DE102005006188B4 - Kraftfahrzeugsitz mit einer Haltevorrichtung für eine lösbare Befestigung eines Gegenstandes, insbesondere eines Kindersitzes - Google Patents
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Abstract
Kraftfahrzeugsitz mit einer Haltevorrichtung für eine lösbare, starre Befestigung eines Gegenstandes, insbesondere eines Kindersitzes, auf dem Kraftfahrzeugsitz, wobei die Haltevorrichtung über eine Zugangsöffnung in der mit einem Bezug versehenen Sitzpolsterung zugänglich ist, die bei Nichtgebrauch durch eine im Wesentlichen in der Ebene des Bezugs angeordnete Abdeckung abdeckbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Bezug (7) im Bereich vor der Zugangsöffnung (6) eine durch einen U-förmigen Einschnitt (8) gebildete Zunge (9) besitzt, deren unteres Ende fest mit einem hinter der Zunge (9) angeordneten Schieber (11) verbunden ist, der in einer an der Rückseite des Bezugs (7) befestigten Führung (12) vertikal verschiebbar ist, und dessen oberes Ende durch einen Schlitz (21) im Bezug (7) nach außen geführt ist.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft einen Kraftfahrzeugsitz gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Rückhaltesysteme für auf einem Fahrzeugsitz angeordnete Kindersitze o. dgl. sind in den verschiedensten Ausführungen bekannt. In letzter Zeit kommen Systeme zum Einsatz, bei denen die Haltemittel für den Kindersitz starr mit der Sitz- bzw. Fahrzeugstruktur verbunden sind. Derartige Systeme sind in der Fachwelt unter der Bezeichnung „ISOFIX” bekannt geworden.
- Die Haltevorrichtungen sind über in der Polsterung vorgesehene Öffnungen zugänglich. Da diese Öffnungen bei Nichtgebrauch der Haltevorrichtungen aus ästhetischen Gründen als störend empfunden werden, sind nach dem Stand der Technik Abdeckungen für diese Öffnungen vorgesehen.
- Ein gattungsgemäßer Kraftfahrzeugsitz ist in der
DE 100 44 621 C1 offenbart. Bei diesem Sitz ist die Haltevorrichtung in einem von der Polsterung umgebenden Schacht angeordnet, der sich in die Polsteroberflächen öffnet und durch eine am Schacht schwenkbar gelagerte Klappe verschließbar ist. Diese Abdeckung ist bewusst auffällig gewählt worden und stellt so ein Designmerkmal des Sitzes dar. - Ein weiterer gattungsgemäßer Kraftfahrzeugsitz ist in der
DE 10 2004 043 132 B3 und derDE 200 15 161 U1 beschrieben. - Die in der
DE 102 53 176 A1 beschriebene Lösung geht in eine andere Richtung. Hier soll die Abdeckung möglichst unauffällig in den Sitz integriert sein. Diese Abdeckung wird durch zwei rechteckförmige, elastische Streifen gebildet, deren einander zugewandten Seiten entweder bündig aneinander liegen, oder sich aber überlappen, während die anderen drei Seiten jedes Streifens fest, vorzugsweise durch Vernähen, mit dem Bezug des Sitzes verbunden sind. Eine derartige Abdeckung ist zumindest dann, wenn die Streifen in der Farbe und Oberfläche des Bezugs gewählt werden, weniger auffällig als z. B. Kunststoffklappen, jedoch können derartige elastische Streifen nach längerem Gebrauch nachgiebig werden, so dass sie die Zugangsöffnung nicht mehr sauber abdecken. - Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen weiteren gattungsgemäßen Kraftfahrzeugsitz mit einer Abdeckung der Zugangsöffnung zu einer Haltevorrichtung zur Verfügung zu stellen, die nur in geringem Maße auffällt und die Zugangsöffnung auch nach längerem Gebrauch zuverlässig und optisch ansprechend schließt.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem Kraftfahrzeugsitz gelöst, der die Merkmale des Anspruchs 1 aufweist.
- Durch den U-förmigen Einschnitt bildet der Bezug im Bereich vor der Zugangsöffnung eine Zunge. Deren freies Ende ist fest mit einem dahinter angeordneten Schieber verbunden. Wird dieser nach oben gezogen, so wird die Zunge insgesamt nach oben verlagert, wobei das „überschüssige” Material der Zunge sich in eine Falte legt. Die Haltevorrichtung ist nun durch die freigelegte Öffnung in der Polsterung zugänglich, so dass ein Gegenstand an ihr befestigt werden kann. Wenn die Haltevorrichtung nicht mehr benötigt wird, kann die Öffnung geschlossen werden, in dem der Schieber nach unten geschoben wird, wobei die Falte aus der Zunge gezogen wird, und diese die Öffnung wieder nach vorn abdeckt. Da die Zunge aus dem gleichen Material wie der Bezug besteht, bleibt bei geschlossener Öffnung nur ein schmaler U-förmiger Spalt sichtbar sowie das nach außen überstehende, obere Ende des Schiebers, welches als Griff für seine Bedienung dient.
- Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen. Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. In der dazugehörigen Zeichnung zeigt:
-
1 eine Vorderansicht eines Kraftfahrzeugsitzes mit geschlossenen Zugangsöffnungen zu ISOFIX-Bügeln, -
2 eine Darstellung gemäß1 bei geöffneten Zugangsöffnungen, -
3 einen vergrößerten Ausschnitt A gemäß1 , -
4 einen vergrößerten Ausschnitt B gemäß2 , -
5 einen Schnitt C-C gemäß3 , und -
6 einen Schnitt D-D gemäß4 . - Der in der Zeichnung dargestellte Kraftfahrzeugsitz besitzt ein Sitzteil
1 sowie eine Rückenlehne2 mit einer daran gelagerten Kopfstütze3 . Etwa im Zwickelbereich zwischen dem Sitzteil1 und der Rückenlehne2 sind zwei sogenannte ISOFIX-Bügel4 angeordnet. Diese Bügel4 sind im gleichen Abstand von der Mittelachse des Kraftfahrzeugsitzes angeordnet und starr mit der nicht dargestellten Tragstruktur des Kraftfahrzeugsitzes verbunden. Diese Anordnung und Verbindung entspricht dem Stand der Technik und ist daher nicht näher dargestellt. Um die ISOFIX-Bügel4 von der Sitzvorderseite aus zugänglich zu machen, sind in dem Polsterkörper5 der Rückenlehne2 Aussparungen vorgesehen, die sich nach vorn in die Polsteroberfläche öffnen, wodurch dort Zugangsöffnungen6 gebildet sind. - Wenn die ISOFIX-Bügel
4 nicht benötigt werden, also kein Gegenstand, insbesondere kein Kindersitz, an und auf dem Kraftfahrzeugsitz befestigt werden soll, können die Zugangsöffnungen6 jeweils durch eine im Bezug7 der Rückenlehne2 durch einen U-förmigen Einschnitt8 gebildete Zunge9 abgedeckt werden. Die Zunge9 ist an ihrem unteren Ende über eine Naht10 mit einem leistenförmigen Schieber11 verbunden, der in einer Kunststoffplatte12 geführt ist. Diese Kunststoffplatte12 besitzt zur axialen Führung des Schiebers11 ein rechteckiges Fenster13 und ist über Nähte14 , von denen in der Zeichnung (5 und6 ) nur eine dargestellt ist, an die Rückseite des Bezuges7 angenäht. Oberhalb des Fensters13 ist in der Kunststoffplatte12 ein horizontaler Schlitz15 vorgesehen. - Der Schieber
11 ist gewissermaßen in die Kunststoffplatte12 eingefädelt. Dazu wird zunächst sein oberes Ende von der Rückseite der Kunststoffplatte12 her in dem Fenster13 nach oben geführt und dann von der Vorderseite der Kunststoffplatte12 her durch den Schlitz15 gesteckt. Um ein Herausziehen des Schiebers11 aus der Kunststoffplatte12 zu verhindern, ist er an seinem unteren Ende mit einem Fuß26 ausgestattet, der breiter ist als das Fenster13 . Der Fuß26 gleitet beim Herausziehen bzw. beim Einschieben des Schiebers11 auf der Rückseite der Kunststoffplatte12 . Ein Herausdrücken des Schiebers11 aus der Kunststoffplatte12 im vormontierten Zustand wird dadurch erschwert, dass der Schieber11 in seinem, im völlig eingeschobenen Zustand kurz oberhalb des Schlitzes15 liegenden Bereich einen Kopf16 aufweist, dessen Breite etwas größer als die des Schlitzes15 ist. Der Kopf16 ist widerhakenförmig ausgebildet, d. h., er besitzt in Auszugsrichtung konisch auf die Mittelachse17 des Schiebers11 zulaufende Schultern16.1 und in Einsteckrichtung rechtwinklig zur Mittelachse17 des Schiebers11 angeordnete Schultern16.2 . Die Schultern16.1 sollen bei der Vormontage das Durchstecken durch den Schlitz15 erleichtern, während die Schultern16.2 das Zurückschieben des Kopfes16 durch den Schlitz15 erschweren sollen. Die Kunststoffplatte12 und der Schieber11 sind in einem solchen Maße biegsam, dass der Kopf16 durch entsprechendes Verbiegen der Kunststoffplatte12 und des Schiebers11 bei der Vormontage durch den Schlitz15 hindurchgezwängt werden kann. Diese Biegsamkeit von Kunststoffplatte12 und Schieber11 ermöglicht auch das Einfädeln des Schiebers11 in die Kunststoffplatte12 , in dem sich die zwischen dem Fenster13 und dem Schlitz15 bzw. zwischen dem Schlitz15 und dem oberen Rand der Kunststoffplatte12 verbleibenden Materialstege18 bzw.19 entsprechend einwärts bzw. auswärts biegen, wie aus den5 und6 hervorgeht. - Im montierten Zustand, also wenn die Kunststoffplatte
12 mit dem Bezug7 und der Schieber11 mit der Zunge9 vernäht ist, ragt das obere Ende20 des Schiebers11 durch einen Schlitz21 im Bezug7 hindurch nach außen. Um das Herausziehen bzw. Einschieben des Schiebers11 zu erleichtern, ist an sein oberes Ende20 mit einer Naht22 eine Grifflasche23 angenäht. Diese besteht vorzugsweise aus dem gleichen Material wie der Bezug und trägt zur Information die Aufschrift „ISOFIX”. - Werden die ISOFIX-Bügel
4 nicht gebraucht, so sind die Zugangsöffnungen6 zu ihnen in aller Regel durch die Zungen9 geschlossen. In diesem Zustand sind von außen nur die aus den Schlitzen21 herausragenden Grifflaschen23 sowie die U-förmigen Einschnitte8 zu erkennen, wie am besten aus1 hervorgeht. Zum Öffnen der Zugangsöffnungen6 werden die Schieber11 an ihren Grifflaschen23 erfasst und nach oben gezogen. Dadurch werden die angenähten Zungen9 mitgenommen. Sie legen sich dabei in eine nach außen gerichtete Falte24 (6 ). Beim Nachobenziehen der Schieber11 verkürzt sich deren freie Biegelänge zwischen dem Steg18 der Kunststoffplatte12 und dem Fuß26 zunehmend, d. h., die Zwängung zwischen dem Fuß26 und der Kunststoffplatte12 wird zunehmend größer, bis die Zwängung so groß ist, dass ein weiteres Herausziehen der Schieber11 aus der Kunststoffplatte12 nicht mehr möglich ist. Dadurch ist ein Anschlag für den Auszug nach oben gegeben. - Bei geöffneten Zugangsöffnungen
6 sind die ISOFIX-Bügel4 von außen frei zugänglich. Nun können Halteelemente25 (6 ) eines auf dem Kraftfahrzeugsitz zu befestigenden Gegenstandes, insbesondere eines Kindersitzes, durch die Zugangsöffnungen6 hindurchgeschoben werden, bis sie durch einen bekannten und daher nicht dargestellten Rastmechanismus mit den ISOFIX-Bügeln4 verrasten. Der Gegenstand ist damit starr mit der Tragstruktur des Kraftfahrzeugsitzes verbunden.
Claims (5)
- Kraftfahrzeugsitz mit einer Haltevorrichtung für eine lösbare, starre Befestigung eines Gegenstandes, insbesondere eines Kindersitzes, auf dem Kraftfahrzeugsitz, wobei die Haltevorrichtung über eine Zugangsöffnung in der mit einem Bezug versehenen Sitzpolsterung zugänglich ist, die bei Nichtgebrauch durch eine im Wesentlichen in der Ebene des Bezugs angeordnete Abdeckung abdeckbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Bezug (
7 ) im Bereich vor der Zugangsöffnung (6 ) eine durch einen U-förmigen Einschnitt (8 ) gebildete Zunge (9 ) besitzt, deren unteres Ende fest mit einem hinter der Zunge (9 ) angeordneten Schieber (11 ) verbunden ist, der in einer an der Rückseite des Bezugs (7 ) befestigten Führung (12 ) vertikal verschiebbar ist, und dessen oberes Ende durch einen Schlitz (21 ) im Bezug (7 ) nach außen geführt ist. - Kraftfahrzeugsitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung eine an die Innenseite des Bezugs (
7 ) angenähte Kunststoffplatte (12 ) ist. - Kraftfahrzeugsitz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (
11 ) eine Kunststoffleiste ist, mit derem unteren Ende die Zunge (9 ) durch eine Naht (10 ) verbunden ist. - Kraftfahrzeugsitz nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoffplatte (
12 ) ein den Schieber (11 ) axial führendes Fenster (13 ) aufweist, wobei der Schieber (11 ) einen verbreiterten Fuß (26 ) besitzt, der auf der Rückseite der Kunststoffplatte (12 ) anliegt, während das obere Ende des Schiebers (11 ) durch einen oberhalb des Fensters (13 ) angeordneten Querschlitz (15 ) hindurch von der Vorderseite auf die Rückseite der Kunststoffplatte (12 ) geführt ist. - Kraftfahrzeugsitz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem oberen Ende des Schiebers (
11 ) eine Grifflasche (23 ), vorzugsweise aus dem Material des Bezugs (7 ), befestigt ist, vorzugsweise mittels einer Naht (22 ).
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