DE68903813T2 - Verfahren und vorrichtung zum auftragen von klebstoff zur dichten montage von deckeln auf verpackungen und containern. - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum auftragen von klebstoff zur dichten montage von deckeln auf verpackungen und containern.Info
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Description
- Die Erfindung betrifft allgemein ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Auftragen von Klebstoff auf gesonderte Deckel, die im folgenden in der Regel als Deckelelemente bezeichnet werden, und zum Anbringen der gesonderten Deckelelemente in Packungen oder Behältern. Insbesondere richtet sich die Erfindung auf ein vollautomatisches derartiges Verfahren und eine vollautomatische derartige Vorrichtung zum abdichtenden Anbringen der Deckelelemente in Packungen oder Behälterröhren.
- In diesem Zusammenhang wird der Begriff "Deckelelement" verwendet für sämtliche Arten von Deckeln, Stirnplatten und Behälterendteilen, die an der Innenseite einer Packung oder eines Behälters, im wesentlichen eines rohr- oder schlauchförmigen Behälters, angebracht und befestigt werden. Das "Deckelelement" ist beispielsweise ein Deckel, eine Stirnplatte oder ein Behälterendstück aus Kunststoff, Pappe oder Metall. Die Erfindung eignet sich unter Lösung spezieller zugehöriger Probleme insbesondere für die Handhabung solcher wiederverschließbarer Deckel, die einen ringförmigen Deckelrand, der an der Innenseite eines Behälters oder einer Behälterröhre befestigbar ist, und einen wiederverschließbaren Deckel umfassen, welcher in der Regel mittels eines Scharniers schwenkbar mit dem Deckelrahmen verbunden ist und vorzugsweise abgedichtet mit der Innenseite des Deckelrahmens verbunden werden kann.
- Beim Montieren von Deckeln an den Enden eines rohrförmigen Behälters war es bisher üblich, Klebstoff oder sogenannte Heißschmelze auf die Innenkante des Deckelrahmens oder des Endverschlusses aufzutragen und sodann den Deckelrahmen oder den Endverschluß in eine Position innerhalb der Behälterröhre zu drücken.
- Bekannt ist eine Vorrichtung zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens mit einem Förderer für Deckelelemente, einem Rotor oder Karussell für ein mehrstufiges Handhaben von Deckelelementen, die wiederverschließbare, drehbare Deckelelemente tragen und von dem Deckelelementförderer übernommen werden, und mit einem zusammenwirkenden Förderer für Packungen oder Behälterschläuche.
- Allerdings ergab sich ein spezielles Problem beim maschinellen Handhaben von wiederverschließbaren Deckeln, die einen Deckelrahmen und einen an diesem angelenkten wiederverschließbaren Deckel aufweisen, da es vorkommen kann, daß der Deckelrahmen und der Deckel nicht vollständig zusammengepreßt sind oder daß ein kleiner Abstand zwischen dem Deckelrahmen und dem Deckel vorhanden ist. Wenn in einem solchen Fall der Klebstoff mittels eines Klebstoffsprühapplikators oder mit ähnlichen Mitteln aufgetragen wird, kann es geschehen, daß der Klebstoff neben die mit dem Behälter zu verbindenden Rahmenkanten gelangt und daß der Rahmen folglich nicht ausreichend gut an der Behälterröhre haftet, wobei ferner Leckagen zwischen dem Deckelrahmen und der Behälterröhre und damit auch zwischen dem Deckel und dem Behälterschlauch auftreten können.
- Die Erfindung richtet sich darauf, die Probleme und Nachteile der bisher bekannten Verfahren und Vorrichtungen zum Auftragen von Klebstoff auf die Kanten eines Deckelelements zu beseitigen und das Deckelelement vollautomatisch an der Innenseite eines Behälters, insbesondere eines rohr- oder schlauchförmigen Behälters anzubringen, wobei vorgesehen ist, daß der Klebstoff gleichmäßig und vollständig rund um die Kante des Deckels, des Deckelrahmens oder der Stirnplatte aufgetragen wird, und zwar derart, daß ein wiederverschließbarer Deckel von dem Deckelrahmen nicht gelöst werden oder keinen Klappenspalt mit dem Deckelrahmen bilden kann, nachdem das Klebstoffbett auf die Deckelrahmenkante aufgetragen worden ist.
- Die EP-A-167645 offenbar ein Verfahren zum Drücken eines Deckels in einen Behälter, wobei jedoch, im Gegensatz zur vorliegenden Erfindung, die Behälter selbst und nicht die Deckelelemente einem umlaufenden Sternrad zugeführt werden. Ferner diskutiert diese Patentschrift nicht das Problem des Auftragens von Klebstoff auf die Deckelelemente.
- Die EP-A-113703 offenbart ebenfalls ein Verfahren zum Anbringen von Deckelelementen an Behältern, jedoch werden in diesem Falle im Gegensatz zur vorliegenden Erfindung die Deckelelemente außen auf den Behälter aufgesetzt, wobei ferner das Aufbringen des Klebstoffs auf die Deckelelemente in nicht-rotierender Weise erfolgt, und zwar auf der Innenseite der Deckelelemente.
- Das Verfahren nach der Erfindung kennzeichnet sich dadurch, daß mehrere Deckelelement von einer Deckelelementrinne zu einem Deckelhandhabungsrotor oder Karussell mit zwei, vorzugsweise drei oder mehr Deckelelementgreifern zugeführt werden, daß ein Deckelelementgreifer fort vom Rotor oder Karussell ausgestreckt wird, wenn er sich in einer Position direkt vor der Deckelelementrinne befindet, und der Deckelelementgreifer ein Deckelelement aufnimmt und hält, daß der Rotor gedreht und der Deckelelementgreifer in eine vorbestimmte Position direkt vor einer Klebstoffauftrageinrichtung gesetzt wird, daß der Deckelelementgreifer von einer Welle, die radial zum Rotor verläuft, um eine vollständige Drehung oder mehr gedreht wird, während ein Klebstoffstrom auf die Außenkanten des Deckelelements gesprüht wird, daß der Rotor um eine weitere Strecke gedreht wird, bis der Deckelelementgreifer eine Position direkt vor einem vorbereiteten Behälter einnimmt, daß der Deckelelementgreifer in dieser Position ausgestreckt wird und das Deckelelement in ein offenes Ende des Behälters hineindrückt und daß der Deckelelementgreifer in seine zurückgezogene Position zurückkehrt und ein neuer Arbeitszyzklus beginnt.
- Die Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens ist vor allem dadurch gekennzeichnet, daß der Deckelelement-Handhabungsrotor zwei oder mehr Deckelelementgreifer aufweist, die an einer drehbaren Welle angeordnet sind, welche sich radial zum Rotor erstreckt, wobei die Welle gedreht wird, während Klebstoff oder ein gleichwertiges Haftmittel auf die Außenkante des Deckelelements aufgetragen wird, und wobei der Klebstoff von einer stationären Klebstoff-Auftrageinrichtung aufgetragen wird.
- Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden, ins einzelne gehenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen. Die Zeichnungen zeigen in:
- Fig. 1 eine erste Ausführungsform einer Vorrichtung nach der Erfindung;
- Fig. 2 einen üblicherweise verwendeten wiederverschließbaren Deckel mit einem Deckelrahmen und einem wiederverschließbaren Deckel, wobei der Deckel leicht geöffnet gegenüber dem Deckelrahmen dargestellt ist;
- Fig. 3 eine mehr ins einzelne gehende, jedoch abgebrochene Darstellung einer alternativen Ausführungsform der Erfindung, und zwar in einem Stadium kurz vor dem Auftragen von Klebstoff auf die Deckelkante;
- Fig. 4 den nächsten Schritt des Verfahrens, wobei Klebstoff aufgetragen wird;
- Fig. 5 und 6, ähnlich wie die Figuren 3 und 4, eine weitere alternative Ausführungsform der Erfindung.
- Die Ausführungsformen nach den Figuren 3 bis 6 eignen sich insbesondere zur Handhabung einer wiederverschließbaren Einrichtung mit einem Deckel und einem Deckelrahmen, wie sie in Figur 2 dargestellt ist.
- Die Vorrichtung nach Figur 1 umfaßt im wesentlichen eine Einrichtung 1 zum kontinuierlichen Zuführen von Deckeln oder Stirnplatten, eine Einrichtung 2 zum Handhaben der Deckel oder Stirnplatten, eine Klebstoffauftrageinrichtung 3 und eine Einrichtung 4 zum Zuführen von Packungen oder Behältern, in die die Deckel oder Stirnplatten eingeführt werden sollen.
- Die Deckelzuführeinrichtung 1 umfaßt eine geneigte Deckelrinne 5, in der Deckel 6 mit der Oberseite nach unten gefördert werden, d.h., daß derjenige Teil der Deckel, der in den Behälter eingeführt werden kann, nach oben weist. Die Deckelrinne kann vorzugsweise mit einer (nicht dargestellten) Einrichtung zum Vorwärmen der Deckel versehen sein, so daß bei einem späteren Verfahrensschritt der heiße Klebstoff, der auf den Deckel aufgetragen wird, sich nicht abkühlt, bevor der Deckel in den Behälter eingeführt wird. Am Ende der Deckelrinne 5 befindet sich eine schematisch dargestellte Vorrichtung 7, die an sich bekannt ist und dazu dient, den letzten Deckel der Deckelrinne nach unten in eine horizontale Position zu drehen, so daß er von einem Deckelgreifer der Deckelhandhabungseinrichtung 2 ergriffen werden kann.
- Die Deckelhandhabungseinrichtung 2 umfaßt einen Rotor 8, der sich um eine stationäre Achse 9 dreht und mindestens zwei, vorzugsweise mindestens drei oder, noch besser, vier Deckelgreifer 10, 11, 12 und 13 umfaßt. Die drei Deckelgreifer 10, 11 und 12 sind in aktiven Positionen dargestellt, während der vierte Greifer 13 in einer Ruhestellung gezeigt ist. Alle Deckelgreifer sind sowohl einwärts und auswärts hin- und herbewegbar, wie es der Pfeil 14 zeigt, als auch um eine radiale Welle drehbar, wie es mit dem Pfeil 15 angegeben ist. Die Deckelgreifer tragen ferner irgendwelche Mittel zum Erfassen eines Deckels, beispielsweise eine Anzahl von Saugnäpfen 16. Das Ausstrecken bzw.
- Zurückziehen der Deckelgreifer kann formschlüssig erfolgen, beispielsweise mittels (nicht dargestellter) Nocken, und die Deckelgreifer sind vorzugsweise federverspannt, und zwar in Richtung ihrer Rückzugsbewegung. Das Ausstrecken und Zurückziehen der Deckelgreifer kann auch mittels einer pneumatischen Führungseinrichtung oder in entsprechender Weise erfolgen.
- Die Deckelgreifer 10 und 12 sind ausgestreckt, jedoch nicht umlaufenden gezeigt, während der Deckelgreifer 11 seine zurückgezogene Lage einnimmt und sich dabei entsprechend dem Pfeil 15 dreht. Der Deckelgreifer 13 ist zurückgezogen und dreht sich nicht.
- Es besteht die Möglichkeit, mehrere Deckelgreifer vorzusehen, die seitlich dicht nebeneinander montiert werden, um eine Funktionsvervielfachung zu erzielen, wenn die Vorrichtung in Verbindung mit Mehrfach-Verpackungsmaschinen eingesetzt wird.
- Die Behälter-Zuführeinrichtung 4 kann von beliebiger bekannter Bauart sein. Beispielsweise kann es sich um einen Förderer 17 handeln, der Packungen 18 in eine spezielle Position bringt, die beispielsweise durch Anschlagstangen 19 bestimmt wird und in der ein Deckel oder eine Stirnplatte 6 nach unten in den Behälter hineingedrückt und dort verklebt werden kann.
- Die beschriebene Vorrichtung arbeitet folgendermaßen:
- Mehrere Deckel 6 werden kontinuierlich durch die Deckelrinne 5 zugeführt, und der letzte Deckel der Rinne 5 wird durch die Abwärts-Dreh-Einrichtung 7 nach unten in eine horizontale Position geschwenkt, in der er von dem Deckelgreifer 10, der sich an dieser Stelle befindet, ergriffen werden kann. Gleichzeitig mit dem Drehen des Deckelgreifers 10 in die gezeigte Position wird dieser mittels (nicht dargestellter) Nocken ausgestreckt; die Saugnäpfe 16 werden an Vakuum angeschlossen; und der nach unten geschwenkte Deckel wird von den Saugnäpfen 16 an derjenigen Seite erfaßt, die die Außenseite des Deckels bilden soll; der Deckelgreifer wird zurückgezogen, wie es in gestrichelten Linien in Figur 1 dargestellt ist; und der Rotor 8 wird gedreht, und zwar im vorliegenden Fall um 90 im Uhrzeigersinn, um in diejenige Position zu gelangen, die durch den Deckelgreifer 11 angegeben ist.
- Zur gleichen Zeit, zu der der Deckelgreifer 10 in die durch den Deckelgreifer 11 angegebene Position gedreht wird, wird ein neuer Deckelgreifer in die Aufnahmeposition, nämlich in die Position 10 bewegt; er wird ausgestreckt; und er ergreift einen neuen Deckel von der Deckelrinne 5.
- In der zweiten Position sollte der Deckelgreifer 11 mit seinem Deckel eine exakte Position bezüglich der Klebstoffauftrageinrichtung 3 einnehmen, nämlich eine Position, in der sich die Kanten des Deckelrahmens oder der Stirnplatte exakt vor einer Klebstoffpistole 20 befinden; der Deckelgreifer 11 beginnt, sich um seine axiale Welle zu drehen, die radial zur Welle 9 und zum Rotor 8 verläuft; zum selben Zeitpunkt wird die Klebstoffpistole 20 aktiviert, um einen Klebstoffstrom 21 auf die Rahmenkante oder die Plattenkante zu sprühen. Durch die Drehung des Deckels wird der Klebstoff gleichmäßig rund um die gesamte Rahmen- oder Plattenkante verteilt. Normalerweise reicht es aus, den Deckel exakt um eine Umdrehung zu drehen, jedoch ist es unter besonderen Bedingungen natürlich auch möglich, den Deckel für mehrere Umdrehungen umlaufen zu lassen, wobei ggf. auch der Klebstoffstrom 21 geringfügig seitlich bewegt wird, um mehrere Klebstoffbetten seitlich nebeneinander aufzutragen, die dann gemeinsam ein breites Klebstoffbett bilden. Nachdem die Deckelkante mit Klebstoff bedeckt worden ist, wird der Deckelgreifer 11 zurückgezogen; außerdem wird der Rotor 8 um weitere 90º gedreht, so daß der Deckelgreifer 11 mit dem Deckel, welcher nun mit Klebstoff versehen ist, in diejenige Position gelangt, die als Deckelgreifer 12 gezeigt ist.
- In bestimmten Fällen, die im folgenden noch näher beschrieben werden sollen, ist es auch möglich, in der Position "11" den Deckelgreifer um einen exakt vorbestimmten Abstand auszustrecken, um eine Position genau vor der Klebstoffauftrageinrichtung 3 einzunehmen. Dies ist von Vorteil, um Klebstofftropfen oder überfließenden Klebstoff daran zu hindern, die Deckel oder die Maschinenteile zu treffen, die sich in der Vorrichtung befinden.
- Zur gleichen Zeit, zu der der nun mit Klebstoff versehene und von dem Deckelgreifer 11 gehaltene Deckel in diejenige Position gedreht wird, in der ein Einführen des Deckels in den Behälter 18 erfolgt, wird ein neuer Deckelgreifer aufwärts in die Position "10" gedreht, und es wird ein vorher ergriffener Deckel in die Klebstof fauftragposition "11" gedreht.
- Der Deckelgreifer, der sich in der mit der Bezugsziffer "12" bezeichneten Montageposition befindet und der noch den Deckel hält, steht in dieser Position exakt oberhalb der Öffnung einer Packung 18 oder einer Behälterröhre; der Deckelgreifer 12 wird nun ausgestreckt, wodurch der Deckel nach unten in das offene Ende des Behälters gedrückt wird, um mit letzterem verklebt zu werden. Verwendet man vollständige Stirnplatten mit aufgefalteten Kanten, so werden diese Kanten mit der Innenseite des Behälters verklebt; verwendet man wiederverschließbare Deckeleinrichtungen mit einem Deckelrahmen und einem wiederverschließbaren Deckel, so wird der Deckelrahmen dieser Einrichtungen mit dem Behälter verklebt, wohingegen der Deckel seinerseits an der Innenseite des Deckelrahmens befestigt wird.
- Die Saugnäpfe 16 des Greifers 12 werden vom Vakuum gelöst, wodurch der Deckel freigegeben wird; Der Greifer wird zurückgezogen; und der Rotor 8 wird erneut um 90 gedreht, wodurch der Greifer, der in die mit 13 markierte Lage gelangt, eine inaktive Position einnimmt, bis er um weitere 90 nach oben in diejenige Stellung gedreht worden ist, in der er einen neuen Deckel ergreift, wodurch ein vollständiger Arbeitszyklus abgeschlossen wird.
- In einigen Fällen kann es vorkommen, daß der Deckel nicht ganz eben von den Saugnäpfen 16 erfaßt wird und daß der Klebstoffstrom 21 außen an der Deckelkante vorbeigeht.
- Bei der Handhabung einer wiederverschließbaren Einrichtung mit einem Deckelrahmen und einem wiederverschließbaren Deckel kann es auch geschehen, daß sich der Deckel mehr oder weniger gegenüber dem Rahmen öffnet, während die wiederverschließbare Einrichtung gehandhabt wird, oder daß ein geringfügiger Spalt zwischen dem Rahmen und dem Deckel entsteht. Ein solcher Fall ist schematisch in Figur 2 gezeigt. Die Saugnäpfe 16 halten den wiederverschließbaren Deckel, jedoch hat sich hier der Rahmen geringfügig von dem Deckel gelöst und sich nach außen geklappt, so daß der Klebstoffstrom unwiderruflich zum Teil außen an der vorgesehenen Klebstoffkante 22 vorbeigeht.
- Um dieses Problem zu eliminieren, ist die Vorrichtung nach den Figuren 3 und 4 mit einem äußeren Kissen oder einer äußeren Halterplatte 23 ausgebildet, die nach Form und Größe auf das Unterende der Deckelplatte oder auf das Unterende des Deckelrahmens paßt. Gleichzeitig sind die Deckelgreifer - im dargestellten Fall lediglich der Deckelgreifer 11' - so ausgebildet, daß die Saugnäpfe 16' und auch der Greiferkörper innerhalb einer Führung 25 unter Federspannung 24 stehen. So zeigt Figur 3 einen Deckel, der von den Saugnäpfen 16' in geringem Abstand vor dem Greiferkörper 11' gehalten wird. Figur 4 zeigt in entsprechender Weise, wie die Halterplatte 23 den Deckel und den Rahmen zusammenpreßt und diese Teile in Berührung mit dem Greiferkörper 11' drückt, wodurch erreicht wird, daß der Klebstoffstrom exakt auf die vorgesehene Stelle des Deckelrahmens oder der Deckelplatte fällt.
- In der Führung ist eine schematisch angedeutete Zahnkupplung vorgesehen, die in derjenigen Stellung, in der der Deckelgreifer 11' ausgestreckt ist, letzteren gegen die Führung 25 verriegelt und auf diese Weise eine Drehung des Deckelgreifers 11' um eine imaginäre Achse des Deckelgreifers und der Führung 25 (Figur 3) verhindert, wobei in derjenigen Stellung, in der der Greifer 11' gegen den Rotor 8 gepreßt wird, die Zahnkupplung freigegeben wird, wodurch eine Drehung des Deckelgreifers mit dem Deckel oder der Stirnplatte ermöglicht wird. Diese Drehung ist notwendig, um Klebstoff auf den Deckel oder den Deckelrahmen aufzutragen.
- Die Vorrichtung nach den Figuren 5 und 6 unterscheidet sich von der Vorrichtung nach den Figuren 3 und 4 dadurch, daß der Greiferkörper 11" in zwei verschiedene Position ausgestreckt werden kann, nämlich in eine erste Position zum Einholen von Deckeln (Station 10) und zum Drücken von DeckeIn nach unten in das offene Ende des Behälters (Station 12), und eine zweite Position, in der der Deckelgreifer 11" so vorgeschoben ist, daß er den Deckel gegen die Halterplatte 23 drückt, wobei der Deckel gedreht wird und wobei Klebstoff auf die Kante der Deckelplatte oder des Deckelrahmens gesprüht wird.
- Die Vorrichtung nach den Figuren 5 und 6 unterscheidet sich von der vorher dargestellten Ausführungsform ferner dadurch, daß sie mit einer Klebstoffspritzabdeckung 26 versehen ist, die den Bewegungen des Deckelgreifers 11" folgt, wie es durch die gestrichelten Linien 27 angedeutet ist, und die in sämtlichen Stellungen mit Ausnahme der Sprühposition der Klebstoffpistole 20 die Sprühdüse abdeckt, so daß kein Klebstoff auf irgendwelche Teile der Vorrichtung herabtropfen kann.
- Außerdem ist die letztgenannte Vorrichtung mit einem Photozellensensor 28 versehen, der feststellen soll, ob ein Klebstoffstrom auf den Deckel gesprüht wird. Hierzu ist die Photozelle mit der Einrichtung zum Drehen des Deckelgreifers 11" verbunden, um zu überwachen, daß der Klebstoff während der gesamten Umdrehung bzw. in einigen Fällen während mehrerer Umdrehungen des Deckelgreifers aufgetragen worden ist. Tritt kein Klebstoffstrom auf, so wird die Maschine gestoppt.
Claims (1)
1. Verfahren zum Auftragen von Klebstoff auf gesonderte
Deckelelemente und zum Einführen der Deckelelemente in Packungen oder
Behälter, insbesondere vollautomatisches Verfahren für ein
derartiges Anbringen dichtender Deckelelemente in Packungen oder
Behälterröhren, dadurch gekennzeichnet, daß
mehrere Deckelelemente (6) von einer Deckelelementrinne (5)
zu einem Deckelhandhabungsrotor (8) oder Karussell mit
mindestens zwei Deckelelementgreifern (10 bis 13) zugeführt werden,
ein Deckelementgreifer (10) fort von dem Rotor (8) oder
Karussell ausgestreckt wird, wenn er sich in einer Position
direkt vor der Deckelelementrinne (5) befindet, und der
Deckelelementgreifer ein Deckelelement (6) aufnimmt und hält,
der Rotor (8) gedreht und der Deckelelementgreifer (11) in
eine vorbestimmte Position direkt vor einer
Klebstoffauftrageinrichtung (3) gesetzt wird,
der Deckelelementgreifer (11) von einer Welle, die radial
zum Rotor (8) verläuft, um eine vollständige Drehung oder mehr
gedreht wird, während ein Klebstof fstrom (21) auf die
Außenkanten des Deckelelements (6) gesprüht wird,
der Rotor (8) um eine weitere Strecke gedreht wird, bis der
Deckelelementgreifer eine Position direkt vor einem
vorbereiteten Behälter (18) einnimmt,
der Deckelelementgreifer in dieser Position (12)
ausgestreckt wird und das Deckelelement in ein offenes Ende des
Behälters (18) hineindrückt
und der Deckelelementgreifer (12) in seine zurückgezogene
Position zurückkehrt und ein neuer Arbeitszyklus beginnt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Halterplatte 23 das Deckelelement (6) gegen den
Deckelelementgreifer (11) drückt, bevor der Klebstof fauftrag beginnt und
während der Klebstoff rund um die Kanten des Deckelelements
aufgetragen wird.
4. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 1
oder 2, mit einem Förderer (1) für Deckelelemente, einem Rotor
(8) oder Karussell für ein mehrstufiges Handhaben von
Deckelelementen (6), die wiederverschließbare, schwenkbare
Deckelelemente tragen und von dem Deckelelementförderer (1) übernommen
werden, und mit einem zusammenwirkenden Förderer (4) für
Packungen oder Behälterröhren (18), dadurch gekennzeichnet, daß
der Deckelelement-Handhabungsrotor (8) zwei oder mehr
Deckelelementgreifer (10 bis 13) aufweist, die an einer drehbaren
Welle angeordnet sind, welche sich radial zum Rotor (8)
erstreckt, wobei die Welle gedreht wird, während Klebstoff oder
ein gleichwertiges Haftmittel auf die Außenkante des
Deckelelements (6) aufgetragen wird, und wobei der Klebstoff von einer
stationären Klebstoff-Auftrageinrichtung (3) aufgetragen wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Deckelelement-Handhabungsrotor (8) mit mindestens drei
Deckelelementgreifern (10 bis 13) ausgebildet ist, die alle aktiv
sind und mindestens drei verschiedene Winkelstellungen
einnehmen können, und daß jeder der Deckelgreifer in einer Position
(10) des Rotors (8) ein Deckelelement (6) von dem
Deckelelementförderer (1) aufnimmt, wobei in einer zweiten Position (11)
des Rotors das Deckelelement (6) gedreht wird, während
Klebstoff (21) aufgetragen wird, und wobei in einer dritten
Position (12) des Rotors das Deckelelement (6) nach unten in den
Behälter (18) hineingedrückt wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Klebstoffauftrageinrichtung (3) eine
Klebstoffsprühvorrichtung (20) ist, die stationär montiert ist, und zwar in
einer Position zum Auftragen eines Klebstoffstroms (21) auf eine
exakt bestimmte Stelle an der Kante des Deckelelementes,
während letzteres um eine Umdrehung gedreht wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3, 4 oder 5, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Spritzabdeckung (26) mit einer Durchgangsbohrung
zwischen der Klebstoffauftragvorrichtung (3) und dem
Deckelelement angeordnet ist, während sich letzteres in
Leimauftragposition befindet, wobei die Spritzabdeckung (26) vorzugsweise
bewegbar montiert ist und wobei deren Bewegung an die
Ausstreckbewegung des entsprechenden Deckelelementgreifers (11)
gekoppelt ist, wodurch die Spritzabdeckung (26) Klebstofftropfen und
-spritzer darin hindert, auf irgendeinen Teil der Vorrichtung
in beliebigen Positionen auf zutreffen, mit Ausnahme dann, wenn
das Deckelelement die Klebstoffauftragposition einnimmt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6,
gekennzeichnet, durch eine Halterplatte (23), die benachbart der
Klebstoffauftragvorrichtung montiert ist und das Deckelelement (6)
gegen den Deckelelementgreifer (11) pressen kann, um diese
Teile während des Klebstoffauftragvorganges eng
zusammenzudrücken.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß in
der Klebstoffauftragposition des Rotors (8) die Halterplatte
(23) axial beweglich ist, wohingegen der Deckelelementgreifer
(11') axial unbeweglich ist, oder die Halterplatte (23)
unbeweglich ist, wohingegen der Deckelelementgreifer (11") axial
beweglich ist, und zwar in Richtung gegen die Halterplatte
(23).
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der Deckelelementgreifer (11) mit Saugnäpfen (16) o.dgl.
zum Halten eines Deckelelements (6) ausgebildet ist und daß die
Saugnäpfe zumindest geringfügig federbetätigt sind, so daß das
Deckelelement mit dem Deckelelementgreifer (11'; 11") nur dann
in Stoßberührung tritt, wenn es der Einwirkung der Halterplatte
(23) unterliegt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 7, 8 oder 9, dadurch
gekennzeichnet, daß der gesamte Deckelelementgreifer (11'; 11") axial
elastisch (24) in einer Führung (25) des Rotors (8) aufgenommen
ist und daß der Deckelelementgreifer von einer inneren
Zahnkupplung (25) in einer drehfesten Position gehalten werden
kann, wenn er unter der Wirkung der Federmittel (24) seine
ausgestreckte Stellung einnimmt, wohingegen die Zahnkupplung (25)
den Deckelelementgreifer (11'; 11") zur Drehung um eine
imaginäre Welle der Führung und des Deckelelementgreifers
freigibt, wenn der Deckelgreifer entgegen der Wirkung der
Federmittel (24) in Richtung auf den Rotor (8) gedrückt wird.
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