum, der zwischen dem Außenumfang
des Gehäusefortsatzes und
einem Innenumfang der in dem Hauptbremszylindergehäuse ausgebildeten
Bohrung gebildet ist und/oder einer in dem Hauptbremszylindergehäuse ausgebildeten
zweiten Nachlaufbohrung verbunden.
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Vorzugsweise
ist ein drittes, beispielsweise ringförmig ausgebildetes Dichtelement
vorgesehen, das den Innenumfang der in dem zweiten Kolben ausgebildeten
zweiten Ausnehmung bei einer Verschiebung des zweiten Kolbens gegenüber einem Außenumfang
des Gehäusefortsatzes
abdichtet. Das dritte Dichtelement sorgt somit bei einer Verschiebung
des zweiten Kolbens durch das Zusammenwirken mit dem Außenumfang
des Gehäusefortsatzes für eine Unterbrechung
der fluidleitenden Verbindung zwischen der zweiten Druckkammer und
dem Hydraulikfluidreservoir. Dadurch kann sich bei einer Betätigung des
Hauptbremszylinders infolge der damit verbunde nen Verschiebung des
zweiten Kolbens in Betätigungsrichtung
in der zweiten Druckkammer ein Hydraulikdruck aufbauen.
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Das
dritte Dichtelement kann beispielsweise in einer Nut angeordnet
sein, die am Innenumfang der in dem zweiten Kolben ausgebildeten
zweiten Ausnehmung vorgesehen ist. Alternativ dazu ist es auch denkbar,
das dritte Dichtelement in einer am Außenumfang des Gehäusefortsatzes
ausgebildeten Nut festzulegen. Bei einer bevorzugten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Hauptbremszylinders ist
das dritte Dichtelement jedoch an einem Halter befestigt. Der Halter
ist vorzugsweise ringscheibenförmig
ausgebildet und liegt an einer von einer Eingangsseite des Hauptbremszylinders
abgewandten Fläche
eines stufenförmigen
Vorsprungs an, der am Innenumfang der in dem zweiten Kolben ausgebildeten
zweiten Ausnehmung vorgesehen ist.
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Der
ringscheibenförmige
Halter wird vorzugsweise durch ein ringscheibenförmiges Befestigungselement
in seiner Position in Anlage an die von der Eingangsseite des Hauptbremszylinders
abgewandte Fläche
des stufenförmigen
Vorsprungs gehalten, der am Innenumfang der in dem zweiten Kolben
ausgebildeten zweiten Ausnehmung vorgesehen ist. Das ringscheibenförmige Befestigungselement liegt
vorzugsweise an einer von der Eingangsseite des Hauptbremszylinders
abgewandten Fläche
des dritten Dichtelements an und hält das dritte Dichtelement
und den ringscheibenförmigen
Halter somit in ihrer Position in der in dem zweiten Kolben ausgebildeten
zweiten Ausnehmung. Dadurch wird sichergestellt, dass das dritte
Dichtelement bei einer Verschiebung des zweiten Kolbens mit dem
Außenumfang
des Gehäusefortsatzes
zusammenwirken und somit bei einer Betätigung des erfindungsgemäßen Hauptbremszylinders
die fluidleitende Verbindung zwischen der zweiten Druckkammer und
dem Hydraulikfluidreservoir unterbrechen kann.
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Das
ringscheibenförmige
Befestigungselement ist vorzugsweise in einer Nut festgelegt, die
am Innenumfang der in dem zweiten Kolben ausgebildeten zweiten Ausnehmung
vorgesehen ist. Die Baugruppe bestehend aus dem ringscheibenförmigen Halter,
dem dritten Dichtelement und dem ringscheibenförmigen Befestigungselement
ist somit einfach und zeitsparend in ihrer Position in der in dem
zweiten Kolben ausgebildeten zweiten Ausnehmung montierbar. Vorzugsweise
besteht das ringscheibenförmige
Befestigungselement aus einem elastischen Kunststoffmaterial, so
dass es durch Verrasten in seine Position in der Nut am Innenumfang
der in dem zweiten Kolben ausgebildeten zweiten Ausnehmung gebracht
werden kann.
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Zur
Herstellung einer fluidleitenden Verbindung zwischen der zweiten
Druckkammer und einem zweiten Bremskreis der hydraulischen Fahrzeugbremsanlage
ist in dem Hauptbremszylindergehäuse vorzugsweise
eine zweite Druckausgangsbohrung ausgebildet. Die zweite Druckausgangsbohrung
erstreckt sich beispielsweise von einer Stirnfläche der in dem Gehäusefortsatz
ausgebildeten Ausnehmung in im Wesentlichen axialer Richtung, d.h.
entlang der Längsachse
des Hauptbremszylindergehäuses durch
das Hauptbremszylindergehäuse.
Wenn bei einer Betätigung
des Hauptbremszylinders und einer daraus resultierenden Verschiebung
des zweiten Kolbens in Betätigungsrichtung
in der zweiten Druckkammer ein Hydraulikdruck aufgebaut wird, wird
dieser Druck über
die zweite Druckausgangsbohrung auf den zweiten Bremskreis der hydraulischen
Fahrzeugbremsanlage übertragen.
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Ein
bevorzugtes Ausführungsbeispiel
der Erfindung wird nun anhand der beigefügten schematischen einzigen
Figur näher
erläutert,
die einen erfindungsgemäßen Hauptbremszylinder
im Längsschnitt zeigt.
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In
der Figur ist ein allgemein mit 10 bezeichneter Tandemhauptbremszylinder
für eine
hydraulische Kraftfahrzeugbremsanlage im Längsschnitt dargestellt. Der
Hauptbremszylinder 10 umfasst ein Gehäuse 12 mit einer in
dem Gehäuse 12 ausgebildeten und
sich entlang einer Längsachse
L des Gehäuses 12 erstreckenden
Bohrung 14. An einem der Eingangsseite des Hauptbremszylinders
zugewandten, d.h. dem in der Figur rechten Ende der Bohrung 14 ragt
ein erster Kolben 16 in die Bohrung 14 hinein. Ein
eingangsseitiges, d.h. in der Figur rechtes Ende des ersten Kolbens 16 ist
zur Verbindung mit einem in der Figur nicht dargestellten Krafteingangsglied ausgebildet,
das üblicherweise
durch einen dem Hauptbremszylinder 10 vorgeschalteten Bremskraftverstärker betätigt wird.
Der Bremskraftverstärker kann
beispielsweise ein Unterdruckbremskraftverstärker, ein mit Hydraulikdruck
arbeitender Hydrobremskraftverstärker
oder ein elektromechanisch angetriebener Bremskraftverstärker sein.
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Zur
Befestigung des Hauptbremszylindergehäuses 12 beispielsweise
an einem vorgeschalteten Bremskraftverstärker weist das Gehäuse 12 einen sich
radial nach außen
erstreckenden Anschraubflansch 17 auf. In dem Anschraubflansch 17 ist
eine Anschraubbohrung zur Aufnahme einer Druckhülse 18 ausgebildet.
Bei der Befestigung des Hauptbremszylindergehäuses 12 an einem vorgeschalteten
Bremskraftverstärker,
beispielsweise durch Verschrauben, gewährleistet die Druckhülse 18,
dass die im Bereich der Schraubverbindung vorherrschenden Spannkräfte dauerhaft
erhalten bleiben und sich nicht durch eine Materialverformung verringern
können.
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Zur
Abdichtung der Bohrung 14 gegenüber der Umgebungsatmosphäre ist das
der Eingangsseite des Hauptbremszylinders 10 zugewandte
Ende der Bohrung 14 mittels eines abdichtend von dem ersten
Kolben 16 durchsetzten Verschlusselements 19 verschlossen.
Aus seiner von der Eingangsseite des Hauptbremszylinders 10 abgewandten,
d.h. in der Figur linken Seite liegt das Verschlusselement 19 an
einer in der Bohrung 14 ausgebildeten Stufe 20 an.
Zur Festlegung des Verschlusselements 19 in seiner Position
in der Bohrung 14 weist das Verschlusselement 18 mindestens
ein federnd nachgiebiges Rastelement 22 auf. Bei der Montage
des Verschlusselements 19 in der Bohrung 14 verrastet
das mindestens eine federnd nachgiebige Rastelement 22 in
einer am Hauptbremszylindergehäuse 12 ausgebildeten
Nut 24. Im montierten Zustand sorgt das Verschlusselement 19 für eine sichere
Abdichtung sowohl gegenüber
dem das Verschlusselement 19 durchsetzenden ersten Kolben 16 als
auch gegenüber
dem Innenumfang der Bohrung 14.
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In
der Bohrung 14 ist ein zweiter Kolben 26 abdichtend
und axial, d.h. entlang der Längsachse
L, verschiebbar geführt.
Zur Abdichtung eines Außenumfangs
des zweiten Kolbens 26 gegenüber einem Innenumfang der in
dem Hauptbremszylindergehäuse 12 ausgebildeten
Bohrung 14 sind zwei ringförmige erste Dichtelemente 28, 28' vorgesehen,
die jeweils in am Außenumfang
des zweiten Kolbens 26 ausgebildeten Nuten 30, 30' angeordnet
sind.
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An
seinem der Eingangsseite des Hauptbremszylinders 10 zugewandten
Ende weist der zweite Kolben 26 eine erste Ausnehmung 32 auf,
in der ein von der Eingangsseite des Hauptbremszylinders 10 abgewandtes
Ende des ersten Kolbens 16 axial verschiebbar geführt ist.
Die in dem zweiten Kolben ausgebildete erste Ausnehmung 32 und
eine in dem ersten Kolben 16 ausgebildete Ausnehmung 34 begrenzen
dabei eine erste Druckkammer 36.
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Der
erste Kolben 16 wird durch die Kraft einer ersten Rückstellfeder 38 in
seine in der Figur gezeigte Ruhestellung vorgespannt. Erste Enden
der Rückstellfeder
stützen
sich an einer Stirnfläche 40 der
in dem ersten Kolben 16 ausgebildeten Ausnehmung 34 ab,
wohingegen sich zweite Enden der ersten Rückstellfeder 38 an
einer Stirnfläche 42 der
in dem zweiten Kolben 26 ausgebildeten ersten Ausnehmung 32 abstützen.
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In
der in der Figur gezeigten Ruhestellung des ersten Kolbens bei nicht
betätigtem
Hauptbremszylinder 10 ist die erste Druckkammer 36 fluidleitend mit
einem in der Figur nicht gezeigten Hydraulikfluidreservoir verbunden.
Zur Herstellung der fluidlei tenden Verbindung zwischen der ersten
Druckkammer 36 und dem Hydraulikfluidreservoir ist in dem
ersten Kolben 16 im Bereich der Ausnehmung 34 eine
sich radial durch die Kolbenwand erstreckende erste Verbindungsbohrung 44 vorgesehen.
Die erste Verbindungsbohrung 44 mündet in eine am Außenumfang des
ersten Kolbens 16 vorgesehene Nut 46. In der Ruhestellung
des ersten Kolbens 16 steht die Nut 46 in fluidleitender
Verbindung mit einer am Außenumfang
des zweiten Kolbens 26 ausgebildeten ersten Aussparung 48 sowie
einer in dem Gehäuse 12 ausgebildeten
ersten Nachlaufbohrung 50.
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Ein
zweites ringförmiges
Dichtelement 52 ist in einer Nut 54 angeordnet,
die am Innenumfang der in dem zweiten Kolben 26 ausgebildeten
ersten Ausnehmung 32 vorgesehen ist. Im unbetätigten Zustand
des Hauptbremszylinders 10, d.h. wenn sich der erste und
der zweite Kolben 16, 26 in ihrer Ruhestellung
befinden, ist das ringförmige
zweite Dichtelement 42 konzentrisch zu der am Außenumfang
des ersten Kolbens 16 ausgebildeten Ringnut 46 angeordnet.
Durch diese Positionierung des zweiten Dichtelements 52 relativ
zu der am Außenumfang
des ersten Kolbens 16 ausgebildeten Ringnut 46 wird
in der Ruhestellung des ersten und des zweiten Kolbens 16, 26 die
Fluidverbindung zwischen der ersten Verbindungsbohrung 44 und
der im Hauptbremszylindergehäuse 12 ausgebildeten
ersten Nachlaufbohrung 50 freigegeben.
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Die
erste Druckkammer 36 ist über eine in dem zweiten Kolben 26 ausgebildete
zweite Verbindungsbohrung 56, eine am Außenumfang
des zweiten Kolbens 26 ausgebildete zweite Aussparung 58 und
eine in dem Hauptbremszylindergehäuse 12 ausgebildete
erste Druckausgangsbohrung 60 fluidleitend mit einem in
der Figur nicht weiter veranschaulichten ersten Bremskreis der hydraulischen Fahrzeugbremsanlage
verbunden. Die zweite Verbindungsbohrung 56 erstreckt sich
im Bereich der in dem zweiten Kolben 26 ausgebildeten ersten
Ausnehmung 32 in einem Winkel zu der Längsachse L durch die Kolbenwand.
Alternativ dazu ist natürlich auch
ein Verlauf der zweiten Verbindungsbohrung 56 in im Wesentlichen
radialer Richtung durch die Wand des zweiten Kolbens 26 denkbar.
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An
seinem von der Eingangsseite des Hauptbremszylinders 10 abgewandten
Ende weist der zweite Kolben 26 eine zweite Ausnehmung 62 auf. Der
Längsschnitt
des zweiten Kolbens 26 ist somit H-förmig ausgebildet. An dem Hauptbremszylindergehäuse 12 ist
ein Gehäusefortsatz 64 ausgebildet, der
sich von einem von der Eingangsseite des Hauptbremszylinders 10 abgewandten
Ende der Bohrung 14 entlang der Längsachse L in die Bohrung 14 hinein
erstreckt. Der Gehäusefortsatz 64 weist eine
im Wesentlichen hohlzylindrische Form auf und ist auf seinem der
Eingangsseite des Hauptbremszylinders 10 zugewandten Ende
mit einer Ausnehmung 66 versehen.
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Eine
zweite Rückstellfeder 68 spannt
den zweiten Kolben 26 in seine in der Figur dargestellte Ruhestellung
vor. Erste Enden der zweiten Rückstellfeder 68 stützen sich
an einer von der Eingangsseite des Hauptbremszylinders 10 abgewandten
Stirnfläche 70 der
in dem zweiten Kolben 26 ausgebildeten zweiten Ausnehmung 62 ab.
Zweite Enden der zweiten Rückstellfeder 68 stützen sich
dagegen an einer der Eingangsseite des Hauptbremszylinders 10 zugewandten
Stirnfläche 72 der
in dem Gehäusefortsatz 64 ausgebildeten
Ausnehmung 66 ab.
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Eine
zweite Druckkammer 74 wird durch die in dem zweiten Kolben 26 ausgebildete
zweite Ausnehmung 62 sowie die in dem Gehäusefortsatz 64 ausgebildete
Ausnehmung 66 begrenzt. In der in der Figur gezeigten Ruhestellung
des zweiten Kolbens 26 ist die zweite Druckkammer 74 fluidleitend
mit dem nicht dargestellten Hydraulikfluidreservoir verbunden. Zur
Herstellung einer fluidleitenden Verbindung zwischen der zweiten
Druckkammer 74 und dem Hydraulikfluidreservoir ist zwischen
einem Innenumfang der in dem zweiten Kolben 26 ausgebildeten
zweiten Ausnehmung 62 und einem Außenumfang des Gehäusefortsatzes 64 ein
Fluiddurchlass 76 vorhanden. Der Fluiddurchlass 76 ist über einen
zwischen dem Außenumfang
des Gehäusefortsatzes 64 und
dem Innenumfang der Bohrung 14 gebildeten Ringraum 78 und
eine sich durch das Hauptbremszylindergehäuse 12 erstreckende
zweite Nachlaufbohrung 80 fluidleitend mit dem Hydraulikfluidreservoir verbunden.
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Ein
drittes ringförmiges
Dichtelement 82 ist an einem ringscheibenförmigen Halter 84 befestigt. Der
Halter 84 liegt an einer von der Eingangsseite des Hauptbremszylinders 10 abgewandten
Fläche eines
stufenförmigen
Vorsprungs 86 an, der am Innenumfang der in dem zweiten
Kolben 26 ausgebildeten zweiten Ausnehmung 62 vorgesehen
ist. Zur Befestigung des dritten Dichtelements 82 und des Halters 84 in
ihrer Position in der in dem zweiten Kolben 26 ausgebildeten
zweiten Ausnehmung 62 ist ein ringscheibenförmiges Befestigungselement 88 vorhanden.
Das Befestigungselement 88 liegt an einer von der Eingangsseite
des Hauptbremszylinders 10 abgewandten Fläche des
dritten Dichtelement 82 an und drückt das dritte Dichtelement 82 sowie
den Halter 84 gegen den Vorsprung 86. Zur Verbindung
des Befestigungselements 88 mit dem zweiten Kolben 26 ist
am Innenumfang der in dem zweiten Kolben 26 ausgebildeten
zweiten Ausnehmung 62 eine Nut 90 zur Aufnahme
des Befestigungselements 88 vorgesehen.
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In
der in der Figur dargestellten Ruhestellung des zweiten Kolbens 26 gibt
das dritte Dichtelement 82 den zwischen dem Innenumfang
der in dem zweiten Kolben 26 ausgebildeten zweiten Ausnehmung 62 und
dem Außenumfang
des Gehäusefortsatzes 64 gebildeten
Fluiddurchlass 76 frei.
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Zur
Herstellung einer fluidleitenden Verbindung zwischen der zweiten
Druckkammer 74 und einem in der Figur nicht weiter veranschaulichten
zweiten Bremskreis der hydraulischen Fahrzeugbremsanlage ist in
dem Hauptbremszylindergehäuse 12 eine
zweite Druckausgangsbohrung 92 ausgebildet. Die zweite
Druckausgangsbohrung 92 erstreckt sich von der Stirnfläche 72 der
in dem Gehäusefortsatz 64 ausgebildeten
Ausnehmung 66 in axialer Richtung, d.h. entlang der Längsachse
L durch das Hauptbremszylindergehäuse 12.
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Im
Folgenden wird die Funktionsweise des in der Figur gezeigten Hauptbremszylinders 10 erläutert.
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Bei
einer Betätigung
des Hauptbremszylinders 10 wird der erste Kolben 16 infolge
einer über das
nicht gezeigte Krafteingangsglied eingeleiteten Eingangskraft F
in Betätigungsrichtung,
d.h. in der Figur nach links verschoben. Bei einer derartigen Verschiebung
des ersten Kolbens 16 relativ zu dem zweiten Kolben 26 verschiebt
sich auch die Position der am Außenumfang des ersten Kolbens 16 ausgebildeten
Ringnut 46 relativ zu dem zweiten Dichtelement 52.
Das zweite Dichtelement 52 läuft daher bei einer Verschiebung
des ersten Kolbens 16 in Betätigungsrichtung auf den Außenumfang
des ersten Kolbens 16 auf und dichtet dadurch den Außenumfang des
ersten Kolbens 16 gegenüber
dem Innenumfang der in dem zweiten Kolben 26 ausgebildeten
ersten Ausnehmung 32 ab. Dadurch wird die Fluidverbindung
zwischen der ersten Druckkammer 36 und dem Hydraulikfluidreservoir
unterbrochen, so dass sich in der ersten Druckkammer 36 ein
Hydraulikdruck aufbaut.
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Infolge
des sich in der ersten Druckkammer 36 aufbauenden Hydraulikdrucks
wird auch der zweite Kolben 26 in Betätigungsrichtung, d.h. in der
Figur nach links verschoben. Bei einer derartigen Verschiebung des
zweiten Kolbens 26 in Betätigungsrichtung läuft das
dritte Dichtelement 82 auf den Außenumfang des Gehäusefortsatzes 64 auf
und verschließt dabei
den Fluiddurchlass 76, der in der Ruhestellung des zweiten
Kolbens 26 die zweite Druckkammer 74 mit dem Hydraulikfluidreservoir
verbindet. Infolgedessen baut sich auch in der zweiten Druckkammer 74 ein
Hydraulikdruck auf.
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Der
sich bei einer Verschiebung des ersten Kolbens 16 in Betätigungsrichtung
in der ersten Druckkammer 36 aufbauende Hydraulikdruck
wird zur Betätigung
von an den ersten Bremskreis angeschlossenen Radbremsen über die
zweite Verbindungsbohrung 56, die am Außenumfang des zweiten Kolbens 26 ausgebildete
zweite Aussparung 58 sowie die erste Druckausgangsbohrung 60 an
den ersten Bremskreis übertragen.
In ähnlicher
Weise wird der sich bei einer Verschiebung des zweiten Kolbens 26 in
der zweiten Druckkammer 74 aufbauende Hydraulikdruck zur
Betätigung
von an den zweiten Bremskreis angeschlossenen Radbremsen über die zweite
Druckausgangsbohrung 92 an den zweiten Bremskreis übertragen.
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Nach
Beendigung des Betätigungsvorgangs wird
der erste Kolben 16 in der in dem zweiten Kolben 26 ausgebildeten
ersten Ausnehmung 32 axial in Betätigungsgegenrichtung, d.h.
in der Figur nach rechts in seine Ruhestellung zurückverschoben.
In ähnlicher
Weise wird der zweite Kolben 26 in der Bohrung 14 axial
in Betätigungsgegenrichtung
in seine Ruhestellung zurückverschoben.
Der erste Kolben 16 wird dabei soweit in Betätigungsgegenrichtung
verschoben, bis die am Außenumfang
des ersten Kolbens 16 ausgebildete Ringnut 46 wieder,
wie in der Figur gezeigt, konzentrisch zu dem zweiten Dichtelement 52 angeordnet
ist. Dadurch wird die bei einer Betätigung des Hauptbremszylinders 10 unterbrochene
Fluidverbindung zwischen der ersten Druckkammer 36 und
dem Hydraulikfluidreservoir wieder hergestellt. Bei der Verschiebung
des zweiten Kolbens 26 in Betätigungsgegenrichtung löst sich das
dritte Dichtelement 82 wieder vom Außenumfang des Gehäusefortsatzes 64,
so dass der Fluiddurchlass 76, der die zweite Druckkammer 74 mit
dem Hydraulikfluidreservoir verbindet, wieder freigegeben wird.