DE102005004711B3 - Absperrarmatur mit U-förmiger Profildichtung - Google Patents
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- F16K—VALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
- F16K3/00—Gate valves or sliding valves, i.e. cut-off apparatus with closing members having a sliding movement along the seat for opening and closing
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Absperren einer Rohrleitung zum Führen eines fließfähigen Mediums; DOLLAR A - mit einem Gehäuse; DOLLAR A - mit einer Absperrplatte, die zwischen einer Schließposition und einer Öffnungsposition im Gehäuse verschiebbar ist; DOLLAR A - mit einer im Gehäuse eingearbeiteten Nut zum Aufnehmen eines elastomeren Dichtkörpers, der in Schließposition der Absperrplatte an deren Umfangsbereich anliegt; DOLLAR A - mit einem in den Dichtkörper eingebetteten oder auf diesen aufgelegten Hartkörper aus einem Material, das härter als das Material des Dichtkörpers ist; DOLLAR A - der Hartkörper bildet eine Anlagefläche, an der die Umfangsfläche der Absperrplatte in deren Schließposition anliegt.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Absperren einer Rohrleitung zum Führen eines fließfähigen Mediums, beispielsweise eines Gases oder einer Flüssigkeit. Vorrichtungen dieser Art umfassen ein Gehäuse mit einer Absperrplatte, die zwischen einer Schließposition und einer Öffnungsposition im Gehäuse verschiebbar ist. In das Gehäuse ist eine Nut eingearbeitet, die einen Dichtring aufnehmen kann. An diesem Dichtring liegt die Absperrplatte mit ihrem Umfangsbereich in ihrer Schließposition an. In die Dichtung kann ein Stahlring eingebettet sein. Siehe beispielsweise
DE 40 37 862 C2 . Das Gehäuse kann zwei Teile umfassen, die im wesentlichen symmetrisch zueinander ausgebildet sind, und die Absperrplatte im Schließzustand sandwichartig zwischen sich einschließen. - Ähnliche Vorrichtungen sind bekannt geworden aus
DE 30 09 896 A1 sowieDE 40 37 863 A1 , fernerDE 6 902 287 U sowieUS 4,679,770 . - Die Einsatzbereiche derartiger Plattenschieber sind vielfältig. Sie werden beispielsweise in der Wasserversorgung, in Kläranlagen für Abwasser, Schlamm, Faulschlamm und Luft eingesetzt, oder in der Kraftwerksindustrie, der Stahlindustrie und im Bergbau für Prozesswasser, Kohle-Wasser-Gemische, Kohlenstaub und so weiter, in der Zuckerindustrie für Rübenwaschanlagen, Sirupe, Säfte, in der chemischen Industrie für Viskosepasten, Kolloide, Granulate, und in der Lebensmittelindustrie für Wasch- und Spülanlagen sowie für Förderanlagen für Getreide, Brauereianlagen für Sudhaustechnik usw.
- Dem gemäß sind auch die technischen Anforderungen an Plattenschieber sehr vielfältig. Wesentlich ist die gute Dichtwirkung in Schließposition der Absperrplatte, und zwar auch bei ungünstigen Betriebsbedingungen, zum Beispiel bei abrasiven oder korrosiven Medien. Ein weiteres Erfordernis ist die leichte Bedienbarkeit. So soll zum Betätigen der Absperrplatte ein relativ kleines Drehmoment genügen, insbesondere beim Verfahren der Absperrplatte aus der Schließposition in die Öffnungsposition. Nicht zuletzt soll eine solche Vorrichtung kostengünstig in der Herstellung sein.
- Die bekannten Absperrvorrichtungen haben diesen Anforderungen nicht oder nicht vollständig genügt. In den betreffenden Gehäuseteilen ist eine Nut zur Aufnahme des Dichtelementes vorgesehen. Das Dichtelement wird in die Nut gedrückt und angepresst. Die Dichtpressung kann schwanken, je nach Tiefe der Nut. Hierzu können Undichtigkeiten zwischen den Gehäuseteilen entstehen.
- Um die Dichtheit zu erhöhen, hat man auch schon beim Schließen ein hohes Drehmoment aufgebracht, um damit die Absperrplatte besonders stark an die Dichtung anzupressen. Die Folge hiervon ist, dass das Material der Dichtung, meist ein Elastomer, beidseits des Sperrelementes ausweicht, und dieses gewissermaßen umklammert. Soll die Absperrplatte aus ihrer Schließposition in die Öffnungsposition zurückgefahren werden, so muss die Reibung zufolge der genannten Umklammerung durch das Dichtmaterial überwunden werden, was ein hohes Losbrechmoment erfordert.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Absperrvorrichtung der genannten Art derart zu gestalten, dass die genannten Anforderungen weitgehend erfüllt werden. So soll in Schließposition der Absperrplatte ein hohes Maß an Dichtheit erreicht werden. Die Absperrplatte soll sich leicht, d. h. bei geringem Drehmoment, öffnen und schließen lassen. Die für die Dichtung maßgeblichen Bauteile sollen unempfindlich gegen Korrosion sein. Die Herstellungskosten sollen sich in Grenzen halten.
- Diese Aufgabe wird durch die Merkmale von Anspruch 1 gelöst.
- Dem gemäß wird in die Dichtung ein Hartkörper eingebettet oder auf die Dichtung aufgelegt, d. h. ein Profil aus einem Material, das härter ist als das Material der L Dichtung. Der Hartkörper bildet eine Anlagefläche, an der die Umfangsfläche der Absperrplatte in deren Schließposition anliegt.
- Das Material der Dichtung wird im Allgemeinen ein Elastomer sein, oder ein ähnlich weiches oder nachgiebiges Material. Das Material des Hartkörpers hingegen kann ein Hartkunststoff sein, wie beispielsweise Polyoxymethylen (POM) oder ein Metall wie Stahl, Kupfer oder Messing. In jedem Falle ist der Hartkörper in höherem Maße als das Material des Dichtringes gleitfähig oder verschleißfest oder korrosionsbeständig.
- Der genannte Hartkörper kann – in einem durch die Rohrachse verlaufenden Schnitt gesehen – die Dimension einer Folie haben, somit sehr dünn sein, im Extremfall durch Aufdampfen auf den Dichtring erzeugt. Er kann aber auch dicker sein und sich in das Material des Dichtringes hinein erstrecken.
- Wiederum in einem durch die Achse der Rohrleitung und in deren Längsrichtung gesehen ist der Hartkörper vorzugsweise schmäler als der Dichtring. Auch muss er nicht eben sein, sondern kann gegen die Umfangsfläche der Absperrplatte konvex gestaltet sein.
- Die Erfindung ist anhand der Zeichnungen näher erläutert. Darin ist im einzelnen folgendes dargestellt:
-
1 zeigt eine Absperrvorrichtung in Frontansicht. -
2 zeigt eine Absperrvorrichtung in einem Schnitt, gelegt in einer parallel zur Rohrachse verlaufenden Ebene. -
3 zeigt den Dichtkörper im Schnitt gemäß2 in vergrößerter Darstellung, und zwar in Richtung der Rohrachse gesehen. -
4 zeigt eine erste Variante des Gegenstandes von2 , jedoch in vergrößerter Darstellung und nur im Ausschnitt. -
5 zeigt eine zweite Variante des Gegenstandes von2 , analog zu3 dargestellt. -
6 zeigt den Dichtkörper von1 in der Frontansicht. -
1 zeigt eine Frontansicht einer Absperrvorrichtung im Schnitt. Man erkennt ein Gehäuse1 , eine Absperrplatte2 , eine Gewindespindel3 und ein Handrad4 zum Betätigen von Gewindespindel3 und damit auch von Absperrplatte2 . - Die Absperrplatte
2 ist in der linken Hälfte der Darstellung in ihrer Schließposition gezeigt, in der rechten Hälfte in ihrer Öffnungsposition. Die Absperrplatte2 zusammen mit der Gewindespindel3 hat annähernd die Gestalt eines Spatens. -
2 lässt erkennen, dass das Gehäuse1 aus zwei Gehäusehälften zusammengefügt ist. Diese schließen die Absperrplatte2 in deren Absperrposition sandwichartig zwischen sich ein. Die Absperrplatte2 ist bei ihrer Auf- und Abwärtsbewegung in einer Nut geführt, die aus den beiden Gehäusehälften1.1 ,1.2 gebildet ist. - Die
3 ,4 und5 zeigen den unteren Teil des Gegenstandes von2 in einer vergrößerten Darstellung. Man erkennt hierbei wiederum die beiden Gehäusehälften1.1 ,1.2 . Diese sind derart gestaltet, dass sie die Absperrplatte2 sandwichartig zwischen sich einschließen – siehe die umlaufenden Flächen1.1.1 und1.1.2. Die beiden Gehäusehälften1.1 und1.2 bilden ferner eine Nut6 miteinander. Die Nut nimmt einen Dichtkörper7 auf. Dieser besteht im vorliegenden Falle aus einem elastomeren Material, beispielsweise aus Gummi. Er könnte auch aus anderen Werkstoffen bestehen. - Wie der Dichtkörper in der Frontansicht aussieht, erkennt man aus
6 , die die eine Hälfte des Dichtkörpers7 zeigt. Der Dichtkörper7 hat somit U-Form. - Gemäß der Erfindung ist ein Hartkörper vorgesehen. Dieser weist eine Anlagefläche
8.1 auf, die in Schließposition der Absperrplatte mit deren umlaufender Fläche in Kontakt steht. - Der Hartkörper besteht aus einem Material, das härter als das Material des Dichtkörpers ist. Es kann sich hierbei um Hartkunststoff handeln wie Polyoxymethylen (POM), Stahl, Kupfer, Messing oder ein anderes Metall. Der Hartkörper kann die Gestalt eines Streifens aufweisen, der in das Material des Dichtkörpers
7 eingebettet ist und somit eine gewisse Erstreckung in Schieberichtung der Absperrplatte2 hat. Dies ergibt sich beispielsweise aus3 . Dabei ist der Hartkörper zwischen zwei Dichtlippen7.1 ,7.2 des Dichtkörpers7 angeordnet. Der Hartkörper kann auch ein Folienstreifen sein, der in Bewegungsrichtung der Absperrplatte2 eine minimale Erstreckung von weniger als einem Millimeter aufweist. Er kann sogar dadurch hergestellt sein, dass auf der oberen Fläche oder Kuppe des Dichtkörpers7 ein metallischer Niederschlag erzeugt wird. - Bei den Ausführungsformen gemäß der
3 und4 ist in den Dichtkörper7 ein Metallring9 eingebettet, der vom Dichtkörper7 völlig umschlossen ist. Dieser Ring9 kann auch aus Keramik oder aus einem anderen Material bestehen. Bei der Ausführungsform gemäß5 bestehen Hartkörper8 und Ring9 aus einem einzigen Bauteil. -
- 1
- Gehäuse
- 1.1
- Gehäusehälften
- 1.1.1
- Umlaufende Flächen
- 1.1.2
- Umlaufende Flächen
- 1.2
- Gehäusehälften
- 2
- Absperrplatte
- 3
- Gewindespindel
- 4
- Handrad
- 5
- Durchflussöffnung
- 6
- Nut
- 7
- Dichtkörper
- 7.1
- Dichtlippen
- 7.2
- Dichtlippen
- 8
- Hartkörper
- 8.1
- Anlagefläche
- 9
- Ring
Claims (6)
- Vorrichtung zum Absperren einer Rohrleitung zum Führen eines fließfähigen Mediums; 1.1 mit einem Gehäuse (
1 ); 1.2 mit einer Absperrplatte (2 ), die zwischen einer Schließposition und einer Öffnungsposition im Gehäuse (1 ) verschiebbar ist; 1.3 mit einer im Gehäuse (1 ) eingearbeiteten Nut (1.1.1 ;1.1.2 ) zum Aufnehmen eines elastomeren Dichtkörpers (7 ), der in Schließposition der Absperrplatte (2 ) an deren Umfangsbereich anliegt; 1.4 mit einem in den Dichtkörper eingebetteten oder auf diesen aufgelegten Hartkörper (8 ) aus einem Material, das härter als das Material des Dichtkörpers (7 ) ist; 1.5 der Hartkörper (8 ) bildet eine Anlagefläche (8.1 ), an der die Umfangsfläche der Absperrplatte (2 ) in deren Schließposition anliegt. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hartkörper aus einem Streifen aus Metall oder Keramik oder Hartkunststoff gebildet ist.
- Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Hartkörper (
8 ) aus einer Folie gebildet ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Hartkörper
8 durch Bedampfen erzeugt ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in den Dichtkörper (
7 ) ein Ring (9 ) aus einem harten Material eingebettet und dabei vom Dichtkörper (7 ) völlig umschlossen ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Ring (
9 ) aus hartem Material und der Hartkörper (8 ) ein einziges Bauteil miteinander bilden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE200510004711 DE102005004711B3 (de) | 2005-02-02 | 2005-02-02 | Absperrarmatur mit U-förmiger Profildichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE200510004711 DE102005004711B3 (de) | 2005-02-02 | 2005-02-02 | Absperrarmatur mit U-förmiger Profildichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE102005004711B3 true DE102005004711B3 (de) | 2006-03-02 |
Family
ID=35745944
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE200510004711 Expired - Lifetime DE102005004711B3 (de) | 2005-02-02 | 2005-02-02 | Absperrarmatur mit U-förmiger Profildichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE102005004711B3 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2014960A3 (de) * | 2007-07-13 | 2009-11-25 | Hawle Armaturen GmbH | Absperrarmatur mit großer Absperrscheibe |
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2005
- 2005-02-02 DE DE200510004711 patent/DE102005004711B3/de not_active Expired - Lifetime
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Legal Events
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