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DE102004056343B4 - Verfahren zum Aufbringen von Zoll- oder Steuerstreifen auf Flaschen oder dgl. Behälter sowie Etikettiermaschine zum Durchführen des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Aufbringen von Zoll- oder Steuerstreifen auf Flaschen oder dgl. Behälter sowie Etikettiermaschine zum Durchführen des Verfahrens Download PDF

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DE102004056343B4 DE200410056343 DE102004056343A DE102004056343B4 DE 102004056343 B4 DE102004056343 B4 DE 102004056343B4 DE 200410056343 DE200410056343 DE 200410056343 DE 102004056343 A DE102004056343 A DE 102004056343A DE 102004056343 B4 DE102004056343 B4 DE 102004056343B4
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Abstract

Verfahren zum Aufbringen von Zoll- oder Steuerstreifen (3) auf mit einem Verschluss (2) verschlossene Flaschen (1) oder dgl. Behälter, unter Verwendung einer Etikettiermaschine (4) mit einem um eine vertikale Maschinenachse (MA) umlaufenden Rotor (5), bei dem der jeweilige Zoll- oder Steuerstreifen (3) auf den auf einem Behälterträger (7) des Rotors (5) angeordneten und an einem Etikettieraggregat (11) vorbeibewegten Behälter (1) derart aufgebracht wird, dass der jeweilige Zoll- oder Steuerstreifen (3) mit einer beleimten Seite auf einer Außenfläche des Behälters (1) mit einer ersten Teillänge haftet und mit einer zweiten Teillänge (3.1, 3.3) über den verschlossenen Behälter (1) in vertikaler Richtung nach oben wegsteht, bei dem die zweite Teillänge anschließend gegen den Verschluss (2) und gegen einen der ersten Teillänge gegenüberliegenden Behälterbereich umgelegt und angedrückt wird und bei dem die über den verschlossenen Behälter (1) nach oben überstehende zweite Teillänge des bezogen auf die Maschinenachse (MA) radial außenliegenden Zoll- oder Steuerstreifens...

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Aufbringen von Zoll- oder Steuerstreifen oder dgl. Behälter sowie auf eine Etikettiermaschine zum Durchführen des Verfahren.
  • Insbesondere bei Spirituosen ist es vielfach erforderlich, auf die verschlossene Flasche z.B. beim Etikettieren einen Zoll- oder Steuerstreifen aufzubringen, der über den Flaschenverschluss geführt ist und dabei beispielsweise mit einem Etikettierleim am Flaschenverschluss sowie auf zwei einander gegenüberliegenden Seiten der Flasche, beispielsweise des Flaschenhalses festgeklebt ist.
  • Ein maschinelles Aufbringen dieser Zoll- oder Steuerstreifen, insbesondere auch in einer ansprechenden Weise bereitet bisher Probleme.
  • Aus der DE 41 35 409 A1 und der DE 203 16 359 U1 sind beispielsweise Vorrichtungen und Verfahren zum Anbringen von Verschlusssicherungsetiketten bekannt, bei denen jeweils zumindest ein Verschlusssicherungsetikett auf eine ausgewählte Mantelfläche eines Gefäßes, insbesondere den Gefäßhalsbereich aufgebracht wird.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren aufzuzeigen, welches es ermöglicht, mit einfachen Mitteln derartige Zoll- oder Steuerstreifen in einer optisch ansprechenden Weise auf Flaschen oder dgl. Behälter vorzusehen. Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Verfahren entsprechend dem Patentanspruch 1 ausgebildet. Eine Etikettiermaschine zum Durchführen dieses Verfahrens ist Gegenstand des Patentanspruches 5.
  • Mit der Erfindung ist es möglich, Zoll- oder Steuerstreifen ansprechend auf Flaschen oder dgl. Behälter vorzusehen, und zwar insbesondere auch in der Form, dass diese Streifen faltenfrei und mit ihren an der Flasche anliegenden Abschnitten geradlinig und möglichst exakt einer Mantellinie der Flasche folgend vorgesehen sind.
  • Unter „Zoll- oder Steuerstreifen" sind im Sinne der Erfindung die üblichen Zoll- oder Steuerstreifen, aber auch Streifen, die zur Originalitätssicherung über den Verschluss von Flaschen oder dergleichen Behälter vorgesehen werden, zu verstehen.
  • Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 eine mit einem Steuer- oder Zollstreifen versehene Flasche;
  • 2 in schematischer Darstellung und in Draufsicht eine Etikettiermaschine gemäß der Erfindung;
  • 3 in vereinfachter Teildarstellung den Rotor einer Etikettiermaschine zusammen mit eine Flasche, und zwar an der Übergabeposition, an der die Übergabe der Flasche vom Rotor an einen Auslaufstern erfolgt;
  • 4 eine Darstellung ähnlich der 3, jedoch bei im Auslaufstern angeordneter und geklemmter Flasche;
  • 5 in vereinfachter Darstellung und in Draufsicht eines der Umlegelemente des Auslaufsternes der Etikettiermaschine der 2.
  • In den Figuren ist 1 eine Flasche, die an ihrer oberen, mit einem Verschluss 2, beispielsweise mit einem Schraubverschluss verschlossenen Flaschenmündung mit einem sich über diesen Verschluss 2 erstreckenden Zoll- oder Steuerstreifen 3 versehen ist. Dieser ist mit seinem mittleren Abschnitt 3.1 auf der Oberseite des Verschlusses 2 und mit zwei von dem mittleren Abschnitt 3.1 sich wegerstreckenden Abschnitten 3.2 und 3.3, die mit ihrer Längserstreckung in einer gemeinsamen, die Flaschenachse einschließenden Ebene liegen, auf den sich an den Verschluss 2 anschließenden Hals der Flasche 1 aufgeklebt. Das Aufbringen des Zoll- oder Steuerstreifens 3 auf die Flaschen 1 und den Verschluss 2 erfolgt in einer Etikettiermaschine 4, in der auch die sonstigen Etiketten auf die Flaschen aufgebracht werden.
  • Die Etikettiermaschine 4 besteht in bekannter Weise u.a. aus einem um eine vertikale Maschinenachse MA umlaufend angetriebenen Rotor 5, an dessen Umfang in gleichmäßigen Winkelabständen Etikettierstationen 6 zur Aufnahme jeweils einer Flasche 1 vorgesehen sind.
  • Jede Etikettierstation 6 umfasst u. a. eine Standfläche bzw. einen Flaschenteller 7, auf dem die Flaschen 1 mit ihrem Flaschenboden aufrechtstehend angeordnet sind und über dem am Rotor jeweils eine Zentriertulpe 8 vorgesehen ist. Die Flaschenteller 7 sind für das Etikettieren in bekannter Weise um eine vertikale Achse, die achsgleich mit der Achse der jeweiligen Flasche ist, mit dem Umlauf des Rotors 5 gesteuert drehbar (Doppelpfeil A). Die Zentriertulpen 8 sind in ebenfalls bekannter Weise mit dem Umlauf des Rotors 5 gesteuert absenkbar und anhebbar (Doppelpfeil B der 3).
  • Die zu etikettierenden Flaschen 1 werden einzeln und nacheinander den Etikettierstationen 6 zugeführt, und zwar über einen an einem Flascheneinlauf vorgesehenen Einlaufstern 9 bzw. an einer dortigen Übergabeposition 9.1. Durch Absenken der Zentriertulpe 8 wird dann die Flasche 2 an der jeweilige Etikettierstation 6 zwischen der Zentriertulpe 8 und dem Flaschenteller 7 eingespannt.
  • Die etikettierten Flaschen werden an einer Übergabeposition 10.1 von einem Auslaufstern 10 vom Rotor 5 bzw. von der jeweiligen Etikettierstation 6 entnommen, wobei die Zentriertulpe 8 hierfür kurz vor Erreichen der Übergabeposition 10.1 gesteuert angehoben wird.
  • Auf dem Winkelbereich der Drehbewegung des Rotors 5 zwischen dem Einlaufstern und dem Auslaufstern bzw. den entsprechenden Übergabebereichen 9.1 und 10.1 bewegen sich die Flaschen 2 an verschiedenen, in der 1 nicht dargestellten Etikettieraggregaten und Anbürst- und Andrückstationen zum Aufbringen der üblichen Etiketten vorbei. In Richtung der Drehbewegung des Rotors 5 vor der Übergabe 10.1 ist ein weiteres Etikettieraggregat 11 für den Zoll- oder Steuerstreifen 3 vorgesehen.
  • Beim Vorbeibewegen der Flaschen 1 an dem Etikettieraggregat 11, welches die von Etikettieraggregaten bekannte Ausbildung aufweist, wird auf die bezogen auf die vertikale Maschinenachse MA radial außenliegende Seite jeder Flasche 1 ein mit einem Etikettenleim beleimten Zoll- oder Steuerstreifen 3 derart aufgebracht, dass er mit seiner beleimten Seite mit dem Abschnitt 3.2 gegen die Außenfläche der Flasche 1 und gegen den Umfang des Verschlusses 2 anliegt, mit den Abschnitten 3.1 und 3.3 über den Verschluss 2 in vertikaler Richtung nach oben vorsteht und gegen die Zentriertulpe 8 anliegt. Die Zentriertulpe 8 ist dort zur Vermeidung einer übermäßigen Verschmutzung mit Etikettierleim sowie zum leichteren wieder Lösen der Abschnitte 3.1 und 3.3 mit ringartigen, über die Außenfläche vorstehenden Wülsten 8.1 versehen, die dann die Anlage für den über den Verschluss 2 nach oben wegstehenden Teil des Zoll- oder Steuerstreifens 3 bilden.
  • An der Übergabe 10.1 wird jede so mit dem Zoll- oder Steuerstreifen 3 versehene Flasche 1, die dort weiterhin so orientiert, dass der Zoll- oder Steuerstreifen 3 bezogen auf die Maschinenachse MA radial nach außen weist, von einer Tasche oder Aufnahme 12 des synchron mit dem Rotor 5 um eine vertikale Achse umlaufend angetriebenen Auslaufsterns 10 aufgenommen, durch an der jeweiligen Tasche 12 vorgesehene Klemmelemente 13 festgeklemmt bzw. gegen Verdrehen um die Flaschenachse gesichert und mit dem Auslaufstern 10 vom Rotor 5 bzw. dem betreffenden Flaschenteller 7 abgenommen.
  • An dem Auslaufstern 10 sind Umlegeeinrichtungen 14 vorgesehen, und zwar jeweils eine derartige Einrichtung an jeder Tasche oder Aufnahme 12. Jede der mit dem Auslaufstern umlaufenden Umlegeeinrichtungen 14 besteht im Wesentlichen aus einem abgewinkelten Träger oder Hebel 15, der zwei Hebelarme 15.1 und 15.2 aufweist und mit dem Hebelarm 15.1 um eine Schwenkachse 16 schwenkbar an einem an der Oberseite des Auslaufsternes 10 befestigten Schwenklager 17 gelagert ist. Jeder Lagerträger 17 ist so an dem Auslaufstern 10 angeordnet, dass die Schwenkachse 16 horizontal und tangential zur Drehbewegung des Auslaufsternes 10 orientiert ist und die vertikale Achse der in der betreffenden Aufnahme 12 angeordneten Flasche 1 schneidet, und zwar im Bereich des Verschlusses 2. Der Lagerträger 17 ist hierfür im Bereich der Schwenkachse 16 gabelartig mit zwei Gabelabschnitten 17.1 ausgebildet, die zwischen sich eine Ausnehmung 18 freigeben, die zum Umfang des Auslaufsternes 10 hin offen ist und in der die jeweilige Flasche 1 mit ihrem Verschluss 2 aufgenommen ist.
  • An den Abschnitten 17.1 ist mittels zweiter Gelenkbolzen oder Wellen 19 der Hebel 15 mit dem Abschnitt 15.1 schwenkbar befestigt. Die beiden achsgleich zueinander angeordneten Wellen 19 definieren die Schwenkachse 16. Auch der Abschnitt 15.1 des Hebels 15 ist gabelartig ausgebildet.
  • An der dem Abschnitt 15.1 bzw. der Winkelecke zwischen den beiden Abschnitten 15.1 und 15.2 zugewandten Seite bildet der Hebel 15 ein elastisches Halte- und Andrückelement 20 mit Andrückfläche 20.1, die mit einer Vielzahl von Vakuumöffnungen 21 versehen ist, welche über eine Vakuum- bzw. Unterdruckleitung 22 ventilgesteuert mit einer nicht dargestellten Vakuum- bzw. Unterdruckquelle verbunden sind.
  • Um den jeweiligen Hebel 15 bzw. den von diesem Hebel und dem Andrückelement 20 gebildeten Umleger 23 jeder Aufnahme 12 gesteuert mit der Drehbewegung des Auslaufsternes 10 aus einer Ausgangsstellung bzw. Aufnahmestellung, in der der Arm 15.2 des Hebels 15 in vertikaler Richtung über den Arm 15.1 nach oben vorsteht und auch das Andrückelement 20 mit seiner Andrück- und Aufnahmefläche 20.1 in einer vertikalen Ebene oberhalb des Hebelarmes 15.1 angeordnet ist, die auch tangential zur Drehbewegung des Auslaufsternes 10 liegt und die dem Verschluss 2 an seinem Umfang an der bezogen auf die Maschinenachse MA radial außen liegenden ersten Seite benachbart liegt, in eine Andrückstellung zuschwenken, in der das Andrückelement 20 an einer der ersten gegenüberliegenden Seite gegen den Behälterverschluss 2 und die Flasche 1 zum Andrücken des Zoll- oder Steuerstreifens 3 anliegt, ist bei der dargestellten Ausführungsform an jeder Umlegeeinrichtung 14 ein radial zur Drehachse des Auslaufsternes 10 um einen vorgegebenen Hub (Doppelpfeil C) verschiebbarer, gabelartiger Steuerschieber 24 vorgesehen. Dieser ist an seinen Gabelenden 24.1 jeweils als Zahnstange ausgebildet, die mit einem antriebsmäßig mit dem Hebelarm 15.1 verbundenen Ritzel 25 zusammenwirkt, und an seinem bezogen auf die Drehachse des Auslaufsternes 10 radial innenliegenden Ende mit einer Steuerrolle 26 verbunden ist, die mit einer oberhalb des Auslaufsternes 10 vorgesehenen, mit diesem allerdings nicht umlaufenden Steuerkurve 27 zusammenwirkt. An jeder Aufnahme 12 ist radial innenliegend ein weiteres Andrückelement 28 vorgesehen.
  • Die Arbeitsweise der Etikettiermaschine 4 zum Aufbringen der Zoll- oder Steuerstreifen 3 lässt sich, wie folgt, beschreiben:
    Mit dem Etikettieraggregat 11 werden die Zoll- oder Steuerstreifen 3 jeweils in der oben bereits beschriebenen Weise auf die Flaschen 1 und die Außenfläche des Verschlusses 2 derart aufgebracht, dass jeder Zoll- oder Steuerstreifen 3 mit seiner Längsersteckung in vertikaler Richtung orientiert ist, mit seinem Abschnitt 3.2 gegen die Flasche 1 und die Außenfläche des Flaschenverschlusses 2 anliegt, ansonsten in vertikaler Richtung über den Verschluss 2 nach oben wegsteht und dort gegen wenigstens einen ringartigen Vorsprung 8.1 mit seiner beleimten Seite anliegt. Jede so mit dem Zoll- oder Steuerstreifen 3 versehene Flasche gelangt ohne Drehen um ihre Achse an die Übergabeposition 10.1, sodass der Zoll- oder Steuerstreifen 30 weiterhin an der bezogen auf die Maschinenachse MA radial außenliegenden Seite der Flasche 1 befindet. Bei Erreichen der Übergabeposition 10.1 und beim Eintritt der Flasche in eine Aufnahme 12 des Auslaufsternes 10 kommt gegen die nicht beleimte, der Zentriertulpe 8 abgewandte und bezogen auf die Maschinenachse MA radial außenliegende Seite des über den Verschluss 2 nach oben wegstehenden Teils des Zoll- oder Steuerstreifens 3 die Halte- und Andrückfläche 20.1 des Andrückelementes 20 zur Anlage. Durch den Unterdruck an den Vakuumöffnungen 21 haftet der Zoll- oder Steuerstreifen 3 am Andrückelement 20, welches sich gleichsinnig und synchron mit der Zentriertulpe 8 und der Flasche 1 bewegt. Zugleich wird die Flasche 1 beim Eintritt in die Aufnahme 12 des Auslaufsternes 10 mit dem bereits an der Flasche haftenden Abschnitt 3.2 des Zoll- oder Steuerstreifens 3 gegen das von einem elastischen Material gebildete Andrückelement 28 angedrückt, sodass der Zoll- oder Steuerstreifen 3 an dem Abschnitt 3.2 fixiert ist. Weiterhin wird die Flasche 1 durch die Klemmelemente 13 gegen Verdrehen in der jeweiligen Aufnahme 12 des Auslaufsternes gesichert.
  • Beim Weiterbewegen des Auslaufsternes 10 wird dann die jeweilige Flasche 1 in der betreffenden Aufnahme 12 gehalten vom Rotor 5 wegbewegt, wobei sich der nunmehr am Andrückelement 20 durch Unterdruck gehaltene und über den Verschluss 2 nach oben wegstehende Teil des Zoll- oder Steuerstreifens 3 von der Zentriertulpe 8 löst. Anschließend wird bei weiterhin in der Aufnahme 12 gegen Verdrehen gesicherten Flasche 1 durch gesteuertes Schwenken des Umlegers 23 um die Schwenkachse 16 der Zoll- oder Steuerstreifen 3 zunächst mit der beleimten Seite des Abschnitts 3.1 auf die Oberseite des Verschlusses 2 und anschließend mit der beleimten Seite des Abschnitts 3.3 an die bezogen auf die Drehachse des Auslaufsternes 10 radial außenliegende Seite des Verschlusses 2 und der Flasche 1 umgelegt und festgedrückt.
  • Beim Schwenken des Umlegers 23 aus der Aufnahmeposition in die Andrückposition wird auf den Zoll- oder Steuerstreifen 3 eine leichte Zugkraft in Zoll- oder Steuerstreifenlängsrichtung ausgeübt, sodass der Zoll- oder Steuerstreifen 3 insbesondere auch mit seinem Abschnitt 3.1 fest gegen die Oberseite des Verschlusses 2 anliegend aufgebracht wird. Durch die Übernahme des über den Verschluss 2 nach oben wegstehenden Teils des jeweiligen Zoll- oder Steuerstreifens 3 mit dem Umleger 23 an der Übergabeposition 10.1, an der der Zoll- oder Steuerstreifen 3 bezogen auf die Maschinenachse MA radial außenliegend vorgesehen ist und sich das Andrückelement 20 synchron und gleichsinnig mit der Drehbewegung des Rotors 5 bewegt, wird ein exaktes, faltenfreies Aufbringen des Zoll- oder Steuerstreifens 3 erreicht, und zwar insbesondere auch derart, dass die beiden vom Verschluss 2 nach unten wegstehenden und an die Flasche 1 aufgeklebten Abschnitte 3.2 und 3.3 mit ihrer Längserstreckung in der gewünschten Weise in einer gemeinsamen, die Achse der Flasche 1 einschließenden vertikalen Ebene liegen.
  • Nach dem Anlegen und Andrücken der Abschnittes 3.1 und 3.3 wird der jeweilige Umleger 23 wiederum in seine Ausgangs- oder Aufnahmeposition zurückgeschwenkt, sodass die betreffende Flasche 1 dann aus dem Auslaufstern 10 auf einen Transporteur 29 weitergeleitet werden kann. Um den Verbrauch an Vakuum möglichst gering zu halten, ist in der Vakuumleitung 22 jeder Aufnahme 12 ein Steuerventil 22.1 vorgesehen, welches so gesteuert ist, dass nur während der Aufnahme und während des Umlegens eines Zoll- oder Steuerstreifens 3 ein Vakuum an den Vakuumöffnungen 21 anliegt. Im einfachsten Fall wird das betreffende Steuerventil direkt durch die in einer Aufnahme 12 vorgesehene Flasche 1 betätigt.
  • Die Erfindung wurde voranstehend an einem Ausführungsbeispiel beschrieben. Es versteht sich, dass zahlreiche Änderungen sowie Abwandlungen möglich sind, ohne das dadurch der der Erfindung zugrunde liegende Erfindungsgedanke verlassen wird.
  • 1
    Flasche
    2
    Flaschenverschluss
    3
    Zoll- oder Steuerstreifen
    3.1, 3.2, 3.3
    Abschnitt des Zoll- oder Steuerstreifens 3
    4
    Etikettiermaschine
    5
    Rotor
    6
    Etikettierposition
    7
    Flaschenteller
    8
    Zentriertulpe
    9
    Einlaufstern
    9.1
    Übergabebereich
    10
    Auslaufstern
    10.1
    Übergabebereich
    11
    Etikettieraggregat
    12
    Aufnahme oder Tasche des Auslaufsterns 10
    13
    Klemmelement
    14
    Umlegeeinrichtung
    15
    Träger oder Hebel
    15.1, 15.2
    Hebelarm
    16
    Schwenkachse
    17
    Lagerträger
    17.1
    Abschnitt des Lagerträgers
    18
    Ausnehmung
    19
    Welle
    20
    elastisches Andrückelement
    20.1
    Andrückfläche
    21
    Vakuumöffnung
    22
    Vakuumleitung
    23
    Umleger
    24
    Steuerschieber
    24.1
    Gabelarm des Steuerschiebers 24
    25
    Ritzel
    26
    Steuerkurve
    27
    Steuerrolle
    28
    Andrückelement
    29
    Transporteur
    A
    Drehbewegung der Flaschenteller 7
    B
    Hubbewegung der Zentriertulpen 8
    C
    Schwenkbewegung des jeweiligen Umlegers 23
    D
    Hubbewegung des Steuerelementes 24
    MA
    Maschinenachse

Claims (11)

  1. Verfahren zum Aufbringen von Zoll- oder Steuerstreifen (3) auf mit einem Verschluss (2) verschlossene Flaschen (1) oder dgl. Behälter, unter Verwendung einer Etikettiermaschine (4) mit einem um eine vertikale Maschinenachse (MA) umlaufenden Rotor (5), bei dem der jeweilige Zoll- oder Steuerstreifen (3) auf den auf einem Behälterträger (7) des Rotors (5) angeordneten und an einem Etikettieraggregat (11) vorbeibewegten Behälter (1) derart aufgebracht wird, dass der jeweilige Zoll- oder Steuerstreifen (3) mit einer beleimten Seite auf einer Außenfläche des Behälters (1) mit einer ersten Teillänge haftet und mit einer zweiten Teillänge (3.1, 3.3) über den verschlossenen Behälter (1) in vertikaler Richtung nach oben wegsteht, bei dem die zweite Teillänge anschließend gegen den Verschluss (2) und gegen einen der ersten Teillänge gegenüberliegenden Behälterbereich umgelegt und angedrückt wird und bei dem die über den verschlossenen Behälter (1) nach oben überstehende zweite Teillänge des bezogen auf die Maschinenachse (MA) radial außenliegenden Zoll- oder Steuerstreifens (3) an einer Übergabeposition (10.1) zwischen dem Rotor (5) und einem Auslaufstern (10) an der bezogen auf die Maschinenachse (MA) außenliegenden, nicht beleimten Seite von einem Andrückelement (20) eines Umlegers (23) erfasst und dann bei im Auslaufstern (10) mitgeführtem Behälter (1) auf den Verschluss sowie auf den Behälter (1) umgelegt und gegen diesen angedrückt wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Teillänge des Zoll- oder Steuerstreifens (3) vor dem Umlegen und vor der Aufnahme des Behälters (1) im Auslaufstern (10) mit seiner beleimten Seite an einer Zentriertulpe (8) des Rotors (5) haftet.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Teillänge (3.1, 3.3) des jeweiligen Zoll- oder Steuerstreifens (3) am Umleger (23) durch Vakuum gehalten wird.
  4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweilige Behälter während des Umlegens im Auslaufstern (10) verdrehungssicher eingespannt ist.
  5. Etikettiermaschine zum Aufbringen von Zoll- oder Steuerstreifen (3) auf mit einem Verschluss (2) verschlossene Flaschen (1) oder dgl. Behälter, mit einem um eine vertikale Maschinenachse (MA) umlaufenden Rotor (5), mit mehreren am Umfang des Rotors gebildeten Etikettierstationen (6) mit jeweils einem Behälterträger (7) und einer über den Behälterträger angeordneten Zentriertulpe (8), mit einem an der Umlaufbahn des Rotors vorgesehenen und mit diesem nicht mit bewegten Etikettieraggregat (11), mit dem die Zoll- oder Steuerstreifen (3) auf die vorbeibewegten Behälter (1) derart aufgebracht wird, dass sie mit einer ersten Teillänge auf der Außenfläche der Flasche haften und mit einer zweiten Teillänge über den verschlossenen Behälter in vertikaler Richtung nach oben wegstehen, mit Mitteln zum Umlegen und Andrücken der zweiten Teillänge an den Verschluss (2) und an den Behälter (1), sowie mit einem Aufnahmen (12) für die Behälter (1) aufweisenden Auslaufstern (10), mit dem die Behälter an einer Übergabeposition (10.1) vom Rotor (5) entnommen werden, wobei die Mittel zum Umlegen und Andrücken von Umlegern (23) gebildet sind, von denen jeweils wenigstens einer an jeder Aufnahme (12) des Auslaufsternes (10) vorgesehen ist, und wobei die Umleger (23) ein Halte- und Andrückelement (20) bilden, mit welchem an der Übergabeposition (10.1) jeder Zoll- oder Steuerstreifen (3) an der über den Behälter vorstehenden zweiten Teillänge für das Umlegen erfasst wird.
  6. Etikettiermaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Halte- und Andrückelement (20) Vakuumöffnungen aufweist.
  7. Etikettiermaschine nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Umleger (23) zwischen einer Ausgangsstellung zur Aufnahme der zweiten Teillänge des jeweiligen Zoll- oder Steuerstreifen (3) und einer Andrückstellung schwenkbar ist, und zwar gesteuert durch den Umlauf des Auslaufsternes (10).
  8. Etikettiermaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Umleger (23) um eine Schwenkachse (16) radial zur Achse des in der Aufnahme (12) angeordneten Behälters (1) schwenkbar ist.
  9. Etikettiermaschine nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Umleger (23) um eine horizontale, tangential zur Drehbewegung des Auslaufsternes (10) orientierte Schwenkachse (16) schwenkbar ist.
  10. Etikettiermaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Umleger (23) mit seinem Halte- und Andrückelement in der Ausgangsstellung in einer vertikale Ebene angeordnet ist.
  11. Etikettiermaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Umleger (23) um etwa 180° aus der Ausgangsstellung in die Andrückstellung schwenkbar ist.
DE200410056343 2004-11-22 2004-11-22 Verfahren zum Aufbringen von Zoll- oder Steuerstreifen auf Flaschen oder dgl. Behälter sowie Etikettiermaschine zum Durchführen des Verfahrens Expired - Fee Related DE102004056343B4 (de)

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