DE3013201C2 - - Google Patents
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- F16K3/00—Gate valves or sliding valves, i.e. cut-off apparatus with closing members having a sliding movement along the seat for opening and closing
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Description
Die Erfindung betrifft ein Absperrventil zur Verwendung in
Druckleitungen gemäß Oberbegriff des Patentanspruches 1.
In der US-Patentschrift 41 62 058 wird ein Absperrventil
beschrieben, das hauptsächlich in Druckleitungen verwendet
wird, die ein unter Druck stehendes Fluid enthalten, z. B.
die Hauptleitungen von einem Wasserverteilungssystem, obgleich
das Ventil auch für Systeme, die andere Fluide enthalten,
eingesetzt werden kann. Der eine der Öffnungen im Ventilgehäuse
umgebende Ventilsitz liegt im wesentlichen in einer
Ebene, die unter einem spitzen Winkel zu einer Ebene steht,
die senkrecht zur Achse der Durchgangsbohrung liegt. Der
Ventilsitz weist einen oberen ebenen Abschnitt auf, der der
anderen Öffnung zugewandt ist und in einen unteren Abschnitt
übergeht, der einen nicht unterbrochenen Bereich der Durchgangs
bohrung bildet. Diese Art eines Ventilsitzes schafft
eine Flächendichtung mit einem nachgiebigen Dichtungselement an
einem Schieberelement bei einer Verkeilung mit dem oberen
Abschnitt, eine Kantendichtung mit dem Dichtungselement bei
Berührung mit dem Bereich des Ventilsitzes, der Teil der
Durchgangsbohrung darstellt, und eine kombinierte Flächenkantendichtung
mit Abschnitten des Dichtungselementes, die
die Bereiche des Sitzes berühren, an denen die obere ebene
Fläche in den unteren Abschnitt übergeht. Bei der spanenden
Bearbeitung des Ventilsitzes im Ventilgehäuse, der in einer
Ebene unter einem spitzen Winkel zu einer Ebene liegt, die
senkrecht zur Achse der Durchgangsbohrung steht, wird eine
maximale radiale Dicke an der ebenen Oberfläche in einer
vertikalen Ebene zur Achse der Durchgangsbohrung erhalten,
die den ebenen Abschnitt halbiert. Die radiale Dicke des
ebenen Abschnittes nimmt beidseitig der Stelle mit maximaler
radialer Dicke allmählich bis zu Stellen mit verringerter
radialer Dicke ab, an denen die Zwischenabschnitte des Sitzes
beginnen. Ein knopfförmiges Werkzeug dient zur maschinellen
Bearbeitung der flachen Stirnfläche oder ebenen Oberfläche des
Sitzes und bildet eine äußere bogenförmige Kante im gegossenen
Material des Gehäuses, wo das Material von dem äußeren Umfang
der Dichtung in Wegfall kommt. An den Übergangsstellen, wo der
ebene Sitzabschnitt beginnt, in die Übergangsabschnitte auszulaufen,
werden schmale Ecken erzeugt.
Das Schieberelement für das Absperrventil nach der vorgenannten
Patentschrift enthält eine ringförmige nachgiebige Dichtung mit
einem im wesentlichen rechteckförmigen Querschnitt im Radialschnitt
und einem wulstartigen Bereich, der sich vom Schieberelement
axial erstreckt, um in Eingriff mit dem Flächendichtungs-
oder ebenen Abschnitt des Ventilsitzes zu treten. Der wulstartige
Bereich des Dichtungselementes hat eine maximale axiale
Dicke nahe seinem oberen Bereich in einer Ebene, die sich durch
eine Bewegungsachse des Schieberelementes erstreckt. Der wulstartige
Bereich geht in den rechteckförmigen unteren Bereich des
Dichtungselementes über, wobei die Übergangsabschnitte des
nachgiebigen Dichtungselementes die kombinierte Flächen- und
Kantendichtung mit dem Ventilsitz vorsehen.
Obgleich sich die Konstruktion des Absperrventiles nach der
US-Patentschrift 41 62 058 sehr befriedigend für Absperrventile
in Druckleitungen mit kleinem Durchmesser erwiesen hat, wurden
Schwierigkeiten bei Einsatz in Druckleitungen mit einem Durchmesser
von 10′′ oder mehr und höheren Fluiddrücken festgestellt.
So wurde festgestellt, daß an dem wulstartigen Abschnitt des
Dichtungselementes, der auf die flach bearbeitete Oberfläche
an den Stellen auftrifft, wo diese eine minimale radiale Dicke
nahe den an den Übergangsstellen erzeugten schmalen Kanten
hat, nicht genügend berührendes Material am Dichtungselement
vorliegt, wenn das Ventil geschlossen ist, so daß bei hohen
Fluiddrücken in der Rohrleitung Leckverluste auftreten.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Absperrventil
der eingangs erwähnten Gattung zu schaffen, das auch
bei Verwendung in Druckleitungen mit großem Durchmesser und in
Gegenwart hoher Fluiddrücke ausreichend abdichtet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale im
kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 gelöst.
Das Absperrventil umfaßt somit ein Ventilgehäuse mit einer Durchgangsbohrung
für die Fluidströmung, eine im Ventilgehäuse ausgebildete
längliche Kammer, die die Durchgangsbohrung an einer Stelle
zwischen ihren Enden unter Bildung von Ein- und Auslaßöffnungen
zur Kammer schneidet, einen Ventilsitz im Ventilgehäuse,
der eine der Öffnungen umgibt und der grundsätzlich
in einer Ebene liegt, die unter einem spitzen Winkel zu
einer Ebene steht, die sich senkrecht zur Achse der Durchgangsbohrungen
erstreckt, wobei der Ventilsitz mit einer eine
Flächendichtung schaffenden Oberfläche, einer eine Kantendichtung
schaffenden Oberfläche und dazwischen befindlichen Übergangsabschnitten
versehen ist, die sowohl eine Flächendichtung
als auch Kantendichtung vorsehen, ein Schieberelement, das
in der länglichen Kammer von einer die Durchgangsbohrung
verschließenden Stellung, bei der es am Ventilsitz anliegt,
in eine geöffnete Stellung außerhalb der Durchgangsbohrung
auf- und abbewegbar ist; und ein ringförmiges nachgiebiges
Dichtungselement, das von dem Schieberelement zur dichtenden
Eingriffnahme mit dem Ventilsitz gehalten ist und
ein Paar bogenförmige Auswölbungen aufweist, die am Dichtungselement
an gegenüberliegenden Stellen angeordnet sind, um
mit der die Flächendichtung schaffenden Oberfläche nahe
deren Stellen mit verringerter radialer Dicke in Berührung
zu treten, so daß zwischen den Teilen eine vergrößerte
Berührungsfläche geschaffen wird, wenn sich das Schieberelement
in Schließstellung befindet.
Das Absperrventil wird vorzugsweise in
Rohrleitungen mit großem Durchmesser, die ein unter hohem
Druck stehendes Fluid befördern, z. B. in den Rohrleitungen
von Wasserverteilungssystemen, eingesetzt. Obgleich das
Absperrventil mit einem abstromseitig des Ventilsitzes
angeordneten Dichtungselement am Schieberelement in der
Regel verwendet wird, ist die Konstruktion des Absperrventils
so, daß es auch in eine Rohrleitung eingesetzt
werden kann, bei der der Ventilsitz entweder auf- oder
abstromseitig des Schieberelementes zu liegen kommt, da
hinsichtlich der Wirksamkeit des Ventiles darin kein Unterschied
besteht. Das Absperrventil kann auch in anderen Verteilungssystemen,
z. B. für chemische Substanzen, Dampf, Gas,
Öl, Abwasser und dgl. verwendet werden, und weiter versteht
es sich, daß die verschiedenen Bauteile des Absperrventiles
aus Materialien bestehen oder mit solchen Materialien
beschichtet sein können, die einem möglichen korrosiven
Angriff der in dem betreffenden System verwendeten Fluide
Einhalt gebieten.
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
aufgeführt.
Demzufolge zeichnet sich eine bevorzugte Ausführungsform des
Absperrventiles aus durch ein Ventilelement mit einer Durchgangsbohrung
für die Fluidströmung, eine die Durchgangsbohrung an einer
Stelle zwischen ihren Enden unter Bildung von Ein- und Auslaßöffnungen
zur Kammer schneidende längliche Kammer und
einen Ventilsitz im Gehäuse auf, der eine der Öffnungen umgibt.
Der Ventilsitz liegt im wesentlichen in einer Ebene,
die mit einer Ebene senkrecht zur Achse der Durchgangsbohrung
einen Winkel einschließt. Der Ventilsitz umfaßt
einen bogenförmigen oberen flachen Abschnitt oder eine Flächendichtung
bildende Oberfläche mit einer äußeren bogenförmigen
Kante, wobei besagte Oberfläche der anderen Öffnung zuweist,
einen bogenförmigen unteren Abschnitt oder eine eine
Kantendichtung schaffende Oberfläche, die einen glatten nicht
unterbrochenen Bereich der Durchgangsbohrung bildet, und
einen glatten Übergangsabschnitt zwischen jedem Ende des
bogenförmigen oberen ebenen Abschnittes und jedem Ende des
unteren bogenförmigen Abschnittes. Ein im wesentlichen flaches
Schieberelement ist in der länglichen Kammer von einer die
Durchgangsbohrung verschließenden Stellung in eine geöffnete
Stellung außerhalb der Durchgangsbohrung hin- und herbeweglich.
Das Schieberelement umfaßt ein Grundelement, das
ein ringförmiges nachgiebiges Dichtungselement trägt, das
im Radialschnitt im wesentlichen rechteckförmig ist. Das
ringförmige Dichtungselement ist so ausgebildet, daß
es mit dem Ventilsitz eine bogenförmige obere Flächendichtung,
eine bogenförmige untere Kantendichtung und zwischenliegende
Abschnitte bildet, die eine kombinierte Flächen- und Kantendichtung
vorsehen. Ein bogenförmiger ausgebuchteter oder
wulstartiger Abschnitt erstreckt sich axial vom oberen Abschnitt
des ringförmigen Dichtungselementes und tritt in
Eingriff mit dem ebenen Abschnitt des Ventilsitzes. Der wulstartige
Abschnitt hat eine maximale axiale Dicke nahe seinem
oberen Bereich in einer vertikalen Ebene, die sich durch
die Bewegungsachse des Schieberelementes erstreckt. Der
wulstartige Abschnitt geht in den bogenförmigen unteren
Abschnitt des Dichtungselementes über, wo dieses eine minimale
axiale Dicke besitzt. Der bogenförmige obere wulstartige
Abschnitt trägt ein Paar gegenüberliegend angeordnete axial
sich erstreckende bogenförmige Auswölbungen an Stellen, bei
denen sie in Berührung mit der bogenförmigen die Flächendichtung
schaffenden Oberfläche oder dem oberen ebenen Abschnitt
des Ventilsitzes nahe den Enden von dessen äußerer
bogenförmiger Kante treten können, wo besagte Oberfläche
oder besagter ebener Abschnitt eine verringerte radiale
Dicke aufweist. Die Auswölbungen haben eine größere radiale
Dicke als die die Flächendichtung schaffende Oberfläche an
der Stelle, wo sie diese berühren, so daß an und längs der die
Flächendichtung schaffenden Oberfläche ein vergrößerter
Berührungsbereich vorliegt, wenn sich das Schieberelement
in Schließstellung befindet. Auf diese Weise wird eine
ausreichende Keilwirkung erzielt, um an diesen Berührungsstellen
Leckverluste zu verhindern.
Eine Ausführungsform der Erfindung wird anhand der Zeichnung
nachfolgend näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine vertikal geschnittene Ansicht von einem
erfindungsgemäß aufgebauten Absperrventil bei
Betrachtung längs einer Ebene parallel zur
Durchgangsbohrung des Ventiles mit Darstellung
des Schieberelementes in geöffneter Stellung und
mit schematischer Darstellung des Ventil
stößelmechanismus,
Fig. 2 eine vergrößerte vertikal geschnittene Ansicht
von dem unteren Grundteil des Ventilgehäuses des
Absperrventils nach Fig. 1 bei Betrachtung
längs der Schnittlinie 2-2 in Fig. 1 oder 2-2 in
Fig. 3,
Fig. 3 eine vergrößerte vertikal geschnittene Ansicht
des unteren Grundteils des Ventilgehäuses nach
Fig. 1 mit weggelassenem Schieberelement,
Fig. 4 eine vergrößerte geschnittene Ansicht längs
der Linie 4-4 in Fig. 2,
Fig. 5 eine vergrößerte Seitenansicht des Schieberelementes
mit einem weggebrochenen Teil des
ringförmigen nachgiebigen Dichtungselementes,
Fig. 6 eine Unteransicht des Schieberelementes nach
Fig. 5 bei einer Verdrehung um im wesentlichen
180° mit weggelassenem ringförmigen nachgiebigen
Dichtungselement,
Fig. 7 eine vergrößerte Ansicht des ringförmigen nachgiebigen
Dichtungselementes,
Fig. 8 eine fragmentarische Seitenansicht des ringförmigen
nachgiebigen Dichtungselementes bei Betrachtung
längs der Linie 8-8 in Fig. 7 mit Darstellung einer
der daran befindlichen Auswölbungen,
Fig. 9, 10, 11, 12 und 13 geschnittene Ansichten längs der Schnittlinien 9-9,
10-10, 11-11, 12-12 bzw. 13-13 in Fig. 7,
Fig. 14 eine geschnittene Ansicht des ringförmigen nachgiebigen
Dichtungselementes bei Betrachtung längs
der Schnittlinie 14-14 in Fig. 7, und
Fig. 15 eine fragmentarische geschnittene Ansicht des
Schieberelementes bei Betrachtung längs der
Schnittlinie 15-15 in Fig. 1 mit aus Gründen der
Übersichtlichkeit weggelassenem Dichtungselement
und Ventilstößel.
Die in der nachfolgenden Beschreibung verwendeten Ausdrücke
"oben" und "unten" beziehen sich auf die in der Zeichnung
wiedergegebenen Ausrichtungen.
In der Zeichnung, in der gleiche oder ähnliche Teile mit gleichen
Bezugszeichen versehen sind, ist die erfindungsgemäße Ausbildung
eines Absperrventiles allgemein in Fig. 1 zu sehen.
Das Absperrventil umfaßt ein allgemein mit 10 bezeichnetes
Ventilgehäuse mit einer Durchgangsbohrung 12 für den Durchfluß
eines Fluids, eine die Durchgangsbohrung 12 an einer Stelle
zwischen deren Enden schneidende längliche Kammer 14, die
in der Durchgangsbohrung Öffnungen 16 und 18 zur Kammer 14
bildet, und Flansche 20 und 22, die so angeordnet sind, daß
sie eine nicht gezeigte geeignete Einrichtung aufnehmen können,
um das Absperrventil an Rohren oder Hauptleitungen P bzw.
M zu befestigen, die gestrichelt angedeutet sind. Bei den
Öffnungen 16 und 18 kann es sich um die Ein- oder Auslaßöffnungen
zur Kammer 14 handeln, je nachdem wie das Absperrventil
im Fluidverteilungssystem eingefügt ist, da es sich beim
Absperrventil um eine Zweiwegeanordnung handelt, die nicht
durch den Druck des Fluids beim Öffnen und Schließen des
Ventils beeinträchtigt wird.
Das Ventilgehäuse 10 ist von herkömmlicher Art und weist ein
unteres Grundelement 24 und einen daran befestigten Aufsatz 26
auf, wobei diesbezüglich im übrigen auf die US-Patentschrift
41 62 058 ausdrücklich verwiesen wird.
Ein Ventilsitz 30, wie er am besten in Fig. 2, 3 und 4 zu sehen
ist, umgibt die Öffnung 16 in der Durchgangsbohrung 12 an
einer Stelle, wo diese von der Kammer 14 geschnitten wird. Der
Ventilsitz 30 geht bündig in den unteren Abschnitt der Durchgangsbohrung,
wie bei 32 angedeutet, über. Daraus ergibt sich,
daß die Durchgangsbohrung 12 an ihrem unteren Abschnitt über
die gesamte Länge ohne jede Unterbrechung bzw. ohne eine untere
Ausnehmung zur Aufnahme eines Schieberelementes ist, so daß
bei geöffnetem Ventil keine Strömungsturbulenzen durch die
Ventilanordnung auftreten. Eine ins Detail gehende Beschreibung
des Ventilsitzes wird später noch gegeben.
Mit dem Ventilsitz 30 wirkt ein im wesentlichen flaches
Schieber- oder Scheibenelement 40 zusammen, das am besten
in Fig. 1, 5, 6 und 15 zu sehen ist. Das Schieberelement
40 kann in der Kammer 14 von der in Fig. 1 gezeigten
geöffneten Stellung, bei der es sich außerhalb der Durchgangsbohrung
12 befindet, in eine nicht gezeigte Schließstellung
in der Durchgangsbohrung 12 durch eine Ventilstößel-Betätigungs
einrichtung 42 auf- und abbewegt werden. Das Schieberelement
40 liegt in der Schließstellung an dem Ventilsitz 30 an.
Die Ventilstößel-Betätigungseinrichtung 42, die sich durch
das Ventilgehäuse 10 erstreckt, kann in Form eines sich
nicht anhebenden Stößels oder eines sich anhebenden Stößels
je nach Wunsch ausgebildet sein. In der Zeichnung weist
die Betätigungseinrichtung 42 einen sich nicht anhebenden
Stößel auf, wie er in der erwähnten US-Patentschrift 41 62 058
in näherem Detail beschrieben ist.
Der Ventilsitz 30 ist grundsätzlich ähnlich dem Ventilsitz
nach der US-Patentschrift 41 62 058 und weist einen bogenförmigen
oberen ebenen Abschnitt 34 auf, der der Öffnung 18
zugewandt liegt. Der ebene Abschnitt 34 bildet eine Dichtfläche
und liegt in einer Ebene, die sich grundsätzlich unter
einem spitzen Winkel zu einer Ebene erstreckt, die senkrecht
zur Achse der Durchgangsbohrung 12 liegt. Vorzugsweise beträgt
der Winkel im wesentlichen 10°. Der ebene Abschnitt 34 hat
eine maximale radiale Dicke A (Fig. 2) an einer Stelle zwischen
seinen Enden, und diese Dicke A liegt in einer vertikalen Ebene
durch die Achse der Durchgangsbohrung. Der ebene Abschnitt
34 nimmt in seiner radialen Dicke von dem Wert A zu den
verringerten radialen Dickenabmessungen an den mit B und C
angedeuteten Stellen allmählich ab. An den Stellen B und C
ist der Ventilsitz 30 mit Übergangsabschnitten 36 und 38
versehen, die sich von den Enden des ebenen Abschnittes 34
erstrecken und bündig in den bogenförmigen unteren Abschnitt
32 glatt übergehen. Die Übergangsabschnitte 36 und 38 bilden
Zonen am Ventilsitz, wo eine Kombination zwischen einer
Flächen- und Kantenabdichtung vorliegt, während der bogenförmige
untere Abschnitt 32 eine Kantenabdichtung ergibt.
Der gesamte Ventilsitz 30 liegt im wesentlchen in einer Ebene,
die sich unter einem spitzen Winkel zu einer Ebene erstreckt,
die senkrecht zur Achse der Durchgangsbohrung 12 liegt, obgleich
der untere bogenförmige Abschnitt 32 des Ventilsitzes
tatsächlich eine Kantendichtfläche darstellt. Wie am besten
in Fig. 2 und 3 gezeigt, ist die Wandungsfläche, die den
äußeren Umfang des ebenen Abschnittes 34 umgibt, aus der
Ebene des Ventilsitzes um einen Winkel von etwa 60° scharf
wie bei 39 angedeutet zurückversetzt. Wenn das untere Grundteil
24 des Ventilgehäuses ein Gußstück ist, wird die Ausnehmung
39 im Gehäuse vorgesehen, und bei der maschinellen
Bearbeitung des Ventilsitzes 30 insbesondere der maschinellen
Bearbeitung des bogenförmigen oberen ebenen Abschnittes 30
mit einem knopfförmigen Werkzeug zum Schneiden der flachen
Stirnfläche des Ventilsitzes wird eine äußere bogenförmige
Kante 44 gebildet, die an den Enden ausläuft, wo der ebene
Abschnitt 34 eine verringerte radiale Dicke gemäß den
Ziffern B und C hat. An diesen Stellen B und C entstehen
Leckprobleme bei der Ausbildung des Absperrventiles nach der
US-Patentschrift 41 62 058, wenn man nicht ein sehr großes
Drehmoment auf die Ventilbetätigungseinrichtung 42 einwirken
läßt. Die Ausnehmung 39 im unteren Grundteil 24 des Ventilgehäuses
wirkt ähnlich wie die Ausnehmung in der vorerwähnten
US-Patentschrift 41 62 058, so daß diesbezüglich darauf
Bezug genommen werden kann.
Das Schieber- oder Absperrelement 40 ist am besten in Fig. 5,
6 und 15 zu sehen und umfaßt ein gegossenes Grundelement
60, das mit einer ringförmigen ebenen Fläche 62 zur Aufnahme
eines ringförmigen nachgiebigen Dichtungselementes 64 versehen
ist. Im Detail ist die ringförmige ebene Fläche 62 längs
ihres radialen inneren Umfangs mit einer Ringschulter 66
versehen, die sich im wesentlichen senkrecht zu der ebenen
Fläche 62 in einer im wesentlichen axialen Richtung vom Grundelement
60 erstreckt. Eine weitere bogenförmige Schulter 68,
die an umfänglich beabstandeten Enden abschließt, ist längs
eines Abschnittes des radialen äußeren Umfanges der ebenen
Fläche 62 nahe deren oberen Abschnitt vorgesehen und erstreckt
sich ebenfalls im wesentlichen senkrecht zur ebenen Fläche
62 in einer im wesentlichen axialen Richtung vom Grundelement
60. Anhand von Fig. 1 ist zu erkennen, daß die ebene Fläche
62 in einer Ebene liegt, die sich unter einem spitzen Winkel
zu einer Ebene erstreckt, die senkrecht durch die Achse der
Durchgangsbohrung 12 im Grundelement 22 des Ventilgehäuses 10
geht, d. h. die ebene Fläche 62 liegt im wesentlichen parallel
zu der Ebene des Ventilsitzes 30.
Die Schultern 66 und 68 haben die Aufgabe, das Dichtungselement
64 am Grundelement 60 zu halten, wobei die Schulter 66 den
radialen inneren Umfang oder die innere Kante des Dichtungselementes
64 fixiert, während die Schulter 68 nur den oberen
Abschnitt des äußeren radialen Umfangs oder der äußeren
Kante des Dichtungselementes 64 an einer Stelle positioniert,
wo zwischen Dichtungselement 64 und Ventilsitz 30 eine Flächendichtung
vorliegt. Die ebene Fläche 62 des Grundelementes 40
ist an den umfänglichen Enden der bogenförmigen Schulter 68
mit gegenüberliegenden angeordneten Ausnehmungen 70 versehen.
Das vorbeschriebene Schieberelement 40 ist im wesentlichen
ähnlich dem in der US-Patentschrift 41 62 058 beschriebenen,
so daß hinsichtlich der Funktion der verschiedenen Elemente
auf diese Druckschrift verwiesen werden kann.
Nach Fig. 7 bis 14 ist das ringförmige nachgiebige Dichtungselement
64, das aus einem elastomeren Material, wie Gummi,
synthetischem Kautschuk oder einem gummiartigen Material, besteht,
mit einem radial nach innen abstehenden Vorsprung 74
(Fig. 7) versehen, der so angeordnet ist, daß er in einer
Aussparung 72 (Fig. 5) aufgenommen werden kann. Diese Aussparung
72 befindet sich in der ringförmigen Schulter 66
des Grundelementes 60. Durch diese Anordnung wird das Dichtungselement
64 am Grundelement 60 des Schieberelementes 40
genau bei der Montage ausgerichtet.
Wie schon in der US-Patentschrift 41 62 058 erwähnt, hat
das Dichtungselement 64 einen im wesentlichen rechteckförmigen
radialen Querschnitt, jedoch erstreckt sich davon axial
ein ringförmiger wulstartiger Abschnitt, der das Bezugszeichen
80 trägt. Der wulstartige Abschnitt 80 erstreckt
sich über die obere Hälfte des Dichtungselementes 64 und
beginnt sich dann abzuflachen, um in den rechteckförmigen
unteren Abschnitt des Dichtungselementes 64, wie bei 81
angedeutet, überzugehen. Die maximale axiale Dicke des wulstartigen
Abschnittes 80 liegt bei entspanntem und an der
ebenen Flächen 62 des Grundelementes 60 befestigten Dichtungselement
in einer Ebene durch die vertikale Achse 76 (Fig. 5)
des Grundelementes 60. Von der Stelle 83, an der der wulstartige
Abschnitt 80 eine maximale Dicke aufweist, nimmt dessen
radiale Dicke im Laufe seiner umfänglichen Erstreckung beidseitig
der Stelle 83 zu einem Punkt 85 ab, wo der Abschnitt
in den im wesentlichen rechteckförmigen radialen Querschnitt
des Dichtungselementes 64 übergeht.
Das Dichtungselement 64 weist einen bogenförmigen Bereich
89 mit im wesentlichen gleichförmiger minimaler axialer
Dicke auf, der in Berührung mit dem bogenförmigen unteren
Abschnitt 32 kommt und mit diesem eine Kantendichtung bildet.
Der wulstförmige Abschnitt 80 geht in den bogenförmigen Abschnitt
89 unter Bildung von Zwischenbereichen 81 über, um
die betreffenden Übergangsabschnitte 36, 38 vorzusehen, die
eine kombinierte Flächenkantendichtung bilden.
Ein Paar gegenüberliegend angeordnete bogenförmige Auswölbungen
90 sind am wulstförmigen Abschnitt 80 des Dichtungselementes
64 an Stellen vorgesehen, bei denen sie in Berührung mit
dem ebenen Abschnitt 34 an dessen Stellen B und C mit verringerter
radialer Dicke treten können. Die Auswölbungen 90
haben eine ebene Fläche 92 mit größerer radialer Dicke als
der Flächendichtungsbereich oder ebene Abschnitt 34 des Ventilsitzes 30,
so daß in Schließstellung des Schieberelementes
40 eine vergrößerte Berührungsfläche vorliegt. Weiter wird
man erkennen, daß die Auswölbungen 90 (Fig. 10) längs ihrer
ebenen Fläche 92 eine axiale Dicke aufweisen, die größer als
die maximale Dicke an der Stelle 83 des wulstartigen Abschnittes
80 ist.
Der wulstartige Abschnitt 80 ist zwischen dem Paar gegenüberliegend
angeordneten Auswölbungen 90 mit einer abgerundeten
Fläche 91 versehen, die dem Flächendichtungsbereich 34 zuweist
und mit diesem in Berührung tritt.
Das Dichtungselement 64 wird am Grundelement 60 durch eine
Vielzahl von umfänglich beabstandeten Schrauben 94 (Fig. 5)
gehalten, die sich durch Bohrungen 95 (Fig. 7) im Dichtungselement
64 erstrecken und in Gewindebohrungen 96 im Grundelement
60 in gleicher Weise, wie in der vorerwähnten US-Patentschrift
41 62 058 beschrieben, eingeschraubt sind, jedoch mit der Ausnahme,
daß im Dichtungselement 64 in der Zwischenzone der
Auswölbungen 90 keine Bohrungen vorgesehen sind.
Des weiteren ist das Dichtungselement 64 mit einem darin eingebetteten
Verstärkungsring 82 und einem Ringwulst 86, wie bei
der vorerwähnten US-Patentschrift 41 62 058, versehen. Die
Enden der bogenförmigen Schulter 68 befinden sich radial außerhalb
der gegenüberliegend angeordneten Auswölbung 90.
Die Aussparungen 70 bilden Einrichtungen, die ein Ausfließen
der Auswölbungen 90 in den Bereich nahe den umfänglichen
Enden der bogenförmigen Schulter 68 ermöglichen.
Durch das Vorsehen der Auswölbungen 90 an Stellen, wo sie den
Ventilsitz 30 nahe den Stellen B und C des ebenen Abschnittes
34 mit verringerter radialer Dicke berühren, wird eine
größere Berührungsfläche geschaffen, so daß ein geringeres
Drehmoment zum Schließen des Ventils bei einem bestimmten
Fluiddruck in den Rohren oder Hauptrohrleitungen P und M
aufgebracht werden muß. In dieser Hinsicht wurden Vergleichsversuche
bezüglich des auf die Stößelmutter der Betätigungseinrichtung
42 anzulegenden Drehmomentes zwischen einem
12′′ (30, 48 cm) Absperrventil der in der US-Patentschrift
41 62 058 beschriebenen Bauart mit einem mit 12 Schraubenbohrungen
versehenen Dichtungselement 64 und der erfindungsgemäßen
Bauart des Absperrventiles unter Verwendung eines
ringförmigen nachgiebigen Dichtungselementes 64 mit 12
Schraubenbohrungen und gegenüberliegend angeordneten Auswölbungen
90 durchgeführt. Ein weiterer Vergleichsversuch
wurde mit einem erfindungsgemäßen Absperrventil vorgenommen,
das ein ringförmiges Dichtungselement 64 mit gegenüberliegend
angeordneten Auswölbungen aufwies, bei dem jedoch nur 10 Schraubenbohrungen
im Dichtungselement vorgesehen waren, wobei keine
Schraubenbohrung im Bereich der Auswölbung vorlag.
Die Ergebnisse der Druckleckversuche sind in der nachfolgenden
Tabelle
wiedergegeben, wobei der Druck von der Sitzseite
des Ventilgehäuses aus aufgegeben wurde.
Die Versuche zeigten, daß bei der Prüfung eines Ventils unter
einem Druck von 10,55 kp/cm² bei Verwendung des ringförmigen
Dichtungselementes nach der US-Patentschrift 41 62 058 ein Drehmoment
von 508 Nm an der Stößelbetätigungseinrichtung angelegt
werden muß, um jedwede Leckverluste zu verhindern, während bei
einem ringförmigen Dichtungselement nach der Erfindung mit zwei
daran vorgesehenen Auswölbungen und der gleichen Anzahl an
Schraubenbohrungen ein Drehmoment von nur 407 Nm ausreicht, um
eine vollständige Abdichtung zu erhalten. Wenn man ferner die
Anzahl an Schraubenbohrungen im ringförmigen Dichtungselement
verringert, so daß keine Schraubenbohrung im Bereich der beiden
Auswölbungen vorliegt, fällt das für eine vollständige Abdichtung
erforderliche Drehmoment sogar weiter auf 271 Nm ab. Durch die
Verringerung des zu dichten Schließen des Ventiles erforderlichen
Drehmomentes erfährt das ringförmige Dichtungselement über die
Einsatzdauer des Absperrventiles geringere Beschädigungen.
Aus Fig. 2, 3 und 4 wird man erkennen, daß das untere Grundteil
24 des Ventilgehäuses 10 mit einem Paar gegenüberliegend
angeordneten nach innen und vertikal sich erstreckenden
Rippen 110 in der Kammer 14 versehen ist. Das Grundelement
60 des Schieberelementes 40 ist unter Vorsehen von einem
Paar gegenüberliegend angeordneten Aussparungen oder Nuten
112 (Fig. 15) gegossen, die die Rippen 110 aufnehmen. Die
Rippen 110 und Nuten 112 führen das Schieberelement 40
bei dessen Bewegung zwischen der geöffneten und geschlossenen Stellung.
Durch diese Anordnung läßt sich die Abmessung des Ventilgehäuses
24 gegenüber einer Anordnung materiell verringern,
bei der das Schieberelement mit Vorsprüngen versehen ist,
die über seinen Umriß nach außen vorstehen. Die Menge an
für das Ventilgehäuse verwendetem Material ist daher geringer,
was zu einer Kosten- und Gewichtseinsparung führt.
Claims (3)
1. Absperrventil zur Verwendung in Druckleitungen, die ein
Fluid enthalten, mit einem Ventilgehäuse, das eine Durchgangsbohrung
für die Fluidströmung aufweist, einer im Ventilgehäuse
vorgesehenen länglichen Kammer, die die Durchgangsbohrung an
einer Stelle zwischen ihren Enden unter Bildung von Ein- und
Auslaßöffnungen zur Kammer schneidet, einem im Ventilgehäuse
vorgesehenen Ventilsitz, der eine der Öffnungen umgibt und im
wesentlichen in einer Ebene liegt, die mit einer Ebene senkrecht
zur Achse der Durchgangsbohrung einen spitzen Winkel einschließt,
wobei der Ventilsitz mit einer eine Flächendichtung
schaffenden Oberfläche, einer eine Kantendichtung schaffenden
Oberfläche und mit dazwischenliegenden Übergangsabschnitten
versehen ist, die sowohl eine Flächendichtung als auch Kantendichtung
vorsehen, einem Schieberelement, das in der länglichen
Kammer von einer die Durchgangsbohrung schließenden
Stellung, bei der es am Ventilsitz anliegt, in eine geöffnete
Stellung außerhalb der Durchgangsbohrung auf- und abbewegbar
ist, und einem ringförmigen nachgiebigen, im Radialschnitt im
wesentlichen rechteckförmigen Dichtungselement, das vom Schieberelement
so gehalten ist, daß es mit dem Ventilsitz in dichtendem
Eingriff tritt, und das einen axial abstehenden bogenförmigen
wulstartigen Abschnitt hat, der im entspannten Zustand seine
maximale axiale Dicke aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß das Dichtungselement (64) ein Paar bogenförmige Auswölbungen (90) aufweist, die an gegenüberliegenden Stellen des Dichtungselementes so angeordnet sind, daß sie in Berührung mit der die Flächendichtung schaffenden Oberfläche (34) nahe deren Stellen (B,C) mit verringerter radialer Dicke treten, so daß zwischen Dichtungselement (64) und Ventilsitz (30) über dem Kantenbereich des Ventilsitzes eine vergrößerte Berührungsfläche vorliegt, wenn sich das Schieberelement (40) in Schließstellung befindet.
dadurch gekennzeichnet, daß das Dichtungselement (64) ein Paar bogenförmige Auswölbungen (90) aufweist, die an gegenüberliegenden Stellen des Dichtungselementes so angeordnet sind, daß sie in Berührung mit der die Flächendichtung schaffenden Oberfläche (34) nahe deren Stellen (B,C) mit verringerter radialer Dicke treten, so daß zwischen Dichtungselement (64) und Ventilsitz (30) über dem Kantenbereich des Ventilsitzes eine vergrößerte Berührungsfläche vorliegt, wenn sich das Schieberelement (40) in Schließstellung befindet.
2. Absperrventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Dichtungselement (64) eine axiale Dicke durch die
Auswölbungen (90) hat, die größer als die maximale axiale
Dicke des wulstartigen Abschnittes (80) des Dichtungselementes
(64) ist.
3. Absperrventil nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Auswölbungen (90) eine im wesentlichen
ebene Fläche (92) zur Eingriffnahme mit der die
Flächendichtung schaffenden Oberfläche (34) des Ventilsitzes
(30) haben.
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|---|---|---|---|
| US06/028,918 US4223868A (en) | 1979-04-10 | 1979-04-10 | Resilient seated gate valve |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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| DE3013201C2 true DE3013201C2 (de) | 1989-05-24 |
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| GB (1) | GB2045898B (de) |
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| NL (1) | NL185683C (de) |
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