-
Die
vorliegende Erfindung betrifft einen gestrickten Strumpf, der einen
ersten Bereich, welcher einen Auftrittsbereich und/oder einen Fersenbereich und/oder
einen Hochfersenbereich und/oder einen Zehenbereich und/oder einen Überzehenbereich
des Strumpfes umfaßt
und mindestens ein erstes Material enthält, und einen zweiten Bereich
umfaßt,
welcher einen Schaftbereich und/oder einen Ristbereich des Strumpfes
umfaßt
und mindestens ein zweites Material umfaßt, das von dem ersten Material
verschieden ist.
-
Solche
Strümpfe
sind aus dem Stand der Technik bekannt.
-
Für die Kombination
unterschiedlicher Materialien in einem gestrickten Strumpf sind
insbesondere die Farbjacquard-Musterung mit hinterlegten Fäden und
die Musterung durch das Einsplitten von zusätzlichen Fäden bekannt.
-
Bei
der Farbjacquard-Musterung für Rechts-/Links-Gestricke
gibt es klare Farbabgrenzungen der aus Materialien unterschiedlicher
Farbe gebildeten Maschen. Die Hinterlegungen können jedoch nicht unbeschränkt breit
gearbeitet werden, weil sich sonst beim Stricken Schwierigkeiten
ergeben. Durch die Hinterlegtmusterung entstehen Fadenflottungen,
die aufgrund der benötigten
elastischen Gebrauchseigenschaften möglichst kurz gehalten werden
müssen,
da sonst keine ausreichende Querelastizität des Strumpfes gewährleistet
ist.
-
Beim
Einsplitten von zusätzlichen,
auf- oder unterplattierten Fäden
können
in einen Bereich des Strumpfes zusätzliche Materialien eingearbeitet
werden, was jedoch mit den Nachteil von abgeschnittenen Fadenenden
verbunden ist, die auf der Wareninnenseite liegen und beim Gebrauch
des Strumpfes störend
sein können.
-
Der
vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gestrickten
Strumpf der eingangs genannten Art zu schaffen, bei welchem der
Einsatz unterschiedlicher Materialien in speziellen Bereichen des
Strumpfes möglich
ist, wodurch der Tragekomfort verbessert wird.
-
Diese
Aufgabe wird bei einem Strumpf mit den Merkmalen des Oberbegriffs
von Anspruch 1 erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
daß der
erste Bereich des Strumpfes in Intarsientechnik als ein mindestens
zweischichtiges Gestrick in den Strumpf eingearbeitet ist.
-
Unter
einem Strumpf im Sinne dieser Beschreibung und der beigefügten Ansprüche ist
jede Art von Strumpfware, insbesondere auch eine Socke, zu verstehen.
-
Die
Intarsientechnik ist eine Stricktechnik zum Einlegen eines Bereichs
aus einem anderen Material in eine Maschenware, wobei die Fäden aus dem
anderen Material im Gegensatz zur Jacquard-/Hinterlegt-Musterung
nicht durch die ganze Ware laufen, sondern räumlich auf den eingelegten Bereich
aus dem anderen Material begrenzt sind.
-
Durch
die Verwendung der Intarsientechnik werden somit die bei der Hinterlegtmusterung
durch die Fadenflottungen entstehenden Probleme vermieden.
-
Außerdem ermöglicht es
die Verwendung der Intarsientechnik, unterschiedliche Materialien
bei räumlicher
Trennung im selben Strumpf zu verarbeiten, ohne daß, wie beim
Einsplitten von zusätzlichen auf-
oder unterplattierten Fäden,
störende
Fadenenden auf der Gestrickinnenseite entstehen.
-
Der
erfindungsgemäße Strumpf
kann in seinem ersten Bereich, welcher den Auftrittsbereich und/oder
den Fersenbereich und/oder den Hochfersenbereich und/oder den Zehenbereich
und/oder den Überzehenbereich
des Strumpfes umfaßt,
völlig andere
Materialien aufweisen als in seinem zweiten Bereich, welcher den
Schaftbereich und/oder den Ristbereich des Strumpfes umfaßt.
-
Dabei
werden die Materialien des ersten Bereichs und des zweiten Bereichs
als voneinander verschieden angesehen, sofern mindestens ein Faden des
Materials des ersten Bereichs von dem Material des zweiten Bereichs
verschieden ist.
-
Grundsätzlich ist
es also möglich,
daß das Material
des ersten Bereichs und das Material des zweiten Bereichs einzelne
Fäden umfassen,
welche in beiden Bereich verstrickt werden; es ist aber auch möglich, daß in dem
ersten Bereich ausschließlich solche
Fäden verstrickt
werden, welche nicht im zweiten Bereich vorhanden sind.
-
Der
erfindungsgemäße Strumpf
ermöglicht es,
in dem als mindestens zweischichtiges Gestrick gearbeiteten ersten
Bereich des Strumpfes gezielt auf den jeweiligen Trageanlaß des Strumpfes
abgestimmte Materialien miteinander zu kombinieren, ohne daß auf die
in dem zweiten Bereich des Strumpfes verwendeten Materialien Rücksicht
genommen werden muß.
-
Die
Unterschiede zwischen dem Material des ersten Bereichs und dem Material
des zweiten Bereichs können
grundsätzlich
beliebiger Art sein und beispielsweise in einer unterschiedlichen
stofflichen Zusammensetzung, einer unterschiedlichen Fadenstärke und/oder
einer unterschiedlichen Einfärbung
bestehen.
-
Bei
einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Strumpfes
ist vorgesehen, daß der
erste Bereich und der zweite Bereich zumindest abschnittsweise im
Pendelgang gestrickt sind.
-
Eine
besonders saubere und feste Verbindung zwischen den beiden Bereichen
wird erzielt, wenn der erste Bereich in einem Übergangsbereich durch Verzahnungen
mit dem zweiten Bereich verbunden ist.
-
Ein
solcher Übergangsbereich
kann insbesondere Verzahnungsmaschen aus dem Material des ersten
Bereichs umfassen, welche zusammen mit jeweils einer Masche aus
dem Material des zweiten Bereichs abgestrickt sind.
-
Ferner
kann vorgesehen sein, daß der Übergangsbereich
Verzahnungsmaschen aus dem Material des zweiten Bereichs umfaßt, welche
zusammen mit jeweils einer Masche aus dem Material des ersten Bereichs
abgestrickt sind.
-
Insbesondere
kann vorgesehen sein, daß längs des Übergangsbereichs
jeweils eine Verzahnungsmasche aus dem Material des ersten Bereichs und
eine Verzahnungsmasche aus dem Material des zweiten Bereichs aufeinanderfolgen.
-
Eine
besonders feste Verbindung zwischen den beiden Bereichen wird erzielt,
wenn der Übergangsbereich
in jeder Maschenreihe jeweils mindestens eine Verzahnungsmasche
enthält.
-
Alternativ
hierzu ist es jedoch auch möglich, daß der Übergangsbereich
außer
Maschenreihen mit Verzahnungsmaschen auch unverzahnte Maschenreihen
umfaßt.
-
Bei
einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Strumpfes
ist vorgesehen, daß im Übergangsbereich
Maschenreihen mit Verzahnungsmaschen und unverzahnte Maschenreihen
in einem wiederkehrenden Strickrapport aufeinanderfolgen.
-
Dieser
Strickrapport kann insbesondere jeweils eine Maschenreihe mit einer
Verzahnungsmasche aus dem Material des ersten Bereichs, dann mehrere
unverzahnte Maschenreihen, dann eine Maschenreihe mit einer Verzahnungsmasche
aus dem Material des zweiten Bereichs und dann mehrere unverzahnte
Maschenreihen umfassen, worauf sich der Strickrapport wiederholt.
-
Der
erfindungsgemäße Strumpf
kann in einem Übergangsbereich
zwischen dem ersten Bereich und dem zweiten Bereich Lüftungszonen
aufweisen, welche den Tragekomfort des Strumpfes unterstützen, indem
sie insbesondere den Feuchtetransport und das Fußklima verbessern, da Wasserdampf
durch die Lüftungszonen
besser aus dem Strumpf abgeleitet werden kann.
-
Das
Gestrick des ersten Bereichs kann beispielsweise als ein plattiertes
Gestrick ausgebildet sein, wobei einem Grundfaden mindestens ein
Plattierfaden unterplattiert oder aufplattiert ist.
-
Das
Plattieren ist eine Technik zur Herstellung von Maschenwaren, bei
welcher der Grundfaden und der Plattierfaden im gleichen Stricksystem derart
verarbeitet werden, daß der
eine dieser Fäden auf
die rechte Warenseite aller Maschen und der andere Faden auf die
linke Warenseite aller Maschen kommt. Die Technik des Plattierens
an sich ist dem Fachmann auf dem Gebiet der Textiltechnik wohlbekannt
und insbesondere in dem Artikel von Dr.-Ing. G. Bühler und
O. Widmayer, "Auswirkung
des Fadenzulaufs auf die Qualität
plattierter Rundstrickware",
erschienen in der Zeitschrift "Wirkerei-
und Strickereitechnik",
Band 42 (1992), Heft 10, Seiten 931 ff. beschrieben, so daß auf eine
detaillierte Beschreibung der Technik des Plattierens an sich hier
verzichtet werden kann.
-
Ergänzend oder
alternativ zur Herstellung des Gestricks des ersten Bereichs als
ein plattiertes Gestrick kann auch vorgesehen sein, daß das Gestrick
des ersten Bereichs als ein Grundgestrick mit einer zusätzlichen
Plüschpolsterung,
die innenliegend oder außenliegend
gearbeitet sein kann, ausgebildet ist.
-
Bei
einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß das Material
des ersten Bereichs Wolle umfaßt.
Das Material Wolle weist insbesondere eine sehr gute Feuchteaufnahme,
eine gute Wärmeisolationsfähigkeit
und temperaturausgleichende Eigenschaften auf.
-
Besonders
günstig
ist es, wenn das Gestrick des ersten Bereichs eine innere Schicht
aufweist, welche Wolle umfaßt.
-
Vorzugsweise
ist die innere Schicht des Gestricks des ersten Bereichs vollständig aus
einem Wollmaterial gearbeitet.
-
Ferner
kann vorgesehen sein, daß das
Material des ersten Bereichs Baumwolle umfaßt. Baumwolle verfügt ebenfalls über eine
gute Feuchteaufnahme und realisiert, insbesondere in Kombination mit
Wolle, ein angenehmes Tragegefühl
und Fußklima.
-
Besonders
günstig
ist es, wenn das Gestrick des ersten Bereichs eine äußere Schicht
aufweist, welche Baumwolle umfaßt.
-
Vorzugsweise
ist die äußere Schicht
des Gestricks des ersten Bereichs vollständig aus einem Baumwollmaterial
gearbeitet.
-
Als
besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn der erste Bereich
eine innere Schicht aus einem Wollmaterial und eine äußere Schicht
aus einem Baumwollmaterial umfaßt.
-
Alternativ
hierzu kann auch vorgesehen sein, daß das Material des ersten Bereichs
ein Synthetikmaterial, vorzugsweise Polyamid und/oder Polypropylen,
umfaßt.
Durch die Verwendung solcher Synthetikmaterialien wird eine besonders
gute Strapazierfähigkeit
erzielt.
-
Besonders
günstig
ist es, wenn das Gestrick des ersten Bereichs eine äußere Schicht
aufweist, welche ein Synthetikmaterial, vorzugsweise Polyamid und/oder
Polypropylen, umfaßt.
-
Bei
einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Strumpfes
wird derselbe so gearbeitet, daß der
erste Bereich eine Außenkontur
aufweist, welche bezüglich
der Längsmittelebene
des Fußteils
und/oder des Schaftteils des Strumpfes asymmetrisch ausgebildet
ist.
-
Insbesondere
kann vorgesehen sein, daß die
Außenkontur
des ersten Bereichs in einem Auftrittsbereich des Strumpfes an den
Verlauf der Außenkontur
der Fußauftrittsfläche eines
Trägers
des Strumpfes angepaßt
ist. Durch eine solche an die Fußauftrittsfläche des
Trägers
angepaßte
ergonomische Form des ersten Bereichs wird eine zusätzliche Verbesserung
im Tragekomfort erzielt.
-
Ferner
kann vorgesehen sein, daß der
Zehenbereich des Strumpfes bezüglich
der Längsmittelebene
des Fußteils
des Strumpfes asymmetrisch ausgebildet ist.
-
Hierdurch
ist es möglich,
die Gestalt des Zehenbereichs des Strumpfes möglichst genau an den Zehenverlauf
des Trägers
des Strumpfes anzupassen, wodurch eine weitere Verbesserung des
Tragekomforts erzielt wird.
-
Insbesondere
kann vorgesehen sein, daß der
Zehenbereich einen ersten Randabschnitt auf der Seite des großen Zehs
eines Trägers
des Strumpfes und einen zweiten Randabschnitt auf der Seite des
kleinen Zehs eines Trägers
des Strumpfes aufweist, wobei der erste Randabschnitt unter einem kleineren
Winkel gegen die Längsmittelebene
des Fußteils
des Strumpfes geneigt ist als der zweite Randabschnitt.
-
Der
vorliegenden Erfindung liegt die weitere Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
zum Stricken eines Strumpfes zu schaffen, welches den Einsatz unterschiedlicher
Materialien in speziellen Bereichen des Strumpfes und hierdurch
die Verbesserung des Tragekomforts ermöglicht.
-
Diese
Aufgabe wird durch ein Verfahren zum Stricken eines Strumpfes mit
den folgenden Verfahrensschritten gelöst:
- – Stricken
eines ersten Bereichs des Strumpfes, welcher einen Auftrittsbereich
und/oder einen Fersenbereich und/oder einen Hochfersenbereich und/oder
einen Zehenbereich und/oder einen Überzehenbereich des Strumpfes
umfaßt,
aus mindestens einem ersten Material; und
- – Stricken
eines zweiten Bereichs des Strumpfes, welcher einen Schaftbereich
und/oder einen Ristbereich des Strumpfes umfaßt, aus mindestens einem zweiten
Material, das von dem ersten Material verschieden ist;
wobei
der erste Bereich in Intarsientechnik als ein mindestens zweischichtiges
Gestrick in den Strumpf eingearbeitet wird.
-
Besondere
Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind Gegenstand
der abhängigen
Ansprüche
24 bis 38, deren Vorteile bereits vorstehend im Zusammenhang mit
den besonderen Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Strumpfes erläutert worden
sind.
-
Weitere
Merkmale und Vorteile der Erfindung sind Gegenstand der nachfolgenden
Beschreibung und der zeichnerischen Darstellung von Ausführungsbeispielen.
-
In
den Zeichnungen zeigen:
-
1 eine
schematische Seitenansicht eines Strumpfes mit zwei verschiedenen
Bereichen (Bereiche A und B), die aus verschiedenen Materialien
gestrickt und in Intarsientechnik miteinander verbunden sind;
-
2 ein
Strickschema einer ersten Ausführungsform
eines Strumpfes, bei welchem die Bereiche A und B in jeder Maschenreihe
miteinander verzahnt sind;
-
3 eine
schematische Darstellung des Maschenbilds des Strumpfes, das sich
aus dem Strickschema gemäß 2 ergibt;
-
4 eine
fotografische Abbildung der rechten Seite eines rechten Strumpfes
mit einem Bereich A aus dunklem Material und einem Bereich B aus
hellerem Material, wobei die Bereiche A und B in jeder Maschenreihe
miteinander verzahnt sind und wobei die Innenseite des Strumpfes
(linke Warenseite) nach außen
gekehrt ist;
-
5 eine
fotografische Abbildung einer rechten Seite eines Strumpfes gemäß dem Stand
der Technik, welcher durch das Einsplitten zusätzlicher Fäden in den Bereich A und das
Abschneiden der zusätzlichen
Fäden gebildet
ist, wobei die Innenseite des Strumpfes (linke Warenseite) nach
außen
gekehrt ist;
-
6 ein
Strickschema einer zweiten Ausführungsform
des Strumpfes, bei welcher die Bereiche A und B nur in jeder dritten
Maschenreihe miteinander verzahnt sind, so daß zwischen den Verzahnungen
Lüftungszonen
entstehen;
-
7 eine
schematische Darstellung des Maschenbilds des Strumpfes, das sich
aus dem Strickschema gemäß 6 ergibt;
-
8 eine
fotografische Abbildung der rechten Seite eines linken Strumpfes,
wobei der Bereich A aus dunklem Material und der Bereich B aus hellerem
Material nur in jeder dritten Maschenreihe miteinander verzahnt
und zwischen den verzahnten Maschenreihen Lüftungszonen ausgebildet sind,
wobei die Außenseite
des Strumpfes (rechte Warenseite) nach außen gekehrt ist;
-
9 eine
vergrößerte Darstellung
des Bereichs II aus 8;
-
10 eine
schematische Draufsicht von unten auf den Sohlenbereich eines rechten
Strumpfes mit einem im Auftrittsbereich asymmetrisch gestrickten
Bereich A;
-
11 eine
schematische Draufsicht von unten auf den Sohlenbereich eines linken
Strumpfes mit einem im Auftrittsbereich asymmetrisch gestrickten
Bereich A;
-
12 eine
schematische Draufsicht von oben auf den Zehenbereich eines linken
Strumpfes mit einem asymmetrisch gestrickten Zehenbereich; und
-
13 eine
schematische Draufsicht von oben auf den Zehenbereich eines rechten
Strumpfes mit einem asymmetrisch gestrickten Zehenbereich.
-
Gleiche
oder funktional äquivalente
Elemente sind in allen Figuren mit denselben Bezugszeichen bezeichnet.
-
Ein
in 1 dargestellter, als Ganzes mit 100 bezeichneter
Strumpf umfaßt
einen Fußteil 102 und
einen Schaftteil 104, der an seinem oberen Ende mit einem
elastischen Bund 106 versehen ist, welcher beispielsweise
als ein Umhänge-Doppelrand ausgebildet
sein kann.
-
Der
Strumpf 100 umfaßt
einen mit 108 bezeichneten ersten Bereich A und einen mit 110 bezeichneten
zweiten Bereich B, die längs
einer Übergangslinie 112 aneinandergrenzen
und aus verschiedenen Materialien gestrickt sind.
-
Der
Bereich A ist aus einem ersten Grundfaden gestrickt, welchem ein
erster Plattierfaden unterplattiert ist, so daß der erste Plattierfaden an
der Innenseite (linke Warenseite) des ersten Grundfadens liegt und
der erste Grundfaden den ersten Plattierfaden zur Außenseite
(rechte Warenseite) des Strumpfes hin im wesentlichen vollständig überdeckt.
-
Der
Bereich A des Strumpfes 100 ist somit zweischichtig ausgebildet
und weist eine innere Schicht aus dem ersten Plattierfaden und eine äußere Schicht
aus dem ersten Grundfaden auf.
-
Wie
aus 1 zu ersehen ist, umfaßt der Bereich A bei diesem
Ausführungsbeispiel
die beim Tragen des Strumpfes 100 besonders stark beanspruchten
Bereiche, nämlich
den Zehenbereich 114, den Überzehenbereich 116,
den Fersenbereich 118, den Hochfersenbereich 120 und
den zwischen dem Zehenbereich 114 und dem Fersenbereich 118 liegenden
Auftrittsbereich 121 des Strumpfes 100.
-
Um
besonders gute Trageeigenschaften im Bereich der Fußsohle zu
erreichen, wird vorzugsweise ein Wollfaden als erster Plattierfaden
verwendet, um die innere, dem Fuß des Trägers des Strumpfes 100 zugewandte
Schicht des Bereichs A zu bilden.
-
Das
Material Wolle eignet sich für
die Bildung dieser inneren Schicht besonders durch seine sehr gute
Feuchteaufnahme, die gute Wärmeisolationsfähigkeit
und die temperaturausgleichenden Eigenschaften.
-
Der
gezielte Einsatz von Wolle in der inneren Schicht des Bereichs A
des Strumpfes 100 ist für
die Aufnahme von Schweiß besonders
günstig,
da sich aufgrund der Physiologie des Fußes ungefähr 60 % der Schweißdrüsen in der
Fußsohle
befinden.
-
Zusammen
mit dem Überzehenbereich 116 werden
durch die Verwendung von Wolle für
die innere Schicht des Bereichs A sogar 70 % aller Schweißdrüsen mit
Wolle bedeckt.
-
Das
als erster Grundfaden zur Bildung der dem Fuß des Trägers des Strumpfes 100 abgewandten äußeren Schicht
des Bereichs A des Strumpfes 100 verwendete Material kann
gemäß den jeweiligen Tragebedürfnissen
angepaßt
werden.
-
Besonders
günstig
ist es, wenn die äußere Schicht
des Bereichs A Baumwolle, insbesondere mercerisierte Baumwolle,
umfaßt.
-
Durch
den Einsatz von Baumwolle in der äußeren Schicht in Kombination
mit Wolle in der inneren Schicht des Bereichs A wird in dem Bereich
A ein Naturfaserteil von 100 % erreicht.
-
Baumwolle
verfügt
neben Wolle über
eine gute Feuchteaufnahme und realisiert insbesondere in Kombination
mit Wolle ein angenehmes Tragegefühl und Fußklima.
-
Durch
die Kombination von Baumwolle und Wolle im Bereich A wird eine besonders
hohe Feuchtigkeitsaufnahme und ein guter Schweißtransport im Bereich A des
Strumpfes 100 erzielt.
-
Alternativ
oder ergänzend
zur Verwendung von Baumwolle in der äußeren Schicht des Bereichs A
kann in der äußeren Schicht
des Bereichs A auch ein Synthetikmaterial, insbesondere Polyamid und/oder
Polypropylen, verwendet werden.
-
Durch
die Verwendung solcher Synthetikmaterialien in der außenliegenden
Schicht des Bereichs A wird eine besonders gute Strapazierfähigkeit
erzielt.
-
Ferner
weisen diese Materialien eine geringe bis verschwindende Feuchtigkeitsaufnahme
auf, so daß sie
eine gute Rücktrocknung
des Strumpfes 100 ermöglichen.
-
Besonders
bevorzugt wird die Verwendung von Polypropylen in der äußeren Schicht
des Bereichs A. Polypropylen nimmt keine Feuchtigkeit auf und verfügt daher über gute
Feuchtigkeitstransportfähigkeiten.
-
Insbesondere
beim Einsatz des Strumpfes 100 in Funktionsschuhen mit
wasserdampfdurchlässigen
Membranen wird die Feuchtigkeit in Verbindung mit einer äußeren Schicht,
die Polypropylen umfaßt,
sehr gut vom Fuß weg
und aus dem Schuh heraus transportiert.
-
Der
die außerhalb
des Bereichs A liegenden Abschnitte des Fußteils 102 und des
Schaftteils 104 des Strumpfes 100 umfassende Bereich
B umfaßt
bei dem in 1 dargestellten Ausführungsbeispiel
den Ristbereich 122 und den neben dem Hochfersenbereich 120 verbleibenden
Bereich 124 des Schaftteils 104.
-
Dieser
Bereich B kann einschichtig oder mehrschichtig ausgebildet sein.
-
Bei
einer bevorzugten Ausgestaltung des Strumpfes 100 ist der
Bereich B zweischichtig ausgebildet und umfaßt einen zweiten Grundfaden,
welchem ein zweiter Plattierfaden unterplattiert ist, so daß der zweite
Grundfaden eine dem Fuß des
Trägers
des Strumpfes 100 abgewandte äußere Schicht des Bereichs B
und der zweite Plattierfaden eine dem Fuß des Trägers des Strumpfes 100 zugewandte
innere Schicht des Bereichs B bildet.
-
Als
zweiter Grundfaden für
die äußere Schicht
des Bereichs B wird vorzugsweise Baumwolle verwendet.
-
Baumwolle
ist weich, pflegeleicht und angenehm zu tragen und führt daher
zu einem hohen Tragekomfort im Schaft- und Ristbereich.
-
Als
zweiter Plattierfaden zur Bildung der inneren Schicht des Bereichs
B kann beispielsweise ein elastisches Material, beispielsweise Elastan,
verwendet werden.
-
Der
Strumpf 100 wird auf einer Einzylinder-Rundstrickmaschine
mit mindestens zwei Stricksystemen, einem I. System und einem II.
System, welche einander am Umfang des Zylinders der Rundstrickmaschine
diametral gegenüberliegen,
hergestellt. (Die Rundstrickmaschine kann noch weitere Stricksysteme
aufweisen, die aber nicht zwingend benötigt werden.)
-
Das
I. System arbeitet im Bereich A ein Rechts-/Links-Gestrick aus dem
Material des Bereichs A. Das II. System arbeitet im Bereich B ein Rechts-/Links-Gestrick aus dem
Material des Bereichs B. Dabei wird die Rundstrickmaschine in den Maschenreihen,
welche sowohl Maschen des Bereichs A als auch Maschen des Bereichs
B enthalten, im Pendelgang betrieben.
-
Dabei
wird der Bereich A in Intarsientechnik mit dem Bereich B verbunden.
-
Eine
erste Möglichkeit
zur Verbindung der Bereiche A und B in Intarsientechnik ist in dem
Strickschema der 2 und in dem zugehörigen schematischen
Maschenbild der 3 dargestellt. Bei dieser Verbindungsmöglichkeit
werden längs
der Übergangslinie 112 die
Bereiche A und B in jeder Maschenreihe, welche sowohl Maschen des
Bereichs A als auch des Bereichs B enthält, miteinander verzahnt.
-
Dazu
wird die Rundstrickmaschine im Pendelgang betrieben, wobei das Material 131 des
Bereichs A (d.h. der mit dem ersten Plattierfaden plattierte erste
Grundfaden) im I. System und das Material 133 des Bereichs
B (d.h. der mit dem zweiten Plattierfaden plattierte zweite Grundfaden)
im II. System der Strickmaschine abgestrickt werden. Die jeweilige
Pendelrichtung ist in den 2 und 3 durch
die Pfeile 123 angegeben.
-
So
bewegen sich die Nadeln 125 der Strickmaschine zur Bildung
einer ersten Maschenreihe beispielsweise nach links durch das I.
System, so daß auf
den dem Bereich A zugeordneten Nadeln die Maschen 126 des
Bereichs A abgestrickt werden (siehe 2).
-
Die
erste Nadel 127, welche dem Bereich B zugeordnet ist, fängt die
Fäden des
Materials des Bereichs A und bildet eine Schlinge 128.
Diese Schlinge 128 aus dem Material des Bereichs A wird
anschließend
zusammen mit einer Masche 130 aus dem Material des Bereichs
B auf derselben Nadel 127 im II. System in der gleichen
Maschenreihe wie die Maschen 126 des Bereichs A abgestrickt,
so daß eine Verzahnungsmasche
gebildet wird.
-
Ferner
werden in derselben Maschenreihe im II. System die weiteren Maschen 132 des
Bereichs B abgestrickt.
-
Für die Bildung
der darauffolgenden zweiten Maschenreihe wird die Pendelrichtung
umgekehrt, so daß sich
die Nadeln nunmehr in entgegengesetzter Richtung bewegen.
-
Dabei
werden zunächst
im II. System die Maschen 134 aus dem Material des Bereichs
B abgestrickt.
-
Die
erste an die Nadeln des Bereichs B angrenzende Nadel 129 des
Bereichs A fängt
die Faden des Materials des Bereichs B und bildet daraus eine Schlinge 136.
-
Die
Schlinge 136 aus dem Material des Bereichs B wird dann
anschließend
zusammen mit einer Masche 138 aus dem Material des Bereichs
A im I. System in derselben Maschenreihe wie die Maschen 134 des
Bereichs B abgestrickt, so daß eine
Verzahnungsmasche gebildet wird, worauf in derselben Maschenreihe
die weiteren Maschen 139 des Bereichs A abgestrickt werden.
-
Durch
das gemeinsame Abstricken der Schlingen 128, 136 aus
dem Material des einen Bereichs zusammen mit den Maschen 130 bzw. 138 aus dem
Material des jeweils anderen Bereichs werden die Rechts-/Links-Gestricke
der Bereiche A und B längs
der Übergangslinie 112 durch
Verzahnung in jeder Maschenreihe miteinander verbunden, ohne daß Fadenflottungen
entstehen oder Fäden
an der Innenseite des Strumpfes abgeschnitten werden müssen.
-
Die
vorstehend beschriebene Vorgehensweise wiederholt sich dann entsprechend
beim Stricken der darauffolgenden Maschenreihen 3 und 4, und so
fort.
-
Das
sich aus diesem Strickschema gemäß 2 ergebende
schematische Maschenbild ist in 3 dargestellt.
-
Dabei
ist das Material des Bereichs A in den 2 und 3 durch
größere Strichstärke von
dem Material des Bereichs B unterschieden. Diese unterschiedliche
Darstellung dient jedoch lediglich der Illustration und sagt nichts über etwaige
unterschiedliche Fadenstärken
des Materials in den Bereichen A und B aus.
-
Ferner
sei darauf hingewiesen, daß in
den 2 und 3 (ebenso wie in den entsprechenden 6 und 7)
das Material für
die Bereiche A und B aus Gründen
der Übersichtlichkeit
der Darstellung schematisch als jeweils nur ein Faden dargestellt
ist, während
das Material beider Bereiche A und B, wie vorstehend bereits erläutert, durchaus
aus mehreren Fäden
bestehen kann.
-
Die
Innenseite (linke Warenseite) eines auf die vorstehend beschriebene
Weise durch Verzahnung zweier Rechts-/Links-Gestricke in Intarsientechnik
hergestellten Strumpfes ist in der fotografischen Abbildung der 4 dargestellt.
Deutlich zu sehen ist das Fehlen jeglicher Fadenflottungen oder abgeschnittener
Fäden und
die saubere Verbindung der Bereiche A und B längs der Übergangslinie 112, ohne
jeden störenden
Materialauftrag.
-
Im
Gegensatz hierzu ist in 5 die Innenseite eines herkömmlichen
Strumpfes 100' dargestellt,
bei welchem in den Sohlenbereich 140 zusätzliche
Fäden durch
Einsplitten eingearbeitet sind, welche abgeschnitten werden, so
daß sich
längs der Übergangslinie 142 zwischen
dem Sohlenbereich 140 und dem Ristbereich 144 dieses
Strumpfes 100' eine
Vielzahl von losen Fadenenden 146 erstreckt, welche im
Gebrauch des Strumpfes 100' am
Fuß des Trägers anliegen
und beim Tragen störend
wirken.
-
Wie
aus 4 zu ersehen ist, kann bei dem erfindungsgemäßen Strumpf 100 die
Lage der Übergangslinie 112 zwischen
den Bereichen A und B längs
des Umfangs des Schaftteils 104 bzw. längs des Umfangs des Fußteils 102 variieren,
was dadurch bewerkstelligt wird, daß beim Stricken im Pendelgang
die Anzahl der Nadeln, welche jeweils dem Bereich A bzw. dem Bereich
B zugeordnet sind, von Maschenreihe zu Maschenreihe allmählich verändert wird.
-
Auf
diese Weise ist es möglich,
den Verlauf der Übergangslinie 112 zwischen
den Bereichen A und B an die Anatomie des Fußes des Trägers des Strumpfes 100 möglichst
gut anzupassen.
-
Insbesondere
kann vorgesehen sein, daß der
Bereich A bezüglich
der Längsmittelebene 148 des
Fußteils 102 bzw.
des Schaftteils 104 des Strumpfes 100 asymmetrisch
ausgebildet ist.
-
Wie
in den 10 und 11 schematisch dargestellt
ist, kann insbesondere vorgesehen sein, daß die Übergangslinie 112 zwischen
den Bereichen A und B auf derjenigen Seite des Strumpfes 100,
auf welcher sich beim Tragen des Strumpfes 100 das innere
Fußgewölbe des
Trägers
des Strumpfes 100 befindet, stärker zur Längsmittelebene 148 hin
vorgewölbt
ist als auf der gegenüberliegenden
Seite des Strumpfes 100. Da der Träger des Strumpfes 100 im Bereich
des inneren Fußgewölbes beim
Gehen nicht auftritt, entspricht somit der Verlauf der Übergangslinie 112 zwischen
den Bereichen A und B im Auftrittsbereich 121 des Strumpfes 100 im
wesentlichen der Außenkontur
der Fußauftrittsfläche des
Trägers
des Strumpfes 100.
-
Hierdurch
wird ein besonders hoher Tragekomfort erzielt.
-
Ferner
kann vorgesehen sein, daß der
Zehenbereich 114 des Strumpfes 100 ebenfalls asymmetrisch
bezüglich
der Längsmittelebene 148 des Fußteils 104 ausgebildet
ist, um eine bessere Anpassung des Strumpfes 100 an den
Verlauf der Zehen des Trägers
des Strumpfes 100 zu ermöglichen (siehe 12 und 13).
-
Insbesondere
kann vorgesehen sein, daß ein
auf der Seite des großen
Zehs des Trägers
angeordneter innerer Randabschnitt 150 unter einem kleineren
Winkel gegen die Längsmittelebene 148 des Fußteils 102 geneigt
ist als ein auf der Seite des kleinen Zehs des Trägers angeordneter äußerer Randabschnitt 152.
-
Ein
Verfahren zur Herstellung eines solchen asymmetrischen Zehenbereichs
114 ist
in der
EP 1 049 828
B1 beschrieben.
-
Durch
die asymmetrische Gestalt des Zehenbereichs 114 wird eine
zusätzliche
Verbesserung im Tragekomfort erzielt.
-
Aufgrund
der Asymmetrie des Zehenbereichs 114 und/oder der Außenkontur
des Bereichs A des Strumpfes 100 sind der linke Strumpf
und der rechte Strumpf eines Paares nicht identisch miteinander,
sondern spiegelsymmetrisch zueinander ausgebildet.
-
Es
kann daher vorgesehen sein, die beiden Strümpfe eines Paares durch eine – beispielsweise eingestrickte – Markierung,
welche beispielsweise den Buchstaben "L" bzw. "R" entsprechen kann, voneinander unterscheidbar
zu machen.
-
Eine
in den 8 und 9 dargestellte zweite Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Strumpfes 100 unterscheidet
sich von der vorstehend beschriebenen ersten Ausführungsform
dadurch, daß die
Gestricke der Bereiche A und B nicht in jeder Maschenreihe, die
sowohl Maschen des Bereichs A als auch des Bereichs B enthält, miteinander verzahnt
sind, sondern nur in jeder n-ten Maschenreihe, wobei n mindestens
2 und vorzugsweise 3 beträgt.
-
Dadurch,
daß die
Gestricke der Bereiche A und B in den zwischen den Maschenreihen
mit Verzahnung liegenden Maschenreihen nicht miteinander verbunden
sind, entstehen im Übergangsbereich zwischen
den Bereichen A und B Lüftungszonen 154 in
Form von Lüftungsöffnungen,
welche längs
der Übergangslinie 112 aufeinanderfolgen
und durch die dazwischenliegenden Verzahnungen aus jeweils einer
Verzahnungsmasche 128, 136 und einer zusammen
mit der Verzahnungsmasche abgestrickten Masche 130 bzw. 138 voneinander
getrennt sind.
-
Diese
Lüftungszonen 154 unterstützen den Tragekomfort
des Strumpfes 100.
-
Insbesondere
ermöglichen
sie es, den Feuchtetransport und das Fußklima zu verbessern, da Wasserdampf
durch die Lüftungszonen 154 besser
aus dem Strumpf 100 abgeleitet werden kann.
-
Ein
Strumpf 100 mit Lüftungszonen 154 im Übergangsbereich
zwischen den Bereichen A und B, welche sich über jeweils zwei Maschenreihen
hinweg erstrecken, wird mit einem Strickrapport von sechs Maschenreihen
gemäß dem in 6 dargestellten Strickschema
wie folgt erzeugt:
Die Rundstrickmaschine mit dem I. System,
das ein Rechts-/Links-Gestrick im Bereich A erzeugt, und einem II.
System, das ein Rechts-/Links-Gestrick im Bereich B erzeugt, befindet
sich im Pendelgang.
-
Zur
Erzeugung der Maschenreihe 1 bewegen sich die Nadeln 125 beispielsweise
nach links.
-
Nach
dem Abstricken der Maschen 126 auf den Nadeln, die dem
Bereich A zugeordnet sind, fängt
die erste Nadel 127, die dem Bereich B zugeordnet ist,
die Fäden
aus dem Material 131 des Bereichs A und bildet daraus eine
Schlinge 128, welche anschließend im II. System zusammen
mit einer Masche 130 aus dem Material 133 des
Bereichs B abgestrickt wird, so daß eine Verzahnungsmasche gebildet
wird. Nach Abstricken der weiteren Maschen 132 des Bereichs
B wird die Pendelrichtung 123 umgekehrt, und es werden
die Maschen 134 der zweiten Maschenreihe im Bereich B im
II. System abgestrickt, ohne daß eine
Schlinge auf einer dem Bereich A zugeordneten Nadel gefangen wird.
Anschließend
werden die Maschen 156 der zweiten Maschenreihe und, nach
einer Umkehr der Pendelrichtung, die Maschen 158 der dritten
Maschenreihe im Bereich A im I. System abgestrickt, ohne daß eine Schlinge
aus dem Material des Bereichs A auf einer dem Bereich B zugeordneten
Nadel gefangen wird.
-
In
der zweiten und dritten Maschenreihe werden die Bereiche A und B
also ohne Verzahnungsmaschen gearbeitet, so daß eine sich durch diese Maschenreihen
erstreckende Lüftungszone 154 entsteht.
-
Nachdem
im II. System die Maschen 160 des Bereichs B und, nach
Umkehr der Pendelrichtung, die Maschen 134 der vierten
Maschenreihe im Bereich B abgestrickt worden sind, fängt die
letzte dem Bereich A zugeordnete Nadel 129 die Fäden des
Materials des Bereichs B und bildet daraus eine Schlinge 136.
-
Diese
Schlinge 136 wird mit einer Masche 138 aus dem
Material für
den Bereich A im I. System auf der gleichen Nadel 129 in
derselben Maschenreihe abgestrickt. Dadurch entsteht in der vierten
Maschenreihe, ebenso wie in der ersten Maschenreihe, eine die Bereiche
A und B miteinander verbindende Verzahnung, welche die in der zweiten
und dritten Maschenreihe gebildete Lüftungszone 154 begrenzt.
-
Anschließend werden
die Maschen 162 der vierten Maschenreihe im Bereich A und,
nach Umkehr der Pendelrichtung, die Maschen 164 der fünften Maschenreihe
im Bereich A durch das I. System abgestrickt, ohne daß eine Schlinge
aus dem Material des Bereichs A auf einer dem Bereich B zugeordneten
Nadel gebildet wird.
-
Darauf
werden die Maschen 166 der fünften Maschenreihe im Bereich
B und, nach einer Umkehr der Pendelrichtung, die Maschen 168 der
sechsten Maschenreihe im Bereich B durch das II. System abgestrickt,
ohne daß eine
Schlinge aus dem Material des Bereichs B auf einer dem Bereich A
zugeordneten Nadel gebildet wird.
-
Auch
in der fünften
und sechsten Maschenreihe werden die Bereiche A und B somit ohne
Verzahnungsmaschen gearbeitet, so daß eine weitere Lüftungszone 154 entsteht.
-
Nach
Abstricken der Maschen 170 der sechsten Maschenreihe im
Bereich A und, nach einer Umkehr der Pendelbewegung, der Maschen 126 in der
siebten Maschenreihe des Bereichs A durch das I. System fängt wiederum
die erste Nadel 127, die dem Bereich B zugeordnet ist,
die Fäden
des Materials des Bereichs A und bildet daraus eine Schlinge 128,
welche anschließend
im II. System zusammen mit einer Masche 130 aus dem Material
des Bereichs B in derselben Maschenreihe und auf derselben Nadel 127 abgestrickt
wird, um eine Verzahnung zu bilden, welche die zweite Lüftungszone 154 begrenzt.
-
Ab
der siebten Maschenreihe erfolgt somit eine Wiederholung des Strickrapports.
-
Das
sich aus dem Strickschema gemäß 6 ergebende
schematische Maschenbild ist in 7 dargestellt.
-
Im übrigen stimmt
die in den 8 und 9 dargestellte
zweite Ausführungsform
eines Strumpfes 100 hinsichtlich Aufbau, Funktion und Herstellungsweise
mit der in den 1 und 4 dargestellten
ersten Ausführungsform überein,
auf deren vorstehende Beschreibung insoweit Bezug genommen wird.
-
Weitere
Möglichkeiten
der Verbindungen der Gestricke der Bereiche A und B im Übergangsbereich
sind möglich.
-
So
könnte
beispielsweise vorgesehen sein, daß die die beiden Bereiche miteinander
verbindenden Verzahnungen in jeder Maschenreihe nicht nur jeweils eine
Schlinge umfassen, die zusammen mit einer Masche aus dem Material
des jeweils anderen Bereichs abgestrickt wird, sondern mehrere nebeneinanderliegende
Schlingen, welche dann jeweils zusammen mit einer Masche aus dem
Material des jeweils anderen Bereichs abgestrickt werden, so daß eine entsprechende
Anzahl von Verzahnungsmaschen gebildet wird.
-
Ferner
ist auch denkbar, daß – im Falle
der Ausbildung von Lüftungszonen 154 – nicht
nur jeweils eine Maschenreihe mit Verzahnung zwischen zwei längs der Übergangslinie 112 aufeinanderfolgenden
Lüftungszonen 154 vorgesehen
ist, sondern statt dessen mehrere aufeinanderfolgende Maschenreihen,
welche jeweils mit mindestens einer Verzahnungsmasche versehen sind.